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Thema: Altdeutschland Bayern: Dienstbriefe von und nach Bayern in der Pfennig Zeit
Das Thema hat 53 Beiträge:
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Gernesammler Am: 21.01.2022 20:11:34 Gelesen: 2122# 29 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief als Regierungs Sache (RS) vom 23.3.1907 von der Gerichtsschreiberei des Königlichen Landgerichts in Fürth an Herrn Josef ... und Katharina Geber in Langenzenn, dort kam der Brief noch am gleichen Tag zur Ausgabe.

Im Brief geht es um die Gebühren für die Beweis und Entscheidungsgebühr in Höhe von 4 Mark 45 Pfennig, zahlbar bis 30.3.1907 und es musste dieser Schein oder aber die Nummer des Gebührenregisters die oben links vermerkt ist mitgebracht werden.

Die Summe wurde dann auch bezahlt, pünktlich am 30.3.1907, dies wurde dann unten rechts in lila vermerkt.

Gestempelt wurde in Fürth und in Langenzenn jeweils mit Einkreisstempel (Helbig 30b), der von Langenzenn wurde verwendet von 1900-08.

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 21.01.2022 20:17:44 Gelesen: 2120# 30 @  
@ Gernesammler [#29]

Hallo Rainer,

ein tolles Stück - so seit Jahren nicht mehr gesehen. Das Ehepaar hieß "Mühlbesitzerseheleute Joh(ann) Kaspar und Katharina Geber.

Aber das Besondere daran ist der blaue "G" - Vermerk, der für "Gezählt" stand. Nur ganz kurze Zeit, ich meine nur eine Woche im März 1907, wurden portofreie Dienstbriefe amtlich von der Post gezählt, um später statistisch festzustellen, wie hoch das Aufkommen dieser Dienstbriefe war.

Früher wurde so ein G-Brief alle halbe Jahre angeboten, aber schon vor 15-20 Jahren waren fast alle von den Spezialisten einkassiert worden. Der hier ist wunderschön, hat vollen und interessanten Inhalt und ist ein Schmuckstück für jeden Bayern- und Bayern-Dienst-Sammler. Glückwunsch zu dieser Pretiose!

Liebe Grüsse und schönes WE,
Ralph
 
Gernesammler Am: 22.01.2022 14:51:51 Gelesen: 2095# 31 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief als Regierungs Sache (RS) vom 29.3.1898 von Max Stadlbaur an Herrn Mannas innerhalb von Freising spediert, mit der Aufforderung die Gebühren der Kostennote ausser für das Erbgericht zu zahlen, diese belief sich auf 6 Mark 90 Pfennig und war zahlbar bis 6.4.1898, am 30.3. wurde der Erhalt handschriftlich notiert.

Gestempelt wurde mit Einkreisstempel von Freising 1. (Helbig 30b, Punkt hinter Jahreszahl) verwendet 1898 sowie dem Dienstsiegel Stempel des Herrn Notars in blau innen und aussen, innen wird nach Erhalt des Geldes gestempelt worden sein.

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 22.01.2022 15:04:22 Gelesen: 2091# 32 @  
@ Gernesammler [#31]

Hallo Rainer,

nicht leicht zu lesen, das schöne Stück, aber es war ein "Erbverzicht" (heute würden wir sagen, dass der Erbe das Erbe ausgeschlagen hat). Erbverzichte dürften nicht häufig sein - jedenfalls sind sie an mir bisher spurlos vorüber gegangen.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 22.01.2022 15:14:04 Gelesen: 2087# 33 @  
@ bayern klassisch [#32]

Hallo Ralph,

wenn jemand das Erbe ausschlägt, dann wird es wohl den Grund haben, dass hier Schulden mit vererbt wurden, die den Bestand des gesamten Erbes geschluckt hätten.

Durch das Dienstsiegel des Herrn Notars ist der Brief innen wie aussen sehr attraktiv, schön, dass die Leute solche Dinge aufgehoben haben.

