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Thema: (?) (276/281) Nachgebühr verschiedener Länder
Das Thema hat 281 Beiträge:
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Baber Am: 09.10.2017 15:26:05 Gelesen: 27607# 257 @  
@ Postgeschichte [#138]
@ Henry [#137]

Hallo Manfred,
Hallo Henry,

0,60 DM an Nachgebühr zu zahlen. Dieser Schluss ist nicht ganz richtig.

Es fehlen auf dem Brief 30 Pfg. Dieser Fehlbetrag wurde damals verdoppelt und in den Zähler des Tax-Bruches eingetragen. Im Nenner steht 70, das Porto für einen deutschen Auslandsbrief. Der Quotient 60/70 ergibt 0,857. Dies wurde in Österreich mit dem damaligen Tarif eines Auslandsbriefes (4,00S) multipliziert und ergibt so abgerundet die Nachgebühr von 3,40S, welche der Empfänger zu zahlen hatte.

Gruß
Bernd
 
jmh67 Am: 15.10.2017 19:34:26 Gelesen: 26966# 258 @  
@ Baber [#256]

Natürlich kann geholfen werden, aber mitunter nicht ganz so schnell. Nach Auskunft von der Postage Due Mail Study Group - zu erreichen über http://www.postageduemail.org.uk - galt seit dem 3. September 1984 ein Aufschlag von 25 p, und für die Karte wurde die "UK foreign letter rate" von 28 p berechnet, die vom 16. September 1991 bis 31. Oktober 1993 galt. Eine gesonderte Rate für Postkarten gab es nicht.

Jan-Martin
 
Baber Am: 15.10.2017 20:47:37 Gelesen: 26955# 259 @  
@ jmh67 [#258]

Danke Jan-Martin,

ich wußte nicht, wie hoch der Bearbeitungsgebühr (25p) war, dann hätte man auf die "foreign letter rate" schließen können. Im Nenner des Tax-Bruches steht immer die "foreign letter rate" ganz gleich of es im Zielland für Auslandspostkarten eine ermäßigte Gebühr gibt oder nicht.

Gruß
Bernd
 
Journalist Am: 31.10.2017 13:28:23 Gelesen: 25521# 260 @  
Hallo an alle,

ich habe hier 2 Postkarten nach Österreich, einmal von 1955 mit Nachentgelt 120, einmal von 1958 mit Nachentgelt 60.



Kann mir hier jemand sagen, wieso hier einmal 120 und einmal 60 berechnet wurden ?

Viele Grüße Jürgen
 
GSFreak Am: 02.11.2017 11:02:39 Gelesen: 25346# 261 @  
Hier zwei Antwortbriefe mit Nachgebühr an die Rheinisch-Westfälische Bank in Köln aus dem Januar 1955:

Da die Posthornserie nur bis 31.12.1954 frankaturgültig war, wurde die 10 Pf. Posthorn-Marke jeweils blau umrandet und als Porto nicht anerkannt.

Der linke Brief ist ein Ortsbrief (10 Pf. Porto):

15 Pf. Nachgebühr, da letztlich nicht frankiert. Der Abgangsstempel (Zweikreisstegstempel (22c) KÖLN-LINDENTHAL 1, UB p vom 27.01.1955 ) wurde daher auch außerhalb der Marke abgeschlagen.

Der rechte Brief ist ein Fernbrief (20 Pf. Porto)

15 Pf. Nachgebühr, da letztlich nur mit der 10 Pf. Heuss, und damit ebenfalls unzureichend, frankiert. Der Abgangsstempel (Zweikreisstegstempel (24c) HAMBURG ?, UB bt ebenfalls vom 27.01.1955) wurde auf der Heuss-Marke sowie der Notopfer-Marke abgeschlagen.



Ich vermute, dass die Posthornmarke bereits von der Bank auf dem jeweiligen Rückantwortbrief verklebt worden ist.

Gruß Ulrich
 
Baber Am: 02.11.2017 18:10:38 Gelesen: 25306# 262 @  
@ GSFreak [#244]

Hallo Ulrich,

Der T-Stempel mit 40/70 bedeutet: 70 Pf. wäre das richtige Porto (50 Pf. verklebt, also fehlten 20 Pf., das ergab 2 x 20 =) 40 Pf. Nachgebühr.

Die Erklärung ist richtig bis auf das Ende 40 Pfg Nachgebühr.

Die Nachgebühr von 2,30 ÖS wurde folgendermaßen berechnet:

Der Taxbruch 40/70 ergibt 0,57. Dies wurde in Österreich mit dem Portosatz von 4,00 ÖS für einen einfachen Auslandsbrief multipliziert. 4 x 0,57 = 2,2857 aufgerundet 2,30 ÖS.

