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Thema: Nicht ausgegebene Briefmarken weltweit
Das Thema hat 351 Beiträge:
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merkuria Am: 06.05.2018 09:35:40 Gelesen: 24539# 327 @  
Im September 1899 plante Thailand eine neue Freimarkenausgabe mit dem Portrait von König Chulalongkorn. Mit der Herstellung wurde die deutsche Druckerei Giesecke & Devrient in Leipzig beauftragt. Nach Auslieferung der Marken verbot der König jedoch deren Ausgabe, da ihm sein Portrait missfiel. Die gesamte Auflage wurde vernichtet. Trotzdem gelangte eine unbekannte Anzahl dieser Marken in private Hände und kommt auch mit Gefälligkeitsstempel vom Dezember 1899 vor. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. II-VI.



Ein kompletter einheitlich mit "KORAT 23.12.99", gefälligkeitsgestempelter Satz dieser Unverausgabten wurde an der 364. Heinrich Koehler Auktion vom März 2017 unter Los Nr. 956 für 620 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 09.05.2018 09:21:04 Gelesen: 24234# 328 @  
1920 verausgabte die französische Mandats-Verwaltung für das Memelgebiet (Litauen) eine Freimarkenausgabe. Dazu verwendete man Ausgaben des Deutschen Reiches (ex Mi Nr. 85 II - 115 sowie ex 141-149) und versah diese mit dem Aufdruck Memelgebiet (Michel Nr. Memel 1-17). 1920 verausgabte die französische Mandats-Verwaltung für das Memelgebiet (heute Litauen) eine Freimarkenausgabe.

Für die 80 Pf Wertstufe war eigentlich nur die einfarbige Urmarke Mi Nr. 149 (violettultramarin) zum Anbringen des Aufdrucks vorgesehen. Irrtümlich wurde aber auch eine nicht bekannte Anzahl der zweifarbigen 80 Pf Mi Nr. 93 (rötlichkarmin/schwarz auf rosarot) mit dem Aufdruck versehen. Diese Marken blieben jedoch unverausgabt. In meinem Michel Deutschland Katalog 2003 wird diese Unverausgabte nicht gelistet.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 36. Christoph Gärtner Auktion vom Februar 2017 unter Los Nr. 19068 für 4‘100 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 12.05.2018 09:09:18 Gelesen: 23936# 329 @  
Am 28. Oktober 1937 verausgabte Venezuela eine Sonderausgabe anlässlich der Verstaatlichung der Hafenanlagen von La Guaira (Mi Nr. 211).

Im Vorfeld dieser Ausgabe wurde eine Marke mit der korrekten Inschrift NACIONALIZACION (Verstaatlichung) produziert. Aus wohl politischen Gründen wollte man diese Marke mit der provokativen Inschrift aber so nicht verausgaben und erstellte eine nahezu bildgleiche Ausgabe mit der Inschrift ADQUISICION (Erwerb). Die ursprünglichen Marken blieben unverausgabt und sollten vernichtet werden.

Eine unbekannte, anhand der erzielten Preise wohl grössere Anzahl dieser Unverausgabten gelangte aber trotzdem in den Handel. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. I.



Ein ungebrauchtes Paar dieser Unverausgabten wurde an der 212. Guillermo Jalil Auktion vom Februar 2017 in Buenos Aires unter Los Nr. 1328 für 80 US$ + Aufgeld verkauft. Die rechte Abbildung zeigt ein gebrauchtes Exemplar der verausgabten Version.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 15.05.2018 08:26:50 Gelesen: 23412# 330 @  
1984 plante Äthiopien eine Sonderausgabe zu den Olympischen Spielen in Los Angeles 1984. Nach dem Boykott der Moskauer Spiele 1980 beschlossen viele mit der Sowjetunion befreundete Staaten ebenfalls einen Boykott der Spiele in Los Angeles. Auch Äthiopien schloss sich diesen Ländern an und brachte die bereits hergestellten Marken für Los Angeles nicht zur Ausgabe. Die gesamte Auflage wurde vernichtet, eine nicht bekannte Anzahl Sätze gelangte aber trotzdem in den Handel. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht.



