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Thema: Nicht ausgegebene Briefmarken weltweit
Das Thema hat 725 Beiträge:
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merkuria Am: 04.03.2021 08:46:18 Gelesen: 16343# 701 @  
Vor Schaffung der Zone A und B wurde Triest und die umliegenden Gebiete von alliierten Truppen besetzt. Zwischen 1945-1947 verausgabten diese Freimarken für das Gebiet Julisch-Venetien. Dazu verwendete man Marken von Italien (ex Mi Nr. 901-704) und versah diese mit einem zweizeiligen Aufdruck A.M.G. / V.G. (Allied Military Government / Venezia Giulia).

Bei der Herstellung der 10 Lire Wertstufe (Mi Nr. 12) wurde irrtümlich eine nicht bekannte Anzahl Marken der Mi Nr. 314 (mit Liktorenbündel) anstelle der Mi Nr. 681 (ohne Liktorenbündel) mit dem Aufdruck versehen. Diese Marken wurden nicht ausgegeben, trotzdem sind gemäss Literatur ca. 50 Exemplare bekannt geworden. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. A2.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der Cherrystone Auktion vom 11. Januar 2006 in New York unter Los 1841 für 7‘000 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 07.03.2021 08:42:27 Gelesen: 15992# 702 @  
1966 plante die Sowjetunion eine Sonderausgabe zum Tag des Sieges (9. Mai) im Zweiten Weltkrieg. Aus nicht eindeutig belegten Gründen verzichtete man kurzfristig auf eine Verausgabung dieser bereits produzierten Ausgabe und vernichtete diese. Die wenigen im Handel vorkommenden Stücke sind ausschliesslich von bereits verschickten Präsentationskarten abgelöst worden oder werden auf diesen Karten verklebt angeboten. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein Exemplar dieser Unverausgabten auf Präsentationskarte aufgeklebt, wurde an der Cherrystone Auktion vom 8. März 2006 in New York unter Los 2103 für 950 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 10.03.2021 09:07:41 Gelesen: 15541# 703 @  
1869 plante Ceylon die Ausgabe von sieben Dienstmarken. Dazu verwendete man Freimarken von 1861-1868 (ex Mi Nr.?) und versah diese mit einem einzeiligen Aufdruck SERVICE. Alle vorbereiteten sieben Wertstufen mit SERVICE-Aufdruck wurden jedoch nie als Dienstmarken verwendet und blieben unverausgabt.



Eine ungebrauchte Zusammenstellung von drei Exemplaren dieser Unverausgabten wurde an der Abacus Auktion vom 22. November 2020 in Mount Waverley / Australien unter Los 3074 für 90 AU$ (ca. 56 €) + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 13.03.2021 09:14:40 Gelesen: 15297# 704 @  
Am 24. November 1992 verausgabte der Vatikanstaat eine Sonderausgabe zu den Reisen von Papst Johannes Paul II. im Jahre 1991 (Mi Nr. 1071-1074).



Diese Ausgabe hätte bereits 1991 erscheinen sollen. Bei der Drucklegung 1991 wurde festgestellt, dass nur der Monat der Reise ohne Angabe des Reisejahres dargestellt wurde. Die fehlerhafte, bereits in nicht bekannter Anzahl gedruckte Auflage wurde vernichtet und blieb unverausgabt. Eine korrigierte Version mit der Jahreszahl 1991 wurde dann am 24. November 1992 ausgegeben. Gemäss Losbeschrieb, handelt es sich beim angebotenen 20er Bogensatz um die bisher einzig bekannt gewordenen Exemplare ohne Angabe der Jahreszahl. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht.



Eine kompletter Satz dieser Unverausgabten im 20er Bogen wurde an der David Feldman Auktion vom 13. Dezember 2013 in Genf unter Los 20109 für 34‘000 € + Aufgeld verkauft.



Scheinbar wurde dieser Bogen 2017 getrennt und die Marken mit einem Attest ausgestattet. Ein Satz dieser Unverausgabten wird derzeit bei einem italienischen Händler für 10'000 € angeboten!

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 16.03.2021 09:01:49 Gelesen: 14964# 705 @  
1901 verausgabte Nicaragua eine Freimarken-Aushilfsausgabe (Mi Nr. 133-135). Dazu verwendete man Freimarken der Ausgabe 1900 (ex Mi Nr. 130-131) und versah diese mit einem zweizeiligen Aufdruck 1901 / 2 Cent. sowie Unkenntlichmachung der alten Wertbezeichnung.

