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Thema: Moderne Postgeschichte DPAG: DV Frankatur mit Datamatrixcode
Das Thema hat 144 Beiträge:
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al-lu Am: 28.09.2023 20:11:46 Gelesen: 36247# 120 @  
@ Michael Mallien [#109]
@ Araneus [#110]

Ungewöhnliche Zeichen in der Infozeile

Nach *△*■* [#109], *▲*□* [#110] hier die nächste Symbolkombination, leeres Dreieck, leeres Quadrat, *△*□*, wieder vom selben Absender Amplifon.



Jetzt fehlt noch die letzte Kombination *▲*■*.

Viele Grüße
Albrecht
 
al-lu Am: 29.10.2023 19:31:57 Gelesen: 34445# 121 @  
Fehler bei der Kennzeichnung

In Beitrag [#103] berichtet Franz-Josef über eine fehlerhafte Reihenfolge bei der Datumsangabe im DV-Freimachungsvermerk.

Beim Beleg von PAYBACK beginnt die Kennzeichnung der Frankierart nicht mit den vorgeschriebenen Buchstaben „DV“ sondern mit „DE“. Laut Datamatrixcode ist die Frankierart aber eindeutig DV-Freimachung.



Viele Grüße
Albrecht
 
Michael Mallien Am: 03.11.2023 15:22:11 Gelesen: 33905# 122 @  
Heute im Posteingang ein Brief der Haspa mit DV-Freimachung im Fenster:



Mich hat zunächst der rote Kreis irritiert und ich dachte an die hier bereits vorgestellten Symbole.

Es wird sich jedoch vielmehr um ein Logo der Haspa handeln, nämlich dem roten Kreis des Sparkassen-Logos.

Viele Grüße
Michael
 
Araneus Am: 03.11.2023 16:17:17 Gelesen: 33901# 123 @  
@ Michael Mallien [#122]

Hallo Michael,

zweifarbige DV-Freimachungsvermerke wären sehr außergewöhnlich und sind mir bisher noch nicht vorgekommen. Ich vermute eher, dass der rote Punkt unabhängig von der Freimachung auf das Papier gedruckt wurde. Gibt es die rote Farbe auch an anderen Stellen auf dem Brief?

Die Frage ist zudem, wer den Brief wirklich produziert hat. Die Konsolidiererkennung „K7124“ ist bisher anscheinend noch nicht entschlüsselt.

Auf der Seite „Moderne Postgeschichte: Konsolidierer und deren Kodes“ [1] (Beiträge 355 und 785) hat Thomas zwei Briefe der Stadtwerke Göttingen AG gezeigt, die ebenfalls die Kennung „K7124“ aufweisen und zudem im Freimachungsvermerk dieselbe Kundennummer zeigen wie dein Brief der HASPA (dezimal: 5058058072; hexadezimal: 303C C64 laut Sendungs-ID).

Wenn bei zwei verschiedenen Absendern (hier: Stadtwerke Göttingen und Hamburger Sparkasse) dieselbe Kundennummer auftaucht, ist es wahrscheinlich so, dass beide Absender denselben Dienstleister mit der Anfertigung der jeweiligen Schreiben beauftragt haben und der diese bei der Deutschen Post abgerechnet hat und nicht der jeweilige Auftraggeber.

Möglicherweise rührt der rote Punkt daher, dass hier bei dem Lettershop das Briefpapier für die HASPA eine bestimmte Kennzeichnung getragen hat. Vielleicht ist er auch absichtlich im Fenster platziert für eine Produktionskontrolle bei der Herstellung und/oder Abfertigung der Briefe.

Schöne Grüße
Franz-Josef

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=2696&CP=0&F=1
 
Michael Mallien Am: 03.11.2023 17:00:58 Gelesen: 33890# 124 @  
@ Araneus [#123]

Gibt es die rote Farbe auch an anderen Stellen auf dem Brief?

Hallo Franz-Josef,

ja, es ist die Farbe des Sparkassen-Logos, die sich auch rechts oben auf dem Anschreiben befindet:



Die Farbe kommt im Text auch noch an zwei anderen Stellen vor.

