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Thema: (?) (434/442) Altdeutschland Bayern Eingehende Briefe
Das Thema hat 453 Beiträge:
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bayern klassisch Am: 20.07.2020 21:36:10 Gelesen: 5019# 429 @  
@ Gernesammler [#428]

Hallo Rainer,

fachlich kann ich zu deinen beiden Briefen nichts beitragen, weil zu spät für mich verschickt, aber 2 nette Briefe der Goldküste nach Bayern hat nicht jeder - klasse gemacht!

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 21.07.2020 20:08:26 Gelesen: 4912# 430 @  
Hallo Sammlerfreunde,

nochmals zwei Briefe an Herrn Professor Dr.Hauser in Erlangen, diesmal beide aus Australien Queensland.

Der erste Brief vom 22.7.1904 wurde mit einer 2 1/2 Pence Marke (Queen Victoria) frankiert und in Cooktown aufgegebeb, hier wurde mit dem Nr.Stempel 17 und dem Stempel von Cooktown abgestempelt am 28.7.1904 dann in Brisbane von wo er seine Reise nach Erlangen antrat wo der Brief am 5.9.1904 zur Ausgabe kommen sollte, siehe Ausgabestempel Erlangen und dem Briefträgerstempel Nr.12.

Der Herr Professor war aber zu diesem Zeitpunkt dort nicht anzutreffen sondern in einer Villa "Santa Maria" in Berkenried am Vierwaldstätter See in der Schweiz wohin der Brief nachgesendet wurde und dort am 6.9.1904 zur Ausgabe kam.

Auf der Vorderseite ist links in der Mitte eine 55 hat dies etwas mit der Nachsendegebühr zu tun?



Der zweite Brief war vom 14.8.1905 und wurde in Ayton aufgegeben, frankiert wurde hier mit einer 2 Pence Marke (Queen Victoria) und einer Marke zu einem halben Penny, gestempelt mit Nr.Stempel 45 und dem Stempel von Ayton.

Von Ayton aus wurde der Brief am 15.8. in Cooktown gestempelt, dann weiter spediert nach Brisbane wo er am 30.8. weitergeleitet wurde nach Erlangen.

Hier kam der Brief dann am 23.9.1905 zur Ausgabe, gestempelt Zweikreisstempel Erlangen 1 und dem Briefträgerstempel Nr.12.

Gruß Rainer


 
Magdeburger Am: 24.07.2020 10:48:01 Gelesen: 4736# 431 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute mal ein Portobrief, wie ich ihn so noch nicht habe:



Am 14.03.1851 am Bahnhof Fürstenwallufer aufgegeben und an Herrn Louis Rose Adr p. Herrn Theodor Schmidt (in) Baireuth gesendet.

Siegelseitig notierte man 4 Sgr. Portoforderung und er lief über Halle - Erfurt - Hof. Weiterhin ist die Ankunft einen Tag später dokumentiert.

In Hof wurden die siegelseitigen 4 Sgr. nun richtig die Portoforderung von 12 Kreuzer im Auslagestempel vermerkt. Prinzipell hätte man schon in Magdeburg die 12 Kreuzer vorderseitig notieren sollen, da dies auch der aufgebenden Post zugestanden hat.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bayern klassisch Am: 24.07.2020 14:01:59 Gelesen: 4719# 432 @  
@ Magdeburger [#431]

Lieber Magdeburger,

ein attraktiver Brief - gefällt mir sehr gut und hätte ich auch genommen. :-)

Aber die Aufgabepost hatte sowohl hinten 4 Sgr. und vorne 12 Kreuzer notiert, wie man an derselben Tinte sieht. Bayern hat damals praktisch nie in blauer Tinte taxiert.

Nur der Auslagestempel war eigentlich überflüssig, weil er ja allein dafür gedacht war, das fremde Porto aufzuzeigen, um es optisch vom bayerischen Porto zu trennen, was ja hier nicht notwendig war, weil es im DÖPV ja nur ein Gemeinschaftsporto gab, das, wie du richtig geschrieben hast, allein der Aufgabepost zustand.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bayern klassisch Am: 30.07.2020 14:35:51 Gelesen: 3948# 433 @  
Liebe Freunde,

die Postverhältnisse Badens zu Bayern sind eher simpel und kennen nur sehr wenige "Knobler". Aber der hier ist wahrlich nicht einfach zu interpretieren, jedenfalls nicht für mich und all die, die ich wegen ihm bisher befragt habe:



Großer Faltbrief ohne Inhalt und Datierung aus dem badischen Heiligenberg, lt. Feuser ab 1836 bekannt, nach Castell in Franken an den Grafen Friedrich Ludwig (Heinrich) zu Castell - Castell.

