Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Erfahrungen mit Trödlern und Flohmärkten
Cantus Am: 16.06.2016 14:50:23 Gelesen: 7088# 1 @  
Hallo allerseits,

wir Sammler nutzen zur Materialbeschaffung mitunter auch Besuche auf Trödel- oder Flohmärkten sowie in den Räumlichkeiten von Trödelläden oder anderen Geschäften, die allerlei Gebrauchtes aus Papier anbieten. Ich selber versuche bei Reisen in Deutschland stets, die Reisetermine so zu legen, dass ich in relativer Nähe zum Urlaubsort mindestens zwei größere Trödelmärkte aufsuchen kann; bei verschiedenen Anbietern im Internet werden entsprechende Termine und Veranstaltungsorte genannt. Leider sagt die Größe eines Trödelmarktes nichts darüber aus, ob da auch Angebote für Sammler von Briefmarken, Ganzsachen oder Ansichtskarten zu finden sind. Um mir und vielleicht auch Anderen da etwas Hilfestellung zu geben, sollten hier entsprechende kurze Erfahrungsberichte veröffentlicht werden.

Ich bin gerade vor zwei Tagen von einer Kurzreise in den Nordostharz zurückgekehrt und habe im Raum Goslar - Bad Harzburg - Wernigerode - Halberstadt - Quedlinburg einige Erfahrungen gesammelt, positive und negative. Hier mein Bericht.

1) Trödelladen "Ajak Nostalgie" an der Kreuzung der B 81 in 38822 Emersleben

Ein sehr freundlicher Ladeninhaber. Drei Kisten mit gebrauchten und überwiegend älteren Ansichtskarten, teils nette Stempel auf der Rückseite, viel regionales Material (Harz usw.), aber auch Karten aus ganz Deutschland. Durchschnittspreis 3 Euro pro Karte, teils weniger. Empfehlenswert.

2) Trödelladen "Antik u. Trödelmarkt" in Halberstädter Str. 34 A in 38829 Harsleben

Bei unserer Ankunft verließ die Ladeninhaberin das Geschäft, ließ den Laden zwar offen, verschwand aber in anderen Räumlichkeiten und tauchte während unserer Anwesenheit auch nicht mehr auf. Im Laden befand sich nur moderner Kram, typische Restware aus Haushaltsauflösungen. Weder irgendwelche einwandfreien und lesenswerten Bücher noch irgend etwas aus dem großen Bereich der Philatelie waren zu entdecken. Gesamturteil: Nicht empfehlenswert.

3) Trödelladen in 38820 Halberstadt, Tränketor 8

Nur moderne Reste wie bei Nr. 2, nicht zu empfehlen.

4) Trödelladen in 38820 Halberstadt, Holunderweg 32

Allerlei Altes für Haus und Garten, aber überhaupt nichts für uns Sammler. Nicht empfehlenswert.

5) Antiquariat Günter Richter in 06493 Ballenstedt, Lange Str. 12

Wir sind dorthin gefahren, da in Antiquariaten oft auch alte Ansichtskarten verkauft werden. Die Fahrt hätten wir uns aber schenken können, denn das Antiquariat, das sich in einer Baracke hinter der angegebenen Hausnummer befindet, war nicht zu erreichen, denn denn das gesamte Gelände war verschlossen und machte auch nicht den Eindruck, als wäre das nur vorübergehend. Nicht zu empfehlen.

6) Antiquariat "Bengsch" Buchhandlung in 38820 Halberstadt, Breiter Weg 19 (Fußgängerzone)

Der Laden macht den Eindruck eines Sozialkaufhauses, das Buchangebot besteht zu etwa 90 % aus gebrauchter DDR-Literatur. Angebote für Philatelisten oder Ansichtskartensammler gibt es nicht. Nicht empfehlenswert.

7) Trödelmarkt (Samstag und Sonntag) in 06484 Quedlinburg (weiträumig ausgeschildert).

Der Markt ist recht groß, das Angebot besteht aber weitgehend aus "Haufrauentrödel" (Geschirr, Klamotten usw.). An drei Ständen waren Ansichtskarten zu finden, an einem Stand (eines Leipziger Händlers) zusätzlich ein Album mit deutschen und internationalen Belegen; mit diesem Händler habe ich die Adressen getauscht. Insgesamt noch empfehlenswert, wenn man nicht zu hohe Ansprüche stellt.

