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Thema: Nicht ausgegebene Briefmarken weltweit
Das Thema hat 799 Beiträge:
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merkuria Am: 12.09.2021 08:38:51 Gelesen: 12104# 775 @  
Die Republik Serbische Krajina [1] verausgabte am 1. November 1993 eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 17-20). Dazu verwendete man die Freimarken Mi Nr. 12-15 und versah diese mit einem zusätzlichen blauen Aufdruck eines kyrillischen Д vor der Wertangabe. Für dieser Ausgabe wurde auch die Wertstufe 100‘000 Dinar (Mi Nr. 16) mit diesem Aufdruck versehen, blieb jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. I.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wird bei Delcampe für 32 € angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Republik_Serbische_Krajina
 
merkuria Am: 15.09.2021 16:07:56 Gelesen: 11802# 776 @  
Nach Wiedererlangung der Unäbhängigkeit von der Sowjetunion verausgabte die nun selbständige Republik Aserbaidschan am 7. Mai 1992 ihre erste Freimarkenausgabe in eigener Währung (Mi Nr. 70-74).



Dazu verwendete man eine noch von der Sowjetunion vorbereitete, aber nicht mehr ausgegebene Marke in russischer Währung und versah diese mit einem zweizeiligen Aufdruck AZÄRBAYCAN / Nennwert in q (Gepik) und Durchbalkung der alten Bezeichnungen. Marken ohne diesen Aufdruck kamen nicht an die Postschalter und blieben somit unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. II.



Ein postfrischer Viererblock dieser ohne den Aufdruck unverausgabten Marke wird bei Delcampe für 18 € angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 18.09.2021 17:33:49 Gelesen: 11589# 777 @  
Am 11. Dezember 1933 verausgabte Frankreich eine Freimarkenausgabe mit Bildnissen von Persönlichkeiten (Mi Nr. 287-289).



Von der 30 Centimes (Mi Nr. 287) grünlichblau und der 1.25 Francs (Mi Nr. 289) lilarot Wertstufe sind uns Marken in anderen Farben bekannt geworden, welche jedoch nicht verausgabt wurden. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht, der französische Maury Katalog listet diese unter No 291a und 293a.



Je ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wird vom Auktionshaus La Postale Philatelie aus Paris über Delcampe für je 3‘890 € angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 21.09.2021 09:23:13 Gelesen: 11432# 778 @  
Am 7. Dezember 1971 tauchten vier Marken zum 500. Geburtstag von Albrecht Dürer aus Barbuda auf (Mi Nr. 103-106). Barbuda hat jedoch am 15. August 1971 die Zusammenarbeit mit seiner Agentur gekündigt, weshalb dieser Satz nicht als postgültige Briefmarken Barbuda`s anerkannt wurde und somit als amtlich unverausgabt zählen muss. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten und verweist auf diesen Umstand in einer Fussnote.

Die 1973/1974 erschienen Marken von Barbuda (Mi Nr. 107-174) wurden alle mittels Aufdruck BARBUDA aus Marken von Antigua hergestellt. Ab Mi Nr. 175 wurden wieder Marken mit integrierter Landesbezeichnung hergestellt.



Scheinbar hat die Agentur diese Marken trotzdem zu ihren Gunsten verwertet und wohl grössere Mengen in den Handel gebracht. Dies zeigt sich auch am geforderten Preis von nur 3 € je Satz!

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 24.09.2021 09:03:16 Gelesen: 11182# 779 @  
1945 verausgabte die Französische Somaliküste eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 268-275). Dazu verwendete man Freimarken der Ausgabe 1943 (ex Mi Nr. 246,248,255 und 256) und versah diese mit einem Aufdruck des neuen Wertes sowie einer Durchbalkung des alten Nennwertes.

Von den 3 Francs Aufdrucken sind uns auch Aufdrucke auf der Mi Nr. 249 ( 30 C), Mi Nr. 251 ( 80 C), Mi Nr. 253 ( 1.50 Fr) und Mi Nr. 254 ( 2 Fr) bekannt geworden. Diese Marken wurden aber nicht verausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht.




Je ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wird vom Auktionshaus La Postale Philatelie aus Paris über Delcampe zwischen 230 € und 340 € je Stück angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 27.09.2021 08:08:51 Gelesen: 10937# 780 @  
Am 16. April 1953 verausgabte Indien eine Sonderausgabe zum 100. Jahrestag des Bestehens der Indischen Eisenbahn (Mi Nr. 227).