Gruß Rainer
 
hajo22 Am: 22.01.2022 17:06:31 Gelesen: 2073# 34 @  
Orts-Dienstbrief frankiert mit 7½ Pfg., gestempelt 29.1.1918 Bayreuth.



hajo22
 
Gernesammler Am: 23.01.2022 18:06:04 Gelesen: 2003# 35 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief vom 12.5.1911 aus Würzburg von der Königlichen Bauinspektion an das Königliche Rentamt in Brückenau, wann der Brief dort ankam kann ich nicht sagen da es keinen Ankunftsstempel gibt.

Für das Franko nahm man eine D 3 der bayrischen Eisnbahnbehörden zu 10 Pfennig, dies war die Gebühr für Briefe im Fernverkehr bis 20 Gramm, seit 1.1.1908 mussten Briefe der Eisenbahn Dienstsendungen mit Marken freigemacht werden.

Gestempelt wurde mit Einkreisstempel der K.B. Bahnpost Würzburg via Frankfurt.

Gruß Rainer

 
Gernesammler Am: 26.01.2022 13:35:23 Gelesen: 1878# 36 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Drucksachen Banderole für eine Regierungs Sache (RS) vom 4.1.1906 vom Königlichen Bezirksamt Krumbach spediert an den Herrn Amtsanwalt in Mindelheim, dort kam die RS am 5.1.1906 zur Ausgabe und wurde auch handschriftlich entgegengezeichnet.

Gestempelt wurde mit Einkreisstempel von Krumbach mit Gebietsangabe Schwaben (Helbig Typ 35) sowie auf der Rückseite zur Ankunft der Einkreisstempel von Mindelheim (Helbig 30b) und dem Dienstsiegelstempel vom Amt Krumbach.

Da die Drucksache innen wie aussen identisch war, wurde diese innen an das Bezirksamt Krumbach adressiert und am 6.1.1906 zurückgesendet, gestempelt wurde auch hier mit Einkreisstempel von Mindelheim (Helbig 30b)

Der Inhalt ist leider nicht mehr vorhanden.

Gruß Rainer



 
Gernesammler Am: 07.02.2022 12:24:58 Gelesen: 1655# 37 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Ganzsachen Dienstpostkarte DP 1/03 zu 7 1/2 Pfennig mit Zusatzfrankatur einer Bayern Nr.D 25 zu ebenfalls 7 1/2 Pfennig, spediert in der Portoperiode 4 (1.10.1919-5.5.1920) von Windsheim an das Pfarramt in Burgbernheim.

Das Franko von 15 Pfennig war für Postkarten im Fernverkehr, gestempelt wurde mit Einkreisstempel von Windsheim (Helbig Typ 36, a *) verwendet 1916-20, sowie in lila das Dienstsiegel von Windsheim.

Im Text geht es um den Termin der Beerdigung.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 15.02.2022 20:01:04 Gelesen: 1537# 38 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Blanko Vorlage einer Zeugenvorladung zum Brief umgewandelt und am 15.4.1920 in der Portoperiode 4 (1.10.1919-5.5.1920) vom Amtsgericht Schwandorf an Herrn Justizrat Dr.Taucher, Rechtsanwalt in Amberg spediert, der Inhalt fehlt leider.

Für das Franko nahm man eine Bayern Nr. DB 47 zu 20 Pfennig aus der "Abschiedsausgabe" für Briefe im Fernverkehr in der 2.Gewichtsstufe 20-100 Gramm, gestempelt wurde mit Einkreisstempel von Schwandorf (Helbig 30b) sowie dem Stempel des Amtsgerichts Schwandorf.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 03.03.2022 19:44:30 Gelesen: 1270# 39 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief mit Postzustellungsurkunde vom 26.4.1920 aus der Portoperiode 4 (1.10.1919-5.5.1920) von der Gerichtsschreiberei des Amtsgerichts in Schwandorf an Herrn Justizrat Taucher in Amberg.

Unter der Annahme, dass der Brief maximal 20 g wog, was durchaus realistisch ist, betrug das Porto 20 Pfennig, hinzu kommt aber noch die Zustellgebühr von 40 Pfg. und das Porto für die Rücksendung der Urkunde mit wiederum 20 Pfennig, also mit 80 Pfennig gesamt tarifrichtig frankiert.