1. Problem: Der Aufgabestempel hat kein Datum innen, wie sonst immer, was die Möglichkeit zuläßt, dass er hier als Fahrpoststempel eingesetzt wurde. Diese Spezialtitäten gab es in Baden und Bayern hin und wieder.

2. Problem: Wäre es ein Fahrpostbrief gewesen, wäre die Fahrposttaxe in Anwendug zu bringen gewesen, was nicht der Fall war und Manualnummern hat er auch keine.

3. Problem: Der Brief zeigt zwei Mal die badische Taxe von 30 Kreuzern, aber je von anderer Hand geschrieben, wobei die Hand unten die 30 ligaturig schrieb und damit mehr Routine mit Zahlen hatte, als die Hand oben. Aber hätte eine so kleine Poststelle wie die von Heiligenberg tatsächlich 2 Postler gehabt, die denselben Brief noch dazu identisch taxierten?

4. Problem: Der Laufweg ist nicht klar, vermutlich ging es via Stockach, Donaueschingen, Offenburg und Heidelberg nach Würzburg. Ein einfacher Badenbrief durfte bis zu einem 3/4 kölnischen Loth wiegen, demnach wäre er nach der Progression 12, 18, 24 und 30 Kreuzer in der 4. Gewichtsstufe gelegen.

5. Problem: Bayern taxierte nach Münchener Halblothschritten (8,75g) und kam für sich zu einer Taxe von 12 Kreuzern (3x, 4,5x, 6x, 7,5x, 9x, 10,5x und 12x unter 6 Meilen Entfernung von der Grneze), womit er in Bayern in der 7. Gewichtsstufe gelegen hätte - das passt trotz der Gewichtsdifferenzen nicht wirklich gut.

6. Problem: Nachdem man sinnloserweise 2 Auslagestempel in Würzburg für den selben Betrag abschlug, notierte man unter dem Oberen die eigenen 12 Kreuzer, womit wir ein Totalporto von 42 Kreuzern vor uns hätten. Aber man vermerkte keine 42 Kreuzer, sondern tatsächlich 45 Kreuzer, um eben diese wieder zu streichen, ohne einen anderen (richtigen?) Taxbetrag zu vermerken. Möglich wären auch 3 Kreuzer Bestellgeld von der letzten Post (Castell erhielt erst 1857 eine Postexpedition, zuvor war für diesen Ort das 16 km entfernte Kitzingen zuständig) Kitzingen.

Siegelseitig findet sich nur der Halbkreiser von Würzburg vom 28.7.18??, wobei diese Type ab 1834 gelistet ist, so dass wir wohl einen Brief der späten 1830er Jahre vor uns haben sollten.

Absender war wohl, trotz unleserlichem Siegel, Karl Egon II Fürst zu Fürstenberg (1796-1854), Empfänger Graf Friedrich Ludwig Heinrich von Castell - Castell (1791-1875).

Sachdienliche Hinweise auf die o. g. 6 Probleme nimmt jeder bayern klassisch entgegen.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 30.07.2020 21:41:15 Gelesen: 3909# 434 @  
Liebe Freunde,

für einen lieben Sammlerfreund konnte ich dieses Rosinchen schießen: Einfacher Brief bis 10 g aus St. Pierre-Les-Calais vom 3.5.1873 nach München via Paris, Straßburg, Mühlacker und Stuttgart nach München, dort am 5.5.1873 angekommen.



Die Stempelung der Marke finde ich wundervoll - 3816 - kennt jemand den Stempelzuschlag für diesen herrlichen Nummernstempel?

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Gernesammler Am: 03.08.2020 20:10:59 Gelesen: 3656# 435 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief aus New York vom 17.3.1890 an Madame Sophia Pragen in Nürnberg, dort kam der Brief am 1.4.1890 an.

Für das Franko nahm man eine Scott A56 zu 5 Cent (1888) was aber wohl für die postalische Spedition nicht ausreichte und man eine Nachgebühr von 2 Cent oben links und in blau 40 Pfennig erhob die dann der Empfänger zu zahlen hatte.

Gestempelt wurde mit Einkreisstempel von New York, auf der Rückseite Ankunft der Einkreisstempel von Nürnberg sowie der Briefträgerstempel Nr.4.

