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Thema: Software: Stempel vergleichen mit PC-Programmen
Aare Am: 03.11.2016 10:53:36 Gelesen: 4679# 1 @  
Für den Vergleich von auf den ersten Blick gleichen Stempeln (ev. Fälschungen) wäre ein PC-Programm nützlich:

- überblenden von 2 Varianten

- verschieben und drehen bis Übereinstimmung vorhanden bzw. Abweichung sichtbar
Gibt es ein solches Programm?
 
Magdeburger Am: 03.11.2016 17:55:31 Gelesen: 4630# 2 @  
@ Aare [#1]

Versuche es mal mit Gimp, es ist kostenlos. Ich vergleiche damit Stempel!

https://www.gimp.org/
 
volkimal Am: 03.11.2016 18:35:46 Gelesen: 4613# 3 @  
Hallo Aare,

beim Thema Aptierte Stempel habe ich gerade beschrieben, wie man zwei Stempelabbildungen in Word übereinander legen kann.

Vergleiche einmal die Beiträge http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=137649 und den Beitrag 333. Irgendwie schaffe ich es nicht, den zweiten Link am Smartphone zu kopieren.

Viele Grüße
Volkmar
 
Max78 Am: 03.11.2016 19:15:52 Gelesen: 4585# 4 @  
Hallo zusammen,

auch ich habe es nach Volkmars Anweisungen über Word ausprobiert und es klappt wirklich gut!

Um Euch noch zu zeigen wie man bei Gimp Stempel übereinanderlegt, um zu schauen, ob es identische Stempel, aptierte Stempel oder Fälschungen sind, folgende Kurzanleitung:

1. Zuerst öffnet man beide Bilder per Gimp (am besten schon im Vorhinein auf die selbe Größe bearbeitet und gleich ausgerichtet):



2. dann wählt man eines der beiden aus und kommt per rechter Maustaste auf folgende Auswahl: "bearbeiten" - "sichtbares kopieren"



3. dann geht man auf das andere Bild und per rechter Maustaste: "bearbeiten" - "einfügen als neue Ebene"



4. Um nun an der Deckkraft der Zwischenablage zu drehen, muss man erst einmal das dazu benötigte Fenster öffnen: "andockbare Dialoge" - "Ebenen"



5. es öffnet sich nun ein Fenster, bei dem man die Deckkraft der Zwischenablage einstellen kann. Bei folgendem Bild auf 83 % heruntergeschraubt:



6. Um nun die Zwischenablage genau auf die untere Ebene zu positionieren, muss man auf das Werkzeug "verschieben" gehen:



7. Dann lässt sich die Zwischenablage beliebig bewegen:



8. ... und schlussendlich genau übereinanderlegen, um zu schauen, ob die Stempel identisch sind (hier ein identischer mit aptierter Postgebietszahl):



Hoffe es gefällt, ;-)

mit Grüßen Max
 
Max78 Am: 12.11.2016 16:34:23 Gelesen: 4480# 5 @  
Hallo zusammen,

habe hier nochmal ein super Beispiel gefunden, an dem man dieses Vorgehen wie in Beitrag [#4] beschrieben super anwenden konnte. Und zwar wollte ich folgenden Stempel auf die Datenbank hochladen, war mir aber nicht ganz sicher mit dem UB und einem eventuell identischen Stempel, der schon auf der Datenbank vorhanden war (Abb. rechts):



Die Ortsbezeichnung BERLIN SW 11 fängt fast an der gleichen Stelle im Zweikreis an. Nachdem ich die beiden Stempel übereinander gelegt habe war klar, dass es sich um einen anderen Stempel handeln muss und der UB = ab und nicht ah heissen muss:



ja, wenn's draussen kalt ist und ... ;-),

mit Grüßen Max
 
Henry Am: 12.11.2016 19:10:47 Gelesen: 4435# 6 @  
@ Max78 [#5]

Hallo Max,

ich verstehe deine Aussage nicht richtig. Mach mich bitte schlau: Dass es zwei verschiedene Stempel sind, sehe ich. Wenn es so ist, warum muss der UB dann ab anstatt ah heißen? Warum soll es diesen UB ah nicht geben? Ab ist zwar 5 Jahre älter, aber das muss ja nicht bedeuten, dass es ah nicht gab.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
Max78 Am: 12.11.2016 19:26:57 Gelesen: 4425# 7 @  
@ Henry [#6]

Da war ich wohl ein bisschen schwach beim "Ausdrücken". Habe nicht bezweifelt, dass es den Stempel mit UB ah gibt. Ich habe nur bei meinem Stempel (mit ab) nicht genau erkannt, ob es ein h oder b ist, daher habe ich die Stempel übereinander gelegt, um h auszuschliessen.

