Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Barfrankaturen als Notbehelf bei Wiederaufnahme des Postverkehrs 1945
Das Thema hat 340 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13   14  oder alle Beiträge zeigen
 
Jürgen Witkowski Am: 01.12.2025 11:15:15 Gelesen: 27547# 316 @  
Im Richter ist für Essen-Stadtwald ein Gebühr bezahlt Stempel in der Schriftart Grotesk in Kleinschrift und mit Punkt am Ende aufgeführt. Die fehlende Abbildung kann ich mit Datum 6.9.45 im Tagesstempel zeigen.



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Dieter 66 Am: 07.12.2025 00:12:06 Gelesen: 27149# 317 @  
Ein mehrfachverwendetes Couvert der Reichsbank. Einerseits handelt es sich um eine Barfrankatur, andererseits um einen normal frankierten Fernbrief der Bizone.

Der erste Abschlag erfolgte mit einer 12 Pfg. AM Post Freimarke, die bei der nächsten Verwendung dann teilweise abgerissen wurde. Leider kann ich den Stempel nicht entziffern. Irgendetwas wie „ ..EIM..URTH“. Ich habe die Umrisse der Marke nachgezeichnet.

Darüber befindet sich ein Bezahlt-Stempel, „WUPPERTAL-ELBERFELD 1“ und dem Datum 07.11.45.

Der letzte Abschlag dann eine 12 Pfg. AM Post-Freimarke mit dem Tagesstempel „NEUSS“ vom 08.11.45. Auf der Rückseite die hausinternen Stempel der unterschiedlichen Banken.



Schönen Gruß Dieter.
 
Stefan Am: 07.12.2025 08:38:44 Gelesen: 27105# 318 @  
@ Dieter 66 [#317]

Leider kann ich den Stempel nicht entziffern. Irgendetwas wie „ ..EIM..URTH“.

Versuche bitte einmal "MÜLHEIM (RUHR)".

Gruß
Stefan
 
Dieter 66 Am: 07.12.2025 16:02:46 Gelesen: 27061# 319 @  
@ Stefan [#318]

Hallo Stefan,

du hast recht, das passt tatsächlich.

Hier ein Abschlag aus der Philastempel-Datenbank.

Danke dir.



Schönen Gruß Dieter.
 
Totalo-Flauti Am: 28.12.2025 20:24:14 Gelesen: 24995# 320 @  
Liebe Sammlerfreunde,

nach langer Zeit ist mir aus Leipzig diesmal vom Postamt W31 ein früher Brief vom 13.07.1945 vor dem eigentlich amtlichen Start des Briefverkehrs in Leipzig (siehe ab Beitrag [#108] ff) in den Sammlerschoß gefallen. Absender ist die Wirtschaftskammer (ein Vorläufer der IHK). Der Adressat W.Ulrich war Kaufmann und bereits im Adressbuch 1943 unter der angegebenen Adresse zu finden.

Die Rückseite des Briefes ist leer.

Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.


 
Dieter 66 Am: 04.02.2026 21:44:37 Gelesen: 22858# 321 @  
Hallo,

Barfrankatur als Einschreiben mit Not R-Zettel von OELSNITZ (27.8.45) nach Berlin.

Im Richter Handbuch gibt es ein Hinweis auf einen zweizeiligen Freivermerk Gebühr bezahlt ohne Rahmen, allerdings ohne Abbildung. Hier kann ich auf diesem Beleg einen sehr sauberen Abschlag zeigen.



Schönen Gruß Dieter
 
Dieter 66 Am: 22.02.2026 13:13:34 Gelesen: 20898# 322 @  
Hallo,

in dem Richter Handbuch über Barfrankaturen werden für „HALLE (SAALE) 8“ drei einzeilige Freivermerke ohne Rahmen genannt, allerdings ohne Abbildung.

Zwei davon kann ich auf diesen Belegen nachweisen.



Schönen Gruß Dieter.
 
Briefuhu Am: 25.02.2026 09:22:49 Gelesen: 20684# 323 @  
Brief vom 24.04.1946 von Passau nach Straubing. Stempel Gebühr bezahlt PASSAU 1.