8) Trödelmarkt in 38640 Goslar (Oker), Gutenbergstraße 2 (überdachtes REAL-Parkdeck)

Großer Markt mit unterschiedlichsten Angeboten, auch hier viel "Hausfrauentrödel", aber auch etwas für uns Sammler. Zwei Stände mit gemischten Ansichtskarten, ein Stand mit Ansichtskarten zu verschiedenen Schwerpunktthemen (Feldpost, Militaria, Braunschweig und Umgebung, Schiffspostkarten, Anlasskarten zum 1. Schultag) und Anderes. Preise von gut bis böse, aber netter Händler. Durchaus empfehlenswert. Und zum Schluss noch ein Händler mit interessantem philatelistischem Angebot, offensichtlich früher selber Sammler gewesen. Ich habe allerlei Ganzsachen und Stempelbelege gekauft, ferner fand sich da u.a. ein Album mit alten GB-Briefen und -Ganzsachen sowie allerlei auch bessere Belege aus dem Deutschen Reich. Empfehlenswert.

Viele Grüße
Ingo
 
vaeterchen Am: 16.06.2016 17:31:20 Gelesen: 7021# 2 @  
Ich finde dieses Thema sehr interessant! Ich war dieses Jahr schon bei einigen Flohmärkten in Köln, habe aber dort bislang leider keine besonders guten Erfahrungen gemacht. :-( Nur auf dem Bücher- und Sammlermarkt auf dem Riehler Gürtel, ich glaube, der findet vom Frühjahr bis zum Herbst einmal im Monat statt, gab es ein paar Anbieter.

Kennt jemand vielleicht gute, interessante Orte in Berlin? Ich bin dort nächste Woche für ein paar Tage unterwegs und vielleicht gibt es dort ja interessante Läden oder Märkte, vor allem zu den Themen Ganzsachen und Belege ?
 
Saguarojo Am: 16.06.2016 17:45:36 Gelesen: 7011# 3 @  
Es kommt immer darauf an, was für ein Sammelgebiet man hat. Ich habe leider noch nie etwas für meine Sammlung auf Flohmärkten oder in Trödelläden gefunden.

Gruß Joachim
 
klinhopf Am: 16.06.2016 20:48:54 Gelesen: 6952# 4 @  
@ vaeterchen [#2]

Hallo Herr Abele,

als (West-) Berliner bis Ende der 60er Jahre weiß ich von vielen Briefmarkensammlervereinen, Briefmarkenhändlern und Antiquariaten - einfach mal googeln, Adressen notieren und sortieren, und Flohmärkte gibt es an fast allen Ecken und neu beliebt die Hinterhof-Verkäufe!

Eine gute Reise, einen noch besseren Aufenthalt und viel Sammlererfolg wünscht
Ingo Pfennig
 
klinhopf Am: 16.06.2016 20:49:57 Gelesen: 6950# 5 @  
@ klinhopf [#4]

Sorry Herr LUPPA !
 
Cantus Am: 16.06.2016 22:33:34 Gelesen: 6917# 6 @  
@ vaeterchen [#2]

Hallo,

ich gebe morgen gerne allerlei Tipps zu Trödelmärkten und Händlern in Berlin, die Belege anbieten, heute will ich mich aber erst noch einem anderen Thema widmen.

Viele Grüße
Ingo
 
vaeterchen Am: 16.06.2016 23:37:38 Gelesen: 6894# 7 @  
@ klinhopf [#4]

Hallo Herr Pfennig,

klar gibt es viele Flohmärkte in Berlin, aber welche sind für Sammler wirklich interessant? Ich möchte ja nun nicht jeden Flohmarkt in Berlin auf gut Glück abklappern müssen. ;-)

Vielen Dank für die netten Wünsche… :-)

@ Cantus [#6]

Vielen Dank schonmal, ich freue mich sehr auf deine Tipps.

Liebe Grüße
Andreas
 
10Parale Am: 17.06.2016 18:38:19 Gelesen: 6788# 8 @  
@ Cantus [#1]

Im Elsass gibt es schöne Freiluftflohmärkte. Einfach marches aux puces im Internet eingeben und mit ein wenig Pfadfindergeist findet sich ein Departement bzw. ein passender Ort. Da hab ich schon schöne Marken gefunden.

10Parale
 
Cantus Am: 17.06.2016 22:49:59 Gelesen: 6728# 9 @  
@ 10Parale [#8]

Hallo,

danke für den Hinweis, aber von mir bis zum Elsass sind das etwa 800 bis 900 km, nur so zum Trödeln ist mir das dann doch zu weit.

Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 17.06.2016 22:54:42 Gelesen: 6723# 10 @  
@ vaeterchen [#7]

Hallo Andreas,

Berlin hat nicht nur den Vorteil, noch um einiges internationaler zu sein als z.B. München, Köln oder Hamburg, aufgrund seiner Größe von zur Zeit etwa 3,5 Millionen Einwohnern bietet es auch Briefmarkenhändlern größere Chancen, sich einen Kundenkreis zu sichern, der das eigene geschäftliche Überleben sichert. Viele Briefmarkenhändler haben in den letzten Jahrzehnten mangels ausreichender Kundschaft aufgeben müssen, manche sind auch einfach nur in den Ruhestand gegangen, ohne einen Nachfolger zu finden, aber einige Händler haben es geschafft, sich am Markt zu behaupten, indem sie nicht nur Briefmarken, sondern auch Belege unterschiedlichster Art für potentielle Kunden vorrätig halten.

Die, die sich da in Berlin besonders hervortun, werde ich in der Folge beschreiben, zunächst aber möchte ich einen besonderen Hinweis für Ganzsachensammler loswerden.

Der Berliner Ganzsachensammlerverein 1901 e.V. (http://www.bgsv.de/index-DE.php ) trifft sich üblicherweise an jedem zweiten Donnerstag eines jeden Monats im Ratskeller Charlottenburg. Der Ratskeller befindet sich im Untergeschoss des Rathauses Charlottenburg in der Otto-Suhr-Allee 100. Wenn man den Ratskeller betritt, geht es ein paar Stufen hinunter, dann ganz geradeaus und schließlich wieder einige Stufen hinauf auf eine kleine Empore. Etwa 15 bis 20 Sammler treffen sich da regelmäßig monatlich zum Plausch, es werden Ganzsachen und andere Belege getauscht, ge- oder verkauft. Das Ganze spielt sich etwa in der Zeit von 18.00 bis 22.00 Uhr ab. Interessenten sind stets willkommen und werden so ein Kennenlernen sicherlich nicht bereuen.

Für Berlinbesucher, die zugleich auf der Suche nach Ganzsachen und anderen Belegen sind, empfehle ich zunächst einen Besuch des Ladengeschäftes von Herrn Heinemann in der Kollwitzstraße 93 in Berlin-Prenzlauer Berg, heute zum Bezirk Pankow gehörend (http://www.philatelie-heinemann.de/ ). Herr Heinemann hat stets einen größeren gut sortierten Belegebestand am Lager; man kann da in aller Ruhe am Besuchertisch sitzend diverse Behältnisse durchsehen, ohne zum Kauf gedrängt zu werden. Herr Heinemann ist ein angenehmer Händler, den ich immer wieder gerne aufgesucht habe.

Das Geschäft liegt in der Kollwitzstraße, die mit dem zentral gelegenen Kollwitzplatz (https://de.wikipedia.org/wiki/Kollwitzplatz ) und auch den Querstraßen ein besonderes Ensemble darstellt und auch ohne einen Besuch bei Herrn Heinemann ein Ziel ist, das in die Planung für einen Berlinbesuch eingebunden werden sollte.

In Berlin-Friedrichshain findet man in der Finowstraße 2, einer Querstraße der Frankfurter Allee, das Ladengeschäft, das Herr Finn vor einigen Jahren als völlige Neugründung dort installiert hat (http://briefmarken-und-münzen.de/pages/ladengeschaeft.php ). Obwohl es erst relativ kurze Zeit besteht, hat Herr Finn es geschafft, enorme Mengen an Material aus dem philatelistischen Bereich als Angebot für seine Kunden vorrätig zu halten, dabei auch diverse Kisten und Kartons mit Ganzsachen, frankierten Belegen oder auch Ansichtskarten. Bei meinem letzten Besuch war der Laden als etwas chaotisch zu bezeichnen, die Menge an vorgelegten Auswahlen hat mich dann aber völlig dafür entschädigt. Im Laden existieren Sitzmöglichkeiten für Kunden und man wird nicht zu irgendwelchen Käufen gedrängt.

In der Reinhardstraße 3 in Berlin Mitte, nahe der Friedrichstraße und fast gegenüber vom Friedrichstadtpalast, findet man das alteingesessene Briefmarkenfachgeschäft Krawczyk (http://www.briefmarken-krawczyk.de/ ), dessen langjähriger Inhaber Herr Mankiewicz seit Jahrzehnten einen guten Ruf genießt. Er hat in wechselnder Sortierung stets reichlich Belege vorrätig, Ganzsachen und Anderes, und ich habe bisher bei jedem Besuch bei ihm immer wieder interessantes Material für meine Sammlungen gefunden.

