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Thema: USA: Matrixcodierungen im Auslandsversand
DL8AAM Am: 25.06.2009 15:10:32 Gelesen: 17619# 1 @  
Hallo,

einen weiteren dieser "Returned for additional postage" Belege aus den USA.

Versandt vom Holiday Inn in Hannibal, MO, (unterfrankiert) mit 2x37c "Flagge" (=74c), Poststempel Quincy, IL 62301 am 12.05.2005. Hier wurde das Minderporto (vermutlich am 16.05.2005, siehe handschriftlicher Hinweis "Return to Sender // 5-16-05") erkannt und ein entsprechender "Auxiliary marking" Handstempel aufbebracht:

Return For Postage
Add'l postage needed for surface _____
Add'l postage needed for airmail _____

mit Angabe des fehlenden Portos, hier "86c".



Dann wurde der Brief an den Absender zurückgesandt, dabei durchlief er nochmals die Verteilanlage in Quicy (Poststempel vom 17.05.2005), vom dritten Quincy Stempel kann ich leider das Datum nicht erkennen.

Unten befindet sich der übliche Barcode der US Post "00147/0001", rückseitig ist eine weitere Kodezeile, nun in orange.



Wer hat den angebracht? Ich kenne aus den USA nur die schwarze Form (Vorderseite)? Wenn der Brief so hier angekommen wäre, würde ich sagen, es ist ein deutscher von der DPAG, aber - der Brief wurde in einen Über(dienst)umschlag der US Post umverpackt. Vermutet hatte ich erst, weil der Brief nicht korrekt gelaufen ist und von der deutschen Post wegen "zu verwirrend" und "Return to Sender" irrtümlich wieder an die US Post zurückgegeben wurde. Aber der Handstempel, den die US Post in Hannibal, MO angebracht wurde, stammt bereits vom 18.05.2005. Tippe also, dass das Holiday Inn in Hannibal zur Post ging, das restliche Porto in Höhe von 86c bar bezahlte und der Postler den Umschlag in einen seiner "Gebühr-bezahlt"-Dienstumschläge umpackte und weitersandte. Der PPI weist übrigens auch wieder eine Permit-Nummer mit G auf (G-10; G steht vermutlich für Government, d.h. Regierungsbehörden - bzw. es liegen mir nur Gs von diesen vor), siehe auch

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=1549&CP=0&F=1



Auch hier wieder der US Barcode "00149/0001" (= Ausland oder = Deutschland, +49 ist ja die internationale Telefonvorwahl für Deutschland), neben einer weiteren langen orangen Kodezeile (vermutlich der DPAG) ... und ... verwirrenderweise wieder eine orange kurze Kodezeile unbekannter Herkunft, die der ähnelt, die bereits auf dem Kernumschlag rückseitig zu finden ist.



Gibt es irgendwelche Infos oder Daten, um diese Kodezeilen (und deren Herkunft) zu interpretieren ?

Ich weiss ich stelle diese Frage zum Xten mal, aber ich harre noch immer einer Antwort.

Gruß
Thomas
 
AfriKiwi Am: 25.06.2009 23:10:33 Gelesen: 17603# 2 @  
@ DL8AAM

Hallo Thomas,

eine Beschreibung von Carolina Pegleg kann Dir behilflich sein.

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?F=1&CP=0&ST=366&page=6

Beitrag #67

Erich
 
DL8AAM Am: 29.06.2009 15:44:35 Gelesen: 17559# 3 @  
@ AfriKiwi

Erich,

besten Dank. Das passt scheinbar auf viele/alle "groß/klein"-Kodierungen. Die besagte "00149" bei den US Kodes steht wohl wirklich für DL, müsste das mal mit Briefen aus den USA zu andere Destinationen vergleichen. Gibts da vielleicht schon eine Übersicht "Kode & Empängerland" irgendwo im Netz ?

Ich habe mal versucht, das System auf "unsere" bekannten (u.a.) deutschen orangen Kodes anzuwenden. Habe da aber noch einige Probleme, ggf. sind die die "fehlenden" die "kleinen" Linien aus dem "US-System"? Interessanterweise fallen die orangen Kodes, die bei mir täglich im Kasten eintrudeln, fast jedesmal anders aus. Hätte vermutet, dass meine PLZ immer "gleich" ist.

Gibt es Möglichkeiten die verschiedenen orangenen Kodes einzelnen Ländern zuzuordnen ?

Interessantes Thema !

Gruß
Thomas
 
AfriKiwi Am: 30.06.2009 02:12:54 Gelesen: 17543# 4 @  
@ DL8AAM

Hallo Thomas,

da mir auch solche Kodierungen von Südafrika vorliegen habe ich es auch probiert mit den Hinweisen von Carolina Pegleg. Was ich probiert hat geklappt aber ich meine nicht alle Kodierungssysteme sind gleich und damit kann man nur basteln wenn man nicht gleich eindeutige Informationen dafür finden kann.

