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Thema: Halbierung von Marken
Das Thema hat 47 Beiträge:
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Manne Am: 07.12.2014 10:03:05 Gelesen: 23744# 23 @  
Hallo,

war diese Halbierung Bedarf und somit zulässig?

Gruß
Manne


 
Saguarojo Am: 07.12.2014 10:13:57 Gelesen: 23736# 24 @  
Hier ein Brief innerhalb von Mexiko von Nogales nach Mexico City vom 9.7.1914 mit einer halben 10c. Transitorio-Marke. Dieses Provisorium wurde hier 10 Tage früher verwendet, als es offiziell erlaubt war. Die Ursache waren Lieferschwierigkeiten von Marken in den wirren des Bürgerkrieges.


 
Saguarojo Am: 07.12.2014 10:17:59 Gelesen: 23734# 25 @  
Brief innerhalb von Mexiko von Hermosillo nach La Paz vom 13.6.1914 auch mit einer halben 10c. Transitorio-Marke. Diese wurde hier über einen Monat früher verwendet, als es offiziell erlaubt war. Offiziell genehmigt vom 19. bis 21.7.1914.


 
mausbach1 Am: 07.12.2014 11:42:19 Gelesen: 23715# 26 @  
Auch in Persien wurden Halbierungen verwandt, und zwar in den 1880er Jahren. Nicht ganz legal, sie wurden von einem österreichischen Händler initiiert und mit Hilfe eines nicht ganz koscheren Postlers auf Belege gepappt und gestempelt.
 
bignell Am: 07.12.2014 12:15:49 Gelesen: 23703# 27 @  
Diese Doppel-Halbierung, die eine 20 Heller-Portostufe darstellt (15H+25H jeweils halbiert, Prag 1919) mag zwar durch Fehlen einer entsprechenden Marke nach dem Krieg erklärbar sein, aber das Aussehen weist glaube ich eindeutig auf die philatelistische Motivation hin:



Lg, harald
 
merkuria Am: 18.12.2014 22:36:20 Gelesen: 23565# 28 @  
Kaiserreich China

Foochow - Provisorium 1903, nur gültig am 22., 23. und 24 Oktober!


 
Heinrich3 Am: 23.07.2015 11:57:46 Gelesen: 22323# 29 @  


Bolivien war noch nie ein reiches Land. So erklärt sich, daß dieser Brief aus 1944 (laut rückseitigem Ankunftsstempel von Buenos Aires) eben mit 1 1/2 Michel Nr. 302 Langschwanz-Chinchilla versandt werden mußte. Schließlich war auch noch Krieg.

Gruß Heinrich
 
Heinz 7 Am: 23.07.2015 22:17:41 Gelesen: 22258# 30 @  
@ italiker [#1]

Vermutlich die meisten Länder haben auch Halbierungen, teils auch weitere seltsame Einteilungen (Drittelungen/Viertelungen). In der Schweiz-Philatelie gab es im XIX. Jahrhundert ein paar von der Post akzeptierte solche Verwendungen, die in der Regel sehr selten und teuer sind. Natürlich haben sie auch die Aufmerksamkeit der Fälscher auf sich gezogen, und so gibt es viele dubiose Stücke/Fälschungen/strittige (unüberprüfbare) Stücke. Ein weites Feld...

Auf dem Gebiet Rumänien 1858-1871 (1.-8. Ausgabe) gibt es nicht sehr viele akzeptierte Halbierungen. Altmeister Fritz Heimbüchler hat einige davon in seinem zweiten Handbuch vorgestellt. Bei den späteren Ausgaben 1872-1900 (9.-14. Ausgabe) gibt es mehr Halbierungen, aber sie sind teilweise umstritten und es gibt viele Fälschungen. Kaum eine Halbierung ist eine anerkannte, teure Rarität. Auch darüber können wir gelegentlich plaudern.

Anbei zeige ich Euch auch eine Seltenheit mit einer Rumänien-Halbierung



Portomarken gibt es seit 1881. Michel Nr. 4 ist 30 Bani kastanienbraun (1881). Ich will meine Meinung über diesen Brief noch nicht offenlegen und bin gespannt, ob jemand etwas dazu zu sagen hat.

Freundliche Grüsse
Heinz
 
Heinz 7 Am: 24.07.2015 23:03:18 Gelesen: 22190# 31 @  
Meines Wissens wurde noch keine der seltenen und zum Teil sehr teuren Schweiz-Klassik Halbierungen gezeigt.

