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Thema: Wertbriefe
Das Thema hat 41 Beiträge:
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Manne Am: 11.12.2012 11:38:31 Gelesen: 13544# 17 @  
Hallo zusammen,

habe heute einen Wertbrief vom Briefzentrum 78, 78057 Villingen-Schwenningen, vom 12.8.1997 eingetauscht. Das Porto betrug ab 1.9.94 bis 1000,- DM 9,- DM
und das Briefporto 1,- DM, zusammen 10,- DM. Der Brief ist also portorichtig frankiert.

Gruß
Manne


 
Wupper42 Am: 18.01.2014 14:13:31 Gelesen: 11677# 18 @  
Grützi Zusammen,

Mein Vater hat etwas für mich und Ihn undefinierbares Gefunden. Ich hoffe ich bin hier richtig.

Die Geschichte: Mein Vater kaufte ein Haus 2005 aus den 50ziger Jahren. Vom Vormieter wurde ein Tisch dagelassen. PVC, Stoff oder was ähnliches klebte auf dem Tischholz. unter dem Aufgeklebten Material haben wir folgendes gefunden:





Wäre super von euch wenn Ihr mir helfen könnt herauszufinden was es sein könnte.
 
bekaerr Am: 18.01.2014 14:29:19 Gelesen: 11666# 19 @  
@ Wupper42 [#18]

Hallo,

für mich sieht das aus, wie das Verpackungsmaterial von alten Wert-Paketen. Die weißen Zettel mit der roten Schrift sehen aus wie die Paketzettel für Wertpakete. Allerdings irritiert mich das "W". Ich dachte, das auch in früheren Jahren schon das "V" (= frz. Valeur) benutzt wurde.

Beste Grüße,
Bernd
 
Wupper42 Am: 18.01.2014 14:53:08 Gelesen: 11660# 20 @  
Hallo Bernd,

Vielen dank erst einmal, dass du mich ein wenig weiter aufklären konntest. Aber anscheinend bist du dir auch noch nicht ganz sicher oder?

Kann mir noch jemand sagen, aus welchem Jahr es stammt?

LG
Patrick
 
heide1 Am: 18.01.2014 16:27:24 Gelesen: 11632# 21 @  
@ drmoeller_neuss [#16]

Meine Kinokarte ist nach dem Film auch wertlos

Moin Uli,

andere suchen so etwas immer noch. Deine Kinokarte besonders, da es die Premiere war - oder nicht? Und, es gibt tatsächlich für alles Sammler, denke an den Radfahrer von weit her (Indien?), der sein Rad mit Briefmarken bekleben will oder wollte. Ob die Marken nun noch Zähne haben oder mit Plattenfehlern bestückt sind, uninteressant.

Was wird denn nicht gesammelt,
fragt Jürgen



Übrigens, nicht meine Karte!
 
Wupper42 Am: 18.01.2014 23:01:28 Gelesen: 11579# 22 @  
@ Wupper42 [#18]

Kann mir einer dazu folgende Fragen beantworten ?

- Damalige Portokosten
- Versandzeitraum
- Aktueller Wert

Im Voraus schon mal danke.

Patrick
 
doktorstamp Am: 19.01.2014 00:19:33 Gelesen: 11566# 23 @  
@ Wupper42 [#18]

Hallo Patrick,

es handelt sich hier um ein versiegeltes Wertpaket aus Wandsbeck nach Elberfeld. Das Paket wog 8,4 Kg, dies ist auf dem Etikette vermerkt und vom Postbeamten vorschriftsmässig mit seinem Signum versehen.

Den Wert wissen wir auch, aber hinzu käme zu dem Paket, ein Paketbegleitbrief, oder eine Paketkarte.

Dass das Paket versiegelt war, erkennt man an den Siegellackspuren.

Ein Ausgabejahr wird nur zu vermuten, nach 1875 ist es allemal.

