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Thema: Nicht ausgegebene Briefmarken weltweit
Das Thema hat 444 Beiträge:
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merkuria Am: 07.01.2019 00:07:46 Gelesen: 10369# 420 @  
Diese Unverausgabte wurde in Beitrag [#192] bereits ausführlich vorgestellt. Da diese Marke jedoch äusserst selten angeboten wird, möchte ich den aktuellsten Verkauf vom September 2018 hier nicht unerwähnt lassen:

Losbeschreibung:

Nicht ausgegeben: 5 Pfg. gelb, Type I mit Wasserzeichen 1 W und gez. L 11 (Feld 80), postfrisch mit leichter Fingerspur, tadellos, einer der großen Bauten-Seltenheiten, unsigniert mit Fotoattest Novak BPP (1991) (Mi. 11.000,-)



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 367. Heinrich Köhler Auktion vom 29. September 2018 unter Los Nr. 2341 für 4`000 € angeboten, erbrachte aber einen Verkaufspreis von 22‘000 € + Aufgeld!

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 10.01.2019 10:18:18 Gelesen: 9978# 421 @  
Am 20. März 1912 verausgabte die Republik China eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 86-93). Dazu verwendete man Marken der kaiserlichen Post (ex Mi Nr. 60-78) und versah diese mit einem Aufdruck. Zur Ausgabe gelangten die Wertstufen 1, 3, 7, 16 und 50 Cents sowie 1, 2 und 5 $.

Zu dieser Ausgabe waren jedoch noch weitere 7 Wertstufen zu ½ , 2, 4, 5, 10, 20 und 30 Cents vorbereitet, welche jedoch unverausgabt blieben. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht, der chinesische Chan Katalog führt diese unter Chan RPN1-RPN7.



Eine ungebrauchte Zusammenstellung dieser 7 Unverausgabten wurde an der 75. Interasia Auktion vom 10. Dezember 2018 in Hongkong unter Los Nr. 481 für 69‘000 HK$ (ca. 7‘900 €) + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 13.01.2019 10:16:17 Gelesen: 9568# 422 @  
Zur Hochzeit des japanischen Kronprinzen Hirohito plante die kaiserliche Post Japans eine Sonderausgabe für den November 1923. Im September 1923 suchte jedoch ein schweres Erdbeben Japan heim und die ganze bereits fertiggestellte Ausgabe wurde dabei samt den Druckplatten vernichtet. Eine Ausgabe konnte somit nicht erfolgen. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. I – IV.

Eine unbekannte Anzahl Sätze, die bereits vor dem Erdbeben an die japanischen Mandatsinseln (Marschall-, Karolinen- und Marianeninseln) verschickt worden waren, wurden zurückgerufen und am Tage vor der verschobenen Hochzeit, am 25. Januar 1924 an hochgestellte Persönlichkeiten verschenkt.




Ein kompletter ungebrauchter Satz dieser Unverausgabten wurde an der 38. Christoph Gärtner Auktion vom Oktober 2017 unter Los Nr. 8451 für 12‘500 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 16.01.2019 09:19:46 Gelesen: 9209# 423 @  
1955 plante Macao eine Sonderausgabe anlässlich des 400. Jahrestags der Inbesitznahme Macaos durch Portugal. Aus mir nicht bekannten Gründen verzichtete man auf diese Ausgabe und die bereits produzierte Auflage sollte vernichtet werden. Trotzdem gelangten wenige Sätze in den Handel, wo sie sehr selten angeboten werden. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht, im chinesischen Yang Katalog werden sie unter Yang Nr. U5 aufgeführt.



Ein kompletter ungebrauchter Satz dieser Unverausgabten wurde an der 75. Interasia Auktion vom 12. Dezember 2018 in Hongkong unter Los Nr. 3473 für 195‘500 HK$ (ca. 22‘000 €) + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 19.01.2019 09:16:20 Gelesen: 8847# 424 @  
Im Mai 1923 verausgabte die Sowjetunion eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 215-219). Der 20 Rubel Höchstwert wurde dabei in der Farbe braunlila ausgegeben. Diese Wertstufe wurde auch in den Farben blaugrau und violettschwarz hergestellt, jedoch nie verausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten als Probedrucke (Mi Nr. 219A P b+c).