Viele Grüße
Michael
 
DL8AAM Am: 13.11.2023 21:22:49 Gelesen: 33271# 125 @  
@ Araneus [#71]

gedrehte Datamatrixcodes bei DV-Freimachungen

Bei DV-Freimachungen sind die beiden Begrenzungslinien .... links und unten positioniert. Die DV-Anlagern dürften entsprechend programmiert sein. Trotzdem kommt es gelegentlich vor, dass der Datamatrixcode in gedrehter Position gedruckt wird. (...) Einige Beispiele möchte ich im Folgenden zeigen: Dialogpost Standard der Firma Walbusch, Solingen, vom 08.06.2021

Zumindest bei der Firma Walbusch scheint dies nicht nur gelegentlich vorzukommen. Hier ein analoges Beispiel aus dem Jahr 2023:



"Dialogpost Standard bis 20 Gramm, Track&Match" (Produktschüssel 1601) der Firma Walbusch aus 42646 Solingen für deren Filiale in 37073 Göttingen; frankiert mit einer DV-Freimachung zu 34 Cent (Kundennummer 5022453995) vom 30.10.2023, mit zusätzlicher DIALOGPOST-Frankierwelle in der Frankierzone.

Datamatrixcode (26x26 Felder), wie in 2021 [#71] um 90 Grad nach rechts gedreht, d.h. die durchgehenden Begrenzungslinien befinden sich links und oben (statt links und unten).

Beste Grüße
Thomas
 
DL8AAM Am: 15.12.2023 23:09:16 Gelesen: 32538# 126 @  
Nur ein kleiner Fehler, aber wenn ich nichts übersehen habe, "neu" in dieser Form:

Fehler in der Datumsangabe der Textzeile



DIALOGPOST-Sendung (Produktschlüssel 1654: Dialogpost Groß bis 50 Gramm mit Hülle, Track&Match, Premiumadress REPORT), DV-Freimachung zu 48 Cent (Kundennummer 5027624813) vom 27.11.2023 des Absenders Frankonia Handels GmbH & Co. KG in 97228 Rottendorf. Wobei das Wort Dialogpost in diesem Fall in normaler Schrift und in einfacher Großkleinschreibung gehalten ist, was ich, wenn ich die Post richtig verstehe, nicht in ihrem Sinn ist. ;-)



Der kleine Fehler ist der zusätzliche kleine Punkt hinter der Jahreszahl in Textzeile der DV-Freimachung DV 11.23. 0,48 .... ;)

Mit zusätzlicher "GSA-Programmkennzeichnung für PLZ-Gebinde" *37085 FSQ_92*, d.h. hier in der Ausprägung "PLZ und Programmbezeichnung", d.h. mit vollständiger Empfängerpostleitzahl (hier 37085), FSQ steht für Feinsortierung [FS] für qualifizierte, "reine GSA-Paletten" [Q] plus 92 für die sogenannte "PLZ-Sequenz" innerhalb des für die Zustellung zustöndigen Briefzentrums). Diese Kennung ist postalischen Ursprungs und stammt aus der "Programm-Gebindefertigung für Großbriefsortieranlagen (GSA)" [1] und dient speziell für automatisierte Sortierprozesse, siehe auch [2].

Beste Grüße
Thomas

[1] https://www.deutschepost.de/dam/dpag/images/P_p/printmailing/downloads/dp-handling-2024-dialog-presse-final.pdf (Kapitel 9.2)
[2] https://www.philaseiten.de/beitrag/322669
 
Araneus Am: 16.12.2023 13:21:47 Gelesen: 32489# 127 @  
@ DL8AAM [#126]

Der kleine Fehler ist der zusätzliche kleine Punkt hinter der Jahreszahl

Eine interessante Beobachtung, die mir bisher so auch noch nicht bekannt war.

Da Fehler sich bei Versendern manchmal wiederholen (gutes Beispiel: der verdrehte Matrixcode bei Standard-Dialogpostsendungen der Firma Walbusch, siehe Beitrag [#125]), habe ich in meiner Sammlung die Dialogpost-Sendungen der Firma Frankonia durchsucht und bin bei einem Katalog vom März 2023 fündig geworden:



Auch hier sieht man den Punkt hinter der Jahresangabe, zudem ist die gesamte Formatierung im Bereich des Freimachungsvermerks identisch zu dem von Thomas gezeigten Beispiel. Auch bei diesem Katalog handelt es sich um einen Katalog des Bereichs Jad/Schießsport usw. Bei den Modekatalogen der Firma Frankonia habe ich den Punkt hinter der Jahresangabe bisher nicht beobachten können.

Durch das hier gezeigte zweite Beispiel wird deutlich, dass es sich in der Tat um einen Druckfehler handelt und nicht etwa um einen Farbklecks, der zufällig hinter der Jahresangabe mit gedruckt wurde.

