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Thema: Nicht ausgegebene Briefmarken weltweit
Das Thema hat 425 Beiträge:
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merkuria Am: 20.11.2018 09:11:40 Gelesen: 6577# 401 @  
Am 15. September 1951 verausgabte Kolumbien eine Flugpost-Aushilfsausgabe (Mi Nr. 606-613). Dazu verwendete man die Flugpostmarken in Zeichnung 1941 (Mi Nr. 424-436) in geänderten Farben und versah diese mit einem Aufdruck eines verzierten L. Diese Marken kamen ohne den L-Aufdruck nicht an den Postschalter. Von der 5 Pesos Wertstufe (Mi Nr. 613) sind uns Marken ohne den L-Aufdruck bekannt geworden. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht.



An der 37. Christoph Gärtner Auktion vom 16. Juni 2017 wurde ein ungebrauchter Viererblock dieser Unverausgabten unter Los Nr. 8809 für 200 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 23.11.2018 08:46:01 Gelesen: 6284# 402 @  
1941 plante das mailaiische Sultanat Negri Sembilan eine Farbänderung der 8 Cent Wertstufe aus der Freimarkenausgabe (Mi Nr. 20-38). Die 8 Cent Wertstufe grau (Mi Nr. 28) wurde dazu in scharlachrot hergestellt, kam aber infolge des japanischen Einmarsches nicht mehr an die Postschalter und blieb somit unverausgabt.

Die japanischen Besatzungstruppen verwendeten später die bestehenden Bestände und verausgabten diese am 3. April 1942 mit einem Aufdruck des Malaiischen Militärbüros (Japanische Besetzung Negri Sembalan Mi Nr. 9). Die 8 Cents Marke scharlachrot blieb somit ohne Aufdruck unverausgabt. Der Michel Katalog erwähnt diesen Umstand, listet aber die unverausgabte Marke ohne Aufdruck nicht.



Die rechte Abbildung zeigt die von Japan verausgabte Marke mit Aufdruck.

Ein ungebrauchtes Paar dieser Unverausgabten wurde an der 42. Argyll Etkin Auktion vom September 2018 in London unter Los Nr. 1694 für 3‘100 GB£ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
Martin de Matin Am: 25.11.2018 20:20:16 Gelesen: 6071# 403 @  
1865 wurden in Indien Freimarken aus dem Bereich Michelnummer 17-26 mit den Aufdruck "Service" versehen, und als Dienstmarken ausgegeben (Michelnummer D16-20). Es wurden die Werte 1/2, 1, 2, 4 und 8 Anna ausgegeben; ein Wert zu 6 Anna und 8 Pies war geplant wurde aber nicht ausgegeben. Michel bezeichnet diese Marke als Dienstmarke I und bewertete diese 2003 mit 350 Euro.



Gruss
Martin
 
merkuria Am: 26.11.2018 09:50:14 Gelesen: 5948# 404 @  
1925 plante die thailändische Post eine Sonderausgabe zur vorgesehenen Eröffnung des Nationalmuseums. Dazu verwendete man die Flugpostmarken (Mi Nr. 183-190) und versah diese mit einem 3- zeiligen Aufdruck 2468 (=1925) / National / Museum. Diese Marken blieben jedoch unverausgabt, da die Eröffnung des Museums infolge des Todes von König Vajiravudh (Rama VI) abgesagt wurde. Die Briefmarken wurden auch später nie an das Publikum verkauft und nur 1928 in verschiedenen Postämtern von Bangkok zu internen Abrechnungszwecken verwendet. Der Michel Katalog schildert diese Tatsache in einer Fussnote, listet diese Unverausgabten aber nicht.



