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Thema: Deutsches Reich Inflationsbelege
Das Thema hat 9758 Beiträge:
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philast Am: 23.09.2022 19:47:12 Gelesen: 25516# 9734 @  
@ muemmel [#9730]

Hallo,

danke für die Information, das erklärt es.

Grüße
philast
 
muemmel Am: 23.09.2022 20:43:29 Gelesen: 25446# 9735 @  
Guten Abend,

heute mal ein Sonntagsbeleg außer der Reihe:



Ganzsachenkarte P 107 vom 11.1.20 (Portoperiode 4) ab Zell (Wiesenthal) nach Regensburg. Da das Porto zu der Zeit bereits 15 Pf. betrug, wurde mit einem senkrechten Paar der MiNr. 98 auffrankiert.

Herbstliche Grüße
Mümmel
 
inflamicha Am: 23.09.2022 21:41:54 Gelesen: 25380# 9736 @  
Guten Abend,

eine Dienstpostkarte aus Bielefeld:



Die Versorgungsstelle Bielefeld sandte diese am 19.8.1920 (PP 5) nach Niederjöllenbeck. Orts- und Fernpostkarten kosteten in dieser Portoperiode das gleiche- 30 Pfennig. Frankiert wurde die Karte mit einer D 20.

Gruß Michael
 
stampmix Am: 24.09.2022 09:13:57 Gelesen: 24421# 9737 @  
@ inflamicha [#9728]

Ab der hier zutreffenden Portoperiode 5 wurde erstmals eine Gebühr für postlagernde Sendungen erhoben, die sowohl der Absender als auch der Empfänger zahlen konnte. Für den Absender waren das seit dem 6.5.1920 10 Pf.- der Empfänger hätte eigentlich das Doppelte davon, also 20 Pf. bezahlen müssen. Warum sich die Post bei Deiner Karte nur mit 10 Pf. begnügte kann ich jedoch nicht sagen.

Falls egal war, ob die Lagergebühr der Postlagerkarte durch Sender/Empfänger bezahlt wurde, müsste sie doch für beide Seiten 10 Pf. betragen haben. Waren zudem unzureichend frankierte Sonderdienste nicht ohne Strafgebühren nachzuentrichten?

besten Gruß
Michael
 
wuerttemberger Am: 24.09.2022 10:15:11 Gelesen: 24358# 9738 @  
@ stampmix [#9737]

In einem anderen Forum gibt es einen thread über postlagernde Sendungen. Dort sind mindestens 2 Belege enthalten, bei denen die Postlagergebühr nicht im Voraus bezahlt wurden. Dort wurde immer die Nachgebührregelung angewandt. Einmal verdoppelt und einmal 1,5 fach.

Gruß

wuerttemberger
 
stampmix Am: 24.09.2022 10:17:04 Gelesen: 24354# 9739 @  
@ wuerttemberger [#9738]

danke
 
inflamicha Am: 24.09.2022 11:21:41 Gelesen: 24234# 9740 @  
@ stampmix [#9739]

Hallo Michael,

egal war es für die Post, wer die Lagergebühr bezahlt. Sie ließ sich allerdings den erhöhten Arbeitsaufwand bei der Bezahlung durch den Empfänger vergüten. Bis zur PP 12 erhob sie das Doppelte, danach das 1 1/2-fache des Fehlbetrages, zumindest bei Inlandssendungen, teils noch auf "runde" Beträge aufgerundet.

Das betraf im übrigen auch alle anderen Postgebühren mit einer Ausnahme: Bei Paketkarten bestand Freimachungszwang. Das heißt der Absender musste alle anfallenden Gebühren, also auch die Postlagergebühr frankieren. Beispiele dafür sind meine Belege vom 1.8.2020 [#8440] und vom 10.1.2021 [#8712].

Gruß Michael
 
muemmel Am: 25.09.2022 17:53:13 Gelesen: 22220# 9741 @  
Guten Abend,

manno, schon wieder Sonntag. Dann aber flugs mit einem dazugehörigen Beleg her:



Ganzsachenkarte P 115 gelaufen am 7.9.19 (Portoperiode 3) ab Freiburg (Breisgau) nach Gerlachsheim bei Tauberbischofsheim.

Schönen Gruß
Mümmel
 
Frankenjogger Am: 25.09.2022 19:47:07 Gelesen: 22059# 9742 @  
@ muemmel [#9741]

Tja, immer wieder Sonntags, kommt die Erinnerung, ... dibbe dibbe dibdib, usw, usf.

Immer wieder schön, dein Sonntagsbeitrag. Sollte dir das Material mal ausgehen, kannst du ja Feiertage mit dazu nehmen.

Ich bin mir sicher, da hast du auch einige zu bieten.

Sonntagsgrüße,
Klemens
 
inflamicha Am: 26.09.2022 20:48:44 Gelesen: 19397# 9743 @  
Guten Abend,

ein Sonderstempelbeleg:



Die Postkarte nach Haiger im Dillkreis vom 6.5.1922 (PP 7) kostete den Absender 1,25 Mark, wofür eine Mi 151 a verklebt wurde. Die Entwertung erfolgte mit dem Sonderstempel OLDENBURG Oldenburger Woche 21.-31. Mai 1922 (Filbrandt Nr. 266).