Ein ungebrauchter Satz dieser Unverausgabten wurde an der 37. Christoph Gärtner Auktion vom Juni 2017 unter Los Nr. 7488 für 512 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 18.05.2018 08:31:20 Gelesen: 22927# 331 @  
Zur Bewältigung des Markenmangels während der Inflation verausgabte Griechenland 1946/1947 Aushilfsausgaben mit den benötigten Wertstufen. Diese wurden mittels Aufdruck auf verschiedenen Freimarken früherer Ausgaben produziert (Mi Nr. 512-529). Dabei wurde auch eine 150 Drachmen Wertstufe mittels Aufdruck auf der 20 Drachmen Marke (Mi Nr. 397) hergestellt. Da für diese 150 Drachmen Wertstufe jedoch kein postalischer Bedarf bestand, blieb diese unverausgabt und sollte vernichtet werden. Trotzdem gelangte eine unbekannte Anzahl dieser Unverausgabten in den Handel. Der Michel Katalog verweist in einer Fussnote auf deren Existenz, listet sie aber nicht.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 220. Corinphila Auktion vom November 2017 in Zürich unter Los Nr. 4469 für 160 CHF + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 21.05.2018 10:21:00 Gelesen: 22570# 332 @  
1941 plante das mailaiische Sultanat Selangor eine Farbänderung der 8 Cent Wertstufe aus der Freimarkenausgabe (Mi Nr. 31-48). Die 8 Cent Wertstufe grau (Mi Nr. 38) wurde dazu in rot hergestellt, kam aber infolge des japanischen Einmarsches nicht mehr an die Postschalter und blieb somit unverausgabt.

Die japanischen Besatzungstruppen verwendeten später die bestehenden Bestände und verausgabten diese am 3. April 1942 mit einem Aufdruck des Siegels des Malaiischen Militärbüros (Mi Nr. Japanische Besetzung Selangor 1-19). Dabei wurde die Farbänderung der 8 Cent Wertstufe aber nicht verwendet. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 696. Daniel F. Kelleher Auktion vom Februar 2017 in Danbury/USA unter Los Nr. 237 für 600 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 24.05.2018 10:11:59 Gelesen: 21156# 333 @  
Die Deutsch-Kolumbianische Luftverkehrsgesellschaft SCADTA (Sociedad Colombo Alemana de Transportes Aereos) verausgabte 1928/1929 eine Aushilfsausgabe für Ecuador (SCADTA für Ecuador Mi Nr. 1-5). Dazu verwendete man die SCADTA Ausgaben für Kolumbien (Mi Nr. 30-35) und versah diese mit einem Aufdruck ECUADOR / PROVISIONAL sowie der entsprechenden neuen Wertstufe. Beim 75 Centavos Wertaufdruck (Mi Nr. 2) wurden irrtümlich Aufdrucke mit der Bezeichnung Cts. zwischen den Ziffern hergestellt. Dies war so nicht vorgesehen, weshalb diese Marken nicht verausgabt wurden. Gemäss Literatur sind uns trotzdem 24 Exemplare dieser Unverausgabten bekannt geworden. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. 2F.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 210/212. Corinphila Auktion vom November 2016 in Zürich unter Los Nr. 1480 für 4‘200 CHF + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 27.05.2018 09:09:12 Gelesen: 19861# 334 @  
1939 plante die Republik Spanien die Herausgabe einer Flugpostausgabe mit den Wertstufen 2 und 5 Pesetas. Gewählt wurde die Farbe dunkelviolettblau für die 2 Pta und schwarzgrau für die 5 Pta Wertstufe. Nach dem Sieg der Nationalisten innerhalb des spanischen Bürgerkriegs kamen diese Marken jedoch nicht mehr zur Ausgabe und sollten vernichtet werden. Eine unbekannte Anzahl dieser Unverausgabten sowie auch Farbprobedrucke gelangten trotzdem in den Handel.

Der Michel Katalog listet nur die beiden Unverausgabten (Mi Nr. XII-XIII), die Farbprobedrucke werden jedoch nur in einer Fussnote erwähnt. Der spanische Edifil Katalog listet die Unverausgabten als auch die Farbprobedrucke unter Nr. NE39-45).



