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Thema: (?) (423/427) Formulare der Post
Das Thema hat 432 Beiträge:
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mumpipuck Am: 20.08.2020 01:39:47 Gelesen: 11993# 408 @  
@ epem7081 [#404]

Hallo Edwin,

der Tagesstempel mit UB "zz" zeigt, dass der Beleg aus einer Partnerfiliale stammt. Bis heute gibt es sehr kleine Partnerfilialen, die mit keinerlei EDV ausgestattet sind! Das sind in der der Regel von der Deutsche Post Service betriebene eigene Filialen in Orten, in denen Versorgungspflicht besteht, aber kein Partner im Einzelhandel gefunden werden konnten. Sie sind in der Regel nur 1 Stunde pro Tag geöffnet und oft recht provisorisch. Es werden nur die wichtigsten Leistungen, sog. "Basisdienstleistungen" angeboten.

Die nachfolgend gezeigten Filialen in meinem Sammelgebiet in Escheburg, Hamburg-Ochsenwerder und Wohltorf (mit Innenansicht) sind m.W. alle heute noch so aktiv.




Herzliche Grüße
Burkhard
 
epem7081 Am: 29.08.2020 10:32:31 Gelesen: 11039# 409 @  
@ mumpipuck [#408]

Hallo Burkhard,

verspätet zwar aber trotzdem vielen Dank für Deine aufklärenden Hinweise. Ich habe darauf hin nun als Heimatchronist mit dem Stempeldatum in meinem Bilderbestand recherchiert und konnte nun feststellen: Nach Schließung der Poststelle in Kirchheim am Ries zum Jahresende 1996 wurden in den nachfolgenden Jahren mehrfach wechselnd Partnerfilialen betrieben. Mein handschriftlicher Beleg stammt aus der im Herbst 2007 eingerichteten Postfiliale auf der Goalstrasse in Kirchheim am Ries. Dazu auch mein Bild von der Außenansicht.



Mit der Schließung dieser Filiale zum 31.10.2011 ging die Zeit der örtlichen Präsenz der Deutschen Post AG in unserer Gemeinde zu Ende. Lediglich mit mehreren Briefkästen tritt die "Gelbe Post" vor Ort noch in Erscheinung. Briefmarken können noch auf dem Rathaus erworben werden.

Kann das der Fortschritt auf dem Lande sein?

Mit freundlichen Grüßen
Edwin
 
DL8AAM Am: 29.08.2020 19:11:57 Gelesen: 10959# 410 @  
Mal wieder ein Postformular, wenn auch aus der Schweiz. ;-)



"Empfangsschein" für ein Einschreiben nach Deutschland, mit Tagesstempel 4001 BASEL 1 p vom 05.04.1983.

Beste Grüße
Thomas
 
Heinrich3 Am: 08.09.2020 18:06:23 Gelesen: 10093# 411 @  
Hallo,

diese Vordrucke sind sicher noch gar manchen in Erinnerung. Man konnte bar bei der Post einzahlen.

Daher meine ich, daß diese Stempel auch Poststempel sind.

Aber wer kann mir sagen, was die Buchstaben hinter dem Datum und die Buchstaben/Zahlen in der 2. Zeile bedeuten?

Die Ziffern links oben sind eine laufende Nummer, das habe ich heraus bekommen.

Danke!


 
Uwe Seif Am: 08.09.2020 19:16:47 Gelesen: 10081# 412 @  
@ Heinrich3 [#411]

Hallo,

die Buchstaben hinter dem Datum waren einem Beamten zugeordnet, der diese vor Dienstbeginn einsteckte. Mitte: Buchstabe = Unterscheidungsbuchstabe; Zahl = Bezirksnummer

Gruß
Uwe
 
Heinrich3 Am: 08.09.2020 20:31:06 Gelesen: 10062# 413 @  
@ Uwe Seif [#412]

Danke Uwe, das ging ja schnell. Es ist schön, daß (fast) immer jemand Bescheid weiß.

