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Thema: Pakistan: Verwendung indischer Marken mit Aufdruck Pakistan
tom.kadi Am: 08.01.2020 11:54:45 Gelesen: 4774# 1 @  
Indien ex 165 - 177 mit Aufdruck "Pakistan"

Ich habe in einem älteren Album diese Marken gefunden. Im entsprechenden Michel Katalog findet sich kein Aufdruck. Da die Marken aus dem Jahr 1941 stammen und Pakistan erst 1947 gegründet wurde, findet sich auch kein Hinweis auf solche Aufdruckmarken bei Pakistan. Ich vermute, dass es sich um Mache handelt.

Meine Fragen: Hat jemand solche Aufdruck-Marken schon einmal gesehen? Welche Bedeutung hat der Aufdruck? Handelt es sich wirklich um Ausgaben, die von der Post (Indien? Pakistan?) herausgegeben wurden?


 
22028 Am: 08.01.2020 11:59:28 Gelesen: 4772# 2 @  
Das ist keine Mache.

Nach der Gründung von Pakistan wurden Indische Marken mit Aufdruck "Pakistan" verwendet. Es gibt da "tausende" verschieden Lokale Aufdrucke die ein Gebiet für sich sind, daneben gibt es aber auch die Standardausgabe welche zentral überdruckt wurde (Pakistan, MiNr. 1-19).

Michel schreibt dazu:

Es existieren weitere indische Marken mit Handstempelaufdruck des Landesnamens, die von Provinzregierungen und lokalen Postbehörden ausgegeben wurden.

Literatur:

Pakistan Overprint on Indian Stamps and Postal Stationary 1947-1949 By R. Doubledy & UAG Isani
Pakistan Overprint on Indian Stamps 1947-1949 (By UAG Isani and Col. D.R. Martin)
 
jmh67 Am: 08.01.2020 11:59:38 Gelesen: 4771# 3 @  
@ tom.kadi [#1]

Schau noch mal nach! Das sind Marken aus der ersten Ausgabe von Pakistan, nämlich Mi. 4, 5, 6, 9 und 11.

-jmh
 
22028 Am: 08.01.2020 12:06:52 Gelesen: 4763# 4 @  
Zusätzlich noch folgende Hinweise:

Anfangs benutzte Pakistan weiterhin indische Briefmarken ohne Überdruck, aber ab dem 1. Oktober 1947 wurden indische Briefmarken, sowohl normale als auch Dienstmarken, mit dem Aufdruck "Pakistan" ausgegeben. Diese wurden von der Security Press in Nasik überdruckt. Die indischen Briefmarken blieben bis zum 1. November 1947 für das Porto gültig, das Datum wurde später bis zum 21. Dezember 1947 verlängert. Indische Briefmarken konnten drei Monate lang nach diesem Datum zum Nennwert und noch später mit einem Rabatt in Pakistan-Marken umgetauscht werden. Die Dienstmarken sollten bis zum 31. Dezember 1947 umgetauscht werden, aber das Datum wurde später bis zum 15. Februar 1948 und schließlich bis zum 31. März 1948 verlängert.

Ursprünglich war beabsichtigt, alle indischen Briefmarken aus dem Postamt und den Schatzkammern zurückzurufen und an Nasik zum Überdrucken zu schicken. Die Nasik-Druckerei machte jedoch Überstunden, um diese und andere Aufträge zu bewältigen, und etwa im November 1947 wurde eine Briefmarkensendung in den Punjab von einem Mob am Bahnhof von Delhi verbrannt. Offenbar wurde dann beschlossen, mit dem lokalen Überdrucken zu beginnen, denn am 20. November 1947 rief der Revenue Commissioner North West Frontier Province Bestände indischer Dienstmarken aus allen Schatzkammern zum Überdrucken in der Provincial Government Press zurück.

Aufgrund der Millionen nach Pakistan eingewanderter Menschen entstanden, kam es vielerorts zu einem massiven Mangel an Briefmarken. Es war daher notwendig, die Nasik-Drucke durch Überdrucke vor Ort in Pakistan zu ergänzen. Maschinen-, Hand-, Schreibmaschinen- und Manuskriptüberdrucke erschienen so an vielen Orten und unter unterschiedlichen Bedingungen. Einige wurden von der Zentral- oder Provinzregierung genehmigt, andere von weniger wichtigen Behörden bis hin zum Dorfpostmeister. Sie alle trugen über viele Monate hinweg konsequent das Porto für die Inlands- und Auslandspost und hatten damit die gleiche weltweite Frankierkraft wie die endgültigen Ausgaben, mit dem zusätzlichen Reiz des ergreifenden menschlichen Interesses, das den Hintergrund bildete. Obwohl lokal überdruckt, sind sie also nicht wirklich Lokale im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist unmöglich, all diese Themen und Varianten im Katalog zu diskutieren. Der Sammler, der an einer detaillierten Studie interessiert ist, kann sich auf die genannten Bücher beziehen.
 
tom.kadi Am: 09.01.2020 09:56:51 Gelesen: 4712# 5 @  
Ich bin begeistert. Vielen Dank für die kompetenten und weiterführenden Antworten!