Eine Zusammenstellung mit diesen zwei Unverausgabten sowie drei Farbprobedrucken wurde an der 364. Heinrich Koehler Auktion vom März 2017 unter Los Nr. 736 für 8‘000 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 03.06.2018 08:44:00 Gelesen: 11010# 335 @  
Die Verwaltung der East India Company verausgabte zwischen 1855 – 1864 die ersten gezähnten Freimarken für Indien (Mi Nr. 8-14). Dazu gehörte auch eine 2 Annas Wertstufe, welche in mattrosa (Mi Nr. 12a) und in gelbbraun (Mi Nr. 12b) an die Postschalter gelangten.

Von dieser 2 Annas Wertstufe wurden auch Drucke in grüner Farbe vorbereitet, welche jedoch nie ausgegeben wurden. Trotzdem gelangten ungebrauchte Exemplare in den Handel, aber auch gestempelte Exemplare sind bekannt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten mit Mi Nr. II. Im Stanley Gibbon Katalog werden diese mit der Nr. 50 katalogisiert.



Ein gebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der Christoph Gärtner Auktion vom Oktober 2015 unter Los Nr. 857 für 2‘000 € + Aufgeld verkauft.

Ein ungebrauchtes Exemplar wird zurzeit im Festpreisangebot von Stanley Gibbons für 3‘500 GB£ angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 06.06.2018 08:18:56 Gelesen: 10519# 336 @  
Für den 10. Juni 1981 plante die portugiesische Kolonie Macao eine Sonderausgabe anlässlich des 400. Todestag des Dichters Camoes (Mi Nr. 476-478). Entgegen der sonstigen Gepflogenheit der alleinigen Landesbezeichnung Macau wurden diese Marken mit dem Zusatz Macau / Portugal produziert. Aus mir nicht bekannten Gründen wurde die gesamte Produktion dieser Marken mit der Bezeichnung nicht ausgegeben und durch Marken der herkömmlichen Landesbezeichnung ersetzt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht.



Ein ungebrauchter Satz dieser Unverausgabten wurde an der 56-59. Interasia Auktion vom April 2017 in Hongkong unter Los Nr. 3529 für 2‘300 HK$ (ca. 220 €) + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 09.06.2018 07:33:20 Gelesen: 10091# 337 @  
Bei der Produktion der Sonderausgabe vom 13. Juni 1949 (Mi Nr. 852-856) zum Internationalen Kongress für Fernmeldewesen in Paris unterlief der französischen Post ein Fehler. Auf der 25 Francs Wertstufe (Mi Nr. 854) entdeckte man nach dem Druck einen Fehler in der Angabe des Geburtsjahres von Emile Baudot. Anstelle des korrekten Geburtsjahres 1845 wurde irrtümlich das Jahr 1848 angegeben. Die gesamte Auflage dieser Wertstufe wurde vernichtet, trotzdem gelangte eine unbekannte Anzahl dieser Unverausgabten in den Handel.

Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht, im französischen Yvert/Maury Katalog wird sie katalogisiert. Eine korrigierte Marke wurde zeitgerecht zur Ausgabe produziert.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 210/212. Corinphila Auktion vom November 2016 in Zürich unter Los Nr. 51 für 1‘000 CHF + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 12.06.2018 08:58:11 Gelesen: 9161# 338 @  
1918/1923 verausgabte das britische Protektorat Sarawak (Malaya) eine Freimarkenausgabe mit dem Bildnis des Radscha Sir Charles Brooke (Mi Nr. 47-67).

Bei der 1 Cent Wertstufe wurde erst ein einfarbiger Druck im Farbton blauschiefer produziert (Mi Nr. II). Dieser Druck missfiel jedoch der Verwaltung und man beschloss, diesen neu in zweifarbigem Druck blau/karmin herzustellen (Mi Nr. 47). Die einfarbigen 1 Cent Marken blieben unverausgabt und sollten vernichtet werden. Scheinbar müssen aber grössere Mengen dieser Marken in den Handel gelangt sein, was am bescheidenen Preis dieser Unverausgabten zu vermuten ist.



Ein ungebrauchter Sechserblock dieser Unverausgabten wird bei ebay zu ca. 90 US$ angeboten!

