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Thema: Altdeutschland Norddeutscher Postbezirk: Belege
Das Thema hat 329 Beiträge:
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bayern klassisch Am: 03.07.2016 16:08:47 Gelesen: 106846# 205 @  
@ Baldersbrynd [#204]

Lieber Jörgen,

vielen Dank! Sicher kann einer unserer Preußenkenner hier genaueres zu den Bahnposten sagen. In jedem Fall ein außergewöhnlicher und bildschöner Brief, an dem man sich kaum satt sehen kann.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
applepower Am: 18.07.2016 14:06:59 Gelesen: 106384# 206 @  
Folgend zeige ich eine 12 Kreuzer Auslands-Frankatur, Mi. 8, 9 und 10 vom 9.4.1868 von Giessen nach Paris.



VG aus Kiel
Joachim
 
bayern klassisch Am: 18.07.2016 14:28:57 Gelesen: 106377# 207 @  
@ applepower [#206]

Hallo Joachim,

immer interessant zu sehen, dass die Franzosen ihren Vertragsstempel/Grenzübergangsstempel "Tour Tassis ..." immer noch abschlugen, wo es Taxis doch ab dem 1.7.1867 gar nicht mehr gab.

Aber Preußen hatte als Vorläufer nach der Übernahme des taxischen Postwesens schnell erkannt, dass es auch Vorteile geben konnte, wenn man in das Rechtskonstrukt Taxis - Frankreich rein schlüpfte und nicht nur "Preußen" drauf schrieb.

Ein schöner Brief, hinter dem also mehr steht, als Michelnummer und Farbzuschlag.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
applepower Am: 18.07.2016 15:46:55 Gelesen: 106359# 208 @  
@ bayern klassisch [#207]

Hallo Ralph,

ich bin immer wieder beeindruckt, wie Du mit wenigen Worten so viel an Wissen vermittelst. Herzlichen Dank.

Herzliche Grüße von der Kieler Förde,

Joachim
 
applepower Am: 18.07.2016 16:02:37 Gelesen: 106354# 209 @  
Und dann vielleicht noch etwas für die Ästethen unter uns:

Nachverwendeter Preussen-Stempel "KRAUPISCHKEN" 30.12.1871 nach Königsberg



Gruss aus Kiel
Joachim
 
Michael D Am: 18.07.2016 17:44:58 Gelesen: 106337# 210 @  
@ Baldersbrynd [#204]

Hallo Jørgen,

Senftenberg lag an der Strecke Cottbus-Priestewitz. In Priestewitz bestand Anschluß an die Strecke Großenhain-Dresden.

Schöner Brief!

Gruß
Michael
 
Baldersbrynd Am: 21.07.2016 16:08:02 Gelesen: 106175# 211 @  
@ Michael D [#210]

Hallo Michael

Danke für Dein Information.

Viele Grüße
Jørgen
 
Fips002 Am: 21.07.2016 20:41:21 Gelesen: 106142# 212 @  
Der Brief wurde am 17.April 1868 mit einem Dampfschiff von Swinemünde nach Stettin befördert. Der Brief zeigt den Landungsstempel AUS SWINEMÜNDE/P:DAMPFSCHIFF/17.4. 3-4.

Die Anlandestempel im unteren Oder-Raum sind keine Schiffspoststempel. Der Stempel diente ausschließlich zur Kennzeichnung der Herkunft der Briefe, die dem Schiffsführer zur Weiterleitung übergeben und erst nach der Anlandung in Stettin postalisch bearbeitet wurden. 1861 ist das früheste bekannte Verwendungsjahr.