Ich möchte noch auf einen sehr guten Spielfilm hinweisen, der die Amtszeit Lord Mountbattens, des letzten englischen Statthalters in Indien, und die Teilung des Landes in Indien und Pakistan behandelt: "Der Stern von Indien", lief 2017 bei den Berliner Film Festspielen und ist für alle, die sich für diesen Abschnitt der Geschichte interessieren, sehr zu empfehlen.
 
ChristianSperber Am: 11.04.2020 23:27:27 Gelesen: 4368# 6 @  
@ 22028 [#4]

Deine Zusammenfassung beschreibt die Situation, wie sie nach der Unabhängkeit Pakistans bestand. Auch bei den Ganzsachen gab es die Überdrucke aus Nasik und vielfältige lokale Maßnahmen.



Rückseite eines Inlands-Einschreibebriefs aus Manzai (3 Annas Einschreiben, 1 1/2 Annas Briefporto). Der "Aufdruck" wurde mit der Schreibmaschine erstellt. Diese Tätigkeit ist aus den Schatzämtern (Treasuries) bekannt, wo Dienstmarkenbestände entsprechend bearbeitet wurden.



Hier noch eine obsolete Postkarte aus der Regierungszeit Georgs V mit lokalem Überdruck.

Wie angedeutet, ist das Sammelgebiet sehr vielseitig.

Gruß

Christian
 
ChristianSperber Am: 05.04.2021 16:31:36 Gelesen: 3392# 7 @  
Verwendung indischer Marken ohne Aufdruck

Bevor die hier einleitend gezeigten Überdruckmarken am 1.10.1947 erschienen, konnten britisch-indische Marken aufgebraucht werden (siehe auch den Beitrag [#4]).



Der Brief wurde am 19.8.1947 in Karachi abgestempelt (PAKISTAN ZINDABAD) und ist mit 14 Annas freigemacht (Luftpostporto je 1/2 Unze). In Hamburg angekommen wurde der Brief von der britischen Zensurstelle geöffnet.

Gruß

Christian
 
ChristianSperber Am: 01.05.2021 23:50:28 Gelesen: 3093# 8 @  
Hier ein Luftpostbrief der 2. Gewichtsufe nach Hamburg, frankiert mit 4As, 8As und 1 Rupie Maschinenüberdruck aus Nasik (Mi.-Nr. 9, 11, 14).



Aufgabestempel Karachi 23. März 1948.

Gruß
Christian
 
ChristianSperber Am: 04.05.2021 22:59:16 Gelesen: 3014# 9 @  
"PAKISTAN" mit der Schreibmaschine



Wenige Tage nach dem Beleg aus dem vorausgegangenen Beitrag, am 8. April 1948, schickte der Absender wieder einen Luftpostbrief der 2. Gewichtstufe an denselben Empfänger in Hamburg, diesmal als Einschreiben.

Luftpostporto je 1/2 Unze 14 Annas, Einschreiben 4 Annas. Poststempel und R-Zettel: Mereweather Clock Tower, Karachi.

Dabei weisen die Marken zu 3 Annas und 1 Rupie Besonderheit auf: Der Landesname wurde mit der Schreibmaschine "überdruckt". Bei den Dienstmarken war das eine gelegentlich vorkommende Praxis, siehe den Beitrag [#6], aber auf normalen Marken ist dies völlig ungewöhnlich.

Ob der Absender ungültige unüberdruckte Marken "aufgewertet" hat oder ob er die Marken als Notmaßnahme von der Post bezogen hat, lässt sich nicht mehr feststellen.

Gruß
Christian
 
ChristianSperber Am: 05.12.2021 23:44:07 Gelesen: 2130# 10 @  
3 Pies - Mi.-Nr. 1

Einige Themen zu Berliner Dauerserien haben mich dazu inspiriert, unterschiedliche Frankaturen der einzelnen Wertstufen vorzustellen, beginnend mit dem kleinsten Wert, der Mi.-Nr. 1, zu 3 Pies = 1/4 Anna. Den Schwerpunkt sollen dabei die Verwendungen und Portostufen bilden. Bei den Marken handelt es sich um Maschinenüberdrucke aus Nasik. Auf abweichende Überdrucke werde ich gesondert hinweisen.



