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Thema: (?)(95/105/107) Ein schöner Rücken kann auch entzücken - die Rückseite der Briefmarke
Das Thema hat 107 Beiträge:
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volkimal Am: 04.03.2017 13:12:10 Gelesen: 41031# 8 @  
@ merkuria [#6]
@ Saguarojo [#7]

Hallo Jacques und Joachim,

das sind wirklich Super-Beispiele zu diesem Thema. Den Fall aus der DDR kenne ich zwar kann ihn aber selber nicht zeigen. Von dem Druck auf Postformularen aus Oaxaca hatte ich noch nicht gehört. Vielen Dank fürs Zeigen.

Heute von mir ein Beispiel aus Schweden:



Im Häger: Lexikon der Philatelie heißt es dazu: "Schweden benutzte anstelle von Wasserzeichenpapier bei Michel Nr. 29 - 37 den rückseitigen Aufdruck eines blauen Posthorns."

Ein Wasserzeichen dient zum Erschweren beim Herstellen von Fälschungen zum Schaden der Post. Wieso ein blaues Posthorn den gleichen Zweck haben soll verstehe ich nicht. Wer es schafft die Vorderseite einer Briefmarke zu fälschen dürfte bei dem blauen Posthorn keinerlei Probleme haben. Ein Wasserzeichenpapier zu fälschen ist deutlich schwerer. Kennt jemand noch einen anderen Grund für das Posthorn? In meinem Michel steht nichts dazu.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 11.03.2017 17:45:33 Gelesen: 40976# 9 @  
Hallo zusammen,

es geht weiter mit der Dauerserie Queen Elisabeth aus Großbritannien:



In den 80er Jahren wurden einige Werte auf der Rückseite mit einem fünf- bzw. zehnzackigem Stern oder mit dem Buchstaben "D" bedruckt. Laut Michel ist dieser rückseitige Druck blau, nach dem Ablösen sieht er jedoch eher grün aus.

Aus welchen Grund die Rückseite der Marken bedruckt wurde ist im Michel nicht angegeben. Weiß jemand von Euch was zu diesem rückseitigen Druck geführt hat?

Viele Grüße
Volkmar
 
merkuria Am: 15.03.2017 09:11:57 Gelesen: 40920# 10 @  
Eine ganz besondere Druckunterlage für Briefmarken hält uns China bereit. Bei den kommunistischen Lokalpostausgaben für das Gebiet der Provinz Liaoning (innerhalb der früheren Mandschurei) finden wir Briefmarken, die wohl infolge Papiermangels auf der Rückseite von Kalenderbildern gedruckt wurden.



Hier drei Paare von Ausgaben aus 1947 (Yang Katalog Liberated Areas NE256a, NE272 und NE276), jeweils Briefmarken-Vorderseite und die Rückseite mit den ersichtlichen Kalenderbild-Ausschnitten.



Muster eines Kalenderblattes auf welchem nebenstehende Briefmarke rückseitig gedruckt wurde.

Eine wahrliche Herausforderung wäre es, eine Kalenderblatt-Rekonstruktion mit den passenden Briefmarken zu erstellen!

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
volkimal Am: 18.03.2017 13:41:59 Gelesen: 40857# 11 @  
@ merkuria [#10]

Hallo Jacques,

ein sehr schönes Beispiel - danke fürs Zeigen!

@ volkimal [#9]

Bisher hat keiner meine Frage nach den rückseitigen Aufdrucken aus Großbritannien beantwortet. Ich habe daher einmal Mr. Google zu Hilfe genommen und mit englischen Ausdrücken nach der Antwort gesucht. Auf der Seite http://www.gbstamps.com/machins/faq3.html wurde ich fündig.

Die Briefmarken mit dem Rückseitendruck stammen aus Markenheftchen, die von der Post verbilligt verkauft wurden. Mit dieser Maßnahme wollte man erreichen, dass mehr Briefmarken benutzt bzw. mehr Briefe verschickt wurden.