Gruß Dieter
 
applepower Am: 02.08.2016 11:33:47 Gelesen: 105642# 213 @  
Damit die Kreuzer-Frankaturen nicht zu kurz kommen:

7 Kreuzer Auslandsfrankatur Worms - Zaandijk (Niederlande) in ausgesprochen schönem Zustand vom 22.9.1870. Mi. 19, 21(2)



Gruss aus Kiel
Joachim
 
bayern klassisch Am: 02.08.2016 16:18:53 Gelesen: 105619# 214 @  
@ applepower [#213]

Hallo Joachim,

immer wieder interessant zu sehen, dass selbst größere Poststellen noch immer die Schere zur Hand nahmen, wenn es um das Zerteilen von Marken ging (3 Kr. oben rechts und 1 Kr. unten links), dabei war doch gerade wegen der (vermeintlichen) Mühewaltung die Zähnung eingeführt worden, damit man nicht immer nur mit einer Schere die Marken trennen konnte. Oder fiel das unter den guten Spruch, dass das Gegenteil von gut immer gut gemeint ist?

Ein beneidenswert schöner Brief - vielen Dank fürs Zeigen und liebe Grüsse,
Ralph
 
applepower Am: 02.08.2016 16:56:57 Gelesen: 105608# 215 @  
@ bayern klassisch [#214]

Wenn es auch etwas Schönes sein darf:

Einen viel schöneren KBHW 332a verwendet vom 4.2.1865 - 23.2.1866 mit Aufgabedatum 24.3.1865 muss man schon suchen.



VG Joachim
 
bayern klassisch Am: 02.08.2016 17:05:41 Gelesen: 105606# 216 @  
@ applepower [#215]

Hallo Joachim,

das ist fast schon ein Idealbrief !

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Magdeburger Am: 10.09.2016 17:13:04 Gelesen: 104316# 217 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute mal ein Brief ab 1 Loth:



Gelaufen ist er von Zörbig nach Magdeburg. Wahrscheinlich ist er erst nach Stuhmsdorf-Bahnhof, lag an der Leipzig - Magdeburger Eisenbahnlinie, transportiert worden. Leider ist kein Inhalt vorhanden, aber ich nehme an, dass er wahrscheinlich aus der Endzeit des NPD ist.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 11.09.2016 14:36:29 Gelesen: 104287# 218 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute ein Beleg, welcher 1871 lief:



Aufgegeben am 11.04.1871 am Bahnhof Magdeburg ging es nach Königshofen - dort gestrichen neu nach Harff, wo soll dies liegen, jedenfalls gab es dort einen Transit und eventuell auch der zweite Ausgabestempel.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Max78 Am: 11.09.2016 15:03:59 Gelesen: 104283# 219 @  
@ Magdeburger [#218]

Hallo Ulf,

ein schöner Beleg, und einen Stempel aus Harff wird es wohl nicht wieder geben. Hier ein link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Morken-Harff

Schloss Harff und die beiden kleinen Ortschaften Morken-Harff sind dem Braunkohleabbau zum Opfer gefallen. Da es mehrere Königshofen gibt noch der Hinweis, dass dieses Königshofen auch mit "v" geschrieben wird. Bei der Eingabe "Kamphausen & Lüpges" bin ich auf einen Beleg gestossen, wo man den Ankunftsort mit v schrieb. Der Brief mußte also gar nicht mehr so weit transportiert werden. Beides befindet/befand sich im Rhein-Erft-Kreis im Regierungsbezirk Köln (siehe auch Bedburg).

mit herzlichen Grüßen Max
 
Magdeburger Am: 11.09.2016 16:56:39 Gelesen: 104259# 220 @  
@ Max78 [#219]

Hallo Max,

Taxquadratkzahlen habe ich für diesen Ort nicht gefunden, also dürfte es Beginn 1868 diesen Stempel nicht gegeben haben. Den Stempel habe ich in der Datenbank eingestellt.

Jedenfalls Danke für die Infos für die Ortslage.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Baldersbrynd Am: 24.09.2016 09:10:55 Gelesen: 103924# 221 @  
Hallo an Alle,

neu bekommener Brief aus Tellingstedt nach Helsingør in Dänemark. 7.4.1869.

Sonderporto für unfrankierte Brieef aus S&H nach Dänemark war 3 Sgr. umgerechnet bis 12 Skilling danisch.

