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Thema: Schweiz: Eingehende Briefe
Das Thema hat 147 Beiträge:
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Heinz 7 Am: 11.09.2018 10:45:28 Gelesen: 5629# 123 @  
@ Heinz 7 [#122]

Eydtkuhnen (heute: Tschernyschewskoje) liegt ziemlich genau westlich von Wilna (oder Vilnius), wie der Kartenausschnitt aus "Via Michelin" zeigt:



Die Ortschaften liegen weniger als 200 Kilometer auseinander (183, gemäss heutiger Strasse / Berechnung Via Michelin). Von Eydtkuhnen führte dann der Weg über Basel, wie oben (Beitrag 114) bereits vermerkt. Siehe dazu auch Karte Beitrag [#74].

Ein wunderbarer Brief, der mit diesem Zusatz-Wissen natürlich noch aufgewertet wird.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 11.09.2018 11:07:21 Gelesen: 5626# 124 @  
@ bayern klassisch [#45]

Den dritten Brief, den Ralph uns vor einer Weile zeigte, trägt denselben Stempel Van der Linden 333 (siehe Beiträge [#114], [#122] und [#123]). Und auch Kevin darf sich freuen (Beitrag [#55]).

:-)

Herzliche Grüsse an alle

Heinz
 
briefmarkenwirbler24 Am: 12.09.2018 21:12:15 Gelesen: 5558# 125 @  
@ Heinz 7 [#124]

Hallo Heinz,

vielen Dank für deine Recherchen, denn wie du geschrieben hast, betrifft es ja auch nun mehr meinen gezeigten Brief.

Liebe Grüße und herzlichen Dank,

Kevin
 
briefmarkenwirbler24 Am: 17.09.2018 20:18:28 Gelesen: 5395# 126 @  
Guten Abend allerseits,

wenn ich es noch richtig im Kopf habe, wurde bisher noch kein Beleg aus dem Deutschen Reich in die Schweiz vorgestellt. Daher möchte ich an dieser Stelle einen entsprechenden Brief zeigen.

Aufgegeben wurde der Brief am 01.06.1875 (also relativ kurz bevor die Gebühren der UPU geltend wurden). Siegelseitig lassen sich der Durchgangsstempel von Burgdorf (01.06) und der Ankuftsstempel von Langnau (02.06) erkennen.

Man frankierte hier richtigerweise 20 Pfennig (Mi.Nr.34, Reichsadler) für einen einfachen Brief bis 15 g.

Gilt hier auch der Postvertrag vom 01.09.1868 bis zum 30.06.1875, der andersherum anzuwenden ist?

Und dann stellt sich mir noch die Frage wie sich die Taxe unter dem Reich und der Schweiz aufteilt, Briefe vice versa kosteten 25 Rappen, die sich in 15 Rappen fürs Deutsche Reich und 10 Rappen für die Schweiz aufteilten (also 3/5 und 2/5), wären das dann hier 12 Pf und 8 Pf, oder ist die Aufteilung anders?

Besonders schön finde ich den Stempelabschlag des Hufeisenstempels von "Straßburg im Elsaß Bhf".

Liebe Grüße

Kevin


 
bayern klassisch Am: 17.09.2018 20:51:26 Gelesen: 5392# 127 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#126]

Hallo Kevin,

ja, hier galt auch der Postvertrag des Norddeutschen Bundes mit der Schweiz, weil das Deutsche Reich die Rechtsnachfolge des Bundes angetreten hatte.

Die Gebührenaufteilung dürfte stimmig sein.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
briefmarkenwirbler24 Am: 17.09.2018 21:07:44 Gelesen: 5390# 128 @  
@ bayern klassisch [#127]

Hallo Ralph,

vielen Dank für die schnelle Antwort! :)

Liebe Grüße

Kevin
 
Heinz 7 Am: 17.09.2018 22:16:32 Gelesen: 5384# 129 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#126]

Seit dem 1. Januar 1871 gehörte Rügen in Norddeutschland zum Deutschen Reich (vorher: zum Norddeutschen Bund). Sagard war bis 1326 Teil des Fürstentums Rügen und danach des Herzogtums Pommern. Mit dem Westfälischen Frieden von 1648 wurde Rügen und somit auch das Gebiet von Sagard ein Teil von Schwedisch-Pommern. Im Jahr 1815 kam Sagard als Teil von Neuvorpommern zur preußischen Provinz Pommern. (Info gemäss Wikipedia).