Obwohl solche Kodierungen in einigen Länder gebraucht wurde in einem bestimmten Zeitraum kann es schon veraltet sein mit neuen technischen Systemen. Hier in NZ gab solches noch vor 5 Jahren, heute nicht mehr.

Gibt es Möglichkeiten die verschiedenen orangenen Kodes einzelnen Ländern zuzuordnen ?

Die Kodierung betraf nur eine Postleitzahl obwohl Nationale herkunft auch eingebaut werden konnte.

Studium hier hängt ab an Bastelstunden.

Erich
 
Carolina Pegleg Am: 30.06.2009 22:18:44 Gelesen: 17520# 5 @  
Die Vielzahl der hier gezeigten Belege sind für mich sehr interessant. Die Stempel "returned for additional postage" (= retourniert für zusätzliches Porto) kommen anscheinend nur auf Auslandsbriefen vor, und sind daher hier (sprich: im Inland) nicht so häufig zu finden. Da hier alljährlich das Porto erhöht wird, kommen geringfügig unterfrankierte Briefe eigentlich ständig vor. Nachporto wird da praktisch nie erhoben.

Was die Herkunft der Kodierung auf der Rückseite des "Holiday Inn"-Umschlages betrifft, tappe ich auch im dunkeln. Die Kodierung sieht in der Tat "deutsch" aus.

Es gibt möglicherweise ein gewichtiges (?) Argument dafür, dass der Umschlag doch nach Deutschland gelaufen ist, dort kodiert, und dann wieder in die USA zurückgeschickt wurde (auch wenn das zeitlich knapp ist); die amerikanische Kodierung des Briefes mit "00149". Wäre der Brief zur Portonacherhebung an den Absender zurückgelaufen, hätte die amerikanische PLZ kodiert werden müssen, oder nicht ?

Möglicherweise wurde der Stempel "return for postage' also übersehen, und der Brief versehentlich doch nach Deutschland weitergeleitet. Dort wurde der Stempel dann bemerkt (ebenso die fehlende Nachfrankierung) und der Brief zurückgeschickt. Der handschriftliche Vermerk "return to sender", der neben dem Stempel "return for postage" ja sonst eigentlich überflüssig ist, stammt demnach aus Deutschland. In Hannibal, Missouri, (übrigens ein sehr interessanter Ort mit grosser deutscher Tradition) hat der Postmaster dann (wohl wegen des Versehens der Post) von einer Nacherhebung abgesehen und den Brief als portofreie Postsache wieder losgeschickt.

Wäre das fehlende Porto kassiert worden, dann hätte dies nach meiner Meinung in irgendeiner Form vermerkt werden müssen. Deine Interpretation (bare Bezahlung am Schalter) ist natürlich auch möglich, macht es aber vom zeitlichen Ablauf noch enger, da dann auch noch eine Zustellung beim Absender erforderlich wäre.

Ist das so möglich? Jedenfalls ein interessantes Stück, bei dem das Tüfteln Spass macht. Ach ja, die orangen deutschen Kodierungen kann ich leider auch nicht entziffern. Da muss ein anderer Experte ran.
 
DL8AAM Am: 01.07.2009 15:02:30 Gelesen: 17505# 6 @  
@ Carolina Pegleg

Hallo,

vielen dank für das Feedback. Verstehe ich es richtig, dass es in den USA neben dem üblichen schwarzen Kodes keine weiteren orange Versionen gibt, d.h. sämtliche orangen Kodes bei Briefen aus den USA stammen vom Empfängerland (falls keine Transitkodes) ? Meist finden sich nämlich lange und gleichzeitig kurze orange Kodezeilen auf den Briefen aus den USA.

Da hier alljährlich das Porto erhöht wird, kommen geringfügig unterfrankierte Briefe eigentlich ständig vor. Nachporto wird da praktisch nie erhoben.

Kann ich bestätigen, habe in den letzten Jahren viele Prospekte und Werbung von Hotels aus den USA bekommen und bei ca. 25% aller Briefe wurde grundsätzlich nur das Inlandsporto verklebt. Auch gibt es etliche ohne irgendwelche "Portovermerke". Die kommen hier alle ohne Erhebung von Nachgebühr an. Bei den Massenaufkommen auch kein Wunder, der Postler "kurz vor dem Feierabend" geht wohl auch meist immer den Weg des geringsten Widerstands. was im Flieger ist, ist weg.

Die "Return for additional postage"-Stempel sind auch die Ausnahme, für mich als Bedarfsbelegsammler sind das dann die Highlights. ;-)

Und um nicht gleich wieder zu textlastig zu werden, ein Beispiel:

Pitney Bowes-AFS "02 1A" über Inlandsporto 37c vom 17.05.2005 aus Osage Beach, MO 65065.



Und um gleich beim Kodezeilen-Thema zu bleiben:



Vorderseite: Oranger Kode (13,5 cm lang) (ziemlich sicher) der Deutschen Post über dem schwarzen US-Kode "00149/0001".



Rückseite: Weiterer oranger Kode (10,5 cm lang) unbekannter Herkunft.

