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Thema: Deutsches Reich Inflationsbelege
Das Thema hat 8932 Beiträge:
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Totalo-Flauti Am: 08.04.2021 11:08:28 Gelesen: 28701# 8908 @  
Liebe Sammlerfreunde,

eine Postkarte vom 14.01.1923 (Letzttag PP 11) aus Leipzig nach Helmstedt. Die notwendigen 15 Mark wurden mit Mi. 205 und 206 dargestellt.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
muemmel Am: 08.04.2021 20:54:33 Gelesen: 27916# 8909 @  
Salut,

nachdem alle Ostereier hoffentlich gefunden wurden und der Alltag uns wieder hat, hier ein Beleg aus meinem eigentlichen Sammelgebiet (das mit den Sonntagsbelegen war 2018 aus einer Laune heraus entstanden):



Wir sehen hier einen Bücherzettel vom 18.11.23 (Portoperiode 24) ab Altona nach Düsseldorf. Für Bücherzettel galt der Drucksachentarif, hier also 2 Milliarden (2 x Mi. 325 AP).

Bücherzettel sind mit einem Vordruck versehene Zettel oder Karten zum Bestellen, Abbestellen von Büchern, Zeitschriften, Bildern und Noten. Nachgetragen werden durften nur Angaben zur Bezeichnung der Werk sowie deren Stückzahl.

In diesem Fall orderte die Mattig´sche Buchhandlung in Altona diverse Druck- bzw. Buchwerke beim Düsseldorfer Schwann-Verlag.

Es grüßt
Mümmel
 
filunski Am: 09.04.2021 12:46:02 Gelesen: 26679# 8910 @  
Verehrte Infla-Freunde,

heute mal nicht bei den Handrollstempeln, sondern hier im Thema, da der Beleg gerade für Infla-Sammler von Interesse sein dürfte. Er schlummerte bis vor Kurzem unerkannt in einem Belegelot eines Händlers.

Hier erst mal der Beleg, Firmenbrief (bis 20g) im Fernverkehr, aufgegeben als Einschreiben am 5.9.1923 in Leipzig an eine andere Firma in Osnabrück (dort angekommen am 7.9.1923, Ankunftstempel rückseitig) [1]:



Portorichtig frankiert mit insgesamt 150.000 RM (75.000 Brief/Fernverkehr + 75.000 Einschreibegebühr), 2 x 5.000 (MiNr 256) + 7 x 20.000 (MiNr 280).

Das besondere ist aber der, besser die Aufgabestempel LEIPZIG / f 13 *, kreuz und quer über die Briefvorderseite verteilt. Es handelt sich hier um einen frühen Versuchs-Handrollstempel, Sylbe-Maschinenstempel Umbau über den sich wohl mümmel besonders freuen wird! ;-)

Viele Grüße,
Peter

[1] https://www.inflaseiten.de/belege/zeigen/15850
 
inflamicha Am: 09.04.2021 13:32:15 Gelesen: 26600# 8911 @  
@ filunski [#8910]

Hallo Peter,

ich sehe den 6.9. als Stempeldatum, das passt auch besser zum Ankunftsstempel vom 7.9.- damals waren die Sendungen in der Regel am nächsten Tag am Zielort. In der Belegedatei habe ich es schon entsprechend berichtigt.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 09.04.2021 14:01:00 Gelesen: 26557# 8912 @  
@ filunski [#8910]

Servus Peter,

wie Michael schon schrieb, sehe auch ich den 6.9.23 als Datum. Aber allemal wiederum ein schöner Beleg mit diesem Handrollstempel. Danke für die Vorstellung hier und Einstellung in die Belege-Datenbank.

Für die Registratur hätte ich allerdings bitte Scans von Vorder- und Rückseite direkt von Dir, da die Bilder hier ja "eingedampft" werden.