Nebst der verausgabten Wertstufe zu 2 Annas ist uns eine Wertstufe zu 4 Annas in gleicher Farbe und Zeichnung bekannt geworden, welche jedoch nicht ausgegeben wurde. Auch existieren Farbproben in hellblau zu dieser Unverausgabten. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht, im britischen Stanley Gibbons Katalog werden diese unter Nr. SG 343var gelistet.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 368. Status Internation Auktion vom 26. August 2021 in Forest Lodge/Australien unter Los 2231 für 230A$ (ca. 143 €) + Aufgeld verkauft.



Eine ungebrauchte Farbprobe zu dieser Unverausgabten wurde an der 368. Status Internation Auktion vom 26. August 2021 in Forest Lodge/Australien unter Los 2232 für 250A$ (ca. 155 €) + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 30.09.2021 08:56:46 Gelesen: 10722# 781 @  
Am 14. April 1980 plante Kongo-Zaire eine Sonderausgabe zu den Olympischen Spielen in Moskau. Viele Staaten boykottierten diese Spiele infolge des russischen Einmarsches in Afghanistan. Kongo-Zaire zählte auch zu diesen Ländern, hatte aber seine Briefmarken zu diesem Anlass bereits hergestellt. Diese blieben unverausgabt und sollten vernichtet werden. Aus nicht bekannten Quellen gelangten aber trotzdem grössere Mengen in den Handel. Der Michel Katalog erwähnt diesen Umstand in einer Fussnote.




Ein postfrischer Satz dieser Unverausgabten wird bei Delcampe für 28 €, mit Block für 45 €, und mit Kleinbogen für 300 € angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
Heinz 7 Am: 30.09.2021 11:36:20 Gelesen: 10694# 782 @  
@ merkuria [#509]

Ich habe dank Deiner exzellenten Übersicht in Beitrag [#745] gesehen, dass Du die British Guiana-Marken Michel I-III bereits erwähnt hast.

Du zeigst sogar genau das Stück, (Michel Nr. II), das auch ich entdeckte:



siehe Auktion: Stanley Gibbons, London 4./5.10.2012 (Hans Eduard Arnhold-Sammlung)

Deine Fundstelle: Spink, London 17.9.2019 (Sammlung "Bartica").

Ich kann aber noch ein weitere Fundstelle vermelden:

H.R. Harmer, London, führte am 7.-9.5.1934 ihre zweite Auktion durch der Arthur Hind Sammlungen. "British Possession in the West Indies, Central and South America". Beachtenswert sind sicher die Lose 145+146: die Dienstmarken Stanley Gibbons O11+O12 (= Michel Nrn. I+II) von British Guiana.



Wir sehen dabei, dass der Viererblock der 24 Cent-Marke das oben besprochene Paar enthält! Der Viererblock wurde nach dem Verkauf der Sammlung Hind aufgetrennt! Die unteren zwei Marken bilden heute das Paar, das gemäss "Stanley Gibbons" "probably the only surviving multiple of this rare stamp" ist! (also wahrscheinlich die letzte existierende Einheit dieser seltenen Marke).

Dass bei diesem hervorragenden Verkauf die gezeigten zwei Lose auf den Fototafeln erschienen, zeigt, wie hoch diese Dienstmarken damals eingeschätzt wurden.

Was lernen wir sonst noch daraus?

- Erstens blutet sicherlich manch einem Philatelisten das Herz, wenn er den prächtigen Viererblock sieht, der aufgeteilt wurde
- zweitens wundert sich manch ein Philatelist, wie günstig solch eine Gross-Rarität heute gelegentlich zu kaufen ist. GB£ 1'000 als Erlös 2019 ist nun wirklich nicht viel (im Vergleich zu anderen Briefmarken)
- Unverausgabte Marken sind manchmal sehr selten, aber oft gar nicht teuer. Das zeigen uns eindrücklich die vielen Beiträge in diesem Thema.

Und ein Zusatz:

Die Michel Nr. III scheint eine richtig seltene Marke zu sein: die 48 Cent Marke "nicht ausgegeben" (gemäss Michel Katalog "Übersee, Band I, 1968/69, Seite 1093"). Die Marke ist aber nur bei Michel gelistet! Bei Stanley Gibbons müsste sie ja die O 13 sein, oder bei Yvert+Tellier O 13, aber in beiden Katalogen FEHLT diese Marke! (ich habe nur ältere Kataloge zur Hand). Warum die 48 Cent nur bei Michel erwähnt ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

Heinz
 
merkuria Am: 17.10.2021 09:30:39 Gelesen: 7634# 783 @  
Am 1. Oktober 1916 verausgabte die französische Besatzungsbehörde von Arad (Stadt in Ungarn, heute Rumänien) eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 12). Dazu verwendete man die 15 Filler Marke von Ungarn (Mi Nr. 195 mit Wertziffer farbig) und versah diese mit einem zweizeiligen Aufdruck Occupation / française.