Neben dem üblichen "00149/0001" finde ich seltener Versionen mit "00149+0001" und "00149*0001". Sind das lediglich Eingabevariationen oder kann man hier unterschiedliche "Maschinen" unterscheiden ?

Hier einer mit Stern ("00149*0001"):



Wollte ursprünglich eigentlich nur die Kodezeile scannen, aber der Beleg mag ja für AFS-Sammler als Ganzes interessant sein?

Brief aus Savannah, GA mit Pitney Bowes-AFS "02 1M" (steht 1M für eine andere AFS-Maschine? siehe "02 1A" von oben) zu 94c vom 09.23.2008.



Vorderseite: Orange Kodezeile (13,5 cm) Deutschland (?) und schwarz/USA "00149*0001"



Rückseite: Orange Kodezeile (auch wieder 10,5 cm lang), unbekannter Herkunft.

Diese beiden orangen Kodezeilen stellen bei Briefen aus den USA in aller Regel die Grundform dar, deshalb vermutete ich für die kurze ebenfalls eine US Herkunft, ggf. aus dem "Auslandsverteilzentrum". Ich dachte ursprünglich mal, dass das "00149" nicht für Deutschland, sondern allgemein für Ausland stehen könnte und die "Aufteilung" in die jeweiligen Flieger über die rückseitige, kurze orange Kodezeile geschieht.

Leider hatte ich nur Belege aus den USA nach Deutschland und konnte deshalb nicht verifizieren, ob 00149 auch auf anderen Länderdestinationen aufgebracht wird. Wobei die 49 ja die internationale Telefonvorwahl für D ist, was gegen meine erste dumme Idee sprechen würde. Auch zeigt obelix.fg im Beitrag 32 auf http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=1318#M32 einen Beleg mit den US-Kode "00132/0001", wobei leider das Empfängerland nicht mit gezeigt wurde, immer diese "Adressaten-Zensur". "0032" wäre Belgien, wenn es wirklich die Telefonvorwahlnummer wäre.

Mit besten unzensierten, (fast) nichts zu versteckenden Sammlergruß ;-))
Thomas

PS: Bei Fensterumschlägen habe ich mir inzwischen (auch ich lerne mal dazu) angewöhnt, das obere Drittel des Anschreibens (das mit dem Empfängerteil) abzureissen und wieder in den Umschlag zu stecken. (Nur) So kann der Umschlag (et)was (mehr) erzählen ;-) how?
 
Carolina Pegleg Am: 01.07.2009 17:06:27 Gelesen: 17496# 7 @  
@ DL8AAM

Also ich weiss nicht, wo ich da meine Gedanken gehabt habe. Ich habe da irgendwie Vor- und Rückseite durcheinander gebracht. Die von Dir gezeigten rückseitigen orangen Kodierungen sind natürlich aus den USA. Die finden sich neben den bekannten schwarzen vorderseitigen Kodierungen hier auch auf der normalen Inlandspost.

Die von Dir in gezeigten AFS stammen von den derzeit dominanten Freistempelmaschinen der DM-Serie von Pitney-Bowes (mit Ausnahme der DM-Infinity). Soweit ich es verfolgen konnte, haben die alle eine Kennung beginnend mit 02 1(Buchstabe). Es kommen die Buchstaben A, L, M, P und R vor. Ich halte es für möglich, dass diese Buchstaben den genauen Maschinentyp (DM300, DM400 etc.) aus der Modellreihe DM verraten. Sicher bin ich mir dabei aber nicht und insbesondere ist mir eine Zuordnung nicht bekannt. Der Buchstabe L ist selten.

Die Idee mit der Zielkodierung von Auslandspost analog der internationalen Telefonvorwahlen finde ich gut. Müsste man einmal versuchen anhand weiterer Briefe zu bestätigen.

Arno
 
DL8AAM Am: 17.09.2009 17:42:07 Gelesen: 17049# 8 @  
@ DL8AAM

Leider hatte ich nur Belege aus den USA nach Deutschland und konnte deshalb nicht verifizieren, ob 00149 auch auf anderen Länderdestinationen aufgebracht wird. Wobei die 49 ja die internationale Telefonvorwahl für D ist, was gegen meine erste dumme Idee sprechen würde. Auch zeigt obelix.fg im Beitrag 32 auf http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=1318#M32 einen Beleg mit den US-Kode "00132/0001", wobei leider das Empfängerland nicht mit gezeigt wurde, immer diese "Adressaten-Zensur". "0032" wäre Belgien, wenn es wirklich die Telefonvorwahlnummer wäre.

Mir ist vor ein paar Tagen ein Brief aus den USA zugegangen, der in der schwarzen Kodezeile statt der üblichen 00149 die Zahl 00106 zeigt. Entweder ist damit unsere Vermutung widerlegt, oder es handelt sich hier um einen Fehler? Da die Landesangabe "GERMANY" per Hand nachgetragen wurde, ist 00106 ggf. eine Sammelnummer für "unbekannte ausländische Destinationen" und ein Postler hat dann den ausgesonderten Brief mit GERMANY nachträglich versehen. Hiergegen spricht, dass keine neue Kodezeile mit 00149 aufgebracht wurde. ?



