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Thema: Bund Dauerserie Blumen
Das Thema hat 561 Beiträge:
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jmh67 Am: 26.12.2018 17:16:49 Gelesen: 26861# 537 @  
@ Silesia-Archiv [#536]

Sorry, Zehner (Winterlinge) meinte ich, keine Einer. Ich war wohl noch zu verärgert über die nicht vorhandenen 15er. Die Fünfer waren sicher nassklebend, so genau habe ich dann nicht mehr hingeschaut.

-jmh
 
Nachtreter Am: 27.12.2018 15:23:54 Gelesen: 26708# 538 @  
Wert zu 120 ct. "Wasserhyazinthe" für März schon im Anflug !

Viele Grüße

Nachtreter
 
gestu Am: 30.12.2018 09:17:12 Gelesen: 26143# 539 @  
@ Nachtreter [#538]

Mir ist die Ausgabe zu 120 Cent Blumen auch bekannt, allerdings nach meiner Information ist das Motiv die Traubenhyazinthe.

Bestell-Nr. 150909073 für den Zehnerbogen und Nr. 151017640 für die 100er Rolle.

Ich habe diese Information aus der Philatelie Aktuell 01/19


 
Ben 11 Am: 01.01.2019 22:26:36 Gelesen: 24043# 540 @  
@ Henry [#535]

Guten Abend Henry,

danke für Deine Erklärung. Nach meiner Rechnung komme ich dann auf 4x5 Marken à 30 mm + 4x EAN-Feld à 15 mm = 22 Markenlängen à 30 mm.

Das entspricht der Angabe im Rollenmarken-Katalog. Der Plattenzylinder hätte demnach einen Durchmesser von 210 mm, was recht wenig erscheint, aber plausibel für die Maschine ist.

Ich kann heute auch einen 20 Cent-Streifen mit Plattenkanal in den Farben "Gelb" und "Magenta" zeigen.



Für die 15 Cent-Marke habe ich ebenfalls einen Streifen mit Plattenkanal in "Cyan", der jedoch nicht so deutlich zu sehen ist.

Etwas eigenartig finde ich jedoch die Formulierung im Rollenmarkenkatalog zur Ursache.

Zitat: Bei dieser Art der Halterung der Druckplatten im Einstichkanal sind die Druckplatten nicht fest fixiert, sondern können sich im Verlauf des Produktionsprozesses hocharbeiten. [...] Bei diesem Anheben oder Hocharbeiten der Enden einer Druckplatte stellt sich nach einer Übergangsphase [...] ein Gleichgewichts-Druckplattenende ein, [...].

Ich denke, wenn sich eine Druckplatte aus dem Einstichkanal herausschieben würde, käme es zu massiven Beschädigungen dieser und der im Kontakt dazu befindlichen Farbwalzen sowie des Gummituchzylinders. Die Ursache wird wohl eine andere sein. :-)

Viele Grüße
Ben.
 
Henry Am: 02.01.2019 14:56:10 Gelesen: 23844# 541 @  
@ Henry [#527]

Hallo Blumenfreunde,

hier sind nun die Bilder der von mir gefundenen Auffälligkeiten:



Der Punkt unter dem e von Deutschland ist schwarz.



Die Punkte unter der Wertziffer 1 und rechts daneben sind blau



Der blaue Punkt am C von Deutschland wurde erst während der Aufnahmen zusätzlich entdeckt.



Deutlich sind die roten Punkte an der Zähnung zu erkennen.



Der Plattenkanal scheint mir schwarz zu sein. Ich habe ihn durch Kontraststeigerung etwas deutlicher machen können.



Zuletzt nun ein Punkt an der Zähnung und links von der Wertziffer.

Wie schon geschrieben, das müssen keine Druckfehler sein, aber als Auffälligkeiten können sie die Rollengröße beweisen, falls es mal mehrere geben sollte.

Mit philatelistischem Gruß und besten Neujahrswünschen
Henry
 
Henry Am: 11.01.2019 18:10:44 Gelesen: 22169# 542 @  
Hallo Blumenfreunde,

heute stelle ich mal Belege mit den Ausgaben vom 18.12.2018 vor:



Der 10 Cent-Wert "Winterling" wurde als Folienblatt ausgegeben. Siebenfach aufgeklebt wurde das Entgelt für den Standardbrief portorichtig frankiert. Die schräge Anbringung war keine Absicht. Durch Unvorsichtigkeit klebte der Folienblattausschnitt an der falschen Stelle fest. Durch die Überlappungen wurde aber aufgrund der auf den Brief übergehenden Stempel eine "Frankatursicherheit" erreicht.