Für das Franko nahm man die Bayern Dienst Nr.23 zu 60 Pfennig (Bayrisches Staatswappen) und die Bayern Dienst Nr. 47 zu 20 Pfennig (Bayrischer Löwe) aus der Abschiedsausgabe.

Gestempelt wurde mit Einkreisstempel von Schwandorf sowie auf der Rückseite das gestempelt Siegel des Amtsgerichts Schwandorf.

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 03.03.2022 19:53:22 Gelesen: 1269# 40 @  
@ Gernesammler [#39]

Hallo Rainer,

so sollen Briefe aus dieser schwierigen Zeit aussehen - Mischfrankaturen in guter Erhaltung mit Postsonderdiensten der Abschiedsausgabe sind nicht so häufig.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 03.03.2022 20:12:42 Gelesen: 1265# 41 @  
@ bayern klassisch [#40]

Hallo Ralph,

und für den schmalen Taler auf dem Trödelmarkt von einer Bratwurst besonders schön, es ist leider schwer solch tolle Stücke zu finden, aber wenn dann freut man sich um so mehr.

Gruß Rainer
 
bayern klassisch Am: 03.03.2022 20:39:42 Gelesen: 1260# 42 @  
@ Gernesammler [#41]

Hallo Rainer,

für jeden Brief der bayerischen Dienstabschiedsausgabe darf man 10 plus X Euro bezahlen, wenn er echt ist. Sonderdienste, Mischfrankaturen, Versendungen nach außerhalb Bayerns, Farbfrankaturen usw. kosten natürlich mehr. Für wenig Geld ist so ein Stück ein Glücksfang!

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 07.03.2022 19:28:36 Gelesen: 1167# 43 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief als Regierungs Sache (RS) vom 7.1.1890 vom Standesamte Söldenau, aufgegeben in Ortenburg und spediert an das königliche Amtsgericht Vilshofen, hier kam der Brief am nächsten Tag dem 8.1.1890 zur Ausgabe.

Im Brief selbst geht es um die Geburt eines "weiblichen Kindes" um 7 Uhr vormittags welches den Vornamen Anna bekam.

Gestempelt wurde mit Einkreisstempel von Ortenburg (Helbig 21b) verwendet 1886-93 sowie zur Ausgabe der Einkreisstempel von Vilshofen (Helbig 21b), auf der Rückseite ist ein noch sehr gut erhaltenes Siegel der Gemeinde Söldenau.

Animiert das gute Stück zu kaufen hatte mich unter anderem der "schwarze Einser" am Oberrand auf der Textseite, warum der bei Empfang dort angebracht wurde und der über das Empfangsdatum geklebt dann aber auch mit dem gleichen Stift durchgestrichen wurde kann ich leider nicht sagen, ich fand es nur kurios.

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 07.03.2022 19:33:43 Gelesen: 1164# 44 @  
@ Gernesammler [#43]

Hallo Rainer,

so gerne ich es dir gegönnt hätte - aber ein schwarzer Einser hatte auf einer Regierungs-Sache Jahrzehnte nach seiner Außerkurssetzung nichts zu suchen - da hatte einer eine Fälschung zuviel und hat gespielt damit. Aber als der lustige Brief geht das allemal durch! :-)

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 07.03.2022 20:00:16 Gelesen: 1160# 45 @  
@ bayern klassisch [#44]

Hallo Ralph,

deswegen habe ich das gute Stück auch nicht mitgenommen, sondern weil es ein schönes Stück Postgeschichte ist, da wird mitgeteilt das ein Kind geboren wurde was doch eine schöne Sache ist.

Das eine Marke draufgepappt war habe ich erst zu Hause richtig wahrgenommen, vorher hielt ich es für einen Aufdruck des Amtes was ja schon kurios genug ist.

Der Brief geht auf jeden Fall in meine kleine Kuriositätensammlung, die Marke selbst scheint damals aus einer Zeitung ausgeschnitten worden zu sein, es scheint im Gegenlicht Schrift durch.

