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Thema: Luxemburg: Briefmarken Fälschungen
Mondorff Am: 23.06.2018 22:30:05 Gelesen: 1387# 1 @  
Abgesehen davon, dass die Marken selbst falsch sind - alle diese Stempel (Vierringstempel etwa) kommen auf Luxemburg-Marken nicht vor.

Schon daran ist erkennbar, dass die Marken falsch sind:





Schönen Gruß
DiDi
 
marc123 Am: 05.07.2018 16:00:42 Gelesen: 1287# 2 @  
@ Mondorff [#1]

Hallo Dieter,

toll dass Du dieses wichtige Thema hier eingestellt hast. Ich möchte an dieser Stelle die Abstemplungen der Fälschungen der Gebrüder Spiro aus Hamburg (sogenannte Hamburger-Fälschungen) vorstellen. Fast alle sind Phantasie Stempel. Ähnlichkeit mit echten Stempeln hat nur der Datumsstempel vom Französischen Typ von Luxemburg. Die zwei Haupterkennungsmerkmale sind dünnes Papier und die Marken sind umrahmt, was bei Originalen nicht der Fall ist. Diese existieren bei den Wappenmarken nur bei den Michel-Nummern 3-11.



Hamburger-Fälschungen. Die meisten sind sehr einfach anhand ihrer Stempel zu erkennen. Handelswert, ca. 5 Euro. Man trifft sie leider sehr häufig auf den bekannten Internetauktionen, aber auch in Auktionslosen, als echte Marken bezeichnet. Dies sowohl als Einzellose aber auch häufig in Sammellosen.



Echte Stempel zum Vergleich, von links: Französischer Typ; Linearer Stempel Trier (Zufallsstempel, sehr selten, hier Marke restauriert, gestrichelte Linien in den Rändern sind nachgezeichnet, existieren nicht bei echten Marken); Rauten, nur aus Ettelbrück; PD, echte Stempel sind umrahmt, Ausländischer Nummern-Stempel (Belgien oder Frankreich, sehr selten); Dreikreisstempel (Vierkreisstempel existieren nicht im Original); Franco (echte Stempel sind umrahmt).

Beste Grüße
Marc
 
marc123 Am: 05.07.2018 16:17:19 Gelesen: 1278# 3 @  
@ marc123 [#2]

Einheiten der Hamburger Fälschungen sind sehr selten. Auch ungestempelt findet man sie fast nie (Mir ist nur ein Exemplar bekannt).



Hier ein Viererstreifen. Gut erkennbar, die Trennungslinien.



Echter Viererblock (ex Caspary), ohne Trennungslinien.

Beste Grüße
Marc
 
marc123 Am: 08.07.2018 12:57:41 Gelesen: 1222# 4 @  
@ marc123 [#2]



Hier mal ein aktuelles Beispiel von eBay. Die erste Marke ist eine Hamburger Fälschung (am Stempel erkennbar, siehe Beitrag 2, letzte Marke). Auch die dritte Marke ist verfälscht (Durchstochene Marke mit abgeschnittenem Durchstich). Die Marke in der Mitte ist echt (Katalog ca. 25 Euro). Der Verkäufer gibt einen Katalogwert von Euro 445 an. Bei Echtheit schreibt er nicht bestimmt.

eBay 163129409797

Beste Grüße
Marc
 
marc123 Am: 08.07.2018 13:06:32 Gelesen: 1218# 5 @  
@ marc123 [#2] und [#3]



Weiteres Beispiel: Zweite Marke oben, erste Marke unten. Erkennbar sind die Umrahmungen, besonders bei der 25 Centimes. Bei der 10 Centimes fällt der Stempel sofort ins Auge (Stempel 2, Beitrag 2).

Beschreibung: Katalogwert 950 Euro, Echtheit: Echt.

eBay 302688219039

Liebe Grüße
Marc
 
marc123 Am: 02.08.2018 23:53:44 Gelesen: 1077# 6 @  
Ein schönes Beispiel einer Hamburger Fälschung. Sehr gut erkennbar sind die Umrahmungen und der typische Falschstempel, vier Kreise.

Angeboten wird die Fälschung zum Ausruf von ca. 140 Euro, aktuell bei AB Philea (360. Auktion, Los 2129) als Michel Nr. 4, Katalog 700 Euro.



