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Thema: Nicht ausgegebene Briefmarken weltweit
Das Thema hat 656 Beiträge:
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merkuria Am: 30.08.2020 08:43:27 Gelesen: 8756# 632 @  
Am 1. März 1857 verausgabte das Herzogtum Braunschweig eine Freimarkenausgabe in den Farben schwarz auf graubraun (Mi Nr. 9). Eine amtlich angeordnete Ausgabe in den Farben gelbbraun auf weiss wurde nicht ausgegeben. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte mit Mi Nr. I.



Eine ungebrauchte Einheit von 8 Exemplaren dieser Unverausgabten wurde an der 174. Dr. Reinhard Fischer Auktion vom 28. Mai 2020 in Bonn unter Los 4756 für 80 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 02.09.2020 08:49:22 Gelesen: 8165# 633 @  
Am 1. Januar 1849 verausgabte Frankreich seine erste Freimarkenausgabe in Zeichnung Cereskopf (Mi Nr. 1-7). Innerhalb der Kursdauer sollte eine Farbänderung der 20 Centimes schwarz (Mi Nr. 3) in die Farbe blau sowie der 1 FR karmin (Mi Nr. 7) in die Farbe zinnober erfolgen. Eine nicht genau bekannte Anzahl dieser beiden Farbänderungen wurde produziert, jedoch nicht ausgegeben. Der Michel Katalog listet diese beiden Unverausgabten unter Mi Nr. I - II. Währendem die Anzahl der produzierten 20 Centimes blau nicht ermittelt werden kann, ist die Anzahl der 1 Franc zinnober gemäss Literatur mit 139 Exemplaren beziffert.



Ein ungebrauchtes Exemplar der unverausgabten 1 Franc (Mi Nr. I) wurde an der 41. Behr Auktion vom 21. Mai 2020 in Paris unter Los 141 für 22‘500 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.



Ein ungebrauchtes Exemplar der unverausgabten 20 Centimes (Mi Nr. II) wurde an der 175. Cérès Auktion vom 26. Mai 2020 in Paris unter Los 138 für 3‘324 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 05.09.2020 08:42:09 Gelesen: 7841# 634 @  
Am 18. März 1935 verausgabte Australien eine Sonderausgabe zur Landung des ANZAC (Australian-New Zealand- Army Corps) zur Unterstützung der britischen Truppen in der Schlacht von Gallipoli (Türkei). Dabei war vorgesehen, dass die 2 Pence Wertstufe (Mi Nr. 127) in Zähnung 13 ½ : 12 ½ auf dünnem Papier und die 1 Sh Wertstufe (Mi Nr. 128) in Zähnung 11 auf etwas dickerem Papier ausgegeben werden sollten.

Gemäss Literatur soll ein Bogen der 1 Sh Marken auf dünnem Papier gedruckt und mit der Zähnung 13 ½ : 12 ½ versehen worden sein. Dieser Bogen blieb jedoch unverausgabt. 1988 wurde ein Teil dieses Bogens entdeckt und in Einzelstücke aufgeteilt. Der Viererblock soll die grösste bekannte Einheit dieser Unverausgabten sein. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht.



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 242. Abacus Auktion vom 29. August 2020 in Glen Waverley/Australien unter Los 464 für 1‘300 AU$ (ca. 790 €) + Aufgeld verkauft. Ein postfrischer Viererblock wurde an der gleichen Auktion unter Los. Nr. 465 für 4‘600 AU$ (ca. 2‘800 €) angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 08.09.2020 12:10:23 Gelesen: 7535# 635 @  
Am 4. Januar 1949 verausgabte Burma (Myanmar) eine Sonderausgabe mit 14 Wertstufen anlässlich des 1. Jahrestages seiner Unabhängigkeit (Mi Nr. 103-116). Diese Ausgabe wurden mit einem entsprechenden einzeiligen Aufdruck in burmesischer Schrift auch als Dienstmarken ausgegeben (Mi Nr. Dienst 54-65)



Am 4. Januar 1952 wurden die gleichen Marken anlässlich des 4. Jahrestages der Unabhängigkeit nochmals in veränderten Farben ausgegeben (Mi Nr. 123-136). Zwölf Wertstufen dieser Ausgabe wurden ebenfalls mit einem entsprechenden Aufdruck als Dienstmarkenausgabe vorbereitet.

