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Thema: Stempel bestimmen: Griechenland
Das Thema hat 29 Beiträge:
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volkimal Am: 04.07.2015 12:41:49 Gelesen: 6152# 5 @  
Hallo zusammen,

bei diesem Beleg sind leider zwei Marken abgelöst worden - schade! Meine Frage gilt dem Stempel links unten:



Ich gehe davon aus, dass es ein griechischer Bahnpoststempel ist. ΘΕΣΣΑΛΟΝΙΚΗ = Thessaloniki, ΑΛΕΞΑΝΔΡΟΥΠΟΛΗ = Alexandroupoli. Nach Wikipedia wurde diese Bahnstrecke 1896 eröffnet: https://en.wikipedia.org/wiki/Thessaloniki%E2%80%93Alexandroupoli_railway

Was ich nicht weiß, ist die Bedeutung des Wortes "ΚΙΝΗΤΟΝ" in der Mitte. Beim Google-Übersetzer wird "Handy" angegeben. Ein Handy gab es aber 1930 mit Sicherheit noch nicht. Also, was bedeutet ΚΙΝΗΤΟΝ?

Viele Grüße
Volkmar
 
DL8AAM Am: 04.07.2015 13:29:25 Gelesen: 6144# 6 @  
@ volkimal [#5]

Volkmar,

ich würde denken, dass liegt an der falschen Übersetzung bzw. Fehlbenennung "Handy" in der deutschen Sprache. Das ist ja kein Anglizismus und kommt auch nicht aus dem Englischen. Kein Mensch außerhalb des deutschen Sprachraums versteht bekanntlich (ursprünglich) Handy, ebenso wie auch der Googleübersetzer nicht. Der übersetzt meist von der Fremdsprache erst ins Englische und dann anschließend in der Folge (unsichtbar für den User) ins Deutsche. Deshalb macht es eigentlich fast immer nur Sinn, ins Englische übersetzen zu lassen, nie den Doppelsprung, da bleibt meist viel Sinn auf der Strecke.

Es gibt da den netten Fall, wenn man das Wort Funkamateur aus irgendeiner Fremdsprache ins Deutsche übersetzen lassen will, dass dann meist "Schinken" rauskommt. Funkamateur im Englischen heisst im allgemeinen Sprachgebrauch "ham" ("HAM" ist ein ehemaliges amerikanisches Funkrufzeichen aus den 1910er Jahren, das dort zum Synonym für den Funkamateur schlechthin wurde; ähnlich wie Tesa, Uhu oder Tempo im Deutschen). Wenn dann ham wieder ins Deutsche übersetzt wird, ergibt das natürlich Schinken (statt Funkamateur).

Handy, eigentlich Mobiltelefon heisst in griechisch Κινητό τηλέφωνο (mobil und Telefon), umgangssprachlich verkürzt zu Κινητό (Mobil). Ähnlich wie im Englischen, da heisst das Handy korrekterweise "mobile phone", kurz auch "mobile". Dass sollte für Deinen Stempel nun wieder Sinn machen: Mobil für "mobiles Postamt (in der Eisenbahn)". ;-)

Gruß
Thomas
 
volkimal Am: 04.07.2015 14:11:40 Gelesen: 6127# 7 @  
@ DL8AAM [#6]

Hallo Thomas,

danke! Dann kann ich den Stempel in die Datenbank einstellen.

Volkmar
 
Zackenfieber Am: 22.01.2018 20:52:51 Gelesen: 3064# 8 @  
Hallo Forum,

wer kann mir etwas über den Absende- und Ankunftsstempel auf dem hier abgebildeten Beleg mitteilen?

Danke und Gruß


 
volkimal Am: 22.01.2018 21:14:25 Gelesen: 3057# 9 @  
@ Zackenfieber [#8]

Hallo Zackenfieber,

evtl. stammt der Brief aus Griechenland oder von den Ionischen Inseln.

Der Scan stammt aus dem Kumpf-Mikuli "Neue Briefe über alte":



Abb. 882 sieht doch recht ähnlich aus. Hat der Brief einen Text?

