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Thema: USA Ganzsachen Umschläge
Das Thema hat 275 Beiträge:
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Martin de Matin Am: 03.03.2025 15:27:41 Gelesen: 29056# 251 @  
Auch ich kann eine sehr häufige Ganzsache zeigen. Die rote 2 cent-Ganzsache wurde 1910 nach Wiesbaden geschickt. Der Empfänger war die chemische Fabrik Nassovia. Vorderseitig ist der Vermerk S.S. Waldersee.



Gruss
Martin
 
Cantus Am: 05.03.2025 03:35:20 Gelesen: 29016# 252 @  
@ Martin de Matin [#251]

Hallo Martin,

was ist denn mit dir los? Früher hast du immer schöne Dinge gezeigt und erklärt, jetzt lädst du Müll hoch, erst bei Ägypten und nun auch hier und zwar immer genau nach meinem Beitrag. Der von dir gezeigte Umschlag ist nicht nur sehr häufig, sondern zusätzlich so schmuddelig, so etwas würde ich nicht zeigen. Und falls du mit der ersten Bemerkung in deinem Beitrag meinen zuvor gezeigten Brief herabwürdigen wolltest, so denke ich doch, dass Ganzsachenumschläge mit dem doch recht auffallenden Absendervordruck der California Fruit Association in so sauberer Erhaltung wie von mir gezeigt relativ selten anzutreffen sind.

Ich würde mich freuen, von dir in Zukunft wieder Beiträge lesen und Abbildungen betrachten zu können, die es wert sind, in den Philaseiten gezeigt zu werden.

Viele Grüße
Ingo
 
Martin de Matin Am: 05.03.2025 05:38:57 Gelesen: 29012# 253 @  
@ Cantus [#252]

"jetzt lädst du Müll hoch, erst bei Ägypten und nun auch hier"

"Ich würde mich freuen, von dir in Zukunft wieder Beiträge lesen und Abbildungen betrachten zu können, die es wert sind, in den Philaseiten gezeigt zu werden."

Müll ist immer ein subjektiver Eindruck des Betrachters.

Bei meiner gezeigten Ganzsache aus Beitrag [#251] war mir der Vermerk des Schiffsnamens wichtiger als der Name des Absenders, ein hochrangiger Akademiker. Was interessieren mich private Zudrucke eines Absenders, die zwar schön anzusehen sind aber eigentlich mit der Ganzsache oder dem Versand wenig zu tun haben.

Zu dem Brief aus Ägypten (Ägypten: Echt gelaufene Belege Beitrag 6).

Wieviel Briefe der ersten Ausgabe hast du in den letzten drei Jahren auf wievielen Auktionen in Deutschland gesehen? Aktuell kann man auf Philasearch nur zwei verkaufte Briefe (Corinphila bzw. Cherrystone) sehen. Zeig uns mehr Briefe der ersten Ausgabe von Ägypten statt eine Wühlkistenbrief von 1935! Für mich war der Beleg von Ägypten, trotz seines Zustandes, Wert gewesen auf Philaseiten zu zeigen.

Gruss
Martin

https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=18391
 
DL8AAM Am: 12.06.2025 19:04:25 Gelesen: 19327# 254 @  
Ein etwas moderner, "langweiligerer" Ganzsachenumschlag aus den USA, aber trotzdem am Rande von ein wenig historisch-philatelistischem Interesse, weshalb ich ihn trotzdem hier mal einstellen will:



Luftpostsendung aus New Milford, NJ nach Deutschland. Ganzsachenumschlag ("Scott #649", 2002; Variante: fensterlos, lang) zu 37 Cent als Basis mit Zusatzfrankatur zu 44 Cent ("Scott C115" - '1935 Transpacific Airmail', 1985), d.h. freigemacht mit insgesamt 81 Cent und entwertet per Pitney Bowes-Maschinenstempel HACKINSACK NJ 076 am 18.02.2003.

Für "uns" von gewissen Interesse ist der Absender "William S. Langs" aus New Milford, NJ 07646 (P.O.Box 46), ein bekannter Briefmarkenhändler, der seinerzeit auch regelmäßig auf den verschiedensten Briefmarkenausstellungen überregional in dem gesamten USA als Verkäufer aufgetreten ist, u.a. auch auf der World Stamp Show-NY 2016 [1] - und der 1991 auch mal in der New York Times als Fachmann zum Thema Philatelie zitiert wurde. Die NYT schrieb schon damals, vor knapp 30 Jahren, Zitat Stamp collecting remains the world's most popular hobby, but many of the dealers said they were at the wrong end of the demographic curve. The stamp show, the nation's largest annual meeting, was full of men with graying strands where any hair remained, and miniature magnifying glasses tucked in their eye-sockets (...) - und - (...) "We've got to do something to move into the 21st century," said William S. Langs, a dealer from New Milford, N.J. "But it seems like kids today are much more interested in baseball cards and television." [2]. Also irgendwie nichts Neues, oder? ;-) [*].