Den hier abgebildeten Brief (leider nicht in meinem Besitz, sondern aus der herrlichen Silvain Wyler Sammlung (2009) habe ich im Thema "Schweiz Dauerserie Strubel Ausgabe 1854 ff" etwas erläutert.



Es gibt nur sehr wenige solcher "Strubel: 40 Rp."-Frankierungen!

Schöne Grüsse

Heinz
 
10Parale Am: 25.01.2016 18:25:49 Gelesen: 20229# 32 @  
@ italiker [#1]

Hier gehört dies bestimmt nicht hin, höchstens wenn man den Tittel "Halbierung von Marken" nicht ganz so ernst nimmt - vielleicht nach dem Motto: 2 halbe Marken sind auch eine Ganze.

Liebe Grüße

10Parale


 
krasdk Am: 05.02.2016 11:06:24 Gelesen: 19947# 33 @  
Es gibt viele Philabriefe mit Halbierungen weltweit. Aber: Als am 31. März 1931 ein furchtbares Erdbeben die Hauptstadt in Nicaragua, Managua, zerstörte, waren alle Briefmarken in Flammen aufgegangen. Deshalb wurden amtlich halbierte (und somit weiter) zugelassen. Und auch vorübergehend vom Weltpostverein akzeptiert auf Auslandspost. Bis ca. Mitte Juni 1931 wurde am Schalter so frankiert.

Ich bin Sammler dieses Spezialgebiets mit Postgeschichte nach dem Erdbeben. Höre gerne von Sammlern, die so etwas liegen haben.
 
Journalist Am: 29.01.2017 09:46:36 Gelesen: 15449# 34 @  
Hallo an alle,

vor einigen Tagen habe ich beim Sortieren eine nicht alltägliche Postkarte aus dem Jahr 1969 gefunden mit einer Halbierung einer 30 Pfg. Marke:



Wie man der Karte entnehmen kann, ist zur Faschingszeit bei einer Karnevalssitzung diese Idee entstanden.

viele Grüße Jürgen
 
stempel Am: 29.01.2017 22:39:47 Gelesen: 15409# 35 @  
Guten Abend heute Abend,

In der Bucht konnte man heute an einem Wettangeln für eine Halbierung teilnehmen:



Zu gewinnen gab es eine Ortsdrucksache aus der PP 19 mit 400 TDM portorichtig frankiert. Der Köder von 23,06 € plus Versandkosten brachte den Sieger auf das Treppchen.

Eine gute Nacht wünscht
Dieter
 
Sachsendreier53 Am: 27.02.2017 11:28:01 Gelesen: 15066# 36 @  
Ergänzend zu [#8]und [#23]

Deutsche Besetzungsausgabe (Polen), Briefstück mit Ausg.vom 23.9.1915, Nr.1, 5 Groszy mit Überdruck 6, (Warschauer Sirene, Stadtwappenfigur), Halbierung, gestempelt mit Stadtpoststempel (POCZTA MIEJSKA) = Stadtporto. Daneben MiNr. 1, 3(Pfg.) Ausg. vom 12.5 1915 mit Aufdruck Russisch-Polen, gestempelt WARSCHAU 10.11.1915. Halbierungen waren nur bis 10.November möglich.

mit Sammlergruß,
Claus


 
Heinz 7 Am: 29.11.2017 00:38:39 Gelesen: 10677# 37 @  
@ Heinz 7 [#30]

Rumänien hat, wie erwähnt [#30] einige Halbierungen vorzuweisen, doch nur die alten, klassischen Halbierungen der 3. bis 8. Ausgabe werden wirklich anerkannt und geschätzt. Die anderen Halbierungen (die späteren) werden von vielen Sammlern nicht wirklich geschätzt, als Fälschungen beargwöhnt und eher stiefmütterlich behandelt.

Anbei zeige ich ein Fragment mit 2 Ausgaben der 11. Ausgabe (ab 1885). Der 10 Bani-Wert (Michel Nr. 64) wurde halbiert, wohl um eine zweite 5 Bani-Marke zu haben. Beide Werte wurden sauber gestempelt Bukarest "2 NOV 87".



Offenbar akzeptierte die Postverwaltung 1887 diese Frankierung. Das Ganze sieht echt aus. Schade, dass dies kein ganzer Brief ist, sonst könnte man zu dem Stück natürlich mehr sagen.