Zwei ungebrauchte Exemplare dieser Unverausgabten in den beiden Farbtönen blaugrau und violettschwarz wurden an der Cherrystone Auktion vom 9. Januar 2019 in NY unter Los Nr. 1307 für zusammen 210 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
Mondorff Am: 19.01.2019 12:10:54 Gelesen: 8811# 425 @  
Zu einer geplanten Ausstellung im luxemburgischen Bad Mondorf (Mondorf-les-Bains) war die Ausgabe einer Marke zu 2 Fr. in graublauer Farbe vorgesehen - nach einer Zeichnung des Kunstmalers Hans Zaug aus Gerzensee in der Schweiz:

Die Allegorie "Eine weibliche Gestalt lässt sich Wasser über die ausgestreckten Arme laufen", ein Sinnbild für das Mondorfer Heilwasser.



Infolge der gespannten internationalen Lage fand die vorgesehene Briefmarkenausstellung in Mondorf vom 3. bis 17. September 1939 jedoch nicht statt.

Was aber nun tun mit den 100.000 Marken die schon von der Druckerei Courvoisier geliefert waren?

Die Marken (Mi.-Nr. 342) wurden (mit Aufdruck der Luxemburger Druckerei Linden) und Zuschlag von 50 C. ab 1.3.1940 zu Wohltätigkeitszwecken verkauft.



Ohne Aufdruck mit dem Antituberkulose-Kreuz und dem Zuschlag von 50 C. wird die graublaue Marke (gezähnt oder ungezähnt) wohl nur in den (inzwischen verkauften) Archiven der Druckerei Corvoisier, im Archiv der UPU oder im Postarchiv zu finden sein.

Die Marke ohne Aufdruck wurde nie ausgegeben.



Viererblock der Marke ohne Aufdruck aus dem Bestand Courvoisier.

Schönen Gruß
DiDi
 
merkuria Am: 22.01.2019 00:13:44 Gelesen: 8375# 426 @  
Am 4. August 1883 verausgabte Thailand seine ersten Freimarken mit den Wertstufen 1 Solot, 1 Att, 1 Sio, 1 Sik und 1 Salung (= ¼ Baht) (Mi Nr. 1-5). Eine weitere Wertstufe zu 1 Fuang (= 1/8 Baht) wurde auch produziert, jedoch nie ausgegeben. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte mit Mi Nr. I.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 27. Kelleher & Rogers Auktion vom 27. Oktober 2018 in Hongkong unter Los Nr. 1762 für 9‘000 HK$ (ca. 1‘000 €) + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 25.01.2019 09:21:03 Gelesen: 7817# 427 @  
Für den 17. Februar 1962 plante Mauretanien eine Sonderausgabe für die Weltflüchtlingshilfe. Dazu verwendete man Freimarken der Ausgabe 1960 (Mi Nr. 173-175) und versah diese mit dem Aufdruck des entsprechenden UNO-Emblems und dem Text AIDE AUX REFUGIES. Diese Marken blieben jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. III-V.

Für den 7. April 1962 plante Mauretanien eine weitere Sonderausgabe für die Bekämpfung der Malaria. Dazu verwendete man Flugpostmarken der Ausgabe 1961 (Mi Nr. 178-179) und versah diese mit dem Aufdruck des entsprechenden WHO-Emblems und dem Text LE MONDE UNI CONTRE LE PALUDISME. Diese Marken blieben ebenfalls unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. VII-VIII.

Diese Unverausgabten müssen in grossen Mengen in den Handel gelangt sein, wie die Angebote an der 10. Auction Galleries Auktion vom 1. Dezember 2018 in Hamburg zeigen:



Ein Lot mit 500 Sätzen der Mi Nr. III-V (Mi Kat. Wert 15‘000 €) wurde unter Los 6711 für 750 € angeboten, blieb aber unverkauft.