Heinrich
 
epem7081 Am: 17.09.2020 23:59:22 Gelesen: 8998# 414 @  
Hallo zusammen,

ergänzend zu: [#216], [#256], [#259], [#312], [#337], und [#314] kann ich hier eine weitere Variante vom Postformular "IHRE SENDUNG IST DA!", hier Päckchenabholung 1 DHL-Päckchen vom 11.09.2020 (Label), mit neuer veränderter Druckaufschrift 04/2019 912-673-000 vorstellen.



Das abzuholende Päckchen trug das Gegenstück zur Benachrichtiguzngskarte



Wünsche allen, dass erwartete Sendungen auch bei Abwesenheit letztlich doch ihr Ziel erreichen.

Für heute Gute Nacht
Edwin
 
epem7081 Am: 18.09.2020 03:39:05 Gelesen: 8983# 415 @  
Hallo zusammen

zur Bereicherung des Spektrums von Beutelfahnen: [#2], [#10], [#19], [#25], [#89], und [#379] hier zwei Varianten aus meinem Fundus:



Die Beförderung erfolgte mit BAHNPOST HANNOVER - FRANKFURT (MAIN) in den Leitbereich BREMERVÖRDE 274.

Dabei interessiert mich als Laie, ob die unterschiedliche Farbe des schrägen Balkens eine Bedeutung hat?

Mit freundlichen Grüßen
Edwin
 
DL8AAM Am: 06.10.2020 04:46:48 Gelesen: 7365# 416 @  
@ Heinrich3 [#411]

Hier ein abweichendes, weiteres Beispiel aus dem Geldverkehr der damaligen Deutschen Bundespost



"Einlieferungsschein" für den einzahlenden Kunden, mit Postannahmestempel aus Hannover-Herrenhausen vom 28.12.1965. Wie @ Uwe Seif in [#412] ausführt hat, handelt es sich bei der Buchstabenkombination vl um die Kennung des jeweiligen Postbeamten, a ist der (Stempel-) Unterscheidungsbuchstabe und bei der 22 handelt es sich um die Bezirksnummer; 12346 ist die "Einlieferungsnummer", eine laufende Vorgangsnummer.

Wie nennt man diese Stempel (post- und/oder philatelie-) offiziell?

Was ist das für eine Stempelform? Die Rechteck-Formen, siehe auch [#411], scheinen keine obere Begrenzungslinie aufzuweisen?

In meinem Fall findet sich, im Gegensatz zu [#411], keine Angabe eines Empfängerkontos auf dem Einlieferunsgschein. Handelt es sich also um eine Geldanweisung, die dem Empfänger in bar ausgezahlt wurde?

Was sind das für Bezirke? Bundesweit oder nur innerhalb einer Region (OPD, Postgiroamtregion)?

Beste Grüße
Thomas
 
jmh67 Am: 06.10.2020 08:39:13 Gelesen: 7333# 417 @  
@ DL8AAM [#416]

Teilantwort:

In der Stempeldatenbank haben wir eine Rubrik "Postanweisungsbezirksstempel", da stehen allerdings nicht viele drin. Ein ähnlicher Stempel aus Tönning ist aber als Rechteckformstempel dort eingetragen, einer aus Leipzig (noch) inkorrekt als Rechteckstempel.

Der Einlieferungsschein stammt von einer Postanweisung, der eingezahlte Betrag wurde i.d.R. dem Empfänger bar ausgezahlt. Das rosa Papier ist typisch für Postanweisungen.

Die Bezirke sind mir allerdings böhmische Dörfer.

-jmh
 
Uwe Seif Am: 06.10.2020 11:26:12 Gelesen: 7310# 418 @  
@ DL8AAM [#416]
@ jmh67 [#417]

Hallo,

diese Stempel wurden von der Post als "Bezirksstempel" bezeichnet. Kleinere Ämter hatten nur Zweizeiler (Nummer/Ort) im Gebrauch.

Die Bezirksnummern waren den einzelnen Reichspostdirektionen zugeordnet und wurden nach dem 2. Weltkrieg weiterverwendet.

Das rosafarbene (bis rotfarbene) Formular war für Postanweisungen (gab es auch für den internationalen Verkehr) vorgesehen - es kam dann der berühmte Geldbriefträger, der das Geld in bar ausbezahlte.