D.h. unsere Frage, was diese Kodezeilenziffern bei Auslandssendungen aus den USA bedeuten ist leider immer noch offen ?

Was sagen unsere Statesite members, how? ;-))

Gruß
Thomas

Sorry, war leider einige Zeit ohne Scanner, deshalb keine Postings in den letzten Wochen.
 
Pete Am: 17.09.2009 18:37:08 Gelesen: 17046# 9 @  
@ DL8AAM

Da die Landesangabe "GERMANY" per Hand nachgetragen wurde, ist 00106 ggf. eine Sammelnummer für "unbekannte ausländische Destinationen" und ein Postler hat dann den ausgesonderten Brief mit GERMANY nachträglich versehen. Hiergegen spricht, dass keine neue Kodezeile mit 00149 aufgebracht wurde ?

Kann es nicht auch sein, dass es sich bei deinem Beleg um einen Irrläufer handelt, der wo auch immer als solcher erkannt und per Hand mit "Germany" beschriftet wurde? Erst dadurch könnte der Brief am Ende den Weg Richtung Deutschland angetreten haben.

Sortiermaschinen sind zwar von Vorteil bei der Sortierung von großen Briefmengen. Ohne dem menschlichen Auge nützt aber auch die beste Technik nicht viel. ;-)

Ein Handgriff bzw. manueller Einwurf deines Briefes in die für Deutschland bestimmte Kiste genügt im Optimalfall.

Für die Telefonvorwahl "06" ("001" steht auch vor "00149" aus ) kann ich allerdings spontan auch kein Land finden, welchem dein Brief ggf. irrtümlich zugeleitet wurde: http://userpage.chemie.fu-berlin.de/diverse/doc/int_tel.html

Gruß
Pete
 
AfriKiwi Am: 18.09.2009 00:02:51 Gelesen: 17037# 10 @  
@ DL8AAM

Pete hat Recht, der Brief ging erst nach Zip 37085 (Göttingen - USA !) wonach der Fehler (!) korrigiert wurde mit GERMANY dazu. Dann erst ging er Richtung Deutschland.

Der Absender schrieb auch USA unter seine Adresse, ein anderer Schriftzug wie GERMANY.

Verschiedene Kodierung geschah sicher in der USA zwischen Briefzentra während dem Verlauf des Briefes.

Erich
 
DL8AAM Am: 18.09.2009 13:26:29 Gelesen: 17022# 11 @  
@ AfriKiwi

Hi Erich,

die Irrläufer-Idee hatte ich auch schon bereits, "GERMANY" stammt ja offensichtlich aus einer anderen Feder.
38085 wäre übrigens Lascassas, TN. Nur hätten die den Brief fälschlich erst dorthin gesandt wäre eine normale "Inner-USA" Kodierung nach dem Schema



auf den Brief gelangt. Bei der 5-stelligen Zahl handelt es sich um die ZIP, d.h. die Kodezeile hätte 37085 gezeigt und nicht 00106. Deshalb war eine Vermutung, dass 00106 irgendeine "Unklar, ab zur Handprüfung"-Kennung sein könnte. Nur leider finde ich hierzu keinerlei Bestätigungen. Auch konnte ich noch keine Arbeit zu dem Thema dieser US Kodezeilen-Kodes und -Formen finden.

Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
 
DL8AAM Am: 21.09.2009 17:44:39 Gelesen: 16978# 12 @  
@ DL8AAM

Mir ist vor ein paar Tagen ein Brief aus den USA zugegangen, der in der schwarzen Kodezeile statt der üblichen 00149 die Zahl 00106 zeigt. Entweder ist damit unsere Vermutung widerlegt, oder es handelt sich hier um einen Fehler? Da die Landesangabe "GERMANY" per Hand nachgetragen wurde, ist 00106 ggf. eine Sammelnummer für "unbekannte ausländische Destinationen" und ein Postler hat dann den ausgesonderten Brief mit GERMANY nachträglich versehen. Hiergegen spricht, dass keine neue Kodezeile mit 00149 aufgebracht wurde. ?

Leider passt wohl die Idee "Irrläufer-Kode" nicht. Ich habe mal meine letzten Posteingänge aus den USA entspechend durchforstet und fand für die letzten Wochen nur noch "00106" Kodes auf sämtlichen Sendungen nach Deutschland und keinerlei "00149"er mehr. Hatte den Fakt scheinbar übersehen, man muss wirklich absolut jeden Beleg genauestens zeitnah unter die Lupe nehmen, sonst versieht man diese Art von Fein-Änderungen schnell.

Leider sind die 00106-Teile des Kodes im Scan nicht schön zu erkennen, aber sie sind da. ;-)



Brief aus Edgewater, MD 21037. Entwertet mit Wellenspray (6 Wellen) von "Southern, MD 207" vom 11.08.2009.

