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Thema: Deutsches Reich Inflationsbelege
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JoshSGD Am: 05.11.2018 20:17:26 Gelesen: 11665# 7273 @  
@ inflamicha [#7272]

Vielen Dank für die Informationen. Soweit dachte ich nicht.

Ansonsten heute mal ausnahmsweise etwas Dienstliches von mir. Fernbrief bis 100 g von Bad Aibling nach Rostock, gelaufen am 3.4.1922 (PP 7; 1.1. - 30.6.1922), portorichtig frankiert mit 3 Mark, MiF Mi.Nr. D30, D36, D40.



Gruß
Josh

(Datenbank # 12934)
 
muemmel Am: 05.11.2018 22:49:21 Gelesen: 11480# 7274 @  
Guten Abend,

hier eine Fernpostkarte aus der Portoperiode 7:



Gelaufen am 31.3.1922 aus Koblenz nach Bad Kreuznach. Die 30 Pf. der Ganzsachenkarte P140 I reichten nicht mehr für das Porto von 1,25 Mark, also wurde mit Marken der MiNrn. 149 II und 160 auffrankiert.

Schönen Gruß
Mümmel
 
GR Am: 06.11.2018 11:34:50 Gelesen: 10454# 7275 @  
PP23

Anschriftenseitig 2x 312 A, 1x 319A und 4x 322 A, rückseitig 28 x 219A, zusammen 984 Millionen RM. 16 Millionen fehlen demnach für die erforderliche Milliarde.

Auf der Rückseite findet sich im linken unteren Bereich der Frankatur ein Stempel, den ich nicht identifizieren kann in blauer Farbe. Entweder war der Postbedienstete nicht gut im Rechnen oder unaufmerksam.

Gruss
Gerhard


 
JoshSGD Am: 06.11.2018 19:51:13 Gelesen: 10059# 7276 @  
Guten Abend,

nachdem Gerhard etwas buntes gezeigt hat, wobei der Postbeamte sich nicht nur vertan hat, sondern auch nicht die Rückseite stempelte, hier nun eine Fernpostkarte von Brunshaupten nach Berlin, gelaufen am 22.6.1923 (PP 13; 1.3. - 30.6.1923). Portorichtig frankiert mit 40 Mark, MeF Mi.Nr. 241.



Gruß
Josh

(Datenbank # 12959)
 
muemmel Am: 06.11.2018 20:11:15 Gelesen: 10047# 7277 @  
Salut,

wie wäre es mit einer Fernpostkarte aus der Portoperiode 7?



Gelaufen am 13.4.1922 aus Göttingen nach Celle. Frau Charlotte war anscheinend schon weiter gereist und deswegen wurde die Karte nach Augsburg nachgeschickt. Hier wurde eine Ganzsachenkarte P141 I mit Marken der MiNrn. 144 II und 161 auffrankiert.

Schönen Gruß
Mümmel
 
erron Am: 07.11.2018 19:22:40 Gelesen: 8578# 7278 @  
Guten Abend,

dann mache ich zwischendurch mal einen Sprung in die Endzeit der Hochinflation.

Ein etwas überfrankierten Beleg vom 27.11.1923 mit einer "läppischen" Überfrankatur von 36 Milliarden Mark von Darmstadt nach Leipzig aus der PP 26 ist zu sehen.



MiF mit 2 x Nr 329 A, 1 x Nr 328 A, 1 x Nr 327 B, 1 x Nr 326 A.
Versandart: Brief
Verkehrsart: Fernverkehr
Gewichtsstufe: Bis 100g
Porto: 80.000.000.000 Mark
Einschreiben: 80.000.000.000 Mark
Porto und Gebühren: Soll: 160.000.000.000 Mark. Porto Ist: 192.000.000.000 Mark.

Die Stempelabschläge von Darmstadt in Stempeltype 3 * 2 d sind auf Belegen nicht häufig anzutreffen.