Schönen Gruß
Sepp
 
Totalo-Flauti Am: 21.03.2026 13:09:17 Gelesen: 17900# 324 @  
@ Totalo-Flauti [#108]
@ bernhard [#109]

Liebe Sammlerfreunde,

zu den von Bernhard in seiner Antwort auf meinen Beitrag genannten zugelassenen Dienstsachen, kann ich eine Postkarte des Amtes für Kriegsschäden der Stadt Leipzig vom 13.06.1945 zeigen. Mit der Karte wurde der Empfang des Antrages und das Bearbeitungskennzeichen mitgeteilt. Es gibt keinerlei Hinweise auf eine postalischen Beförderung. Eventuell wurde ein stadteigener oder privater Kurierdienst benutzt.

Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.


 
Dieter 66 Am: 22.03.2026 23:29:53 Gelesen: 17733# 325 @  
@ Totalo-Flauti [#324]

Hallo Totalo-Flauti,

es ist wohl anzunehmen, dass hier kein Kurierdienst erforderlich war. Die beiden Straßen bzw. Adressen in Leipzig (Harkortstraße 11, Emilienstraße 6) liegen fußläufig 7 min. auseinander.

Das hat sicherlich ein Angestellter schnell in den Briefkasten geworfen um Porto zu sparen. Eine Barfrankatur ist das nicht.

Beste Sammlergrüße Dieter
 
Dieter 66 Am: 14.04.2026 16:05:43 Gelesen: 15541# 326 @  
Hallo,

eine Barfrankatur von Großschönau nach Bautzen. Alte „Gebühr bezahlt“ Paketstempel wurden nach 45 auf Grund von Markenmangel reaktiviert. In diesem Paketstempel wurde der Ort ebenfalls in Kleinbuchstaben ausgeführt. „Großschönau (Sachs) 20.6.45 Gebühr bezahlt“

Interessant ist das Datum. Der erste belegbare Postverkehr (Zittau) war der 9.7.45. Zwar begann am 20.6.1945 in Teilen von Sachsen der Postverkehr, allerdings offiziell noch nicht im östlichen Teil.

Hier lässt sich vermuten, dass es bereits eine Kraftpostlinie gegeben haben muss, die allerdings nicht gesichert war bzw. nur sporadisch bestand. Somit fehlte die Grundlage einer offiziellen Eröffnung der Postlinie und damit das Datum.

In jedem Fall ist es ein Ersttagbeleg und selten.



Schönen Gruß Dieter.
 
guy69 Am: 24.04.2026 16:12:29 Gelesen: 14625# 327 @  


Diesen Beleg hat der Briefträger gerade abgeliefert. Ideal für meine Heimatsammlung. Irgendwie sieht er mir wie ein gemachter Sammlerbeleg aus. Sind ähnliche Stücke bekannt? Die Rückseite der Karte ist völlig blank.
 
JoergH Am: 24.04.2026 16:35:20 Gelesen: 14615# 328 @  
@ guy69 [#327]

Hallo,

das sieht nicht nur dir wie ein gemachter Sammlerbeleg aus, sondern das ist eindeutig einer.

Eine Postkarte wurde abseits des Sammlerbetriebes verschickt, weil der Absender dem Empfänger eine Mitteilung machen wollte. Unter gewissen Umständen verzichtete man vielleicht auf die Absender-Angabe, um eine anonyme Mitteilung zu machen. Unter anderen gewissen Umständen verzichtete man vielleicht auf einen Mitteilungstext, weil die Absender-Angabe (1) Lebenszeichen war und (2) ggf. den neuen Aufenthaltsort mitteilte - und mehr eben gerade gar nicht mitzuteilen war.

Eine Karte ohne Absender und ohne Mitteilung ist im gewöhnlichen Postverkehr völlig sinnlos - diese Karte kann also nur aus philatelistischen Gründen auf den Weg gebracht worden sein.

Mit Sammlergruß
Jörg
 
Dieter 66 Am: 24.04.2026 17:43:34 Gelesen: 14597# 329 @  
@ guy69 [#327]
@ JoergH [#328]

Hallo,

der Empfänger Wolfgang Zangl war 1948 Mitbegründer der damaligen Studiengruppe „A.G. Notentwertungen ab 1945“. Er hat schon früh die Besonderheiten der "Gebühr bezahlt" Stempel erkannt.