Inzwischen ist Mr. Langs nicht mehr als Händler aktiv, seine Webseite ist seit etwa 2022/2023 offline, aber die Wayback Machine hat einige Stände für die Ewigkeit bewahrt, u.a. [3].

Beste Grüße
Thomas

[1] https://www.linns.com/world-stamp-show-ny-2016/dealers
[2] https://www.nytimes.com/1991/03/18/nyregion/devotees-seek-one-stamp-in-a-million.html
[3] https://web.archive.org/web/20160719064229/http://wlangs.com/

[*] Googleübersetzt: "Briefmarkensammeln ist nach wie vor das beliebteste Hobby der Welt, doch viele Händler gaben an, am falschen Ende der demografischen Kurve zu stehen. Die Briefmarkenausstellung, die größte jährliche Veranstaltung des Landes, war voller Männer mit ergrauten Haaren, wo überhaupt noch Haare waren, und Miniaturlupen in ihren Augenhöhlen (...) „Wir müssen etwas tun, um im 21. Jahrhundert anzukommen“, sagte William S. Langs, ein Händler aus New Milford, New Jersey, „aber es scheint, als ob sich die Kinder von heute viel mehr für Baseballkarten und Fernsehen interessieren.“.
 
drkohler Am: 13.06.2025 09:33:11 Gelesen: 19235# 255 @  
@ DL8AAM [#254]

Ich hatte mit "Bill" (William Langs) zuletzt an der NY 2016 geplaudert. Er war leider damals schon stark vom Krebs gezeichnet. Er war vorher immer von stämmiger Statur aber in NY war da nur noch ein dünnes Männchen.

Bill war der führende Händler für EFOs (Error, Freaks, Oddities) für USA-Sammler, da ging oft kein Weg an ihm vorbei. Seine Preise waren i.A. aber sehr hoch angesetzt (freundlich gesagt, deshalb habe ich nur sehr wenige Käufe bei ihm gemacht wie auch mein Kollege). Unter ebay lief er auch als "BillsBargainStamps". Das "Bargain" im Namen war interessant, weil seine ebay-Preisvorstellungen oft bis 200% über Marktwert lagen. Wer ihn dann runterhandelte auf 70% ("Make an Offer") zahlte meist immer noch viel zu viel wenn man den Markt nicht kannte. Mit Offerten unter 70% hatte man nie Glück, die hat er immer abgelehnt.

Ich glaube er ist nicht lange nach NY 2016 verstorben. Sein Sohn war mit ihm an der NY 2016 aber wurde nicht sein Nachfolger. Das gesamte Material von Bill (sein eigener Bestand, nicht das viele Material, was er nur auf Kommissionsbasis anbot) wurde in 3-4 Siegel/Kelleher Auktionen häppchenweise versteigert.
 
Briefuhu Am: 21.06.2025 16:03:46 Gelesen: 18695# 256 @  
Ganzsachenumschlag U 395 gelaufen am 19.10.1905 von Oneonta N.Y. nach Toronto/Kanada mit Duplexstempel mit Nr. 1.



Schönen Gruß
Sepp

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "USA Duplex Stempel auf Belegen"]
 
Cantus Am: 26.06.2025 01:12:10 Gelesen: 18432# 257 @  
Von mir heute einer der wenigen Langbriefumschläge in meiner Sammlung, ungelaufen mit einem Werbezudruck für ein Gerät, mit dem an der Tanksäule durch persönlichen Kontrollblick so in etwa kontrolliert werden konnte, wieviel Kraftstoff denn tatsächlich ins eigene Kraftfahrzeug hineingepumpt worden ist.

Auf der Suche nach Informationen zur Groetken Pump Company bin ich auf mehrere höchst interessante Auktionskataloge gestoßen, mit denen Memorabilien u.a. zur Geschichte der Kraftstoffe dem interessierten Publikum angeboten wurden. Für jeden Autoliebhaber dürften die dortigen Abbildungen eine Freude sein [1].