Freundliche Grüsse
Heinz
 
Heinz 7 Am: 29.11.2017 20:55:45 Gelesen: 10604# 38 @  
@ Heinz 7 [#37]

Eine fraglos echte und meines Erachtens sehr spektakuläre Halbierung von Rumänien 9. Ausgabe kann ich anbei vorstellen.



Dieser Brief wurde 1880 von Craiova nach Leipzig gesandt. Frankiert wurde der Brief mit 2 x 10 Bani-Marken Michel Nr. 51 (1879). Anstatt einer 5 Bani-Marke klebte der Absender dazu noch eine HALBIERTE weitere 10-Bani Marke auf.

Er hatte die Rechnung aber OHNE den Postbeamten gemacht, der diese halbierte Marke nicht anerkannte. Der fehlende Betrag wurde mit blauem Farbstift notiert "0.05" und um das Ganze klar zu kennzeichnen brachte der Beamte noch einen fetten "T" - Taxstempel an. Der T-Stempel geht auf beide Marken über,
alles passt.

Eine sehr seltene Verwendung.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 29.11.2017 21:30:55 Gelesen: 10585# 39 @  
@ Heinz 7 [#38]

Neun Jahre vor 1880 (siehe Beitrag oben), also 1871, gab es einen ähnlichen Fall. Ein eingeschriebener Brief von Galatz nach Wien sollte mit 50 Bani frankiert werden. Der Absender verklebte zunächst 2 ganze und 2 halbierte 10-Bani-Marken auf Vorder- und Rückseite in zwei "Dreierstreifen" (Michel Nr. 27, 8. Ausgabe 1871)



Wieder hat der Postbeamte die halbierten Marken nicht akzeptiert und beide mit Federstrich entwertet. Vermutlich wurden zuerst nur die beiden Dreierstreifen verklebt, in der Meinung, damit die geforderten 50 Bani zu zahlen. Als die beiden halbierten Marken aber annuliert waren, fehlten 10 Bani, also wurde zusätzlich die Marke rechts oben (Vorderseite) verklebt. Damit waren die erforderlichen 50 Bani erreicht und der Brief erhielt den Stempel "P.D.".

Dieser spektakuläre Brief wird angeboten an einer Auktion, der Schätzpreis dafür ist nicht unbescheidene Euro 35'000. Ich bin gespannt, ob ein Sammler diesen Betrag auslegt, oder ob es gar ein Bietergefecht geben wird.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 08.12.2017 10:40:39 Gelesen: 10225# 40 @  
@ Heinz 7 [#39]

Der obige Brief wurde gestern in Genf an einer Auktion verkauft. Obwohl der Brief mit einem hohen Schätz- / Startpreis "in's Rennen geschickt wurde", blieb er nicht unverkauft, sondern wurde zum unteren Estimate zugeschlagen. Euro 35'000 plus Zuschlag etc.

Mehrere andere teure Raritäten (aus anderen Ländern) blieben am Donnerstag-Nachmittag an der Auktion aber liegen. Vielleicht werden sie beim Nachverkauf teilweise noch verkauft?

Einzelne Ausrufe an der Auktion waren hoch, andere tief (siehe Kommentar zum Thema "Rumänien für Sammler", mein Beitrag von heute).

Freundliche Grüsse

Heinz
 
Heinz 7 Am: 16.12.2017 16:30:32 Gelesen: 10062# 41 @  
@ Heinz 7 [#40]

In der Auktion "British Africa, feat. the estate of the late William Frazer" von Spink, London,vom 25./26.3.2004 wurden gleich zwei halbierte Marken von "Oil Riverse" verkauft:



Diese NIGER COAST "1 Pence"-Marke wurde offiziell halbiert und erhielt einen Überdruck "1/2" in violett. Diese Marke hat die Nummer Sott 52 oder Stanley Gibbons 63. Offenbar gibt es die Marke diagonal und vertikal halbiert!

2004 hatte sie einen Katalogwert von GB£ 550 (gemäss Auktionskatalog. Das Auktionsergebnis war dann £320 und £480 (gemäss "Auction results"-Liste inkl. buyer's premium von vermutlich 15 %).

Heinz
 
Holzinger Am: 16.12.2017 20:18:53 Gelesen: 10037# 42 @  
@ Heinz 7 [#41]

In einer Sammlung, die ich momentan auflöse, habe ich diese Halbierung von Guernsey vorgefunden.