Viele Grüße
Volkmar
 
Parachana Am: 26.01.2018 20:38:51 Gelesen: 3171# 10 @  
Hallo,

da ich auf anderen Seiten schon tolle Hilfe gefunden habe, hoffe ich das mir jetzt auch geholfen werden kann.

Habe hier eine Karte aus Griechenland mit Stempeln aus Thessaloniki. Doch mich würde interessieren ob mir jemand etwas zu dem roten Stempel sagen kann.


 
Parachana Am: 26.01.2018 20:45:20 Gelesen: 3169# 11 @  
Hier noch eine zweite Postkarte, gestempelt 1957. Könnte es sich um einen Schiffsstempel handeln?


 
volkimal Am: 17.12.2018 19:44:43 Gelesen: 1593# 12 @  
Hallo zusammen,

mit diesem Brief habe ich so meine Probleme:





Auf der Rückseite steht, dass er aus dem Balkan-Krieg 1912 stammt. Wer kann mir näheres zum Brief, zur Adresse und zum Stempel sagen ?

Viele Grüße
Volkmar
 
Martin de Matin Am: 17.12.2018 21:35:09 Gelesen: 1581# 13 @  
Hallo Volkmar,

mit meinen geringen Kenntnissen der griechische Buchstaben in Verbindung mit der Suche nach dem Balkankrieg, vermute ich, das der Brief nach Argostoli auf der Insel Kefalonia gesandt wurde. Kefalonia liegt im Westen von Griechenland, und Argostoli ist deren Hauptort. Dort ging unter anderen ein Politiker und Offizier der mit dem Balkankrieg in Verbindung stand zur Schule. Bezüglich der Stempelinschrift bin ich noch am suchen.

Gruss
Martin
 
mcmiro Am: 18.12.2018 22:24:10 Gelesen: 1554# 14 @  
Hallo Volkmar,

was Martin ausführte, kann ich unterstützen. Hier die Anschrift in lateinischen Buchstaben:

Stamos Delaporta
Argostolion
Kephallenia

Die ersten 3 Buchstaben sind Kom mit vielen Fragezeichen, evt eine Abkürzung für Kommandeur oä.

Für die Stempelinschrift habe ich einen Übersetzer bemüht.



Ich hoffe, dass ich nicht total in die Irre gelaufen bin. Vielleicht hilft dir das weiter.

Gruß
Gisbert
 
volkimal Am: 19.12.2018 20:20:36 Gelesen: 1524# 15 @  
@ Martin de Matin [#13]
@ mcmiro [#14]

Hallo Martin und Gisbert,

herzlichen Dank für eure Hilfe. Von einer anderen Seite habe ich jetzt erfahren, dass der Text im Stempel "Direktion des Etappendienstes" heißen soll. Da es nur mündlich war, habe ich einmal versucht, die entsprechenden griechischen Wörter zu finden.

Das ist dabei herausgekommen: διεύθυνση υπηρεσία μετόπισθεν

Das passt auf jeden Fall zu den Zeichen im Stempel ΔΙΕΎΘΥΝΣΗ ΥΠΗΡΕΣΊΑ ΜΕΤΟΠΙΣΘΕΝ

Allerdings habe ich die Wörter einzeln bestimmt. Daher kann es gut sein, dass die Grammatik z.B. Endungen ganz anders sein müssen. Auch weiß ich nicht, was bei διεύθυνση υπηρεσία μετόπισθεν groß geschrieben werden muss. Es wäre nett, wenn ihr meine "Übersetzung" korrigieren würdet.

Viele Grüße
Volkmar
 
iholymoses Am: 20.12.2018 22:20:30 Gelesen: 1494# 16 @  
@ Parachana [#11]

Hallo,

der rote Stempel ist ein Werbestempel einer Import/Exportfirma - der "SAPORTA Agency Co. Ltd" - Ships & Shipping - PIRAEUS & SALONIKA".



Wenn man die googelt, findet man folgenden historischen Eintrag:



Quelle: http://memoria.bn.br/DocReader/Hotpage/HotpageBN.aspx?bib=221961_02&pagfis=47636&url=http://memoria.bn.br/docreader#

Das war also eine Firma, die Kaffee importiert hat.