Das Dreierstück des 15 Cent-Wertes aus dem Bogen lässt sich als Frankatur für eine normale Postkarte verwenden. Das gleiche gilt natürlich für die Rollenform und das Folienblatt.



Mit 8-facher Verwendung des 20 Cent-Wertes, der neu als Folienblatt ausgegeben wurde, konnte ein Standardbrief Inland mit der Zusatzleistung PRIO freigemacht werden. Die Hälfte der Marken wurde ohne den Folienblatt-Rand aufgebracht. Sollten später noch Rollenmarken mit gestanzten Zähnen ausgegeben werden, dann ist aufgrund des Stempeldatums dennoch die Herkunft gesichert.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
Ben 11 Am: 14.01.2019 20:56:17 Gelesen: 21552# 543 @  
@ Ben 11 [#540]

Guten Abend Zusammen,

im Beitrag [#540] hatte ich ja einen Plattenkanalübergang an einer meiner Marken gezeigt und dabei die genannte Ursache aus dem Rollenmarkenkatalog angezweifelt.

Etwas eigenartig finde ich jedoch die Formulierung im Rollenmarkenkatalog zur Ursache. [...] Ich denke, wenn sich eine Druckplatte aus dem Einstichkanal herausschieben würde, käme es zu massiven Beschädigungen dieser und der im Kontakt dazu befindlichen Farbwalzen sowie des Gummituchzylinders. Die Ursache wird wohl eine andere sein.

Ich möchte noch einmal genauer darauf eingehen.

Der Aufbau eines Druckwerkes einer Offsetdruckmaschine ist ja bekannt (wenn nicht, bitte fragen!) und wird zum Beispiel im Buch "Druckverfahren Deutscher Briefmarken" der Deutschen Post beschrieben und auch bildlich gezeigt. Die Druckplatte wird in einem Plattenzylinder befestigt. Oberhalb des Zylinders laufen die Farbauftragswalzen und übertragen die Farbe auf die Platte. Unterhalb wird die Farbe von einem Gummituchzylinder abgenommen und auf die Papierbahn übergeben.

Im Bild zeige ich mal einen Ausschnitt einer Farbwalze (braun) und die Druckplatte (blau) im Plattenzylinder (grau).



Wir wissen aus den Wiederholungen der Druckauffälligkeiten oder Kanalübergänge, dass der Plattenzylinder einen Durchmesser von ~210mm haben könnte. Die Druckplatte wird in einem Spalt gehalten. Von dem Abstand der Farbstreifen auf den Marken von 2-3 mm können wir auf die Dicke der Platte schlussfolgern, da der Biegeradius der Plattenenden maximal der Dicke der Platte entspricht. Hier kämen wir auf 0,7 mm, eine plausible Größe für eine Alu-Drucklatte in dem kleinen Druckformat.

Während des Druckens haben die Farbwalzen Kontakt zur Druckplatte, sie drücken diese an die Zylinderoberfläche an. Zumindest eine Seite der Druckplatte kann sich also nicht aus dem Kanal herausschieben. Den Zustand der herausgeschobenen anderen Plattenseite habe ich in folgendem Bild mal dargestellt. Die Überhöhung der Platte beträgt hier 1mm.



Zwischen Druckplatte und der Oberfläche des Zylinders entsteht ein Spalt. Würde die Farbwalze gegen die hochstehende Druckplatte laufen, verformt sie diese in zwei Richtungen. Einmal zur Zylindermitte und einmal in Umfangsrichtung. Die Biegestelle würde scharfkantig zerstört, was wiederum die Farbwalze und das Gummituch beschädigt. Die Verschiebung in Umfangsrichtung bewirkt eine deutliche Verschiebung des Druckbildes. Da wir aber kein unscharfes Druckbild auf den Marken sehen, ist die Begründung im Katalog nicht plausibel.

Was kann also die Ursache sein? Im folgenden Bild mal eine Idee dazu.