Schöne Grüße
Franz-Josef
 
al-lu Am: 10.10.2024 11:18:49 Gelesen: 24865# 128 @  
Angloamerikanische Währungsschreibweise

Unter vielen Werbesendungen der Firma Walbusch ist mir dieser Beleg in die Hände gefallen. Die Währungsangabe (rot eingekreist) ist hier nicht korrekt mit Dezimalkomma 0,64, sondern im angloamerikanischen Dezimalpunktformat 0.64 angegeben.



Inhalt des Datamatrixcodes
Gesamtstring:[44, 45, 41, 12, 37, 01, 2b, 5c, 90, eb, 00, 40, 58, 60, 06, 5d, 05, e4, d0, 19, 00, 16, 00, 35, 32, 34, 38, 34, 35, 35, 2d, 31, 20, 20, 20, 20, 20, 20, 20,
20, 20, 20]
Postunternehmen: DEA
Frankierart: 18 - DV-Freimachung, Version 1.3/1.5 (28 oder 42 Byte)
Version Produkte/Preise: 55
Kundennummer:5022453995
Frankier-ID: In Implementierung
Frankierwert: 0,64€
Einlieferungsdatum: 13.08.2024
Produkt: Dialogpost Groß bis 100g
Zusatzleistung/Variante: Track&Match
Produktschlüssel: 1629
laufende Sendungsnummer: 386256
Teilnahmenummer: 25
Entgeltabrechnungsnummer: 22
Kundenindividuelle Informationen: [35, 32, 34, 38, 34, 35, 35, 2d, 31, 20, 20, 20, 20, 20, 20, 20, 20, 20, 20]
Kundenindividuelle Informationen in ASCII: 5248455-1
Ankündigung Inhalt Datenelement: 0 - nicht postalisch genutzt


Viele Grüße
Albrecht
 
Araneus Am: 10.10.2024 18:46:01 Gelesen: 24830# 129 @  
@ al-lu [#128]

Angloamerikanische Schreibweise bei der Entgeltangabe

Hallo Albrecht,

das ist eine interessante Entdeckung. Diese Schreibweise dürfte nicht häufig vorkommen.

Bei den Katalogen (Dialogpost-Groß-Sendungen) der Firma Walbusch in Solingen ist diese Besonderheit in den letzten Monaten mehrmals aufgetaucht. Ich habe meine Sammlung einmal durchgesehen. Erstmals taucht hier der Dezimalpunkt bei einem Katalog vom 09.01.2024 auf. Danach kommt er noch bei vier weiteren Dialogpost-Sendungen in meiner Sammlung vor.

Gemeinsam ist allen fünf Sendungen, dass sie, wie in Albrechts Beispiel, die Teilnahmenummer „25“ zeigen (beim Auslesen des Datamatrixcodes). Andere Walbusch-Kataloge aus diesem Jahr, die das korrekte Dezimalkomma zeigen, weisen die Teilnahmenummer „31“ auf. Das deutet darauf hin, dass die Firma Walbusch (mindestens) zwei verschiedene Dienstleister (Lettershops) für den Versand der Kataloge nutzt. Die Teilnahmenummer „25“ konnte ich bei keiner weiteren Dialogpost-Sendung der Firma Walbusch im Zeitraum 2016 bis 2023 finden. Wahrscheinlich wird der entsprechende Lettershop, der den Dezimalpunkt verwendet, erst seit diesem Jahr genutzt.

Da Lettershops oft für mehrere Kunden arbeiten, ist es nicht unwahrscheinlich, dass die ungewöhnliche Schreibweise mit dem Dezimalpunkt auch bei anderen Firmen vorkommt, wenn dort beim Versand dieselbe Software zum Einsatz kommt.

Bei der Firma Avena aus Bad Kreuznach ist dieser Dezimalpunkt auch bei Standard-Dialogpost-Sendungen zu finden. Diese Firma gehört wie die Firma Walbusch zur Walbusch-Gruppe. Beide verwenden dieselbe Kundennummer. Auch bei den Avena-Belegen lautet die Teilnahmenummer „25“.