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 15.06.2018 08:55:17 Gelesen: 8856# 339 @  
Am 24. September 1936 verausgabte die Republik Panama eine Sonder-Aushilfsausgabe anlässlich des 100. Geburtstag von Dr. Pablo Arosemena (Mi Nr. 183-184). Dazu verwendete man die 24 und 50 Centesimos Freimarken von 1924 (Mi Nr. 125 und 126) und versah diese mit einem entsprechenden Aufdruck.

Bei der Herstellung der Aufdrucke auf den 50 Centesimos Marken (Mi Nr. 126) wurden irrtümlich zwei 100er Bogen der gleichfarbenen ½ Centesimos Wertstufe (Mi Nr. 118) verwendet. Bei der Kontrolle der vorgesehenen Ausgabe bemerkte man diesen Irrtum und sortierte diese aus. Somit blieben diese 200 Exemplare unverausgabt (Mi Nr. II). Was mit diesen fehlerhaften Marken danach geschah und wie sie in den Handel gelangten, ist nicht nachvollziehbar.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 364. Heinrich Koehler Auktion vom März 2017 unter Los Nr. 946 für 150 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 18.06.2018 08:03:47 Gelesen: 8089# 340 @  
1871 plante Frankreich die Herausgabe einer Freimarkenausgabe. Dazu verwendete man die 10 Centimes Freimarke Kaiser Napoleon III. von 1867 (Mi Nr. 27) und versah diese mit einem blauen Aufdruck der Ziffer 10. Aus welchen Gründen dieser Aufdruck hergestellt wurde, ist nicht abschliessend geklärt. Obwohl 1871 bereits die Republik Frankreich gegründet und der Kaiser entmachtet war, lässt vermuten, dass man auf diesem Wege die verbleibenden 10 Centimes Wertstufen mit dem Bildnis Napoleons aufbrauchen wollte. Auf jeden Fall wurde die Marke offiziell nicht ausgegeben, trotzdem sind uns aber echt gestempelte Stücke bekannt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter der Mi Nr. IV.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 205-209. Corinphila Auktion vom Juni 2016 in Zürich unter Los Nr. 5076 für 750 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 21.06.2018 08:50:12 Gelesen: 7952# 341 @  
Am 7. Oktober 1963 verausgabte Indien eine Sonderausgabe für den Tierschutz (Mi Nr. 358-362). Seit dem 1. Januar 1963 wird die Landesbezeichnung auf Briefmarken anstelle von INDIA POSTAGE nun zweisprachig mit भारत INDIA gezeigt. Von der 1 Rupie Wertstufe (Mi Nr. 362) sind uns jedoch Drucke mit der alten Landesbezeichnung bekannt geworden. Marken mit dieser Inschrift sind jedoch nie verausgabt worden. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



links die Unverausgabte, rechts die regulär Verausgabte

Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der Christoph Gärtner Auktion vom Oktober 2015 unter Los Nr. 950 für 210 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 24.06.2018 08:41:12 Gelesen: 6376# 342 @  
2010 beabsichtigte Argentinien, den am 27. Oktober 2010 verstorbenen Präsidenten Dr. Nestor Carlos Kirchner mit einer Sondermarke und einer Blockausgabe zu ehren. Wenige Tage vor dem Schalterverkauf wurde die Ausgabe der Witwe von Dr. Kirchner vorgelegt. Diese war mit dem verwendeten Bild ihres Gatten nicht einverstanden und verlangte eine Neugestaltung der Ausgabe. Die bereits gedruckten Marken und Blocks sollten vernichtet werden.

2014 tauchten die ersten Exemplare der nicht genehmigten Blocks auf dem Briefmarkenmarkt in Buenos Aires [1] auf. Wie und in welcher Stückzahl diese in den Handel gelangen konnten, ist nicht bekannt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der Guillermo Jalil Auktion vom Dezember 2015 in Buenos Aires unter Los Nr. 37 für 100 US$ + Aufgeld verkauft.