Da noch genügend Dienstmarken der Ausgabe 1949 vorrätig waren und für 1953 eine Währungsänderung geplant war, wurden diese Dienstmarken aber nicht ausgegeben. 1964 wurden diese unverausgabten Dienstmarken vernichtet, eine nicht bekannte Anzahl entging der Vernichtung und gelangte in den Handel. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht.



Ein kompletter postfrischer Satz dieser Unverausgabten wurde an der 629. Kelleher Auktion vom 19. April 2012 in Danbury/USA unter Los 1058 für 150 US$ angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 11.09.2020 09:04:21 Gelesen: 7342# 636 @  
2001 beabsichtigte die Norfolk-Insel die Herausgabe von zwei Blockausgaben anlässlich der 6. Süd-Pazifik Spiele. Die Blocks sollten Abbildungen verschiedener Sportdisziplinen mit bekannten Sportlern zeigen. Da es versäumt wurde, das Einverständnis der abgebildeten Sportler einzuholen, befürchtete man juristische Probleme. Die bereits fertiggestellten Blocks blieben deshalb unverausgabt und wurden vernichtet. Eine nicht bekannte Anzahl dieser Unverausgabten entging jedoch der Vernichtung und gelangte in den Handel. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht.



Ein Zusammenstellung dieser beiden unverausgabten Blocks wurde an der 242. Abacus Auktion vom 31. August 2020 in Glen Waverley/Australien unter Los 2031 für 575 AU$ (ca. 350 €) angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
Bicyclestamps Am: 13.09.2020 21:21:08 Gelesen: 7153# 637 @  
@ merkuria [#636]

Hallo Jacques,

auf welche Quelle berufen Sie sich wegen der fehlenden Einverständniserklärung der Sportler? Nach dem was ich gelesen habe, hat die ausgebende Stelle keine offizielle Erklärung dazu gegeben. Da ist nur die Rede von fehlerhaften Druckvorlagen und dass die Qualitätsprüfung nicht richtig durchgeführt wurde [1].

Gruß, Thomas

[1] https://www.stampboards.com/viewtopic.php?f=10&t=16107
 
merkuria Am: 13.09.2020 22:23:15 Gelesen: 7144# 638 @  
@ Bicyclestamps [#637]

Hallo Thomas,

meine Quelle für den Grund der Nichtausgabe ist die Losbeschreibung des Anbieters abacus auctions [1] :

" 2001 South Pacific Games pair of Miniature Sheet with designs including Tennis, Golf, Athletics & Cycling, unmounted. Unissued. Legal considerations because of failure to obtain permission from the athletes who were featured caused the issue to be cancelled"

Man bedenke, dass die Aussagen bei stampboards auch nicht amtlich und auch schon über 10 Jahre alt sind!

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://www.philasearch.com/de/i_9466_19431/4705_Norfolk/9466-A242-2031.html?losbereich=2031&row_nr=0&breadcrumbId=1600028301.2933
 
merkuria Am: 14.09.2020 08:40:43 Gelesen: 7104# 639 @  
Zwischen dem 22. Und 31. August 1968 sollte der XIV. Parteitag der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei in Prag stattfinden. Bedingt durch die Niederschlagung der Reformpolitik mittels einem Einmarsch der Sowjetarmee am 21. August 1968 wurde dieser Parteitag annulliert.

Zum XIV. Parteitag plante die Tschechoslowakei 1968 eine Sonderausgabe mit zwei Werten. Infolge Annullation des Parteitages blieben diese jedoch unverausgabt und die gesamte bereits produzierte Auflage wurde vernichtet. Eine nicht bekannte Anzahl dieser Unverausgabten entging jedoch der Vernichtung und gelangte in den Handel. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht.