Bei der Herstellung wurde versehentlich auch eine nicht bekannte Anzahl der Mi Nr. 187 (15 Filler mit Wertziffer weiss) mit diesem Aufdruck versehen, blieb jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht, im französischen Yvert & Tellier Katalog wird diese unter Yv Nr. 9 A gelistet.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wird bei Delcampe für 90 € angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 20.10.2021 08:07:26 Gelesen: 7171# 784 @  
Frankreich verausgabt in regelmässigen Abständen Freimarken, welche das Land durch eine allegorische Frauenfigur (Marianne) darstellen sollen. Für 1977 wurde eine Sabinerin aus einem Gemälde von David gewählt (Mi Nr. 2057). Dieses Motiv diente bis Anfang 1982 als Freimarke, bis es dann durch das Motiv der Liberté (Mi Nr.2299) nach einem Gemälde von Delacroix abgelöst wurde.

Zum Wettbewerb für die Ausgabe 1977 beteiligten sich zwischen 1975 und 1977 zahlreiche Künstler, darunter auch Roger Excoffon. Der Entwurf von Excoffon ist der nebst dem Wettbewerbssieger am weitesten verfolgte Mitbewerber. Von seinem Entwurf wurden Druckplatten für den Stichtiefdruck durch den bekannten französischen Stecher Durrens graviert und damit praktisch ausgabefertige Drucke hergestellt, welche aber aus drucktechnischen Gründen schlussendlich nicht zur Ausgabe ausgewählt wurden.

In dieser Phase wurden 1 Franc Wertstufen in den Farben rosa, grün und türkis gedruckt. Diese Drucke sollten nach dem abschlägigen Entscheid für das Marianne-Motiv eigentlich vernichtet oder zumindest in den Archiven der Druckerei verbleiben. Aus mir nicht bekannten Gründen gelangten diese Unverausgabten trotzdem in nicht bekannter Anzahl in den Handel. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht, der französische Yvert & Tellier Katalog listet diese unter Yvert Nr. 1895 A, B und C.



Ein ungebrauchter Zehnerblock der beiden unverausgabten Yvert Nr. 1895 B und C wird vom Auktionshaus La Postale Philatelie aus Paris über Delcampe für je 13‘500 € angeboten.



Einzelstücke der drei Farben werden zwischen 1‘200 € und 1‘600 € angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 23.10.2021 08:53:38 Gelesen: 6709# 785 @  
1969 plante Kongo-Brazzaville eine Sonderausgabe zum 8. Jahrestag der Revolution. Gezeigt werden sollte Kommandant Marien Ngouabi, der am 31, Dezember 1968 ernannte Präsident der Republik. Diese Marken blieben jedoch aus mir nicht bekannten Gründen unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht.

Gemäss Literatur sind bis heute nur 6 Paare dieser Unverausgabten bekannt geworden und zählen damit zu den gesuchtesten Raritäten des modernen Kongo. Im August 1973 erschien dann eine Sonderausgabe zum 10. Jahrestag der Revolution, wiederum mit einem Bildnis von Ngouabi (Mi Nr. 383-385). Ngouabi wurde am 18. März 1977 bei einem Putschversuch ermordet.



Ein postfrischer Satz dieser Unverausgabten wird bei Delcampe für 750 € angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
Heinz 7 Am: 24.10.2021 13:50:52 Gelesen: 6425# 786 @  
@ merkuria [#745]

Wir haben offenbar eine sehr seltene Briefmarke hier noch nicht besprochen:

Fiji, 1881 (April) 2d. error of colour: ultramarine instead of yellow-green.

Der Fehldruck ultramarin statt grün wurde bereits bei der Lieferung bemerkt, und die Sendung wurde zurückgewiesen zur Zerstörung. Neun Jahre später wurde dieser Auftrag offenbar endlich ausgeführt, wobei allerdings nur 49'940 von ursprünglich 50'000 Marken zerstört wurden (gemäss Protokoll).