Diese Ausgabe mit der endgültigen Marke und dem Block erfolgte dann erst am 5. November 2011 (Mi Nr. 3437 und Block 128).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://www.philaseiten.de/thema/11615
 
merkuria Am: 27.06.2018 09:15:38 Gelesen: 5587# 343 @  
Für den 24. März 1939 plante Frankreich die Herausgabe einer Zuschlagsmarke zugunsten des Roten Kreuzes (Mi Nr. 440). Die Marke war in dunkelblau (Rahmen) und ultramarin (Medaillon) sowie einem Zudruck des Roten Kreuzes geplant. Bei der Drucklegung missfiel diese Farbwahl und man beschloss die Marke in anderen Farben zu produzieren (Abbildung rechts). Die bereits hergestellten Marken sollten vernichtet werden. Gemäss Literatur entgingen mindestens 50 Exemplare der Vernichtung und gelangten in den Handel.

Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht, im französischen Yvert Katalog werden sie unter Nr. 422A geführt.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der Christoph Gärtner Raritäten Auktion vom Mai 2016 in NY unter Los Nr. 666 für 9‘000 US$ angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Ein gleiches Exemplar konnte an der Cherrystone Auktion vom April 2009 in NY unter Los Nr. 373 noch für 10‘000 US$ + Aufgeld verkauft werden!

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 30.06.2018 07:53:41 Gelesen: 4459# 344 @  
Im Juni 1867 verausgabte die Türkei eine Freimarkenausgabe mit den Wertstufen 2 und 5 Ghrusch (Mi Nr. 11-12). In dieser Ausgabe waren vier weitere Wertstufen zu 10 und 20 Piaster sowie 1 und 25 Ghrusch geplant, welche aber aus unbekannten Gründen nicht verausgabt wurden. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. I – IV.



An der Christoph Gärtner Raritäten Auktion vom Mai 2016 in NY wurde der Höchstwert dieser Unverausgabten (Mi Nr. IV) unter Los. Nr. 628 für 1‘000 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 02.07.2018 07:27:59 Gelesen: 4327# 345 @  
1876 verausgabte Frankreich eine neue Freimarkenausgabe mit den Symbolen für Frieden und Handel (Mi Nr. 56-67). Die 20 Centimes Wertstufe wurde in der gleichen Farbe ultramarin wie die Wertstufe 25 Centimes hergestellt. Nach Vorliegen einer unbekannten Auflage der 20 Centimes in ultramarin (Mi Nr. V), entschloss sich die Post, diese so nicht auszugeben. Man befürchtete Verwechslungen mit der gleichfarbigen 25 Centimes und liess die bereits gedruckten 20er Marken vernichten. Eine nicht bekannte Anzahl gelangte trotzdem in den Handel. Die endgültig ausgegebene 20 Centimes Wertstufe wurde schlussendlich in rotbraun produziert (Mi Nr. 62 I).



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 205-209. Corinphila Auktion vom Juni 2016 unter Los 5123 für 38’000 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 05.07.2018 08:36:48 Gelesen: 3273# 346 @  
1902 erwarb Belgien in Reaktion auf den Boxeraufstand in China eine dauerhafte Kolonialgarnison in Tientsin. 1904 wurde dort eine dauerhafte Garnison der Belgischen Streitkräfte aufgestellt. 1908 plante Belgien die Eröffnung eines Postamtes analog den bestehenden Auslandspostämtern der übrigen Besetzungsmächte.

Für dieses Vorhaben wurden entsprechende Briefmarken vorbereitet. Dazu verwendete man belgische Briefmarken der Ausgabe 1893/1897 (ex Mi Nr. 50-70) und versah diese mit einem zweizeiligen Aufdruck CHINE / Wertstufe. Nach diplomatischen Interventionen verzichtete Belgien jedoch auf die Ausgabe eigener Marken und die bereits produzierten Bestände wurden vernichtet. Die wenigen im Handel vorkommenden Stücke tragen meist den Aufdruck Specimen, Marken ohne diesen Aufdruck sind sehr selten anzutreffen. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht. Der chinesische Chan Katalog listet diese unter Nr. FBE1 – FBE21.