Diese hübsche Postkarte wurde also von ganz weit im Norden des Deutschen Reiches auch nach Langnau geschickt. Der Absender wusste wohl, dass Langnau im Emmenthal im Kanton Bern in der Schweiz liegt, aber er bemühte sich nicht um eine Zusatzfrankatur, sondern verwendete eine Inland-Postkarte für diese Sendung.

Diese wurde aber taxiert mit Strafporto von 15 Rappen, sehr hübsch bezahlt mit einer blauen und einer grünen Nachporto-Marke der Schweiz.

Die Karte wurde geschrieben am 29.6. 1885, gestempelt in SAGARD am 30.6.1885 und wurde per Zug befördert (Bahnstempel "AMBULANT" 1.VII.85"). Bereits am 2.VII.85 kam die Karte in Langnau an.



Gemäss aktuellen Routenrechner (Via Michelin) liegen die beiden Orte 1157 Kilometer auseinander. Die Post wurde dennoch sehr rasch zugestellt.



Post aus dem Deutschen Reich in die Schweiz gibt es viele. Nicht alle Stücke erfreuen aber ein Sammlerherz so wie die beiliegende Postkarte.

Heinz
 
briefmarkenwirbler24 Am: 17.09.2018 23:05:51 Gelesen: 5378# 130 @  
@ Heinz 7 [#129]

Hallo Heinz,

sehr schönes Stück!

Ich persönlich finde es immer sehr erfreulich, wenn man solche Belege aus der Zeit findet, die mit Nachportomarken versehen worden sind, weil sie einfach in jeder Sammlung etwas hermachen.

Warum der Absender der Meinung war, 5 Pfennig würden bis in die Schweiz ausreichen, wird wohl für immer ein Rätsel bleiben. :D

Liebe Grüße

Kevin
 
bayern klassisch Am: 18.09.2018 06:27:55 Gelesen: 5365# 131 @  
@ Heinz 7 [#129]

Hallo Heinz,

gefällt mir sehr gut deine Karte.

Aber das Deutsche Reich existierte erst ab dem 18.1.1871 (Kaiserproklamation in Versailles).

Viele Deutsche glaubten schon in den 1850er Jahren des DÖPV, dass die Schweiz auch zu diesem gehörte, weil sie nicht verstehen konnten, dass Länder wie Luxemburg und die Lombardei dem DÖPV (Deutsch Österreichischer Postverein) angeschlossen waren, der von Dänemark bis zum Kirchenstaat und von Frankreich bis Russland reichte, aber die solide, deutschsprachige Schweiz nicht.

Daher sind zahllose Poststücke unterfrankiert bzw. mit dem Tarif für Inlands- bzw. Vereinspost versehen. Dieser Glaube wurde auch nicht durch die Gründung des Weltpostvereins beendet, wie man an deiner schönen Karte gut sehen kann, sondern lebte weiter fort - wie ich weiß, teilweise bis heute.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
briefmarkenwirbler24 Am: 25.09.2018 14:49:53 Gelesen: 5136# 132 @  
Hallo in die Runde,

mal wieder ein neuer Beleg:

Aufgegeben wurde der Faltbrief am 13.01.1871 in Görlitz und man adressierte ihn nach Basel, wo er zwei Tage später bereits angekommen ist.

Zur Frankatur lässt sich sagen, dass sich hier die Tarifperiode vom 01.09.1868 bis zum 31.12.1871 anwenden lässt. Hier wurde die Einheitstaxe von 7 Kreuzern bzw. 2 Silbergroschen eingeführt, bei meinem Brief gilt Letzteres.

Nun kamen jedoch zzgl. 2 Sgr. für die Einschreibe-Gebühr oben drauf, sodass wir bei einem Franko von 4 Silbergroschen (14 rheinische Kreuzer) liegen, die sehr schön als Viererblock verklebt worden sind.

Die "3" in Rötel entspricht hier dem Weiterfranko, das wer bekam?

Optisch konnte ich diesem Brief einfach nicht widerstehen.

Liebe Grüße

Kevin


 
bayern klassisch Am: 25.09.2018 17:35:55 Gelesen: 5125# 133 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#132]

Hallo Kevin,

da das Deutsche Reich niemals in anderer, als Thaler-/Groschenwährung verrechnete, hier aber 3 Kreuzer in Rötel (von Basel) notiert wurden, hatte das Reich mit Baden und Baden mit Basel (= der Schweiz) das Weiterfranko von 10/12 Silbergroschen verrechnet.