Zu dieser Ausgabe sind uns auch 2 Centavos Aufdrucke auf der 1 Centavo Wertstufe (Mi Nr. 120) bekannt geworden. Diese wurden wohl in der Druckerei irrtümlich mit der 1 Peso Wertstufe (Mi Nr. 130) verwechselt und blieben demzufolge auch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. II.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der Cherrystone Auktion vom 3. Februar 2021 in New York unter Los 757 für 140 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 19.03.2021 11:21:36 Gelesen: 14618# 706 @  
Im Juli 1920 verausgabte die französische Besatzungsbehörde eine Freimarkenausgabe für die durch die Marine besetzte Insel Castellorizo (Mi Nr. 14-26). Dazu verwendete man Marken von Französisch Levante (ex Mi Nr. 8-22) und versah diese mit einem zweizeiligen Aufdruck O.N.F. / Castellorizo (O.N.F. = Occupation Navale Française).

Nebst den verausgabten Wertstufen wurde auch die Levante-Marke 8 Piaster auf 2 FR (Mi Nr. 21) mit diesem Aufdruck versehen, blieb jedoch unverausgabt da wohl kein Bedarf für eine 8 Piaster Wertstufe bestand. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 213. -217. Corinphila Auktion vom 7. Juni 2017 in Zürich unter Los 975 für 550 CHF + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 22.03.2021 08:27:28 Gelesen: 14284# 707 @  
1931 verausgabte Paraguay eine Zuschlagsausgabe zugunsten der Staatlichen Ackerbauschule in Ypacarai (Mi Nr. 356).



Nebst der ausgegebenen Marke in den Farben blau auf rosa sind uns auch Marken in den Farben rot auf gelb bekannt geworden. Diese blieben jedoch aus mir nicht bekannten Gründen unverausgabt, gelangten aber wohl in grossen Mengen trotzdem in den Handel, was durch die tiefen Preise bestätigt wird. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. VIII.



Ein ungebrauchtes Paar dieser Unverausgabten wird zurzeit bei Delcampe für ca. 35 € angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 25.03.2021 08:57:14 Gelesen: 14011# 708 @  
Im März 1903 verausgabte Nicaragua eine Sonderausgabe zum 10. Jahrestag der Regierung von Präsident Santos Zelaya (Mi Nr. 158-165). Dabei wurden die ersten vier Wertstufen 1,2,5 und 10 Centavos in zwei verschiedenen Farben gedruckt. Die Farbvarianten sollten mit einem Überdruck versehen als Dienstmarken verwendet werden. Offensichtlich bestand aber kein Bedarf für Dienstmarken und somit blieben diese vier Wertstufen unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. 158 V, 159 VI, 160 VII und 161 VIII).



Eine postfrische Zusammenstellung dieser vier Unverausgabten wird auf dem US-amerikanischen Markt zwischen 30 und 50 US$ angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 28.03.2021 08:52:42 Gelesen: 13507# 709 @  
Am 1. August 1995 verausgabte Pakistan eine Sonderausgabe anlässlich der 1. Konferenz muslimischer Parlamentarierinnen in Islamabad (Mi Nr. 931-932).



Ursprünglich sollte diese Sonderausgabe drei Marken mit den Portraits der beteiligten Ministerpräsidentinnen aus der Türkei (Ciller), Pakistans (Bhutto) sowie Bangladesch (Zia) umfassen. Da die Premierministerin von Bangladesch, Begum Khaleda Zia nicht an der Konferenz teilnehmen konnte, blieb die dritte Marke mit ihrem Abbild unverausgabt und sollte vernichtet werden. Trotzdem gelangte eine nicht bekannte Anzahl dieser Unverausgabten in den Handel. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein kompletter postfrischer Satz inklusive der unverausgabten Marke wird auf dem US-amerikanischen Markt zurzeit für rund 110 US$ angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 31.03.2021 09:17:53 Gelesen: 12833# 710 @  
Im Juni 1945 plante Jugoslawien die ersten eigenen Marken für Istrien und das Slowenische Küstenland. Dazu wurden Marken Italiens (ex Mi Nr. 330-665) mit einem zweizeiligen Aufdruck ISTRA / Wertangabe versehen. Diese blieben jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. Ia – Ii, IIa-IIc und IIIa-c.