Bei "Southern, MD" handelt sich wohl um ein übergeordnetes BZ ? Die Datenbankabfrage http://www.zipcodeworld.com/lookup.asp gibt zu "Southern, MD 207" die folgenden Einträge "SOUTHERN MD FACILITY" bzw. "SOUTHERN MD BRMAS" sowie "STHRN MD FAC" mit der "echten" ZIP 20697 an, weitere Quellen (sehr interessant für Sammler von US-Postautomatisation ist u.a. http://www.pittstate.edu/dotAsset/51083.pdf - "Bulk Mail Guide") nennen noch zusätzlich "ADC SOUTHERN MD 207" (automation distribution center). Hat hier jemand ein paar genauere Infos, wie das sauber zu interpretieren ist?



Postkarte aus Nashville, TN. Entwertet mit Wellenspray (4 Wellen zu 2x2) von "Nashville, TN 372" vom 11.09.2009.

Am Rande: Scheinbar kommen jetzt hauptsächlich bei den Briefzentren (3er ZIPs in den Sprays stammen alle? von BZs ?) in den USA nur noch Sprays mit Wellenzusatz zum Einsatz, in verschiedenen Formen (hier: "6 Wellen" und "4 Wellen zu 2x2"). Gibt es hierfür inzwischen eine aktuelle "Stempel-Klassifikation" bzw. Aufstellung oder Informationen (im Netz) ?

Gruß
Thomas
 
Carolina Pegleg Am: 28.09.2009 23:30:02 Gelesen: 16871# 13 @  
Freut mich zu lesen, dass die mysteriöse 00106/00149 Kodierung nach Deutschland gelöst ist. Ich hatte mir auch den Kopf zerbrochen, aber mehr als Vermutungen hätte ich dazu auch nicht äussern können.

Ebenso kann ich auch nicht viel zu den modernen amerikanischen ink-jet Entwertungnen sagen. Ich habe mal meine Fühler ausgestreckt und wenn ich dazu was in Erfahrung bringe, teile ich es gerne hier mit. Es wurden hier wahrscheinlich keine neuen Maschinen eingeführt, sondern das Stempelmodul der ab 1992 in Betrieb genommenen Advanced Facer Canceller Systems (AFCS = Fortgeschrittene Briefaufstell- und Stempelsysteme) (Hersteller: Electrocom, eine Siemens Tochter) wurde ausgetauscht. Ich vermute das jedenfalls so. Ich bemühe mich, dazu noch stichhaltige Informationen zu beschaffen, aber das ist nicht einfach. Die Systeme werden übrigens in naher Zukunft, möglicherweise schon gerade im Moment, ausgetauscht. Siemens hat letztes Jahr die Vergabe zur Lieferung 550 neuer "AFCS 200" Systeme erhalten, die die alte Technologie ablösen. Wie sich das auf die Stempel auswirkt bleibt abzuwarten.

Die normalen Stempel sind in der Tat die von Dir gezeigten beiden Wellen-Designs. Dazu kommen noch Slogan-Stempel. Zu Weihnachten heisst es dann z. B. wieder "Happy Holidays".

Die "3 L" oder "1 T" in den beiden zuletzt gezeigten Stempeln deute ich als Maschinennummern. Was die Buchstaben T und L bedeuten, kann ich nicht sagen. Je nach Grösse des Postortes, habe ich schon Nummern bis 12 gesehen, je gefolgt von T oder L (Nummern existieren offenbar je mit beiden Buchstaben). Das Briefzentrum "Southern Maryland" sind die nord-östlichen Vororte von Washington, DC.
 
mnmit Am: 17.11.2009 04:10:47 Gelesen: 16694# 14 @  
"Southern MD 207" ist in der Tat das übergeordnete Briefzentrum für den Süden Marylands--das Gebiet östlich und nordöstlich vom District of Columbia. Das Briefzentrum liegt in Seat Pleasant, MD (9201 Edgeworth Dr Seat Pleasant, MD 20743), und diente auch als Business Reply Mail Accounting Service Zentrale (also BRMAS), was die zusätzlichen Einträge unter dem ZIP code 207 erklärt.

Die Irrläufer Theorie für den ZIP 00106 haben Sie ja schon widerlegt. Also zusätzlichen Beweis für die absichtliche Verwendung des Codes 00106 (ich habe als ZIP +4 auch 00106-0001 gesehen) noch folgendes: Im Post Office am Schalter erworbene Postwertzeichen (postage indicia) für Sendungen nach Deutschland zeigen neben dem Wert auch die Kodierung 00106 (nachdem der Postbeamte zur Portoberechnung am Computerterminal Deutschland als Zielort für die Sendung auswählt).
 
DL8AAM Am: 17.11.2009 14:00:28 Gelesen: 16672# 15 @  
@ mnmit [#14]

Vielen Dank für die Antwort und die Infos !

