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Thema: Deutsches Reich Inflationsbelege
Das Thema hat 8273 Beiträge:
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inflamicha Am: 29.03.2020 00:25:37 Gelesen: 6173# 8249 @  
Guten Morgen!

@ 890christof [#8248]

Hallo Christof,

toller Beleg, danke fürs Zeigen. Deine Interpretation stimmt allerdings nur zum Teil, eine "Viertelfrankatur" gibt es nicht. Die bereits vorhandenen 40 Mrd. Mark waren auch in der PP 26 noch 40 Mrd. wert. Der Auslandsbrief kostete am 26.11.1923 320 Mrd. Mark. Zu den bereits am 24.11. frankierten 40 Mrd. wurden am 26.11. nochmals 70 Mrd. hinzugefügt, die allerdings jetzt zum 4-fachen Nennwert gerechnet wurden, also 280 Mrd. Mark. Beides zusammen ergibt den nötigen Betrag von 320 Mrd.

Sonst stimmt es - auf dem ehemals komplett vorhandenen grünen Zettel wurde der Absender aufgefordert, den Fehlbetrag nachzukleben und den Brief dann wieder in den Briefkasten zu werfen. Genau so wird es heute noch gemacht, nur die Zettelfarbe ist inzwischen gelb.

Bei [1] kannst Du so einen Zettel anschauen. Zum Glück für mich hat der Absender den Brief nicht wieder abgeschickt, sonst wäre auch dieser Zettel nicht mehr vorhanden.

Von mir gibt es diesen stinknormalen Fernbrief an die Gewerbekommission in Rostock:



Eine Besonderheit gibt es schon noch- der am 5.4.1923 (PP 13) abgesandte Brief mit einem Porto-Soll von 100 Mark wurde mit einer Mi 219 frankiert, für deren Entwertung der kleine Einkreiser von Kladrum verwendet wurde. Diese Stempeltype kam meist bei kleinen Postorten zum Einsatz. So auch hier- das Dorf gehört heute zur Gemeinde Zölkow im Landkreis Ludwigslust-Parchim.

Gruß Michael

[1] https://www.inflaseiten.de/belege/zeigen/4590
 
kauli Am: 29.03.2020 17:46:33 Gelesen: 6093# 8250 @  
Hallo zusammen,

ein Brief aus Breslau nach Hannover. Aus der PP 15 vom 21.8.23. Das Porto für einen Brief bis 20 g betrug 1 Tsd M.

Ich stehe bloß auf dem Schlauch, von wem er geprüft wurde. Die Marke ist die Mi.Nr. 220.



Viele Grüße
Dieter
 
inflamicha Am: 29.03.2020 19:25:49 Gelesen: 6075# 8251 @  
@ kauli [#8250]

Hallo Dieter,

müsste Fritze Gaedicke gewesen sein.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 29.03.2020 20:18:43 Gelesen: 6064# 8252 @  
@ kauli [#8250]

Moin Dieter,

Fritz Gaedicke als Prüfer kann ich nur bestätigen.

@ alle

Auch am Sonntagabend zeige ich einen Sonntagsbeleg:



Am 10.10.1920 (Portoperiode 5) von Sobernheim nach Berlin gelaufen und mit 2 x MiNr. 87 II portorichtig frankiert.

Schöne Grüße
Mümmel
 
inflamicha Am: 30.03.2020 21:13:46 Gelesen: 5931# 8253 @  
Guten Abend,

eine Drucksache mit offener Briefklappe:



General-Vertreter Nax Wolter aus Köln-Rodenkirchen sandte diese am 26.9.1922 (PP 8) an die Porzellanfabrik und Malerei Dümmler & Co. nach Schönwald in Oberfranken. Drucksachen bis 50 g verlangten in dieser Portoperiode nach 75 Pfennig, frankiert wurde hierfür mit einer Mi 148 II.

Gruß Michael
 
890christof Am: 31.03.2020 13:47:12 Gelesen: 5857# 8254 @  
@ inflamicha [#8249]

Vielen Dank für die Erklärungen!

Hallo zusammen,

von mir heute urlaubsbedingt mal schon mittags einen Fernbrief der 2. Gewichtsstufe von Münster nach Burgsteinfurt vom 26.11.1923, portorichtig frankiert mit 112 (28) Mrd. Mark. Das Porto ist dargestellt durch 4 x MiNr. 326 B und 2 x MiNr. 336 B.