Gesamtstring: [44, 45, 41, 12, 36, 01, 2b, 5c, 90, eb, 00, 22, 16, 5c, 06, 41, 01, 40, 5a, 19, 00, 0b, 00, 32, 33, 32, 38, 36, 34, 38, 2d, 31, 20, 20, 20, 20, 20, 20, 20, 20, 20, 20]

Postunternehmen: DEA
Frankierart: 18 - DV-Freimachung, Version 1.3/1.5 (28 oder 42 Byte)
Version Produkte/Preise: 54
Kundennummer: 5022453995
Frankier-ID: In Implementierung
Frankierwert: 0,34€
Einlieferungsdatum: 26.02.2024
Produkt: Dialogpost Standard bis 20g
Zusatzleistung/Variante: Track&Match
Produktschlüssel: 1601
laufende Sendungsnummer: 82010
Teilnahmenummer: 25
Entgeltabrechnungsnummer: 11

(ausgelesen mit der Smartphone-App "DM Scanner PRO" von Jonas Prior)

Schöne Grüße
Franz-Josef
 
Araneus Am: 15.10.2024 12:39:06 Gelesen: 24645# 130 @  
Ich habe den Eindruck, dass die Zahl der Abweichungen von der Norm bei DV-Freimachungen geringer wird. Trotzdem gibt es hin und wieder Überraschungen.



Bei dem hier gezeigten „BÜWA 500“-Beleg mit DV-Freimachung fehlt die vorgeschriebene „Leistungsmarke“ Deutsche Post mit Posthorn.

Einen Beleg mit fehlender Leistungsmarke hat Thomas schon 2016 im Beitrag [#7] gezeigt, wobei die DV-Freimachung in dem dort gezeigten Beleg noch unvollständiger ist.

Schöne Grüße
Franz-Josef
 
Michael Mallien Am: 26.10.2024 10:46:57 Gelesen: 24362# 131 @  
Heute in der Tagespost ein Brief mit DV-Frankatur und dem Eindruck "Standardbrief". Das habe ich bisher noch nicht gesehen.



Viele Grüße
Michael
 
DL8AAM Am: 04.02.2025 15:58:13 Gelesen: 22151# 132 @  
In Ermangelung eines besseren Threads möchte ich diesen Beleg (vorerst) hier zeigen.

Im Prinzip handelt es sich ja auch um eine Frankatur, obwohl nach meinem Sprachgefühl, das eher mehr eine Freimachung, als eine Frankatur ist - obwohl Freimachung und Frankatur eigentlich Synonyme sind (dt. "frei" = ital. "franco" bzw. "francare = freimachen" und "freigemacht" bedeutet ja generell nichts anderes als nur "portofrei") - mit Datenmatrixcode.

Also "frank und frei" gesagt, doch eine Frankatur, nur ohne Euro und Cent ;-) Egal, here it is:



Postsache vom LAGERSERVICE der Deutschen Post AG, München, mit einem "normal aussehenden" DataMatrix-Code (ECC200), den ich aber leider mit keiner (meiner) Software auslesen kann, es wird maximal nur die Angabe Frankierart 06 ausgeworfen. Beiliegendes Schreiben datiert auf den 03.02.2025, also ein E+1 ;-)

Bei dem Lagerservice handelt es sich um ein Produkt der Deutschen Post. Hier kann man sich Post während der Abwesenheit - für einen maximalen Zeitraum von einen Monat - einlagern und dann gesammelt zustellen lassen. Für Privatkunden kostet das, wenn man den Auftrag online stellt, pauschal 13,90 € für verschiedene Empfänger unter einer "Adresse", d.h. nicht jeder Empfänger 'eines Haushalts' muss einen eigenen kostenpflichtigen Auftrag erteilen. Eigentlich ist der LAGERSERVICE zur Dokumentation ein eigenes Thema wert, zumal es postseits hier sogar spezielle "Versandbelege" gibt.

Beste Grüße
Thomas
 
Araneus Am: 04.02.2025 20:59:46 Gelesen: 22127# 133 @  
@ DL8AAM [#132]

Hallo Thomas,

ich halte deine Einschätzung, dass hier „eine Frankatur, nur ohne Euro und Cent“ vorliegt, für nicht zutreffend. Postsachen sind ja dadurch gekennzeichnet, dass sie portofrei sind, also keiner Freimachung bedürfen.

Der Datamatrixcode enthält offensichtlich keinen Hinweis auf einen Frankierwert. Du schreibst, dass du ihn „aber leider mit keiner (meiner) Software auslesen“ kannst. Ich vermute eher, dass der Datamatrixcode weitgehend inhaltsleer ist. BcTester und der Inlite Free Online Barcode Reader kommen zu folgendem Ergebnis:

44 45 41 06 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00

Wendet man die Spezifikation der Deutschen Post für DV-Freimachungen [1] an, sind nur die ersten vier Bytes mit Inhalt gefüllt. 44 45 41 entspricht dem Kürzel DEA (für die Deutsche Post) und 06 steht für die Frankierart. Meine Vermutung ist, dass die Frankierart „06“ für „Postsache“ steht.