Ein ungebrauchter Satz dieser Unverausgabten wurde an der 26./27. Kelleher & Rogers Auktion vom Oktober 2018 in Hongkong unter Los Nr. 1794 für 2‘800 HK$ (ca. 315 €) + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 29.11.2018 09:12:13 Gelesen: 5484# 405 @  
1979 plante Nicaragua eine Sonderausgabe mit 8 Werten anlässlich des 100. Geburtstags von Albert Einstein. Aus mir nicht bekannten Gründen blieben diese Marken jedoch unverausgabt.

Am 7. April 1980 fanden diese unverausgabten Marken Verwendung bei der Herstellung einer kombinierten Sonderausgabe zum Jahr des Kindes sowie zur Teilnahme Nicaraguas an den Olympischen Spielen (Mi Nr. 2091-2098). Dazu wurden die Unverausgabten mit einem entsprechenden Aufdruck versehen und ausgegeben, Marken ohne Aufdruck kamen nicht an die Postschalter. Der Michel Katalog weist auf diesen Umstand hin, listet jedoch die Unverausgabten ohne Aufdruck nicht.




Ein kompletter Satz (8 Werte) dieser Unverausgabten ohne Aufdruck wird zurzeit für ca. 150 US$ angeboten. Die Abbildung unten rechts zeigt eine mit Aufdruck versehene, später verausgabte Marke.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 02.12.2018 08:58:03 Gelesen: 5174# 406 @  
Am 1. Mai 1985 verausgabte Papua Neuguinea eine Sonderausgabe mit Zeremoniellen Bauwerken (Mi Nr. 492-495). Im Vorfeld dieser Ausgabe wurden diese vier Werte in einem kleineren Format sowie ohne Währungsbezeichnung T (für Toea) produziert. Auch war für die dann ausgegebene Wertstufe 15 T ein 10 T Wert vorgesehen. Aus mir nicht bekannten Gründen wurde die kleinformatige Auflage dieser Marken jedoch nie verausgabt und gesamthaft vernichtet.

Gemäss Literatur sind bei der ausführenden Druckerei 3 Hunderterbogen je Wertstufe in deren Archiven aufgetaucht und gelangten so in den Handel. Damit sind maximal 300 komplette Sätze dieser Unverausgabten verfügbar. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht.



Ein kompletter Satz dieser Unverausgabten wird im australischen Handel zu ca. 500 A$ (ca. 320 €) angeboten. Die rechte Abbildung zeigt die endgültig verausgabten Marken.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
Martin de Matin Am: 03.12.2018 18:40:39 Gelesen: 5027# 407 @  
Im Jahr 1900 verausgabte Indien ihre ersten Briefmarken für die britisch-indische Feldpost in China. Es wurden alle zu dieser Zeit gebräuchlichen Marken von 3 Pies bis 1 Rupie mit dem Motiv "Königin Viktoria" mit dem Aufdruck C.E.F. überdruckt. Einzig der Wert zu 1 Anna-6 Pies wurde nicht verausgabt. Im Michelkatalog wird diese unter Nr. I geführt.



Gruss
Martin
 
merkuria Am: 05.12.2018 11:41:19 Gelesen: 4988# 408 @  
Am 27. Mai 1950 verausgabte die Volksrepublik China eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 30). Dazu verwendete man eine nicht ausgegebene Marke der kommunistischen Postverwaltung von Ostchina und versah diese mit dem Aufdruck des neuen Wertes. Ohne diesen Aufdruck gelangte diese Marke nicht an den Postschalter. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Die rechte Abbildung zeigt die verausgabte Marke mit Aufdruck.

Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 69. Interasia Auktion vom Juni 2018 in Hongkong unter Los Nr. 1083 für 9‘775 HK$ (ca. 950 €) + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
shortlois Am: 05.12.2018 17:26:17 Gelesen: 4956# 409 @  
@ Heinz 7 [#111]

Die 11p Guernsey Marke ist auch gestempelt bekannt (möglicherweise ist es das abgebildete Stück, und der Stempel ist wegen der schlechten Bildqualität nicht zu erkennen).

