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Thema: Bahnpost: Besonderheiten der Postbeförderung
Das Thema hat 124 Beiträge:
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Seku Am: 09.11.2019 21:22:43 Gelesen: 9758# 100 @  
@ Richard [#99]

Guten Abend Richard,

ich hatte das Thema Bahnpost: Besonderheiten der Postbeförderung so verstanden, dass Bahnpost eine Besonderheit der Postbeförderung ist. Daher die Belege mit Thema Postbeförderung im Bahnpostwagen

Bereits seit fünf Jahren werden hier Beispiele von Postbeförderung in Bahnpostwagen gezeigt. Warum soll das plötzlich nicht mehr gehen ?

Wünsche einen schönen Sonntag

Günther
 
Ameise Am: 17.02.2020 18:34:39 Gelesen: 7323# 101 @  
Hallo,

weiß jemand was der Einschreibzettel: "Vom Ausland über Bahnpost 5" bedeutet?

Ich habe mal auch den gesamten Beleg + Rückseite eingescannt.





Danke schon mal und viele Grüße
Enrico
 
Seku Am: 29.03.2020 23:09:19 Gelesen: 6406# 102 @  
DDR 1990 - Stempel 500 Jahre Postwesen - Preußischer Bahnpostwagen



Mi.-Nr. 1842

Frankreich 1995 - Letzter Verkehrstag zwischen Paris und den Pyrenäen. Ein Bahnpostwagen im Bahnhof Saint-Jean Bordeaux



Mi.-Nr. 2965 A

Österreich 1988 - Tag der Briefmarke (siehe auch @ [#48])



Mi.-Nr. Mi.-Nr. 1942

Schweden 1986 - Ältester Bahnpostwagen Schwedens, steht im Eisenbahnmuseum Gävle



Mi.-Nr. 1399

Schweiz 1990 Bahnpostwagenim PTT-Museum Bern.

Bildpostkarte
 
Seku Am: 01.04.2020 00:04:15 Gelesen: 6352# 103 @  
Bis gestern fuhren die Postzüge noch so (wie dort gezeigt [#82]) durch unser Nachbarland. Wegen der Corona-Krise benötigt aber Swiss-Cargo jeden fahrbereiten Waggon für den Transport von lebenswichtigen Gütern. So musste die PTT ihr Wagenmaterial abgeben. Deshalb spritzte man Schüttgutwagen einfach gelb und benutzt diese seit heute zum Posttransport.



Hier ein erster Leerzug, schon gestern aufgenommen.
 
Altmerker Am: 01.04.2020 10:03:07 Gelesen: 6313# 104 @  
Mir ist in dieser aktuellen Lage nicht nach Aprilscherzen, aber das dürfe einer sein.
 
skribent Am: 01.04.2020 16:46:28 Gelesen: 6272# 105 @  
@ Ameise [#101]

Hinter der Bezeichnung Bahnpost 5 verbarg sich das Post-Speditionsamt 5 in Breslau. Hier wurde die Post, die über die Oberschlesische- und die Wilhelms-Bahn nach Deutschland kam, weitergeleitet. Erkennbar am Bahnpoststempel des Kurses BRESLAU-KATTOWITZ.

MfG >Franz<
 
Seku Am: 03.04.2020 07:59:13 Gelesen: 6189# 106 @  
@ [#103]

Und so fuhr 1996 DIE POST durch die Schweiz.



Aufnahme aus Bern
 
Seku Am: 09.04.2020 06:37:02 Gelesen: 6034# 107 @  
@ Altmerker [#104]

Guten Morgen Uwe,

jetzt ist die Welt wieder in Ordnung. Bild von gestern bei Boudry im Kanton Neuenburg



Alle vier Fotos in diesem Zusammenhang von: Mario Stefani

Ich wünsche allen ein frohes Osterfest, bleibt xsund !

Günther
 
abrixas Am: 09.04.2020 13:42:31 Gelesen: 5995# 108 @  
Hier zeige ich die österreichische Postkarte Mi.Nr.251 mit "Werteindruck Wappenadler quadratisch, Wertangabe im Dreieck", 200 Kronen hellrosa.

Die Karte ist portorichtig am Letzttag (!) der 11. Infla-Portoperiode (1.8.1923 - 30.11.1923) gelaufen; Porto für Postkarte 300 Kronen. Die für die 10. Portoperiode vorgesehene Karte (Postkartenporto 200 K.) weist daher die Zusatzfrankatur von 100 K. auf, abgedeckt mit 2 x 50 K. - "Landschaft, Gewerbe, Industrie" MiNr. 374; braunorange) Interessant ist in diesem Zusammenhang der wieder gestrichene Taxvermerk: Die beiden aufgeklebten Marken waren speziell als Zusatzfrankatur auf Ganzsachen länger frankaturgültig und zwar bis zum 31. Dezember 1923. Dieser Sonderregelung wurde offenbar anfänglich keine Beachtung geschenkt, und erst nach dem Bemerken des Irrtums wurde das „T“ mit Blaustift wieder gestrichen.