Ein Lot mit 125 Sätzen der Mi Nr. VII-VIII (Mi Kat. Wert 4‘500 €) wurde unter Los Nr. 6714 für 400 € angeboten und blieb ebenfalls unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 28.01.2019 12:26:27 Gelesen: 7405# 428 @  
Die britische Kolonie Basutoland (heute Lesotho) verausgabte am 14. Februar 1961 eine Freimarkenausgabe infolge der Währungsumstellung auf den südafrikanischen Rand (Mi Nr. 61-71). Dazu verwendete man die Freimarken von 1954 (Mi Nr. 46-56) und versah diese mit einem Aufdruck der neuen Wertbezeichnung in Cents und Rand.

Mit Ausnahme des 1 Cent Aufdruckes waren alle anderen Aufdrucke ohne einen Punkt hinter dem c vorgesehen. Gemäss Literatur wurde nur ein einziger Bogen (50 Ex. ?) der 2 Cents irrtümlich mit einem Punkt hinter dem c überdruckt. Der Irrtum wurde sofort bemerkt und dieser Aufdruck mit Punkt blieb unverausgabt. Wie dieser Bogen in den Handel gelangt ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich persönlich vermute, dass mehr als nur ein Bogen falsch überbedruckt wurde, anders kann ich mir den relativ tiefen Verkaufspreis nicht erklären. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht, der Stanley Gibbons führt diese unter Nr. SG 60var.



Die Firma Filat AG in Zürich bietet in ihrer Festpreisliste vom Oktober 2018 diese Unverausgabte postfrisch sowie in gestempelter Erhaltung an: Ein postfrisches Exemplar wird zu 350 CHF (Los Nr. 6032), ein gestempeltes Exemplar zu 325 CHF (Los Nr. 6033) angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 30.01.2019 00:05:07 Gelesen: 7126# 429 @  
1902/1904 verausgabten die deutschen Auslandspostämter in der Türkei eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 12-23). Dazu verwendete man Freimarken des Deutschen Reiches (Mi Nr. 55-66) und versah diese mit einem Aufdruck der Wertbezeichnung in türkischer Währung in Type I (A oben spitz) und Type II (A oben mit Dach). Nebst den verausgabten Marken wurden sechs weitere Wertstufen mit Aufdruck Type II vorbereitet, jedoch nie ausgegeben. Michel listet diese Unverausgabten unter Nr. I–VI. Die Unverausgabten I–V wurden bereits in Beitrag [#299] vorgestellt. Der Vollständigkeit halber, hier noch die ausstehende VI der 15 Piaster auf 3 Mark.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 101. Gert Müller Auktion vom 23. November 2018 unter Los Nr. 4605 für 10`000 € angeboten, blieb jedoch auch im Nachverkauf unverkauft!

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 08.02.2019 09:20:36 Gelesen: 5218# 430 @  
Am 1. März 1920 verausgabte die Regierungskommission des Saargebietes eine Freimarkenausgabe für den ehemals bayrischen Teil (Pfalz) des Saargebietes (Mi Nr. 18-31). Dazu verwendete man Marken von Bayern (ex Mi Nr. 94-115) und versah diese mit einem einzeiligen Aufdruck SARRE sowie Durchbalkung der Landesbezeichnung Bayern.

Nebst den verausgabten Wertstufen waren auch die Wertstufen zu 2, 3 und 7 ½ Pfennig sowie 20 Mark zur Ausgabe vorgesehen. Gemäss Literatur kamen diese vier Wertstufen nie an den Postschalter. Lediglich die Hauptkasse des Hauptpostamtes Saarbrücken 3 gab wenige Stücke der Pfennigwerte (Mi Nr. A31 – C31) an bevorzugte Privatpersonen ab.

Bei der 20 Mark (Mi Nr. D31) ist die Situation gemäss Literatur nochmals etwas anders: Ein bei der Saarbrücker Postverwaltung vorhandenes 16er-Bogenteil der 20 Mark Bayern wurde in wohlgemeinter Dienstausübung und in Erwartung weiterer Lieferungen an 20 Mark-Briefmarken amtlich überdruckt. Zwischenzeitlich erging jedoch eine klare Dienstanweisung, nur Briefmarken bis zum Nennwert von 10 Mark zu überdrucken. Die nun vorhandenen 16 überdruckten Werte der 20 Mark wurden in Saarbrücken postintern verbraucht und verrechnet. Einige Stücke wurden an hochgestellte Persönlichkeiten abgegeben oder an die Postämter in Homburg und St. Ingbert gesandt. Auf jeden Fall beträgt die Gesamtzahl dieser Unverausgabten nur 16 Exemplare, davon sind 2 gestempelte bekannt! Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten als Teilauflage unter Mi Nr. A31 – D31.



