Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Team Schmidt kandidiert für die Wahl zum BDPh Vorstand
Das Thema hat 47 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1   2  oder alle Beiträge zeigen
 
Bodo A. von Kutzleben Am: 15.05.2017 18:43:29 Gelesen: 3876# 23 @  


Sind das fehlende Zinsen und fehlende Einnahmen oder nicht verantwortungslose Spekulationen?
 
lonerayder Am: 15.05.2017 18:49:12 Gelesen: 3871# 24 @  
@ Bodo A. von Kutzleben [#23]

In der Schule stände unter Deinem Beitrag "Thema verfehlt 6".

Hier stehen die neuen Kandidaten zur BDPh-Wahl zur Diskussion, aber nicht Börsenverluste der Stiftung Philatelie.

Hierfür gibt es einen eigenen Thread.

Gruß
Andreas
 
Peter Feuser Am: 15.05.2017 19:01:41 Gelesen: 3856# 25 @  
@ Bodo

Als "Profi" bezeichnet man in der Branche üblicherweise Berufsphilatelisten.

Bitte höre jetzt sofort damit auf, irgendwelche von interessierter Seite in die Öffentlichkeit lancierte Tabellen zu präsentieren, die aus dem Zusammenhang gerissen keine Aussagekraft haben.

So wirst Du Dich selber bereits gefragt haben, wo die Stiftung per Anno 2008 18 Millionen Euro für Anlagezwecke her hatte (bei einem ursprünglichen Stiftungskapital von 8 Millionen Euro), wenn gleichzeitig vermutlich Millionen in Immobilien, Ausstellungsrahmen usw. fest lagen und der BDPh in dieser Zeit noch um die 800.000 Euro jährlich an Zuschüssen der Stiftung kassiert hat. Diese Zuschüsse mussten ja irgendwie erwirtschaftet werden. Mit Festgeld?

Und was hat die Diskussion über Vorgänge aus 2008 hier in diesem Thread zu suchen?
 
Konrad Krämer Am: 15.05.2017 21:41:00 Gelesen: 3749# 26 @  
@ Bodo

Was hat die Messe Essen mit dem BDPh-Vorstand zu tun?

In dem Zusammenhang gar nichts, aber hier tagte der Vewaltungsrat am Samstag und so konnten wir alle VR Mitglieder persönlich informieren und für Fragen sofort zur Verfügung stehen.

Warum waren übrigens die freien Mitglieder und die Presse nicht eingeladen, wie ich hier lesen musste?

Weil es uns ein Anliegen war den VR als erstes zu informieren, ich bin übrigens der Meinung, dass es sich auch so gehört. Die Pressemitteilung ist danach an alle zur gleichen Zeit versandt worden.

Viele Grüße
Konrad Krämer
 
Torsten Grunwald Am: 15.05.2017 22:10:16 Gelesen: 3707# 27 @  
Hallo Herr Krämer,

sind Sie der Herr Krämer, oder ein anderer, wer weiß das schon.

yx-ungelöst, marke54, Konrad K., das alles mit 0 Angaben im Profil

Sie wollen gewählt werden ?

Verwirrte Grüße
Torsten Grunwald
 
HWS-NRW Am: 15.05.2017 22:29:36 Gelesen: 3660# 28 @  
@ Torsten Grunwald [#27]

Hallo Torsten,

auch an Dich die Bitte: Mehr Fairness.

mit Sammlergruß
Werner
 
filunski Am: 15.05.2017 22:49:23 Gelesen: 3643# 29 @  
@ WPhV Stuttgart [#17]

"Wollen wir mal fair sein und die Kritik am Programm, wie sie im ursprünglichen Beitrag hier geäußert wurde, zurückziehen..."

Hallo Rumpel,

Respekt vor dieser Aktion, den ursprünglich ganz im Rumpel-Ton gehaltenen Beitrag, zurückzuziehen! Meine ich wirklich ernst!

Genauso ernst meine ich, dass das neue Team zuerst unseren Respekt verdient hat, alleine schon dafür in diesen Zeiten nach vorne zu treten und bereit zu sein, nicht nur die Verantwortung für den BDPh zu übernehmen, sondern auch die Bereitschaft zu bekunden für Ausgleich und Aussöhnung unter den bisherigen Akteuren und Kontrahenten einzutreten, was mit dieser personellen Besetzung durchaus gelingen kann. Dafür sollten sie erstmal eine faire und unvoreingenommene Möglichkeit eingeräumt bekommen und nicht gleich mit Spott und Häme bedacht werden oder gar völlig unsachgemäß für Altlasten aus der Stiftung angegangen werden (das hat hier in diesem Thema nun wirklich gar nichts zu suchen lieber Bodo!).