Die Firma Nowak & Beth hat vor einiger Zeit ihre Standorte in Pankow am Markt und im vorderen Teil der Koppenstraße aufgegeben und ihren neuen Standort in der Koppenstraße 93 am hinteren Ende vom Berliner Ostbahnhof bezogen (http://www.nowakundbeth.de/Startseite-Nowak-und-Beth-GmbH-Muenzen-Berlin ). Neben vielerlei anderen Angeboten kann man dort auch Ganzsachen erwerben, nach meiner Erinnerung waren das aber ganz überwiegend nur ungebrauchte Stücke von Deutschen Reich sowie einige Exemplare aus den osteuropäischen Staaten. Ich war jedoch schon einige Zeit nicht mehr dort, denn das Angebot passte nicht so recht zu meinen Sammlungsthemen, das Sortiment könnte sich deshalb inzwischen durchaus gewandelt haben.

Falls sich jemand einmal nach Reinickendorf „verirren“ sollte, so habe ich als kleinen Geheimtipp das Briefmarkenfachgeschäft von Herrn Grimm, das man in der Residenzstraße 147 findet (http://adresse.gelbeseiten.de/1023479077/grimm-achim/berlin/reinickendorf#originIndex=0;origin=/briefmarken-ankauf/berlin,reinickendorf ). Herr Grimm betreibt sein Metier schon seit Jahrzehnten und hat auch immer wieder interessantes Belegematerial am Lager. Ein Besuch könnte lohnenswert sein, einen Versuch wäre es auf jeden Fall wert.

Als letzte Adresse für Interessenten von Belegematerial möchte ich auf das Geschäft von Herrn Jahn hinweisen, das man in der Müllerstraße 79 B, etwa an der Einmündung der Afrikanischen Straße findet (http://adresse.dastelefonbuch.de/Berlin/1-Briefmarken-Manfred-Jahn-Berlin-M%C3%BCllerstr.html ). Letztmalig war ich vor etwa fünf Jahren bei ihm, damals hatte er immer noch eine interessante Auswahl an internationalen Belegen vorrätig.

Diese Auflistung Berliner Händler mit Belegeangebot soll erst einmal ausreichen; Hinweise zu Trödel- und Flohmärkten folgen in einem gesonderten Beitrag.

Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 17.06.2016 23:48:04 Gelesen: 6705# 11 @  
Unter der Adresse von https://www.berlin.de/special/shopping/flohmaerkte/?atpg=1#atlist3260150 findet man eine fast unübersichtliche Anzahl von Floh- und Trödelmärkten in Berlin, die zunächst Lust darauf macht, alle diese Adressen so nach und nach auszuprobieren, wenn man jedoch auf der speziellen Suche nach philatelistischem Material ist, und seien es auch nur irgendwelche kleinen Kistchen mit gebrauchten Ansichtskarten, so gibt es dabei leider nur eine geringe Anzahl an Trödelmärkten, bei denen sich ein Besuch lohnen könnte. Die interessantesten Adressen dabei will ich nachstehend vorstellen.

Der wohl bekannteste und größte Flohmarkt in Berlin ist der Trödel- und Kunstmarkt an der Straße des 17.Juni (https://www.berlin.de/special/shopping/flohmaerkte/1998184-1724959-troedel-und-kunstmarkt-strasse-des-17-ju.html ). Man findet dort immer mehrere Anbieter von philatelistischem Material, sowohl rechts in dem breiten Gang als auch links in der recht schmalen Anbietergasse. Irgend etwas habe ich bisher immer gefunden, allerdings habe ich auch breit gefächerte Sammelinteressen. Da dieser Markt ein Touristenmagnet ist, sind die Preise von gut bis böse, auf jeden Fall sollte man sich aber in Acht nehmen, denn dort sind regelmäßig Taschendiebe am Werk.