An der Christoph Gärtner Raritäten Auktion vom Oktober 2015 wurde ein Exemplar der 1 C auf 2 C (FBE7) ohne Specimen-Aufdruck unter Los. Nr. 362A für 1‘000 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
saeckingen Am: 05.07.2018 14:12:27 Gelesen: 3217# 347 @  
Am 1. April 1995 verausgabte Uganda eine neue Dauerserie mit 11 Werte "Fische aus dem Victoriasee" (SG Nr. 457/67). In der Vorbereitung dieser Ausgabe wurde ein 10 Werte mit Fisch-Motiven gedruckt, aber nie herausgegeben. Die Nennwerte waren bis auf zwei Ausnahmen identisch - statt 200/- wurde die Wertstufe zu 205/- herausgegeben und zusätzlich noch ein Wert zu 2500/-.

Die nicht ausgegeben Marken sind seit einigen Jahren auf dem philatelistischen Markt bekannt, wenn auch nicht häufig.



Vor einigen Jahren konnte ich einen Bedarfsbrief erwerben, der acht Exemplare der unverausgabten Marke zu 10/- trägt. Bis heute die einzigen gebrauchten Exemplare die von diesen Marken je aufgetaucht sind.



Es wurden somit Exemplare der unverausgabten Serie nach Uganda geliefert und zumindest Exemplare der Wertstufe zu 10/- versehentlich postalisch verwendet.

Die abgebildeten Stücke sind aus meiner Sammlung.

Grüße
Harald
 
Hermes65 Am: 05.07.2018 23:57:26 Gelesen: 3118# 348 @  
Die Republik Guinea verausgabte folgende Marken mit dem Aufdruck:

"LE MONDE UNI CONTRE LE PALUDISME, WHO-Zeichen und Anophelesmücke" (Mi.-Nr. IV-VIII). Voraus gegangen waren bereits Sätze mit den gleichen Urmarken mit roten und orangen ähnlichen Aufdrucken. Leicht ist der Satz zu erkennen, weil eine Marke "untypisch" mit schwarzem Aufdruck versehen wurde. Glücklicherweise ist der Satz erschwinglich und somit locker in die Sammlung integrierbar.


 
merkuria Am: 08.07.2018 00:33:15 Gelesen: 2692# 349 @  
Peru verausgabte am 2. April 1951 eine Sonderausgabe zum 75. Gründungstag des Weltpostvereins UPU (Mi Nr. 483-491). Dazu verwendete man die nicht zur Ausgabe gelangten Sondermarken zum 6. amerikanisch-spanischen Postkongress und versah diese mit einem einzeiligen Aufdruck UPU 1874-1949. Marken ohne diesen Aufdruck kamen nie an die Postschalter. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht, erwähnt sie aber als die Urmarken für die UPU-Ausgabe.



An der Guillermo Jalil – Philatino Auktion vom August 2016 in Buenos Aires wurde ein kompletter Satz dieser Unverausgabten unter Los. Nr. 1307 für 200 US$ angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 11.07.2018 07:39:20 Gelesen: 1643# 350 @  
1901 plante die französische Post eine Ausgabe von Postpaketmarken. 6 Wertstufen in einheitlicher Zeichnung wurden produziert, jedoch nie ausgegeben. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Postpaketmarken Nr. I-VI.



An der 1822. Guillermo Jalil – Philatino Auktion vom Juni 2018 in Buenos Aires wurde ein kompletter Satz dieser Unverausgabten unter Los. Nr. 1273 für 40 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 14.07.2018 00:05:05 Gelesen: 765# 351 @  
1907 verausgabte der australische Landesteil Victoria eine Portomarkenausgabe in gleicher Zeichnung wie die Ausgaben 1890/1895, jedoch auf Papier mit Wasserzeichen 6 (Mi Nr. 21-24 Krone über A). Nebst den Wertstufen ½, 1, 2 und 4 Pence wurde auch eine 5 Pence Wertstufe produziert, jedoch nie ausgegeben. Gemäss Literatur wurde eine kleine Anzahl dieser Unverausgabten an höhere Regierungsmitglieder in Präsentationssätzen abgegeben, neun Exemplare sind auch gestempelt bekannt geworden. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 223. Corinphila Auktion vom Mai 2018 in Zürich unter Los Nr. 3500 für 2'800 CHF + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 

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