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Thema: Nicht ausgegebene Briefmarken weltweit
Das Thema hat 340 Beiträge:
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merkuria Am: 15.04.2018 09:04:37 Gelesen: 19128# 316 @  
Diese wohl teuerste Briefmarke Grossbritanniens wurde bereits in der Rubrik „Die berühmtesten und wertvollsten Briefmarken der Welt“ http://www.philaseiten.de/beitrag/174611 vorgestellt, sollte aber auch hier ihren Platz bekommen, da es sich um eine Unverausgabte handelt. Ich spreche hier von der One Penny rot gezähnt mit vier farbigen Eckbuchstaben (Mi Nr. 16) mit der 1863 datierten Druckplatte Nr. 77.

Marken von der Platte 77 wurden nie am Postschalter verkauft, da die schlechte Qualität der Platte nicht den Anforderungen für einen guten Druck entsprachen. Die Druckplatte 77 wurde vernichtet, ebenso die bereits in unbekannter Anzahl gedruckten Marken. Trotzdem gelangte eine unbekannte Anzahl dieser Marken in den Gebrauch. Gemäss Literatur sind uns bis heute 6 gestempelte Exemplare bekannt geworden, ein Exemplar davon befindet sich im britischen Postmuseum.



Auf der rechten Abbildung zeige ich die Position der Plattennummer 77 auf der Marke .

Den höchsten je erzielten Preis für eine einzelne englische Briefmarke löste Stanley Gibbons 2012 mit einem Exemplar dieser unverausgabten Plate 77- Marke. Diese wechselte damals für 550‘000 GB£ (zu der Zeit ca. 680‘000 €) den Besitzer und ging nach Australien!

Stanley Gibbons verkaufte 2016 ein weiteres Exemplar dieser Unverausgabten an einen nicht benannten britischen Sammler für 495‘000 GB£ (zu der Zeit ca. 640‘000 €). Dies ist der zweithöchste Preis der je für eine einzelne englische Briefmarke bezahlt wurde!

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 18.04.2018 07:34:23 Gelesen: 18767# 317 @  
1965 plante die Sowjetunion eine Sonderausgabe anlässlich des 48. Jahrestages der Oktoberrevolution. Aus nicht eindeutig belegten Gründen verzichtete man kurzfristig auf eine Verausgabung dieser bereits produzierten Briefmarke und vernichtete diese. Die wenigen im Handel vorkommenden Stücke sind wahrscheinlich von bereits verschickten Präsentationskarten abgelöst worden. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht. Anstelle dieser Marke wurde zu diesem Anlass schlussendlich eine Blockausgabe (Mi Nr. 3132 / Block 41) verausgabt.



An der Cherrystone Auktion vom Oktober 2008 in NY wurde ein Exemplar dieser Unverausgabten unter Los Nr. 584 für 2‘400 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 21.04.2018 09:11:49 Gelesen: 18388# 318 @  
1971 plante Nordkorea eine Sonderausgabe von drei Werten mit Schmetterlingen. Die Ausgabe wurde angekündigt, jedoch aus nicht bekannten Gründen nie verausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht, im Scott Katalog wird mit einer Fussnote auf diese hingewiesen.





Ein ungebrauchter Viererblocksatz dieser Unverausgabten wurde an der 43. Interasia Auktion vom Januar 2014 in Hongkong unter Los Nr. 4602 für 20‘000 HK$ (zu der Zeit ca. 2000 €) angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
diva Am: 21.04.2018 17:25:59 Gelesen: 18275# 319 @  
Unverausgabte Marken

Guten Abend,

ich hätte da eine Frage an die Forumler, habe eine Wohlfahrtsmarke Charlie Chaplin Briefmarke, kann mir bitte jemand erklären, ob diese Marke die nicht verausgabte Marke ist oder die normale 2218? Habe leider keine vergleichbare Marke mehr.

Über eine Nachricht möchte ich mich im voraus schon ganz herzlich bei Euch bedanken.