Der XIV. Parteitag konnte erst zwischen dem 25. und 29. Mai 1971 stattfinden. Zu diesem Anlass wurde alsdann eine Sonderausgabe in neuer Zeichnung hergestellt (Mi Nr. 2008-2009).



Ein postfrischer Satz dieser Unverausgabten im 10er Kleinbogen wurde an der 63. Burda Auktion vom 4. September 2020 in Prag unter Los 2114 für 8‘800 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 17.09.2020 08:46:01 Gelesen: 6572# 640 @  
Am 10. Oktober 1944 verausgabte China eine Zuschlagsausgabe zugunsten der Kriegsflüchtlinge (Mi Nr. 614-619). Dazu verwendete man nicht verausgabte Marken und versah diese mit einem Aufdruck der neuen Wertbezeichnung.



Die Marken in alter Wertbezeichnung wurden ohne den Aufdruck nicht ausgegeben. Der Michel Katalog verweist in einer Fussnote auf diese Unverausgabten.



Ein Zusammenstellung von 5 Werten dieser ohne Aufdruck Unverausgabten wurde an der 250. – 256. Corinphila Auktion vom 11.September 2020 in Zürich unter Los 2015 für 320 CHF + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 20.09.2020 09:09:02 Gelesen: 6367# 641 @  
Im Mai 1945 verausgabte die sowjetische Zone in Österreich eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 660-663). Dazu verwendete man Marken des Deutschen Reichs (ex Mi Nr. 784-827) und versah diese mit einem diagonalen Aufdruck Österreich.

Dabei war auch die grossformatige Wertstufe zu 42 Pfennig mit einem diagonalen Aufdruck zur Ausgabe vorgesehen. Da mit diesem Aufdruck das Abbild Hitlers wohl zu wenig unkenntlich gemacht werden konnte, blieb diese jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. F IV.

Ein grösserer Überdruck in Form einer Rosette (Mi Nr. E IV und G IV) auf den Grossformaten blieb ebenfalls unverausgabt. Diese wurden in Beitrag [#411] bereits vorgestellt.



Ein postfrisches Exemplar der unverausgabten Mi Nr. F IV wurde an der 250.-256. Corinphila Auktion vom 10. September 2020 in Zürich unter Los 851 für 3‘800 CHF (ca. 3‘450 €) + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 23.09.2020 08:49:52 Gelesen: 6098# 642 @  
Am 4. April 1856 verausgabte Bremen eine Freimarkenausgabe zu 5 Grote für die Brief-Porti nach Hamburg (Mi Nr. 2). Am 25. März 1856 wurden von der Druckerei Hunckel 26‘400 Exemplare geliefert, welche aber eine fehlerhafte Inschrift Franco Marken anstelle Franco Marke aufwiesen. Diese fehlerhaften Marken wurden vom Stadtpostamt nicht angenommen und blieben unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. I.



Zwei postfrische Exemplare (Typ I + II) dieser Unverausgabten wurden an der 175. Dr. Reinhard Fischer Auktion vom 24. Juli 2020 in Bonn unter Los 1638 für 90 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 26.09.2020 09:37:00 Gelesen: 5908# 643 @  
Zum 1. Jahrestag der Befreiung von Paris beabsichtigte Frankreich 1945 eine Blockausgabe herauszugeben. Diese sollte einen Viererblock der Marianne 2.40 Francs der Dulac-Ausgabe (Mi Nr. 720) beinhalten. Die Marken der Dulac-Ausgabe (Mi Nr. 709-728) sowie der Block wurden ab 29. August 1944 in London produziert. Die vierzeilige Blockinschrift LIBERATION / de / PARIS / 25.8.1944. welche den Ausgabeanlass anzeigen sollten, wurde erst später hinzugefügt. Währendem die Dulac-Marken 1945 in Frankreich als Freimarken erschienen, blieb der Block aus mir nicht bekannten Gründen unverausgabt.