Ein zweiter großer Kunst- und Trödelmarkt befindet sich gegenüber von Pergamonmuseum und Bodemuseum in Berlin-Mitte (http://www.berlin.de/special/shopping/flohmaerkte/1998194-1724959-antik-und-buchmarkt-am-bodemuseum.html ). Dieser Markt öffnet später als andere Trödelmärkte, dafür ist dann nicht schon mittags Schluss. Ab 14.00 Uhr entfällt für Autofahrer die Pflicht, die recht teuren Parkgebühren zu entrichten, man kann also hier durchaus einen Besuch für den frühen Nachmittag einplanen. In aller Regel findet man auf der linken Seite einen großen Stand mit allerlei Belegen, Briefen, Ansichtskarten und auch Ganzsachen. Die Inhaberin dieses Standes hat im Übrigen auch ein Ladengeschäft, das sich auf einer Empore in der Antiquitäten- und Trödelgalerie befindet, die man unter der Hochbahn zwischen Bahnhof Friedrichstraße und dem Trödelmarkt findet.

Auf der rechten Seite des Marktes steht mitunter Herr Roth, der Ganzsachen aus dem osteuropäischen Raum zu recht niedrigen Preisen anbietet. Darüber hinaus ist dieser Trödelmarkt für Liebhaber von Musik besonders zu empfehlen, denn es gibt dort einen Stand, der in sehr großer Auswahl unterschiedlichste Tonträger, vor allem natürlich CDs, aller möglichen Musikrichtungen anbietet, dabei z.B. schon viele hundert CDs alleine aus dem Bereich der Klassik.

Den dritten und ganz großen empfehlenswerten Trödelmarkt findet man entlang der Nordseite des Berliner Ostbahnhofes (http://oldthing.de/Berliner-Flohmarkt/Antikes-und-Sammeln/Grosser-Antikmarkt-Ostbahnhof/ ). Im vorderen Teil des Marktes stehen immer zwei bis drei Anbieter mit philatelistischem Material, ich bin da bisher immer fündig geworden.

Für einen einwöchigen Besuch in Berlin sollten diese drei Adressen erst einmal ausreichen, falls aber noch weitere Auskünfte gewünscht werden, kann ich das bei Gelegenheit gerne noch nachholen, denn mir sind fast alle Trödelmärkte in Berlin von ein- oder mehrfachen Besuchen her bekannt.

Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 18.06.2016 12:16:54 Gelesen: 6638# 12 @  
Für Sammler, die im Großraum Hannover trödeln gehen wollen, empfehle ich diesen Link: http://www.krencky24.de/troedelmarkt-flohmarkt_plzgebiet_30.html . Aus den aufgeführten Adressen kann ich aus eigener Erfahrung den Trödelmarkt "Am hohen Ufer", kurz auch Leine-Markt genannt, für uns Sammler als besonders lohnenswert hervorheben. Es gibt dort zwar auch nicht so sehr viele Anbieter, aber letztes Jahr habe ich alleine bei einem einzigen Anbieter mehr als eine Stunde gebraucht, um sein gesamtes Angebot durchzusehen.

Leute, die mit dem PKW anreisen, sollten bei der Parkplatzwahl vorsichtig sein, denn während des Marktes sind dort stets Politessen unterwegs, um den Haushalt der Landeshauptstadt Hannover aufzubessern.

Viele Grüße
Ingo
 
JohannesM Am: 20.06.2016 11:47:50 Gelesen: 6524# 13 @  
@ Cantus [#1]

Hallo Ingo,

deinen "Reisebericht" kann ich weitgehend bestätigen, außer Punkt 4), das ist der Laden von Heimo Borth, der hat bananenkartonweise Belege und Stapel von A4-Ordnern mit Ansichtskarten, aber er holt die Sachen nur heraus, wenn er selbst da ist - das war bei dir wohl nicht der Fall.

Ich selbst hatte in Belgien und Holland leider auch keinen Erfolg, auf den Märkten welche ich besuchen konnte war auch nicht der Zipfel eines philatelistischen Beleges zu finden.

Beste Grüße
Eckhard
 
vaeterchen Am: 21.06.2016 16:52:44 Gelesen: 6428# 14 @  
@ Cantus [#10]

Vielen Dank Ingo für deine ausführlichen Bericht. Ich werde versuchen, dem ein oder anderen Händler oder Flohmarkt in den 3 Tagen, die ich (leider nur) in Berlin bin, mal einen Besuch abzustatten. :-)

Liebe Grüße
Andreas
 
filunski Am: 21.06.2016 19:28:08 Gelesen: 6385# 15 @  
Verehrte Freunde der Märkte,

ab kommenden Freitag, 24.6.2016, startet in Mainz wieder das alljährliche Johannis Fest (in Erinnerung an den dort gebürtigen Erfinder des Buchdrucks, Johannes Gutenberg). [1]