Ich war damals zufällig auf Guernsey, als es auftauchte. Es stammte von einem vorgefertigten FDC, den das Guernsey Philatelic Bureeau an die lokale Tageszeitung geschickt hatte, um die Ausgabe anzukündigen. Der entsprechende Umschlag wurde auch dort veröffentlicht und der Brief wanderte in die Schreibtischglade des Redakteurs. Als der in Pension ging, wurde der Inhalt der Lade, alles ähnliche FDCs mehrerer Jahre, an einen lokalen Antiquitätenhändler verkauft. In der Folge kam der Umschlag dann in private Hände und die Marken wurden im Wasserbad abgelöst. Nur durch Zufall entdeckte der neue Besitzer beim Einsortieren des Stückes in sein Steckalbum, dass der Wert nicht mit seinen bereits vorhandenen Marken übereinstimmte. Das ganze war seinerzeit ein großes Thema auf Guernsey. Damals waren die lokalen Briefmarkenausgaben dort noch ein beliebtes Hobby. Davon ist heute nicht viel geblieben.
 
merkuria Am: 08.12.2018 09:34:28 Gelesen: 4830# 410 @  
2003 beabsichtigte der Iran die Herausgabe einer Sonderausgabe zu Ehren des Gewichthebers Hossein Rezadeh [1] . Dieser hält bis heute den offiziellen Weltrekord im Stoßen und wird auf der vorgesehenen Briefmarke als der stärkste Mann der Welt bezeichnet. Aus mir nicht bekannten Gründen wurde jedoch auf eine Ausgabe verzichtet und die Marke blieb somit unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der David Felman Auktion vom Dezember 2018 in Zürich unter Los Nr. 20516 zu einem Schätzpreis von 150-200 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Hossein_Rezazadeh
 
merkuria Am: 11.12.2018 08:45:30 Gelesen: 4183# 411 @  
Im Mai 1945 verausgabte die sowjetische Zone in Österreich eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 660-663). Dazu verwendete man Marken des Deutschen Reichs (ex Mi Nr. 784-827) und versah diese mit einem diagonalen Aufdruck Österreich. Dabei waren auch die Wertstufen 30 und 42 Pfennige mit Aufdruck einer Rosette zur Ausgabe vorgesehen. Aus mir nicht bekannten Gründen blieben diese jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. E IV und G IV.



Eine ungebrauchte Zusammenstellung dieser zwei Unverausgabten wurde an der Cherrystone Auktion vom 4. Dezember 2018 in NY unter Los Nr. 4178 für 5‘000 US$ angeboten und für 21‘000 US$ + Aufgeld verkauft!

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 14.12.2018 10:30:03 Gelesen: 3912# 412 @  
Die 1918 ausgerufene Volksrepublik der Westukraine verausgabte bis 1919 ihre eigenen Briefmarken. Dazu verwendete man Marken von Österreich und versah diese mit entsprechenden Aufdrucken. Für den Juli 1919 wurden eigene Marken in Wien bestellt, welche diese Aufdruckausgaben ablösen sollten. Das Gebiet der Westukraine wurde im Juli 1919 jedoch durch Polen besetzt, weshalb diese Marken nicht mehr an die Postschalter gelangten. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. X – XXI.



Ein ungebrauchter, geschnittener Satz im Viererblock (ohne die 12 Schahiw Wertstufe) dieser Unverausgabten wurde an der Cherrystone Auktion vom Dezember 2018 in NY unter Los Nr. 5390 für 700 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 17.12.2018 09:29:43 Gelesen: 3722# 413 @  
Am 25. Juni 1960 verausgabte Macao eine Sonderausgabe zum 500. Todestag Heinrichs des Seefahrers (Mi Nr. 416). Die verausgabte Marke weist einen Nennwert von 2 Pataca aus.