Schöne Grüße,
Reinhard
 
iholymoses Am: 20.12.2018 22:59:14 Gelesen: 1491# 17 @  
@ Parachana [#10]

Hallo,

den Stempel dechiffriere ich als:

ΥΠΗΡΕΣΙΑ ΠΡΟΣΤΑΣΙΑΣ ΕΘΝΙΚΟΥ ΝΟΜΙΣΜΑΤΟΣ

Das heisst soviel wie

NATIONALER WÄHRUNGSSCHUTZ SERVICE

So einen Stempel habe ich im Internet auch hier gefunden:

http://www.stampcircuit.com/stamp-Auction/karamitsos/4141431/lot-2030-greece-postmarks-and-cancellations-exchange-control

Was das aber genau ist, kann ich nicht sagen.

Schönen Gruß,
Reinhard
 
Parachana Am: 28.12.2018 14:29:26 Gelesen: 1435# 18 @  
@ iholymoses [#17]

Hallo Reinhard,

habe jetzt erst deine Beiträge gelesen. Danke für die Informationen.

Schönen Gruß
Uwe
 
Heinrich3 Am: 20.01.2019 18:25:53 Gelesen: 1211# 19 @  
Hallo,

in der letzten PPA habe ich diesen Beleg erworben trotz der fehlenden Klappe hinten.



Nun habe ich Schwierigkeiten mit dem Ort in den Stempeln auf den Briefmarken (vorne); oben steht ΠΛΑΤΕΙΑ ΣΥΗΤΑΓΜΑΤΟΣ, also Platz der Verfassung. Diesen wird es sicher in vielen Orten geben. Wer hat eine Idee?

Es kann auch sein, daß es ein Stempel aus Athen ist und unten eine Behörde genannt ist ?

Hier nochmal ein größerer Scan.



Natürlich würde mich auch interessieren, was der kleinere Stempel unten rechts bedeutet.

Auf der Rückseite der Maschinen-Luftpoststempel aus Athen und der Eingang in Karlsruhe sind klar.

Danke im voraus!
Heinrich
 
saintex Am: 20.01.2019 19:24:48 Gelesen: 1195# 20 @  
@ Heinrich3 [#19]

Bei dem kleinen Stempel rechts unten handelt es sich um einen Kontrollstempel der griechischen Devisenüberwachung (National Currency Protection). Einen ähnlichen Stempel hatte ich im Thread Zensurpostbelege im Beitrag # 364 erläutert.

MfG Wolfgang
 
Parachana Am: 22.01.2019 20:50:25 Gelesen: 1090# 21 @  
@ Heinrich3 [#19]

Hallo,

unten in dem Stempel steht meiner Meinung nach das gleiche Wort wie auf der lila Briefmarke zu 5 Drachmen. Es müsste also etwas mit Flughafen zu tun haben.

MfG
Uwe
 
Heinrich3 Am: 24.01.2019 15:44:45 Gelesen: 1000# 22 @  
@ saintex [#20]
@ Parachana [#21]

Hallo Euch beiden,

vielen Dank für die Informationen; "man wird so alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu."

Uwe: Da hätte ich auch drauf kommen können, wenn ich nicht so einseitig gedacht hätte. Der Brief ging ja auch mit Luftpost, also wurden Luftpost-Marken verklebt. Und der Brief wurde vermutlich am Luftpost-Schalter in der Hauptpost in Athen abgegeben und abgestempelt. Der Stempel vorne und der Maschinenstempel auf der Rückseite sind vom gleichen Tag.

Heinrich
 
Nicepm Am: 05.03.2019 16:42:29 Gelesen: 620# 23 @  
@ LOGO58 [#1]
@ sotos [#2]

Diese Nummerstempeln waren Postleitzahlstempeln. Erst ab 1983 wurden die heutigen fünfstelligen Postleitzahlen eingeführt, welche auch für eine richtige Adressierung anzugeben sind. Davor waren sie dreistellig und hießen "Ταχυδρομικοί τομείς" (Postsektoren). Die "266" auf dem Stempel, war die Postleitzahl (Postsektor) für den Ort Milies (Μηλεαί, heute Μηλιές im Pilio-Gebirge bei Volos/Mittelgriechenland). Demnach sind alle drei Stempel im gleichen Postamt gestempelt worden.

