Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Bund Stempel bestimmen
Das Thema hat 439 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12   13   14 15 16 17 18 oder alle Beiträge zeigen
 
notna1 Am: 15.04.2020 18:30:05 Gelesen: 166539# 290 @  
Hallo Achim,

Danke für den 1. Beitrag zu meinem "Problem".

In der Abbildung zeige ich auch Rückseite des Blocks mit unbeschädigtem Originalgummi.

Die schwarzen Flecken stammen wohl von der Stempelfarbe eines darunterliegenden anderen Blocks.

Betrachtet man auf der Vordereite beim linken Stempel den rechten Teil mit der Verschmierung, dann deutet das auf eine Entwertung mit einem Gummistempel hin.
Rückseitig hat es diesen Stempel ungleichmäßig durchgedrückt.

In der Hoffnung auf weitere Beiträge verbleibe ich

mit den besten Grüßen

notna1


 
Stempelfreund Am: 15.04.2020 18:59:55 Gelesen: 166519# 291 @  
Hallo notna1,

bei stampsx gibt es vier Stempelabschläge des vergleichbaren Stempel mit UB f aus den jahren 1962 bis 1965. Bei ihnen sind die selben Auffälligkeiten zu sehen. Etwas unsymmetrische Ortsangabe, nicht die üblichen Ziffern und das Fehlen einer 0 in der Monatsangabe.

Ich vermute, dass u.U. eine ältere Datumswalze eingebaut wurde?

Allerdings sieht der Abschlag von 1983 auf deinem Block sehr sauber und "neu" aus.

Gruß vom Stempelfreund
 
Christoph 1 Am: 15.04.2020 19:32:31 Gelesen: 166502# 292 @  
Hallo notna1,

interessante Beobachtung! Ich war mir, als ich Deinen Block gesehen habe, ganz sicher, dass ich "so etwas" nicht zum ersten mal sehe. Aber ich konnte mich nicht mehr erinnern, woher ich diese Art der Datumsdarstellung kenne.

Deshalb habe ich ein wenig in der Stempeldatenbank gestöbert und ein paar weitere Beispiele gefunden, bei denen meiner Meinung nach das Datum ähnlich dargestellt ist:




Ich habe mich bei der Suche zunächst auf das Jahr 1983 beschränkt, man könnte aber selbstverständlich noch viel umfassender suchen.

Auffällig ist, dass es sich durchweg um Stempel aus recht kleinen Ortschaften handelt. Möglicherweise deutet das darauf hin, dass diese Stempel überdurchschnittlich lange verwendet wurden. Ich werde bei den gefundenen Stempeln später auch noch nach älteren Abschlägen Ausschau halten.

Was jedoch nur ein ungenügendes Indiz darstellt ist die Darstellung der Monatsangabe ohne vorgeschalteten Strich. (denn "genullt" wurde zu dieser Zeit sowieso noch nicht, das kam erst viel später). Hier fehlt also keine 0, sondern es fehlt - wenn überhaupt - ein Strich vor der Monatszahl. Allerdings ist das nicht so besonders. Es gibt zahlreiche Beispiele von Stempeln mit "einziffriger" Darstellung des Monats, bei denen aber die besondere Schrifttype bzw. Zeichengröße nicht gleichzeitig vorkommt.



Viele Grüße
Christoph
 
achim11-76 Am: 15.04.2020 19:33:30 Gelesen: 166498# 293 @  
@ notna1 [#290]

Halo Notna1,

da der Gummi noch intakt ist und man auf dem rückseitigen Scan gut sieht, das der linke Stempel an der Stelle durchgedrückt hat, was auf der Vorderseite wie eine Verschmierung aussieht, kann man von einem Metallstempel ausgehen. Das ist ein sogenannter Quetschrand, der nur bei Metallstempeln vorkommen kann. Ein Gummistempel ist dafür nicht fest genug.

Das spricht an sich für die Echtheit des Stempels, und da der Sammlerkollege Stempelfreund verschiedene Abschläge aus mehrere Jahren gefunden hat, könnte das auch ein Indiz für die Echtheit sein.

Auch gehe ich nicht davon aus, das diese Marken fälschungsgefährdet sind.