Der Michel Katalog listet diesen unverausgabten Block nicht, im französischen Yvert Katalog wird er unter blocs et feuillets N° 4 (non émis = unverausgabt) gelistet.



Ein postfrisches Exemplar dieses selten angebotenen, unverausgabten Blocks wurde im Online-vente flash der Calves Philatelie vom 13. Juli 2020 in Paris mit Attest für 6‘250 € verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 29.09.2020 09:23:51 Gelesen: 5738# 644 @  
Am 18. September 1992 verausgabte Monaco eine Blockausgabe zur Planung des Briefmarkenmuseums in Monte Carlo (Mi Block Nr. 56). Gezeigt wird je eine Marke Italiens und Frankreichs mit den entsprechenden Stempelentwertungen bei Verwendung in Monaco.



Bei der Drucklegung wurde bei einer nicht bekannten Anzahl Blocks der Druck der beiden Stempel unterlassen. Diese Exemplare wurden ausgeschieden und sollten vernichtet werden. Eine ebenfalls nicht bekannte Anzahl entging jedoch der Vernichtung und gelangte in den Handel. Der Michel Katalog listet diesen ohne Stempeldruck unverausgabten Block unter Mi Nr. Block 56 I.



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 25. La Postale Philatelie Auktion vom 17. Oktober 2018 in Paris unter Los 2709 für 300 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
saeckingen Am: 29.09.2020 14:13:14 Gelesen: 5724# 645 @  
@ merkuria [#644]

Ist das tatsächlich ein unverausgabter Block oder nicht eher eine Abart "fehlende Farbe/fehlender Druckgang" des Blocks 56?

Grüße
Harald
 
merkuria Am: 29.09.2020 19:36:16 Gelesen: 5700# 646 @  
@ saeckingen [#645]

Wahrscheinlich ist es beides! "fehlende Farbe/fehlender Druckgang" war hier der Grund, dass der Block in diesem unvollständigen Druck unverausgabt blieb, aber trotzdem im Handel existent ist.

Solche Arten von Unverausgabten gibt es oft. In diese Kategorie fallen z.B. auch Briefmarken, deren Nichtverausgabung auf Fehler im Herstellungsprozess (z. B. falsche Farbwahl [#323] , [#578] ) sowie bei der Weiterverarbeitung (Anbringen einer falschen Zähnung [#634] oder Vergessen des Aufdruckes [#615] ) zurückzuführen ist.

Das Ganze kann nun als philosophische Frage gestellt werden: Ist ein Fehldruck der nie verausgabt wurde, im Handel aber trotzdem vorkommt, wirklich eine unverausgabte Briefmarke? Ich sage hier Ja. Andere sagen hier Nein.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
GrafSpee70 Am: 30.09.2020 16:58:43 Gelesen: 5661# 647 @  
Hallo,

letzte nicht ausgegebene Briefmarke Argentinien.

Néstor Kirchner (1928 - 2010) ehemaliges Präsident Argentinien

Block wurde zur Ausgabe vorgesehen für 26. Februar 2011 aber in letzter Minute nicht am Schalter zu verkauf gegeben.

Grund dafür sagt man das die damalige Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner (Witwe von Néstor Kirchner) den Format und Bild des gestorbene Präsident Néstor Kirchner nicht gefiel.

Dennoch einige Blocks gelangten in Hände der Briefmarken-Händler.

Ein ähnlicher Block erschien am 5. November 2011.

MfG aus Argentinien
Rodolfo


 
merkuria Am: 02.10.2020 08:50:14 Gelesen: 5176# 648 @  
Zwischen 1874 und 1914 verausgabte Montenegro seine eigenen Briefmarken. Nach Beendigung des ersten Weltkriegs wurde der König durch Beschluss der Nationalversammlung im November 1918 gestürzt und Montenegro in das neu entstandene Königreich Jugoslawien eingegliedert. Die Regierung flüchtete nach Frankreich.

