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Thema: Südwestafrika: Echt gelaufene Belege
Michael Mallien Am: 18.03.2017 07:23:39 Gelesen: 476# 1 @  
Der Ausspannplatz ist ein zentraler Platz in Windhoek, Namibia, dem früheren Südwestafrika. Es war der Platz in der Stadt, an dem die Zugtiere ausgespannt wurden. Man kann sich gut vorstellen, dass es dort einen regen Austausch von Waren und Informationen gab, nach möglicherweise längeren Reisen der Angekommenen. Kein Wunder also, dass dort auch ein Postamt war, was in jüngerer Vergangeheit ebenfalls noch der Fall war, wie der Beleg unten zeigt.



Ich dachte mir, dass dieser Beleg ein schöner Einstieg in ein Belege-Thema für dieses Land ist, das ich unbedingt noch bereisen möchte.

Inlandseinschreiben von Windhoek nach Swakopmund vom 16.4.1984. Frei gemacht mit 56 Cent.

Verwendet wurden zwei schöne Marken (MiNrn. 481 und 490) mit Darstellungen von Vertretern der großartigen Tierwelt des Landes (Giraffe und Großer Kudu).

Drei verschiedene Stempel zieren den Beleg: AUSSPANNPLATZ, WINDHOEK (leider kaum lesbar) und SWAKOPMUND
 
Baber Am: 19.03.2017 19:01:50 Gelesen: 438# 2 @  
Philatelistisch interessant ist der Hafen Walvishbay (oder auch Walfishbay), heute zu Namibia gehörend.

Walvishbay gehörte als britsche Enklave nie zu Deutsch-Südwestafrika. 1910 wurde es der Kapprovinz zugeschlagen und damit Bestandteil der Südafrikanischen Union.
Als Südafrika nach dem ersten Weltkrieg das Völkerbundmandet für SWA bekam, wurde die Stadt praktischweise von SWA aus verwaltet und verwendete auch die Briefmarken von SWA.



Hier ein Einschreibebrief von 1977 nach Südafrika.

Als die UNO seit den 70-iger Jahren gegen den Willen Südafrikas die Unabhängigkeit von SWA forderte, übernahm Südafrika 1977 vorsichtshalber wieder direkt die Verwaltung Walvishbay um zu demonstrieren, dass die Stadt nicht zu SWA gehört. Es wurden wieder die Marken von Südafrika verwendet.



Hier ein Einschreibebrief von 1981 nach Windhoek.

Nach dem Ende der Apartheidregierung in Südafrika übergab man 1994 in aller Stille den Hafen Walvishbay an das unabhängige Namibia, da dieser einzige Tiefseehafen in der Region für die Entwicklung des Landes von großer Bedeutung ist. Kurze Zeit waren die Marken von Südafrika und Namibia in Walvishbay gültig.



Mischfrankatur vom 5.3.1994.

Gruß
Baber
 
Totalo-Flauti Am: 20.03.2017 20:05:17 Gelesen: 400# 3 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ich kann Euch ein Einschreiben aus Kolmannskuppe vom Dezember 1926 nach Leipzig zeigen. Ich kann Euch nichts über die Marken sagen. Auch kann kann ich den Brief philatelistisch in Bezug auf Südwestafrika nicht einsortieren. Für mich war die Rückseite und die Herkunft interessant. Der verwendete KOS von Kolmannskuppe ist aptiert.

Kohlmannskuppe (ca. 10 km östlich von Lüderitz) war zu Zeiten des Diamantenabbaus (1908 bis 1930) in Südwestafrika eine "boomtown". Nach dem Ende der Diamantenförderung entwickelte sich Kolmannskuppe bis 1960 zu einer Geisterstadt. Das Einschreiben war an den Leipziger Briefmarkenhändler Albert Friedemann gerichtet. Der Absender Franz Wiese war lt. Koloniales Hand- und Adreßbuch 1926-1927 ein Werftaufseher.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
Cantus Am: 21.03.2017 01:29:18 Gelesen: 374# 4 @  
@ Michael Mallien [#1]

Hallo Michael,

wenn du SWA besuchen möchtest, könnte es durchaus lohnend sein, nicht nur die Tierwelt als Reiseziel einzuplanen, sondern auch das Aufsuchen von histotisch bedeutsamen Gebäuden. Das zumindest machen die Blöcke deutlich, die in Südwestafrika in den 1970er Jahren erschienen sind. Einen davon habe ich als Block 3 mit dem Erscheinungsdatum vom 4.11.1977 identifizieren können, den zweiten habe ich leider nicht gefunden. Nachstehend zeige ich zwei Briefe, bei denen diese Blöcke als Frankaturen verwendet worden sind.



Block 3



nicht gefunden

Viele Grüße
Ingo
 
Michael Mallien Am: 21.03.2017 18:07:28 Gelesen: 338# 5 @  
@ Cantus [#4]

Hallo Ingo,

der zweite Block ist die Nummer 6 vom 16.10.1983 mit den Michelnummern 508 bis 511.

Historische Gebäude werden wir uns sicher auch anschauen. :)

Ich habe einen weiteren Inlands-R-Brief. Er ging in Katima Mulilo am 5.8.1986 auf die Reise nach Windhoek.

Katima Mulilo ist die eine kleine Stadt im äußersten Nordosten des Landes. Sie ist die Hauptstadt der Region Sambesi.



Frei gemacht ist der Brief mit 80 Cent, was schon eine deutliche Steigerung zu dem Porto des in [#1] gezeigten Einschreibens ist.

Erneut fanden Marken der Serie "Wildlebende Säugetiere" Verwendung. Zu der schon gezeigten Giraffe gesellen sich 3 Geparden (MiNr. 485).
 
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