Vier Exemplare sind in den 140 Jahren seit 1881 bekannt geworden (vgl. Thema: "Die seltensten und wertvollsten Briefmarken der Welt", Beiträge 781-784); eines ist 1983 für immer verloren gegangen. Somit existieren heute offenbar nur noch drei Marken dieser Unverausgabten.



Zwei Exemplare sind zudem in festem Besitz in London, für Sammler gibt es also seit 1983 offenbar nur dieses eine Exemplar, das 1992 in der Sammlung Peter Robertson angeboten wurde.

Heinz
 
merkuria Am: 26.10.2021 08:03:29 Gelesen: 6075# 787 @  
Zum 100. Gründungstag der Stadt Chabarowsk plante die Sowjetunion 1958 eine Sonderausgabe. Eine 40 Kopeken Marke mit einer Ansicht der Stadt und dem Denkmal des der Stadt namensgebenden Kolonisten und Forschers Yerofey Pavlovich Chabarow wurde dazu ausgabefertig hergestellt. Eine nicht bekannter Anzahl wurde bereits auf Präsentationskarten an interessierte Kreise abgegeben. Die Marke blieb jedoch unverausgabt, da die Verantwortlichen befanden, das gezeigte Denkmal sei zu wenig klar dargestellt. Gemäss Literatur sind bis heute nur drei Exemplare dieser Unverausgabten bekannt geworden. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein auf eine Präsentationskarte aufgeklebtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 91. Raritan Stamps Inc. Auktion vom 15. Oktober 2021 in Cranbury/USA unter Los Nr. 442 für 8‘000 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 29.10.2021 08:32:43 Gelesen: 5450# 788 @  
Am 11. Dezember 1933 verausgabte Frankreich eine Freimarkenausgabe mit Bildnissen von Persönlichkeiten (Mi Nr. 287-289). Von der 30 Centimes (Mi Nr. 287 grünlichblau) ist uns eine unverausgabte Marke in der Farbe hellbraun bekannt, welche in Beitrag [#777] bereits vorgestellt wurde. Nun ist uns von der 30 Centimes (Mi Nr. 287) grünlichblau eine weitere unverausgabte Marken in der Farbe rot bekannt geworden. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht, der französische Maury Katalog listet sie unter No 291b.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 35. La Postale Philatelie Auktion vom 1. Oktober 2021 in Paris unter Los 1138 für 2‘500 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 01.11.2021 09:31:31 Gelesen: 5057# 789 @  
Im November 1970 plante Kongo (Kinshasa) eine Sonderausgabe zum 3-jährigen Bestehen der Einheitspartei „Mouvement Populaire de la Révolution“. Aus mir nicht bekannten Gründen blieben diese Marken jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. IV-VI.



Ein postfrischer Satz dieser Unverausgabten wird bei Delcampe für 30 € angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 04.11.2021 08:42:24 Gelesen: 4712# 790 @  
Am 29. September 1930 verausgabte Spanien eine III. Sonderausgabe für Kolumbus und die Entdeckung Amerikas (Mi Nr. 518-529). Von der 30 Céntimos Wertstufe (Mi Nr. 524 violettbraun) sind uns Farbfehldrucke in orange bekannt, welche nie ausgegeben wurden. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. 524F.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieses unverausgabten Farbfehldruckes wurde an der 369. Status International Auktion vom 21. Oktober 2021 in Forest Lodge/Australien unter Los Nr. 7532 für 20 AU$ angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 07.11.2021 08:33:47 Gelesen: 4210# 791 @  
Am 8 Februar 1940 verausgabte Frankreich für einen Teil seiner afrikanischen Kolonien eine Flugpostausgabe mit einheitlicher Zeichnung (Flugzeug über Küstenlandschaft), in einheitlichen Farben sowie mit einheitlichen Wertstufen (1.90, 2.90, 4.50, 4.90 und 6.90 Francs). Diese Ausgaben wurden gemeinsam gedruckt und anschliessend in einem zweiten Druckgang mit dem Namen der für sie bestimmten Kolonie im untenliegenden Kästchen versehen.



Diese Flugpostausgaben sind uns beispielsweise aus Dahomey (Mi Nr. 120-124), Elfenbeinküste (Mi Nr. 172-176), Französisch Guinea (Mi Nr. 172-176), Französisch Niger (Mi Nr. 95-99), Französisch Sudan (Mi Nr. 123-127), Mauretanien (Mi Nr. 122-126), Senegal (Mi Nr. 152,154,157,159,161) oder Togo (Mi Nr. 125-129) bekannt.