Es gibt recht viele Belege in gleicher Art von ihm. Ich habe auch einige Postkarten in meiner Sammlung. Er ist damals von Postamt zu Postamt gefahren um sich die Stempel zu sichern.

Aus der Studiengruppe Notentwertungen wurde dann, glaube ich die Arbeitsgemeinschaft "Deutsche Barfrankaturen und Notentwertungen". Die Wiederrum fusionierte 1995 mit "Deutsche Lokalausgaben und Notmaßnahmen" (LOKNOT) zu der jetzt aktuellen Arbeitsgemeinschaft "ArGe Deutsche Notmaßnahmen ab 1945 e.V."

Schönen Gruß Dieter.
 
guy69 Am: 24.04.2026 19:11:38 Gelesen: 14572# 330 @  
@ Dieter 66 [#329]

Dankeschön für die Info. Damit ist es umfänglich geklärt.
 
Dieter 66 Am: 28.05.2026 23:24:34 Gelesen: 9965# 331 @  
Eine Barfrankatur von „FRANKENBERG (EDER)“ 3.12.45 aus der amerikanischen Zone.

Interessant ist die Verwendung der Ur-Karte P 299. Die eingedruckte Freimarke wurde schräg abgeschnitten.

Entweder durch das Postamt, oder der Absender selbst hat die Postkarte entnazifiziert. Der darauf befindliche Freivermerk „Gebühr vereinnahmt“, nach Richter Handbuch Abb. 4280, ist leider nicht sauber abgeschlagen.

In Frankenberg (Eder) wurden auch mit dem gleichen „Gebühr vereinnahmt“ Stempel, später 5 Pf. (P950) Postkarten der I. Kontrollratsausgabe 1946 aufgewertet.

Diese Maßnahme erfolgte auf Grund von fehlenden 6 Pf. Fernpostkarten. In diesem Fall ist es keine Barfrankatur, sondern eine Notausgabe.



Beste Grüße Dieter.
 
Dieter 66 Am: 30.07.2026 23:03:39 Gelesen: 5847# 332 @  
Konnte meine Sammlung um einen schönen Beleg erweitern.

Barfrankatur eines Geschäftskunden von WESERMÜNDE 27.10.45 nach Speyer Dudenhofen.

Der verwendete Freivermerk wird im Richter Handbuch für Barfrankaturen unter der Abbildung 2301 geführt.

Jedoch im Gegensatz zu fast allen anderen Freivermerken wurde als Stempelfarbe grün verwendet. Dieses ist sehr selten.

Im Handbuch gibt es keinen eigenen Eintrag für Wesermünde. Auch wenn Wesermünde 1947 in Bremerhaven unbenannt wurde und im Handbuch darauf verwiesen wird, hätte Wesermünde einen eigenen Eintrag im Richter Handbuch verdient.



Beste Grüße Dieter
 
Dieter 66 Am: 15.08.2026 19:54:20 Gelesen: 3911# 333 @  
Eine schöne Barfrankatur von „RHEINBACH 9.8.45“ nach Burg-Steinfurt.

Der Beleg trägt einen Freivermerk-Stempel „Bezahlt“ nach Richter Handbuch unter andere deutschsprachige Freivermerke „B1“ katalogisiert, Abbildung 4001.

Des weiteren wurde der Abgangs-bzw. Ortstagesstempel mit blauer Farbe abgeschlagen. Das ist schon selten.



Beste Grüße Dieter.
 
Totalo-Flauti Am: 20.08.2026 17:52:27 Gelesen: 3507# 334 @  
Liebe Sammlerfreunde,

wieder mal ein "früher" Brief aus Leipzig vom 20.07.1945 nach Mölkau. Mölkau liegt ca. 4,5 km östlich vom Leipziger Stadtzentrum. Der verwendete rote Freivermerk ist im Richter Handbuch für Barfrankaturen unter der Abbildung 2301 zu finden.

Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.


