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Thema: Nicht ausgegebene Briefmarken weltweit
Das Thema hat 698 Beiträge:
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merkuria Am: 13.12.2020 08:59:19 Gelesen: 14858# 674 @  
1875 verausgabte der Iran eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 9-12). Nebst den verausgabten Wertstufen zu 1,2,4 und 8 Chahi war auch eine 1 Kran Wertstufe zur Ausgabe vorbereitet. Diese blieb jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. II.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 170. Ulrich Felzmann Auktion vom 5. Dezember 2020 unter Los 3713 für 400 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 16.12.2020 09:29:26 Gelesen: 14574# 675 @  
Zwischen 1948 und 1967 verausgabte Ägypten/UAR für seine besetzten Gebiete von Palästina eigene Briefmarken. Wurden bis 1959 die jeweiligen Briefmarken von Ägypten mit einem Aufdruck PALESTINE verwendet, begann man 1960 mit dem Druck von ausgesuchten ägyptischen Marken in anderen Farben und der Landesbezeichnung UAR / Palestine.

Am 22. Februar 1961 erschien in Ägypten / UAR eine Sonderausgabe anlässlich des 3-jährigen Bestehens der Vereinigten Arabischen Republik UAR (Mi Nr. UAR 92) in Farbe schwarzviolett.



Die gleiche Marke sollte in der Farbe grün auch für die besetzten Gebiete von Palästina ausgegeben werden, blieb jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 747. Kelleher Auktion vom 18. November 2020 in Danbury / USA unter Los 293 für 150 US$ angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 19.12.2020 09:42:18 Gelesen: 14267# 676 @  
Am 21. August 1980 plante Bangladesch eine Sonderausgabe zur Unterstützung des Befreiungskampfes des palästinensischen Volkes . Die Marke erhielt einen entsprechenden Hinweis in englischer und arabischer Sprache. Während die englische Inschrift FREEDOM FIGHTERS für Freiheitskämpfer steht, wurde in der arabischen Inschrift statt der korrekten Bezeichnung „mujahadeen“ das Wort „muqatilin” (übersetzt = Killer) verwendet. Aus diesem Grund beschloss die Postverwaltung, diese Marke nicht zu verausgaben. Trotz dieses Beschlusses wurden grosse Mengen der bereits zur Ausgabe vorliegenden Marken an verschiedene Postämter verschickt und dort illegal verkauft. Währendem ungebrauchte Exemplare im Handel zuhauf vorkommen, sind auf Poststücken verwendete Exemplare eher selten. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Michel Nr. I.





Ein Einschreibebrief mit 12 Exemplaren dieser Unverausgabten wurde an der 747. Kelleher Auktion vom 18. November 2020 in Danbury / USA unter Los 261 für 100 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 22.12.2020 09:23:21 Gelesen: 13993# 677 @  
Am 21. September 1917 verausgabte die Türkei eine Wohltätigkeitsausgabe zugunsten der Waisen (Mi Nr. 626). Dazu verwendete man eine unverausgabte 20 Piaster Marke und versah diese mit einem Aufdruck des neuen Wertes von 10 Piaster. Marken ohne diesen Aufdruck gelangten nicht an die Postschalter und blieben ohne Aufdruck unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 6. Classicphil GmbH Auktion vom 25. Oktober 2020 in Wien unter Los 30265 für 240 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 25.12.2020 10:15:43 Gelesen: 13664# 678 @  
Die Norfolk-Insel steht seit 1. Juli 1914 unter australischer Verwaltung, erhielt aber seit 1947 ihre eigene Posthoheit. Dazu verausgabte die Norfolk-Insel am 10. Juni 1947 ihre erste eigene Freimarkenausgabe in Zähnung K14 (Mi Nr. 1-14).

Bereits 1940 wurden 5 Wertstufen (1,2,3 und 6 Pence sowie 1 Shilling) in Zähnung 11 und in teilweise anderen Farben als die Ausgaben 1947 zur Verausgabung vorbereitet. Diese blieben aber aus mir nicht bekannten Gründen unverausgabt.

Die gesamte Auflage der 1940 in Zähnung 11 hergestellten Marken wurde verbrannt. Gemäss Literatur entgingen wenige Stücke in unbekannter Anzahl der Vernichtung und gelangten später in den Handel. Der Michel Katalog verweist in einer Fussnote auf diese Unverausgabten, listet und bewertet sie aber nicht.