Das Porto zu einem Wertpaket wurde nach Gewicht, Entfernung, Einschreiben, und Versicherung errechnet. Auch zu gewissen Zeiten konnte der Absender das Bestellgeld im voraus entrichten.

mfG

Nigel
 
Wupper42 Am: 19.01.2014 00:32:03 Gelesen: 11563# 24 @  
@ doktorstamp [#23]

Vielen Dank, eine Paketkarte konnten wir leider dazu nicht finden.

Aber du hast mir schon unheimlich geholfen.

Schöne Grüsse aus der Schweiz :)
 
Magdeburger Am: 30.01.2016 17:58:01 Gelesen: 9484# 25 @  
Liebe Sammelfreunde,

bisher habe ich gerade mal einen Beleg zum 1870/71 Krieg:



Der Absender: Spangenberg ist Feld Intendation-Secetair bei der 7. Infanterie Division, welche in Magdeburg stationiert war.

Am 31.05.1871 wird dieses noch in Frankreich gewesen. Jedenfalls schickte der Absender an seine Frau 5 Thaler als (Wert-) Feldpostbrief, welcher 1 Loth wog.

Die Kaserne befand sich ebenfalls in der Friedrichstadt, wohin der Brief ging.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Deutschland / Frankreich: Der Krieg von 1870/71"]
 
ginonadgolm Am: 21.04.2016 14:10:21 Gelesen: 8633# 26 @  
Nachgesiegelt

Dieser Wertbrief wurde offensichtlich nicht richtig gesiegelt.



Das wurde dann beim Postamt München 3 nachgeholt und per Nebenstempel dokumentiert.



Unversiegelte Grüße von
Ingo aus dem Norden
 
Arrows Am: 02.02.2017 20:03:34 Gelesen: 5508# 27 @  
Wertbrief aus der Schweiz in die französische Armee während dem II. Weltkrieg mit Vermerk "aux Armées":

Das 205. Artillerie-Regiment ( 205e RALD) wurde am 10.9.1939 gegründet und war 1940 der 2. Armeegruppe unter General André-Gaston Prételat (1874-1969), der 4. Armee unter General Edouard-Jean Réquin (1879-1953), dem 9. Armeecorps (9e CA) unter General Auguste-Marie-Emile Laure (1881-1957) und der 47. Division (47e DI) unter Major-General Marie-Joseph-Edmond Mendras (1882-1964) unterstellt.

Das schwere Artillerie Regiment ( RALD = Régiment d’ Artillerie Lourde Divisionnaire à matériel de 155 mm C Hippomobile) verfügte über 1’727 Mann, 203 Pferdefuhrwerke, 24 gezogene Geschütze von Kaliber 155 mm, Typ 155mm Court Mle 1917 Schneider (155 CS 17), 1’370 Pferde, 27 Fahrzeuge und 3 Motorräder.

Die "Ordre de bataille (de Division d’Infanterie type Nord-Est)" sah bis 9.5.1940 wie folgt aus:





'S.P. 390' bedeutet "secteur postal n°390" und deutet die Feldpostnummer, über welche die Post an die Truppen der 47. Infanterie-Division gesandt wurden.

Taxe für Briefe Schweiz-Ausland bis 20g = 30 Rp. (1.10.1924 – 28.2.1948), Zuschlag für Einschreiben ins Ausland = 30 Rp. (1.7.1930 – 28.2.1948) plus Werttaxe bis 300 Goldfranken Wertangabe = 40 Rp. (1.10.1925-28.2.1948); Brief mit 10 Rp. unterfrankiert.
 
hopfen Am: 31.10.2017 22:13:49 Gelesen: 3024# 28 @  
Hallo,

das wäre eigentlich eine "Sonntagsfrage" - doch Insider, also Postler im Annahmedienst, kennen sich aus - dennoch habe ich hier anderes gefunden unter [#1] und [#8] und besonders unter [#10] (es geht nicht um die Kopien).