Eine ungebrauchte Zusammenstellung dieser Unverausgabten wurde an der 40. SFK Auktion vom 21. Dezember 2013 in Belgrad / Serbien unter Los 1485 für 120 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 03.04.2021 08:52:30 Gelesen: 12035# 711 @  
Am 10. Februar 1946 verausgabte Madagaskar eine Flugpostausgabe (Mi Nr. 407-409). Dabei wurde die 100 Francs Wertstufe (Mi Nr. 408) zweifarbig in den Farben karmin und braun ausgegeben.



Mittlerweile sind uns 100 FR Marken in einfarbiger Ausführung karmin bekannt geworden, welche jedoch nicht ausgegeben wurden. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht, der französische Yvert Katalog listet sie unter YV 62a.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 178. Cérés Auktion vom 3. März 2021 in Paris unter Los 4206 für 2‘300 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 06.04.2021 08:30:16 Gelesen: 11463# 712 @  
1943 verausgabten die deutschen Besatzungsbehörden in Albanien eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 1-14). Dazu verwendete man Marken von Albanien (ex Mi Nr. 299-310 und 320) und versah diese mit einem dreizeiligen Aufdruck 14 / Sthator / 1943.

Nebst diesen Ausgaben wurden auch die albanischen Marken Mi Nr. 312, 313, 322-328 und Porto 34-39 mit diesem Aufdruck zur Ausgabe vorbereitet, blieben jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog erwähnt diese Unverausgabten in einer Fussnote. Ein Teil dieser Unverausgabten wurde bereits in Beitrag [#503] vorgestellt. Heute kann ich ein weiteres Exemplar vorstellen: eine Albanien Mi Nr. 313 mit dem Aufdruck 14 / Sthator / 1943.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 49. Christoph Gärtner Auktion vom 24. Februar 2021 unter Los 13390 für 160 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 09.04.2021 08:47:41 Gelesen: 10839# 713 @  
Am 1. Januar 1894 verausgabte Nicaragua eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 60-69). Nebst den verausgabten Wertstufen 1,2,5,10,20 und 50 Centavos sowie 1,2,5 und 10 Pesos wurde auch eine Wertstufe zu 25 Centavos hergestellt. Diese blieb jedoch unverausgabt, wurde aber gemäss Literatur postintern als Telegraphenmarke mit entsprechendem Aufdruck TELEGRAFOS genutzt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. I.



Ungebrauchte Exemplare dieser Unverausgabten werden auf dem US-Amerikanischen Markt zwischen 10 - 15 US$ gehandelt.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 12.04.2021 09:07:01 Gelesen: 10049# 714 @  
Am 1. Juli 1987 verausgabte Ruanda eine Sonderausgabe zum 25. Jahrestag seiner Unabhängigkeit (Mi Nr. 1366-1369). Ursprünglich war zu den verausgabten 10,40,70 und 100 Francs eine fünfte Wertstufe zu 5 Francs vorgesehen. Diese Marke blieb aus mir nicht bekannten Gründen jedoch unverausgabt. Trotzdem müssen aufgrund der tiefen Preise grössere Mengen in den Handel gelangt sein. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wird derzeit in Ebay um 10 € angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 15.04.2021 08:40:27 Gelesen: 9096# 715 @  
Am 12. Oktober 1945 sollte die Internationale Brücke zwischen Argentinien und Brasilien eröffnet werden. Dazu wurde sowohl in Argentinien wie auch in Brasilien eine Sonderausgabe vorgesehen und zu diesem Datum produziert. Aus verschiedenen Gründen konnte der Eröffnungstermin nicht eingehalten werden und wurde auf den 21. Mai 1947 verschoben.

Damit ereilte die brasilianische Marke das gleiche Schicksal wie die argentinische (siehe Beitrag [#324]) : Die vorbereitete Sondermarke konnte nicht ausgegeben werden und sollte eigentlich vernichtet werden. Eine unbekannte, anhand der erzielten Preise wohl grosse Anzahl dieser Unverausgabten wurde aber trotzdem an Sammler abgegeben. Diese Marken waren als Frankatur jedoch nicht zugelassen. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. III.



Ungebrauchte Exemplare dieser Unverausgabten werden auf dem US-Amerikanischen Markt zwischen 1 - 3 US$ gehandelt.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 18.04.2021 09:00:40 Gelesen: 7934# 716 @  
1894 verausgabte die Französische Kolonie Benin (später Dahomey) eine Portomarkenausgabe (Mi Nr. Porto 1-4). Dazu verwendete man Portomarken der Französischen Kolonien (ex Mi 5-9) und versah diese mit einem einzeiligen Aufdruck BENIN.