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 03.08.2020 21:35:07 Gelesen: 3645# 436 @  
@ Gernesammler [#435]

Hallo Rainer,

es war ein Brief der 2. Gewichtsstufe an Sophia Prager, ein bekannter, mosaischer Name damals. Als Gewicht wunden 16 g vermerkt und einfache Briefe durften nur 15 g wiegen. Daher die fehlende Gewichtsstufe von 20 Pfg. verdoppelt auf 40 Pfg. Nachporto.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 07.08.2020 20:12:20 Gelesen: 3265# 437 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Franko Brief von der Firma Plate & Stosberg vom 30.8.1863 aus Remscheid (Preussen) als Rechnungsbrief über 38 Gulden 48 Kreuzer an Herrn Ritzinger in Deggendorf.

Warum steht in der Absenderseite der zu zahlende Preis mit Datum 25.8.1863 und darunter Cassa 102. am 12.5.1864?

Für das Franko nahm man eine Preussen Nr.18 zu 3 Silbergroschen, gestempelt wurde mit Zweikreisstempel von Remscheid (Feuser 2734 nachverwendete Stempel) und auf der Rückseite zur Ankunft Halbkreisstempel von Deggendorf (Winkler 12a).
Das gute Stück gab es gestern für ganze 3,- Euro also eine Bratwurst mit Pommes.

Gruß Rainer






 
bayern klassisch Am: 07.08.2020 20:34:30 Gelesen: 3261# 438 @  
@ Gernesammler [#437]

Hallo Rainer,

hier würde Bratwurst und Pommes eher 5 Euro kosten - der Brief dann aber auch!

Ich kann deine Frage nicht beantworten - vlt. hatte man ein langes Zahlungsziel vereinbart und es war auch unüblich bei einer Firma in Preussen, dass sie in rheinischen Gulden fakturierte. Oder der Empfänger hat es geschrieben, das gab es auch.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 08.08.2020 16:56:58 Gelesen: 3186# 439 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Franko Brief vom 20.9.1867 von der Firma Lebeau & Co aus Bologne Sur Mer in Frankreich an Herrn M.L. Guttmann Sohn in Siegenburg über Paris - Strasbourg - Abensberg nach Siegenburg.



Frankiert mit der Frankreich Nr. 22b (Napoleon noch ohne Lorbeerkranz) gestempelt mit Rostpunktstempel Nr. 49 sowie dem Zweikreisstempel von Bologne-S-Mer und dem PD Stempel, auf der Rückseite der Zweikreisstempel von Lille a Paris und dem Bahnpoststempel Paris a Strasbourg sowie zur Ankunft der Halbkreisstempel von Siegenburg (Winkler 12a).

Innen ist nur die Absenderadresse und nochmals das Datum.

Gruß Rainer
 
bayern klassisch Am: 08.08.2020 20:13:49 Gelesen: 3167# 440 @  
@ Gernesammler [#439]

Hallo Rainer,

ein Brief wie gemalt - du wirst noch zum Incoming-Mail-Experten für Bayern aus Frankreich!

Alles schöne Briefe (du hast jetzt schon 3 mit Unterschieden), jetzt fehlt noch ein frankierter aus dem Vertrag von 1847-58 mit 30 oder 50 Centimes, aber den finden wir auch noch irgendwann.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Martin de Matin Am: 08.08.2020 23:31:53 Gelesen: 3138# 441 @  
@ Gernesammler [#439]

Nach Billig`s Philatelic Handbook Volume III hat "B oulogne sur Mer" (nicht verwechseln mit B ologne sur Marne) den Nummernstempel 549.

Gruss
Martin
 
Gernesammler Am: 08.08.2020 23:49:35 Gelesen: 3135# 442 @  
@ Martin de Matin [#441]

Hallo Martin,

Danke für den Hinweis der Stempel ist ja nicht ganz sauber abgeschlagen jetzt kann ich diesen dann auch vernünftig ablegen.

Gruß Rainer
 
bayern klassisch Am: 09.08.2020 14:44:19 Gelesen: 3087# 443 @  
Liebe Freunde,

das exakte Datum dieses Brieffragments lässt sich leider wohl nicht mehr heraus finden, aber ich versuche mal mein bestes, es zu beschreiben.