Überwiegend sind diese Stempelabschläge auf losen Marken der Dienstmarke Mi. Nr. 65 (10 Pfg orange) mit Stempelabschlag vom 4.4.23 zu finden.

mfg

erron
 
muemmel Am: 07.11.2018 20:18:54 Gelesen: 8492# 7279 @  
@ erron [#7278]

Mein lieber Bruno,

das Porto für Fernbrief bis 100 g betrug 112 Milliarden, dazu 80 Milliarden, macht zusammen 192 Milliarden. Verklebt wurden aber 228 Milliarden, das sind dann die von dir angegebenen 36 Milliarden Überfrankatur. Aber macht nichts, jeder darf sich mal verrechnen.

Grüßle
Mümmel
 
muemmel Am: 07.11.2018 20:22:47 Gelesen: 8489# 7280 @  
Hallöle,

ich bleibe zunächst weiter bei den Postkarten aus der Portoperiode 7:



Gelaufen am 21.2.1922 aus Hamburg nach Lörrach-Stetten. Mit Marken der MiNrn. 158 und 163 auffrankierte Ganzache P141 I.

Schönen Gruß
Mümmel
 
inflamicha Am: 07.11.2018 21:44:49 Gelesen: 8428# 7281 @  
Guten Abend,

Fernpostkarte kann ich auch:



Vom Evangelisch-Lutherischen Pfarramt in Marktredwitz kommt diese Postkarte nach Schirnding bei Arzberg in Oberfranken vom 14.11.1922 (PP 9), Portoerfordernis 3 Mark. Die verwendete Ganzsache DP 7/02 (mit dem selteneren Druckjahr 1921) wurde entsprechend mit den Dienstmarken D 35 (2), D 43 (2) und D 46 auffrankiert.

Gruß Michael
 
Baldersbrynd Am: 08.11.2018 16:06:11 Gelesen: 7141# 7282 @  
Hallo Erron und Mümmel,

Fernbrief 100-250 Gramm = 128 Milliarden Mark, Einschreiben = 80 Milliarden Mark.

Zusammen 228 Milliarden Mark, das stimmt mit den Briefmarken 57 Milliarden X 4 = 228 Milliarden Mark

Viele Grüße
Jørgen
 
muemmel Am: 08.11.2018 18:13:38 Gelesen: 7018# 7283 @  
@ Baldersbrynd [#7282]

Hallo Jørgen,

ein Brief der 3. Gewichtstufe (> 100 bis 250 g) wäre denkbar, aber von der Größe her eher unwahrscheinlich. Jedenfalls nach meiner Meinung.

Aber selbst wenn es so sein sollte, ergeben die 128 Milliarden Porto und 80 Milliarden Einschreibgebühr zusammen 208 Milliarden. Dann wäre der Brief immer noch um 20 Milliarden überfrankiert.

Schönen Gruß nach Dänemark
Mümmel
 
JoshSGD Am: 08.11.2018 21:14:49 Gelesen: 6830# 7284 @  
Guten Abend,

heute kommt vom Ersttag der PP 17, 01.09.1923, ein Fernbrief bis 20g von Berlin nach Hamburg auf den Tisch. Portorichtig frankiert mit 75.000 Mark, MiF Mi.Nr. 253a, 273, 278 X und 280.



Gruß
Josh

(Datenbank # 12936)
 
inflamicha Am: 08.11.2018 21:46:31 Gelesen: 6794# 7285 @  
Guten Abend!

Die Rechnerei scheint noch im Gange zu sein, mal sehen wie das ausgeht.