Gruß
Bernd
 
10Parale Am: 09.11.2017 20:06:01 Gelesen: 24737# 263 @  
Dieser Brief aus Kingston Jamaica aus dem Jahr 1946 war mit 2 d. wohl deutlich unterfrankiert. In New York in der C.P.O. (Central Post Office) wurde er mit einem senkrechten Paar Portomarken zu 2 Cents nachfrankiert.

Runder Kreisstempel: DUE 4 CENTS

Auch eine Arte Jamaika-Koalition (Humor).

Liebe Grüße

10Parale


 
GSFreak Am: 09.11.2017 22:07:07 Gelesen: 24715# 264 @  
@ Baber [#262]

Hallo Bernd,

danke für die ergänzenden Angaben.

Gruß Ulrich
 
Gerhard Am: 10.11.2017 10:13:18 Gelesen: 24666# 265 @  
@ 10Parale [#263]

Glückwunsch zu dem schönen Stück. Ich freue mich immer über Belege die Portomarken aus dem "echten Bedarf" darstellen, gab es doch nach Einstellung der Staatenausgaben (1920) bei uns keine mehr. Mein erster Beleg stammt aus Österreich aus dem Jahr 1975, den ich aber zuerst finden muß, um ihn einzustellen.

MphG
Gerhard
 
Altmerker Am: 12.11.2017 14:45:58 Gelesen: 24484# 266 @  
Ins Ausland (DDR) wird in Österreich ein "T" Stempel mit einer entsprechenden Zahl angebracht, aus dem das Empfängerland ersehen kann, wie viel Nachgebühren eingezogen werden sollen. Hier vermute ich mal für den Versand aus Kärnten in die DDR fehlten 7 Schilling macht 1 DDR-Mark? Ziemlich happig. Oder liege ich da völlig daneben?

Ob der DDR-Bürger wohl die durch die Westverwandschaft verursachte Schuld bezahlt hat?

Gruß
Uwe


 
Baber Am: 12.11.2017 16:53:49 Gelesen: 24459# 267 @  
@ Altmerker [#266]

Hallo Uwe,

im Tax-Bruch steht lt. Weltpostverein im Zähler immer der fehlende Betrag, im Nenner die Gebühr für einen einfachen Auslandsbrief. Da die DDR nicht der CEPT angehörte, kostete die Auslandspostkarte in Österreich damals 5S statt 4S wie für Westeuropa, daher der Fehlbetrag 1. Die DDR hätte den Bruch 1/7 mit der eigenen Gebühr für einen Auslandsbrief multiplizieren müssen, also mit 35 Pfg, d.h. die Nachgebühr wäre 5 Pfg gewesen, was aber offensichtlich nicht erhoben wurde.

Gruß
Bernd
 
Altmerker Am: 12.11.2017 22:12:47 Gelesen: 24429# 268 @  
@ Baber [#267]

Ich sage Danke!

Uwe
 
Fips002 Am: 17.12.2017 12:17:56 Gelesen: 21077# 269 @  
Ansichtskarte von Echternach/Luxemburg 1.8.1980 nach Berlin. Wegen unzureichender Frankatur wurde eine Nachgebühr von 58 Pfennig erhoben.



Gruß Dieter
 
Baber Am: 18.12.2017 08:35:05 Gelesen: 21044# 270 @  
@ Journalist [#260]

Hallo Jürgen,

die deutsche Postkartengebühr Ausland betrug 1955 und 1958 20 Pfg,. Es fehlten also auf beiden Karten 10 Pfg. Dieser Fehlbetrag wurde damals verdoppelt also ist 0,20 x 6 = 1,20 S eigentlich richtig.

Dafür, dass auf der Karte von 1958 nur der einfache Fehlbetrag berechnet wurde, habe ich keine Erklärung.

Gruß
Bernd
 
Journalist Am: 18.12.2017 09:58:26 Gelesen: 21036# 271 @  
@ Baber [#270]

Hallo Bernd,

danke für die Aufklärung zu meiner Frage unter Beitrag [#260].

Viele Grüße Jürgen
 
Altmerker Am: 28.12.2017 23:34:25 Gelesen: 19448# 272 @  


Eine etwas unorthodoxe Aufforderung, Nachgebühr zu bezahlen. Wer da wohl den Filzer genommen hat und Büchersendung durchstrich und die 245 Cent vermerkte? Es ist ein Rätsel für mich, denn augenscheinlich kamen von den 79 Briefen 78 ohne postalische Kritik und Durchstreichung an.