Beginnen wir mit der Einzelfrankatur des kleinsten Wertes auf einem Streifband nach Indien (Inlandsrate).

Mall Lahore, 2.11.1948, rückseitig Ankunftstempel Bikaner-Ranputa (?) Dely, 5.11.48



Möglichkeiten für Mehrfachfrankaturen gibt es theoretisch beliebig viele, weil alle Portostufen Vielfache des kleinsten Wertes sind. Ich habe aber nur den gezeigten Luftpostbrief nach Indien in meinen Beständen gefunden, der leider keinen Schönheitspreis verdient.

Frankiert mit 10 Stück, Frankatur 2 1/2 Annas. 1 1/2 As Briefporto, 1 A Luftpostzuschlag. Es galten Inlandsporti.
Aufgabestempel Karachi 4.10.1947
Durchgangsstempel ? Air 14.10.47
Ankunftstempel Cutch Mandri Dely 15.10.1947

Dely steht für Delivery (Zustellung)

Währung:
1 Rupie = 16 Annas
1 Anna = 12 Pies
 
ChristianSperber Am: 19.12.2021 23:23:34 Gelesen: 1986# 11 @  
1/2 Anna - Mi. Nr. 2

Weiter geht es mit der nächsten Wertstufe zu 1/2 Anna. Häufigste Verwendung dürfte die Inlandspostkarte im Tarif bis zum 31.3.1948 sein. Habe ich reichlich in Form der Ganzsachenpostkarten, aber das passt hier ja nicht.



Als Einzelfrankatur möchte ich eine Verwendung auf einer Drucksache nach Indien zeigen:

Aufgabestempel Experimental P.O. K-182, 17.12.1947
Rückseitig Ankunftstempel Bombay 25.12.47

Bei den nächsten Werten wird es ergiebiger.

Grüße

Christian
 
ChristianSperber Am: 25.12.2021 13:12:21 Gelesen: 1947# 12 @  
9 pies (= 3/4 Anna) - Mi.-Nr. 3

Diese Wertstufe entsprach dem Postkartenporto ab 1.4.1948.



Überdruck aus der Regierungsdruckerei Nasik, siehe Beitrag [#4]
Von Peshawar (?) R.M.S. Batch-? 28.9.1948
Nach Peshawar G.P.O. Dely 29.9.1948



Zur Deckung des Bedarfs an überdruckten Marken wurden u.a. Drucke von fotografisch reproduzierten Platten nach den Nasik-Überdrucken in Karachi und Peshawar angefertigt, die an einem eher verschlissenen Eindruck des Überdrucks zu erkennen sind. Die zweite Karte aus diesem Beitrag zeigt einen verschobenen Überdruck aus Karachi.

Aufgabestempel leider unlesbar. Absenderangabe rückseitig: Gujranwala. Kein Ankunftstempel.

Gruß
Christian
 
ChristianSperber Am: 01.01.2022 23:45:48 Gelesen: 1882# 13 @  
9 Pies Handstempel

Heute möchte ich Handstempelüberdrucke auf Briefen mit der Marke zu 9 Pies zeigen. Die Katalognummern (H###) beziehen sich auf das im Thread bereits erwähnte Buch von Doubleday & Isani.



Einzelfrankatur 9 Pies als Inlands-Drucksache, Überdruck aus Charsadda (H391) von Charsadda 14.2.48 nach Rawalpindi 16.2.48 (rückseitiger Kastenstempel)



Mischfrankatur mit 2 * 9 Pies Handstempelüberdruck Lyallpur (H539), 1 Anna Nasik, Porto 2 1/2 Annas für den Inlandsbrief der 2. Gewichtstufe von Lyallpur 28.2.48; rückseitiger Ankunftstempel Lahore Delivery 1.3.48: Kastenstempel mit Slogan: Give all you can to Quaid-i-Azam Relief Fund.

Grüße
Christian
 
ChristianSperber Am: 10.01.2022 23:02:07 Gelesen: 1769# 14 @  
1 Anna

Weiter geht es mit Drucksachen auf dem Land- und Seeweg ins Ausland, die in der niedrigsten Gewichtstufe 1 Anna kosteten.

Das war verglichen mit dem Briefporto in Höhe von 3 1/2 Annas (dazuspäter mehr) ausgesprochen günstig.



Mischfrankatur 9 Pies + 3 Pies aus Lahore (gemäß rückseitiger Absenderangabe), Stempel kaum lesbar, Überdrucke aus Nasik.



