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Thema: Schlesien - Regierungsbezirke Breslau, Kattowitz, Liegnitz und Oppeln
Das Thema hat 92 Beiträge:
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volkimal Am: 27.10.2016 16:44:09 Gelesen: 31365# 68 @  
Hallo zusammen,

heute drei Orte aus dem Regierungsbezirk Liegnitz:



Jauer, das heutige Jawor ist eine Kreisstadt in der polnischen Woiwodschaft Niederschlesien. Bekannt ist die Stadt durch ihre Friedenskirche, die seit 2001 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Der Name der Stadt ist slawischen Ursprungs: Jawor = Ahorn.



Peterwitz Bz. Liegnitz, das heutige Piotrowice war ein Ort im Kreis Jauer. Es liegt ca. 4 km östlich von Jauer und hatte 1905 ca. 1200 Einwohner.



Ottendorf (Schlesien), das heutige Ocice liegt ca. 10 km südwestlich von Bunzlau. 1905 hatte das Dorf ca. 900 Einwohner.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 21.12.2016 10:31:35 Gelesen: 29022# 69 @  
Hallo zusammen,

die letzte Postkarte an Pastor Kupfernagel in Würben habe ich fast vergessen:



Die Karte kommt aus Kreuzburg aus dem Regierungsbezirk Oppeln. Heute heißt die Stadt Kluczbork. Leider ist die Karte durch den stenografischen Text ziemlich verhunzt.

Im Jahr 1875 lebten 5238 Menschen in der Stadt, die im 19. Jahrhundert noch zu zwei Dritteln, 1933 dann zur Hälfte evangelischer Konfession waren. In der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten im etwa je zur Hälfte deutsch- und polnischsprachigen Landkreis Kreuzburg 95,6 % der Wähler für ein Verbleiben des Kreises in Deutschland. Am 19. Juni 1922 erfolgte die Rückgabe des von Franzosen besetzten Kreises Kreuzburg an das Deutsche Reich [1].

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Kluczbork
 
Cantus Am: 03.05.2017 01:21:39 Gelesen: 23557# 70 @  
Ich möchte dieses Thema mit einer ungewöhnlichen Abbildung wieder in Erinnerung bringen. Sie zeigt einen Anhänger aus Porzellan, der vorderseitig unten die Inschrift "BRESLAU / 26.8.1934" trägt. Falls jemand den Anhänger haben möchte, dann bitte bei mir melden.



Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 09.06.2017 01:42:15 Gelesen: 21539# 71 @  
Mir ist da eine Ansichtskarte in die Finger geraten, geschrieben am 24.9.1942, aber mit verschmiertem Stempel. Leider kann ich die Inschrift unter der Abbildung nicht lesen, sodass ich die Karte geographisch nicht zuordnen kann. Wer kann helfen?



Viele Grüße
Ingo
 
volkimal Am: 09.06.2017 08:23:14 Gelesen: 21527# 72 @  
@ Cantus [#71]

Hallo Ingo,

unter der Abbildung steht "Rathenow Bismarckturm". Rathenow liegt übrigens in Brandenburg.

Viele Grüße
Volkmar
 
Silesia-Archiv Am: 09.06.2017 10:00:10 Gelesen: 21512# 73 @  
Liebe Sammlerfreunde,

auch ich möchte heute einmal mit einem Beleg beitragen:



Bunzlau - Töpferstadt in Niederschlesien - bekannt durch die Bunzlauer Tonwaren

Beste Sammlergrüße für ein stressfreies Wochenende,

Michael
 
zonen-andy Am: 09.06.2017 11:52:56 Gelesen: 21493# 74 @  
Hallo Sammlerfreunde,

auch ich kann einen Brief von Namslau [1] nach Potsdam zeigen.