Eine Zusammenstellung von 5 Werten dieser Unverausgabten in postfrischen Viererblocks wurde an der Robert A. Siegel Auktion vom 14. Dezember 2020 in New York unter Los 110 für 7‘500 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 28.12.2020 09:35:42 Gelesen: 13181# 679 @  
Am 6. Oktober 1947 verausgabte Togo eine Flugpostausgabe (Mi Nr. 213-216). Die Wertstufen 40 Francs (Mi Nr. 213) und 200 Francs (Mi Nr. 216) waren ursprünglich in anderen Farben vorgesehen als ausgegeben.

Die 40 Francs Wertstufe wurde in der Farbe blau ausgegeben. Von dieser Wertstufe sind uns jedoch auch Exemplare in lilarosa bekannt geworden, welche aber unverausgabt blieben. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht, der französische Maury Katalog listet sie unter Nr. 17a.

Die 200 Francs Wertstufe wurde in Farbe lilarosa ausgegeben. Von dieser Wertstufe sind uns jedoch auch Exemplare in blau bekannt geworden, welche aber unverausgabt blieben. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht, der französische Maury Katalog listet sie unter Nr. 20a.



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 176. Cérés Auktion vom 13. Oktober 2020 in Paris unter Los 4623 für 637 € + Aufgeld verkauft.



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 176. Cérés Auktion vom 13. Oktober 2020 in Paris unter Los 4624 für 609 € + Aufgeld verkauft.

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Jacques
 
merkuria Am: 31.12.2020 09:29:45 Gelesen: 12802# 680 @  
Im Januar 1901 verausgabte das Deutsche Reich eine Freimarkenausgabe für seine Kolonie Samoa (Mi Nr. 7-19). Dabei sollte auch eine 2 Pf Wertstufe zur Ausgabe gelangen (Mi Nr. I P1). Da man für diese Wertstufe jedoch keine Verwendung hatte, blieb sie demzufolge unverausgabt. Eine 2 Pf Wertstufe war auch bei den Ausgaben der Kolonien Kamerun [#240] sowie den Karolinen Inseln [#569] vorgesehen.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 177. Dr. Reinhard Fischer Auktion vom 27. November 2020 in Bonn unter Los 5595 für 1‘700 € + Aufgeld verkauft.

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Jacques
 
merkuria Am: 03.01.2021 09:55:45 Gelesen: 12362# 681 @  
1976 plante Nauru eine Sonderausgabe in Blockform zum 25. Jahrestag der ersten Wahlen des Lokalparlaments (Unabhängigkeit von Australien). Dabei sollten die Führer der Unabhängigkeitsbewegung sowie der erste Präsident DeRoburt gezeigt werden. Aus mir nicht bekannten Gründen blieb dieser Sonderblock jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.

Erst zum 30. Jahrestag der Unabhängigkeit erschien 1981 eine entsprechende Sonderausgabe (Mi Nr. 221-223). Zu dieser Ausgabe wurden die Klischees der Politiker vom geplanten Block aus 1976 übernommen.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 363. Status International Auktion vom 10. Dezember 2020 in Sydney/Australien unter Los 6264 für 500 AU$ (ca. 310 €) angeboten, blieb jedoch unverkauft

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 06.01.2021 09:47:32 Gelesen: 11870# 682 @  
Zwischen 1957 und 1970 verausgabte Österreich Freimarken mit Bauwerken in insgesamt 31 verschiedenen Zeichnungen (ex Mi Nr. 1035-1324). In einem mir nicht bekannten Jahr (1960?) war für diese Serie die Ausgabe einer Wertstufe zu 2.40 Schilling mit dem Abbild der Burg Kufstein vorgesehen. Da für diese Wertstufe zum Zeitpunkt der geplanten Ausgabe wohl kein Bedarf mehr bestand, blieb diese jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht, der österreichischen ANK Katalog listet sie unter Nr. 14c P.



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 63. Viennafil Auktion vom 17. Dezember 2020 in Wien unter Los 2471 für 650 € + Aufgeld verkauft.

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Jacques
 
merkuria Am: 09.01.2021 09:50:58 Gelesen: 11286# 683 @  
Am 15. Januar 1966 sollte in Madagaskar die Tagung der Staats- und Regierungschefs der frankophonen Staaten Afrikas zur Gründung der gemeinsamen Organisation OCAM stattfinden. Dazu wurde eine Sondermarke mit dem Hinweis-Datum Janvier (Januar) hergestellt.

Da die Konferenz jedoch erst im Juni abgehalten werden konnte, wurde die dafür vorgesehene Sonderausgabe mit einem zweizeiligen Aufdruck JUIN / 1966 sowie einer Durchbalkung des Januar-Hinweises versehen und am 26. Juni 1966 verausgabt (Mi Nr. 557).