Liebe Grüße
Diva
 
merkuria Am: 21.04.2018 18:30:40 Gelesen: 18256# 320 @  
@ diva [#319]

Guten Abend Renate,

in unserem Forumthema "Nicht ausgegebene Briefmarken weltweit" findest Du unter eine Abbildung des unverausgabten Farbprobedrucke Mi Nr. 2218P. Vielleicht hilft Dir der kleine Unterschied in den Farben weiter – andere Unterschiede gibt es nicht.

Liebe Grüsse
Jacques
 
diva Am: 21.04.2018 20:09:58 Gelesen: 18234# 321 @  
Guten Abend Jacques,

vielen, vielen Dank für diese Info. Werde mich gleich schlau machen. Wünsche noch ein schönes Wochenende und weiterhin viel Freude und Erfolg bei der Suche nach diesen Schätzchen.

Liebe Grüße aus dem hohen Norden
Renate

[Beiträge [#319] bis [#321] in das verlinkte Hauptthema verschoben]
 
merkuria Am: 24.04.2018 00:29:52 Gelesen: 17908# 322 @  
Am 15. Juli 2003 verausgabte Grossbritannien eine Sonderausgabe mit Schottischen Landschaften (Mi Nr. 2140-2145). Der Satz zu 6 Werten berücksichtigt die Wertstufen 2nd, 1st, E, 42, 47 und 68 Pence.

Scheinbar muss bei dieser Ausgabe anstelle der 42 Pence eine 37 Pence Wertstufe vorgesehen worden sein. Dieser Umstand war mir bisher nicht bekannt, bis ein entsprechendes Stück bei der Universal Philatelic Auktion vom April 2018 auftauchte. Das Motiv dieser Unverausgabten ist in gleicher Zeichnung wie das der verausgabten 42 Pence Wertstufe (Mi Nr. 2143) gehalten. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 69. Universal Philatelic Auctions vom 10. April 2018 in Northleach/Cheltenham GB unter Los Nr. 8825 für 305 GB£ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 27.04.2018 16:08:17 Gelesen: 17463# 323 @  
Am 1. Februar 1949 verausgabte Griechenland eine Sonderausgabe zu Ehren von verschleppten griechischen Kinder (Mi Nr. 560-562). Der Höchstwert von 1‘800 Drachmen (Mi Nr. 562) wurde erst in zwei Grüntönen gedruckt, dann aber aus mir nicht bekannten Gründen durch einen Druck in zwei Rottönen ersetzt. Die grünen Marken wurden nicht ausgegeben und sollten vernichtet werden. Eine nicht bekannte Stückzahl gelangte jedoch trotzdem in den Handel. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein ungebrauchter Viererblock dieser Unverausgabten wurde an der 220. Corinphila Auktion vom November 2017 unter Los Nr. 4478 für 700 CHF + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 30.04.2018 08:36:45 Gelesen: 17208# 324 @  
Am 12. Oktober 1945 sollte die Internationale Brücke zwischen Argentinien und Brasilien eröffnet werden. Dazu wurde auch eine Sonderausgabe vorgesehen und zu diesem Datum produziert. Aus verschiedenen Gründen konnte der Eröffnungstermin nicht eingehalten werden und auf den 21. Mai 1947 verschoben. Somit konnte die vorbereitete Sondermarke in der Form nicht ausgegeben werden und sollte vernichtet werden. Eine unbekannte, anhand der erzielten Preise wohl grosse Anzahl dieser Unverausgabten gelangte aber trotzdem in den Handel. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



An der 212. Guillermo Jalil Auktion vom Februar 2017 in Buenos Aires, wurde ein solches Exemplar unter Los Nr. 515 für gerade mal 15 US$ verkauft!