Noch besser wäre es, du hättest einen Groschen- oder Kreuzerzeitbrief des Reiches in die Schweiz mit einem Weiterfranko in Reichspfennigen.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
briefmarkenwirbler24 Am: 28.09.2018 13:45:30 Gelesen: 5085# 134 @  
@ bayern klassisch [#133]

Hallo Ralph,

aufgrund des Studiums kam ich erst jetzt dazu dir hier zu antworten.

Wenn ich es richtig verstanden habe, wurden die "3x" in Rötel in 10/12 Sgr. umgerechnet, weil das Deutsche Reich in keiner anderen Währung seine Anteile verrechnete?

Liebe Grüße

Kevin
 
bayern klassisch Am: 28.09.2018 14:48:49 Gelesen: 5080# 135 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#134]

Hallo Kevin,

wenn Post des Deutschen Reichs direkt mit der Schweiz ausgetauscht wurde, bedurfte es keiner anderen Währungen als Rappen und Silbergroschen bzw. deren Bruchteile.

Waren aber süddeutsche Posten involviert, die ja so gut wie nie in anderen Währungen, als rheinischen Kreuzern fakturierten, dann sehen wir dies auf Briefen, die Kreuzernotationen aufweisen, so wie hier.

Was viele nicht wissen: Auch die Gebiete des Deutschen Reiches, die im Kreuzergebiet lagen und mit Kreuzermarken frankierten, waren im internationalen Postverkehr in Groschenwährung rechnungspflichtig; das galt auch bei unterfrankierten Briefen von dort.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Manne Am: 03.10.2018 13:52:10 Gelesen: 4986# 136 @  
Hallo,

ein eingeschriebener Brief aus Schwenningen nach Zürich vom 05.05.1894, Ankunftstempel Zürich vom 05.05.1894.

Gruß
Manne


 
briefmarkenwirbler24 Am: 23.01.2019 17:42:33 Gelesen: 1549# 137 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#126]

Guten Abend allerseits,

nachdem ich vor etwas längerer Zeit einen Brief frankiert mit dem Reichsadler aus der Pfennig-Währung zeigen konnte, möchte ich euch heute einen Brief aus der Groschen-Zeit zeigen.

Aufgegeben wurde der Brief am 29.11.1872 in "Leipzig Postamt N°2" und adressiert nach Thalwil bei Zürich.
Siegelseitig finden wir einen Transitstempel von Zürich (30.11.) und den Ankunftsstempel von Thalwil vom 01.12.1872.

Zur Frankatur verwendete man 2x Mi.Nr.19, 1 Groschen "Adler mit großem Brustschild", also insgesamt frankogerecht 2 Groschen (gleiche Tarifperiode wie oben).



Ich habe mal spaßeshalber etwas über den Schreiber und den Empfänger des Briefes recherchiert und konnte folgendes finden:

Leon Rosenzweig wurde am 29.07.1840 in Czernowitz (Ukraine) als Sohn eines jüdischen Kaufmanns geboren. Er arbeitete zunächst einige Zeit selbst als Kaufmann in Bukarest, bevor er 1871 nach Czernowitz zurückkehrte und dort eine Bank eröffnete. Während seiner Zeit als Kaufmann machte er viele Geschäftsreisen nach Deutschland, England und Frankreich und Italien. Neben seiner Tätigkeit als Kaufmann verfasste Rosenzweig zudem Lustspiele und "Dramatische Sprichwörter" 1864 sowie 1865 in Leipzig über den Verlag Fritsch und Theile. Später ergänzte er seine Werke um Novellen und Humoresken.

Einerseits war Leon Rosenzweig ein typisches Beispiel für die Schicht emanzipierter bildungsbürgerlicher Juden und andererseits produzierte er als einer der frühesten jüdischen Autoren deutschsprachige Kleinepik und dramatische Literatur, die wiederum beispielhaft für die Nachahmung zeitgenössischer deutscher Trivialliteratur in der Bukowina (Buchenland) ist.



Der Empfänger war kein geringerer als das Unternehmen "Schwarzenbach & Landis".