Was für mich auch ein Indiz für die Echtheit ist sind die Stempelfragmente auf der Rückseite. Wenn der Sammler sich den Block hat gefälligkeitsstempeln lassen bei seinem Postamt, wurde der Block auf die Gummimatte gelegt und gestempelt. Das wurde auch so bei Einzelmarken gemacht, und es blieben auf der Gummimatte dann färbende Stempelfragmente zurück, die man dann wie hier auf der Rückseite bewundern kann. :)
 
sammler-ralph Am: 15.04.2020 21:25:58 Gelesen: 166511# 294 @  
Das Fernmeldeamt 1 in Berlin befand sich in der Winterfeldtstraße 28-35 in Berlin-Schöneberg. Es wurde 1928 als Fernamt eröffnet. 1958 erfolgte der Zusammenscchluß mit dem Funkamt zum Fernmeldeamt. U.a. wurde der Telegrammdienst durchgeführt. Hier könnte das oben gezeigte Stück auch herstammen.

Gruß
Ralph
 
bovi11 Am: 15.04.2020 21:34:04 Gelesen: 166504# 295 @  
Mir kommt der Stempel spanisch vor.

Wenn man genau hinschaut, sieht man unnatürliche Farbverläufe, die bei Aufdrucken mit dem Tintenstrahler entstehen.
 
NikFFM Am: 15.04.2020 23:29:02 Gelesen: 166478# 296 @  


Vielen Dank für eure Kommentare.

Ich habe noch diese Schrottmarke mit 1 Berlin FA 1. Somit gibt es eine Abbildung von "b" und "". Die Kritik der Stempelfarbe nehme ich ernst, weiß mir aber auch nicht zu helfen.
 
filunski Am: 15.04.2020 23:29:57 Gelesen: 166453# 297 @  
Hallo zusammen,

es handelt sich hier um einen normalen Bundespost-Tagesstempel aus Metall der viele Jahre in Ottobrunn im Einsatz war.

Den genauen Beobachter verwirrt hier etwas die Datumsanzeige.

Das liegt am Typenradsatz für die Datumswalze. Hier in diesem Stempel war noch ein alter, 8-stelliger Typenradsatz eingebaut. Dazu hier ein Vergleich der beiden Typenradsätze (8 stellig alt - 9 stellig neu):



Das neue, neunte Typenrad kam bei der Monatsangabe dazu (siehe rote Markierung). Beim 8-stelligen Satz gab es für den Monat nur ein Typenrad. Für die zweistelligen Monate (10-12) waren beide Ziffern auf ein Rad montiert. Beim 9-stelligen Satz bekam der Monat ein zusätzliches Typenrad zur getrennten Einstellmöglichkeit der beiden Monatsziffern. Zweistellig also z.B. 1 0, oder bei einstelligen Monaten z.B. - 5.

Bei dem Ottobrunnstempel habe ich hier mal die einzelnen Typenräder markiert:



Viele Grüße,
Peter
 
jmh67 Am: 16.04.2020 09:04:39 Gelesen: 166446# 298 @  
@ bovi11 [#295]

Nicht alles, wo die Farbe verlaufen ist, kommt aus dem Tintenstrahldrucker. Das saugfähige Papier der Briefmarken damals und ungleichmäßig eingefärbte Stempelkissen führen zu ähnlichen Effekten. Wurden nicht Telegrammgebühren in Briefmarken verrechnet? Zwei Mark ist ja nicht viel für eine Depesche.

-jmh
 
bovi11 Am: 16.04.2020 09:22:19 Gelesen: 166436# 299 @  
@ jmh67 [#298]

Das ist sicher grundsätzlich richtig.

Gleichwohl sind viele Farbverläufe merkwürdig, z.B. überall dort, wo der Stempel Zähnungslöcher trifft.
 
achim11-76 Am: 16.04.2020 09:25:24 Gelesen: 166432# 300 @  
Die einfachste Methode ist immer noch die Rückseite zu betrachten. Hat die Farbe durchgeschlagen, sieht man vom Metallstempel einen mechanisches durchdrücken im Papier? Bei Gummi oder Tintenstrahlstempeln fehlt das.