Am 21. Mai 1947 erfolgte dann eine bildgleiche Ausgabe mit dem berichtigten Eröffnungsdatum (Mi Nr. 539).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 03.05.2018 08:40:53 Gelesen: 16925# 325 @  
1959 plante die französische Post die Ausgabe einer Sondermarke anlässlich des 100. Geburtstages des Sozialistenführers Jean Jaurès. Dafür wurde eine 50 Fr Marke in roter Farbe produziert, die dann aber – aus welchen Gründen auch immer - nicht verausgabt wurde. Die gesamte Auflage wurde mit einem amtlichen Entwertungsstempel versehen und anschliessend vernichtet. Gemäss Literatur überlebten 12 Exemplare die Vernichtungsaktion, auch soll ein einziges Exemplar ohne den Entwertungsstempel existieren! Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht, im französischen Maury Katalog wird sie unter Nr. 1217A gelistet. Am 12. September 1959 erfolgte dann eine endgültige Ausgabe in veränderter Zeichnung und schwarzlila Farbe (Mi Nr. 1261).



Ein Exemplar dieser Unverausgabten mit Entwertungsaufdruck wurde an der 36. Christoph Gärtner Auktion vom Februar 2017 unter Los Nr. 12735 für 4‘000 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 03.05.2018 19:59:23 Gelesen: 16862# 326 @  
Im Beitrag http://www.philaseiten.de/beitrag/162724 habe ich im September 2017 über die unverausgabte österreichische AUSSEER TRACHT berichtet. Zu diesem Zeitpunkt war mir kein weiteres oder vorher angebotenes Exemplar dieser Unverausgabten im Handel bekannt. Die Studie einer Ergebnisliste aus 2015 hat mich zwischenzeitlich eines Besseren belehrt!



An der David Feldman Auktion vom Dezember 2015 in Genf wurde unter Los Nr. 20398 ein kompletter 10er Kleinbogen dieser Unverausgabten für 4‘600 € + Aufgeld verkauft (460 € pro Stück!).

Ob es sich beim von Christoph Gärtner in 2017 angebotenen Einzelstück um ein Exemplar aus diesem Kleinbogen handelt, lässt sich aus meinem Blickwinkel nicht feststellen. Tatsache ist aber, dass sich der Marktwert dieser Unverausgabten in zwei Jahren von 460 € auf 18‘000 € steigern konnte!

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 06.05.2018 09:35:40 Gelesen: 16582# 327 @  
Im September 1899 plante Thailand eine neue Freimarkenausgabe mit dem Portrait von König Chulalongkorn. Mit der Herstellung wurde die deutsche Druckerei Giesecke & Devrient in Leipzig beauftragt. Nach Auslieferung der Marken verbot der König jedoch deren Ausgabe, da ihm sein Portrait missfiel. Die gesamte Auflage wurde vernichtet. Trotzdem gelangte eine unbekannte Anzahl dieser Marken in private Hände und kommt auch mit Gefälligkeitsstempel vom Dezember 1899 vor. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. II-VI.



Ein kompletter einheitlich mit "KORAT 23.12.99", gefälligkeitsgestempelter Satz dieser Unverausgabten wurde an der 364. Heinrich Koehler Auktion vom März 2017 unter Los Nr. 956 für 620 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 09.05.2018 09:21:04 Gelesen: 16277# 328 @  
1920 verausgabte die französische Mandats-Verwaltung für das Memelgebiet (Litauen) eine Freimarkenausgabe. Dazu verwendete man Ausgaben des Deutschen Reiches (ex Mi Nr. 85 II - 115 sowie ex 141-149) und versah diese mit dem Aufdruck Memelgebiet (Michel Nr. Memel 1-17). 1920 verausgabte die französische Mandats-Verwaltung für das Memelgebiet (heute Litauen) eine Freimarkenausgabe.

Für die 80 Pf Wertstufe war eigentlich nur die einfarbige Urmarke Mi Nr. 149 (violettultramarin) zum Anbringen des Aufdrucks vorgesehen. Irrtümlich wurde aber auch eine nicht bekannte Anzahl der zweifarbigen 80 Pf Mi Nr. 93 (rötlichkarmin/schwarz auf rosarot) mit dem Aufdruck versehen. Diese Marken blieben jedoch unverausgabt. In meinem Michel Deutschland Katalog 2003 wird diese Unverausgabte nicht gelistet.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 36. Christoph Gärtner Auktion vom Februar 2017 unter Los Nr. 19068 für 4‘100 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 12.05.2018 09:09:18 Gelesen: 15979# 329 @  
Am 28. Oktober 1937 verausgabte Venezuela eine Sonderausgabe anlässlich der Verstaatlichung der Hafenanlagen von La Guaira (Mi Nr. 211).