Eine Zusammenstellung der drei unverausgabten Pfennigwerte wird zur Zeit als Festpreisangebot vom Fachhändler Christian E. Geigle unter Los Nr. 0003439028 für 1`350 € angeboten.



An der 42. Gärtner Auktion vom 17. Oktober 2018 wurde ein postfrisches Eckrandstück der 20 Mark Rarität unter Los Nr. 15820 für 160‘000 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.



An der 31. Gärtner Auktion vom Juni 2015 wurde ein gestempeltes Exemplar der 20 Mark Rarität auf Briefstück unter Los Nr. 14626 für 500‘000 € angeboten und blieb ebenfalls unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 11.02.2019 09:16:29 Gelesen: 4879# 431 @  
Auf Initiative von Oberst Göhring wurden bei der Heeresgruppe E ohne die Genehmigung des Armeefeldpostmeisters im Mai 1944 Päckchen-Marken zur Ausgabe vorbereitet. Dazu verwendete man italienische Militärpostmarken (Mi Nr. 4,5,7 und 15) und versah diese mit einem fünfzeiligen Überdruck Soldaten- / Päckchen / Hakenkreuz / Front- / Heimat. Diese Marken sollten die Klebezettel „Zollfreie Monatssendung“ ablösen.

Nachdem das OKW (Oberkommando der Wehrmacht) die Unzulässigkeit dieser geplanten Marken im Heeresverordnungsblatt verfügt hatte, blieben diese Marken unverausgabt. Trotzdem gelangten einige wenige Exemplare in den Handel, auch sind Belege mit abgestempelten Marken bekannt geworden. Der Michel listet diese Unverausgabten unter Feldpost Saloniki Nr. I – VI.





An der 382. Götz Auktion vom 30. Januar 2019 wurde eine Zusammenstellung von drei dieser Unverausgabten im Viererblock unter Los Nr. 4196 für 4‘500 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 14.02.2019 09:04:55 Gelesen: 4543# 432 @  
Am 30. Dezember 1992 verausgabte Indien eine Sonderausgabe mit dem Motiv des Shahin- Wanderfalken (Mi Nr. 1376). Im Vorfeld dieser Ausgabe wurde diese Marke mit einer fehlerhaften Bezeichnung des Vogels gedruckt. Nach Feststellung dieses Fehlers wurde die unbekannte Anzahl bereits gedruckter Marken sofort vernichtet und in einer korrigierten Version neu produziert. Gemäss Literatur ist bis heute nur ein einziges Exemplar der unverausgabten Marke im Handel aufgetaucht. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht. Das rechte Bild zeigt die korrigierte verausgabte Marke.



An der 13. Drei Löwen Auktion vom 20. November 2018 in Freiburg wurde eine Exemplar dieser Unverausgabten unter Los Nr. 6240 für 7‘500 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 17.02.2019 00:24:46 Gelesen: 4131# 433 @  
Am 30. November 1940 verausgabte die Schweiz die Pro Juventute Wohltätigkeitsausgabe (Mi Nr. 373-376). Auf der 5 Rappen Wertstufe ist der Dichter Gottfried Keller abgebildet (Mi Nr. 373). Bei der Drucklegung bemerkte man, dass das Geburtsjahr des Dichters mit 1818 falsch angegeben war. Nach Feststellung dieses Fehlers wurde die unbekannte Anzahl bereits gedruckter Marken sofort vernichtet und in einer korrigierten Version mit korrektem Geburtsjahr 1819 neu produziert.

Gemäss Literatur sollen 3 Bogen zu je 50 Ex, also total 150 Exemplare der Vernichtung entgangen und in unbekannter Anzahl in den Handel gelangt sein. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. 373 I, der Schweizer Briefmarkenkatalog SBK listet sie unter Nr. J93.Ab.