Ich kann nichts weiter als Erleuterung beitragen. Evtl. kann jemand anderes beschreiben.



Was könnte man bei einer Veräußerung im Forum als Einstellungspreis ansetzen?
 
dingo Am: 17.12.2017 08:37:05 Gelesen: 10009# 43 @  
@ Holzinger [#42]

Hallo Holzinger!

Dieses ist die billigste Halbierung die II. Im Michel steht diese bei 50 € und bei Ebay wird sie zwischen 15 und 40 € angeboten. So kann jeder selbst entscheiden, was er dafür ausgeben möchte oder nicht. Was hier aber auch beachtet werden muss, der Brief darf nicht verschlossen sein. Wenn verschlossen, dann galten hier die Briefgebühren von 2 1/2 pence. Drucksachen (nicht verschlossener Brief), hier das Porto von 1 Penny. Wenn nur eine einzige Halbierung auf einer Karte war, so war diese unter frankiert. Portogebühren für Karten war 2 Pence. Was Du dafür in der PPA nehmen willst, musst Du selbst entscheiden. Vielleicht 15-20% vom Michel.

Ich stelle hier einmal vom Michelkatalog zur Halbierung die Preisnotierung mit ein. Hoffe ich konnte Dir ein wenig damit helfen.

Gruß Ingomar (Dingo)


 
Holzinger Am: 17.12.2017 10:48:42 Gelesen: 9999# 44 @  
@ dingo [#43]

Besten Dank für die Infos.

Der Brief war verschlossen (Lasche verklebt) und ist oben sauber geöffnet worden.

Für mich erhebt sich da die Frage, die wohl keiner mehr beantworten kann:

1. War er nicht verschlossen ist gelaufen und nachträglich verändert worden?

oder

2. ist er nie regulär gelaufen (Gefälligkeitsabschlag auf einem Umschlag)und ist nachträglich adressiert worden?

Auf Grund des sehr guten Zustandes tippe ich wohl mehr auf letzteres.
 
Heinz 7 Am: 17.12.2017 15:05:52 Gelesen: 9974# 45 @  
Es braucht etwas Phantasie und Sachverstand, um den hier gezeigten Papierstreifen als philatelistische Rarität zu erkennen.



In der Auktion "British Africa, feat. the estate of the late William Frazer" von Spink, London,vom 25./26.3.2004 wurde folgende Marke von "Niger Coast" verkauft:

Ausgabe 1894, halbierte Marke (1 Penny) mit rotem Überdruck "1/2", mattblau, gestempelt "Opobo River", Scott Nr. 49, SG no. 58

Das Los 626 erzielte brutto GB£ 150 (gemäss "Auction results"-Liste inkl. buyer's premium von vermutlich 15 %).

Viele dieser Marken wurden vermutlich nicht als vollwertige (ganze) Briefmarken anerkannt und weggeworfen, in der Meinung, das Stück sei defekt.

Freundliche Grüsse
Heinz
 
dingo Am: 18.12.2017 07:50:25 Gelesen: 9933# 46 @  
@ Holzinger [#44]

Es ist nicht mehr nachvollziehbar, ob regulär gelaufen oder nicht, also kann Dir keiner Deine Fragen beantworten. Viele Belege sind wie von Dir schon vermutet, vor allen Postkarten mit nur einer Halbierung ohne weiteres Porto oder Nachportostempel nie regulär gelaufen. Auch ein Teil der Briefe fallen mit darunter. Es kann auch sein, dass eine nicht wissende Person im nach hinein (obwohl der Brief regulär gelaufen), weil diese annahm alle Briefe bei einer Beförderung müssten verschlossen sein, diesen Beleg verschlossen hat. Wenn es nun so war, so war es ein Fehler.

MfG
Dingo
 
ostsee63 Am: 19.12.2017 09:08:53 Gelesen: 9889# 47 @  
Hier eine offizielle Halbierung von den Färöer. Sie wurden im Januar 1919 geschaffen, da das neue Porto mit den vorhandenen Markenbeständen nicht abbildbar war. Die ganze Geschichte ist in verschiedenen Bücher komplett dokumentiert. Die halbe Marke schaffte es dann sogar auf eine Europa-Marken der Inseln.



beste Grüße von der Ostsee
 

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