Nebst den verausgabten Wertstufen von 5,10,20 und 30 Centimes war auch eine Wertstufe zu 1 Centime zur Ausgabe vorbereitet. Da für diese Wertstufe wohl kein Bedarf bestand, blieb diese jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 178. Cérés Auktion vom 3. März 2021 in Paris unter Los 3867 für 223 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 21.04.2021 08:47:32 Gelesen: 7298# 717 @  
1914 plante Haiti eine Freimarkenausgabe mit dem Portrait des neuen Präsidenten Oreste Zamor. Die Marken wurden bei der American Bank Note Company in New York bestellt und von dieser auch ausgeliefert. Nach der Auslieferung wurden jedoch grössere Mengen dieser Marken bereits vor Erreichen der Postschalter gestohlen, auch trat der am 8. Februar 1914 gewählte Präsident Zamor bereits am 29. Oktober 1914 zurück. Aus diesen Gründen blieben diese Marken unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. V-XIV.

Diese Unverausgabten wurden in zwei Währungen vorgesehen: 7 Werte in Piaster-Währung für die Verwendung von Sendungen nach dem Ausland




sowie 3 Werte in Gourde-Währung für die Inlandverwendung.



Diese Unverausgabten werden ohne Lochung und SPECIMEN-Aufdruck nur sehr selten angeboten. Gelochte und mit Aufdruck SPECIMEN versehene Exemplare werden hingegen auf dem US-amerikanischen Markt häufig um 30 US$ offeriert.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 24.04.2021 09:35:45 Gelesen: 6736# 718 @  
Für 1933/1934 plante Österreichisch eine weitere Winterhilfe-Ausgabe, ähnlich den 1933 verausgabten Mi Nr. 563-566. Dazu sollten die 3, 5 und 10 Heller Wertstufen der Kriegswitwen- und –waisenhilfe Ausgabe von 1915 (Mi Nr. 180-182) mit einem vierzeiligen Aufdruck WINTERHILFE / 1933/1934 / Wertangabe / GROSCHEN versehen werden. Aus mir nicht bekannten Gründen blieben diese jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht.



Eine postfrische Zusammenstellung dieser drei Unverausgabten im Viererblock wurde an der Cherrystone Auktion vom 14. April 2021 in New York unter Los 477 für 950 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 27.04.2021 08:22:52 Gelesen: 6217# 719 @  
Im Oktober 1901 und 1902 verausgabte Nicaragua Freimarken-Aushilfsausgaben (Mi Nr. 144-148 und 156-157). Dazu verwendete man Freimarken der Ausgabe 1900 (ex Mi Nr. 121-132) und versah diese mit einem zweizeiligen Aufdruck der neuen Wertbezeichnung sowie der Jahresangabe 1901, respektive 1902.

Bei beiden Ausgaben wurde eine 1 Centavo auf 2 Centavo Wertstufe mit entsprechender Jahresangabe zur Ausgabe vorbereitet. Diese blieben aus mir nicht bekannten Gründen jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. III (1901) und IV (1902).



Ungebrauchte Exemplare dieser Unverausgabten werden auf dem US-amerikanischen Markt je für zwischen 2-5 US$ angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 30.04.2021 08:01:34 Gelesen: 5258# 720 @  
Am 11. November 1918 verausgabte Jugoslawien seine ersten eigenen Freimarken für das Gebiet von Bosnien-Herzegowina (Mi Nr. 1-16). Dazu verwendete man Marken der Ausgabe 1910 von österreichisch Bosnien-Herzegowina (ex Mi 46-59) und versah diese mit einem dreizeiligen Aufdruck DRZAVA S.H.S / 1918 1918 / Bosna i Hercegovina (teilweise auch in kyrillischer Schrift ausgeführt).

Bei der Herstellung der 4 Kronen Wertstufe (Mi Nr. 15) wurde eine nicht bekannte Anzahl Aufdrucke irrtümlich auf die 2 Kronen Marke grün (Mi Nr. 59) anstelle der vorgesehenen 1 Kronen Marke rotbraun (Mi Nr. 58) ausgeführt. Der Irrtum wurde erkannt und die 4 Kronen Marke auf der 2 Kronen grün blieb unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 65. Burda Auktion vom 26. März 2021 in Prag unter Los 100 für 197 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Ein ähnliches Missgeschick ereignete sich auch bei der Herstellung der Ausgabe 1919 für die Kriegsbeschädigten (Mi Nr. 30-32).