Die Robert Schwarzenbach & Co AG wurde 1829 in Thalwil (Kanton Zürich) gegründet und stellte Seidenstoffe her. 1928 war Schwarzenbach mit 28'000 Angestellten und einem Umsatz von 267 Millionen Schweizer Franken das grösste Textilunternehmen der Welt, wobei ein Grossteil des Umsatzes in den USA erzielt wurde. 1829 machte sich Johannes Schwarzenbach-Landis (1804–1861) als Seidenfabrikant selbständig. 1832 gründete er zusammen mit seinem Vater Joseph Schwarzenbach-Kölliker und seinem Schwager Jakob Näf-Schwarzenbach die Seidenweberei Näf & Schwarzenbach mit Geschäftssitz im Ägertli, Gemeinde Thalwil. Der neue Geschäftssitz in zwei Wohnhäusern (Ferggstube) an der Seestrasse wurde 1846 mit einer Seidenwinderei und -zwirnerei erweitert. 1874 wurden 633'240 Laufmeter Seidenstoffen im Verkaufswert von 2,2 Millionen Franken produziert und verkauft. Eigene Verkaufsbüros wurden ab 1877 in London, Lyon, Berlin, New York, Como und Mailand gegründet.



Auf dem linken Bild sieht man Robert Schwarzenbach und rechts die Seidenweberei Schwarzenbach um 1920.

Wer Interesse an diesem Thema hat, einfach den untenstehenden Links folgen.

https://books.google.de/books?id=T6KFN40miHoC&pg=PA55&lpg=PA55&dq=leon+rosenzweig+leipzig&source=bl&ots=AqHkSWv5kK&sig=ACfU3U2mbMym-v98XDf05l-OwRLzU4HqxA&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwiBke_8o4TgAhURLFAKHWFCAKAQ6AEwAHoECAgQAQ#v=onepage&q=leon%20rosenzweig%20leipzig&f=false

https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Schwarzenbach_%26_Co

Liebe Grüße

Kevin

PS: Vielleicht ist ja auch jemand so frei und kann den Inhalt des Briefes übersetzen, sodass man grob nachvollziehen kann, worum es in dem Gespräch ging.
 
bayern klassisch Am: 23.01.2019 17:56:13 Gelesen: 1545# 138 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#137]

Hallo Kevin,

schöner Brief - man ersucht um Zusendung einer Muster - Kollektion.

Wäre toll, eine solche mal sehen zu können, aber die wird wohl leider die Wirren der Zeit kaum überlebt haben.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
briefmarkenwirbler24 Am: 23.01.2019 22:07:20 Gelesen: 1530# 139 @  
@ bayern klassisch [#138]

Hallo Ralph,

vielen Dank für die schnelle Antwort!

Ich glaube auch, dass es eher unwahrscheinlich ist, dass solch ein Muster zwei Weltkriege überlebt hat. Sei's drum, hauptsache der Brief ist noch gut erhalten. :D

Liebe Grüße

Kevin
 
bayern klassisch Am: 31.01.2019 17:21:32 Gelesen: 1118# 140 @  
Liebe Freunde,

die jüngste Errungenschaft eines lieben Sammlerfreundes von mir möchte ich euch nicht vorenthalten.



Teilfrankobrief der 2. Gew. Stufe aus Chile (Südamerika)

Das äusserst seltene Tarifdokument konnte wertzeichenfrankiert mit 10 Centavos (2 x 5 Ctv.) nur für die chilenische Inland-Wegstrecke bis zum Einschiffungshafen spediert werden.

Die Schiffspassage auf dem Pazifik, der Landweg „via Panama“, sowie der Seeweg über den Atlantik nach England und weiter über Frankreich in die Schweiz ist mit Fr. 2.60 Porto (in Rötel „260“) ausgewiesen, vom Empfänger zahlbar!

Ab 1.7.1862 war dieser Tarif ab Einschiffungshafen in Chile für Briefe in der 2. Gew.Stufe (über 7,5 - 15 Gramm) bis zum Adressaten portogerecht. Je 7,5 Gramm (oder Bruchteile) wurden lt. Tarifliste mit Fr.1.30 berechnet!

Der Verrechnungsstempel „GB 2F 87“ zeigt an, dass Frankreich an England je Unze Briefgewicht Fr.2.87 Seetaxe zu vergüten hatte.

Santiago 17.Sept.1862, Zürich 1.Nov.1862

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
briefmarkenwirbler24 Am: 31.01.2019 20:43:27 Gelesen: 1100# 141 @  
@ bayern klassisch [#140]

Hallo Ralph,

was eine Granate, da schlägt das postgeschichtliche Herz doch gleich höher!

Briefe von Chile in die Schweiz sollten doch handverlesen sein, oder? Ich möchte nicht wissen, wie viele Pizzen man sich für diesen Brief hätte holen können. :D

Hat dein Freund (bzw. unser Freund, wenn wir vom gleichen reden) denn das passende Gegenstück in seiner Sammlung? Nach meinen Informationen sind genau 12 Strubel-Briefe nach Chile bekannt, welche allesamt nach Valparaiso adressiert worden sind.