Viele Grüße
Ingo

[1] https://issuu.com/morphyauctions/docs/flipdoc_feb_21-22_gas
 
evwezel Am: 26.06.2025 21:28:39 Gelesen: 18313# 258 @  
DL8AAM Am: 05.08.2025 22:54:33 Gelesen: 15975# 259 @  


Ganzsachenumschlag zu 2 Cent mit privatem Zudruck des Absenders REV. H. F. BUETTNER (Reverend Henry Frederick Buettner, geb. 27.01.1886 in Brandenburg, gestorben am 03.06.1964 in Chicago [1]) aus Chicago, Illinois (4014 No. Pittsburg Ave., Dunning Station) - bereits zwar adressiert, aber ganz offensichtlich leider ungelaufen. Schade...

Beste Grüße
Thomas

[1] https://ancestors.familysearch.org/en/LR5N-LVS/rev-henry-frederick-buettner-1886-1964
 
Cantus Am: 04.10.2025 21:03:25 Gelesen: 13642# 260 @  
@ evwezel [#258]

Hallo Emiel,

vielen Dank für die Links; besonders der erste spricht mich besonders an.

Heute ein Umschlag der am 16.3.1900 in Minneapolis mit Ziel in Helsingfors, damals noch Teil von Russland, aufgegeben worden war. Rückseitig findet sich ein Klebesiegel der "The Preston National Bank of Detroit"





Viele Grüße
Ingo
 
colombo04 Am: 30.01.2026 16:21:22 Gelesen: 8754# 261 @  
USA-Brief von 1889

Hallo in die Runde,

ist der abgebildete Brief interessant oder "Massenware"?


 
Lars Boettger Am: 30.01.2026 16:34:35 Gelesen: 8740# 262 @  
@ colombo04 [#261]

Das ist m.E. Massenware.

Beste Grüße!

Lars
 
Cantus Am: 04.04.2026 02:06:31 Gelesen: 4589# 263 @  
@ Lars Boettger [#262]

Hallo Lars,

ich habe vor kurzem bei einem gewissen Herrn Gärtner ein hübsches Pöstchen USA mit Zudrucken als Rücklos erworben und beabsichtige, diese Umschläge zu deiner und meiner Erbauung hier so nach und nach zu zeigen. Christoph muss wohl eine größere Einlieferung aus den USA mit Boston-Stempeln erhalten haben, denn derartiges Material ist mir schon länger aufgefallen, das macht aber nichts, denn Umschläge mit Bildzudrucken werden hier in Deutschland allgemein recht selten angeboten.

Heute ein Brief der Firma Young & Co. aus Boston, die mit Schuhen verschiedener Art handelte.



Die Katalogbezeichnungen schenke ich mir bis auf weiteres, denn ich arbeite mit Higgins & Gage, andere mit Scott oder Ascher, da machen Katalogangaben wenig Sinn, es sei denn, es würde sich um seltene Umschläge (ohne Zudruck) handeln, was hier aber nicht der Fall ist.

Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 12.04.2026 23:55:52 Gelesen: 3889# 264 @  
Heute ein Langbrief vom 9.12.1913 aus Stockton in Kalifornien, mit dem die San Joaquin Valley Bank ijren 'Geschäftsverkehr führte. Während heute die banken eher zurückhaltend ihren Briefverkehr führen, wurde damals wohl besonderer Wert darauf gelegt, dass das "werte" Publikum seine Geldgeschäfte mit der "richtigen" Bank tätigt, sie also auch gefunden werden muss.





Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 15.04.2026 21:08:00 Gelesen: 3581# 265 @  
@ Cantus [#264]

Bei meinem letzten Beitrag hatte ich euch versehentlich die Rückseite des Umschlages vorenthalten, wie ich gerade gemerkt habe. Das will ich nun nachholen, sind doch bei diesem Umschlag beide Seiten sehenswert.



Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 18.04.2026 00:56:10 Gelesen: 3327# 266 @  
Heute ein Umschlag der Ausgabe vom November 1883, rot auf amber. Bei diesem 'Umschlag war mir das reizvolle Firmenzeichen aufgefallen, dafür kann ich den Abgangsort leider nicht entziffern. Der Brief wurde am 7.10.1887 nach San Francisco befördert.





Viele Grüße
Ingo
 
Martin de Matin Am: 18.04.2026 05:51:34 Gelesen: 3264# 267 @  
@ Cantus [#266]

Beim Abgangsort tippe ich auf Placerville (westlich von Sacramento) in Kalifornien.

Gruss
Martin
 
Lars Boettger Am: 18.04.2026 09:20:16 Gelesen: 3240# 268 @  
@ Cantus [#266]

Hallo Ingo,

sehr schöner Umschlag! Ich tippe darauf, dass der Absender und der Empfänger die gleiche Firma, aber in unterschiedlichen Filialen ist. Die "Pacific Surety Company" war wohl eine Versicherungsgesellschaft.