 
Seku Am: 02.05.2020 10:34:19 Gelesen: 5374# 109 @  
Finnland Postkarte aus dem Postmuseum Helsinki von 2006 - Postverladung im Jahr 1963



Frankreich Vignette von 2015 - Posttransport - Aufdruck Ceci n'est pas un timbre (Das ist keine Briefmarke)



Großbritannien Postkarten aus dem Postmuseum London von 1988 - Nachdruck von Werbe-Plakaten 1938 - Postverladung im Bahnhof Euston sowie im U-Bahn-Tunnel (siehe [#95])


 
skribent Am: 02.05.2020 13:26:57 Gelesen: 5347# 110 @  
Guten Tag Zusammen,

eine Besonderheit der Postbeförderung mit der Eisenbahn wird auf dem 5er-Streifen Sonderpostwertzeichen dargestellt.

Er wurde verausgabt 1980 zum 150-jährigen Jubiläum der Eröffnung der Eisenbahnlinie "Liverpool - Manchester".



Mi.-Nr.: 830-834

Der letzte Wagen des gemischten Personen- und Güterzugs gehörte der Royal Mail, kenntlich gemacht des Unterschieds wegen mit den königlichen Farben Rot und Schwarz. Im Wagen selbst sitzen wider Erwarten Privatiers, denn immer wenn der Zug stark frequentiert war, mussten die Sitzplätze im Mail-Wagon der Eisenbahngesellschaft zur Verfügung stehen. Diese Handlungsweise war sogar vertraglich geregelt.

Es handelte sich aber um keine "klassische" Bahnpost, denn die wurde erst 1838 eingeführt auf der Eisenbahnstrecke "London - Birmingham".

Auf dem Wertzeichen abgebildet ist ein Post-Mitarbeiter, der oben auf dem rückwärtigen Sitz Platz genommen hat. Der Behälter mit der zu transportierenden Post steht vor ihm auf dem Wagendach und über seinen Knien liegt eine Waffe, von der er im Falle eines Überfalls mit Beraubung nicht nur Gebrauch machen durfte, sondern sogar musste. Denn Überfälle waren zwar nicht an der Tagesordnung, kamen aber relativ häufig vor.

Das ist also keine amerikanischen Erfindung der dort beheimateten Gangster und auch Indianer. Und die auf dem Postwagen sitzende Person ist bitte nicht mit einem Bremser zu verwechseln.

MfG >Franz<
 
Seku Am: 03.05.2020 20:47:57 Gelesen: 5249# 111 @  
@ skribent [#110]

Guten Abend Zusammen,

ich darf hierzu einiges ergänzen: Karte mit Erinnerungsstempel



FDC Großbritannien Mi.-Nr. 830-834



Sonderauflage für Philswiss 1980 - Man vermisst die Knarre über seinen Knien

Und die Volksrepublik Korea brachte einen Kleinbogen zum Thema. Hieraus Mi.-Nr. 2065, auch in den königlichen Farben Rot und Schwarz



Ich wünsche allen einen schönen Wochenanfang und Gesundheit

Günther
 
Seku Am: 03.05.2020 22:04:34 Gelesen: 5234# 112 @  
Togo 1979 Kleinbogen - 100 Todestag von Sir Rowland Hill - Bahnpostwagen von 1848



Mi.-Nr. 1373

Sir Rowland Hill gilt als der „Vater der Briefmarke“ [1]

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Rowland_Hill_(Postmann)
 
Seku Am: 27.06.2020 16:31:08 Gelesen: 3957# 113 @  
Spanien 2018 - 25. Jahrestag des letzten Postzuges



Mi.-Nr. 5286 (Vorder- und Rückseite)

Ich wünsche allen Lesern ein schönes Wochenende

Günther
 
Seku Am: 13.07.2020 08:11:37 Gelesen: 3633# 114 @  
Belgien 1950 - Postpaketmarke - Paketverladung



Mi.-Nr. 32

Mongolei 1979 - Bahnpostwagen - 100. Todestag von Rowland Hill - Internationale Briefmarkenausstellung Philaserdica Sofia



Mi.-Nr. 1232 (aus einem Block)
 
Francysk Skaryna Am: 30.07.2020 21:41:48 Gelesen: 3003# 115 @  
Moin,

wie die Post-Tochter DHL mitteilte [1], werden erstmals Ganzzüge [2] von Deutschland nach China eingesetzt, um der steigenden Nachfrage nach Transportkapazitäten und kürzeren Laufzeiten in asiatische Länder gerecht zu werden. Hakt man sich da in Infrastrukturprojekte [3] ein oder versucht man, sich seinen Teil zu sichern?