Im Vorfeld dieser Ausgabe wurde eine Marke mit der korrekten Inschrift NACIONALIZACION (Verstaatlichung) produziert. Aus wohl politischen Gründen wollte man diese Marke mit der provokativen Inschrift aber so nicht verausgaben und erstellte eine nahezu bildgleiche Ausgabe mit der Inschrift ADQUISICION (Erwerb). Die ursprünglichen Marken blieben unverausgabt und sollten vernichtet werden.

Eine unbekannte, anhand der erzielten Preise wohl grössere Anzahl dieser Unverausgabten gelangte aber trotzdem in den Handel. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. I.



Ein ungebrauchtes Paar dieser Unverausgabten wurde an der 212. Guillermo Jalil Auktion vom Februar 2017 in Buenos Aires unter Los Nr. 1328 für 80 US$ + Aufgeld verkauft. Die rechte Abbildung zeigt ein gebrauchtes Exemplar der verausgabten Version.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 15.05.2018 08:26:50 Gelesen: 15455# 330 @  
1984 plante Äthiopien eine Sonderausgabe zu den Olympischen Spielen in Los Angeles 1984. Nach dem Boykott der Moskauer Spiele 1980 beschlossen viele mit der Sowjetunion befreundete Staaten ebenfalls einen Boykott der Spiele in Los Angeles. Auch Äthiopien schloss sich diesen Ländern an und brachte die bereits hergestellten Marken für Los Angeles nicht zur Ausgabe. Die gesamte Auflage wurde vernichtet, eine nicht bekannte Anzahl Sätze gelangte aber trotzdem in den Handel. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht.



Ein ungebrauchter Satz dieser Unverausgabten wurde an der 37. Christoph Gärtner Auktion vom Juni 2017 unter Los Nr. 7488 für 512 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 18.05.2018 08:31:20 Gelesen: 14970# 331 @  
Zur Bewältigung des Markenmangels während der Inflation verausgabte Griechenland 1946/1947 Aushilfsausgaben mit den benötigten Wertstufen. Diese wurden mittels Aufdruck auf verschiedenen Freimarken früherer Ausgaben produziert (Mi Nr. 512-529). Dabei wurde auch eine 150 Drachmen Wertstufe mittels Aufdruck auf der 20 Drachmen Marke (Mi Nr. 397) hergestellt. Da für diese 150 Drachmen Wertstufe jedoch kein postalischer Bedarf bestand, blieb diese unverausgabt und sollte vernichtet werden. Trotzdem gelangte eine unbekannte Anzahl dieser Unverausgabten in den Handel. Der Michel Katalog verweist in einer Fussnote auf deren Existenz, listet sie aber nicht.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 220. Corinphila Auktion vom November 2017 in Zürich unter Los Nr. 4469 für 160 CHF + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 21.05.2018 10:21:00 Gelesen: 14613# 332 @  
1941 plante das mailaiische Sultanat Selangor eine Farbänderung der 8 Cent Wertstufe aus der Freimarkenausgabe (Mi Nr. 31-48). Die 8 Cent Wertstufe grau (Mi Nr. 38) wurde dazu in rot hergestellt, kam aber infolge des japanischen Einmarsches nicht mehr an die Postschalter und blieb somit unverausgabt.