Aufgabe am 25.4.186? bei der Bahnhofsexpedition des Saarbrücker Bahnhofs, frankiert mit 2 Sgr. für einfache Briefe über 10 bis 20 Meilen in den Postverein, hier nach Ludwigshafen in der Pfalz (104 km exakt). Die Entwertung der Marke erfolgte jedoch mit dem Bahnpoststempel Trier - Bingerbrück am selben Tag und, ja, heute kaum zu glauben, noch an nämlichem Tag erfolgte die Zustellung an das Hotel Deutsches Haus in Ludwigshafen und die Wiederaufgabe bei der Post in Ludwigshafen mit der vom Empfänger dort hinterlassenen neuen Anschrift Hotel d´Hollande in Köln.

Ludwigshafen wurde, wegen der kurz zuvor erfolgten Auslieferung an das Hotel, zur Aufgabepost und taxierte jetzt den Brief drei mal mit jeweils 3 Silbergroschen, wobei man diese zwei mal strich, um sich dann endgültig doch für 3 Sgr. zu entscheiden, die richtig waren bei einer Entfernung von 190 km (über 20 Meilen).

Die in Bläuelstift notierte 11 war wohl die Zimmernummer des Herrn Maurice Franck, jedenfalls wurde das bei der Hotelpost oft so gemacht, damit man die Briefe den Empfängern gleich bei der Schlüsselauf- oder Abgabe in die Hand drücken konnte.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Gernesammler Am: 09.08.2020 17:15:58 Gelesen: 3065# 444 @  
@ bayern klassisch [#443]

Hallo Ralph,

der Brief lässt sich bisher leider nur von 1861-1867 eingrenzen, erscheinen der Marke (Preussen) 1861 und des Stempels von Ludwigshafen (Winkler Nr.14 kleine Type 1861-72).

Leider habe ich nichts über einen Maurice Franck rausfinden können, alle Daten über diesen Namen waren zu neu.

Vielleicht könnte man es noch eingrenzen wenn man etwas über das Hotel "Deutsches Haus" in Köln oder das Hotel "de Holland" herausfinden könnte, z.B. wann gebaut oder wann umbenannt.

Hoffe jemand aus dem Forum kann da helfen, es gibt zwar das Hotel "Deutsche Haus" in Köln Bonn aber ich habe leider keine von-bis Daten gefunden.

Gruß Rainer
 
bayern klassisch Am: 09.08.2020 17:45:14 Gelesen: 3058# 445 @  
@ Gernesammler [#444]

Hallo Rainer,

bin da leider auch nicht weiter gekommen - da helfen nur Ortskundige oder ein Genie (das ich nicht war, bin und jemals sein werde) beim googeln.

Danke für deine Mühewaltung!

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bayern klassisch Am: 19.08.2020 09:37:35 Gelesen: 2487# 446 @  
Liebe Freunde,



im Rahmen der Exploration der Besonderheiten zwischen Ulm und Neu-Ulm konnte ich den hier schnappen, der am 1.9.1857 in Ulm geschrieben und zur Post gebracht wurde mit 3 Kreuzer Franko, da der Zielort, Schloß Reisenburg bei Günzburg, nur 25 km (gut 3 Meilen) entfernt lag und eine Aufgabe in Neu-Ulm keine Ersparnis nach sich gezogen hätte.

Absender war die Firma Gebrüde Leube, Ulm, [1] die eine Zementfabrik betrieben.

Liebe Grüsse von bayern klassisch

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Ernst_Leube
 
Gernesammler Am: 30.08.2020 15:44:58 Gelesen: 1585# 447 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Postkarte aus Berlin vom 28.12.1872 nach Fürth an Herrn Karl Königsbereger dort kam die Karte am 30.12.72 zur Ausgabe.

Für das Franko verklebte man eine Deutsches Reich Mi.Nr. 18 Adler mit großem Brustschild zu 1/2 Groschen, gestempelt mit Ra3 Rahmenstempel Berlin Post Exe. 20 Gesundbrunnen (KBHW 468 C) und zur Ankunft Einkreisstempel von Fürth (Winkler 20 b hohe Grotesk Schrift, lila 29 mm).

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 06.09.2020 19:44:23 Gelesen: 1184# 448 @  
Hallo Sammlerfreunde,

ich habe mal wieder zwei Belege bekommen aus Berlin an die Mechanische Weberei in Hof.

Der erste Beleg ein Franko Brief vom 27.11.1865 von Herrn W.F. Bracker an die Mechanische Weberei in Hof, hier kam der Brief am 28.11.1865 zur Ausgabe.
Für das Franko nahm man eine 3 Kreuzer Marke für Briefe im Fernverkehr unter 1 Loth und über 20 Meilen.