Warum sind auf diesem Brief die Marken alle einzeln aufgeklebt ?



Ich denke, dass dies genauso wichtig ist wie die Kenntnis von portogerechter Frankatur!

Mit phil. Gruß
Horst
 
Eilean Am: 31.10.2017 23:10:25 Gelesen: 3006# 29 @  
@ hopfen [#28]

Gab es denn nicht die Vorschrift, dass die Marken auf Wertbriefen nur Einzelmarken sein durften, d.h. keine Paar, Streifen, etc.

Ich weiß allerdings nicht, was die Logik dahinter sein soll und auch nicht, wo das bestimmt gewesen sein soll.

Gruß
Andreas
 
hopfen Am: 31.10.2017 23:48:28 Gelesen: 2990# 30 @  
@ Eilean [#29]

Ja, es gab diese Vorschrift mit folgender Logik:

Um Beschädigungen von Wertbriefen nicht kaschieren zu können durch Verkleben von "Blockmarken", mußten die Wertzeichen einzeln mit Abstand aufgeklebt werden. Der gezeigte Brief ist zwar aus den 20er Jahren, doch auch Ende der 50er wurde es noch gelehrt.

Mir ist nicht bekannt, ob und welche "Sanktionen" es für Mißachtung dieser Anweisung gab, siehe unter # 1, 8 und besonders unter 10.

Mit phil. Gruß auch an alle, die (phil.) Wertbriefe erhalten haben mit getrennt aufgeklebter Frankatur und dies nicht "deuten" konnten
Horst
 
Uwe Seif Am: 01.11.2017 09:46:51 Gelesen: 2908# 31 @  
@ hopfen [#30]

Ja, kann ich bestätigen. Diese Verfahrensweise galt auf jeden Fall bis zum Ende der Bundespost. Hatte der Einlieferer eines Wertbriefes bereits Marken in Streifen oder Blocks verklebt, so hatte der/die Schalterbeamte/-in den Vermerk "Pwz vom Absender verklebt" möglichst am rechten oberen Rand anzubringen.

Viele Grüße
Uwe Seif
 
JohannesM Am: 25.01.2018 23:20:25 Gelesen: 1233# 32 @  
Immerhin 2880 Pfennige wurden hier verklebt.



Beste Grüße
Eckhard
 
merkuria Am: 25.01.2018 23:36:45 Gelesen: 1224# 33 @  
@ JohannesM [#32]

Beim Adressaten handelt es sich um einen früheren Prüfer des Schweizerischen Prüferverbandes.

Vermutlich handelte es sich bei dem Brief um eine Prüfsendung.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
JohannesM Am: 26.01.2018 17:52:39 Gelesen: 1127# 34 @  
@ merkuria [#33]

Hoffentlich hat sich das viele Porto für den Absender gelohnt, könnte ja sein, dass ein normaler Brief auch genügt hätte. :-)

Beste Grüße
Eckhard
 
volkimal Am: 27.01.2018 20:16:24 Gelesen: 1017# 35 @  
Hallo zusammen,

um solch einen Wertbrief zu finden, muss man vermutlich sehr lange suchen:



Mit 4,80 DM war der Brief vom 07.12.1988 portogerecht frankiert. Weshalb also die Nachgebühr von 4,- DM? Einen Wertbrief nachzusenden war im Gegensatz zur normalen Post nicht umsonst. Für die Nachsendung wurde die Gebühr des Wertbriefes ein zweites Mal erhoben. Welche Sendungsarten sonst noch kostenpflichtig waren, kann man auf dem Nachsendeantrag nachlesen. Die Briefvorderseite weist zwei Mal die Angabe "17 g" für das Sendungsgewicht auf; die Handschrift ist unterschiedlich. Die Wertbriefnummer 436 hat sich aber wohl nicht geändert.