Im Post Office am Schalter erworbene Postwertzeichen (postage indicia) fuer Sendungen nach Deutschland zeigen neben dem Wert auch die Kodierung 00106

Jou, der Ländercode 106 ist mir auf diesen "PVI"s [Postal Validation Imprints] (Labels mit rosa Balken oben) auch schon aufgefallen. Hatte dann vermutet, dass die USPS die Ländercodes auf den PVIs und den Matrixcodes vereinheitlicht haben. Müsste nun mal genauer schauen, ob der 147er Kode noch bei Matrixkodierungen verwendet wird.

Für die, die noch nicht wissen was PVIs sind: http://www.meterstampsociety.com/gallery/compost/pvi%20labels.pdf

Eine Unterseite der interessanten Übersicht "US Computer Postage Gallery" auf http://www.meterstampsociety.com/gallery/Computer.html - hier werden sämtliche Formen der modernen PC (im "Postamt" und beim Kunden selbst) Frakturen (von AFS über Schalterlabels zu personalisierten photo stamps) beschrieben.

Gruß
Thomas
 
AfriKiwi Am: 17.11.2009 22:22:42 Gelesen: 16648# 16 @  
@ DL8AAM [#15]

Hallo Thomas,

tolle Links ! So mancher Postminister kann davon lernen und so seine Kundenkommunikation verbessern.

Erich
 
DL8AAM Am: 18.11.2009 14:06:19 Gelesen: 16631# 17 @  
@ DL8AAM [#15]
@ AfriKiwi [#16]

Vielen Dank für die Rückmeldung !

Ich wollte nur mal schnell ein Beispiel zu [#15] geben, leider hat dieser PVI als Länderkennung "0000". Der Postler war wohl zu "faul" und hat bei der Erzeugung des Labels das Land nicht angebeben. Muss mal tiefer graben, ob ich einen schönen 0106er finde.



Mischfraktur einer 37c Briefmarke mit einem PVI zu 43c des "USPS" Feldpostamts Sigonella, IT 09631 (IT = Italien) vom 07.04.2003 [Gesamtporto 80c, d.h. Luftpost-Auslandsporto, 1.Stufe], Poststempel "U.S. NAVY FPO AE 09631".

Gruß
Thomas
 
DL8AAM Am: 07.12.2009 20:04:46 Gelesen: 16520# 18 @  
@ DL8AAM [#17]

ob ich einen schönen 0106er finde

Nun habe ich so ein Schalterlabel (PVI), neuer Form, mit der direkten Länderkodierung "00106" für Deutschland auf dem PVI als Beispiel doch noch gefunden:


PVI-Schalterlabel zu 3,76 $ vom Postamt Pembroke Pines, FL 33024 vom 25.09.2009, zusätzlich mit roten Handstempel (ist das nötig?) vom "USPS // University Postal Retail Store 33024" (ist das eine Partnerfiliale/Kiosk ?) ebenfalls am 25.09.2009.



Gruß
Thomas
 
DL8AAM Am: 23.06.2011 16:31:14 Gelesen: 14233# 19 @  
@ Carolina Pegleg [#13]

Die "3 L" oder "1 T" in den beiden zuletzt gezeigten Stempeln deute ich als Maschinennummern. Was die Buchstaben T und L bedeuten, kann ich nicht sagen. Je nach Grösse des Postortes, habe ich schon Nummern bis 12 gesehen, je gefolgt von T oder L (Nummern existieren offenbar je mit beiden Buchstaben).

Korrekt, gerade gefunden. Das sind wie vermutet die Gerätenummern. In der Datenbank aller modernen US Tintenstrahlentwertungen auf http://machinecancel.org/news/spray_database.html findet sich im Kopf auch die Erklärung für die unbekannten Kürzel T und L. Die stehen für Tail bzw. Lead (je nach Richtung des Briefeinzugs), d.h. 1T & 1L sind eine identische Maschine:

" The machine numbers (...) Please note that for each machine, there is a lead (L) number and a tail (T) number depending which way an envelope is fed into it."



2 Zeilen Tintenstrahlentwertung (6 Wellen-Variante) aus Akron, Ohio ("AKRON OH 443"), Maschine 1 (Einzugrichtung T für Tail [Schwanz], d.h. von hinten) vom 11.12.2005 Nachmittags ("11 DEC 2005 PM")

Gruß
Thomas
 
Carolina Pegleg Am: 23.06.2011 18:12:22 Gelesen: 14222# 20 @  
Hallo Thomas,

danke für die Auskunft und den Link. Ich hatte die Bedeutung der Buchstaben L und T in den Stempeln zwischenzeitlich auch schon in Erfahrung gebracht, aber um ehrlich zu sein, hatte ich es ganz vergessen diese Frage hier überhaupt aufgebracht zu haben. Sonst hätte ich es bestimmt ergänzt.

"Tail" ist übrigens ein lustiger Schreibfehler. Gemeint ist Lead (leading, führend) und "Trail" (trailing, folgend). Briefestempelmaschinen mit zwei Stempelköpfen gab es hier auch schon vor Einführung der Tintenstrahlstempel. Es sind dies vollautomatische "CFC" (culler-facer-canceller) Maschinen, die aus unsortierter Post die auf ein Laufband geschüttet wird, automatisch die maschinell bearbeitbaren Sendungen herauszieht (cull), diese aufrichtet, die Marken in die richtige Richtung dreht (face), und dann stempelt.