Die Farbwalzen können einen Durchmesser von ~1/5 des Plattenzylinders haben. Hier also ~40 mm. Die Farbwalzen liegen unter Gewicht auf der Druckplatte und können, wenn die Maschine relativ langsam druckt, den Plattenkanal noch nicht "überspringen". Sie fallen ein klein wenig in den Kanal hinein und markieren, insbesondere die auslaufenden Biegestellen mit etwas mehr Farbe. Das sehen wir dann auf den Marken. Die Ursache dürfte also im relativ langsamen "Anlaufen" der Maschine bei Produktionsbeginn liegen. Die Markierungen lassen schließlich nach, wenn die Maschine auf Produktionsgeschwindigkeit "hochgefahren" ist.

Viele Grüße und viel Spaß beim Erforschen der Kanalübergänge.
Ben.
 
gestu Am: 30.01.2019 19:37:57 Gelesen: 18922# 544 @  
Brief vor Ausgabetag

Verwendung vor Ausgabetag, leider auch nicht portogerecht. Ausgabe am 03.01.2018.

Zum 31.12.2017 wurde Eil International eingestellt.


 
Journalist Am: 05.02.2019 19:08:24 Gelesen: 16800# 545 @  
Hallo an alle Blumenspezialisten,

ich habe eine Frage zu den Blumenmotiven, die zuerst ohne EAN Code herausgegeben wurden und dann vor einiger Zeit wegen des EAN Codes neu gedruckt wurden.

Kann man diese Nachauflagen auch anhand des Druckrasters unterscheiden ? oder ist dies nicht möglich und man kann dies nur unterscheiden, wenn man den Rand des Bogens mit EAN Code sieht oder bei der Rolle die Marke mit EAN Code hat?

Gibt es bezüglich der Portostufe 400 Cent Fuchsie eine Neuauflage des 10er Bogens mit EAN Code ?

Schon jetzt danke für die Fragen viele Grüße Jürgen
 
funnystamp Am: 05.02.2019 23:48:47 Gelesen: 16741# 546 @  
Die mir bisher vorliegenden Marken können nicht anhand des Druckrasters unterschieden werden. Es geht ausschließlich über das anhängende Feld mit dem EAN Code, sowohl bei Rollen- als auch Bogenmarken.
 
Henry Am: 06.02.2019 18:23:01 Gelesen: 16565# 547 @  
@ Journalist [#545]

Hallo Jürgen,

von dem 400 Cent Wert "Fuchsie" wird in der Vorratsliste 4. Quartal 2018 mit EAN-Code nur die Rollenversion angeboten und ausdrücklich ist vermerkt "kein Zehnerbogen". Im Online-Shop ist aktuell weder Bogen noch Rollenversion aufgeführt. Lt. Vorratsliste soll es von dem Wert aber noch die alte Bogenform und waagrechte Pärchen aus dem Bogen geben. Die sind dann aber auch ohne EAN-Code, da sie ja nur aus den alten Bogen stammen können.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
Journalist Am: 06.02.2019 18:49:48 Gelesen: 16553# 548 @  
@ funnystamp [#546]
@ Henry [#547]

Hallo funnystamp,

danke für die Infos zu den Druckrastern und das diese nach Deinen Erkenntnissen nicht unterscheidbar sind.

Hallo Henry,

danke für die Angaben zur Fuchsie - ja die Rollenversion konnte ich diese Woche nicht mehr kaufen, ich hatte aber noch an anderer Stelle eine Einzelmarke aus einer Rolle mit EAN - den Bogen konnte ich Anfang dieser Woche ohne EAN noch kaufen (telefonische Bestellung).

Hintergrund der Fragen sind benötigte Vergleichsstücke für Vergleichszwecke wegen einer Fälschungsprüfung - näheres folgt demnächst auch an dieser Stelle - was ich aber schon jetzt sagen kann, von der 400 Cent Fuchsie gibt es mindestens eine Fälschung zum Schaden der Post (naßklebend).

Viele Grüße Jürgen
 
Henry Am: 07.02.2019 12:27:15 Gelesen: 16354# 549 @  
Heute konnte ich wieder mal einen längeren Streifen der 200er Rolle des 50 Cent-Wertes "Aster" mit EAN-Code unter die Lupe nehmen. Dabei sind mir wieder Auffälligkeiten im 20er Rythmus aufgefallen:



Dunkler Fleck unterhalb der Blüte links. Ich musste die Vergrößerung auf 10fach begrenzen, weil die Auffälligkeit sonst nicht so deutlich abgebildet werden konnte.