An der 101. Gert Müller Auktion vom 23. November 2018 in Ettlingen wurde eine Exemplar dieser Unverausgabten unter Los Nr. 4286 für 1‘500 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 20.02.2019 08:45:26 Gelesen: 3665# 434 @  
1941 wurde von den deutschen Besatzungsbehörden eine Freimarkenausgabe für die Stadt Luga (Gebiet St. Petersburg) vorbereitet. Dazu verwendete man Marken der Sowjetunion und versah diese mit einem Aufdruck des neuen Wertes. Am 18. Oktober 1941 erging ein Verbot zur Verausgabung dieser bereits hergestellten Marken. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter den Besatzungsausgaben für Russland unter Mi Nr. Luga I-V.



An der 72. HBA Auktion vom 1. November 2018 in Hamburg wurde ein kompletter Satz dieser Unverausgabten unter Los Nr. 2374 für 300 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 23.02.2019 09:46:37 Gelesen: 3219# 435 @  
Am 12. Dezember 1963 verausgabte Monaco eine Sonderausgabe zum Gewinn der französichen Fussballmeisterschaft durch den AS Monaco (Mi Nr. 747). Dazu wurde die 4 Centimes Marke innerhalb der Serie zum 100. Jahrestag des britischen Fussballverbandes mit einem 3 zeiligen Aufdruck Championnat / 1962-1963 / Coupe de France versehen. Diese 4 Centimes Wertstufe kam ohne diesen Aufdruck nicht an den Schalter. Trotzdem gelangte eine unbekannte Anzahl dieser Marke ohne Aufdruck in den Handel. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. III.



An der 11. Auction Galleries Auktion vom 1. Februar 2019 in Hamburg wurde ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten unter Los Nr. 1542 für 350 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 26.02.2019 09:07:57 Gelesen: 2775# 436 @  
1947 verausgabte Peru eine Sonderausgabe zum 1. Nationalen Fremdenverkehrskongress in Lima (Mi Nr. 451-455). Dazu verwendete man unverausgabte Marken von 1944 und versah diese mit einem vierzeiligen Aufdruck Habilitada / I. Congreso / Nac. De Turismo / Lima 1947. Diese Marken wurden ohne diesen Aufdruck nicht ausgegeben. Trotzdem gelangte eine unbekannte Anzahl mit Marken ohne Aufdruck in den Handel. Der Michel Katalog weist auf die unverausgabten Marken hin, listet sie aber nicht.



Ein kompletter ungebrauchter Satz dieser Unverausgabten wurde an der 1848. Guillermo Jalil-Philatino Auktion vom 27. Dezember 2018 in Buenos Aires unter Los Nr. 1014 für 303 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 01.03.2019 09:35:28 Gelesen: 2404# 437 @  
Mit Erscheinen der ersten Briefmarke Grossbritanniens, der Penny black, plante die Postbehörde gleichzeitig die Verausgabung von speziellen Dienstmarken. Dazu wurden 3233 Bogen à 220 Ex hergestellt, welche anstelle der beiden Verzierungen in den oberen Eckkästchen generell die Bezeichnung V (links) und R (rechts) erhielten. Nachdem diese Idee von Dienstmarken aber nicht realisiert wurde, entschloss man sich 1843 zur Vernichtung der gesamten Auflage.

Gemäss Literatur blieb eine kleine unbekannte Anzahl dieser Marken von der Vernichtung verschont. Diese wurden für postinterne Dokumentationszwecke verwendet. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. Dienst I.



Ein ungebrauchtes Paar dieser Unverausgabten wurde an der Cherrystone Auktion vom 20. Februar 2019 in New York unter Los Nr. 3589 für 28‘000 US$ angeboten, blieb jedoch unverkauft. Ein ungebrauchtes Einzelstück dieser Unverausgabten wurde an der gleichen Auktion unter Los Nr. 3588 für 7‘500 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 04.03.2019 09:21:14 Gelesen: 1956# 438 @  
Am 30. November 1952 verausgabte Israel eine Portomarkenausgabe (Mi Nr. Porto 12-20). Nebst den verausgabten Wertstufen zu 5, 10, 20, 30, 40, 50, 60, 100 und 250 Pruta (1 Pruta = 1/1000 israelisches £) war 1959 auch eine Wertstufe zu 1000 Pruta (= 1 Isr. £ vorgesehen). Infolge der auf den 1.Januar 1960 vorgesehenen Währungsumstellung blieb diese Wertstufe jedoch unverausgabt. Gemäss Literatur wurde die gesamte Auflage bis auf einen Bogen zu 40 Exemplaren vernichtet.