Viele Grüße
Emmanuel
 
Nicepm Am: 05.03.2019 16:46:56 Gelesen: 613# 24 @  
@ EdgarR [#3]
@ Jürgen Witkowski [#4]

Dieser Nummerstempel ist ein Postleitzahlstempel. Erst ab 1983 wurden die heutigen fünfstelligen Postleitzahlen eingeführt, welche auch für eine richtige Adressierung anzugeben sind. Davor waren sie dreistellig und hießen "Ταχυδρομικοί τομείς" (Postsektoren). Die "267" auf dem Stempel, war die Postleitzahl (Postsektor) für den Ort Tsagarada (Τσαγκαράδα, im Pilio-Gebirge bei Volos/Mittelgriechenland), der auch auf dem Beleg ist. Beide Stempel sind im gleichen Postamt gestempelt worden.

Viele Grüße
Emmanuel
 
Nicepm Am: 05.03.2019 17:17:05 Gelesen: 605# 25 @  
@ Zackenfieber [#8]
@ volkimal [#9]

Der Brief ist nach Gythio (Γύθειον) auf dem Peloponnes adressiert worden. Der Empfang dort wurde auch auf der Rückseite mit dem entsprechen Stempel (ΓΥΘΕΙΟΝ) quittiert. Leider ist der Absenderstempel auf der Frontseite nicht zu erkennen. Es ist auf jeden Fall Griechenland oder Ionische Inseln, wie volkimal schrieb. Angesichts allerdings der Tatsache, dass der Brief am 11. Januar 1855 verschickt wurde und bereits am 13. Januar 1855 in Gythio war (ΙΑΝΟΥ bzw. ΙΑΝΟΥΑΡ, sind Abkürzungen für ΙΑΝΟΥΑΡΙΟΣ = Januar), gehe ich davon aus, dass auch der Absender ihn vom Peloponnes aus oder aus der quasi gegenüberliegenden Insel Kythera/Kithira (gehörte damals zu den Ionischen Inseln) verschickte. Ich würde eher auf letzteres Tippen - ich meine ich kann auch ein "Υ" an zweiter Stelle zu erkennen und der Stempel ist auch unterschiedlich.

Viele Grüße
Emmanuel
 
Nicepm Am: 05.03.2019 17:37:09 Gelesen: 594# 26 @  
@ Parachana [#10]
@ iholymoses [#17]

Es ist so wie iholymoses gesagt hat: ΥΠΗΡΕΣΙΑ ΠΡΟΣΤΑΣΙΑΣ ΕΘΝΙΚΟΥ ΝΟΜΙΣΜΑΤΟΣ

Genau übersetzt ist es "Dienst des Schutzes der Nationalen Währung". Diese Dienststelle hatte zur Aufgabe die Devisen Ein- und hauptsächlich Ausfuhr zu kontrollieren. Sie befasste sich auch mit Schmuggelthematiken bei Im- und Exporte bei Verdacht von illegaler Devisenausfuhr oder -einfuhr. Diese Stelle war u.a. berechtigt Briefe zu öffnen, um zu schauen ob Devisen in Briefen verschickt wurden. Auch die Ausfuhr von beispielsweise Briefmarken in großen Menge wurde überprüft, um einen Verkauf im Ausland gegen Devisen (und insofern eine indirekte illegale Devisenabfuhr) zu unterbinden. Die Briefe (oder auch Pakete) wurden dann mit einem besonderen Klebestreifen geschlossen. So viel ich weiß, ist dieser Dienst seit Einführung des Euro abgeschafft worden (wäre ja auch eher sinnlos, da es keine Drachme zum Schützen mehr gab).

Warum allerdings jetzt ein Stempel dieses Dienstes (übrigens handelt es sich um den Stempel der Dienststelle Thessaloniki) auf einer - wie es aussieht - Postkarte zu finden ist, ist mir ein Rätsel.

