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Thema: Alle Welt (ohne Deutsches Reich): Bebilderte Werbung auf Postbelegen
Das Thema hat 209 Beiträge:
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Cantus Am: 22.01.2015 20:51:43 Gelesen: 48523# 10 @  
@ Mondorff [#9]

Hallo DiDi,

wenn ich oben eines deiner fünf Bilder anklicke, dann sieht das auf meinem Bildschirm z.B. so aus;



Wenn ich aber, ohne etwas an den Einstellungen zu ändern, die heute hochgeladene Werbepostkarte anklicke, sieht das so aus:



Das ist doch ein ganz erheblicher Unterschied in der Darstellung. Möglicherweise ist ja bei dir beim Scannen irgend etwas schief gelaufen, ohne dass du das gemerkt hast.

Viele Grüße
Ingo
 
Mondorff Am: 22.01.2015 20:59:24 Gelesen: 48519# 11 @  
@ Cantus [#10]

Tut mir Leid Ingo, auf meinem Bildschirm sind die Belege ordentlich, wenn auch nur etwa halb so groß wie die zuletzt eingescannte Karte.

Wer hat daran gedreht?

Schönen Gruß
DiDi
 
Cantus Am: 22.01.2015 21:01:08 Gelesen: 48518# 12 @  
Von mir beute eine Werbekarte aus Litauen, die am 7.10.1937 von Kaunas nach Grenchen im Kanton Solothurn in der Schweiz lief. Geworben wird für Taschenuhren der Marke CYMA.



Viele Grüße
Ingo
 
Mondorff Am: 22.01.2015 21:06:40 Gelesen: 48517# 13 @  
@ Cantus [#10]



Nochmals: So sieht mein Bildschirm aus. Das ist ein Foto. das ich gerade geschossen habe.

Gruß
DiDi
 
Cantus Am: 22.01.2015 21:45:50 Gelesen: 48510# 14 @  
@ Mondorff [#13]

Hallo DiDi,

lass gut sein, wir zeigen uns besser irgendwelche schönen Belege.

Viele Grüße
Ingo
 
merkuria Am: 22.01.2015 23:36:24 Gelesen: 48505# 15 @  
Die nachfolgenden Belege erinnern uns an ein unrühmliches Kapitel der amerikanischen Geschichte: den Sklavenhandel.



Der abgebildete Geschäftsbrief vom 13. Oktober 1860 der Firma Davis Deupree & Co. aus Richmond/Virginia wirbt in seinem Werbezudruck für den öffentlichen und privaten Verkauf von Sklaven! Nachstehend noch der Inhalt des Umschlages, ein Brief an einen Kunden der mit dem Satz beginnt: „Unser Markt ist fair und zu diesem Zeitpunkt wünschen Mehrere einige gute Neger zu kaufen…..“



Nach der Veröffentlichung des Buches „Onkel Toms Hütte“ in den Vereinigten Staaten, wurden in Grossbritannien innert einem Jahr mehr als 1 Million Exemplare verkauft. Obwohl moderne Kritiker dem Buch Verwendung von rassistischem Inhalt vorwerfen, wurde es in seiner Zeit als eine leistungsstarke Anti-Sklaverei-Propaganda angesehen.



Der britische Verleger James Valentine aus Dundee, Schottland veröffentlichte am 28. März 1853 den abgebildeten Anti-Sklaverei-Firmenumschlag mit rückseitigen Szenen aus dem Roman als Werbung für dieses Buch und gegen die Sklaverei.



Ein Werbezudruck auf einem Umschlag des US-Senators Charles Sumner aus Massachusetts von 1860 wirbt mit einem noch bartlosen Abraham Lincoln gegen die Sklaverei und für die Präsidentschaftskandidatur Lincoln's.

Lincolns Wahl zum Präsidenten der USA erfolgte ohne die Unterstützung der Südstaaten und führte zur Sezession der Konföderierten Staaten und anschliessend zum Bürgerkrieg.