Die japanischen Besatzungstruppen verwendeten später die bestehenden Bestände und verausgabten diese am 3. April 1942 mit einem Aufdruck des Siegels des Malaiischen Militärbüros (Mi Nr. Japanische Besetzung Selangor 1-19). Dabei wurde die Farbänderung der 8 Cent Wertstufe aber nicht verwendet. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 696. Daniel F. Kelleher Auktion vom Februar 2017 in Danbury/USA unter Los Nr. 237 für 600 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 24.05.2018 10:11:59 Gelesen: 13199# 333 @  
Die Deutsch-Kolumbianische Luftverkehrsgesellschaft SCADTA (Sociedad Colombo Alemana de Transportes Aereos) verausgabte 1928/1929 eine Aushilfsausgabe für Ecuador (SCADTA für Ecuador Mi Nr. 1-5). Dazu verwendete man die SCADTA Ausgaben für Kolumbien (Mi Nr. 30-35) und versah diese mit einem Aufdruck ECUADOR / PROVISIONAL sowie der entsprechenden neuen Wertstufe. Beim 75 Centavos Wertaufdruck (Mi Nr. 2) wurden irrtümlich Aufdrucke mit der Bezeichnung Cts. zwischen den Ziffern hergestellt. Dies war so nicht vorgesehen, weshalb diese Marken nicht verausgabt wurden. Gemäss Literatur sind uns trotzdem 24 Exemplare dieser Unverausgabten bekannt geworden. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. 2F.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 210/212. Corinphila Auktion vom November 2016 in Zürich unter Los Nr. 1480 für 4‘200 CHF + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 27.05.2018 09:09:12 Gelesen: 11904# 334 @  
1939 plante die Republik Spanien die Herausgabe einer Flugpostausgabe mit den Wertstufen 2 und 5 Pesetas. Gewählt wurde die Farbe dunkelviolettblau für die 2 Pta und schwarzgrau für die 5 Pta Wertstufe. Nach dem Sieg der Nationalisten innerhalb des spanischen Bürgerkriegs kamen diese Marken jedoch nicht mehr zur Ausgabe und sollten vernichtet werden. Eine unbekannte Anzahl dieser Unverausgabten sowie auch Farbprobedrucke gelangten trotzdem in den Handel.

Der Michel Katalog listet nur die beiden Unverausgabten (Mi Nr. XII-XIII), die Farbprobedrucke werden jedoch nur in einer Fussnote erwähnt. Der spanische Edifil Katalog listet die Unverausgabten als auch die Farbprobedrucke unter Nr. NE39-45).



Eine Zusammenstellung mit diesen zwei Unverausgabten sowie drei Farbprobedrucken wurde an der 364. Heinrich Koehler Auktion vom März 2017 unter Los Nr. 736 für 8‘000 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 03.06.2018 08:44:00 Gelesen: 3053# 335 @  
Die Verwaltung der East India Company verausgabte zwischen 1855 – 1864 die ersten gezähnten Freimarken für Indien (Mi Nr. 8-14). Dazu gehörte auch eine 2 Annas Wertstufe, welche in mattrosa (Mi Nr. 12a) und in gelbbraun (Mi Nr. 12b) an die Postschalter gelangten.

Von dieser 2 Annas Wertstufe wurden auch Drucke in grüner Farbe vorbereitet, welche jedoch nie ausgegeben wurden. Trotzdem gelangten ungebrauchte Exemplare in den Handel, aber auch gestempelte Exemplare sind bekannt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten mit Mi Nr. II. Im Stanley Gibbon Katalog werden diese mit der Nr. 50 katalogisiert.



Ein gebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der Christoph Gärtner Auktion vom Oktober 2015 unter Los Nr. 857 für 2‘000 € + Aufgeld verkauft.

Ein ungebrauchtes Exemplar wird zurzeit im Festpreisangebot von Stanley Gibbons für 3‘500 GB£ angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 06.06.2018 08:18:56 Gelesen: 2562# 336 @  
Für den 10. Juni 1981 plante die portugiesische Kolonie Macao eine Sonderausgabe anlässlich des 400. Todestag des Dichters Camoes (Mi Nr. 476-478). Entgegen der sonstigen Gepflogenheit der alleinigen Landesbezeichnung Macau wurden diese Marken mit dem Zusatz Macau / Portugal produziert. Aus mir nicht bekannten Gründen wurde die gesamte Produktion dieser Marken mit der Bezeichnung nicht ausgegeben und durch Marken der herkömmlichen Landesbezeichnung ersetzt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht.