Schönen Gruß
Mümmel
 
filunski Am: 09.04.2021 14:05:17 Gelesen: 26553# 8913 @  
@ inflamicha [#8911]

Hallo Michael,

Ja, du hast Recht, danke fürs genaue Hinschauen! ;-)

Ich hab einen der Stempelköpfe mal vergrößert und etwas nachbehandelt, jetzt sieht man auch die 6:



Viele Größe,
Peter
 
philast Am: 10.04.2021 16:05:40 Gelesen: 24488# 8914 @  
Hallo,

heute stelle ich einen Postfreistempel auf Streifband nach Macassar Niederländisch Indien (Indonesien) vor.

Gestempelt in Pößneck am 19.10.22 mit einem Betrag von 24 M(ark). Dies deckte eine Drucksache (Zeitschrift) der 6. Gewichtsstufe ab (251-300 g, je 4 M pro 50 g).

Die Rückseite hat leider kein Ankunftsstempel.



Mit freundlichen Grüßen
philast
 
inflamicha Am: 10.04.2021 20:26:00 Gelesen: 24062# 8915 @  
Guten Abend,

von mir gibts heute eine Warenprobe bis 100 g:



Die Firma Baumhüter Mechanische Langhanf-Spinnerei und Zentrifugenschnurenfabrik in Batenhorst bei Wiedenbrück in Westfalen sandte diese am 21.7.1919 (PP 3) nach Hamburg. Das Porto betrug nur 10 Pfennig, ein Brief mit gleichem Gewicht wäre mit 25 Pf. zu bezahlen gewesen. Eine echte Ersparnis also. Die Briefklappe ist nicht verschlossen, so dass die Post bei Bedarf kontrollieren konnte, ob der preisgünstigere Versand gerechtfertigt war. Frankiert wurde mit einer Mi 107.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 11.04.2021 12:41:11 Gelesen: 21599# 8916 @  
Hallo,

auch bei Mischsendungen resp. Geschäftspapieren kam die Reichspost der Wirtschaft sehr entgegen:



Von der Firma NEUROLA München wurde diese Mischsendung (wieder mit offener Klappe für Kontrollzwecke) am 25.1.1921 (PP 5) in die Schweiz gesandt. Verklebt wurden 40 Pf. mittels einer Mi 145 a II. Möglich waren dafür bis zu 250 g Gewicht. Ein Brief bis 20 g kostete bereits das Doppelte, für jede weiteren 20 g kämen 60 Pf. hinzu. Eine echte Ersparnis also, mit der die Reichspost zur Erholung der durch den Krieg zerrütteten Wirtschaft beitragen wollte.

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 11.04.2021 21:37:45 Gelesen: 20801# 8917 @  
Huch,

heute ist Sonntag, da wird es höchste Eisenbahn, einen dazugehörigen Beleg zu zeigen:



Fernbrief vom 23.9.23 (Portoperiode 18) ab Hildesheim ins vogtländische Plauen. Das Porto betrug 250.000 Mark und wurde hier mit Marken fünf verschiedener Wertstufen zusammengestellt.

Schöne Grüße
Mümmel
 
JoshSGD Am: 12.04.2021 13:10:26 Gelesen: 19374# 8918 @  
Hallo,

vom Letzttag der PP24 (12.11. - 19.11.1923) der nachfolgende Fernbrief bis 20 g, gelaufen von Thalheim nach Nürnberg und mit 10 Mia Mark portorichtig frankiert, MeF Mi.Nr. 325 A Pa.



Gruß
Josh

(Datenbank # 15813)
 
inflamicha Am: 12.04.2021 21:42:32 Gelesen: 18488# 8919 @  
Guten Abend,

ich eröffne heute eine kleine Partie mit Rohrpostbelegen. Los gehts hiermit:



Die Rohrpostkarte wurde in Berlin N 113 aufgegeben, der Zielort Berlin-Reinickendorf (Ost) lag außerhalb des Rohrpostnetzes, weshalb eine erhöhte Gebühr- hier 650.000 Mark- zu entrichten war. Frankiert wurde mit Mi 275 a (3) und 296 (2).