Viele Grüße
Emmanuel
 
Nicepm Am: 05.03.2019 18:07:30 Gelesen: 587# 27 @  
@ volkimal [#12] und [#15]

Hallo Volkmar,

gerne kann ich Deine Schreibweise korrigieren. Zunächst handelt es sich in der Tat um die Direktion des Etappendienstes hinter der Front. Die richtige Schreibweise zur damaligen Zeit ist: "ΔΙΕΎΘΥΝΣΙΣ ΤΗΣ ΥΠΗΡΕΣΊΑΣ ΜΕΤΌΠΙΣΘΕΝ" bzw. "Διεύθυνσις τής Υπηρεσίας Μετόπισθεν", wobei der Artikel "ΤΗΣ" nicht auf dem Stempel abgedruckt werden musste.

Die Angaben zur Adresse haben die Philatelisten vorher korrekt hergegeben.

Naturgemäß sind bei Feldpostschreiben keine Hinweise über den Absendeort vorhanden. Angesichts des Datums 04.11.1912 kann jedoch der Absender entweder in Epirus (bei Ioannina) oder in Makedonien (bei Amindeo, Giannitsa, Thessaloniki oder Chalkidiki) gewesen sein. Es gab auch einen Hauptmann Spiridon G. Delaportas, welcher am 24.10.1912 in der Nähe von Amindeo fiel. Es könnte also ein Brief von ihm (Verzögerungen im Briefversand der Soldaten kam vor) oder über ihn gewesen sein. Aber das sind nur Vermutungen. Der Name Delaportas ist populär auf den ionischen Inseln und besonders auf der Insel Kefalonia, wohin dieser Brief verschickt wurde.

Viele Grüße
Emmanuel
 
volkimal Am: 05.03.2019 18:37:31 Gelesen: 582# 28 @  
@ Nicepm [#27]

Hallo Emmanuel,

super! Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung zu dem Brief.

Viele Grüße
Volkmar
 
Nicepm Am: 05.03.2019 18:55:53 Gelesen: 577# 29 @  
@ Heinrich3 [#19] und [#22]

Hallo Heinrich,

die Angabe von saintex [#20] ist richtig, es handelt sich um den damaligen Stempel der Devisenüberwachung, genauer: "Dienst des Schutzes der Nationalen Währung" (ΥΠΗΡΕΣΙΑ ΠΡΟΣΤΑΣΙΑΣ ΕΘΝΙΚΟΥ ΝΟΜΙΣΜΑΤΟΣ). Es sind die Initialen der Dienststelle zu erkennen (ΠΕΝ - kopfüber).

Der Stempel auf den Marken ist von der "ΠΛΑΤΕΙΑ ΣΥΝΤΑΓΜΑΤΟΣ", wie Du richtig vermerktest des Platzes der Verfassung. Hier muss man wissen, dass an diesem Platz in Athen seit Jahren die zentrale Filiale der griechischen Post ist (mittlerweile in einem Neubau am gleichen Platz). Insofern handelt es sich um besagten Platz in Athen. Unter dem Stempel steht "ΑΕΡΟΠΟΡΙΚΩΣ", also Flugpost.

Die Rückseite ist mit dem Maschinenstempel klar. Interessant ist hier die Parole:

"ΚΑΙ ΤΟ 1939 ΘΑ ΣΥΝΕΧΙΣΗ ΤΟ ΕΡΓΟΝ ΤΗΣ 4ης ΑΥΓΟΥΣΤΟΥ
Ι. ΜΕΤΑΞΑΣ"
was bedeutet "Auch 1939 wird das Werk des 4. August fortgesetzt. (Unterschrift) I. Metaxas". Es ist der Hinweis auf die Diktatur von I. Metaxas, welche am 4. August 1936 per Staatsstreich installiert und auch "Regime des 4. August" genannt wurde.

Der Brief selbst ist offensichtlich von irgendeiner deutschen Dienststelle in Athen versendet worden (noch war nicht die Besatzungszeit).

Viele Grüße
Emmanuel
 

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