Marken ohne diesen Aufdruck kamen nicht zur Ausgabe. Trotzdem gelangte eine nicht bekannte Anzahl dieser Unverausgabten ohne den Aufdruck in den Handel. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. X.



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wird derzeit bei Ebay für 100 US$ angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 12.01.2021 10:05:45 Gelesen: 10709# 684 @  
Zur Eröffnung der Eisenbahnlinie von Corumba (Brasilien) nach Santa Cruz (Bolivien) sollte 1954 eine Sondermarke erscheinen, welche mit einem Nennwert von 10 Boliviano hergestellt wurde. Infolge technischer Probleme, konnte die Eröffnung dieser Strecke jedoch erst 1960 erfolgen.

Am 14. Dezember 1960 verausgabte man zur verspäteten Eröffnung eine Sonderausgabe (Mi Nr. 636). Dazu verwendete man die unverausgabte Marke von 1954 und versah diese mit einem Aufdruck des an die Inflation angepassten Nennwertes Bs 1.200.- sowie einer Durchbalkung der alten Wertangabe.



Marken ohne diesen Aufdruck gelangten nicht an den Postschalter. Es müssen jedoch grosse Mengen an unüberdruckten Marken vorrätig gewesen sein, welche später in den Handel gelangten.



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wird derzeit bei Ebay unter 5 US$ angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 15.01.2021 08:51:42 Gelesen: 10187# 685 @  
Am 19. Dezember 1920 verausgabte die Tschechoslowakei eine Zuschlagsausgabe zugunsten des Roten Kreuzes (Mi Nr. 196-197). Dazu produzierte man Marken in Zeichnung der früheren Hradschin-Ausgaben Mi Nr. 7 (40 Heller) und Mi Nr. 20 (60 Heller), jedoch in veränderten Farben und versah diese mit einem entsprechenden Aufdruck sowie einer Kastenzähnung.



Diese Marken kamen in diesen Farben ohne den Aufdruck nicht zum Verkauf. Der Michel Katalog weist in einer Fussnote auf diesen Umstand hin. Wir danken dem Auktionshaus Burda in Prag für die Genehmigung zur Nutzung der Abbildungen.



Eine ungebrauchte Zusammenstellung dieser beiden ohne den Aufdruck Unverausgabten wurde an der 64. Burda Auktion vom 28. November 2020 in Prag unter Los 1140 für 92 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 18.01.2021 09:18:41 Gelesen: 9345# 686 @  
1910 plante der Iran eine Sonderausgabe zum 1. Jahrestag der Krönung von Ahmad Shah Qajar am 16. Juli 1909. Dazu wurde bei der Druckerei Enschede / Niederlande ein Satz mit 16 Werten in Auftrag gegeben, welcher auch in nicht bekannter Auflage ausgeliefert wurde. Aus mir nicht bekannten Gründen blieb dieser Satz jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht, im iranischen Persiphila Katalog werden sie unter Nr. C21-C36 gelistet.



Ein ungebrauchter Satz mit 16 Werten dieser Unverausgabten wurde an der Cherrystone Auktion vom 15. September 2020 in New York unter Los 763 für 500 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 21.01.2021 08:52:51 Gelesen: 8528# 687 @  
Am 25. März 1991 verausgabte Polen die V. Ausgabe der Bildchronik polnischer Herrscher mit aufgedruckten Wertstufen zu 1000 und 1500 Zloty (Mi Nr. 3315-3316).



Diese V. Ausgabe war wohl bereits 1989 mit Wertstufen zu 40 und 50 Zloty gedruckt worden, blieben mit dieser Nominale jedoch unverausgabt, da für diese angesichts der grassierenden Inflation kein Bedarf mehr bestand. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. VII und VIII.



Diese beiden ohne den Aufdruck nicht verausgabten Marken werden zurzeit in Ebay für zusammen 250 € angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 24.01.2021 08:48:58 Gelesen: 7817# 688 @  
1926 verausgabten das französischen Mandatsgebiet des Alawitenterritoriums (Syrien) eine Flugpostausgabe mit den Wertstufen 2, 3, 5 und 10 Piaster (Mi Nr. 43-46). Dazu verwendete man Freimarken von Syrien und versah diese mit einem zweizeiligen Aufdruck in französisch und arabisch ALAOUITES sowie einem Flugzeug.

Für diese Ausgabe war auch eine 0.75 Piaster Wertstufe mit gleichem Aufdruck auf der Syrien Marke Mi Nr. 266 vorbereitet, blieb jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht, der französische Yvert Katalog listet sie unter PA 12a.