Beim Viererblock sieht man auch ganz gut, das der Stempel nicht gerade gehalten wurde, sondern etwas nach vorne gekippt war beim Abschlag, da der obere Teil stärker dunkler ist und der untere Teil etwas heller. Der obere Teil müsste daher stärker in das Papier eingedrückt sein und auf der Rückseite sichtbarer sein als der untere.
 
juju Am: 17.04.2020 20:23:36 Gelesen: 166279# 301 @  
Hallo zusammen,

wollte diesen Stempel gerade in die Datenbank einstellen, ich kann aber leider den Text rechts oben nicht entziffern.



Hier der entsprechende Ausschnitt nochmal vergrößert mit 600 dpi:



Ich hätte ja auf "Wirbel- / säulenbäder" getippt, aber im Vergleich zum r von Wirbel ist der Bogen des letzten Buchstabens zu weit nach unten gebogen.

Kann evtl. auch jemand mit einem Bochmann-Katalog weiterhelfen?

Und wie sollte das Stempelmotiv beschrieben werden bzw. was stellt es dar?

Beste Grüße
Justus
 
Brigitte Am: 17.04.2020 20:31:30 Gelesen: 166274# 302 @  
@ juju [#301]

Hallo Justus,

es sind die Wirbelsäulenschäden, für die es außergewöhnliche Heilerfolge geben soll.

Es gibt schon einen ähnlichen Stempel, dort wurde das Motiv wie folgt beschrieben:

Stilisierte nackte Frau, die einen Brunnen in den Händen hoch hält

oder

nackte Badende hält Brunnenschale.

Liebe Grüße,

Brigitte
 
juju Am: 17.04.2020 20:55:07 Gelesen: 166267# 303 @  
@ Brigitte [#302]

Hallo Brigitte,

vielen Dank für deine Antwort ;-)

Mit dem Motiv hilfst du mir weiter. Wirbelsäulenschäden klingt angesichts der "außergewöhnlichen Heilerfolge" und Rheuma und Arthrose sehr plausibel, Aber ich weiß nicht, ob das richtig ist. Das passt meiner Meinung nach von der Länge her nicht. Ich hab da mal ins Bild gepfuscht und das Wort in gleicher Größe noch einmal darunter geschrieben:



"säulen" passt. Aber "schäden" glaube ich nicht, denn das h (könnte auch ein b sein) und das d sind recht deutlich zu erkennen, und um da noch ein "sc" dazwischenzuschieben ist glaube ich kein Platz. Es sei denn, da gibt es irgendwie eine Abkürzung für, die ich nicht kenne ;-)

Beste Grüße,
Justus
 
volkimal Am: 17.04.2020 21:01:49 Gelesen: 166263# 304 @  
@ juju [#301]

Hallo Justus,

der Stempel ist sauber bei StampsX zu sehen. Das Wort heißt Wirbelsäulenleiden.

Viele Grüße
Volkmar
 
juju Am: 17.04.2020 21:05:16 Gelesen: 166261# 305 @  
@ volkimal [#304]

Herzlichen Dank,

natürlich hatte ich es voll verpeilt da auch mal nachzuschauen.

Beste Grüße
Justus
 
DERMZ Am: 30.04.2020 02:07:28 Gelesen: 165657# 306 @  
Guten Morgen,

wer kann dieses Stempel-Fragment verorten, bzw. die Verwendungszeit des Stempels nennen? Viel ist nicht vorhanden, die zugehörige Ansichtskarte kommt aus Marburg, ist also meilenweit vom Teutoburger Wald entfernt und nicht zielführend. Auch ist im Schrifttext keine annähernde Angabe zu finden.

Vielen Dank für Eure Hilfe.



beste Grüße und weiterhin viel Gesundheit sagt Olaf
 
volkimal Am: 30.04.2020 07:00:52 Gelesen: 165631# 307 @  
@ DERMZ [#306]

Hallo Olaf,

der Stempel kommt aus Borgholzhausen. Du hast ihn nur etwas verdreht dargestellt. In Wirklichkeit müsste es so sein:



Der Stempeltext im unteren Bereich ist "Erholung im / TEUTOBURGER WALD". Der Stempel hatte ursprünglich die (21a). Einen mit aptierter PLZ siehst Du bei StampsX.

Viele GRüße
Volkmar
 
DERMZ Am: 30.04.2020 08:26:50 Gelesen: 165617# 308 @  
@ volkimal [#307]

Danke Volkmar,

Du bist einfach faszinierend!