Einstweilen will ich euch hiermit erfreuen:



Am 30.7.1922 (PP 8) wurde im Ostseebad Müritz eine Ganzsachenpostkarte P 120 A I nach Leipzig aufgegeben. Der Wertstempel zu 30 Pfg. war für das nötige Porto in Höhe von 1,50 Mark nicht mehr genug, es musste auffrankiert werden. Eine Mi 187 war schnell aufgeklebt, für die fehlenden 20 Pfg. war aber offensichtlich keine Marke zur Hand. Not macht erfinderisch, eine halbierte 40 Pfg.-Marke (Mi 163) sollte es richten. Das war natürlich nicht zulässig, weshalb die halbe Marke blau eingerahmt und Nachporto in Höhe des doppelten Fehlbetrages erhoben wurde. Der Empfänger war in Leipzig nicht mehr anzutreffen, weshalb die Leipziger Postkasse um die 40 Pfg. entlastet und die Karte nach Magdeburg nachgesandt wurde. Hier wurde ein roter Portostempel ohne Datums- und Uhrzeitleiste abgeschlagen und das Nachporto vom Herrn Studienrat eingehoben.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 08.11.2018 22:03:42 Gelesen: 6775# 7286 @  
@ inflamicha [#7285]

Hallo Michael,

ein wahrhaft schönes Teil.

@ alle

aus der Portoperiode 7 wäre da noch eine Postkarte an einen Geheimen Hofrat Prof. Dr. nebst Gemahlin:



Diese wurde am 27.6.1922 aus Heidelberg auf den Weg nach München geschickt. Auch hier reichten die 40 Pf. der Ganzsache P141 I für das Porto von 1,25 Mark nicht aus und es wurde mit Marken der MiNrn. 140 und 149 II auffrankiert.

Grüßle
Mümmel
 
Baldersbrynd Am: 09.11.2018 08:54:55 Gelesen: 6207# 7287 @  
@ muemmel [#7283]

Hallo Mümmel,

Du hast recht, ich kaufe mir ein neues Taschenrechner.
Der eingebaute im Kopf ist ein bischen langsam.

Viele Grüße aus Dänemark.
Jørgen
 
muemmel Am: 09.11.2018 19:37:31 Gelesen: 5725# 7288 @  
Guten Abend,

heute gibt es eine Drucksache aus Nathans Sammlung:



Gelaufen am 31.10.23 (Letzttag der Portoperiode 21) aus Weimar nach Erfurt, portorichtig mit einer Marke der MiNr. 310 frankiert.

Grüßle
Mümmel
 
inflamicha Am: 09.11.2018 21:34:10 Gelesen: 5634# 7289 @  
Guten Abend,

ich übernehme dann mal Mümmels Part mit den Fernpostkarten:



Bis zum 30.6.1920 durften bayerische Briefmarken und Ganzsachen aufgebraucht werden, bevor sie ihre Gültigkeit verloren. Hier wurde am 14.5.1920 (PP 5) eine bayerische Ganzsachenpostkarte P 114 I/01 als Fernpostkarte von Pasing nach Markranstädt bei Leipzig verwendet. Das Porto kostete 30 Pfennig, weshalb die Karte mit einer Deutsches Reich Mi 121 X (mit besonders magerem Aufdruck) auffrankiert wurde.

Gruß Michael
 
Baldersbrynd Am: 10.11.2018 11:14:42 Gelesen: 5000# 7290 @  
Guten Tag,

Drucksache, Einschreiben, Luftpost gesendet aus Berlin nach Nürnberg, weitergeschickt nach München.

Gesendet am 31.7.1923, letzte Tag der PP 14, angekommen in Nürnberg am 2.8.23, in München 3.8.23.

Porto Drucksache 0-25 Gramm 60 Mark, Einschreiben 300 Mark und Luftpostzuschlag 50 Mark, zusammen 410 Mark.

Viele Grüße
Jørgen


 
muemmel Am: 10.11.2018 19:33:08 Gelesen: 4454# 7291 @  
Guten Abend,

heute wieder eine Postkarte aus der Portoperiode 7:



Gelaufen am 8.6.1922 aus Tengen nach Donaueschingen. Auch hier wurde eine Ganzsache P141 I mit Marken der MiNrn. 144 II und 161 auffrankiert.