Gruß Michael
 
JoshSGD Am: 27.09.2022 10:55:22 Gelesen: 18334# 9744 @  
Hallo,

heute wieder ein etwas bunterer Fernbrief bis 20 g von München nach Halle, gelaufen am 18.7.23 (PP14; 1.7.23 - 31.7.23) und mit 300 Mark portorichtig frankiert.



Herr Professor Franz Schieck wohnte auf dem heutigen Robert-Franz-Ring 12. Professor Schieck war Leiter der Klinik für Augenheilkunde an der Universität Halle, bis 1925 dann Rektor. Er war Verfasser zahlreicher Fachbücher für Augenheilkunde.



Gruß
Josh

(Datenbank # 16560)
 
inflamicha Am: 27.09.2022 21:49:05 Gelesen: 17556# 9745 @  
Guten Abend,

von Halle habe ich auch etwas:



Der Wertbrief mit 25 g Gewicht und einer Wertangabe von 1.000 Mark aus Merseburg ist an das Bankhaus Reinhold Steckner in Halle an der Saale adressiert. Schauen wir zunächst auf die Gebühren: Porto Fernbrief 2. Gewichtsstufe 30 Pfg., Behandlungsgebühr 30 Pfg. und Versicherungsgebühr (pro 1.000 M. 40 Pfg.) besagte 40 Pfg. macht zusammen eine Mark. Verklebt wurden 5 Stück der Mi 87 II. Wohl wegen des unebenen weichen Inhaltes (naheliegend sind Banknoten) erfolgte die Entwertung der Marken mit dem Päckchenstempel L1 MERSEBURG ohne Datum (der Versuch oben rechts, mit dem normalen Schalterstempel einen lesbaren Stempelabdruck zu erzeugen, ist misslungen). Der rückseitige Ankunftsstempel von Halle ist vom 11.3., leider ist das Jahr hinter der 0 ausgeblockt. Aufgrund der Frankatur, die nur auf die Portoperiode 4 passt, muss es sich aber um das Jahr 1920 handeln. Da Briefe in der Woche normalerweise nur einen Tag Laufzeit hatten sollte das Aufgabedatum des Briefes der 10.3.1920 sein (Mittwoch zu Donnerstag).

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 28.09.2022 20:35:06 Gelesen: 15314# 9746 @  
Guten Abend,

eine Drucksache (mit offener Briefklappe):



Die Drucksache der Verlagsbuchhandlung Johannes Herrmann in Zwickau vom 5.5.1923 (PP 13) ist nach Bad Wildungen adressiert. Bis 25 g Gewicht kostete eine Drucksache 20 Mark Porto. Der Absender frankierte die Sendung mit einer Mi 230 W.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 29.09.2022 20:49:42 Gelesen: 13793# 9747 @  
Guten Abend,

ich glaube es ist an der Zeit wieder ein paar Belege aus der Hochinflation zu zeigen.

Los geht es mit dem hier:



Absender ist das Hotel Leoni im gleichnamigen Ort am Starnberger See. Der Brief nach München vom 13.11.1923 (PP 24) kostete 10 Milliarden Mark Porto. Frankiert wurde mit einem Zehnerblock der Mi 331 b, allerdings teils gefaltet und in der unteren Zähnungsreihe weit angetrennt. Das tut dem schönen Beleg allerdings keinen Abbruch.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 30.09.2022 21:07:05 Gelesen: 12805# 9748 @  
Guten Abend,

ein Firmenbrief von Breslau nach Altona:



Am 22.11.1923 (PP 25) kostete so ein Fernbrief den Absender 20 Milliarden Mark an Porto. Verklebt wurden 4 Stück der Mi 334 AP, somit ist der Brief portogerecht frankiert. Prüfer Peschl sah es nicht anders. ;-)

Gruß Michael
 
muemmel Am: 30.09.2022 21:29:23 Gelesen: 12781# 9749 @  
Guten Abend,

hier mal ein Sonntagsbeleg am heutigen Freitag:



Gelaufen am 1.10.22 (Ersttag der Portoperiode 9) ab Leipzig an den Pfarrer Th. Weimar in Nieder-Ramstadt. Das Porto von 6 Mark wurde mit einem Sechserblock der MiNr. 187a realisiert.

Gruß vom leicht fröstelden Mümmel
 
inflamicha Am: 01.10.2022 15:52:28 Gelesen: 11497# 9750 @  
Hallo,

heute was eingeschriebenes:



Der Bankbrief per Einschreiben von der Bank für Mittelsachsen AG Filiale Waldheim vom 22.11.1923 (PP 25) ist an die Deutsche Bank in Berlin adressiert. Einen Ankunftsstempel der Post gibt es nicht auf der Umschlagrückseite, wenigstens hat der Mitarbeiter der Deutschen Bank einen solchen angebracht. Für Fernbrief- und Einschreibgebühr wurden je 20 Mrd. Mark fällig. Der Absender frankierte mit einem senkrechten Paar der durchstochenen Mi 329 BP (obere Marke mit PE I).