Dass die Gebühr für einen Wertbrief beim Nachsenden ein zweites Mal bezahlt werden muss, war aber auch nicht allen Postbeamten bewusst. Thomas Säger und ich waren beide fast gleichzeitig umgezogen und haben uns gegenseitig einen Wertbrief zugeschickt, um dieses zu belegen. Mein Brief wurde korrekt behandelt, der Brief von mir an Thomas kam ohne Nachgebühr bei ihm an. Hier der Einlieferungsschein:



Viele Grüße
Volkmar
 
fogerty Am: 03.02.2018 20:11:08 Gelesen: 618# 36 @  
Kann leider nichts dazu sagen, bin da absoluter Laie.



Grüße
Ivo
 
Christoph 1 Am: 03.02.2018 20:35:08 Gelesen: 603# 37 @  
@ fogerty [#36]

Hallo Ivo,

ist das Stempeldatum 1995? Kann man schlecht lesen. Eventuell ist rückseitig ein Ankunftsstempel? Vom Frankaturwert her müsste es allerdings ein nach dem 1.7.1996 aufgegebener Brief sein. Denn ab diesem Tag kostete ein Wertbrief bis 1000 DM Wertangabe 10,- DM Porto + das Porto für den Brief (hier Standardbrief = 1,10 DM). Vielleicht ist der Stempel ja auch von 1998 oder 1999?

Gruß
Christoph
 
fogerty Am: 03.02.2018 20:49:17 Gelesen: 597# 38 @  
@ Christoph 1 [#37]

Leider gibt es auf der Rückseite keinen Ankunftsstempel!

Grüße
Ivo
 
Christoph 1 Am: 09.02.2018 00:43:03 Gelesen: 372# 39 @  
Hallo,

dann möchte ich auch mal zwei schöne Wertbriefe zeigen. Beides sind portorichtige Mehrfachfrankaturen:



2x Mi-Nr. 975 (Fossilien von 1978) auf Wertbrief (Wert: 500,- DM / Gewicht: 30 g) von Benningen am Neckar nach Krefeld, gelaufen am 19.3.1979. Das Porto von 4,- DM setzt sich zusammen aus 100 Pf für den Brief bis 50 g und 300 Pf für die Wertbriefgebühr bis 500 DM.



5x Mi-Nr. 1498 (Frauen Dauerserie 200 Pf von 1991) auf Wertbrief (Wert: 1000,- DM / Gewicht: 16 g) von Bergisch Gladbach nach Frankfurt, gelaufen am 3.11.1994. Das Porto von 10,- DM setzt sich zusammen aus 100 Pf für den Standardbrief bis 20 g und 900 Pf für die Wertbriefbehandlungsgebühr (diese Gebühr galt ab 1.9.1994).

Viele Grüße
Christoph
 
Christoph 1 Am: 12.02.2018 18:34:18 Gelesen: 240# 40 @  
@ fogerty [#36]

Hier ein weiterer Wertbrief aus dieser Portoperiode (Porto insgesamt 11,10 DM, wie bei dem von Ivo gezeigten Brief):



Gelaufen von Backnang nach Langen am 26.3.1999. Als Frankatur wurden Bogenmarken der SWK-Dauerserie verwendet, was auf eine philatelistische Inspiration hindeutet. :-)

Gruß
Christoph
 
Heinrich3 Am: 16.02.2018 23:21:32 Gelesen: 141# 41 @  
Hallo,

hier ein Wertbrief unserer österreichischen Nachbarn. Der große Stempel rechts ist noch manuell, alles links davon ist ein Schalter-Label in der Größe DIN A 6.

Auf einem Briefumschlag der Größe DIN B 6 verbleibt rundherum ein Rand von 5 - 6 mm. Das ist wohl gewollt, um Manipulationen zu vermeiden.

Leider kann ich keinen besseren Scan zeigen, weil mehr dpi oder Farbe mein "Werkzeug" nicht schafft.

Heinrich


 

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