Übrigens: Der Stempel mit UB ah ist 5 Jahre älter, ist das nicht sonderbar oder lese ich den UB beim Abschlag vom 02.12.42 nicht richtig?

mit Grüßen Max
 
Christoph 1 Am: 12.11.2016 19:42:40 Gelesen: 4414# 8 @  
@ Max78 [#7]

der Stempel mit UB ah ist 5 Jahre älter, ist das nicht sonderbar

Was ist daran sonderbar? Verstehe nicht den Gedankengang. Ich lese auch eindeutig ab bei dem Stempel von 1942 und ah bei dem Stempel von 1937. Wo ist das Problem?
 
Max78 Am: 12.11.2016 20:52:32 Gelesen: 4378# 9 @  
@ csjc13187 [#8]

Mir fehlt anscheinend die Grundkenntnis. :-) Habe immer geglaubt, dass die UB's in chronologischer Reihenfolge verwendet wurden, was wohl nicht stimmen wird.

mit Grüssen Max
 
JohannesM Am: 12.11.2016 21:36:01 Gelesen: 4364# 10 @  
@ Max78 [#9]

Habe immer geglaubt, dass die UB's in chronologischer Reihenfolge verwendet wurden, was wohl nicht stimmen wird

Stimmt schon, aber es gab bei großen Postämtern immer gleichzeitig mehrere Ub's im Gebrauch. Daher wird wohl 1937 sowohl der "ab" als auch der "ah" im Einsatz gewesen sein.

Beste Grüße
Eckhard
 
Uwe Seif Am: 18.11.2016 17:38:53 Gelesen: 4249# 11 @  
@ Max78 [#5]

Hallo zusammen,

vorweg: Auch ich kann zwei unterschiedliche UB's erkennen.

Das Übereinanderlegen von Stempeln ist eine feine Sache. Dieses Verfahren habe ich schon vor über drei Jahrzehnten praktiziert, in dem ich einen Stempel auf eine Klarsichtfolie für Overhead-Projektoren fotokopierte und die Folie dann auf den anderen Stempel legte. Das Übereinanderlegen ist mit einem gewissen Aufwand verbunden, der häufig nicht nötig ist, da es auch wesentlich einfacher geht! Bei den beiden gezeigten Stempeln braucht man lediglich die waagerechte Linie oberhalb der Datumszeile (in Gedanken oder mit Hilfe eines Lineals o.ä.) nach rechts verlängern. Diese Verlängerung "trifft" die "11" an sehr unterschiedlichen Stellen, so dass man hier auf einfache Weise den Beweis für zwei unterschiedliche Stempel hat.

Nun zu meinem eigentlichen Anliegen: Stellt man fest, dass zwei unterschiedliche Stempel vorliegen, so kann man daraus jedoch nicht zwangsläufig schließen, dass auch zwei unterschiedliche (!) Unterscheidungsbuchstaben vorliegen. Es gibt durchaus Fälle, in welchen der gleiche(!) UB zwei Mal(!) - in seltenen Fällen sogar öfters - vergeben wurde! Bei schlecht lesbaren UB's sollte man deshalb eine entsprechende Umsicht walten lassen. Bei der Stempelerfassung kann man nicht eindeutig erkennbare UB's beispielsweise mit einem "?" versehen.
 
arge-schweiz Am: 09.12.2016 20:51:23 Gelesen: 3830# 12 @  
Guten Tag,

danke für die guten Tipps zur Stempelprüfung. Meine Methode ist ein wenig aufwändiger und geht mit GIMP oder mit Photoshop so:

1. Die zu vergleichenden Stempel scannen (möglichst mit 600 dpi)
2. Die Bilder in ein Bildverarbeitungsprogramm laden
3. die Farben ausblenden (in Photoshop mit der Option: Korrekturen, Farbton, Sättigung oder: Korrektur, Schwarzweiß)
4. den Kontrast (für den schwarzen Stempel) erhöhen
5. das eine Bild einfärben, z.B. in rot; das andere z.B. in blau
6. die beiden Bilder ausrichten und übereinander legen

Hört sich reichlich kompliziert an, wenn man es ein paar Mal gemacht hat, geht es aber rasch von der Hand.
Wer genaueres wissen möchte, kann mich sehr gerne anschreiben unter: redaktion@arge-schweiz.de

Viel Spass beim Ausprobieren wünscht

Jürgen

Hier ein Beispiel für zwei offensichtlich verschiedene Stempel:



Und hier ein Beispiel für einen sorgfältig nachgearbeiteten abgenutzten Stempel:


 
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