Marken ohne eine Gebietsbezeichnung gelangten verständlicherweise nie an die Postschalter. Trotzdem fand eine nicht bekannte Anzahl dieser unfertigen Marken ihren Weg in den Handel. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht.




Ein ungebrauchter Satz dieser ohne Gebietsbezeichnung unverausgabten Ausgabe wird bei Delcampe für 350 € angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 10.11.2021 08:55:55 Gelesen: 3708# 792 @  
1922 verausgabte Griechenland während der Revolution zur Abschaffung der Monarchie neue Freimarken (Mi Nr. 256-269). Dazu verwendete man frühere Ausgaben von Kreta (ex Mi Nr. 3-41) und versah diese mit einem dreizeiligen Aufdruck ΕΠΑΝΑΣΤΑΣΙΣ (= Revolution) / 1922 / neuer Wert.

Für diese Ausgabe war auch ein 5 auf 1 Lepta Aufdruck auf der Urmarke Kreta Mi Nr. 1 vorgesehen, blieb aber unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. IIIb.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 480. Nordphila Auktion vom 2. August 2021 über Delcampe für 20 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 13.11.2021 09:08:24 Gelesen: 3268# 793 @  
Am 5. April 1939 verausgabte Frankreich für einen Teil seiner afrikanischen Kolonien eine Sonderausgabe zum 100. Geburtstag des Forschungsreisenden René Cailliér mit einheitlicher Zeichnung, in einheitlichen Farben sowie mit einheitlichen Wertstufen (90Centimes, 2.00 und 2.25 Francs). Diese Ausgaben wurden gemeinsam gedruckt und anschliessend in einem zweiten Druckgang mit dem Namen der für sie bestimmten Kolonie im untenliegenden Kästchen versehen. Eine Ausgabe mit gleicher Vorgehensweise wurde mit der Flugpostausgabe 1940 [#791] hier bereits vorgestellt.



Diese Sonderausgabe ist uns beispielsweise aus Dahomey (Mi Nr. 110-112), Elfenbeinküste (Mi Nr. 162-164), Französisch Guinea (Mi Nr. 162-164), Französisch Niger (Mi Nr. 85-87), Französisch Sudan (Mi Nr. 113-115), Mauretanien (Mi Nr. 100-102), Senegal (Mi Nr. 181-183) oder Togo (Mi Nr. 115-117) bekannt.

Marken ohne eine Gebietsbezeichnung gelangten verständlicherweise nie an die Postschalter. Trotzdem fand eine nicht bekannte Anzahl dieser unfertigen Marken ihren Weg in den Handel. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht.




Ein ungebrauchter Satz dieser Unverausgabten wird bei Delcampe für 150 € angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 16.11.2021 09:23:02 Gelesen: 2831# 794 @  
Ab 18. April 1854 verausgabte die Post von Sardinien eine Freimarkenausgabe mit 3 Werten zu 5,20 und 40 Centesimi in den Farben blaugrün, blau und ziegelrosa (Mi Nr. 7a – 9a) sowie in den Farben gelbgrün, indigo und braunrosa (Mi Nr. 7b – 9b).

Eine weitere Ausgabe in den Farben dunkelolivgrün, grünlichblau und tiefrosa waren zur Ausgabe vorbereitet, kamen aber nicht mehr zur Verwendung. Der Michel Katalog listet diese drei Unverausgabten unter Mi Nr. 7c – 9c und verweist in einer Fussnote auf diesen Umstand.



Ein kompletter ungebrauchter Satz dieser Unverausgabten wurde an der 29. Schlegel Auktion vom 2. November 2021 in Berlin unter Los 4916 für 1‘100 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 19.11.2021 08:58:55 Gelesen: 2492# 795 @  
Zur Währungsreform vom 21. Juni 1948 verausgabte die alliierte Besatzungsbehörde eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. Bizone 52-68). Dazu verwendete man Freimarken der Alliierten Gemeinschaftsausgaben (ex Mi Nr. 911-936) und versah diese mit einem Posthörnchen-Bandaufdruck (Mi Nr. 52 I - 68 I) sowie einem Netzaufdruck (Mi Nr. 52 II - 68II).