Einen schönen Sonntag wünscht
Mümmel
 
JoshSGD Am: 10.11.2018 20:22:38 Gelesen: 4412# 7292 @  
Guten Abend,

heute ein paar Posthörner auf einer Fernpostkarte vom 14.2.1923 (PP 12; 15.1. - 28.2.1923), gelaufen von Hagen nach Berlin und mit 25 Mark portorichtig frankiert, Mi.Nr. MiF Mi.Nr. 206, 224 a und 225.



Gruß
Josh

(Datenbank # 12973)
 
inflamicha Am: 10.11.2018 22:53:05 Gelesen: 4279# 7293 @  
Guten Abend,

auch von mir eine Fernpostkarte:



Diese kam am 12.9.1923 (PP 17) aus Hirschberg und war nach Berlin in die Jägerstraße adressiert. Für die fälligen 30.000 Mark Porto wurden 6 Exemplare der Mi 256 verklebt.

Gruß Michael
 
erron Am: 11.11.2018 18:20:46 Gelesen: 3172# 7294 @  
Guten Tag,

heute einen großformatigen Dienst-Aktenbrief vom Amtsgericht Altona nach Altona, versendet als Ortsbrief bis 20 Gramm in der PP 23 vom 5.11.-11.11.23.

Verklebt wurden von der Dienstmarke Nr. 98 genau 100 Marken zu je 5 Millionen Mark.

Zu diesem Zeitpunkt waren diese Marken fast schon "kleinstwertige" Marken. Das Altonaer Amtsgericht hatte anscheinend noch jede Menge davon.



Stempeldatum 6.11.23

Erforderliche Gebühr für einen Brief bis 20 Gramm: 500 Millionen Mark.

Massenfrankatur mit 100 Marken der Dienst Nr. 98 auf Aktenbrief.

mfg

erron
 
muemmel Am: 11.11.2018 21:37:05 Gelesen: 2982# 7295 @  
Guten Abend,

eine weitere Fernpostkarte aus der Portoperiode 7:



Gelaufen am 10.5.1922 aus Leipzig nach Sangerhausen. Auch hier reichten die 75 Pf. der Ganzsachenpostkarte P152 I nicht aus, so dass eine Marke der MiNr. 168 zugeklebt werden musste.

Schönen Gruß
Mümmel
 
inflamicha Am: 11.11.2018 21:52:35 Gelesen: 2964# 7296 @  
Guten Abend,

und noch eine Fernpostkarte:



Die Karte vom 7.8.1923 (PP 15) kommt von der Stadtgirokasse in Penig und war an den Gemeindevorstand Langenleuba-Oberhain (heute Stadtteil von Penig) gerichtet. Angezeigt wurde die Gutschrift einer Überweisung von der Kassenverwaltung der Amtshauptmannschaft Rochlitz. Für die nötigen 400 Mark Porto wurde eine Mi 250 verklebt.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 13.11.2018 21:43:41 Gelesen: 14# 7297 @  
Guten Abend,

ein Nachportobeleg aus der PP 20:



Laut innerem Text aus Wankendorf (Kreis Plön) stammend erhielt der Kartenbrief nach Berlin-Tegel am 12.10.1923 den Bahnpoststempel NEUMÜNSTER-ASCHEBERG ZUG 623. An Porto waren 5 Mio Mark zu entrichten, frankiert wurde aber nur mit einer Mi 309 AW zu 2 Mio Mark. Es wurde also Nachporto in Höhe des anderthalbfachen Fehlbetrages = 4,5 Mio Mark erhoben. Rückseitig ist ein Kreisobersegmentstempel in Innendienstverwendung von Tegel abgeschlagen, dokumentiert sind 3 Zustellversuche: 13., 14. und 15.10. / "Nicht angetroffen", "desgl."(eichen) und "desgl."(eichen). Der 4. Versuch scheint dann wohl erfolgreich gewesen zu sein.

Gruß Michael
 

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