Mit freundlichen Grüßen

Andreas

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Landkreis_Namslau
 
Pete Am: 12.06.2017 20:49:41 Gelesen: 21368# 75 @  
Souvenirs vom Abstimmungstag des Abstimmungsgebietes Oberschlesien, d.h. lose Briefmarken bzw. Belege mit dem Stempeldatum 20.03.1921 sind nicht unbedingt selten. Für diesen Tag wurde eine eigene Briefmarkenaufdruckausgabe (Mi-Nr. 30-40) produziert, welche - je nach Postamt - aufgrund der vorhandene Menge u.U. beschränkt abgegeben wurde. Alternativ behalfen sich Interessenten mit der normalen Dauerserienausgabe (Mi-Nr. 13-29), welche zu diesem Zeitpunkt kursierte und ließen stempeln bzw. gaben Belege oder Grüße vom Abstimmungstag auf.

Ein aus Sammlersicht doch recht interessanter (und auch durchaus gesuchter) Appetithappen war die Verwendung von Wahlzetteln der Abstimmung, wo zur zukünftigen Staatszugehörigkeit abgestimmt werden sollte und jeder Wähler zwei Wahlzettel erhielt (1x für Polen, 1x für Deutsches Reich). Derartige Belege kann man gelegentlich erwerben. Neu war mir die Verwendung eines anderen Stückes Papier als Stempelunterlage wie im nachfolgenden Fall. Es handelt sich hierbei um ein Formular für Telegramme, welches zusätzlich den postalischen Nebenstempel des Postamtes Krappitz aus dem Kreis Oppeln trägt. :-)



Mi-Nr. 15-29, entwertet "Krappitz / * (Kr. Oppeln) a"



Vordruckformular C183a der Reichspost für Telegramme aus den 1920er Jahren mit Nebenstempel "Krappitz / (Kr. Oppeln)"

Krappitz verblieb nach der Abstimmung (bis 1945) beim Deutschen Reich.

Gruß
Pete
 
Silesia-Archiv Am: 13.06.2017 15:56:35 Gelesen: 21334# 76 @  
@ Pete [#75]

Danke für den tollen Beleg, eine Augenweide - sicher nicht nur für mich als Schlesiensammler.

Beste Sammlergrüße

Michael
 
Silesia-Archiv Am: 14.06.2017 09:54:26 Gelesen: 21311# 77 @  
Oels in Schlesien:



Beste Sammlergrüße
Michael
 
Silesia-Archiv Am: 16.06.2017 13:00:29 Gelesen: 21269# 78 @  
Brieg in Schlesien:



Beste Sammlergrüße
Michael
 
Cantus Am: 29.06.2017 15:20:56 Gelesen: 20746# 79 @  
@ Silesia-Archiv [#78]

Hallo Michael,

frisch erworben zeige ich hier einen Ganzsachenumschlag vom Norddeutschen Postbezirk, gelaufen am 9.8.1868 mit sauberem Stempel von Goldberg nach Berlin.



Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 01.07.2017 17:02:36 Gelesen: 20624# 80 @  
Ich habe in der letzten Zeit auch noch zwei schlesische Stempel bei mir archivieren können.



Seitenberg, Tagesstempel vom 22.7.1890.

Stronie Śląskie ( deutsch Seitenberg) ist heute eine Stadt im Powiat Kłodzki in der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Seitenberg 1945 wie fast ganz Schlesien an Polen und wurde in Stronie Śląskie umbenannt. Die deutsche Bevölkerung wurde vertrieben. Die neuen Bewohner waren zum Teil Heimatvertriebene aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war [1].



Landeck, Ankunftsstempel vom 22.7.1890.

Lądek-Zdrój (deutsch Bad Landeck, vor 1935 Landeck i. Schlesien) ist eine Stadt im Powiat Kłodzki in Polen. Sie ist gleichzeitig eines der ältesten Kurbäder in Niederschlesien und liegt 18 Kilometer südöstlich der Kreisstadt Kłodzko (deutsch Glatz) [2].

Auch ein Papiersiegel vom Königlich Preußischen Amtsgericht in Cosel kann ich zeigen.