Die Marke ist entweder abgefallen oder aber jemand hat diese später vom Brief gelöst, das kann man nicht mehr nachvollziehen. Gestempelt wurde mit Zweikreisstempel Berlin PE.N.25 (KBHW 505b, 21.11.1865-14.4.1869), auf der Rückseite der Ankunftsstempel von Hof BE am 28.NOV.



Das zweite Poststück ist eine Postkarte vom 30.10.1880 von Bodenstein & Alexander die eine Bestellung in der Mechanischen Weberei Hof aufgaben, in Hof kam die Karte am 31.10.1880 zur Ausgabe.

Frankiert wurde mit DR Nr.40 zu 5 Pfennig, gestempelt mit Einkreisstemnpel Berlin 1 C à (KBHW 172 Latein) und dem Ankunftsstempel von Hof einem Einkreisstempel.



Gruß Rainer
 
bayern klassisch Am: 06.09.2020 20:57:10 Gelesen: 1178# 449 @  
@ Gernesammler [#448]

Hallo Rainer,

wenn der Brief aus 1865 stammt, muss auf ihm eine 3 Silbergroschen - Marke von Preussen geklebt haben.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 06.09.2020 21:17:27 Gelesen: 1177# 450 @  
@ bayern klassisch [#449]

Hallo Ralph,

stimmt, mein Fehler, musste schnell gehen und nicht mehr überlesen.

Gruß Rainer
 
bignell Am: 13.09.2020 15:12:19 Gelesen: 764# 451 @  
Liebe Freunde,

Briefumschlag mit einer Brustschild-Groschenmarke des Deutschen Reichs gesendet aus Saarbrücken am 18.6.1873 an die Verwaltung des städtischen Gaswerks in Ludwigshafen, dort am 19.6. eingelangt:



Der zuständige Beamte dürfte ein sparsamer Mensch gewesen sein, denn er faltete die unbeschriebene Rückseite um sie sowohl als Umschlag als auch als Briefbogen zu verwenden:



Gesendet am 2.9.1873 von Ludwigshafen nach Grünstadt, frankiert mit Bayern drei Kreuzer, der Tag am Grünstadt-Stempel leider etwas verschmiert, dadurch kann ich nicht sagen ob am 2. oder 3.9. dort eingelangt. Auf diese Weise ist eine kuriose Pseudomischfrankatur der roten Marken zweier verschiedener Länder entstanden.

Liebe Grüße, harald
 
bayern klassisch Am: 13.09.2020 15:45:46 Gelesen: 761# 452 @  
@ bignell [#451]

Hallo Harald,

sehr schön - wenn man solche Schmankerl bekommen kann, soll man sie sich auch schnappen, denn häufig ist das nicht.

"By the way": Es ist schon eigenartig, wie wenige Briefe mit Brustschildmarken es nach Bayern gibt.

1/3 Groschen als Drucksache ist nicht häufig, 1/2 Groschen auf Postkarte kann man noch bekommen, 1 Groschen auf einfachem Brief gibt es häufiger, 2 Groschen auf schwerem Brief ist schon recht selten und 3 Groschen auf Einschreibebrief ist schon gar nicht häufig; 4 Groschen auf schwerem Einschreibebrief ist eine Rarität und alles andere, also Muster ohne Wert, Briefe mit Rückschein, Postanweisungen, Expressbestellungen, poste restante Poststücke usw. sind echte Seltenheiten, obwohl es auch davon doch recht viele geben müsste. Dabei reden wir nicht von Postmandaten, Laufzetteln, Unterfrankaturen und Retourbriefen bzw. Nachsendefrankaturen, die oft Unikatscharakter haben.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 16.09.2020 20:08:15 Gelesen: 518# 453 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Franko Brief aus Coburg vom 6.12.1872 an Fräulein Anna Stadtmüller, die Postadresse war wohl bei Herrn Leonhard Döhler an der Museumsbrücke in Nürnberg.

Für das Franko nahm man eine Deutsches Reich Nr.9 zu 3 Kreuzer in der Guldenwährung (kleiner Adler), gestempelt mit Einkreisstempel von Coburg auf der Rückseite zur Ankunft der Einkreisstempel von Nürnberg (Helbig 23b) und der Briefträgerstempel Nr.11.

Gruß Rainer


 

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