Anfangs des Amerikanischen Bürgerkriegs verordnete der Union General Benjamin Butler, dass entflohene Sklaven, die seine Station in Fort Monroe erreichen, nicht an ihre Besitzer zurückgegeben würden.

Der Werbezudruck zeigt entflohene Sklaven die sich der Unionsarmee anschliessen. Obwohl die Idee von General Butler durch diese Umschläge verspottet wurde (siehe Text), dienten doch fast 200`000 Schwarze in den Unionstruppen. Wer genau diese Umschläge 1861 in Umlauf brachte, ist mir nicht bekannt.
 
Heinz 7 Am: 23.01.2015 13:13:12 Gelesen: 48473# 16 @  
@ merkuria [#15]

Hallo Jacques,

interessante, beklemmende Geschichte, die sich uns da erschliesst.

Heinz
 
Mondorff Am: 23.01.2015 15:34:18 Gelesen: 48458# 17 @  
@ Cantus [#14]



Das Radio-Haus Jean Cordier in Eischen, Luxemburg, Generalvertreter für Philips-Radioapparate



E. Hirsch, Herren- und Damenkonfektion, Esch-sur-Alzette



Das Hotel Rolling in Bad Mondorf



Der Luxemburger Invaliden-Verband mit Sitz in Esch-sur-Alzette



Der Radsport-Verein Union Cycliste in Dippach, Luxemburg

Freundlichen Gruß
DiDi
 
Mondorff Am: 25.01.2015 16:39:03 Gelesen: 48410# 18 @  
@ Cantus [#14]

Ein besonderes Stück:



Ein Brief der Druckerei Pierre Brück aus dem Jahre 1871.

Die Druckerei Pierre Brück war von 1874 bis 1879 Lieferant der Mi.-Nr. 26 bis 36, dem sog. Lokaldruck der Luxemburger Wappenmarken, sowie einer ganzen Anzahl von Ganzsachen-Postkarten.

Freundlichen Gruß
DiDi
 
Mondorff Am: 30.01.2015 18:08:28 Gelesen: 48356# 19 @  
@ Mondorff [#18]

Noch einige Belege aus Luxemburg:



Zu jener Zeit die bekanntesten Rosenzüchter Luxemburgs.



Werbung für Lampen und Fotografie, letztere aus der Besatzungszeit.

Freundlichen Gruß
DiDi
 
Cantus Am: 31.01.2015 02:44:34 Gelesen: 48336# 20 @  
@ Mondorff [#19]

Von mir ein Brief aus Paris, der am 23.4.1904 nach Saverne geschickt worden war. Auf der Rückseite des Umschlages wird für eine Bohrmaschine geworben, mit der exakte senkrechte Bohrlöcher gefertigt werden können.



Viele Grüße
Ingo
 
Mondorff Am: 04.02.2015 19:01:47 Gelesen: 48293# 21 @  
@ Cantus [#20]

"Eine transportable Standbohrmaschine!"

Aus Luxemburg heute:



Der erste Umschlag, vom 6.8.1919 ab Esch-sur-Alzette, wirbt für "sorgfältige und schnelle Reparaturen an Automobilen aller Marken" und trägt einen violetten Zensurstempel der US-Truppen.

Der zweite Umschlag, mit Stempel Noerdange vom 17.1.1949, wirbt für landwirtschaftliche Maschinen. Abgebildet ist ein Mähdrescher der Standardwerke Wilhelm Schulze in Hannover.

Schönen Gruß
DiDi
 
Cantus Am: 21.02.2015 22:56:33 Gelesen: 48221# 22 @  
Hier eine Postkarte vom 24.6.1939 aus Prag, mit der Werbung für allerlei Kleinteile aus Metall gemacht wird.



Viele Grüße
Ingo
 
Mondorff Am: 21.02.2015 23:48:30 Gelesen: 48217# 23 @  
@ Cantus [#22]

Danke Ingo.