Also lasst Fairness herrschen und gebt diesem Team eine Chance! ;-)

Beste Grüße,
Peter
 
Torsten Grunwald Am: 15.05.2017 23:36:36 Gelesen: 3605# 30 @  
@ filunski [#29]

Ich bin eigentlich deiner Meinung, ich denke aber, dass alle dieser Herren das GUTE nur in dieser Zusammensetzung möchten, nicht aber in einer anderen Zusammenstellung. Das macht mir Zahnschmerzen.
 
drmoeller_neuss Am: 16.05.2017 11:19:06 Gelesen: 3410# 31 @  
Ich verstehe es nicht: Der Bär ist noch nicht erlegt, und schon wird sein Fell verteilt. Erst einmal müssen die Herren gewählt werden.

Und nun zu den Personen: Jürgen Witkowski hat nicht nur die Motiv-Ausstellung auf der Messe Essen mit Herzblut organisiert, sondern ist auch in den Ortsvereinen gut verankert. Auch das Philaseiten-Sammlertreffen in Essen-Steele wird regelmässig von ihm heimgesucht, und Jürgen ist sich nicht zu schade dazu, auch 1-EUR-Belegekisten oder Kiloware zu durchwühlen. Auch Konrad Krämer ist in seinem Heimatverein Aachen noch aktiv. @ Rumpelstilzchen: Bessere Vertreter für die Belange der Ortsvereine wirst Du nicht finden, es sei denn, Du kandidierst mit einem eigenen Team.

Ich verstehe auch nicht die Hetze gegen Jan Billion. Gut, er lebt von der Philatelie, bzw. versucht es. Es gibt genügend Sammler, die der Meinung sind, alle Händler und Auktionatoren sind Halsabschneider, und die Philatelie käme am besten ohne sie aus. Aber die ehrenamtliche Philatelie hat kein Monopol, und eine Briefmarkenmesse wie die jetzt in Essen lässt sich nun mal nicht eben "ehrenamtlich" stemmen. Und was ist an der Messe denn "sammlerfeindlich"? Wer will, kann einen ganzen Tag auf der Messe verbringen, ohne irgendeinen Cent auszugeben. Kaffee (*) bringt man in der Thermoskanne selbst mit, und den Tag verbringt man mit dem Betrachten der Ausstellung und dem Besuch der Arbeitsgemeinschaften. Das kostet noch nicht einmal Eintritt. Herrn Billion mag das Kopfschmerzen bereiten, müssen doch immer weniger vollzahlende Händler die übrige Fläche für Ausstellung und Arbeitsgemeinschaften mitfinanzieren. Wenn es rein ums Geld gehen würde, wäre die Messe längst in die Stadthalle Ratingen abgewandert, und würde nur noch aus Händlerständen bestehen.

(*) oder man schnorrt sich den Kaffee im Café "Frauen auf Zacke" ab. Das gelingt sogar charmanten Männern.
 
Richard Am: 17.05.2017 09:55:24 Gelesen: 3141# 32 @  
Team Schmidt: Die Kandidaten für die Wahl zum Vorstand des BDPh

(wm) Alfred Schmidt, der im September 2017 in Wittenberg sich mit seinem Kompetenzteam zur Wahl stellt, ist alles andere als ein Unbekannter. Er war bereits von 2013–Herbst 2016 Vizepräsident des BDPh. Der studierte Apotheker aus Haldensleben – dort kam er am 1. Juni 1966 zur Welt – ist Briefmarkensammler seit frühester Kindheit. 1977 trat er in eine Jugendgruppe ein, später ging er in den Ortsverein über und schloss sich mit seinen wachsenden Sammelinteressen auch zahlreichen Arbeitsgemeinschaften an. Neben einer Heimatsammlung Neuhaldensleben pflegt er eine Kollektion zur deutschen Wiedervereinigung, besonders aber die Briefmarken Preußens. Er ist verheiratet und hat drei Söhne und schätzt seine Hobbys, wozu auch der heimische Garten sowie das Reisen zählt.