Vor dem Zusammenbruch wurden noch 19 Briefmarken zur Ausgabe vorbereitet, welche aber nicht mehr an die Postschalter gelangten. Diese Marken verblieben bei der geflohenen Regierung welche sie aus Frankreich in den Handel einfliessen liess. Der Michel Katalog erwähnt die Existenz dieser Unverausgabten in einer Fussnote.




Eine Zusammenstellung dieser 19 Unverausgabten wird im Handel um 50 € angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 05.10.2020 09:04:00 Gelesen: 4562# 649 @  
1941 plante Brunei die Ausgabe von fünf Ergänzungswerten und Farbbänderungen seiner Freimarken Mi Nr. 39-57. Infolge der japanischen Besetzung von Brunei kam es aber nicht mehr zu einer Ausgabe der bereits hergestellten Marken. Die japanischen Besatzer versahen alle vorhandenen Marken von Brunei mit einem Aufdruck und verwendeten sie als Ausgabe der japanischen Besatzungsmacht.



Die fünf geplanten Ergänzungswerte kamen ohne den oben gezeigten Aufdruck der Japaner nicht an die Postschalter. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. XI – XV.



Ein Zusammenstellung dieser 5 unverausgabten Werte wurde an der 87. Raritan Auktion vom 25.September 2020 in Cranbury/USA unter Los 392 für 250 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 08.10.2020 09:17:59 Gelesen: 3970# 650 @  
Am 4. Juli 1946 verausgabte die Tschechoslowakei eine Flugpostausgabe (Mi Nr. 493-500). Dabei war die Farbgebung für die 20 Kronen Wertstufe (Mi Nr. 498) in hellbraun vorgesehen. Bei Drucklegung einer nicht bekannten Anzahl 20 Kronen Werte in hellbraun, missfiel der Postverwaltung jedoch dieser Farbton. Es wurde beschlossen, diese Wertstufe in hellblau zu verausgaben und die hellbraunen 20 Kronen sollten vernichtet werden. Eine nicht bekannte Anzahl entging der Vernichtung und gelangte in den Handel. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein postfrischer Viererblock mit den seltenen Bogenrandzudrucken dieser Unverausgabten wurde an der 63. Burda Auktion vom 4. September 2020 in Prag unter Los 2124 für 2‘560 € + Aufgeld verkauft. Ein einzelnes Exemplar war auf der gleichen Auktion zu 160 € + Aufgeld zu haben.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 11.10.2020 09:24:24 Gelesen: 3233# 651 @  
Am 10. September 1965 verausgabte Ecuador eine Sonderausgabe zum 100. Jahrestag seiner Nationalhymne (Mi Nr. 1170-1173). Zusätzlich sollte diese Ausgabe von einem Block begleitet werden.



Bei Vorliegen der ausgabebereiten Marken und Blocks wurde festgestellt, dass der Name des Dichters Juan Leon Mera auf den Marken und auf dem Block fehlerhaft geschrieben waren (Meran statt Mera). Auf der Blockausgabe entdeckte man zusätzlich Schreibfehler im Text der Nationalhymne. Aus diesen Gründen beschloss die Postverwaltung, die Marken ohne den Block auszugeben. Der in einer Auflage von 10‘000 Exemplaren nummeriert vorliegende Block sollte vernichtet werden. Gemäss Literatur entgingen etwa 3-4 Exemplare der Vernichtung und gelangten in den Handel. Der Michel Katalog listet diesen unverausgabten Block nicht.



Ein Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 744. Kelleher Auktion vom 7. Oktober 2020 in Danbury/USA unter Los 51 für 375 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 14.10.2020 08:39:50 Gelesen: 2585# 652 @  
Am 30. März 1880 verausgabte Luxembourg eine Freimarkenausgabe in Zeichnung Wappen im Kreis oder im Oval (Mi Nr. 37-44) auf weissem Papier. Von den Wertstufen 5, 10,12 ½ und 25 Centimes waren Drucke auf gelbem Papier in einer Auflage von je 25‘000 Exemplaren zur Ausgabe vorbereitet, blieben jedoch unverausgabt.