Aus Luxemburg



Ein Umschlag der Gemeindeverwaltung der Touristenortschaft Vianden und ein Umschlag der Druckerei Faber aus Mersch, die auch Briefmarkenalben herstellte.

Gruß
DiDi
 
Cantus Am: 22.02.2015 01:01:26 Gelesen: 48214# 24 @  
@ Mondorff [#23]

Hallo DiDi,

es ist einfach toll, wie viele schöne internationale Belege man zu sehen bekommt, wenn man dem Ganzen nur eine entsprechende Überschrift verpasst; an anderem Ort sind es die Bankbriefe, hier ist es die Werbung. Ich schließe an meinen vorigen Beitrag gleich noch einen weiteren Umschlag aus der CSSR an, mit dem Werbung für die Metallteile von Feld- und Spitzhacke gemacht wird. Der Stempel ist zwar nicht lesbar, der Brief weist aber eine Mischfrankatur aus "Böhmen und Mähren" sowie "Tschechoslowakei" aus, der Brief stammt also vermutlich aus der Übergangszeit.



Post von oder nach Luxemburg kann ich hier bis auf weiteres nicht zeigen, vielleicht findet sich aber doch einmal ein Beleg, der wird dann nachgereicht.

Viele Grüße
Ingo
 
Fips002 Am: 22.02.2015 12:42:22 Gelesen: 48198# 25 @  
Von mir ein Brief aus Houston, Texas, 14.5.1963



Gruß Dieter
 
Cantus Am: 07.03.2016 23:18:16 Gelesen: 46568# 26 @  
Hier ein reizvoller Briefumschlag vom 4.2.1931 aus Tampico (Mexiko).



Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 18.06.2016 12:34:33 Gelesen: 46184# 27 @  
Heute ein Briefumschlag, der am 3.1.1904 innerhalb der Schweiz nach Basel geschickt worden war. Abgebildet ist eine Kommode, vermutlich mit Spiegel, wie man sie früher in Ankleidebereichen vorfand.



Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 21.06.2016 22:11:30 Gelesen: 46140# 28 @  
Heute der Umschlag einer bulgarischen Firma, mit dem am 26.11.1935 für Taschenmesser und Rasierklingen geworben wurde.



Viele Grüße
Ingo
 
10Parale Am: 10.07.2016 18:23:18 Gelesen: 46026# 29 @  
@ merkuria [#15]

In diesem Thread steckt ja sehr viel Geschichte.

Den Sklavenhändlern kann man ja immerhin bescheinigen, offen mit dem Thema umgegangen zu sein. Für manche Zwecke gibt es heute die Beschreibung "Leiharbeit".

Uhren sind in diesem Thread noch nicht vorgestellt worden. Die Firma "SARDA" in Besancon macht auf diesem Briefumschlag Werbung für eigene Zwecke.

Der Brief wurde am 23.12.1952 in Djibouti (C.F.S.) vom Luftwaffen-Adjudant-Chef Kolliker aufgegeben. Djiboute gehörte damals zum französischen Überseeterritorium Somaliküste. (Cote francaise des Somalis).

Interessant die Frankatur, immerhin freigemacht mit 2 x Michel Nr. 309 (100 Jahre Militärmedaille) - und Michel Nr. 298 aus dem Freimarkensatz "Einheimische Bilder".

Michel Nr. 309 steht immerhin mit 7,50 € im MOK, leider ist keine Auflagenzahl angegeben.

Schöner Werbebrief

Liebe Grüße

10Parale


 
Cantus Am: 11.07.2016 00:47:59 Gelesen: 45979# 30 @  
@ 10Parale [#29]

Hallo,

ein schöner Beleg; ich mag sowieso alles, was mit den ehemaligen französischen Kolonien zusammenhängt, besonders dann, wenn sie auf dem afrikanischen Kontinent liegen. Mit einem adäquaten Beleg kann ich derzeit leider nicht dienen, ich habe mich daher alternativ für einen Briefumschlag aus Spanien entschieden. Auch wenn der Abgangsstempel unlesbar ist, so belegt doch der rückseitige Ankunftstempel von Sandviken, einer Stadt in Südschweden, dass der Brief dort am 29.1.1909 eingetroffen ist.