Bei der Herstellung der 10 x + 10 x Wertstufe (Mi Nr. 30) wurde eine nicht bekannte Anzahl Aufdrucke irrtümlich auf die 1 Heller Marke schwarz (Mi Nr. 39) anstelle der vorgesehenen 40 Heller Marke orange (Mi Nr. 29) ausgeführt. Der Irrtum wurde erkannt und die 10 x + 10 x Marke auf der 1 Heller schwarz blieb unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 65. Burda Auktion vom 26. März 2021 in Prag unter Los 105 für 295 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 03.05.2021 08:18:38 Gelesen: 4005# 721 @  
Am 1. Januar 1913 verausgabte Russland eine Sonderausgabe zum 300-jährigen Bestehen der Romanow-Dynastie (Mi Nr. 82-98). Für die in braun ausgegebene 7 Kopeken Wertstufe war ursprünglich die Farbe blau vorgesehen. Eine nicht bekannte Anzahl wurde in blau gedruckt, jedoch nicht ausgegeben. Als Grund für diese Farbänderung kann angenommen werden, dass die 10 Kopeken Wertstufe (Porto für den Auslandsbrief) gemäss Empfehlung des Weltpostvereins bereits in blau vorgesehen war. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. I .



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 72. Raritan Auktion vom 3. März 2017 in Cranbury / USA unter Los 611 für 4‘250 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 06.05.2021 08:51:48 Gelesen: 3105# 722 @  
Für den 30. Januar 1945 plante das Dritte Reich eine Sonderausgabe zu Ehren des NSKK [1] (Nationalsozialistisches Kraftfahrkorps) und des NSFK [2] (Nationalsozialistisches Fliegerkorps). Infolge des Zusammenbruchs des III. Reichs gelangte diese Ausgabe jedoch nicht mehr zum Schalterverkauf. Es wurden nur wenige Exemplare von der Staatsdruckerei Wien per Handpresse für Vorlagezwecke hergestellt und auf Vorlagekartons montiert. Insgesamt sind uns bis heute nur insgesamt 18 Sätze bekannt geworden. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. X und XI.



Ein kompletter Satz dieser Unverausgabten wurde an der 49. Christoph Gärtner Auktion vom 24. Februar 2021 unter Los 12666 für 36‘500 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistisches_Kraftfahrkorps
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistisches_Fliegerkorps
 
merkuria Am: 09.05.2021 08:07:36 Gelesen: 2352# 723 @  
Am 4. März /April 1922 verausgabte Russland eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 176-179). Nebst den verausgabten Wertstufen 5000, 7500,10000 und 22500 Rubel war auch eine Wertstufe zu 50000 Rubel vorgesehen. Infolge der Währungsreform vom 15. April 1922 wurde diese Wertstufe jedoch nicht mehr benötigt und blieb deshalb unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. III.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der Cherrystone Auktion vom 20. Februar 2014 in New York unter Los 3199 für 6‘250 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 12.05.2021 08:22:01 Gelesen: 1533# 724 @  
1895 plante Mexiko die Ausgabe von Dienstmarken (Mi Dienst Nr. 1-13). Dazu verwendete man Freimarken der Ausgabe 1895 (ex Mi 177-189) und versah diese mit einem diagonalen, einzeiligen Handstempelaufdruck OFICIAL. Währendem die Wertstufen zu 1, 5 und 10 Pesos (Mi Nr. Dienst 11-13) Verwendung fanden, blieben die Werte Mi Nr. Dienst 1-10 unverausgabt. Der Michel Katalog erwähnt diesen Umstand in einer Fussnote.



Eine ungebrauchte Zusammenstellung dieser zehn Unverausgabten wurde an der 49. Christoph Gärtner Auktion vom 22. Februar 2021 unter Los 8447 für 270 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 15.05.2021 09:00:50 Gelesen: 598# 725 @  
Am 17. März 1922 verausgabte die Sowjetunion eine Freimarke zu 7500 Rubel (Mi Nr. 180). Dazu verwendete man die 250 Rubel Freimarke von 1921 (Mi Nr. 158) und versah diese mit einem diagonalen Aufdruck 7500 РУВ. Mit dieser Ausgabe war ein weiterer Wert zu 7500 Rubel geplant, welcher aber einen waagerechten Aufdruck 7500 P. erhalten sollte. Diese zweite Marke blieb aufgrund der Währungsumstellung vom 15. April 1922 jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. IV.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wird im Handel zu 15-20 € angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 

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