Gruss

[1] https://www.dpdhl.com/de/presse/pressemitteilungen/2020/dhl-setzt-erstmals-ganzzuege-von-deutschland-nach-china-ein.html
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Ganzzug
[3] https://monde-diplomatique.de/artikel/!5408466
 
ligneN Am: 31.07.2020 00:07:42 Gelesen: 2976# 116 @  
@ volkimal [#15]

Per Zufall finde ich diesen alten Beitrag.

Der R-Brief aus Harbin ist vom Januar 1922.
1918 - 1923 Postverbindung über Sibirien wg. Russ. Revolution unterbrochen.
In dieser Zeit wurde Auslandspost aus China ostwärts über USA oder westwärts via Suez geleitet.

Nähere Daten:
1918.9.- Transitpost über Sibirien eingestellt
1922.11.11* China schlägt Rußland die Wiedereröffnung der Postroute über Sibirien vor.
1922.12.30 UdSSR gegründet.
1923.3.-* China und UdSSR tauschen diplomatische Noten über ein postaliches Rahmenregelwerk aus. Hierin wird u.a. der Tag der Wiedereröffnung von Posttransport per Eisenbahn via Sibiren nach Europa für 1923.5.10 festgelegt. Einschließlich täglichem Austausch von Postsäcken in Harbin.

*Literatur: Huang, Yunmin: First Year usage of chinese airmail via USSR airlines.
In: Asian Philatelist No. 8, 2017, S. 134/42, hier S. 135.
 
skribent Am: 04.10.2020 16:17:44 Gelesen: 1207# 117 @  
Guten Tag,

eine besondere Art der Postbeförderung ist mir aus Belgien bekannt.

Diverse Wertzeichen aus den Freimarken-Serien vom 15.4/1.9.1912 (MiNr. 89-99) und 15.9.1912/1913 (100 I-103 I und 100 II - 192 II) sind in Eisenbahnpaketmarken gewandelt worden durch das Aufbringen violetter Aufdrucke CHEMINS DE FER/SPOORWEGEN und eines Flügelrads. Die Auflage betrug unterschiedlich zwischen 200 und 700 Stück. Im Michel gelistet sind sie mit den Nummern 48-57, wobei die Nr. 49 und 50 in 3 verschiedenen Ausführungen und die Nr. 51 und 53 in 2 verschiedenen Ausführungen bekannt sind.




Belgien - EPM - Mi.-Nr.: 54 (96), 55 (97), 56 (98) und 57 (99).

Der Satz besteht aus 16 Wertzeichen und die Besonderheit daran ist, dass an den Wertzeichen unten ein TAB hängt auf dem steht: NE PAS LIVRER LE DIMANCHE / NIET BESTELLEN OP ZONTAG. Das bedeutete: Befand sich das perforierte Anhängsel an der Marke, wurde das Paket am Sonntag nicht zugestellt, fehlte das Anhängsel wurde auch sonntags zugstellt. Darum werden die Marken auch heute noch Sonntagsmarken genannt. Soweit bekannt, gibt es die Marken weder in ** postfrisch noch in gestempelter Erhaltung.

In *-Erhaltung kosten die 16 Marken tatsächlich € 14.000 (wenn man sie überhaupt bekommt).

MfG >Franz<
 
skribent Am: 05.10.2020 17:00:03 Gelesen: 1134# 118 @  
Guten Tag,

eine besondere Art der Postbeförderung ist der englischen "Airgraph-Dienst". Das ist eine Luftfeldpost-Sendung und wird in Amerika "V-Mail" (V=Victory) genannt.



Diese kleinen unscheinbaren Couverts wurden ab ca. 1995 von den Händlern angeboten, und das 50 Jahre nach Kriegsende.

Aber die Erklärung dazu ist einfach, denn Airgraphs waren und sind persönliche Mitteilungen, die die Angehörigen von gefallenen oder schwerverwundet heimgekehrten Soldaten als individuelle Erinnerung betrachtet haben. Und dann verkauften die Folgegenerationen, denen der Bezug zu den Geschehnissen fehlt, die Nachlässe der Verstorbenen.

Der V-Mail-Service der amerikanischen Armee verteilte Vordrucke zu bestimmten Anlässen an die im Ausland stationierten Soldaten. Die Briten dagegen verteilten Blanko-Formulare an ihre Truppen, die dann mehr oder weniger künstlerisch gestaltet wurden.