An Besonderheiten lassen sich erkennen:

- die linke untere Marke des Viererblocks mit dem Plattenfehler "Sprung in der Rosette"
- das Paar mit Oberrand
- das Paar lässt sich durch OR und Stempel der OPD I (Münster) zuordnen

Zum letzten Punkt habe ich eine Frage an die Runde:

Da sich die OPD-Ausgaben auch am Poststempel erkennen lassen, wäre eine Auflistung hilfreich, aus der hervorgeht, welche Postanstalt von welcher OPD beliefert wurde. Sind diese Informationen in Infla-Band Nr. 29 (Pfuhl, Post-Taschen-Atlas von Deutschland) enthalten?

Es wird zwar sicherlich auf Fälle gegeben haben, wo Marken einer anderen OPD zur Verwendung kamen, aber das war vermutlich nicht der Regelfall.

Wenn das dieser Infla-Band hergibt, erscheint mir eine Anschaffung absolut sinnvoll.

Danke und Viele Grüße

Christof
 
doktorstamp Am: 31.03.2020 14:41:13 Gelesen: 5843# 8255 @  
Hallo Christof,

in der Infla Bücher Reihe gibt es ein Heft "OPD Marken", was Du da suchst, wirst Du dort finden.

mfG

Nigel
 
muemmel Am: 31.03.2020 15:38:21 Gelesen: 5829# 8256 @  
Salut,

der "Post-Taschen-Atlas" von Pfuhl (INFLA-Band 29) enthält die von Christof gesuchten Informationen ebensowenig wie das von Nigel genannte Heft "Die OPD-Marken 1923" von Faulhaber, Goecks, Harnisch, Scherpe (INFLA-Band 36).

Aber nicht verzagen, denn irgendwo habe ich in den Tiefen meiner Festplatte eine Information, in der angegeben ist, welche Gebiete von den jeweiligen OPDen mit den Lokaldrucken beliefert worden sind. Ich muss sie nur erst einmal finden und melde mich dann wieder.

Coronafreie Grüße
Mümmel
 
muemmel Am: 31.03.2020 21:20:12 Gelesen: 5775# 8257 @  
Servus,

inzwischen sind die Informationen wieder an der Oberfläche aufgetaucht. Es ist aber so, dass die Sache mit den OPD-Ausgaben nicht wirklich in das hiesige Thema passt. Aus diesem Grund wird in den nächsten Tagen ein eigenes Thema zu diesem Komplex im Forum eröffnet.

Aber bitte nicht drängeln, ich habe auch noch etliche andere Dinge zu bearbeiten.

Bis dahin hübsche Grüße
Mümmel
 
muemmel Am: 31.03.2020 21:38:54 Gelesen: 5769# 8258 @  
Guten Abend,

nachdem ich gestern geschlampt habe hier nun der nächste Sonntagsbeleg:



Eine Drucksache vom 15.4.1923 (Portoperiode 13) ab Kassel nach Wernswig, portorichtig mit MiNr. 232 P frankiert.

Wernswig ist heute ein Ortsteil von Homberg (Efze) im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis.

Es grüßt
Mümmel
 
inflamicha Am: 31.03.2020 21:44:53 Gelesen: 5766# 8259 @  
Guten Abend,

heute ein Einschreibbrief an die Reichsregierung in Berlin:



Wer immer diesen Brief geöffnet haben mag - wir wissen es nicht. Abgesandt wurde er jedenfalls am 29.11.1921 (PP 6) in Bielefeld, Briefporto 60 Pf. und Einschreibgebühr 1 Mark summieren sich auf 1,60 M., wofür eine Mi 154 I a verklebt wurde.

Gruß Michael
 
kauli Am: 01.04.2020 18:26:15 Gelesen: 4712# 8260 @  
Hallo zusammen,

von mir auch ein Einschreiben von Bienenmühle nach Berlin. Aus der PP 9 vom 13.10.22. Porto stimmt, Brief bis 20 g M
Einschreiben 4 M.