Koźle ( deutsch Cosel, auch Kosel) ist heute ein Stadtteil der Stadt Kędzierzyn-Koźle im Powiat Kędzierzyńsko-Kozielski in der polnischen Woiwodschaft Oppeln. Die zuvor eigenständige Stadt verschmolz 1975 mit den am rechten Oderufer und der Klodnitz gelegenen Industriestädten Kędzierzyn, Kłodnica und Sławięcice zu einer Stadt mit dem Namen Kędzierzyn-Koźle [3].



Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Stronie_%C5%9Al%C4%85skie
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/L%C4%85dek-Zdr%C3%B3j
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Ko%C5%BAle
 
Magdeburger Am: 02.07.2017 18:17:35 Gelesen: 20551# 81 @  
Liebe Sammelfreunde,

hier ein Beleg, wo ich noch nichts über den Stempel gefunden habe:



Der Beleg stammt aus Breslau und laut Paketzettel vom Freiburger Bahnhof. Zeitlich dürfte er etwa aus 1860 stammen. Was steht im Stempel von Breslau vor Bahnb., eventuell Freib. und wie komplett ausgeschrieben?



Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Silesia-Archiv Am: 07.07.2017 11:29:26 Gelesen: 20320# 82 @  


Heute mal einen dekorativen Beleg aus Liegnitz zeige.

Beste Sammlergrüße

Michael
 
Silesia-Archiv Am: 14.07.2017 14:25:09 Gelesen: 19998# 83 @  

 
Pete Am: 03.10.2017 18:02:35 Gelesen: 15876# 84 @  
Im Beitrag [#57] wurde ein Stempelabschlag eines weiterverwendeten Tagesstempels aus Rybnik vorgestellt, welcher nicht aptiert wurde. In diesem Ort wurden zum 01.05.1923 polnische Briefmarken eingeführt, am Tag zuvor verloren die Briefmarken aus Ostoberschlesien ihre Gültigkeit. Mittlerweile lässt sich das Handstempelgerät mit dem Unterscheidungsbuchstaben c anhand von einigen Funden in polnischer Massenware bis 1931 belegen.



Auffällig anhand bisher vorliegender Stücke ist, dass der Handstempel selbst zwischen März und November 1924 anscheinend heruntergefallen war, zumindest taucht dauerhaft ein Ausbruch unterhalb der Uhrzeitangabe auf, welche vorher nicht vorhanden war. Des Weiteren scheint man sich im Verlauf des Jahres 1924 entschlossen zu haben, zukünftig auf die Wiedergabe der Tageszeit ("V" für Vormittag und "N" für Nachmittag) zu verzichten. Stattdessen taucht an dieser Stelle ein schwarzes Rechteck auf.

Gruß
Pete
 
Markus Pichl Am: 03.10.2017 20:11:02 Gelesen: 15848# 85 @  
@ Magdeburger [#81]

Hallo Ulf,

die Inschrift im Stempel lautet auf "BRESLAU FREIB. EISENB.". Es ist der zweite von fünf verschiedenen im Münzberg-Handbuch gelisteten Stempeln, die am Freiburger Bahnhof verwendet wurden. Nummernstempel "184" und seine Typen nicht mitberechnet.

Für den hinterfragten Stempel wird im Handbuch "1858" als Erstverwendungsjahr angegeben. Ferner findet sich dort, unter der Überschrift "Freiburger Bahnhof", der Hinweis: "(1857 dem Eisenbahn-Post-Amt 14 überwiesen)".

Beste Grüße
Markus
 
Cantus Am: 27.12.2017 07:38:55 Gelesen: 11498# 86 @  
Oftmals hilft der Zufall, wenn man auf eigentlich nichtssagenden Postkarten mit irgendwelchen Blumenabbildungen rückseitig auf seltenere Poststempel heute fast vergessener Orte stößt, so auch hier, denn mein Interesse galt zuerst dem Prägedruck, erst später bemerkte ich dann den Stempel von Schlawa [1], einem Ort in Niederschlesien, der zum Zeitpunkt der Verwendung der Karte am 6.10.1915 so etwa 1.500 Einwohner besaß, von denen aber viele männliche vermutlich ihren Dienst mit der Waffe versahen.





Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/S%C5%82awa
 
Cantus Am: 31.12.2017 17:02:19 Gelesen: 11189# 87 @  
Gerade gefunden, eine Ganzsachenpostkarte vom Deutschen Reich mit privatem Textzudruck vom Schloss Waldenburg, gelaufen am 13.5.1919 von Waldenburg nach Neuhof bei Liegnitz.



P 107 I

Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 12.02.2018 12:19:53 Gelesen: 5867# 88 @  
Heute ein Brief vom 30.3.1943, gelaufen von Rosenberg nach Berlin. Rosenberg O.S. (polnisch Olesno) ist heute eine Kleinstadt mit etwa 10.000 Einwohnern im Südwesten Polens. Sie ist Sitz des Powiat Oleski und gehört zur Woiwodschaft Opole. Olesno ist Hauptort der gleichnamigen Stadt- und Landgemeinde [1].



Mi. 819, 843

Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Olesno
 
Sachsendreier53 Am: 20.02.2018 09:27:00 Gelesen: 5436# 89 @  
@ Cantus [#60]

Tagesstempel von LANDESHUT (SCHLES) -7-2.41.-19 d auf Spruchkarte / als Feldpost gelaufen.





mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 27.02.2018 11:04:56 Gelesen: 5094# 90 @  
Zwei Ansichtskarten aus Oppeln, Feldpost mit Tarnstempeln:



Ansicht von Oppeln mit Adolf-Hitler-Brücke, Feldpost vom 28.9.1939, geschrieben in Dambrau (Dabrowa) 27.9.39



Oppeln - Neues Rathaus, Feldpost vom 3.11.1939, geschrieben in Gießenkirchen am 2.11.39

mit Sammlergruß,
Claus
 
Cantus Am: 27.02.2018 16:05:06 Gelesen: 5059# 91 @  
Der Landkreis Cosel grenzt im Norden an den Landkreis Groß-Strehlitz. Der folgende Ankunftstempel von Gogolin vom 13.11.1880 findet sich rückseitig auf einem Brief, den das Amtsgericht von Cosel verschickt hatte. Es gibt zwar noch andere Orte mit diesem Namen, sie liegen aber erheblich weiter von Cosel entfernt, dürften also höchstwahrscheinlich nicht im Einflussbereich des Amtsgerichtes von Cosel liegen.

Gogolin hatte im Jahr 1933 insgesamt 4.132 Einwohner, bis zum Jahr 1939 stieg die Einwohnerzahl auf über 5.000 Einwohner. Heute liegt Gogolin in Polen, hat seinen Namen behalten und die Einwohnerzahl liegt inzwischen bei mehr als 6.500 Personen [1,2].



Viele Grüße
Ingo

[1] http://www.verwaltungsgeschichte.de/strehlitz.html#ew39gstrgogolina
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Gogolin
 
Cantus Am: 05.03.2018 10:22:37 Gelesen: 4811# 92 @  
Wigandsthal, bei dem Namen kam bei mir sofort eine Assoziation zu Namen aus der Nibelungesage ins Bewusstsein, aber beides hat natürlich nichts miteinander zu tun.

Nach dem Wiener Kongress 1815 fiel Wigandsthal zusammen mit dem Queiskreis und der Ostoberlausitz an Preußen. Zugleich verlor es seine Stadtrechte. Es wurde nun der Provinz Schlesien zugeschlagen und 1816 dem neu gebildeten Landkreis Lauban im Regierungsbezirk Liegnitz eingegliedert.

Wigandsthal (polnisch Pobiedna) ist heute ein Dorf in der Stadt- und Landgemeinde Leśna (Marklissa) im Powiat Lubański in der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Seit 1928 bildete es eine Landgemeinde mit Meffersdorf [1].

Der gezeigte Brief lief am 31.8.1901 von Wigandsthal an das Amtsgericht von Friedeberg in Oberschlesien.





Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Pobiedna
 

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