Im November/Dezember 2024 stand bei Delcampe ein Postsache-Brief zum Verkauf, der ebenfalls einen Datamatrixcode aufweist [2]. Absender war ein Standort der Deutschen Post in Hannover.



Quelle: [2]

Betrachtet man den Datamatrixcode genauer und vergleicht ihn mit dem von dir im Beitrag [#132] gezeigten, so sehen die beiden identisch aus. Auch BcTester kommt hier zum selben Ergebnis.

Wenn meine Analyse zutrifft, hat dieser Datamatrixcode bei diesen Briefen lediglich die Funktion, sie auch maschinenlesbar als „Postsache“ (Frankierart 06) zu kennzeichnen. Eine Freimachung würde in dem Fall nicht vorliegen, sie wäre auch überflüssig.

Da dieses Phänomen offensichtlich nicht auf den „Lagerservice“ der Deutschen Post beschränkt ist, sind meiner Meinung nach diese Beiträge am besten im Philaseiten-Thema „Dienstbriefe und Dienstganzsachen der Deutschen Post“ [3] aufgehoben.

Schöne Grüße
Franz-Josef

[1] https://www.deutschepost.de/de/d/dv_freimachung/downloads.html, dort der Punkt "Technische Spezifikation 1.5.4"
[2] https://www.delcampe.net/de/sammlerobjekte/briefmarken/deutschland/brd/2020/briefe-u-dokumente/brd-bund-hannover-postsache-2024-dp-ag-scn-2145855225.html
[3] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=314&CP=0&F=1
 
al-lu Am: 27.02.2025 10:33:54 Gelesen: 21267# 134 @  
@ Michael Mallien [#109]
@ Araneus [#110]
@ al-lu [#120]

Ungewöhnliche Zeichen in der Infozeile

Die bislang fehlende Kombination *▲*■* kann nun mit gleichem Absender, Firma Amplifon, belegt werden. Eine Erklärung steht aus.



Übersicht:



Viele Grüße
Albrecht
 
Stefan Am: 12.03.2025 19:35:48 Gelesen: 20935# 135 @  
DV-Freimachung echt, der Inhalt falsch ...



DV-Freimachung mit Absenderangabe: Postfach 2005 - 49010 Osnabrück

So könnte man philatelistisch in Kurzfassung das o.g. Exemplar beschreiben. Die Verbraucherzentrale Meckenburg-Vorpommern warnt aktuell vor einer neuen Betrugsmasche, welche mittels dieser Karten versucht wird. Die Verbraucherzentrale schreibt u.a. [1]:

"„Wichtige Mitteilung. Leider konnten wir Sie nicht erreichen.“ In letzter Zeit häufen sich die Meldungen von Betroffenen über orangefarbene Postkarten in ihren Briefkästen mit dieser dringlich erscheinenden Nachricht. Die Empfänger werden darin aufgefordert „innerhalb von 7 Werktagen“ zurückzurufen. Die einzige Kontaktinformation ist eine Telefonnummer. Eine Adresse steht nicht auf der Karte, nur ein Postfach ist angegeben."

Man sollte meinen, dass der Absender der Sendungen bei der Deutschen Post bekannt bzw. feststellbar sein müsste, da bei der Einlieferung die Kundennummer 5115477631 vergeben wurde. Die Einlieferung bei der DPAG erfolgte (geplant) am 05.02.2025 und als Portostufe mit 0,95 Euro berechnet.

In der Philastempeldatenbank ist ein Treffer vom 31.05.2016 zur Kundennummer 5115477631 vorhanden [2]. Zufall? Oder Kundennummer auch gefälscht?

Ausgelesen ergibt sich anhand des Matrixcodes:



Gruß
Stefan

[1] https://www.verbraucherzentrale-mv.eu/pressemeldungen/vertraege-reklamation/kundenrechte/vorsicht-bei-orangefarbener-benachrichtigungskarte-103983
[2] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/139434
 
DL8AAM Am: 12.03.2025 21:35:50 Gelesen: 20911# 136 @  
@ Araneus [#133]

Postsachen sind ja dadurch gekennzeichnet, dass sie portofrei sind, also keiner Freimachung bedürfen.