Die Briefe werden auf die Oberkante gestellt und die Marke kann dann entweder 'vorne' rechts unten sein, oder 'hinten' links unten. Der Brief läuft auf der Oberkante stehend zwischen zwei Stempelköpfen durch. Ist die Marke 'vorne' wird sie vom ersten (leading, L) Stempel erwischt; ist sie auf der Rückseite, wird sie vom zweiten (trailing, T) gestempelt. Akron [#19] ist "mein" zuständiges Briefzentrum und zumeist sind die Stempel leider nicht so schön sauber wie gezeigt.

Arno
 
Pommes Am: 23.06.2011 19:21:03 Gelesen: 14208# 21 @  
@ Carolina Pegleg [#20]

... zumindest ist der "tail" in den meisten Fällen auch "nachfolgend" ;-) - Danke für den Hinweis, da hatte ich heute auch noch etwas zum Lachen.

Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
 
DL8AAM Am: 23.06.2011 20:51:09 Gelesen: 14198# 22 @  
@ Carolina Pegleg [#20]

Arno,

besten Dank für das schnelle Feedback. Jou, dann hat der gute Frankie von den Machinees einen wirklich netten Schreibfehler in seiner Einführung. Im Endeffekt kommt es aber wieder auf das gleiche heraus ;-)) "Vorne" (L) und "Hinten" (T), dem Schwanz folgt ja auch dem vorne führenden Kopf. ;-))) Vielleicht sollte das Frankie aber mal jemand schreiben.

Leider sind 95% dieser "Spray-On"s in meiner Sammlung optisch kaum ansehlich. Der gezeigte aus Akron ist auch wirklich der allerbeste der mir je in die Finger gefallen ist. Bei vielen ist der Ortsname nur noch ansatzweise erahnbar, wenn überhaupt noch.

Hast Du irgendwelche Info / Links zu Artikels zu den "historischen" Einlinien-Vorläufern ? Habe gerade 4 sehr unterschiedlichen Beispiele bei unserem neuen PhilaStempel.de Projekt (mal aus Testgründen) eingestellt.



Den Brief hat es richtig gleich 3x erwischt ;-) ("STMFD CT * 06910 * PM 03/03/91 OCR#4"). OCR #4 steht hier das OCR-Modul [Optical Character Reader] Nr. 4 (oder sogar das MLOCR-Gerät Nr. 4 im P&DC Stamford, CT?)

Gruß
Thomas
 
Carolina Pegleg Am: 24.06.2011 21:03:10 Gelesen: 14170# 23 @  
@ DL8AAM [#22]

In älteren Heften der ArGe Machine Cancel Society sind diese einzeiligen Tintenstrahlmarkierungen in verschiedenen Zusammenhängen erwähnt. Diese Markierungen kamen ab 1989 "in Masse" auf. Es gibt aus den frühen 90er Jahren Versuche der Erfassung, aber die immense Vielfalt beendete diese Versuche bald und das Sammlerinteresse an diesen Markierungen erlahmte. Die Markierungen kommen bei vielen, aber nicht bei allen Briefen aus dieser Zeit vor, was eine Erklärung schwierig macht. Sie dienen definitiv nicht der Entwertung. Es sind also nicht wirklich "Vorläufer" der gegenwärtigen Tintenstrahlentwertungen (zu denen gab es tatsächlich Vorläufer, die sehen aber anders aus). Da diese einzeiligen Markierungen sehr häufig auf postfreigestempelter Post zu finden sind, geht eine Vermutung dahin, dass sie der postseitigen Datumskorrektur (oder -aktualisierung) von Freistempeln dienten. Wahrscheinlich sind es allerdings schlicht Durchgangsstempel oder "Bearbeitungsvermerke" die festhalten, wann der Brief das entsprechende Briefzentrum durchlaufen hat. Diese Markierungen dienten mutmaßlich auch internen Zwecken, z. B. Statistiken zu Postlaufzeiten etc.

Arno
 
DL8AAM Am: 27.06.2011 14:58:50 Gelesen: 14126# 24 @  
@ Carolina Pegleg [#23]

Wahrscheinlich sind es allerdings schlicht Durchgangsstempel

Arno,

besten Dank für das Feedback. Inzwischen hat mir ein Sammler in der USA einen Scan eines Artikels aus dem MACHINE CANCEL FORUM aus April 1994 zugemailt. Eigentlich ein viel zu interessantes (zumal auch bereits abgeschlossenes) Thema im Umfeld der Postautomatisation, als das es übersehen werden sollte. Ein wenig schlauer bin ich auch schon geworden, interessant ist, dass selbst bei Euch in den USA die Diskussion über diese Form der spray ons noch offen ist. Ich vermute, dass die Idee, dass der ursprüngliche Zweck einem Durchgangsstempel nahe kommt, am wahrscheinlichsten sein sollte.