Viele Grüße
Dieter
 
muemmel Am: 01.04.2020 18:30:28 Gelesen: 4709# 8261 @  
Guten Abend,

der heutige Sonntagsbeleg stammt aus der Portoperiode 3:



Ein Fernbrief vom 17.8.1919 verlangte nach 15 Pfennig Porto, das hier mit je 1 x MiNr. 85 II und 86 II verklebt wurde. Als kleine Zugabe noch ein Kleinschriftstempel.

Sonnige Grüße
Mümmel
 
JoshSGD Am: 01.04.2020 20:29:07 Gelesen: 4597# 8262 @  
Guten Abend,

heute eine Drucksache bis 50g vom 6.1.1922 (PP 7: 1.1.1922 - 30.6.1922), gelaufen von Berlin nach Güstrow, portorichtig frankiert mit 50 Pfennig.



Gruß
Josh

(Datenbank # 14348)
 
inflamicha Am: 01.04.2020 21:30:14 Gelesen: 4561# 8263 @  
@ JoshSGD [#8262]

Hallo Josh,

bitte sei doch so gut und reagiere auf meine Anmerkungen zu Deinem Beleg [1], damit ich diesen endlich freischalten kann. Als Belegredakteur muss ich Deine Angaben anhand des Scanbildes beurteilen, das klappt nicht immer auf Anhieb. Es soll ja schließlich alles stimmen. Danke.

Gruß Michael

[1] http://www.inflaseiten.de/belege/zeigen/14836
 
inflamicha Am: 02.04.2020 21:41:35 Gelesen: 4099# 8264 @  
Guten Abend,

von mir heute eine Fernpostkarte nach Wernigerode:



Diese startete ihre Reise am 13.3.1923 (PP 13) in Neuendorf am Damm (Kreis Stendal). Für das nötige Porto in Höhe von 40 Mark wurden 4 Exemplare der Mi 239 verklebt.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 03.04.2020 17:04:50 Gelesen: 3645# 8265 @  
Hallo,

ein Fernbrief aus der PP 12:



Die Färberei & Appretur Schusterinsel GmbH in Weil-Leopoldshöhe (Baden) sandte diesen am 22.2.1923 an die Firma Fichtel & Sachs in Schweinfurt. Mit 10mal Mi 205 = 50 Mark frankierte der Absender portogerecht.

Gruß Michael
 
JoshSGD Am: 03.04.2020 19:21:52 Gelesen: 3571# 8266 @  
@ inflamicha [#8263]

Ist erledigt.

Ansonsten heute ein Drucksache im Ortsverkehr von Mitterfels, gelaufen am 4.12.1922 (PP 10: 15.11.1922 - 14.12.1922) und mit 2 Mark portorichtig frankiert, MeF Mi.Nr. 187a. Anlass war scheinbar ein Trauerfall.



Gruß
Josh

(Datenbank # 14379)
 
890christof Am: 04.04.2020 14:21:22 Gelesen: 3031# 8267 @  
Hallo zusammen,

nach ein paar Tagen Pause hier ein Neuzugang der aktuellen Woche:

Ein Fernbrief der 1. Gewichtsstufe aus der PP 26 von Zappendorf nach Leipzig vom 29.11.1923. Er ist portorichtig frankiert mit 50 x MiNr. 323 B (!) sowie 1 x MiNr. 328 A, insgesamt also mit 80 (20) Mrd. Mark. Der Aufbrauch kleinerer Werte war um diese Zeit wohl noch nicht überall abgeschlossen.



Leider "hängen" die obersten sechs Marken des Zehnerblocks auf der Vorderseite "in der Luft". Macht es Sinn, diese wieder am Brief zu befestigen, und wenn ja, womit?

Über einen Ratschlag würde ich mich sehr freuen.

Danke und Viele Grüße

Christof
 
inflamicha Am: 04.04.2020 23:59:11 Gelesen: 2772# 8268 @  
@ 890christof [#8267]

Guten Abend!

Die 200 Mio Mark-Marken sind Ende November schon nicht mehr sehr häufig anzutreffen, Glückwunsch. Bei nicht festklebenden Marken sollte man zunächst schauen ob noch die Originalgummierung vorhanden ist, bei größeren Markenmengen war man damals nicht immer sehr sorgfältig mit dem Abschlecken der Rückseite. In dem Falle ist es einfach- einfach anfeuchten und andrücken. Falls keine Gummierung mehr vorhanden benutze ich etwas Pritt, auf ein Stück Papier gestrichen und dann dieses untergeschoben, mit Druck wieder herausziehen und dann die Marke(n) andrücken.