Gruß Michael
 
kauli Am: 01.10.2022 16:46:09 Gelesen: 11407# 9751 @  
Hallo zusammen,

der Beleg sollte vom Deutschen General Konsulat Chicago über das Auswärtige Amt Berlin nach Rostock gehen. Bei der Kurierstelle musste er frankiert werden, die 1.80 waren aber zu wenig. Im Postamt W 8 (die Kurierstelle gehörte zum PA W 8) klebte man noch 20 Pfg dazu. Hat aber immer noch nicht gereicht 3,00 M wären in der PP 8 für einen Fernbrief korrekt gewesen.

Ein Versehen? Oder habe ich etwas übersehen?

Viele Grüße
Dieter


 
inflamicha Am: 01.10.2022 21:18:02 Gelesen: 10505# 9752 @  
@ kauli [#9751]

Hallo Dieter,

muss ein Versehen gewesen sein, dazu noch ungeahndet. Der "berühmte" falsch eingestellte Stempel kann es ja auch nicht sein. Da 2 verschiedene Tagesstempel drauf sind, hätten beide Postler den gleichen Fehler machen müssen - äußerst unwahrscheinlich.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 02.10.2022 10:53:00 Gelesen: 9463# 9753 @  
Guten Morgen,

der heutige Sonntagsbeleg ging am 4.3.23 (Portoperiode 13) von Godesberg auf die Reise nach Jena.



Der Absender frankierte die Postkarte mit einer Marke der Mi. 209 und spendierte somit der Reichspost 10 Mark. Vermutlich war gerade keine passende Marke zu 40 Mark vorhanden.

Der 4.3.23 war - nebenbei erwähnt - der erste Sonntag der PP 13.

Gruß
Mümmel
 
inflamicha Am: 02.10.2022 17:04:41 Gelesen: 9105# 9754 @  
Hallo,

heute der Brief einer Feuerversicherungsbank:



Der Brief über 20 g Gewicht von der Agentur Hildburghausen an die Generalagentur in Gotha wurde am 22.11.1923 (PP 25) abgeschickt. Zu frankieren waren 28 Milliarden Mark. Der Absender verklebte die Mi-Nrn. 325 APa (3), 333 AP und 337 AP (2).

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 03.10.2022 18:48:26 Gelesen: 7782# 9755 @  
Guten Abend,

ein eingeschriebener Brief der 2. Gewichtsstufe (> 20 bis 100 g):



Der Brief ab Berlin SW 61 ging am 14.11.1923 (PP 24) nach Halle an der Saale auf den Weg. Porto 14 Milliarden Mark und Einschreibgebühr 10 Milliarden Mark summierten sich auf 24 Mrd. M., wofür der Absender rückseitig zweimal Mi 326 AP und vorderseitig viermal Mi 327 BP verklebte, wobei die linke untere Marke die Parallelerscheinung PE I aufweist.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 03.10.2022 20:39:55 Gelesen: 7668# 9756 @  
Huhu,

weil heute Feiertag ist, hier noch ein Sonntagsbeleg:



Der Brief ging am 20.7.19 (Portoperiode 3) ab Pulsnitz nach Mohorn. Auch mit 6 Marken der MiNr. 98 konnnte man das benötigte Porto von 15 Pfennig zusammenstellen.

Gruß
Mümmel
 
inflamicha Am: 04.10.2022 21:44:18 Gelesen: 5810# 9757 @  
Guten Abend,

heute ein Brief aus der Vierfachperiode:



Der Brief von Hindenburg nach Neustadt (Oberschlesien) wurde am 28.11.1923 (PP 26) aufgegeben. Das Porto für den Fernbrief betrug 80 Milliarden Mark. Verklebt sind mit Mi 334 AP (2, einmal mit HT) und 337 AP zwar nur 20 Millarden Mark, da aber die Marken in der PP 26 zum 4-fachen Nennwert verkauft und verwendet wurden hat alles seine Richtigkeit.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 05.10.2022 21:13:06 Gelesen: 1399# 9758 @  
Guten Abend,

hier ein Brief von Elberfeld nach Rheydt:



Der Brief datiert auf den 6.11.1923, stammt also aus der Portoperiode 23. Für das nötige Porto in Höhe von einer Milliarde Mark verklebte der Absender 20 Stück der durchstochenen Mi 321 BP. Der Großteil der Marken zeigt eine Notentwertung mittels Korkstempel. Diese Art der Entwertung kam vor allem bei Massenfrankaturen zum Einsatz, um vorzeitigen Verschleiß sowie schnelles Verschmutzen der Stempelgeräte durch den bedeutend häufigeren Gebrauch derselben möglichst zu vermeiden.

Gruß Michael
 

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