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 177. Cérés Auktion vom 15. Dezember 2020 in Paris unter Los 3302 für 370 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 27.01.2021 09:09:22 Gelesen: 7283# 689 @  
Am 9. Juli 1953 verausgabte Frankreich eine Sonderausgabe zu Ehren von Marschall Hubert Lyautey in der Farbe lilabraun (Abbildung links, Mi Nr. 970).

Bei der Drucklegung der Marke zeigten sich die Postverantwortlichen mit dem Ergebnis der Ausführung nicht zufrieden. Die Urmarke war in einem helleren lilabraun ausgeführt , wobei die graphische Gestaltung sowie die Gravurqualität nicht in allen Punkten überzeugte. Die bereits gedruckten Exemplare wurden vernichtet und man beauftragte den französischen Graveur Barlangue mit Verbesserungen der Gestaltung.

Die unverausgabte Marke (Abbildung rechts) erkennt man am leicht helleren Farbton sowie am Umstand, dass sie keine Signatur des Graveurs Barlangue über der Signatur des Entwerfers André Spitz aufweist (links über Ziffer 30). Weitere kleinere graphische Unterschiede erkennt man in der Ausführung der Wertbezeichnung 30 F und +7 F sowie in der Darstellung der Orden. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht, der französische Yvert Katalog listet sie unter Yvert Nr. 950 A.



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 177. Cérés Auktion vom 16. Dezember 2020 in Paris unter Los 2624 für 1478 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 30.01.2021 09:23:46 Gelesen: 6756# 690 @  
Am 7. Mai 1959 verausgabte Äthiopien eine Zuschlagsausgabe zum 100. Gründungsjahr des Roten Kreuzes (Mi Nr. 379-381).



Dazu verwendete man zu diesem Anlass hergestellte, jedoch nicht ausgegebene Marken und versah diese mit einem Aufdruck des vorgesehenen Zuschlagswertes. Marken ohne Aufdruck des Zuschlagswertes kamen nicht an die Postschalter. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht.



Ein kompletter postfrischer Satz dieser Unverausgabten ohne Zuschlagsaufdruck in 8er Blocks wurde an der Cherrystone Auktion vom 15. Dezember 2020 in New York unter Los Nr. 4670 für 1‘400 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 02.02.2021 09:05:21 Gelesen: 6099# 691 @  
Am 14. September 1942 verausgabte Frankreich eine Zuschlagsausgabe zugunsten der Nationalhilfe (Mi Nr. 563). Dazu wurde die 1.50 FR Freimarke in Zeichnung Mi Nr. 524 in geänderter Farbe kornblumenblau hergestellt und mit einem zweizeiligen Aufdruck + 50 / S N versehen.

Zwischenzeitlich sind uns auch Aufdrucke auf der regulären, dunkelrotbraunen Freimarke Mi 524 bekannt geworden. Diese in nicht bekannter Auflage erstellten Aufdruckmarken blieben jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht, der französische Yvert Katalog listet sie unter Yvert Nr. 552d.



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 119. Straphil Auktion vom 23. Dezember 2020 in Strassbourg unter Los 950 für 700 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 05.02.2021 09:28:06 Gelesen: 5258# 692 @  
Am 26. Mai 1936 verausgabte Frankreich eine Sonderausgabe in hellblau zum Gewinn des „Blauen Bandes“ durch das Passagierschiff „Normandie“ (Mi Nr. 316). Nach der Verausgabung ist uns ein Bogen zu 25 Exemplaren in der Farbe blaugrün bekannt geworden. Marken in dieser Farbe wurden jedoch nie ausgegeben. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht, der französische Yvert Katalog listet sie unter Yvert Nr. 300 A.



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 33. La Postale Philatélie Auktion vom 22. Januar 2021 in Paris unter Los 1221 für 13‘000 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 08.02.2021 09:09:36 Gelesen: 4471# 693 @  
Am 6. April 1948 verausgabte China eine Portomarkenausgabe (Mi Nr. Porto 93-100). Dazu verwendete man die Druckvorlagen der Ausgabe 1945 (Mi Nr. Porto 82-83 karminrosa) sowie von nicht verausgabten Wertstufen 50,100,200,300,500 und 1000 CNC$ und druckte diese in geänderter Farbe lila. Danach versah man diese mit einem Aufdruck der neuen, benötigten Wertbezeichnung. Marken ohne den Wertaufdruck kamen nicht an die Postschalter. Der Michel Katalog listet diese ohne den Aufdruck Unverausgabten nicht, der chinesische Chan Katalog listet sie unter Chan Nr. D108a – D115a.