Von diesem Motiv ist uns eine 5 Pataca Wertstufe in gleicher Zeichnung bekannt geworden, welche jedoch nie verausgabt wurde. Ob diese Unverausgabte zusammen mit der ausgegebenen Marke oder später produziert wurde, ist nicht bekannt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht. Der chinesische Yang Katalog listet diese unter Yang C409 var.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 74. Interasia Auktion vom 12. Dezember 2018 in Hongkong unter Los Nr. 3475 für 5000 HK$ (ca. 560 €) angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 20.12.2018 09:15:02 Gelesen: 3556# 414 @  
Nach der Kapitulation der Japaner wurde die Post der ehemaligen japanischen Besatzungsmacht in den Malaiischen Staaten durch die Britische Militärverwaltung übernommen.

Im Oktober 1945 verausgabte die Britische Militärverwaltung eine Freimarken-Aushilfsausgabe (Mi Nr. 1-15). Dazu verwendete man die Ausgaben der Straits Settlements von 1936/37 und versah diese mit einem zweizeiligen Aufdruck BMA / MALAYA. Für die 8 Cents Wertstufe (Mi Nr. 6) wurden die bereits vorhandenen Marken mit Farbänderung in scharlach verwendet. Marken in der ursprünglichen Farbe grau wurden auch mit dem Aufdruck versehen, jedoch nie ausgegeben. Der Michel Katalog liste diese Unverausgabte unter Mi Nr. I.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 347. Status International Auktion vom 6. Dezember 2018 in Sydney/Australien unter Los Nr. 3033 für 450A$ (ca. 285 €) angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 23.12.2018 09:55:22 Gelesen: 3334# 415 @  
1897 verausgabte Deutsch-Südwestafrika eine Freimarkenausgabe mit den Wertstufen 3, 5, 10 und 20 Pf (Mi Nr. 1-4). Zwei weitere Wertstufen zu 25 und 50 Pf waren vorbereitet, wurden jedoch amtlich nicht ausgegeben. Diese beiden unverausgabten Wertstufen kommen später auch aus für Sammlerzwecke in Berlin verkauften Beständen in wenigen Exemplaren als echt verwendet vor (Mi Nr. I-II). Die 50 Pf Wertstufe wurde in diesem Thread bereits unter [#365] vorgestellt.



Ein ungebrauchtes Exemplar der unverausgabten 25 Pf wurde an der 347. Status International Auktion vom 6. Dezember 2018 in Sydney/Australien unter Los Nr. 2458 für 120 A$ (ca. 75 €) angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 26.12.2018 17:02:40 Gelesen: 3104# 416 @  
Im Januar/Juni 1944 verausgabte Kroatien eine Zwangszuschlagsausgabe zugunsten der Kriegshilfe (Mi Nr. 3-7). Die Ausgabe umfasste die Wertstufen 1, 2, 5, 10 und 25 Kuna.

Zwei weitere Wertstufen zu 30 und 60 Kuna waren vorbereitet, wurden jedoch nicht ausgegeben. Der Michel Katalog erwähnt diese Unverausgabten in einer Fussnote, listet sie jedoch nicht.



Ein ungebrauchtes Paar der unverausgabten 60 Kuna wurde an der 347. Status International Auktion vom 6. Dezember 2018 in Sydney/Australien unter Los Nr. 2483 für 150A$ (ca. 95 €) angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 29.12.2018 08:52:27 Gelesen: 2844# 417 @  
Am 16. Oktober 1969 verausgabte Macao eine Sonderausgabe zum 400. Jahrestag der Gründung der Santa Casa da Misericordia de Macau (Mi Nr. 448). Die verausgabte Marke weist einen Nennwert von 50 Avos aus.