Aus der Zeit der sitzenden Helvetia habe ich zwei Briefe in meinem Archiv, einmal frankiert mit 3 Franken (3. GS) über Bordeaux und die Magellanstraße mit 20 Centavo Inlandsporto sowie einen Brief frankiert mit 1,30 Franken mit 15 Centavo Inlandsporto. Aus dieser Zeit gibt es aber sicherlich ebenfalls etwa so viele Briefe wie aus der Strubel-Zeit.

Liebe Grüße

Kevin
 
bayern klassisch Am: 31.01.2019 21:07:18 Gelesen: 1097# 142 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#141]

Hallo Kevin,

frage doch mal unseren Freund, ob er das Gegenstück hat. Es könnte gut sein.

Aber: Eingehende Post (= Incoming Mail) ist VIEL schwerer zu finden, als ausgehende Briefe, von daher könnte es sein, dass dieser Brief heute ein Unikat ist.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
briefmarkenwirbler24 Am: 31.01.2019 21:14:25 Gelesen: 1096# 143 @  
@ bayern klassisch [#142]

Hallo Ralph,

werde ich machen.

Dass eingehende Post um ein Vielfaches schwerer zu finden ist, sollte wohl klar sein, außer vielleicht aus Europa, wobei es da natürlich auch auf die jeweiligen Länder ankommt. Aber Briefe aus oder nach Südamerika sind für mich sowieso die schönsten und unter Sammlern wohl auch die begehrtesten. Umso mehr beneide ich ihn um dieses Stück. :D

Liebe Grüße

Kevin
 
Stamps99 Am: 18.02.2019 15:41:29 Gelesen: 174# 144 @  
Hallo,

ich möchte das Spektrum mit einem etwas unansehnlichen Brief bereichern.



Nach meinen Recherchen war das III Armee Corps der 2. Armee unterstellt und wurde am 28. Juli zusammen mit dem X. Korps im Raum Bingen am Rhein ausgeladen. Zugestellt am 4. August, wurde der Brief während des Vormarsches zur Saar geschrieben, noch bevor am Abend des 5. August Neunkirchen erreicht wurde.

Innerhalb des Norddeutschen Bundes und seiner Verbündeten war der Brief portofrei, für den Schweizer Anteil musste der Empfänger 10 Rappen bezahlen.

Gruß Ralf
 
bayern klassisch Am: 18.02.2019 16:07:02 Gelesen: 169# 145 @  
@ Stamps99 [#144]

Hallo Ralf,

ich würde noch das Jahr 1870 angeben, damit man weiß, in welchem Krieg wir uns befinden.

Ein Ort ist nicht angegeben, aber Ende Juli waren die meisten Truppen noch unterwegs - der Brief hier könnte wie beschrieben gelaufen sein und direkt per Bahn gen Süden mit der badischen Bahnpost kartiert worden - sein, daher keine Stempel auf deutscher Seite, denn die Bahnpost hatte damals andere Sachen zu tun, als portofreie Briefe abzustempeln.

Ein seltenes Stück - von Bayern gibt es da keine 10 Stück (auch wenn die Aufgabestempel haben) und vom Rest wird es auch nicht viel mehr geben. Klasse!

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Heinz 7 Am: 19.02.2019 00:27:19 Gelesen: 136# 146 @  
@ Stamps99 [#144]

Der "unansehnliche Brief" ist an Herrn Rudolph Euler adressiert, Notar in Basel. Dass er sein Büro offenbar in der Rheingasse 69 hatte, wusste ich nicht.

Ein schöner, seltener Falt-Brief! Zeig uns doch den Inhalt, vielleicht ist er auch geschichtlich interessant (vom Inhalt)! Postgeschichtlich ist er ja offenbar gut (siehe Kommentar Ralph).

Heinz
 
Stamps99 Am: 19.02.2019 19:33:19 Gelesen: 57# 147 @  
@ Heinz 7 [#146]

Hallo Heinz,

leider hat die Hülle keinen Inhalt mehr, sodass ich ihn nicht zeigen kann.

Zur Abwechslung wieder etwas gefälligeres für die Augen:



Von Frankfurt nach Zürich am 18. Sept. 1862, am nächsten Tag zugestellt. Der Absendender bezahlte 9x bis zur Postvereinsgrenze und (notierte) 3x für den ersten Schweizer Rayon,

Gruß Ralf
 

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