Teil eines britischen Airgraph-Formulars mit naiver Zeichnung eines Viadukts mit Personenzug.

Die farbliche Qualität der Airgraphs ist schlecht, aber vor mehr als 75 Jahren war es technisch nicht besser realisierbar. Die Formulare (meist 2xDIN-A 4) wurden beim Verfilmen verkleinert, in die Heimat geflogen, der Film wurde entwickelt, die Bilder und Briefe vergrößert und verteilt. Heutige Qualitätsansprüche würden da kaum befriedigt!

MfG >Franz<
 
JohannesM Am: 05.10.2020 19:39:19 Gelesen: 1107# 119 @  
@ skribent [#117]

Hallo Franz,

Soweit bekannt, gibt es die Marken weder in ** postfrisch noch in gestempelter Erhaltung.
In *-Erhaltung kosten die 16 Marken tatsächlich € 14.000 (wenn man sie überhaupt bekommt).


Da muß ich widersprechen, im belgischen Katalog sind Preise für ** und * angegeben, ich hab nur einen von 1992, da wertet der Satz ** 300.000 und * 230.000 belgische Franc, deine 14.000 € sind dann wohl der Katalogwert, aktuell wird der Satz aber schon wesentlich günstiger angeboten, wobei man bei Aufdruckmarken ja besonders vorsichtig sein muss.

Beste Grüße
Eckhard
 
Seku Am: 06.10.2020 09:52:35 Gelesen: 1054# 120 @  
@ skribent [#118]

Sorry, heißt das Thema nicht Bahnpost: Besonderheiten der Postbeförderung. Ich sehe hier Luftpost

MfG

Günther
 
skribent Am: 07.10.2020 10:30:06 Gelesen: 918# 121 @  
Guten Tag,

dass die Airgraphs und V-Mails auf Deutsch als Luftfeldpost (nicht Luftpost) bezeichnet wird ist unglücklich, aber nicht zu ändern.

Selbstverständlich hat diese Art der Postbeförderung etwas mit der Bahnpost zu tun, denn sie hat den größten Anteil an diesen Transporten.

Ca. 2 Monate nach Invasionsbeginn kamen diese vorgestellten Formulare bzw. Vordrucke zum Einsatz. Die Alliierten transportierten in von der SNCF geliehenen Bahnpostwagen, die den Transportzüge beigehängt wurden das Postaufkommen der englischen und amerikanischen Soldaten aus vielen europäischen Ländern zu Flughäfen in der Normandie. Hier wurde das Postaufkommen wie beschrieben bearbeitet und dann zusammen mit Verwundeten und Flüchtlingen in Flugzeuge verladen und nach England und Amerika geflogen. Hier wurde die englische und amerikanische Bahnpost aktiv und verteilte das eingetroffene Postaufkommen landesweit. 9 Monate später, bei Kriegsende in Europa, hatte diese Art der Postbeförderung ein Ende gefunden.

MfG >Franz<
 
Seku Am: 07.10.2020 12:15:38 Gelesen: 897# 122 @  
@ skribent [#121]

Danke für die ergänzende Erklärung, im Beitrag [#118] suchte ich vergeblich nach dem Wort "Bahnpost".

MfG

Günther
 
Seku Am: 10.10.2020 12:22:26 Gelesen: 749# 123 @  
Jugoslawien FDC 1996 - Tag der Briefmarke - Bahnpostwagen



Mi.-Nr. 2776

Ich wünsche ein schönes Wochenende

Günther
 
skribent Am: 12.10.2020 10:31:12 Gelesen: 606# 124 @  
Guten Morgen,

1979 streikten alle Beschäftigten der irischen Post für die Zeit von Anfang Januar bis Ende Juli.

In Irland durfte nur die Post das Briefaufkommen befördern und da mussten sich die vom Streik Betroffenen etwas einfallen lassen.



Obwohl Poststreik ist dieser Brief mit einem Wertzeichen (Mi.-Nr.: 348 vom 14.7.1976) versehen, das aber unentwertet blieb.

Der Postkunde ging zum Bahnhof Mallow in Cork, gab den Brief als (Paket?) auf, zahlte 32 p für die Beförderung und der Brief wurde per Eisenbahn (im Gepäckwagen) zum Bahnhof Thurles in Tipperary gefahren und dort vom Empfänger (der telefonisch unterrichtet wurde) abgeholt.

Manche Briefsendung waren wohl so wichtig, dass man gern den dreifachen Beförderungspreis bezahlte.

MfG >Franz<
 

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