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Thema: (?) (5) Nebenstempel Bundeswehr
Altmerker Am: 10.11.2017 22:23:54 Gelesen: 229# 1 @  
Ich weiß nicht, ob es ein neues Thema werden soll, aber es ist schon etwas anderes als die Bundeswehr-Behördenpost. Es geht mir um den Stempel "Nur nachsenden innerhalb des Bundesgebietes ausschließlich Berlin (West)." Hatte da jede Dienststelle neben den AFS solchen Handstempel?

Da ich "Gedient in fremden Heeren" (NVA) bin, kann mir ja mal jemand erklären, was da postalisch lief. Ich weiß natürlich dass man aus Westberlin als Wohnsitz heraus nicht eingezogen werden konnte und viele Wehrpflichtige, so wie es mir ein West-Kollege mal erzählte, "ihrer vaterländischen Pflicht dorthin entzogen".

Entmilitarisierte Grüße
Uwe


 
eifelsammler Am: 11.11.2017 10:26:53 Gelesen: 199# 2 @  
Hallo Uwe!

Soweit ich mich an meine zurückliegende Dienstzeit erinnern kann, wurde die bundeswehrinterne Post mit der sogenannten Dienstpost versandt, gesammelt auf einer Poststelle des Standortes ohne Weiterleitung an die Bundespost. Die war dann öfter auch mal länger unterwegs!

Natürlich konnte so nicht das gesamte Postaufkommen bewältigt werden. Ein Teil bei dem der Empfänger nicht zur Bundeswehr gehörte musste mit der Bundespost versandt werden.

Die Wehrbereichsgebührnisämter (heute Teil der Wehrbereichsverwaltung), oder Kreiswehrersatzämter hatten eine Vielzahl von "externen" Empfängern. Wie das generell mit diesen Nebenstempeln gehandhabt wurde, weiß ich nicht. Bei meinen Beständen finde ich alle möglichen Varianten (Farben und Formen). Bei den Dienststellen des Wehrbereichsbebührnisamtes oder der Kreiswehrersatzämter ist dieser Hinweis bereits zum Teil fest auf dem Umschlag eingedruckt. Mit Sicherheit gab es da wie für alles eine Vorschriftenlage! Inwieweit die eingehalten wurde entzieht sich meiner Kenntnis.

Leider habe ich mich seltsamer Weise während meiner Dienstzeit nie für das Postwesen interessiert.

Nach der Wiedervereinigung wurde dieser Hinweis anscheinend modifiziert "Weiterleitung nur innerhalb des Bundesgebietes". Auf den heutigen "Frankit"-Umschlägen habe ich noch keinen solchen Hinweis gefunden.

Nachfolgend ein paar Beispiele:







Hier die Beispiele nach der Wiedervereinigung:





Viele Grüße

Carsten
 
hopfen Am: 11.11.2017 13:03:01 Gelesen: 176# 3 @  
Hallo,

diese "Nicht-Nachsenden-Vermerke" gab es auch bei anderen Behörden, die nicht wollten, dass ihre Post ins Ausland nachgesandt wird. Der "Berlin (West) - Ausschluss" ist mir allerdings neu, hängt möglicherweise hier bei der Bundeswehr mit dem Umstand der "Bundeswehr-Flüchtlinge nach Berlin (West)" zusammen.

Mit phil. Gruß
Horst
 
Altmerker Am: 11.11.2017 13:21:24 Gelesen: 168# 4 @  
Es zeigt sich ja eine ganz unmilitärisch wirkende bunte Mischung von Stempeln und Eintragungen in schwarz, blau und rot. Hier habe ich noch einen Eindruck.

Gruß
Uwe


 
Altmerker Am: 13.11.2017 21:56:11 Gelesen: 113# 5 @  


Ich bleibe am Thema dran. Hier ist es wohl eher nicht postalisch, sondern der Satz ist im Absender vermerkt.

Weiß jemand, wie da die Regelungen waren, wer den Stempel besaß oder hat Belege anderer Behörden mit dem Hinweis?

Gruß
Uwe
 
Altmerker Am: 16.11.2017 22:34:02 Gelesen: 68# 6 @  


Jetzt habe ich auch diesen zweizeiligen Stempel in blau gefunden.

Gruß
Uwe
 
DL8AAM Am: 18.11.2017 20:57:51 Gelesen: 18# 7 @  
@ eifelsammler [#2]

... gesammelt auf einer Poststelle des Standortes ohne Weiterleitung an die Bundespost (...) Natürlich konnte so nicht das gesamte Postaufkommen bewältigt werden. Ein Teil bei dem der Empfänger nicht zur Bundeswehr gehörte musste mit der Bundespost versandt werden.

Hierzu passend, leider ohne echten Nebenstempel, eine Sendung vom Sanitätsversorgungszentrum (SanVersZ) Fritzlar, Teileinheit des Sanitätsunterstützungszentrums (SanUstgZ) Augustdorf, dafür mit handschriftlichem Zusatz - DPAG - für die oben angesprochene Ableitung über die zivile Post.



3D10003589 - Georg-Friedrich-Kaserne, 34560 Fritzlar

Gruß
Thomas
 
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