Hallo Franz-Josef,

sorry für die verspätete Antwort, aber wir waren knapp einen Monat außer Landes, waren mal wieder zum jährlichen roadtrippen im Südwesten der USA. ;-)

[Korinthen]

Ich glaube Du verwechselt hier das Wort Portofrei. Portofrei bedeutet nicht Entgeltfrei. Porto und Entgelt sind zwei verschiedene Dinge. Portofrei und Freimachung schliessen sich nicht aus, sondern bilden oftmals eher sogar eine Einheit. Im Prinzip sind portofreie Postsachen natürlich grundsätzlich auch immer "freigemacht". Freimachung bedeutet ja nur, dass der Empfänger [!] vom Porto, d.h. von der Bezahlung einer Nachgebühr (hier eines Nachentgelts) freigestellt wird. Das macht per klassischer Definition eine Freimachung aus. Das bedeutet zum Beispiel auch, dass das Verkleben einer Briefmarke eine Sendung portofrei macht.

Das habe ich hier vor einiger Zeit auch erst schmerzlich lernen müssen. Denn bekanntlich, wird ein Porto ja ausschließlich nur vom Empfänger [!] gezahlt, niemals bereits vom Absender (der zahlt ein Entgelt) - was vielfach heutzutage oft komplett verdreht wird (heute sogar oft durch die Post selbst). Von mir früher auch, was mir seinerzeit zu Recht mal einen dicken, dicken Rüffel einbrachte. Nun versuche ich halt hier definitionsgenau zu sein, was mir im täglichen Sprachgebrauch aber auch nicht immer gelingt, man will ja "Draußen" im 21. Jahrhundert auch verstanden werden ... und nicht nur im Postkontor des Neunzehnten ... ;-)

Und diese Eigenschaft der Portofreiheit (d.h. Befreiung von einem Nachentgelt) wird in diesem Fall mit dem Hinweis "Postsache" auf der Sendung gekennzeichnet. Das stellt auf der Sendung die Freimachung dieser Sendung dar. Nur erfolgte diese "Freimachung" von Porto (d.h. Freistellung von Nachgebühr/Nachentgelt), wie ich schrieb, eben nicht durch eine Gebühren-/Entgeltzahlung "in Euro und Cent" durch den Absender. In unserer Definition, handelt es sich hier um eine "portofreie Dienstsache", im Gegensatz zu einer "portopflichtigen Dienstsache" (die nicht freigemacht wird und die deshalb durch den Empfänger zu bezahlen ist).

Obwohl ... die Frage, ob eine portofreie Dienstsache nicht doch noch für den Absender irgendwie "gebührenauslösend" ist, ob hier vielleicht im Hintergrund eine - für uns unsichtbare - Ablösung oder Verrechnung stattfindet, sei hier mal außer Acht gelassen. So etwas war früher zumindest ja nicht unüblich. BTW, eine portofreie Dienstsache kann theoretisch durchaus entgeltpflichtig sein bzw. so eine "portofreie Dienstsache" kann theoretisch sogar durch den Absender mit Briefmarken oder Absenderfreistempel frankiert sein, wie z.B. bei den "Official Business" Sendungen in den USA.

[/Korinthen]

Beste Grüße
Thomas
 
Araneus Am: 12.03.2025 21:46:24 Gelesen: 20908# 137 @  
@ Stefan [#135]

Man sollte meinen, dass der Absender der Sendungen bei der Deutschen Post bekannt bzw. feststellbar sein müsste“, da bei der Einlieferung die Kundennummer 5115477631 vergeben wurde

Die Kundennummer ist der Deutschen Post sicher bekannt. Die Frage ist allerdings, ob diese Kundennummer zum Absender der Karte gehört. Ich habe in meiner Sammlung einige Belege mit dieser Kundennummer, die aber von mindestens sechs verschiedenen Absendern stammen. Zu den Absendern gehören diverse Inkasso-Unternehmen, darunter auch die Firmen Park & Control in Stuttgart und Universum Business in Frankfurt. Nach meiner Vermutung gehört die Kundennummer nicht zu einer der Firmen, sondern einem Dienstleister, der die Briefe für die Firmen ausdruckt und versendet.

Alle Belege in meiner Sammlung tragen über der Adresse die Konsolidiererkennung „K4010“. Das gilt möglicherweise auch für die gezeigte Postkarte, leider ist der Bereich in dem Bild abgedeckt. Im Internet findet man aber ein Bild mit einer gleichartigen Postkarte aus dem Jahr 2021, das die Konsolidiererkennung deutlich erkennen lässt:



Quelle: https://www.gutefrage.net/frage/ist-sowas-serioes-3

In welchem Verhältnis der Dienstleister und der Konsolidierer zueinander stehen, ist mir nicht bekannt.