Von diesem Motiv ist uns eine 10 Avos Wertstufe in ähnlicher Zeichnung bekannt geworden, welche jedoch nie verausgabt wurde. Ob diese Unverausgabte zusammen mit der ausgegebenen Marke oder später produziert wurde, ist nicht bekannt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht. Der chinesische Yang Katalog listet diese unter Yang U5.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 74. Interasia Auktion vom 12. Dezember 2018 in Hongkong unter Los Nr. 3484 für 16‘100HK$ (ca. 1‘820 €) + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 01.01.2019 10:22:16 Gelesen: 2537# 418 @  
1919 verausgabte die russische Nordwest-Armee unter General Judenitsch eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 1-14). Dazu verwendete man russische Marken verschiedener Ausgaben (ex Mi Nr. 65-130) und versah diese mit einem zweizeiligen Aufdruck Nordwest-Armee.

Zu dieser Ausgabe waren 8 weitere Werte mit Aufdrucken zur Ausgabe vorbereitet, blieben jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. I, IIa, IIb, IIc, IId, A IId, IIe und IIf.



Eine ungebrauchte Zusammenstellung der Mi I, IIa, IIb, 2IIc und IIe dieser Unverausgabten wurde an der 80. Raritan Auktion vom 15. Dezember 2018 in Dayton/USA unter Los Nr. 1059 für 240 US$ angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 04.01.2019 09:04:53 Gelesen: 2035# 419 @  
1920 verausgabte die Regierungskommission für das Saargebiet seine erste eigene Freimarkenausgabe (Mi Nr. 1-17). Dazu verwendete man Marken des deutschen Reiches (ex Mi Nr. 84-104) und versah diese mit einem Aufdruck Sarre sowie der Durchbalkung der alten Landesbezeichnung. Ausgegeben wurden Wertstufen von 2 Pf – 1 Mark.

Für diese Ausgabe war auch eine Wertstufe zu 3 Mark mit Aufdruck vorbereitet, wurde jedoch nie ausgegeben. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Nr. A 17.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 367. Heinrich Köhler Auktion vom 29. September 2018 unter Los Nr. 6399 für 5`000 € angeboten und für 16‘000 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 07.01.2019 00:07:46 Gelesen: 1736# 420 @  
Diese Unverausgabte wurde in Beitrag [#192] bereits ausführlich vorgestellt. Da diese Marke jedoch äusserst selten angeboten wird, möchte ich den aktuellsten Verkauf vom September 2018 hier nicht unerwähnt lassen:

Losbeschreibung:

Nicht ausgegeben: 5 Pfg. gelb, Type I mit Wasserzeichen 1 W und gez. L 11 (Feld 80), postfrisch mit leichter Fingerspur, tadellos, einer der großen Bauten-Seltenheiten, unsigniert mit Fotoattest Novak BPP (1991) (Mi. 11.000,-)



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 367. Heinrich Köhler Auktion vom 29. September 2018 unter Los Nr. 2341 für 4`000 € angeboten, erbrachte aber einen Verkaufspreis von 22‘000 € + Aufgeld!

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 10.01.2019 10:18:18 Gelesen: 1345# 421 @  
Am 20. März 1912 verausgabte die Republik China eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 86-93). Dazu verwendete man Marken der kaiserlichen Post (ex Mi Nr. 60-78) und versah diese mit einem Aufdruck. Zur Ausgabe gelangten die Wertstufen 1, 3, 7, 16 und 50 Cents sowie 1, 2 und 5 $.

Zu dieser Ausgabe waren jedoch noch weitere 7 Wertstufen zu ½ , 2, 4, 5, 10, 20 und 30 Cents vorbereitet, welche jedoch unverausgabt blieben. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht, der chinesische Chan Katalog führt diese unter Chan RPN1-RPN7.



Eine ungebrauchte Zusammenstellung dieser 7 Unverausgabten wurde an der 75. Interasia Auktion vom 10. Dezember 2018 in Hongkong unter Los Nr. 481 für 69‘000 HK$ (ca. 7‘900 €) + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 13.01.2019 10:16:17 Gelesen: 935# 422 @  
Zur Hochzeit des japanischen Kronprinzen Hirohito plante die kaiserliche Post Japans eine Sonderausgabe für den November 1923. Im September 1923 suchte jedoch ein schweres Erdbeben Japan heim und die ganze bereits fertiggestellte Ausgabe wurde dabei samt den Druckplatten vernichtet. Eine Ausgabe konnte somit nicht erfolgen. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. I – IV.