Einzelfrankatur 1 Anna, Überdruck aus Peshawar. Aufgabestempel 15.7.1948, Absenderangabe Lahore. Wohl am 25.8.48 in Schweden angekommen (handschriftliche Angabe).

Grüße

Christian
 
ChristianSperber Am: 12.01.2022 21:41:54 Gelesen: 1673# 15 @  
1 Anna - Mi.-Nr. 4



Dekorative Mehrfachfrankatur auf Auslands-Drucksache der 2. Gewichtstufe von Sialkot R.M.S. SET-2 05.04.1949 (Bahnpoststempel) in die Schweiz.

Grüße
Christian
 
ChristianSperber Am: 19.01.2022 22:23:13 Gelesen: 1506# 16 @  
1 Anna - Mi.-Nr. 4

Es geht weiter mit Mehrfachfrankaturen...

Dies gibt mir Gelegenheit, auf die Luftpostgebühren in Britisch-Indien hinzuweisen, die im Juni 1947 gegenüber den Kriegsraten reduziert wurden. Es waren "inclusive rates" je 1/2 Unze.



Luftpostbrief aus Karachi mit 12 Stück, Porto 12 Annas, nach Großbritannien.
Stempel Karachi City und Karachi R.M.S. SET-1 REG. 26.10.48



Luftpost-Einschreiben aus Karachi Sadar REG 2.7.48 mit 17 Stück in die Tschechoslowakei.
Luftpostporto 14 Annas je 1/2 Unze
Einschreiben 3 Annas
Ankunftstempel Prag (wohl 7.7.48)

Das Postamt war offensichtlich nicht mit Einschreibezetteln ausgerüstet. Daher wurde der Brief mit dem Postamt-Stempel im Rahmen gekennzeichnet. Darüber die Nummer 034 und das Datum 2/7 handschriftlich.

Grüße
Christian
 
ChristianSperber Am: 26.01.2022 22:01:38 Gelesen: 1407# 17 @  
1A 3Ps

Jetzt verlassen wir die Reihung nach den Michel-Nummern, weil die Urmarke zu 1 A 3 Pies (Britisch-Indien Mi.-Nr. 169) nicht in Nasik überdruckt wurde. Sie entsprach einer nicht mehr zutreffenden Portostufe für den Inlandsbrief.



Auf dem Brief ist ein Viererblock mit dem fotografisch reproduzierten Überdruck aus Karachi (siehe den Beitrag [#12].

Briefporto 1 1/2 Annas
Einschreiben 4 Annas
Frankatur 5 1/2 Annas
von Taj Company 31.10.1949 nach Lahore 1.11.1949.

Über dem Einschreibezettel das Datum 30/10 (wohl ein Schreibfehler) und die Nummer 44 handschriftlich.

Dies ist offensichtlich ein Sammlerbrief, der den letzten Tag der Gültigkeit der überdruckten Marken (31.10.49) dokumentiert.

Grüße

Christian
 
ChristianSperber Am: 03.02.2022 00:08:44 Gelesen: 1299# 18 @  
1 1/2 Annas

Diese Wertstufe entsprach dem einfachen Inlandsbriefporto.



Eine weitere Frankatur außerhalb des Michel-Kataloges, hier ein violetter Handstempel aus Quetta (Doubleday & Isani H111).

von Kitchner Market Quetta 14.4.1948 nach Lahore GPO 17.4.1948 (Ankunftstempel rückseitig).

Gruß
Christian
 
ChristianSperber Am: 04.02.2022 21:40:12 Gelesen: 1232# 19 @  
Ein Literaturhinweis

Das dicke Buch von Doubleday und Isani ist nach wie vor die wesentlichste Katalogisierung der Überdruckausgaben.



Die Katalognummern in meinen Beiträgen beziehen sich auf dieses Buch.
 
ChristianSperber Am: 11.02.2022 23:44:27 Gelesen: 1124# 20 @  
1 1/2 Annas

Weiter geht es mit Frankaturen dieser Wertstufe:



Einzelfrankatur mit dem Maschinenüberdruck aus Nasik (Mi.-Nr. 5) auf Luftpostbrief nach England.

Reduzierte Gebühr für Angehörige der Pakistanischen Streitkräfte
Stempel PAKISTAN ZINDABAD 7.11.1947 Karachi ?

Diese reduzierte Rate betrug zunächst 1 1/2 As und wurde später erhöht.