Gruß
Uwe
 
Torsten Grunwald Am: 28.12.2017 23:49:06 Gelesen: 19446# 273 @  
@ Altmerker [#272]

Hallo Uwe,

ich gehe mal davon aus, dass uder Brief verschlossen war ?

Dann wäre die Nachgebühr leider ok, da hat es einer wieder genau genommen.

Gruß
Torsten
 
Journalist Am: 29.12.2017 00:08:47 Gelesen: 19444# 274 @  
@ Altmerker [#272]

Hallo Uwe,

aus irgend einen Grund war es keine Büchersendung z.B. wie Torsten schon geschrieben hat, wenn der Umschlag zugeklebt war, ist es laut AGB keine Büchersendung mehr. Dann wird zum einen die Differenz zum Großbrief (45 Cent sowie die zusätzlichen 200 Cent für Einziehungsentgelt bei Großbriefen berechnet also zusammen 245 Cent, die nun hier mal statt in Blaustift mit blauen Filzer richtig vermerkt wurden.

Viele Grüße Jürgen
 
Altmerker Am: 29.12.2017 08:28:44 Gelesen: 19422# 275 @  
@ Torsten Grunwald [#273]
@ Journalist [#274]

Besten Dank für die Anmerkungen. Das heißt im Umkehrschluss, 78 Sammlerfreunde hatten Glück. Ich werde unseren "Postmeister" nochmal briefen, dass er die Umschläge alle auf lässt. Dem Sammlerfreund, der hier betroffen war, muss ich wohl beim nächsten Jahrestreffen was ausgeben.

Viele Grüße
Uwe
 
Baber Am: 25.02.2018 12:01:55 Gelesen: 7458# 276 @  
Für diese Postkarte, die 1964 nach Belgien gelaufen ist und in Bregenz/Österreich mit einer Schweizer Marke eingeworfen wurde, berechnete die Belgische Post 8 Fr Nachgebühr, wenn ich die 8 richtig als Nachporto deute.

Kann jemand die Berechnung erklären?

Kennt jemand den Zielort Effe???? in der Provinz Brabant?



Gruß
Baber
 
fogerty Am: 03.03.2018 12:47:43 Gelesen: 7103# 277 @  
Drucksache von München nach Meran im Jahre 1966, für die fehlenden 10 Pfennige wurde eine Nachgebühr von 35 Lire erhoben.



Grüße
Ivo
 
GSFreak Am: 05.05.2018 22:37:10 Gelesen: 2097# 278 @  
Hier eine Ansichtskarte aus Karachi (Pakistan) vom 21.09.1973, freigemacht mit senkrechtem Pärchen der Mi.-Nr. 186 nach Wintherthur in der Schweiz.

Das Porto reichte offenbar nicht aus. Es sind zwei Taxe-Stempel zu finden. In Winterthur (Winterthur 1) mussten letztlich 10 Rappen Nachgebühr "berappt" werden. Kann mir jemand sagen, wo der andere (runde) Taxestempel abgeschlagen worden ist? Bereits in Pakistan?



Aus der 1 Euro-Wühlkiste auf der Briefmarkenmesse 2018 in Essen.

Gruß Ulrich
 
Journalist Am: 05.05.2018 22:43:31 Gelesen: 2093# 279 @  
@ GSFreak [#278]

Hallo Ulrich,

normalerweise muss heutzutage immer im Absendeland (also hier Pakistan) ein vollständig ausgefüllter Taxvermerk angebracht werden, dann kann er auch im Empfängerland (hier Schweiz) richtig weiter bearbeitet werden - wird im Absendeland kein vollständiger Taxvermerk angebracht, so muss das Empfängerland auch kein Nachentgelt erheben.

Viele Grüße Jürgen
 
Bautenfünfer Am: 16.05.2018 08:00:29 Gelesen: 1291# 280 @  
Eine Postkarte von Garmisch nach Shanghai, auf der Vorderseite mit einer 8 Pf Marke beklebt. Datum 5.8.31



Die Rückseite schaut dann so aus:



Es hätten im Jahr 1931 fünfzehn Pf drauf sein müssen, es wurden nur 8 Pf Inlandsporto verklebt.
 
GSFreak Am: 19.05.2018 07:22:27 Gelesen: 1043# 281 @  
Hier eine Ansichtskarte aus der Schweiz (Ortsname nicht lesbar, jedenfalls Kanton URI) vom 24.07.1957 nach Heilbronn in Deutschland.

Das große offene T(axe) ist zeitweise typisch für die Schweiz (siehe auch [#230]). Der rote Einzeiler, ich lese noch ein "a" hinter "Nachgebühr", sieht irgendwie nicht vollständig abgeschlagen aus. Kennt jemand diesen Stempel?



Gruß Ulrich
 

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