Ein ungebrauchter Satz dieser Unverausgabten wurde an der 56-59. Interasia Auktion vom April 2017 in Hongkong unter Los Nr. 3529 für 2‘300 HK$ (ca. 220 €) + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 09.06.2018 07:33:20 Gelesen: 2134# 337 @  
Bei der Produktion der Sonderausgabe vom 13. Juni 1949 (Mi Nr. 852-856) zum Internationalen Kongress für Fernmeldewesen in Paris unterlief der französischen Post ein Fehler. Auf der 25 Francs Wertstufe (Mi Nr. 854) entdeckte man nach dem Druck einen Fehler in der Angabe des Geburtsjahres von Emile Baudot. Anstelle des korrekten Geburtsjahres 1845 wurde irrtümlich das Jahr 1848 angegeben. Die gesamte Auflage dieser Wertstufe wurde vernichtet, trotzdem gelangte eine unbekannte Anzahl dieser Unverausgabten in den Handel.

Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht, im französischen Yvert/Maury Katalog wird sie katalogisiert. Eine korrigierte Marke wurde zeitgerecht zur Ausgabe produziert.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 210/212. Corinphila Auktion vom November 2016 in Zürich unter Los Nr. 51 für 1‘000 CHF + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 12.06.2018 08:58:11 Gelesen: 1204# 338 @  
1918/1923 verausgabte das britische Protektorat Sarawak (Malaya) eine Freimarkenausgabe mit dem Bildnis des Radscha Sir Charles Brooke (Mi Nr. 47-67).

Bei der 1 Cent Wertstufe wurde erst ein einfarbiger Druck im Farbton blauschiefer produziert (Mi Nr. II). Dieser Druck missfiel jedoch der Verwaltung und man beschloss, diesen neu in zweifarbigem Druck blau/karmin herzustellen (Mi Nr. 47). Die einfarbigen 1 Cent Marken blieben unverausgabt und sollten vernichtet werden. Scheinbar müssen aber grössere Mengen dieser Marken in den Handel gelangt sein, was am bescheidenen Preis dieser Unverausgabten zu vermuten ist.



Ein ungebrauchter Sechserblock dieser Unverausgabten wird bei ebay zu ca. 90 US$ angeboten!

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 15.06.2018 08:55:17 Gelesen: 899# 339 @  
Am 24. September 1936 verausgabte die Republik Panama eine Sonder-Aushilfsausgabe anlässlich des 100. Geburtstag von Dr. Pablo Arosemena (Mi Nr. 183-184). Dazu verwendete man die 24 und 50 Centesimos Freimarken von 1924 (Mi Nr. 125 und 126) und versah diese mit einem entsprechenden Aufdruck.

Bei der Herstellung der Aufdrucke auf den 50 Centesimos Marken (Mi Nr. 126) wurden irrtümlich zwei 100er Bogen der gleichfarbenen ½ Centesimos Wertstufe (Mi Nr. 118) verwendet. Bei der Kontrolle der vorgesehenen Ausgabe bemerkte man diesen Irrtum und sortierte diese aus. Somit blieben diese 200 Exemplare unverausgabt (Mi Nr. II). Was mit diesen fehlerhaften Marken danach geschah und wie sie in den Handel gelangten, ist nicht nachvollziehbar.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 364. Heinrich Koehler Auktion vom März 2017 unter Los Nr. 946 für 150 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 18.06.2018 08:03:47 Gelesen: 132# 340 @  
1871 plante Frankreich die Herausgabe einer Freimarkenausgabe. Dazu verwendete man die 10 Centimes Freimarke Kaiser Napoleon III. von 1867 (Mi Nr. 27) und versah diese mit einem blauen Aufdruck der Ziffer 10. Aus welchen Gründen dieser Aufdruck hergestellt wurde, ist nicht abschliessend geklärt. Obwohl 1871 bereits die Republik Frankreich gegründet und der Kaiser entmachtet war, lässt vermuten, dass man auf diesem Wege die verbleibenden 10 Centimes Wertstufen mit dem Bildnis Napoleons aufbrauchen wollte. Auf jeden Fall wurde die Marke offiziell nicht ausgegeben, trotzdem sind uns aber echt gestempelte Stücke bekannt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter der Mi Nr. IV.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 205-209. Corinphila Auktion vom Juni 2016 in Zürich unter Los Nr. 5076 für 750 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 

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