Nebst diesen verausgabten Wertstufen wurden weitere neun Wertstufen (1, 3, 4, 5, 8, 20, 42, 60 und 80 Pf) mit Band- und Netzaufdrucken zur Ausgabe vorbereitet (Vorstellung Beitrag [#263]) sowie die 1, 2, 3 und 5 M der Alliierten Gemeinschaftsausgaben (Mi Nr. 959-962) mit einem Netzaufdruck zur Ausgabe vorbereitet (siehe Vorstellung Beitrag [#581]).

Desgleichen wurde die 1 Mark (Mi Nr. 959) auch mit einem Bandaufdruck zur Ausgabe vorbereitet. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. A I /a/I. Diese 1 Mark Wertstufe mit Bandaufdruck gilt als gesuchteste dieser ganzen Unverausgabten. Alle oben genannten Marken wurden von der Hauptpostverwaltung nicht anerkannt und sollten eigentlich unverausgabt bleiben. Trotzdem gelangten einige Wertstufen vereinzelt unbeanstandet zum Gebrauch.



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 29. Schlegel Auktion vom 3. November 2021 in Berlin unter Los 6918 für 2‘200 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 22.11.2021 09:31:53 Gelesen: 2059# 796 @  
1966 plante das unabhängige Sultanat Seiyun in der Region Hadhramaut (heute Yemen) eine Sonderausgabe zur Fussball-Weltmeisterschaft in London. Dazu verwendete man die 10 Fils Wertstufe der provisorischen Ausgaben von Seiyun (Mi Nr. 68) und versah diese mit einem weiteren einzeiligen schwarzen Aufdruck LONDON JULY 1966. Aus mir nicht bekannten Gründen blieb diese jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. I.



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 67. Burda Auktion vom 20. November 2021 in Prag unter Los Nr. 781 für 80 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 25.11.2021 08:26:06 Gelesen: 1394# 797 @  
Die unverausgabte 100 Pfg. Charta der Heimatvertriebenen, mit großem "D" in "DEUTSCHEN" wurde bereits in Beitrag [#522] vorgestellt. Es soll versehentlich nur ein Bogen zu 25 Exemplaren in den Verkehr gelangt sein, weshalb diese Marke selten angeboten wird. Auf Brief angeboten, ist das gemäss Aussage von Andreas Schlegel fast schon als sensationell zu bezeichnen!




Ein portogerechter Einschreibebrief mit 6 Normalmarken und einem Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 29. Schlegel Auktion vom 1. November 2021 in Berlin unter Los Nr. 102 für 6‘000 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 28.11.2021 09:16:36 Gelesen: 828# 798 @  
1984 beabsichtigte Belize (oder deren Agentur) die Ausgabe eigener Briefmarken für die Inselgruppe Cayes of Belize. Dazu erfolgte am 30. Mai 1984 eine erste Freimarkenausgabe mit Motiven dieser Region (Mi Nr. 1-9).



Nebst den Wertstufen 1, 2, 5, 10, 15, 25 und 75 Cents sowie 3 und 5 $ tauchte 1987 ein Brief mit einer 1$ Wertstufe in Zeichnung der 3$ Wertstufe auf. Gemäss Literatur soll irrtümlich ein Bogen zu 50 Exemplaren dieser nicht verausgabten Wertstufe an das Postamt von Cayes Caulker gelangt sein. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.

Das Experiment mit den Ausgaben für Cayes of Belize endete bereits nach 29 verausgabten Marken innert Jahresfrist am 5. Juni 1985.



Ein gebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten auf Brief wurde an der 19. Stampedia Auktion vom 2. Oktober 2021 in Tokyo unter Los Nr. 1923 für 50‘000 JPY (ca. 390 €) angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 01.12.2021 08:29:18 Gelesen: 225# 799 @  
Am 3. Mai 1958 verausgabte Portogiesisch Indien eine Freimarkenausgabe mit Familienwappen der früheren Generalgouverneure von Portugiesisch Indien (Mi Nr. 525-532). Ein Satz mit 8 weiteren Wappen war bereits zur Ausgabe vorbereitet, blieb jedoch infolge der Währungsumstellung von Real/Tanga/Rupien auf Centavo/Escudo unverausgabt. Diese unverausgabten Wappen wurden erst am 1. Januar 1959 mit einem Aufdruck der neuen Wertbezeichnung ausgegeben. Der Michel Katalog listet die ohne den Aufdruck unverausgabten Marken nicht.



Ein postfrischer Satz dieser Unverausgabten wird im Cover-Story-Webshop in London unter Los Nr. 5064 zum Festpreis von 895 GB£ angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 

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