Zeigen kann ich heute diesen Einschreibbrief:



Dieser wurde am 24.10.1922 (PP 9) in Priessnitz aufgegeben und war nach Borna im Bezirk Leipzig adressiert. Da etwas schwerer als 20 g schlug das Porto mit 4 Mark zu Buche, dazu kam die Einschreibgebühr in Höhe von 6 Mark. Für die zusammen 10 Mark wurde eine Mi 206 verklebt.

Gruß Michael
 
JoshSGD Am: 05.04.2020 10:30:21 Gelesen: 2303# 8269 @  
Hallo in die Runde,

vom 8.12.1922 zeige ich diese Drucksache bis 25g, gelaufen von Deggendorf nach Mitterfels. Portorichtig frankiert mit 2 Mark, MiF Mi.Nr. 164 und 187a.



Gruß
Josh

(Datenbank # 14349)
 
philast Am: 05.04.2020 18:13:39 Gelesen: 2097# 8270 @  
Hallo zusammen,

anbei ein Brief mit Zustellungsurkunde im Ortsbereich von Neumünster vom 28.11.1923 (Portoperiode 26).

Die Frankatur ist zusammengesetzt aus 40 Mrd für den Ortsbrief, 80 Mrd für die Zustellungsurkunde und 40 Mrd für die Rücksendung der Urkunde im Ortsbreich.
Macht zusammen 160 Mrd Porto-/Gebührensoll, welches durch die vierfach aufgewerteten 2 * 20 Mrd (329P) auch frankiert wurde.

Wie aus der Rückseite ersichtlich war der Adressat unbekannt verzogen, weswegen die 80 Mrd für die Zustellungsurkunde und 40 Mrd für die Rücksendung der Urkunde im Ortsbreich der absendenden Behörde (120 Mrd) wieder erstattet wurden.
Dies wurde in blauer Schrift auf der Vorderseite vermerkt "120 Ma Porto und Zust. Geb. erstattet." <Unterschrift>.

Dies war eine der wenigen (und auch belegbaren) Möglichkeiten wo man seitens der Post auch wirklich den vierfach aufgewerteten Betrag der Postwertzeichen ersetzt bekommen hat.

Laut dem Buch von G.Kobold "Inflationsbriefe-Belege zur deutschen Post-, Kultur- und Wirtschaftsgeschichte" war der Ersatz / Umtausch von Postwertzeichen die im Zeitraum 26.11.-30.11. zum vierfachen Nennwert gekauft wurden nur dann möglich wenn deren Erwerb in dieser Zeit genau nachgewiesen wurde.



Der Adressat hatte wohl einen triftigen Grund umzuziehen, wurde er doch mit diesem Brief als Wiederholungstäter wegen Diebstahls zum Gerichtstermin vorgeladen.



Zu dieser Zeit war der Heizer i.d.R. auf den Dampflokomotiven zu finden [1].

Grüsse
philast

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Heizer
 
inflamicha Am: 05.04.2020 21:59:32 Gelesen: 2008# 8271 @  
Guten Abend,

eine Postkarte mit hübscher geprägter Firmenreklame:



Die Karte einer Spezialfabrik für Holz-, Fell-, Plüsch-, Roll- und Schaukelpferde in Schleiz wurde am 5.5.1923 (PP 13) nach Hamburg gesandt, für die Portobegleichung in Höhe von 40 Mark sorgte eine Mi 244.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 07.04.2020 21:33:17 Gelesen: 964# 8272 @  
Guten Abend,

eine Paketkarte aus Trünzig:



Diese war für ein 2 Kilopaket nach Greiz im Vogtland (bis 75 km Entfernung), aufgegeben am 12.9.1922 (PP 8). Der Spaß kostete den Absender 7 Mark. Frankiert wurde mit ebenso vielen Exemplaren der Mi 187 a.

Gruß Michael
 
Hansius Am: 08.04.2020 12:03:24 Gelesen: 532# 8273 @  
@ inflamicha [#8268]

Hallo,

laut meiner Portotabelle war die Einschreibgebühr 4 Mark und das Porto 6 Mark für einen Brief bis 20 g. Also Gewichtsstufe 1 !
 

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