Mit dem Umschlag wird Werbung für verschiedene Maschinen gemacht. Das Exemplar auf der Adressseite sieht wie eine Bohrmaschine aus, das Modell auf der Umschlagrückseite könnte möglicherweise eine motorgetriebene Pumpe sein. Besonders reizvoll finde ich jedoch die rückseitige Verschlussvignette, auch wenn ich mit den eingetragenen Buchstaben M, L, A, A nichts anfangen kann.





Viele Grüße
Ingo
 
10Parale Am: 11.07.2016 13:57:43 Gelesen: 45947# 31 @  
@ Cantus [#30]

Sehr schöner Beleg, ich denke eines Tages werden diese Belege bedeutende Zeugnisse der Geschichte des Welthandels, der Industrie und andere Zweige sein.

ein schöner Beleg; ich mag sowieso alles, was mit den ehemaligen französischen Kolonien zusammenhängt, besonders dann, wenn sie auf dem afrikanischen Kontinent liegen.

Warum eröffnest du nicht ein Thema zum Thema französische Kolonien -, vielleicht hätte ich dazu auch etwas oder könnte etwas zusammentragen.

Hier noch ein Beleg aus Rumänien. Eine Firma in Oradea (knapp an der Grenze zu Ungarn) Import - Export wirbt um ihre Artikel mit kleinen Bildchen.

Liebe Grüße

10Parale


 
Cantus Am: 11.07.2016 19:42:39 Gelesen: 45925# 32 @  
@ 10Parale [#31]

Hallo,

es ist schön, einen oder auch mehrere Mitstreiter zu haben, die sich nicht nur krampfhaft an deutsche Sammelgebiete klammern, sondern international interessiert sind. Ein Thema "Französische Kolonien" werde ich allerdings mit Sicherheit nicht eröffnen, da mir das viel zu allgemein ist; ich lege stets Wert auf korrekte Bezeichnungen, auch und besonders bei der Zuordnung von Belegen zu einzelnen Staaten oder eben auch ehemaligen Kolonien, in aller Regel so, wie das Michel bei den Briefmarken in seinen Katalogen tut. Ich habe hier Belege-Spezialsammlungen zu Madagaskar, Côte d'Ivoire und Zanzibar sowie Ägypten und auch noch so allerlei zur Westafrikanischen Union, das alles möchte ich nicht unter einem zentralen Wischi-Waschi-Thema haben.

Ich melde mich hier in Kürze mit einem neuen Werbebeleg zurück.

Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 13.07.2016 16:49:46 Gelesen: 45891# 33 @  
Heute einmal ein moderner Umschlag aus Norwegen. Auf den ersten Blick scheint das Werbung für ein Getränk zu sein, tatsächlich jedoch stammt dieser Umschlag von der Firma Alf Bjoercke [1], die für die Herstellung von Farbe und Lacken in Norwegen bekannt ist.



Viele Grüße
Ingo

[1] https://no.wikipedia.org/wiki/Alf_Bjercke
 
10Parale Am: 18.07.2016 20:28:13 Gelesen: 45848# 34 @  
@ Cantus [#33]

Eigentlich ist ein Brief ein optimales Werbemittel und es wundert mich, dass Marketingstrategen hier in der Geschichte nachlässig damit umgegangen sind.

Hier eine schöne Dreifarbenfrankatur aus Frankreich aus dem Jahr 1949. Eine Handschuh-Manufaktur wirbt und zeigt wohl die Wappen der 5 Standorte, an denen sie in Frankreich vertreten ist.

Liebe Grüße

10Parale


 

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