Gruß
Uwe Seif
 
drmoeller_neuss Am: 06.10.2020 13:24:32 Gelesen: 7272# 419 @  
@ Uwe Seif [#418]

Ich erinnere mich auch noch an die roten Karten, die vor knapp 20 Jahren abgeschafft wurden. Wer heute Bargeld in Deutschland transferieren möchte, muss das mit einem privaten Anbieter (z.B. WesternUnion) machen. Auf den kleinen Poststellen wurde die Gebühr noch in Briefmarken verrechnet, was interessante Belege lieferte.

Bargeld hat heute im Alltag an Bedeutung verloren. Bis in die siebziger Jahren war die Rentenauszahlung "bar auf die Tatze" die Regel, und entsprechend viel hatte die Post zu Monatsbeginn zu tun.

Es gab in den Städten Geldbriefträger, die das Privileg der eigenen Dienstwaffe hatten. Auf dem Land hat das der normale "Briefträger" nebenbei mit besorgt.

Der wohl berühmteste Geldbriefträger war Walter Spahrbier, der als Glücksbote für verschiedene Fernsehlotterien bis zu seinem Tod, zuletzt in Wim Thoelkes "Großer Preis" einer der bekanntesten Personen der deutschen Fernsehgeschichte war. Für seine Fernsehauftritte wurde er für wenige Tage pro Monat freigestellt, in der restlichen Zeit war er für die Deutsche Bundespost im Dienst.
 
DL8AAM Am: 06.10.2020 13:58:13 Gelesen: 7263# 420 @  
@ jmh67 [#417]
@ Uwe Seif [#418]
@ drmoeller_neuss [#419]

Super VIELEN DANK Euch drei für die schnelle Beantwortung. An Walter Spahrbier kann ich mich übrigens auch noch so wage aus meiner Kinderzeit erinnern, zumindest sagt mir der Name etwas.

Das sind übrigens ganz interessante kleine Nebenschauplätze der Postgeschäfte, über die man sonst eigentlich recht selten mal etwas "tiefergehendes" zu sehen bekommt. Deshalb ein doppelter Dank, auch damit das hier auch mal beschrieben und sichtbar wird. Vielleicht macht ja auch mal jemand "mit Ahnung" einen eigenen Thread dafür. auf ;-)

Beste Grüße
Thomas
 
Uwe Seif Am: 06.10.2020 15:20:05 Gelesen: 7247# 421 @  
@ epem7081 [#415]

Hallo Edwin,

die unterschiedlichen Farben sind wohl herstellungsbedingt, auch die der Beutelfahnen selbst.

Viele Grüße
Uwe Seif
 
hubtheissen Am: 06.10.2020 20:15:42 Gelesen: 7151# 422 @  
Hallo,

zunächst ein Formular aus der DDR.

Postmietbehälter konnten auch als Selbstbucher abgerechnet werden.



dann eine Zeitungsstammkarte



und schließlich eine Abrechnung von Zollgebühren



Gruß

Hubert
 
epem7081 Am: 20.10.2020 16:41:33 Gelesen: 5493# 423 @  
Hallo Formularspezialisten,

bei der Übernahme einiger lokaler Poststempel vergangener Zeiten kam mir auch dieser Beleg im meine Sammlung. Postkarte Postsache mit der Kennung C 154 - Din 476 O 12.32.



Vermutlich diente sie dem Sammler nur zur Dokumentation des Stempels, der mit seinem "Tiefgang" allerdings fast eingedruckt erscheint. Die Rückseite macht deutlich, dass es hier bei der Verwendung um Mitteilungen in Postscheckangelegenheiten geht. Die Gestaltung der Anschriftenseite läßt darauf schließen, dass Adressaten weniger postintern, sondern vielmehr bei den Kontoinhabern zu finden sind.

Gibt es unter den Sammlern im Forum gelaufene Exemplare, die die Handhabung deutlich machen? Ich bin auf ein Echo gespannt !