Sicher nicht für alle Besucher, aber zumindest für mich ist einer der Höhepunkte dieser Veranstaltung der dort abgehaltene antiquarische Büchermarkt. In zig Verkaufsständen unter freiem Himmel findet hier ein Verkauf von gebrauchten Büchern und Literatur jeglicher Couleur statt und ist in diesem Umfang wahrscheinlich der größte Gebrauchtbuchmarkt den man in Deutschland finden kann. Wie meine Erfahrungen aus vergangenen Jahren zeigen kann man dort auch philatelistische Angebote, wenn auch in geringem Umfang, antreffen. So mancher Buchhändler bietet dort auch Postkarten an (meist zu sehr vorteilhaften Preisen) und letztes Jahr fand ich dort auch noch einen rein philatelistischen Anbieter mit Marken und vor allem Belegen.

Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, auch mit der ganzen Familie, egal ob jung oder alt, da ein reichhaltiges Jahrmarktsprogramm geboten wird, bei dem jeder auf seine Kosten kommen kann. ;-)

Beste Grüße,
Peter

[1] https://www.mainz.de/freizeit-und-sport/feste-und-veranstaltungen/mainzer-johannisnacht.php
 
Cantus Am: 21.06.2016 21:22:14 Gelesen: 6348# 16 @  
@ JohannesM [#13]

Hallo Eckhard,

da hat mir wohl mein Begleiter nicht die ganze Wahrheit erzählt. Ich selber war nicht im Laden, er aber schon und kam nach kurzer Zeit wieder heraus und meinte, da wäre nichts zu holen. Deshalb sind wir dann weitergefahren. Wenn ich das nächste Mal in der Gegend bin, werde ich dann diesen Trödler mit Sicherheit nochmals aufsuchen.

Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 21.06.2016 21:27:14 Gelesen: 6345# 17 @  
@ filunski [#15]

Hallo Peter,

für Bücherfreunde, die nicht so weit fahren müssen wie ich, ist das sicher ein wichtiger Termin und Treffpunkt. Beim Stichwort Mainz will ich aber noch erwähnen, dass ich vor einigen Jahren auf einem Trödelmarkt war, der auf dem Parkplatz an der Uni Mainz stattfand. An Belegehändler kann ich mich zwar nicht mehr erinnern, wohl aber daran, dass da ein deutschlandweites großes Angebot an Ansichtskarten zu außerordentlich sammlerfreundlichen Preisen vorgehalten wurde.

Viele Grüße
Ingo
 
10Parale Am: 19.11.2019 22:18:01 Gelesen: 334# 18 @  
Ohne einen Namen zu nennen schildere ich mal folgendes Erlebnis:

Auf einer alljährlich stattfindenden Sammlerbörse besuchte ich einen Stand eines Schweizer Händlers, der sich mit einem Visitenkärtchen "Ankauf - Verkauf - Schätzungen" anpries.

Der Händler hatte auf der Steckkarte eine Bermuda Michel Nr. 48 xx zum Katalogwert von 550 Euro zum Kaufpreis von 110 Schweizer Franken angeboten und ich wurde aufmerksam. Nach 2 Stunden Überlegen ging ich zurück zum Stand.

Kurz und knapp: ich kaufte die Marke für 90 Euro (hatte keine Schweizer Franken dabei), nachdem ich "irrtümlich" noch im Michel Online Katalog nachgeschaut hatte, ob der Wert auch stimme. Ich erinnere mich wie die Verkäuferin dabei einen Moment unsicher wirkte und erinnere mich noch, wie sie meinte, dass sie bei Bermuda keine Spezialistin gewesen wäre.

Zu Hause angekommen packte ich freudig entspannt die Briefmarke aus, um dann festzustellen, dass es sich leider nicht um Michel Nr. 48, König Georg V. aus dem Jahr 1918 handelte und um die Nummer 48, sondern um die Michel Nr. 116c handelte, der hohe 1 Pfund - Wert von Georg VI. in der billigsten Variante mit dem Katalogwert von 60,-- Euro.

Ich ärgerte mich natürlich über mich selbst, dass ich das nicht besser nachgeschaut hatte, sondern mich blind auf die Angaben des Verkäufers verlassen hatte. Lehrgeld bezahlt also! Dennoch machte ich mich gleich daran, eine E-Mail aufzusetzen und schilderte dem Händler den Fall. Leider habe ich bis heute keine Antwort von dem Händler erhalten, was mich zutiefst traurig stimmt.

Liebe Grüße

10Parale
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.