Beste Grüsse!

Lars
 
Cantus Am: 20.04.2026 02:32:48 Gelesen: 2799# 269 @  
Zuerst an Matin ein Dankeschön für die Absenderortsangabe, denn in den USA kenne ich nicht überhaupt nicht aus. Und Lars stimme ich natürlich auch zu, denn ich denke auch, da<ss da von der einen Niederlassung zur anderen Post verschickt worden war.

Heute habe ich einen Umschlag einer Firma aus New York, die damit warb, Nadeln, vermutlich Näh-, Strick- oder auch Nähmaschinennadeln und die zugehörenden Nadelkästchen herzustellen. Leider lässt sich wegen des Poststempels kein genaues Verwendungsdatum feststellen, aber auch so lässt sich das Datum etwa auf die Jahrhundertwende um 1900 festlegen.

Der Brief war adressiert nach Hanover in Pennsylvania. Hanover ist ein Borough im York County im US-Bundesstaat Pennsylvania, 19 Meilen südwestlich von York, 54 Meilen nordwestlich von Baltimore, Maryland. Das U.S. Census Bureau hat bei der Volkszählung 2020 eine Einwohnerzahl von 16.429[1] ermittelt [1].



Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Hanover_(Pennsylvania)
 
drkohler Am: 20.04.2026 08:47:18 Gelesen: 2755# 270 @  
@ Cantus [#269]

Der Brief war an den Hauptsitz der Pacific Surety Company adressiert.



Das First National Building war an der Montgomery Street in SF.
 
Cantus Am: 20.04.2026 21:47:14 Gelesen: 2663# 271 @  
@ drkohler [#270]

Hallo,

vielen Dank für deinen Beitrag und die er4gänzenden Erläuterungen.

Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 03.05.2026 23:18:13 Gelesen: 1313# 272 @  
Heute ein Fensterumschlag mit auffallendem Absenderaufdruck, der am 2.5.1959 in New Haven aufgegeben worden ist.





Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 06.05.2026 01:33:35 Gelesen: 1046# 273 @  
Der heutige Umschlag ist eigentlich nichts Besonderes, sieht man einmal von den vorderseitigen Textzeilen in ganz kleiner Schrift ab. Hier hatte mich aber der besondere Poststempel vom 8.12.1898/ aus New York gereizt, denn ein derartiger Stempel war mir zuvor auf Ganzsache noch nicht bekannt geworden.



Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 11.05.2026 00:37:18 Gelesen: 514# 274 @  
Man könnte den Namen dieses Stores auch lesen als "Bargeld lacht" oder als "angeschrieben wird hier nicht". Auf jeden 'Fall ein netter Name für einen Laden.

Der zugehörige Brief lief am 17.7.1893 von Newark Valley nach Ellicottville [1], beide Orte im Staat New York gelegen.





Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Newark_Valley
 
Martin de Matin Am: 14.05.2026 08:26:17 Gelesen: 91# 275 @  
Damit es einen Beitrag zum eigentlichen Thema (USA Ganzsachen Umschläge), und nicht um private Zudrucke geht, zeige ich eine Ganzsache von der Ausgabe 1870/71 (nach Scott) bzw. 1874-86. Von den höheren Wertstufen (ab 12cent) findet man kaum gebrauchte Stücke, sofern es diese Stücke überhaupt gibt (mein Scottspezialkatalog von 1992 gibt bei einigen nur Preise für gebrauchte Ganzsachenausschnitte an). Deswegen kann man froh sein wenn man ein ungebrauchtes Stück bekommt; diese sind auf deutschen Auktionen auch selten zu finden.

USA Ganzsachen Umschläge

Die erste Ausgabe von 1870/71 unterscheidet sich in kleinen Details des Werteindrucks.

Im Bild unten ist eine ungebrauchte 90c-Ganzsache der Ausgabe von 1870/71 (Scott U 105)zu sehen.



Zum Vergleich die 90c von der zweiten Ausgabe 1874-86 (Scott U 211) mit Aufdruck SPECIMEN.



Im Bild unten sind die beiden Wertstempel nebeneinander.

Bei der ersten Ausgabe berührt die innere obere Spitze des Wertziffernschildes (90) die weisse Umrahmungslinie des inneren Ovals. Bei der zweiten Ausgabe ragt die Spitze des Wertziffernschildes (90) ins innere farbige Oval. (siehe Pfeile auf dem Bild. Auch der Prägedruck der Büste unterscheidet sich bei der unteren linken Spitze (schmal bzw. breit).



Gruss
Martin
 

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