Eine Aktualisierung von Freistempeln passt nicht immer, siehe z.B. oben: AFS vom 02.03., Poststempel 02.03. (= taggleiche Einreichung, d.h. eine Aktualisierung war also noch nicht notwendig) und spray on 03.03.
Aber es waren trotzdem keine reine interne Durchgangsstempel-Vermerke, denn es gibt ja viele spray ons, die eine Aussage an den Empfänger transportieren, wie slogan sprays ("HAPPY EASTER", "MERRY XMAS", "HAPPY MOTHER'S DAY"), sport slogan sprays ("GO BADGERS - ROSE BOWL '94") oder auch Kundenhinweise ("MAIL EARLY FOR CHRISTMAS !!"). Das heisst der wahre Charakter wäre also besser eine Kombination von Behandlungsnachweis und Ergänzung zum bzw. des Poststempels. Etwas das aber viel näher am Poststempel ist, als an einer Kodezeile oder einem auxiliary marking. Wobei bei Euch der "runde Poststempel" ja auch nicht primär der Entwertung dient (der sollte ja zur "Dokumentation" theoretisch immer nur neben die Briefmarken).

"Korrekt" entwertet (gekillt) werden die Marken (idealerweise) "nur" durch den Balkenteil bzw. den Wellen- oder Sloganeinsätzen. Von der Grundidee her eine wirklich sinnvolle Vorgabe, nur wie prüfen dann unsere BPPler die zeitgerechte Verwendung von 5-6 Wellen, vielleicht über eine chemische Analyse der Spurenelemente in der Stempelfarbe. Runde Poststempel auf US Marken sind ja nichts weiter als bewusst konstruiert oder durchgeschlüpfte "Fehler" der Postler. ;-)))

Gruß
Thomas
 
DL8AAM Am: 28.06.2011 21:13:04 Gelesen: 14097# 25 @  
@ DL8AAM [#24]

slogan sprays ("HAPPY EASTER", "MERRY XMAS", "HAPPY MOTHER'S DAY")...

Hier mal zur weiteren Erläuterung für die die nicht so tief in der Materie stecken ein Beispiel für so einen Einlinen-Spray On:



LP-Brief aus Agat, Guam 96928. Frankiert mit einem AFS zu 1$ aus Barrigada, GU 96921 vom 18.12.1998, tippe auf ein "Pitney Bowes PostPerfect" Gerät (USPMSC: MA2), Gerätenummer "PB8625574". Der Spray wurde aber erst im über 6000 Kilometer entferntem Honolulu auf Hawaii am 19.12.1998 um 17:10 Uhr Ortszeit aufgebracht. Hier handelt es sich um eine Art von Weihnachtssonderstempel mit dem Text " **SEASON'S GREETINGS *HONOLULU,HI*12/19/98*17:10*1*". Im Suffix *1* steckt vermutlich eine Kennzeichnung des Geräts bzw. des Moduls.

Und zurück zum Grundthema, hier erkennt man noch eine ältere Version für eine Briefkodierung mit einer internationalen Destination. Im Gegensatz zu den anderen hier bereits gezeigten Exemplaren ist der Balkenkodierung keine weitere Schriftform beigefügt.

Übrigens, etwas ungewöhnlich bei dem AFS für mich ist, das der Ortstext nur aus "BARRIGADA GU 96921" besteht, meine sonstigen Stücke diesen Typs geben immer die Langfassung "MAILED FROM XXXXXX XX NNNNN" an. Da Barrigada auch über einen ganz normale ZIP-Code verfügt ist/wäre für mich die Erklärung Guam nicht schlüssig, oder etwa doch ?

So sehen diese MA2 AFS-Formen üblicherweise (bei mir) aus:



Brief aus Ruston, LA vom 07.02.2001, frankiert per AFS (USPMSC: MA2), Gerätenummer "PB8618325" zu 56 Cent. Hier steht wieder als Herkunftsort "MAILED FROM RUSTON LA 71270". Damit der Beleg auch wirklich in den Beitrag passt, auch hier wieder ein Einlinien-Spray On " SHREVEPORT LA 711 ISS#1 02/06/01 23:06" vom 06.02.2001. In Shreveport sitzt das für Ruston zuständige Briefzentrum (P&DC) Interessanterweise zeigt der Spray, der ja erst später im Briefzentrum aufgebracht wurde ein früheres Datum, als das (wohl fehlerhafte) auf dem AFS ;-) Zeitmaschinen hat auch das USPS nicht? Oder doch?

ISS#1 steht für das "Input Sub System" (Nummer) 1, also wieder eine Geräte bzw. Modulkennzeichnung, scheinbar aber nicht von der Lese-, sondern der Einzugs- bzw. Transporteinheit ? Die internationale Balkenkodierung zeigt im Gegensatz zu dem Beleg aus Guam bereits den Zusatz " 00149+0000" für Deutschland.

Weiss vielleicht jemand etwas über das fehlende "MAILED FROM ..." im AFS aus Guam ?

Gruß
Thomas
 
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