Der blaue Punkt ist ohne Hilfswerkzeug zu erkennen.



Und auch hier gibt es wieder den Plattenkanal. Ich hege den Verdacht, dass es überhaupt keine Rollenmarke dieser Dauerserie ohne Plattenkanal gibt. Bin kein Techniker, aber wenn das Stimmt, könnte es wohl auch an dem kleinen Durchmesser der Druckrolle liegen.



Diese Auffälligkeit ist sehr deutlich, aber eben nur 1 mal vorgefunden worden, somit eindeutig nur eine Druckzufälligkeit.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
Ben 11 Am: 09.02.2019 17:05:02 Gelesen: 15777# 550 @  
@ Journalist [#545],
@ funnystamp [#546],

Die Frage von Jürgen war: Kann man diese Nachauflagen auch anhand des Druckrasters unterscheiden?

Und die Antwort von funnystamp ist: Die mir bisher vorliegenden Marken können nicht anhand des Druckrasters unterschieden werden. Es geht ausschließlich über das anhängende Feld mit dem EAN Code, sowohl bei Rollen- als auch Bogenmarken.

Ich meine: Ja man kann die Nachauflagen anhand des Druckrasters unterscheiden. Allerdings ist das eine Einzelfallprüfung und möglicherweise nicht bei jeder Ausgabe erfolgreich.

Am Beispiel der 260-Cent-Marke "Madonnenlilie" erkennt man den Unterschied auch ohne Hilfsmittel an den Farben.

Die Farbe des Nennwertes und der Landesbezeichnung ist bei der Nachauflage mit EAN Feld dunkler, genau wie die blaue Farbe in Markenbild und -rand ebenfalls dunkler ist.



Die blaue Farbe besteht aus Cyan und Magenta. Die Größe der Rasterpunkte ist bei den beiden Ausgaben unterschiedlich. Bei den kleineren Punkten wird die weiße Papierfläche weniger abgedeckt. Das wahrgenommene Blau erscheint uns heller. Bei größeren Punkten erscheint uns die Fläche dagegen dunkler.



Die Rasterwinkel der Farben sind bei beiden Ausgaben identisch. Gelb: 0°, Cyan: 75°, Magenta: 45° und Schwarz: 15° (immer aus der Senkrechten gemessen).

Die Rollenmarken dieser Ausgaben bekomme ich erst in den nächsten Tagen. Den Vergleich werde ich dann später nachreichen.

Interessant wäre es, auch mal weitere Nachauflagen und ihre Vorgänger zu untersuchen.

Viele Grüße
Ben.
 
Ben 11 Am: 09.02.2019 18:06:47 Gelesen: 15736# 551 @  
@ Ben 11 [#550]

Mal die Marken im Vergleich unter UV-Licht 365 nm. Die Nachauflage mit EAN Feld leuchtet "gelber".



IR-Pigmente befinden sich bei den Marken ohne EAN Feld auch im Bogenrand - also entweder in der Farbe Cyan oder in Magenta. Im Bildbereich der Blume findet man diese auch, allerdings in wechselnder Intensität je nach Farbanteil.

Bei den Marken mit EAN Feld gibt es die IR-Reaktion nur im Bildbereich und auch in den weißen Blütenblättern. Insgesamt kräftiger als bei Marken ohne EAN Feld, was daran liegt, dass hier ein separates, farbloses Bindemittel gedruckt wurde. Bei meinem 10-er Bogen ist dieses Bindemittel aufgrund einer Passerverschiebung unter UV-Licht 254nm zu erkennen.



Ein Vergleichsbogen von Jürgen zeigt diese Passerverschiebung dagegen nicht.

Viele Grüße
Ben.
 
Ben 11 Am: 13.02.2019 18:54:59 Gelesen: 14882# 552 @  
@ Journalist [#545]

Kann man diese Nachauflagen auch anhand des Druckrasters unterscheiden ?

Ja, man kann - hier am Beispiel der 85 Cent Marke Federnelke, für die es wieder zwei (Bogen-)Auflagen mit und ohne EAN Feld gibt, kann man die Unterscheidung anhand des Rasters der Farbe Cyan machen.