Mit freundlichen Sammlergrüßen
Edwin
 
hubtheissen Am: 20.10.2020 21:07:51 Gelesen: 5416# 424 @  
Hallo,

ich zeige die Formularkarte für einen Antrag auf Änderung der Lieferanschrift einer Zeitung:



Gruß
Hubert
 
mumpipuck Am: 20.10.2020 21:36:13 Gelesen: 5407# 425 @  
@ epem7081 [#409]

Ja, das sieht auch sehr nach Deutsche Post Service - Filale aus. Zumindest ist nicht zu erkennen, welche Geschäfte sonst in der "Partnerfiliale" abgewickelt werden könnten. :-)

Burkhard
 
Uwe Seif Am: 21.10.2020 07:45:30 Gelesen: 5329# 426 @  
@ epem7081 [#423]

Hallo Edwin,

dies ist nichts anderes als ein Postkarten-Vordruck für Mitteilungen an andere Dienststellen oder Kunden. Der "Teil"-Vordruck sollte die Arbeit erleichtern (bei größeren Dienststellen war alles vorgedruckt).

Deine Karte wurde wohl für die Stempelbestandkartei verwendet -hierauf deutet der handschriftliche Vermerk "bis Jan. 36" hin.

Viele Grüße
Uwe Seif
 
fogerty Am: 26.10.2020 11:23:06 Gelesen: 4649# 427 @  
Eine " Post-Aufgabe-Vignette" von 1893 aus der K.und K.-Zeit. Die Bezeichnung Vignette ist für mich nicht ganz verständlich, vielleicht gibts dafür Experten.



Grüße
Ivo
 
juju Am: 27.10.2020 21:09:04 Gelesen: 4422# 428 @  
Hallo zusammen,

Ich zeige eine Quittung für eine Bareinzahlung aus dem Jahr 1961:



Der Stempel stammt aus dem Ortsteil Rachtig des heutigen Ortes Zeltingen-Rachtig.

Beste Grüße
Justus
 
bovi11 Am: 27.10.2020 21:25:11 Gelesen: 4413# 429 @  
Eine Empfangsbestätigung für eine Bargeldlieferung über 5.000,00 DM an das Postamt Bünde in Westfalen am 15.8.1953


 
Rainer HH Am: 31.10.2020 20:32:05 Gelesen: 4299# 430 @  
Hallo,

Telegramm aus Hamburg nach Berlin vom 15.08.1961



Die Telegrammgebühr in Höhe von 3,- DM wurde rückseitig verklebt.



Gruß Rainer
 
epem7081 Am: 03.11.2020 18:38:34 Gelesen: 3626# 431 @  
Hallo zusammen,

Bescheinigungen über den Bezug von Postwertzeichen gehören sicher zu den wenig spektakulären Formularen der Post, wandern vielfach sogar in die „runde Ablage“? Heute bekam ich nun eine mir neue Variante ausgehändigt. Das Posthorn steht wieder oben an. Der QR-Code ist satt eingebettet. Dieser Wandel schien mir wert, einige vorhergehende Ausführungen zum Vergleich zu präsentieren. Das kann gewissermaßen als Fortsetzung zu meinem Beitrag [#404] gelten.



In allen drei Varianten werden die erworbenen Postwertzeichen ausdrücklich benannt. Ob da nach meiner Zukunftsvision eines Tages gleich die Michel-Nummer beigesetzt wird? Bei den Belegen aus den Filialen Unterschneidheim und Bopfingen wird man außerdem um eine Reaktion zur Kundenzufriedenheit gebeten. Für das Postamt in Nördlingen besteht dagegen wohl weniger Interesse?

Allen Sammlern einen wachen Blick auf die philatelistischen Kleinigkeiten wünscht
Edwin
 
juju Am: 21.11.2020 17:20:30 Gelesen: 1116# 432 @  
@ heide1 [#157]

Hallo zusammen,

ich kann ähnliche Zettel wie im obigen Beitrag zeigen. Sie sind aber nicht aus Karton, sondern aus dünnem Papier. Kennt jemand den Zweck dieser Zettel? Sie wurden lt. Vermerk im Juli 1993, also nach Einführung der neuen PLZ, gedruckt.



Beste Grüße
Justus
 

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