Der Michel Katalog weist in einer Fussnote auf diesen Umstand hin, listet und bewertet diese Unverausgabten jedoch nicht.



Ein ungebrauchtes Exemplar der unverausgabten 12 ½ Centimes wurde an der 79. Universal Philatelic Auktion vom 6. Oktober 2020 in Northleach/GB unter Los 12028 für 60 GB£ angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 17.10.2020 09:15:21 Gelesen: 1999# 653 @  
Ab dem 12. Dezember 1919 verausgabte die Tschechoslowakei eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 40-158). Dazu wurden noch vorrätige, seit dem 28. Februar 1919 in der Tschechoslowakei nicht mehr gültige Marken von Österreich und Ungarn mit einem dreizeiligen Aufdruck POSTA / CESKOSLOVENSKA / 1919 überdruckt.

Unter diesen Aufbrauchsausgaben (Mi Nr. 104-110) fanden auch Marken der ungarischen Turul-Ausgabe (Ungarn Mi 109-123 und 181) Verwendung. Ein 5 + 2 filler Wert in Turul-Zeichnung aus der ungarischen Kriegshilfeausgabe II (Ungarn Mi Nr. 165) wurde ebenfalls mit dem tschechischen Aufdruck versehen, blieb jedoch unverausgabt.



Die Abbildung wurde uns freundlicherweise vom Auktionshaus Burda in Prag zur Verfügung gestellt.

Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 63. Burda Auktion vom 4. September 2020 in Prag unter Los 2504 für 1‘480 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 20.10.2020 12:22:05 Gelesen: 1298# 654 @  
Seit März 1917 verausgabte Österreich eigene Feldpostmarken für Montenegro (Mi Nr. 1-2). Für 1918 waren weitere Ausgaben geplant, für welche allgemeine Feldpost- Zeitungs- und Portomarken mit einem einzeiligen Aufdruck Montenegro überdruckt werden sollten. Diese fünf vorgesehenen Marken blieben jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Feldpostmarken für Montenegro Mi Nr. I-V.



Ein postfrischer Viererblock der unverausgabten 3 Heller, Mi Nr. V wurde an der 48. Christoph Gärtner Auktion vom 14. Oktober 2020 unter Los 9606 für 225 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 23.10.2020 09:33:47 Gelesen: 674# 655 @  
1883 plante Peru eine Freimarken-Aushilfsausgabe. Dazu sollten zwei bereits überdruckte Marken früherer Ausgaben mit einem weiteren, roten Aufdruck in Form eines alten Doppelkreisstempels mit der Inschrift LIMA CORREOS versehen werden. Wohl aus Gründen der Ästhetik oder der schlechten Lesbarkeit blieben diese jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. XII und XIII.



Eine ungebrauchte Zusammenstellung dieser beiden Unverausgabten wurde an der 5. Thomas Schantl Auktion vom 1. August 2020 in Konstanz unter Los 1902 für 50 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 26.10.2020 08:45:10 Gelesen: 60# 656 @  
Am 11. November 1910 verausgabte die Britische Südafrika-Gesellschaft (Rhodesien) eine Freimarke zu 1 £ mit den Bildnissen von König Georg V. und Königin Marie zu 1 £ in den Farben bläulichschiefer/karminrot (Mi Nr. 118a).



Nachdem die Ausgaben der Britischen Südafrika-Gesellschaft 1923 durch die Ausgaben von Südrhodesien abgelöst wurden, erwarb das britische Briefmarkenhaus Stanley Gibbons 1924 die verbliebenen Restauflagen zur Verwertung. Bei der Durchsicht der 1£ Werte entdeckte man zwei Bogen zu je 50 Exemplaren in den Farben hellviolett/karmin. Gemäss Literatur handelt es sich bei diesen zwei Bogen um Farbfehldrucke, welche so nie an die Postschalter gelangten. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. 118b.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 250. – 256. Corinphila Auktion vom 9. September 2020 in Zürich unter Los 673 für 6‘500 CHF + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 

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