Die Rasterwinkel sind identisch. Cyan liegt hier auf 75° aus der Senkrechten. Allerdings unterscheiden sich die Rasterpunkte.

Gut zu sehen in dem Bereich über dem Stiel zeigt die Nachauflage links eine verbundene Kette cyanfarbener Punkte, während die ursprüngliche Auflage ohne EAN Feld rechts die Punkte alleinstehend zeigt.



In der Blütenblattteilung auf der linken Seite der Marke liegen die Rasterpunkte der Nachauflage links sehr eng aneinander (fast eine doppelte Anzahl) und sind kleiner, während sie in der ursprünglichen Ausgabe rechts größer sind und weiter auseinander stehen.



Unterscheiden lässt sich auch die Farbschicht der Wertangabe und der Länderbezeichnung.

Die UV-Fluoreszenz unterscheidet sich nicht wesentlich und auch die IR-Fluoreszenz findet sich bei beiden Marken zusätzlich im Bogenrand, wahrscheinlich in der Farbe Magenta.

Viele Grüße
Ben.
 
Ben 11 Am: 15.02.2019 11:46:59 Gelesen: 14342# 553 @  
@ Ben 11 [#552],

Die beiden Ausgaben der "Schokoladen-Kosmee" zu 70 Cent verraten uns nichts zu ihren Unterschieden. Meine beiden Ausgaben scheinen identisch zu sein. Die Rasterwinkel sind wieder Gelb 0°, Magenta 45°, Cyan 75° und Schwarz 15° (gemessen aus der Senkrechten im Urzeigersinn laufend).



Es gibt aber schöne drucktechnische Besonderheiten, die ich hier mal zeigen und erklären möchte.

Wir sehen auf einigen Stellen der Blüte schwarze Rasterpunkte in zwei verschiedenen Winkeln, im Bild am Pfeil Nr.1 in 75° und am Pfeil Nr.2 in 15° laufend. Ein interessanter Effekt, der hier entsteht. Das "übereinander Drucken" mehrerer durchscheinender Farben (Gelb, Magenta und Cyan) führt an der Stelle Nr.1 zu einer subtraktiven Farbmischung und erzeugt Schwarz. Man braucht also eigentlich keine 4. schwarze Farbe. Leider ist dieses Schwarz aber nur matt und wirkt auch etwas "schmutzig". Für eine kräftig glänzende schwarze Farbe druckt man diese doch lieber separat. Das sehen wir jetzt an der Stelle Nr.2 als additive Farbmischung.



Liegen die Rasterwinkel passgenau richtig zueinander, bilden die 4 Farben eine kreisförmige Rosette. Eigentlich sind solche Muster ein Moire und nicht wirklich erwünscht, da die Druckbilder unscharf werden können. Die Rosette entsteht durch das "Nebeneinander Drucken" von 4 Farben in einem bestimmten Winkel und Abstand der Punkte. Im Fall der "Offset-Rosette" wird die Kreisform durch den Betrachter nicht als störend empfunden. Wir finden diese zum Beispiel im Stiel der Marken ohne EAN Feld links im Bild.



In der Ausgabe mit EAN Feld (rechts im Bild) wird die Kreisform aufgehoben. Die Ursache hierfür kann eine leichte Passerverschiebung einer der 4 Farben sein, z.B. Cyan. Es ist aber auch möglich, dass das Ergebnis so gewollt ist, um ein Moire zu vermeiden.

Auch wenn diese beiden Ausgaben uns also keine großen Unterschiede offenbaren, gibt es doch ein paar interessante Details der Drucktechnologie zu entdecken. Es lohnt sich, mal genauer hinzusehen.

Viele Grüße
Ben.
 
Ben 11 Am: 17.02.2019 10:31:01 Gelesen: 13861# 554 @  
Guten Morgen an Alle,

HenningCGN hat eine Übersicht der Blumenmarken zur Unterscheidung ohne bzw. mit EAN Feld erstellt und auch nach Bogen- und Rollenmarken sortiert. Auf seinen Wunsch stelle ich diese hier mal ein. Die Liste enthält noch ein paar Fragezeichen. Könnt Ihr helfen, diese Fragen zu beantworten?