Gruß Michael
 
JoshSGD Am: 13.04.2021 13:26:08 Gelesen: 16786# 8920 @  
Hallo,

von mir heute ein Paket bis 5 kg bis 375 km, gelaufen von Erdeborn nach Berlin am 6.11.1923 (PP 23; 5.11. - 11.11.1923) und mit 7 Milliarden Mark portorichtig freigemacht, MeF Mi. Nr. 325 A Pa.



Gruß
Josh

(Datenbank # 15812)
 
inflamicha Am: 13.04.2021 21:19:41 Gelesen: 16084# 8921 @  
Guten Abend,

weiter gehts mit diesem Rohrpostbrief aus der PP 3:



Der Brief war am 5.7.1919 von Berlin NW 87 nach O 112 unterwegs. Für die 35 Pf. Rohrpostgebühr wurde eine Mi 103 a verklebt.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 13.04.2021 22:09:16 Gelesen: 16005# 8922 @  
Ebenfalls einen guten Abend,

tja, Rohrpostbelege sind bei mir leider Mangelware. Aber einen Wertbrief vom Letzttag der Portoperiode 24 (19.11.23) hätte ich da noch:



Der Brief ging von Frankfurt am Main auf die Reise zur Bayerischen Staatsbank Augsburg. Schön aussehen tut er nicht wirklich, aber wenn man die damalige unvorstellbare Inflation dokumentieren will, gehören solche Belege auch dazu. Lediglich einen erforderlichen Stempelabschlag mit Ort, Datum und Uhrzeit sieht man hier. Die Marken wurden mit einem in Frankfurt selbstgebastelten Kork- oder Gummistempel entwertet. Derartige Päckchen- oder Grobentwertungen waren in der Inflationszeit keine Seltenheit.

Postalische Daten: Fernbrief > 20-100 g 14 Milliarden, Einschreibgebühr 10 Milliarden, Versicherungsgebühr 200 Millionen (2 % der Wertangabe). Wieder ein schönes Beispiel, dass der Wert niedriger war als die Summe von Porto und Gebühren.

Grüßle
Mümmel
 
Tuffi Am: 14.04.2021 09:38:42 Gelesen: 14978# 8923 @  
@ muemmel [#8922]

Hallo Mümmel,

so einen schönen Handrollstempelvorläufer habe ich von Frankfurt noch nicht gesehen. Frankfurt hat zeitgleich auch eine Stempelwalze zur Entwertung mit der Hand eingesetzt.

Danke fürs zeigen.

Gruß Tuffi
 
JoshSGD Am: 14.04.2021 15:10:48 Gelesen: 14513# 8924 @  
@ muemmel [#8922]

ein schöner Behelfsstempel. :-)

Ansonsten ist der nachfolgende Einschreibe-Fernbrief der 2. Gewichtsstufe von Duisburg nach Hannover weniger spektakulär. Dieser lief am 14.11.1923 (PP24; 12.11. - 19.11.1923) und mit 24 Milliarden Mark tarifrichtig freigemacht, 14 Milliarden Porto + 10 Milliarden Mark Einschreibgebühr, MiF Mi. Nr. 324 A P und 325 A Pa.

Rückseitig hat die dritte Marke der oberen Reihe noch den Plattenfehler "Sprung im Korbdeckel".



Gruß
Josh

(Datenbank # 15811)
 
inflamicha Am: 14.04.2021 21:10:17 Gelesen: 14026# 8925 @  
Guten Abend,

mein heutiger Beleg diente der schnellen (wohl vergessenen) Übermittlung von Hochzeitsglückwünschen:



Diesmal ging die Reise vom Postamt C 45 nach Berlin N 113, am 12.12.1922 (PP 10) waren dafür 21 Mark zu entrichten. Frankiert wurde mit Mi 167 und 207 P.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 16.04.2021 21:12:43 Gelesen: 9831# 8926 @  
Guten Abend,

weiter geht es mit diesem Ganzsachenumschlag:



Der Rohrpostbrief aus der PP 5 wurde am 17.5.1920 in Berlin SW 12 aufgegeben, die Empfängerin wohnte in der Nähe des Rohrpostamtes O 27. Verwendet wurde die Ganzsache RU 8 mit einem Wertstempel zu 35 Pf.- auffrankiert mit 3mal Mi 103 b, da die Rohrpostgebühr mittlerweile 1,40 Mark betrug.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 17.04.2021 22:32:54 Gelesen: 7267# 8927 @  
Guten Abend,

heute eine Einzelfrankatur der Mi 194:



Diese klebt auf einem Rohrpostbrief vom 17.8.1922 (PP 8), befördert vom Postamt Berlin O 34 nach N 113, welcher mit 5 Mark zu bezahlen war.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 17.04.2021 22:55:02 Gelesen: 7202# 8928 @  
Halloooo,

es ist zwar noch nicht Sonntag, aber eine kleine Einstimmung mit einem solchen Beleg kann nicht schaden:



Einfacher Fernbrief vom 4.9.1921 ab Berlin nach Coburg, frankiert mit einer Mi. 147.

Schönen Gruß
Mümmel
 
muemmel Am: 18.04.2021 12:26:19 Gelesen: 5810# 8929 @  
Guten Morgen,

das ist ja immer die Zeit nach dem Erwachen und Frühstück. :-)

Heute nun der sonntägliche Sonntagsbeleg:



Wir sehen ein Couvert mit einer 15-Pfennig-Marke (Mi. 160), abgestempelt am 1.1.1922 (Ersttag der Portoperiode 7). Nun konnte man aber mit einer Einzelfrankatur dieser Wertstufe keine Postsendung mehr bestücken, denn eine einfache Drucksache kostete in der PP 7 bereits 50 Pfennig. In der vorangegangenen PP 6 waren die 15 Pf. das Standardporto für Drucksachen bis 50 Gramm. Schaut man sich sich nun noch die Uhrzeit 8-9 V im Stempel an, löst sich ein "Fehlporto" in Wohlgefallen auf. Die Drucksache wurde nämlich einen Tag zuvor in den Briefkasten eingeworfen und nach der ersten Briefkastenleerung am 1.1.22 gestempelt und zum alten Tarif befördert.

Sonnige Grüße
Mümmel
 
inflamicha Am: 18.04.2021 22:02:59 Gelesen: 4821# 8930 @  
Guten Abend,

auch der Sonntag soll nicht ohne Rohrpostbeleg vergehen:



Die Ganzsache RP 20 mit nötiger Zusatzfrankatur Mi 93 II b = 1,30 Mark wurde am 12.1.1921 (PP 5) in Berlin W 9 um 12.20 Uhr aufgegeben, vom Zielort Charlottenburg fehlt leider ein entsprechender Ankunftsstempel. Wahrscheinlich war die Karte so eilig, dass für das Anbringen desselben keine Zeit war. ;-) Wenigstens konnte der Eilzusteller noch seinen "Brikett"-Stempel abschlagen.

Gruß Michael
 
JoshSGD Am: 19.04.2021 08:03:17 Gelesen: 3788# 8931 @  
Hallo,

da wir kaum verreisen können, heute mal eine Ansicht aus dem schönen Wernigerode im Harz. Die nachfolgende Postkarte lief nach Fredensborg, Dänemark am 6.8.22 (PP 8: 1.7.1922 - 30.9.1922) und ist mit 3,50 Mark portorichtig frankiert, MiF Mi.Nr. 183a und 192.



Gruß
Josh

(Datenbank # 15880)
 
inflamicha Am: 20.04.2021 21:18:44 Gelesen: 603# 8932 @  
Guten Abend,

auch mein heutiger Beleg war nach Charlottenburg adressiert:



Eine Ganzsachenpostkarte P 140 I wurde per Rohrpost ab Neukölln am 23.1.1922 (PP 7) an Herrn Lemke gesandt, der 30 Pf.-Wertstempel reichte für die 4,50 Mark Rohrpostkartengebühr natürlich nicht aus. So wurde auffrankiert- 3mal Mi 151 a, Mi 158 und Mi 163 sorgten für ausreichende Frankierung.

Gruß Michael
 

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