Mehrfachfrankatur mit 3 Stück auf Einschreiben Inland
Handstempelüberdruck aus Nowshera (H401)
Aufgabestempel Nowshera Cantt. East 3.3.1948
Kennzeichnung als R-Brief mit dem Einzeiler des Postamtes, darüber R-Nummer und Datum handschriftlich
Ankunftstempel Lahore 5.3.1948 rückseitig

Grüße
Christian
 
ChristianSperber Am: 06.03.2022 11:44:19 Gelesen: 954# 21 @  
1 1/2 Annas - Mi. Nr. 5

Heute möchte ich eine Buntfrankatur vorstellen, anhand derer sich die Überdrucke aus Nasik und die fotografischen Reproduktionen der Überdrucke aus Karachi und Peshawar (siehe Beitrag [#12]) schön vergleichen lassen. Die Reproduktionen lassen sich an leicht abweichender Aufdruckfarbe und verformten Buchstaben erkennen.



Nasik: 2 Markenzu 1/2 Anna oben rechts und die Marke zu 1 1/2 As
Karachi: alle 8 Marken zu 1 Anna
Preshawar: die übrigen Marken zu 1/2 Anna

Aufgabestempel Lahore GPO vom 25.06.1948. Portorichtig frankiert mit 12 Annas für den Luftpostbrief nach Großbritannien.

Der Sachverhalt ist sehr schön in dem Attest der Philatelic Federation of Pakistan dokumentiert, das ein Vorbesitzer des Briefes hat erstellen lassen. Das Aufmachung des Attests entspricht angelsächsischen Vorbildern (z.B. RPSL, BPA). Die angegebenen Katalognummern beziehen sich auf das im Beitrag [#19] gezeigte Buch bzw. Stanley Gibbons.



Grüße
Christian
 
ChristianSperber Am: 12.04.2022 23:27:15 Gelesen: 735# 22 @  
1 1/2 Annas - Mi. Nr. 5 auf Luftpost nach Indien

Die hier gezeigten Briefe dokumentieren die Anhebung des Luftpostzuschlages nach Indien im April 1948 von 1 Anna auf 1 1/2 Annas.



Stempel Pakistan Zindabad aus Peshawar 21.12.1947 nach Secunderabad 31.12.1947



Von Narayanganj 21.01.1949 nach Bombay Window Delivery 25.01.1949, weiterer Ankunftstempel Temporary P.O. ?-231 Delivery 26.01.1949

Grüße
Christian
 
ChristianSperber Am: 12.04.2022 23:38:04 Gelesen: 732# 23 @  
2 Annas, Mi.-Nr. 6

Weiter geht es mit der Wertstufe zu 2 Annas als Einzelfrankatur.



Auslandsdrucksache 2. Gewichtstufe auf dem Land- und Seeweg von Lahore G.P.O. 2. März 1949 nach Mainz.
 
ChristianSperber Am: 15.04.2022 12:21:51 Gelesen: 614# 24 @  
Pakistan used in Dubai

Nach der Teilung Britisch-Indiens im August 1947 gelangten die indischen Postämter in Dubai und Muscat unter pakistanische Verwaltung. In Dubai wurden seit Anfang Oktober 1947 die Aufdruckmarken aus Nasik verkauft.



Einschreiben aus Dubai 24.12.1947, mit Luftpost nach Bombay (Registration Delivery) 5.1.1948

Brief 1 1/2 As
Luftpostzuschlag 1 Anna
Einschreiben 3 Annas

Die Gültigkeit der Pakistan-Überdrucke endete mit dem 31.3.48. Danach gelangten die Postämter unter britische Verwaltung, und es wurden britische Marken mit Aufdruck des neuen Wertes in Annas oder Rupien verkauft, die im Michel unter Oman katalogisiert sind.

Wegen der kurzen Verwendungsmöglichkeit sind entsprechende Belege auch bei den Sammlern der arabischen Gebiete besonders begehrt.

Literaturhinweis:

Donaldson, Neil: The Postal Agencies in Eastern Arabia and the Gulf.
Harry Hayes Philatelie Study No. 14
Batley, 1975
 
ChristianSperber Am: 16.06.2022 12:43:25 Gelesen: 166# 25 @  
Dies sollte nicht einschlafen, also geht es mit der nächsten Wertstufe weiter.

3 Annas - Mi.-Nr. 7



Einzelfrankatur auf Luftpostbrief von Karachi G.P.O. 15.9.1948 nach Bombay G.P.O. Window Delivery 17.9.1948. Vgl. Beitrag [#22].



Mehrfachfrankatur (6 Stück) auf Luftpostbrief aus Lyallpur 14.9.1948 in die USA. Rückseitig Bahnpoststempel Lyallpur 14.9.1948 und Lahore 16.9.1948.

Das Porto (kombinierte Rate inkl. Luftpostzuschlag) betrug 18 Annas je 1/2 Unze.
 
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