Ein ungebrauchter Viererblock dieser Unverausgabten wurde an der 46. Tel Aviv Stamps LTD Auktion vom 22. Januar 2019 unter Los Nr. 352 für 1‘400 US$ angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
Baber Am: 05.03.2019 17:19:46 Gelesen: 1819# 439 @  
Süd-Sudan: Marke für den Präsidenten Salva Kiir Mayardit. Angeblich wurde ihm diese Marke bei seinem Besuch in China überreicht, aber nie offiziell ausgegeben.



Gruß
Bernd
 
merkuria Am: 05.03.2019 18:13:22 Gelesen: 1802# 440 @  
@ Baber [#439]

Die Marke ist sehr umstritten und wurde in einem eigenen Thread betreffend Marken des Süd-Sudan hier auch schon besprochen:

https://www.philaseiten.de/beitrag/186405

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 07.03.2019 00:32:00 Gelesen: 1617# 441 @  
1916 plante die Post von San Marino die Ausgabe einer Zuschlagsausgabe für das Rote Kreuz (Pro Croce Rossa). Der Satz sollte zwei Werte umfassen, nämlich 10+5 und 20+5 Centesimi. Aus mir nicht bekannten Gründen wurden diese Marken jedoch nie verausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht, im italienischen Catalogo Enciclopedico Italiano Francobolli CEI werden sie unter Nr. 50 A + B aufgeführt.



Ein postfrischer Satz dieser Unverausgabten im Viererblock wurde an der 11. Auction Galleries Auktion vom 2. Februar 2019 in Hamburg unter Los Nr. 1733 für 400 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 17.03.2019 00:20:46 Gelesen: 577# 442 @  
Zwischen 1924 und 1950 verausgabte Brunei die Freimarken-Ergänzungswerte 6 und 12 Cents in neuer Zeichnung mit dem Pfahlbaudorf Kampong Ayer (Mi Nr. 55-57). 1941 war die Ausgabe einer weiteren 8 Cents Wertstufe in gleicher Zeichnung vorgesehen.

Infolge der japanischen Besetzung kam es aber nicht mehr dazu. Die japanischen Besatzer versahen die vorhandenen Marken mit einem Aufdruck und verwendeten sie als Ausgabe der japanischen Besatzungsmacht (siehe Abbildung rechts, Mi Nr. Japanische Besetzung Brunei 10). Marken ohne diesen Aufdruck wurden nie verausgabt. Der Michel Katalog verweist in einer Fussnote auf diesen Umstand, listet die Unverausgabten ohne Aufdruck aber nicht.



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 67. Phoenix Auktion vom 1. Februar 2019 in Melbourne unter Los Nr. Los Nr. 1554 für 40 A$ (ca. 26 €) + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 20.03.2019 08:29:43 Gelesen: 328# 443 @  
1944/1945 verausgabte die republikanische Post Chinas eine Paketmarkenausgabe (Mi Nr. Paket 1-5). Zu den verausgabten Wertstufen von 500, 1000, 3000, 5000 und 10‘000 CNC$ war noch eine 20‘000 CNC$ Wertstufe vorgesehen. Aus mir nicht bekannten Gründen blieb diese jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. Paket I.



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 43. Christoph Gärtner Auktion vom 18. Februar 2019 unter Los Nr. 6183 für 800 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 23.03.2019 09:19:54 Gelesen: 142# 444 @  
1964 plante Nordkorea die Ausgabe einer Freimarke zu 5 Chon. Aus mir nicht bekannten Gründen wurde diese jedoch nie verausgabt. Trotzdem soll gemäss Literatur eine unbekannte Anzahl dieser Unverausgabten in der an China grenzenden Provinz Hamgyong-bukto verkauft und auch verwendet worden sein. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein am 1. August 1968 gestempeltes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 43. Christoph Gärtner Auktion vom 19. Februar 2019 unter Los Nr. 8803 für 1‘600 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 

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