Auf der Seite ist ein Markenheftchen mit dem Heftchenblatt Michel 108 abgebildet. In dem Markenheftchen waren jeweils 10 Marken Nr. 864 zu 12 1/2 Pence und Nr. 901 zu 15 1/2 Pence. Das Heftchen enthält also Marken im Wert von 2,80 £ wurde aber zu 2,50 £ verkauft. Das war ein Preisnachlass von 30 Pence.
Um zu verhindern, dass diese verbilligten Markenheftchen zum vollen Preis weiterverkauft wurden, bekamen sie rückseitig den blauen Aufdruck.

Viele Grüße
Volkmar
 
laurentius Am: 22.03.2017 18:29:55 Gelesen: 40806# 12 @  
Hallo zusammen,

auch die Schweden drucken rückseitige Nummer auf Ihre Briefmarken. Diese sind aber wasserbeständiger als die deutschen Rollennummern.

Das bedeutet beim Ablösen geht die rückseitige Nummer nicht so leicht verloren.




Viele Sammlergrüße
Lars
 
laurentius Am: 22.03.2017 18:31:33 Gelesen: 40803# 13 @  
Und weiter geht es mit Automatenmarken aus Berlin:



Viele Sammlergrüße
Lars
 
volkimal Am: 25.03.2017 15:45:39 Gelesen: 40753# 14 @  
@ laurentius [#13]

Hallo Lars,

schön, dass Du auch etwas zu diesem Thema beiträgst - vielen Dank!

Ja, die Rollennummern gibt es in vielen Ländern. Damit will ich mich selbst noch zurückhalten.

In meinen letzten Beiträgen habe ich britische Briefmarken mit einem Stern bzw. D auf der Rückseite gezeigt. Der Grund war, dass die Biefmarken mit einem Rabatt verkauft wurden. Etwas Vergleichbares gibt es auch aus Brasilien:



Im Michel ist der Grund für die drei grünen Streifen nicht angegeben. Im Häger "Lexikon der Philatelie" heißt es dazu: "Nüchtern ist der Grund für drei grüne Striche auf der Rückseite einiger Wertsteufen auf den Dauerserien Brasiliens von 1941 - 1949. Es war eine Kennzeichnung derjenigen Marken, die in privaten Geschäften zum Verkauf gelangten und die von der Post mit geriongem Rabatt an die Inhaber abgegeben wurden."

Viele Grüße
Volkmar
 
Mondorff Am: 06.04.2017 18:54:14 Gelesen: 40646# 15 @  
Entzückende Vorläufer der Perfins.

Ein Blatt aus unserer Sammlung "Luxemburg – Lochungen in Marken und Ganzstücken"



In der Mitte:

Rückseitig, unter der Gummierung, angebrachte Schutzaufdrucke mit Werbung verschiedener Firmen aus England und Neuseeland.

Bei Interesse könnte ein zweites Blatt kleine Stempelchen aus der Schweiz behandeln.

Schönen Gruß
DiDi
 
volkimal Am: 09.04.2017 19:47:54 Gelesen: 40581# 16 @  
@ Mondorff [#15]

Hallo DiDi,

natürlich ist das zweite Blatt interessant. Vor allem, da ich nicht weiß, was für kleine Stempelchen aus der Schweiz du meinst. Bitte auf jeden Fall zeigen!

Bei meinen beiden letzten Beiträgen habe ich Rückseitenaufdrucke gezeigt, mit der Marken gekennzeichnet wurden, die verbilligt verkauft wurden. Heute das Gegenteil:



In Westungarn gab es 1921 verschiedene Briefmarken, die auf der Rückseite den Aufdruck "50% felár Fövezérség" tragen. Der Aufdruck weist darauf hin, dass die Marken mit 50% Aufschlag am Postschalter verkauft wurden.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 23.04.2017 08:04:17 Gelesen: 40442# 17 @  
Hallo zusammen,

auch in Ungarn gibt es einen entsprechenden Aufdruck:



Die Wohltätigkeitsausgabe von 1924 (Michel 380-382) zugunsten der Tuberkulosefürsorge und von 1925 (Michel 403-410) zugunsten des Sports haben auf der Rückseite einen fünfzeiligen Aufdruck. Er weist darauf hin, dass die Marken mit einem Zuschlag von 100% verkauft werden.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 30.04.2017 15:08:03 Gelesen: 40388# 18 @  
Hallo zusammen,

bei diesen Marken aus Nicaragua überlegte ich zunächst auch, ob es sich um einen Rabatt oder Zuschlag handelt.