 
Dieter 66 Am: 20.08.2026 20:17:30 Gelesen: 3488# 335 @  
@ Totalo-Flauti [#334]

Hallo Totalo-Flauti,

die Barfrankatur ist keine Frühverwendung, sondern eine Zustellung die vor der offiziellen Eröffnung des Postverkehrs in Leipzig erfolgt ist. Noch besser.

In der SBZ begann für Leipzig der offizielle Postverkehr am 23.7.45. Verwendungen vor dem 23.7.45 deuten auf Behörden oder Bankenbriefe hin, da diese einen besonderen Status hatten, wobei bereits ab dem 9.7.45 private Orts- und Fernbriefe bekannt geworden sind.

Briefe oder auch Postkarten die vor der offiziellen Eröffnung befördert wurden sind selten und werden durchaus gesucht. Sehr schöner Beleg, auch wenn dieser gefaltet ist.

Beste Grüße Dieter.
 
Dieter 66 Am: 24.08.2026 23:20:28 Gelesen: 2944# 336 @  
Eine Barfrankatur ohne „Gebühr bezahlt“ Stempel.

Diese besondere Art der Freimachung wurde nur in den RPDn Hamburg und Kiel vorgenommen.

Im Richter Handbuch werden diese Belege unter der Kategorie (E4) „Barfreimachung durch besondere Tagestempel“ geführt.

Die damalige Anordnung besagte: zum Zeichen der Freimachung ist mit einem auf der Vorderseite links unten besonderer Aufgabenstempel zu bedrucken.

Diese Belege ähneln sehr den Aufbrauchsausgaben bzw- Ganzsachen, da bei diesen die gleiche Vorgehensweise vorgenommen wurde.

Daher ist eine Zuordnung, ob Barfrankatur oder Aufbrauchsausgabe nicht immer einfach.



Beste Grüße Dieter.
 
HWS-NRW Am: 25.08.2026 13:36:06 Gelesen: 2773# 337 @  
Hallo.



Hier wurden zwei Ganzsachen Deutsches Reich (MiNr 313 und 314 II a) entnazifiziert und dann im Postamt LÜBECK 1 im August 1945 von einem privaten Einlieferer (wohl frisch verliebt aufgrund der rückseitigen Texte) aufgegeben.

mit Sammlergruß Werner
 
HWS-NRW Am: 26.08.2026 08:07:28 Gelesen: 2591# 338 @  
Hallo.



Heute noch ein weiterer Beleg, bei dem mir die Stempelfarbe (sie geht mehr ins violettrot) auffiel, die man im Postamt der "Blumenstadt" ERFURT im August 1946 in der Maschine nutzte, graphisch schön gestaltet auch der Zudruck auf dem Umschlag.

mit Sammlergruß Werner
 
HWS-NRW Am: 27.08.2026 09:28:34 Gelesen: 2449# 339 @  
Hallo am Morgen.



Leider wurde der aptierte Postfreistempel im August 1945 im Postamt HAMBURG 1 nicht gerade kräftig abgeschlagen, daneben setzte man noch einen zusätzlichen "Gebühr bezahlt"-Einzeilstempel, dann ging die Postkarte einer Gartenbau-Firma in Reinfeld (Holst.) in Richtung Itzehoe.

mit Sammlergruß Werner
 
Dieter 66 Am: 10.09.2026 16:37:36 Gelesen: 445# 340 @  
Unter den Barfrankaturen lassen sich immer wieder Ortsnamen finden, die namentlich nicht so, wie auf dem Stempel abgebildet, im Richter Handbuch aufgeführt werden.

Das lässt sich dadurch erklären, dass bei der Erstellung des Richter Handbuches über Barfrankaturen das Ortsverzeichnis von 1949 als Basis diente.

Hier ein Beispiel für eine Ortsumbenennung.

Im Jahr 1934 erfolgte die Umbenennung des Ortes Gmünd in Schwäbisch Gmünd. Auf Grund von Mangel an neuen Stempeln wurden alte Stempel vielfach weiterverwendet, wie auf nachstehenden Belegen zu erkennen ist.

In diesem Fall sind die Barfrankaturen dem Ort „Schwäbisch Gmünd“ zuzuordnen.



Beste Grüße Dieter.
 

Das Thema hat 340 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13   14  oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.