Eine ähnliche Masche wurde schon von fast 10 Jahren im Internet beschrieben.Auch hier arbeitete man mit orangefarbenen Postkarten mit DV-Freimachung:



Quelle: https://www.mimikama.org/die-orange-farbenen-karten-vom-inkassodienst/

Die Karte sieht sehr ähnlich aus wie die aktuelle Karte, Absender war damals ein Inkasso-Unternehmen aus Bad Schwartau. Leider lässt sich in der Abbildung der Datamatrixcode nicht auslesen, da er teilweise unkenntlich gemacht wurde.

Hinter der Telefonnummer auf der aktuellen Postkarte soll sich laut Internet ein Osnabrücker Inkasso-Unternehmen verbergen.

Schöne Grüße
Franz-Josef
 
DL8AAM Am: 12.03.2025 21:55:51 Gelesen: 20905# 138 @  
@ Stefan [#135]

In der Philastempeldatenbank ist ein Treffer vom 31.05.2016 zur Kundennummer 5115477631 vorhanden [2]. Zufall? Oder Kundennummer auch gefälscht?

Ich gehe mal davon aus, dass diese Kundennummer zu einem seriösen "Lettershop" gehört, der diese Sendung im fremden Auftrag produziert (heisst gedruckt, frankiert und eingeliefert) hat. Das ist heutzutage ja der absolute Standard. (Fest) Jedes heutige Mailing wird extern durch entsprechende Fachfirmen produziert und versendet. Ich gehe auch einmal davon, dass auch die 2016er Sendung von Creditreform Göttingen nicht individuell durch durch den Absender gedruckt und versendet wurde. Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass die Göttinger nicht einmal selbst das Mailing direkt beim "Lettershop" beauftragt haben, sondern das dürfte "die Mutter" für ihre örtlichen Mitgliedsunternehmen zentral ausgelöst haben.

Leider haben wir keine Listen der Kundennummern mit den entsprechenden "Lettershops" dahinter.

Ich nutze das Wort Lettershop hier sehr allgemein, vielleicht sogar für die Branche zu allgemein, deshalb auch die Anführungszeichen.

@ Araneus [#137]

Bei dem Konsolidierer K4010 handelt es sich um das Unternehmen BRIDGETEC GmbH & Co. KG (Stahlwerksweg 10b, 49084 Osnabrück), das u.a. auch im Bereich "Lettershop" sehr aktiv ist, d.h. dass selbst auch Mailings im Kundenauftrag produziert und versendet, siehe

https://www.bridgetec.de/output-management

Also, womöglich (...) hätten wir hier den Produzenten, nicht (!) aber den Absender bzw. den Auftraggeber ... ;-)

Beste Grüße
Thomas
 
al-lu Am: 13.03.2025 15:20:19 Gelesen: 20848# 139 @  
Erweiterte Produktbezeichnung: Dialogpost Standard

Außer bei Briefen muss bei DV-Freimachungen in der Frankierzone das Produkt genannt werden, z. B. Dialogpost, jedoch keine weiteren Spezifikationen zur Größe, wie hier im Ausschnitt gezeigt "Dialogpost Standard", und Gewichtsstufe.



Viele Grüße
Albrecht
 
Araneus Am: 19.03.2025 16:56:38 Gelesen: 20052# 140 @  
Unvollständiger DV-Frankiervermerk

Sendungen der Konstanzer Firma Primus haben schon häufiger den Postautomationssammler mit von der Postnorm abweichenden Eigenschaften überrascht.

Heute kam wieder so ein Brief – eine Standard Dialogpost in einfarbig braunem Umschlag ohne jegliche Absenderangabe. Die Adressangabe enthält einen Datamatrixcode, aber keinen weiteren Hinweis auf die Frankierart. Bei der Frankierart „PREMIUMADRRESS“ müsste links das große „P“ stehen, bei der Frankierart „DV-Freimachung“ müssten über der Adresse Monat, Entgelt und das Kürzel „DV“ stehen.



Das Auslesen des Matrixcodes ergibt Folgendes:

Gesamtstring: [44, 45, 41, 12, 39, 01, 72, 30, 63, e5, 00, 24, 1d, c9, 06, 41, 00, a0, d8, 0d, 00, b0, 00, 20, 20, 20, 20, 20, 20, 20, 20, 20, 20, 20, 20, 20, 20, 20, 20, 20, 20, 20]

Postunternehmen: DEA
Frankierart: 18 - DV-Freimachung, Version 1.3/1.5 (28 oder 42 Byte)
Version Produkte/Preise: 57
Kundennummer: 6210741221
Frankierwert: 0,36€
Einlieferungsdatum: 17.03.2025
Produkt: Dialogpost Standard bis 20g
Zusatzleistung/Variante: Track&Match
Produktschlüssel: 1601
laufende Sendungsnummer: 41176
Teilnahmenummer: 13
Entgeltabrechnungsnummer: 176


Demnach handelt es sich hier tatsächlich um eine DV-Freimachung, bei der wesentliche Elemente des Frankiervermerks fehlen. Vermutlich liegt hier ein Programmierfehler vor.