Ein Blick in den Katalog belehrte mich aber eines besseren. Dort heißt es: Eisenbahnsteuermarken, die durch einen roten Aufdruck auf der Vorderseite "TIMBRE FISCAL / Vale 5 Cents" zunächst in Stempelmarken verwandelt, danach durch einen weiteren Aufdruck auf der Rückseite in Freimarken verwandelt wurden. Bei der zweiten Marke ist der rückseitige Aufdruck in der Höhe verrutscht.

Viele Grüße
Volkmar
 
henrique Am: 01.05.2017 12:31:39 Gelesen: 40337# 19 @  
PORTUGAL

Ausgabe von 1895 Sondermarkenserie zum 700. Geburtstag des heiligen Antonius von Padua



Alle Werte rückseitig mit einem lateinische Gebet in blauer Schrift

Euer Portugal-Fan
Henrique
 
henrique Am: 01.05.2017 12:36:46 Gelesen: 40335# 20 @  
Hallo,

leider haben die beiden Blätter schlechte SCAN-Qualität. Bitte beim Betrachten vergrößern.

Grüße
Henrique
 
volkimal Am: 01.05.2017 12:40:35 Gelesen: 40331# 21 @  
@ henrique [#19]

Hallo Henrique,

den ganzen Satz kann ich nicht zeigen, danke dass Du es getan hast. Von mir als Ergänzung eine Einzelmarke. Da kann man das Gebet besser erkennen:



Hier das Gebet: [I]"O lingua benedicta, quae Dominum semper benedixisti et alios benedicere docuisti : nunc perpiscue cernitur quanti meriti fueris apud Deum."/I]

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 25.05.2017 16:22:33 Gelesen: 40103# 22 @  
Hallo zusammen,

damit es nicht immer nur die rückseitigen Aufdrucke sind. Hier zwischendurch einmal etwas anderes:

Der Abklatsch



Ein Abklatsch kann auf zwei Arten entstehen:

1) Der Abklatsch entsteht bei einem Leerlauf der Druckmaschine. Dadurch wird das Markenbild nicht auf das Papier sondern auf den Druckkörper z.B. die Gegenwalze gedruckt. Wenn dann wieder Papier eingelegt wird, so entsteht auf der Rückseite ein spiegelverkehrtes Bild der Marke.

2) Werden druckfrische Bögen aufeinander gelegt, so kann ebenfalls ein Abklatsch entstehen. Dieser ist aber in der Regel nicht so klar, wie beim ersten Fall.

Bei einfarbgen Marken sieht man beim Abklatsch das gesamte Markenbild. Es kann aber auch sein, dass nur eine Markenfarbe oder ein Aufdruck als Abklatsch erscheinen.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 04.06.2017 16:37:54 Gelesen: 40011# 23 @  
Hallo zusammen,

heute zwei Beispiele von mehrfarbigen Marken, bei denen jeweils nur eine der Farben beim Abklatsch auftaucht:



Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 08.07.2017 12:25:15 Gelesen: 39691# 24 @  
Hallo zusammen,

heute noch einmal zwei Abklatsche:



In beiden Fällen ist der Abklatsch nicht sehr klar. Bei der rechten Marke ist nur ein kleiner Teil des Markenbildes zu sehen. Vermutlich ist der Abklatsch dadurch entstanden, dass die druckfrischen Bögen übereinander lagen.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 21.07.2017 11:56:21 Gelesen: 39545# 25 @  
Hallo zusammen,

diese Briefmarke habe ich vor langer Zeit für 10 Pfg. einer Rundsendung entnommen. Alle Marken des Heftes waren einwandfrei erhalten nur diese Marke nicht. Ich gehe davon aus, dass irgendwer das hässliche Exemplar loswerden wollte und die Marke ausgetauscht hat.



Die große Frage: Was ist die Vorder- und was ist die Rückseite? Es handelt sich um einen Doppeldruck auf der Gummiseite. Zusätzlich sind auf der anderen Seite ein Abklatsch und ein normaler Abdruck (schräg) des Markenbildes. Beim Abklatsch ist das "R" spiegelverkehrt, beim schrägen Druck steht es normal.