Eine unbekannte Anzahl Sätze, die bereits vor dem Erdbeben an die japanischen Mandatsinseln (Marschall-, Karolinen- und Marianeninseln) verschickt worden waren, wurden zurückgerufen und am Tage vor der verschobenen Hochzeit, am 25. Januar 1924 an hochgestellte Persönlichkeiten verschenkt.




Ein kompletter ungebrauchter Satz dieser Unverausgabten wurde an der 38. Christoph Gärtner Auktion vom Oktober 2017 unter Los Nr. 8451 für 12‘500 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 16.01.2019 09:19:46 Gelesen: 576# 423 @  
1955 plante Macao eine Sonderausgabe anlässlich des 400. Jahrestags der Inbesitznahme Macaos durch Portugal. Aus mir nicht bekannten Gründen verzichtete man auf diese Ausgabe und die bereits produzierte Auflage sollte vernichtet werden. Trotzdem gelangten wenige Sätze in den Handel, wo sie sehr selten angeboten werden. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht, im chinesischen Yang Katalog werden sie unter Yang Nr. U5 aufgeführt.



Ein kompletter ungebrauchter Satz dieser Unverausgabten wurde an der 75. Interasia Auktion vom 12. Dezember 2018 in Hongkong unter Los Nr. 3473 für 195‘500 HK$ (ca. 22‘000 €) + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 19.01.2019 09:16:20 Gelesen: 214# 424 @  
Im Mai 1923 verausgabte die Sowjetunion eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 215-219). Der 20 Rubel Höchstwert wurde dabei in der Farbe braunlila ausgegeben. Diese Wertstufe wurde auch in den Farben blaugrau und violettschwarz hergestellt, jedoch nie verausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten als Probedrucke (Mi Nr. 219A P b+c).



Zwei ungebrauchte Exemplare dieser Unverausgabten in den beiden Farbtönen blaugrau und violettschwarz wurden an der Cherrystone Auktion vom 9. Januar 2019 in NY unter Los Nr. 1307 für zusammen 210 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
Mondorff Am: 19.01.2019 12:10:54 Gelesen: 178# 425 @  
Zu einer geplanten Ausstellung im luxemburgischen Bad Mondorf (Mondorf-les-Bains) war die Ausgabe einer Marke zu 2 Fr. in graublauer Farbe vorgesehen - nach einer Zeichnung des Kunstmalers Hans Zaug aus Gerzensee in der Schweiz:

Die Allegorie "Eine weibliche Gestalt lässt sich Wasser über die ausgestreckten Arme laufen", ein Sinnbild für das Mondorfer Heilwasser.



Infolge der gespannten internationalen Lage fand die vorgesehene Briefmarkenausstellung in Mondorf vom 3. bis 17. September 1939 jedoch nicht statt.

Was aber nun tun mit den 100.000 Marken die schon von der Druckerei Courvoisier geliefert waren?

Die Marken (Mi.-Nr. 342) wurden (mit Aufdruck der Luxemburger Druckerei Linden) und Zuschlag von 50 C. ab 1.3.1940 zu Wohltätigkeitszwecken verkauft.



Ohne Aufdruck mit dem Antituberkulose-Kreuz und dem Zuschlag von 50 C. wird die graublaue Marke (gezähnt oder ungezähnt) wohl nur in den (inzwischen verkauften) Archiven der Druckerei Corvoisier, im Archiv der UPU oder im Postarchiv zu finden sein.

Die Marke ohne Aufdruck wurde nie ausgegeben.



Viererblock der Marke ohne Aufdruck aus dem Bestand Courvoisier.

Schönen Gruß
DiDi
 

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