Schöne Grüße
Franz-Josef
 
DL8AAM Am: 20.03.2025 16:25:58 Gelesen: 19970# 141 @  
@ Araneus [#140]

Zumindest war das kein individueller "Druckausfallfehler" auf dieser einen Sendung, sondern das war - wie es ausschaut - für dieses Mailing systematisch. Ich habe heute ebenfalls so einen erhalten (mit identischem Matrixcodeinhalt, außer natürlich der laufenden Sendungsnummer 35959).



Vom selben Absender kam gleichzeitig übrigens eine weiterere Werbesendung (ebenfalls mit dem Produktschlüssel 1601) an, vom selben Versanddatum 17.03.2025, der selbe Kundennummer 6210741221, nur mit abweichender Teilnehmernummer 2 und Entgeltabrechnungsnummer 1166 - und natürlich der Sendungsnummer 4625 und auch wieder ohne jede sichtbare Absenderangabe auf dem Beleg. Heisst der Fehler lag vermutlich wirklich in der "Programmierung" des einen Mailings. Sollte man etwa in der postzertifizierten (?) Software diese Elemente per Hand an- bzw. (regelwidrig) abwählen können? Wenn ja, warum besteht dort überhaupt so eine "Anklick"-Möglichkeit?

Interessanterweise befindet sich der Schriftzug DIALOGPOST übrigens einmal links- und einmal rechtsbündig unter der Wort-Bild-Marke "Deutsche Post" mit Posthorn. Scheinbar ist dieses zweizeilige Element keine fest im System hinterlegte 'graphische' Einheit.

Beste Grüße
Thomas
 
Araneus Am: 23.03.2025 10:33:24 Gelesen: 19808# 142 @  
@ al-lu [#139]

Erweiterte Produktbezeichnung: Dialogpost Standard

Hallo Albrecht,

auch mir fiel in dieser Woche ein Dialogpost-Beleg in die Hände mit der Produktbezeichnung „ Dialogpost Standard“. Es handelt sich um eine Werbesendung des Naturschutzbundes NABU. In diesem Fall liegt die höhere Gewichtsstufe (bis 50 Gramm, Produktschlüssel 3101) vor (Einlieferungsdatum: 18.03.2025).



Die Frage ist, ob es Zufall ist, dass innerhalb weniger Tage zweimal diese Besonderheit gefunden wurde. Möglicherweise bahnt sich hier eine Änderung an, die im Zusammenhang mit den Änderungen der Dialogpost-Bedingungen zum 01.01.2026 stehen. Vielleicht ist es aber auch ein Phänomen eines bestimmten Lettershops. Wir sollten die Augen offen halten.

Schöne Grüße
Franz-Josef
 
Journalist Am: 28.01.2026 17:45:26 Gelesen: 5173# 143 @  
Hallo an alle,

heute hatte ich eine interessante Sendung im Briefkasten - es war eine Postwurfsendung, besonders interessant fand ich dabei die Freimachung. Es ist eine DV-Freimachung, das Porto beträgt nur 18 Cent !



Es handelt sich hier um die Variante "Postwurfspezial".

Viele Grüße Jürgen
 
DL8AAM Am: 28.01.2026 19:48:42 Gelesen: 5159# 144 @  
@ Journalist [#143]

Hallo Jürgen,

das ist der "neue Standard". Seit 01.07.2025 durften, ab dem 01.01.2026 müssen nun alle Postwurfspezial-Sendungen grundsätzlich per DV-Freimachung frankiert werden, siehe "Thema: Deutsche Post: Postwurfsendung und Postwurfspezial" [1].

18 Cent ist seit dem 01.01.2026 der neue, erhöhte Tarif für Postwurfspezial-Sendungen "Standard bis 20 Gramm". Bis zum 31.12.2025 waren das noch günstige 17 Cent.

Die gleiche Sendung bekamen wir hier übrigens heute auch, mit der exklusiven Info, dass unsere Straße gerade ganz besonders ausgewählt wurde, von Enpal mit einer Solaranlage bedacht zu werden. ;-)

Beste Grüße
Thomas

[1] https://www.philaseiten.de/thema/3084 ab Beitrag #69
 

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