Gruß Rainer
 
Gernesammler Am: 13.03.2022 17:24:11 Gelesen: 1111# 46 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief vom 21.3.1919 aus der Portoperiode 3 (1.10.1918 - 30.9.1919) von der Gemeindeverwaltung Obereulenbach über die Posthilfsstelle Alzhausen bei Rohr über Rottenburg an das Rentamt in Neustadt an der Donau.

Für das Franko nahm man eine Bayern Dienst Nr.19 zu 15 Pfennig, gestempelt wurde mit Ra3 Kastenstempel der Posthilfsstelle Alzhausen (Helbig Ph.2, Grotesk Schrift) sowie dem Zweikreisstempel von Rottenburg an der Laber a.L. (Helbig 37c, 1 a) verwendet 1906-20.

Auf der Rückseite ist noch das Dienstsiegel von Obereulenbach.

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 13.03.2022 21:34:30 Gelesen: 1101# 47 @  
@ Gernesammler [#46]

Hallo Rainer,

4 verschiedene Stempel auf einem Brief mit nur einer Marke in der Pfennigzeit - wow, das muss man erst mal zeigen können.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 06.04.2022 11:25:50 Gelesen: 803# 48 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Urlaubs-Schein vom 27.8.1914, der Herr von Damm musste zum Bezirksamt in Berlin, der erste Weltkrieg begann vor einem Monat.

Offiz. Stellvertreter Herr von Damm von der Rekruten Classe R. 2 Feld Artillerie Regiment.

27.8. Morgens bis 31.8. Nachts 2 Uhr

Ausgestellt in Würzburg, das Bahnticket wurde in Bamberg am Schalter III gelöst für eine Fahrt nach Berlin zum Bezirksamt, am 31.8. wurde dann in Berlin am Anhalter Bahnhof die Rückfahrkarte gelöst.

Das Dienstsiegel des Regiments ist leider nicht sehr aufschlussreich, genau wie der Kastenstempel auf der Rückseite.

Ganz oben wurde noch in rot vermerkt, "Hat die Berechtigung Schnellzüge zu benützen".

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 06.04.2022 11:33:45 Gelesen: 802# 49 @  
@ Gernesammler [#48]

Hallo Rainer,

tolles Stück!

Danke fürs Zeigen und liebe Grüsse,

Ralph
 
erron Am: 06.04.2022 21:33:53 Gelesen: 776# 50 @  
Hallo.

Aus der PP 4 eine portogerechte 5 Pfg. Einzelfrankatur (Dienstmarke Nr. 44) ins "bayerische Ausland".



Abgestempelt am 4.5.1920 in München und versendet als Drucksache nach Braunschweig.

mfg

erron
 
bayern klassisch Am: 06.04.2022 23:03:52 Gelesen: 766# 51 @  
@ erron [#50]

Hallo erron,

wow - außerhalb Bayerns ist schon selten bei der Abschiedsausgabe und dann noch eine EF der 5 Pfg, das ist schon was "!"

Danke fürs Zeigen dieser Oberrosine
und liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bekaerr Am: 07.04.2022 17:10:31 Gelesen: 733# 52 @  
Hallo zusammen,

ich glaube, Dienstbriefe mit Nachnahme sind noch nicht so oft gezeigt worden. Hier ein Beispiel vom Justizpalast München mit (leider undeutlichem) gleichlautenden Stempel vom 2. Dez. 1919, gelaufen innerhalb der Stadt.



Das Porto setzt sich zusammen aus 15 Pf. für den Ortsbrief bis 20 g zzgl. 25 Pf. für die Nachnahme.

Beste Grüße,
Bernd
 
Gernesammler Am: 08.04.2022 11:39:03 Gelesen: 670# 53 @  
@ bekaerr [#52]

Hallo Bernd,

schöner Nachnahme Brief den Du hier zeigst, der Stempel ist ein Zweikreisstempel in Sonderform, Stempeltyp 40 und gehörte zum Postamt München 35.

Im Helbig ist es die Nr.3, der Stempel wurde von 1909-20 verwendet.

Gruß Rainer
 

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