So etwas fällt natürlich klar unter den Begriff Makulatur und sollte gar nicht in Sammlerhände gelangen.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 17.08.2017 21:33:37 Gelesen: 39237# 26 @  
Hallo zusammen,

diese dänische Briefmarke hat einem interessanten Stempelabdruck auf der Rückseite: „Bitte melden Sie (?) beringte – wilde Vögel - Mitteilung an P. Skovgaard Viborg Danmark“.



Vermutlich hat Peter Skovgaard diesen Stempel auf die Rückseite von Briefmarken abgeschlagen bevor er sie auf seine zahlreiche Korrespondenz klebte. Leider ist das Datum des Stempels nicht zu erkennen. Peter Skovgaard hat eine Briefmarke verwendet, die 1895 erschien und bis 1926 gültig war.

Kennt einer von Euch den Stempel auf der Rückseite und kann mehr dazu sagen?

Weitere Informationen über Peter Skovgaard und das Beringen in Vögeln in Viborg findet Ihr hier: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=159691

Viele Grüße
Volkmar
 
Koban Am: 17.08.2017 22:50:02 Gelesen: 39222# 27 @  
@ volkimal [#26]

Nun erschliesst sich mir endlich dieser französischsprachige Aufdruck auf einer schwedischen Marke.



Danke und Gruß,
Koban
 
volkimal Am: 17.08.2017 23:31:53 Gelesen: 39206# 28 @  
@ Koban [#27]

Hallo Koban,

eine interessante Ergänzung. Deine Marke widerlegt meine Vermutung, dass Peter Skovgaard die Stempel auf die Rückseite der Marken angebracht hat, bevor er diese verschickt hat. Wenn ich es richtig sehe ist Deine Marke 1895 gestempelt. Peter Skovgaard kam aber erst 1913 nach Viborg. Demnach muss er die Marken nachträglich mit dem Stempel versehen haben. Wie sie dann in Umlauf gekommen sind weiß ich natürlich nicht.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 11.09.2017 17:41:52 Gelesen: 38966# 29 @  
Hallo zusammen,

es gibt eine Reihe von Briefmarken, bei denen auf der Rückseite eine Erklärung zum Markenbild vorhanden ist. Hier das erste Beispiel aus Gibraltar:



Wie man lesen kann, kommt die "Winged Asparagus Pea" zu Deutsch Spargelerbse in Gibraltar ziemlich selten vor. Sie blüht zwischen März und Mai.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 25.09.2017 19:09:46 Gelesen: 38813# 30 @  
Hallo zusammen,

hier ein Beispiel aus Portugal aus dem Jahr 1971 (Michel Nr. 1123):



Ende der 60-er bzw. Anfang der 70-er Jahre gab es in Portugal eine Reihe von Briefmarken mit einem rückseitigen Aufdruck. In drei Sprachen (Portugiesisch, Französisch und Englisch) ist dort eine Erklärung des Markenbildes.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 30.09.2017 18:07:08 Gelesen: 38735# 31 @  
Hallo zusammen,

dieser komplette Bogen aus Lettland mit einer Generalstabskarte auf der Rückseite lag in einem alten Buch:



Es handelt sich um die Karte des westlichen Russlands N14 mit dem Gebiet um Slok. Es ist ein Ort am Rigaischen Meerbusen.

Heute hat Slok den Namen Sloka und ist Ortsteil von Jūrmala.





Kann mir einer von Euch sagen, wie hoch so ein Bogen gehandelt wird? Falls Interesse besteht könnt ihr den Bogen erwerben.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 07.10.2017 10:32:09 Gelesen: 38628# 32 @  
Hallo zusammen,

schade, dass keiner von euch Informationen zum kompletten Bogen aus Lettland im letzten Beitrag hat.

Ich mache daher weiter mit den Briefmarken aus Portugal.



Auch auf Rückseite der Ausgabe zum 500 Geburtstag von Vasco da Gama aus dem Jahre 1969 ist eine Erklärung zum Markenbild in drei Sprachen.

Viele Grüße
Volkmar
 

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