Beste Grüße
Marc
 
marc123 Am: 28.12.2018 18:51:56 Gelesen: 716# 7 @  
Fälschungen von François Fournier

Von sämtlichen Wappenmarken (1859-1880) existieren Fälschungen von François Fournier. Man findet sie häufig in Internet Auktionen, sowie bei Auktionshäusern in Einzel- sowie auch in Sammellosen, dort als echte Marken angeboten. Sie kommen mit echt wirkenden Stempeln, aber auch mit Fantasiestempeln vor.

Diese sind sehr leicht zu erkennen, wenn man einen einfachen Trick kennt. Die Falschen Marken der hohen Werte (ab 10 Centimes) haben im zweiten weißen Buckel einen Punkt.



Zwei Fournier-Fälschungen links mit Fantasiestempel, rechts echt wirkender Stempel.



Echte Marke



Details der Marken. Die beiden ersten falschen Marken, mit Punkt, die rechte Marke, echt, ohne Punkt.

Beste Grüße
Marc
 
marc123 Am: 28.12.2018 19:36:30 Gelesen: 702# 8 @  
Fälschungen von François Fournier

Auch die kleinen Werte (159-1880) wurden von Fournier gefälscht. Diese sind leicht an einem weißen Fleck über dem D erkennbar.



Links Fournier-Fälschung, rechts echte Marke.



Details, links falsch, rechts echt.

Beste Grüße
Marc
 
marc123 Am: 30.12.2018 09:25:31 Gelesen: 615# 9 @  
@ marc123 [#7]

Hier mal ein aktuelles Beispiel einer Fournier-Fälschung bei eBay 153321640894



Der Punkt im zweiten weißen Buckel ist deutlich erkennbar.

Beste Grüße
 
marc123 Am: 30.12.2018 09:54:27 Gelesen: 609# 10 @  
@ marc123 [#7]

Auch bei Auktionshäusern findet man Fournier-Fälschungen häufig. Hier ein sehr auffälliges Beispiel. So breitrandig ist die Marke bzw. der Probedruck nicht im Original.



Beim Auktionshaus Lenz im Nachverkauf für 100 Euro, Los 760. 1879, 37 1/2 C. gelbbraun, ohne Aufdr. - ungezähnt, sehr breitr. Prachtstück - Gummireste (Mi.-Preis für ohne G.) 600,- Auch hier ist der Punkt gut erkennbar.

https://www.briefmarken-lenz.de/katalog/suche/?FldKatalog=&FldLand=ALL&FldLandMuenzen=ALL&FldLosnummer=&FldMichelnummer=&FldStichwort=&a=katalogSuche&FldLosnummerStart=753&FldLosnummerEnd=779

Beste Grüße
Marc
 
Mondorff Am: 15.03.2019 22:04:10 Gelesen: 93# 11 @  
Allgemein sollte bekannt sein, dass es "ausreichend" Aufdruck-Fälschungen der Dienstmarken gibt.

Hier nun wieder eine mit falschem S.P.-Aufdruck und ganz leicht als Fälschung zu erkennen.



Dienstbriefe wurden allgemein zur Frankierung und zur anschließenden Entwertung der Marken zum Hauptpostamt Luxembourg-Ville transportiert. Kleinere Postämter, Postagenturen, Postrelais geschweige denn Paketpostagenturen wurden nicht mit Dienstmarken beliefert.

Wie also sollte solch eine Paketpostagentur wie USELDANGE dazu kommen, diese Marke zu entwerten?

Der S.P.-Aufdruck * wurde nachträglich auf einer schon gestempelte Marke angebracht.

Schade um eine Marke mit diesem seltenen Stempel.

Gruß DiDi

* S.P. = Service publique = Dienstsache (Öffentlicher Dienst) = Dienstmarke
 
Mondorff Am: 16.03.2019 14:47:36 Gelesen: 56# 12 @  
Auch allgemein bekannt sein sollte, dass Marken im sog. Haarlemer Druck (Mi-Nr. 37/44) besonders gern mit der Schere bearbeitet werden, um daraus Marken der Mi.-Nr. 3/9 zu machen.



Neben dem gröberen Druck verraten die Stempel die Fälschung. Die waren zum Zeitpunkt der Ausgabe noch nicht da. Bei der Mi.-Nr. 3 (eine mit der Schere bearbeitete Mi.-Nr.37), deren Original 1863 ausgegeben wurde, ist (mit dem Photokopierer) ein Stempeltyp d'raufgesetzt, der erst ab 1905 zum Einsatz kam.

Leider gibt es aber auch Auktionsfirmen, die diesen Fabrikationen von Philoutelisten nicht gewachsen sind und sie eben unter der Nr. 3 oder 4 einstellen.

Schönen Gruß
DiDi
 
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