Ein ungebrauchter Satz dieser Unverausgabten wurde an der Cherrystone Auktion vom 18. September 2007 in New York unter Los 125 für 6‘500 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 11.02.2021 09:45:31 Gelesen: 3609# 694 @  
Am 5. April 1983 verausgabte Jugoslawien eine Sonderausgabe zum 110-jährigen Bestehen der Eisenbahnlinie nach Rijeka (Mi Nr. 1981-1982). Bei der Mi Nr. 1982 war bei Drucklegung eine 8.80 Dinar Wertstufe vorgesehen. Infolge der grassierenden Inflation fand diese jedoch keine Verwendung mehr und die bereits gedruckten Marken wurden mit einer neuen Wertbezeichnung von 23.70 Dinar überdruckt.



Marken ohne den Aufdruck gelangten nicht an die Postschalter. Der Michel Katalog listet diese ohne den Aufdruck Unverausgabte unter Mi Nr. 1982 F.



Eine ohne den Aufdruck nicht verausgabte Marke wird in Ebay zurzeit für 50 € angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 14.02.2021 08:39:16 Gelesen: 2613# 695 @  
1892 verausgabte Frankreich seine ersten Postpaketmarken (Mi Nr. 1-3). Nach wenigen Monaten sollten diese drei Marken mit präziseren Leistungsangaben und in veränderter Zeichnung ausgegeben werden. Aus mir nicht bekannten Gründen blieben diese jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht.



Eine ungebrauchte Zusammenstellung dieser drei Unverausgabten wurde an der 177. Cérés Auktion vom 16. Dezember 2020 in Paris unter Los 2135 für 2916 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 17.02.2021 09:19:33 Gelesen: 1825# 696 @  
1925 verausgabte Bolivien eine Sonderausgabe zum 100-jährigen Bestehen der Republik (Mi Nr. 140-147). Nebst den verausgabten Wertstufen 5,10,15,25 und 50 Centavos sowie 1,2 und 5 Bolivianos wurden auch Wertstufen zu 1 und 2 Centavos produziert.

Da zur Zeit der Ausgabe wohl kein Bedarf mehr für diese beiden Wertstufen bestand, blieben diese unverausgabt. Diese Unverausgabten müssen wohl trotzdem in grossen Mengen in den Handel gelangt sein, was durch die tiefen Preise bestätigt wird. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. VII und VIII.



Ungebrauchte Exemplare dieser beiden Unverausgabten werden zurzeit in Ebay zwischen 5 und 10 US$ pro Stück angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 20.02.2021 09:24:05 Gelesen: 1014# 697 @  
Am 22. Februar 1986 verausgabte Frankreich eine Zuschlagsausgabe mit bedeutenden Wissenschaftlern (Mi Nr. 2532-2536). Die Marken wurden auch zusammenhängend in einem Markenheftchen ausgegeben.



Ursprünglich sollte diese Ausgabe 6 Werte umfassen. Eine weitere Wertstufe zu 2.20 +0.50 Francs war mit dem Abbild des Physikers Alfred Kastler zur Ausgabe vorbereitet. Die Familie gab jedoch keine Einwilligung für eine Ausgabe, da sie mit der Abbildung Kastlers nicht einverstanden war. Grund der Ablehnung war, dass das gezeigte Portrait zu wenig dem Aussehen des Geehrten entspreche. Damit mussten die bereits hergestellten Bogen mit den Einzelmarken sowie die Bogen für die Heftchenblätter vernichtet werden. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Nur wenige Stücke, darunter dieser Hefchenbogen mit „Gut zum Druck“ Vermerk blieben erhalten und befinden sich im Postmuseum in Paris.



Ein Verkaufsangebot für diese Unverausgabte ist mir bisher nicht bekannt geworden. Scheinbar hat hier die restlose Vernichtung dieser Unverausgabten für einmal funktioniert.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 23.02.2021 08:51:11 Gelesen: 314# 698 @  
1859 wurde die 4 Schilling Wertstufe von Lübeck in der Farbe dunkelgrün bis schwärzlichopalgrün (Mi Nr. 5a) ausgegeben. Es wurde auch eine Variante in schwärzlichgelblichgrün (Mi Nr. 5b) gedruckt welche jedoch unverausgabt blieb.



Ein ungebrauchter 100er Bogen dieser Unverausgabten wurde an der 375. Heinrich Köhler Auktion vom 20. November 2020 in Wiesbaden unter Los 4356 für 1‘100 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 

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