Mit besten Grüßen Olaf
 
Christoph 1 Am: 19.05.2020 21:37:30 Gelesen: 164588# 309 @  
Guten Abend,

kann jemand eine Erklärung zu diesem Stempel beitragen? Was bedeutet das H ?

Der Stempel wurde vor längerer Zeit in unserer Datenbank eingestellt und hat bislang keinen Bearbeiter gefunden.



Danke für Ideen und Erklärungen sagt
Christoph
 
filunski Am: 19.05.2020 23:43:07 Gelesen: 164539# 310 @  
@ Christoph 1 [#309]

Hallo Christoph,

außer Spekulationen kann ich leider nichts beitragen.

Ähnliche Stempel gab es auch von München PSA (Postsparkassenamt). Hier ein paar Beispiele:



Ähnlich wie der Bonner Stempel, zusätzlich zum UB noch ein Großbuchstabe. Auch für die Münchner Stempel konnte ich bislang trotz Mithilfe ausgewiesener München-Stempelexperten, keine eindeutige Erklärung finden. Bei den PSA Stempeln könnte der Großbuchstabe eine bestimmte Zahlstelle oder Abteilung bedeuten. Ist aber nur Spekulation. ;-)

Viele Grüße,
Peter
 
1 Pf Am: 20.07.2020 19:55:02 Gelesen: 162297# 311 @  
Fragen zu Stempeln

Hallo,

folgende Fragen zu diesen Stempeln:

13 a WÜRZBURG mit PLZ oben im Kopf - Hat jemand einen Abschlag in dem die PLZ besser zu erkennen ist ?



HAMBURG - Wodurch kommt diese doppelte Kontur auf der rechten Marke zustande, wo sie doch gleichzeitig abgestempelt wurden ?



KIEL - sind das 2 verschiedene Stempeltypen ?

Es bedankt sich
1 Pf
 
Christoph 1 Am: 20.07.2020 20:29:25 Gelesen: 162269# 312 @  
@ 1 Pf [#311]

Hallo,

ich fange mal mit der dritten Frage an:

Das sind m.E. auf jeden Fall zwei verschiedene Stempelgeräte. Der linke Abschlag dürfte vermutlich von einem Gelegenheitsstempel stammen, der rechte dürfte eher ein Tagesstempel sein. Schau mal die Schrifttype beim Buchstaben K an, da ist es ganz eindeutig zu sehen. Der Gelegenheitsstempel könnte z.B. von der Kieler Woche 1957 sein, siehe [1].

Es könnte sich bei dem linken Stempel auch um einen sog. "Reichspost"-Stempel handeln. Siehe [2].

Der Stempel rechts ist vermutlich ein "normaler" Zweikreisstegstempel, allerdings steht der Stempeltext m.E. erstaunlich weit rechts (nicht zentriert), so dass ich mich frage, was hier wohl vor dem Wort KIEL stehen mag?

Zu Frage 2:

Das sind m.E. normale Quetschränder. Der Stempel wurde rechts mit Wucht aufgesetzt. So etwas sieht man sehr häufig.

Zum aptierten Stempel aus Würzburg kann ich Dir leider nicht helfen. Es ist aber gerade in Bayern sehr häufig vorgekommen, dass die Postleitgebietszahlen nachträglich an den seltsamsten Stellen in den Stempel eingefügt wurden.

Viele Grüße
Christoph

[1] https://philastempel.de/stempel/zeigen/97993
[2] https://philastempel.de/stempel/zeigen/79406
 
ginonadgolm Am: 20.07.2020 21:06:17 Gelesen: 162257# 313 @  
@ 1 Pf [#311]
@ Christoph 1 [#312]

Der rechte Kieler Stempel ist ein Tagesstempel, siehe [1]. Vor KIEL steht einfach (24b).

Beste Grüße von

Ingo aus dem Norden

[1] https://philastempel.de/stempel/zeigen/85693
 
Christoph 1 Am: 20.07.2020 21:13:32 Gelesen: 162248# 314 @  
@ ginonadgolm [#313]

Ja, da hast Du recht! Ich habe mich von der fehlenden Zentrierung irritieren lassen.

Viele Grüße
Christoph
 

Das Thema hat 439 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12   13   14 15 16 17 18 oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.