Auf der Siegelseite Duplexstempel 220 und N.SJ.JB.P.B. 1.TOG = Nord Sjællandske Jernbane Post Bureau = Nord Seeland Eisenbahn Post Büro 1.ZUG. und Zugstempel Helsingør 1 TOG. Beide Stempeln 9.4. (1869).

Viele Grüße
Jørgen


 
Lars Boettger Am: 24.09.2016 10:29:55 Gelesen: 103914# 222 @  
@ Baldersbrynd [#221]

Ein sehr schöner Portobrief!

Der folgende Auslandsbeleg von Berlin / Preussen nach Luxemburg hat es meiner Meinung nach ebenfalls "in sich":

Der Einschreibebrief wurde komplett mit 3 Silbergroschen vorausbezahlt (rote "3" links unten). 1 Silbergroschen Porto für die Beförderung nach Luxemburg, 2 Silbergroschen Gebühr für das Einschreiben. Die Stempelfarbe ist violett. Für den Brief kam der Fr(anko)-Stempel von Berlin zum Einsatz, der Brief wurde nach dem Frankoverfahren abgerechnet.

Ich hoffe, ich habe diesen Brief noch nicht im Forum gezeigt.

Beste Grüsse!

Lars


 
Baldersbrynd Am: 25.09.2016 13:56:10 Gelesen: 103860# 223 @  
@ Lars Boettger [#222]

Hallo Lars,

warum nur 1 Sgr. für einen Brief von Berlin nach Luxemburg?

Es waren doch 3 Sgr. für Brief und 2 Sgr. für Einschreiben.

Viele Grüße
Jørgen
 
bayern klassisch Am: 25.09.2016 16:03:06 Gelesen: 103843# 224 @  
@ Baldersbrynd [#223]

Ab 1.1.1868 1 Sgr. bis 1 Loth, 2 Sgr. für schwere Briefe bis 15 Loth Franko. Im Falle von Porto je 1 Sgr. mehr.

Lieber Lars,

auch wenns ungewohnt ist - besser Franko statt Porto schreiben, weil es sonst Probleme bei der Taxinterpretation geben könnte. Es gab ja auch Porto-Reco-Briefe.

Schönes Stück - hat man auch nicht alle Tage!

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Lars Boettger Am: 25.09.2016 16:17:14 Gelesen: 103839# 225 @  
@ bayern klassisch [#224]

Lieber Ralph,

jetzt habe ich es mir mühsam abgewöhnt, Franco statt Porto zu schreiben und jetzt wird es wieder von mir verlangt... =D

Ansonsten hast Du vollkommen recht. Seit der Auflösung des DÖPV trat eine neue Vertragsbeziehung mit Luxemburg in Kraft zu den von Dir genannten Portosätzen.

Beste Grüsse!

Lars
 
zockerpeppi Am: 25.09.2016 16:40:33 Gelesen: 103828# 226 @  
Eine Frage hätte ich an die Spezialisten:

Lars Beleg [#222] nach Luxemburg ist von 1870. Ab wann galt den Frankaturpflicht?

Lulu
 
bayern klassisch Am: 25.09.2016 16:55:43 Gelesen: 103825# 227 @  
@ zockerpeppi [#226]

Liebe Lulu,

ich weiß nicht, ob ich dich richtig verstehe: Meinst du die Pflicht im Frankofall mit Marken zu frankieren? Zur Zeit des NDP und noch im Deutschen Reich war die Barfrankatur möglich, vorher in Preußen sowieso.

Ansonsten gab es eine Frankaturpflicht nur für Drucksachen, wenn man die moderierten Tarife angewandt haben wollte.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
zockerpeppi Am: 25.09.2016 17:04:53 Gelesen: 103821# 228 @  
@ bayern klassisch [#227]

Genau die Benutzung von Marken.

Lulu
 
bayern klassisch Am: 25.09.2016 17:12:04 Gelesen: 103817# 229 @  
@ zockerpeppi [#228]

Liebe Lulu,

ich weiß leider nicht, ob es im Deutschen Reich überhaupt einen Markenzwang bei frankierten Briefen gab, das müssten andere klären.

Liebe Grüsse,
Ralph
 

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