Viele Grüße
Ben.


 
Henry Am: 18.02.2019 10:24:00 Gelesen: 13567# 555 @  
@ Ben 11 [#554]

Alle mit Fragezeichen versehenen Ausgaben existieren mit EAN-Code nicht. Da sie derzeit auch nicht ins Entgelte-Spektrum passen, wird es sie wohl auch zukünftig nicht geben. Sollten die Entgelte-Stufen neu gebraucht werden, dürfen wir wohl mit neuen Motiven rechnen. Irgendwann wird aber auch die BLUMEN-Serie wieder abgelöst.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
Henry Am: 18.02.2019 10:34:27 Gelesen: 13562# 556 @  
@ Ben 11 [#554]

Zu der Liste als solche hätte ich folgende Anmerkungen zu machen: Die beiden untersten Zeilen sehen nach Überschrift aus. Sollten dann nach oben gesetzt werden, dann könnte erste Zeile entfallen. Oder gehören die Zeilen schon zu einer weiteren Seite? Die Übersicht ist TOP - aber: Wenn die Rollen mit ihren Unterschieden erfasst werden sollen, müssten auch die EAN-losen Rollen je eine Spalte für die vorkommende Größe erhalten (also 100, 200 und 500), dann wäre das noch eine feine Steigerung.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
gestu Am: 26.02.2019 10:58:23 Gelesen: 11950# 557 @  
Neuausgabe 01.03.2019 Traubenhyazinthe


 
Henry Am: 26.02.2019 11:53:54 Gelesen: 11933# 558 @  
@ gestu [#557]

Ergänzung hierzu: Der Bogen hat den EAN-Code 1755, die 100er Rolle den EAN-Code 1752. Mit der Marke lassen sich Büchersendungen (1x), Großbriefe mit Zusatzleistung Einwurf-Einschreiben (3x) sowie Maxibriefe über 1000g - 2000g (4x) frankieren.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
gestu Am: 04.03.2019 15:49:02 Gelesen: 10872# 559 @  
Umschlag für 8 Postzustellungsaufträge

Gebühr für PZA 345 Cent, acht mal = 2760 Cent.
Frankiert mit 23 x 120 Cent = 2760 Cent.
Gestempelt Briefzentrum 26, 01.03.2018 - 19


 
gestu Am: 08.03.2019 19:27:51 Gelesen: 5860# 560 @  
Neu am 04.04.2019

Am 04.04.2019 werden die Blumen-Sammler wieder zur Kasse gebeten:


 
Ben 11 Am: 10.03.2019 18:31:02 Gelesen: 4084# 561 @  
@ Journalist [#545]

Kann man diese Nachauflagen auch anhand des Druckrasters unterscheiden?

man kann auch die Nachauflage der 50-Cent "Aster" von ihren Vorgänger anhand des Druckrasters unterscheiden. Allerdings ist das bei dieser Marke nicht ganz einfach. Gefunden habe ich das Unterscheidungsmerkmal im Druckraster der Farbe Cyan im Bogenrand. Man erkennt die unterschiedliche Form der Rasterpunkte: in der Erstauflage sind diese rund und in der Nachauflage elliptisch.

Drucktechnisch stellt das durchaus eine Weiterentwicklung dar. Werden runde Rasterpunkte solange vergrößert, bis sie sich an den Quadranten berühren, stellt sich im Augenblick des Punktschlusses eine sprunghafte Änderung der Farbwahrnehmung ein. Man spricht von einem "Tonwertsprung" - die Farbe wirkt sofort dunkler. Diese sprunghafte Änderung ist jedoch nicht immer gewünscht. Bei elliptischen Rasterpunkten berühren sich erst die Enden der beiden langen Halbachsen und wesentlich später dann die kurzen. Die "Tonwertzunahme" wird deutlich sanfter.



Sucht man nun nach dem jetzt bekannten Kriterium, findet man auch in den Blütenblättern der Erstauflage die runde Form der cyan-farbenen Rasterpunkte.



In den Auflagen mit EAN Feld dagegen wird die elliptische Form deutlich erkennbar.



Bis jetzt ließen sich also 4 Nachauflagen anhand des Druckrasters und anderer Merkmale von ihren Vorgängern unterscheiden.

Viele Grüße
Ben.
 

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