Schmidt sammelte jahrelang Erfahrungen mit philatelistischen Arbeitsgemeinschaften, Sammlerschutz und Ausstellungen (er selbst organisierte viel beachtete Ausstellungen in seiner Heimatstadt), er ist internationaler Juror, liebt philatelistische Literatur (er war Organisator der letztjährigen Rang 1-Literaturausstellung der ArGen in Sindelfingen) und verfügt seit Jahren über beste nationale wie internationale Kontakte, nicht nur zur englischsprachigen Welt. Er gilt als ausgleichend, hat für jeden ein offenes Ohr, weiß aber auch Konflikte zu schlichten, wenn er darum gefragt wird. In einem neuen Bundesvorstand des BDPh unter seiner Präsidentschaft würde er die Ressorts Forschung und Literatur sowie das Jurywesen betreuen.

Alfred Schmidt


In einem solchen neuen Vorstand würde der am 5. Juli 1961 in Düsseldorf geborene und heute in Ratingen lebende Jan Billion (verheiratet mit Claudia B., drei Kinder) als Vizepräsident für die Ressorts Veranstaltungen und Marketing verantwortlich sein. Der studierte Betriebswirtschaftler – auch eine Banklehre absolvierte er vor seinem Studium erfolgreich – ist seit 1989 hauptberuflich in der Briefmarkenbranche tätig, zu Beginn als Chefredakteur der weithin bekannten Fachzeitschrift „Deutsche Briefmarken-Revue“, ab 2004 zusätzlich als Projektleiter der Internationale Briefmarken-Messe in Essen, ab 2010 zusätzlich der Briefmarken-Börsen in München und Sindelfingen.

Auch Billion ist Sammler seit seiner Jugendzeit. Zu seinen derzeitigen Spezialgebieten zählen die Postgeschichte Palästinas und Jordaniens, UN-Einsätze im Nahen Osten und eine Heimatsammlung Homberg. Seit 1978 gehört er einem BDPh-Verein an und war von 1981–1984 stellv. Vorsitzender der Briefmarkenfreunde Ratingen. Außerdem war er bis 1994 im Vorstand der Forschungsgemeinschaft UNOP. Beste Erfahrung hat er auf dem Gebiet der Pressearbeit, denn seit 1992 war er bereits für die Briefmarken-Messe Essen auf diesem Gebiet, aber auch für Sonderschauen und Kundenbetreuung tätig. Diese Erfahrungen brachte er 2009 als Co-Veranstalter in die erfolgreiche IBRA/NAPOSTA in Essen ein, ein Jahr später wurde er Ausstellungsleiter der „Postgeschichte Live“ in Sindelfingen. Als Aussteller hatte er sich zwischen 1979–1999 bei nationalen wie internationalen Veranstaltungen Meriten erworben, so dass er beide Seiten der „Medaillen“ kennt. Billion stellte bereits bei seiner Vorstellung im Verwaltungsrat am 13. Mai 2017 in Essen klar – und ohne dazu aufgefordert worden zu sein –, dass er seine eigene Zeitschrift weiter führen und sich auch – sollte er denn gewählt werden – an künftigen Ausschreibungen der Zeitschrift „philatelie“ nicht beteiligen werde. Konflikte mit seiner eigenen geschäftlichen Tätigkeit seien so ausgeschlossen. Mit Billion dürfte ein künftiger BDPh-Vorstand erneut ein erfahrenes Schwergewicht im Bereich PR, Presse und Marketing haben, was auch dringend Not tut.

Jan Billion

Vergleichbar erfahren und kompetent gilt Walter Bernatek, der sich als Kandidat für das Amt des Schatzmeisters in einem künftigen neuen BDPh-Vorstand zur Verfügung stellt. Der am 22. Februar 1960 in Hörstel (Münsterland) geborene Bankfachwirt arbeitete in verschiedenen leitenden Funktionen für eine deutsche Großbank im In- und Ausland. Auch er ist Sammler seit der Kindheit und schloss sich ab 1974 diversen ArGen und Vereinen an. Seine philatelistischen Spezialgebiete sind Brasilien, Deutsch-Südwestafrika bis zum heutigen Namibia, diverse Heimatsammlungen und Deutsche Besetzung Luxemburg.

Bernatek kennt die Basisarbeit, denn seit 2004 ist er Vorsitzender der ArGe Brasilien und seit 2015 stellv. Vorsitzender des Vereins für Briefmarkenkunde 1878 e.V. Frankfurt am Main. 2015/16 arbeitete er als Schatzmeister im BDPh-Vorstand und ist seit Dezember 2016 Vorstandsvorsitzender der Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte. Er wird weithin als seriöser Kenner der Finanzwelt, aber auch als stets sachorientierter Philatelist und engagierter Vereinsfunktionär geschätzt. Die Nähe zur Basis ist ihm ebenso wie seinen Kollegen wichtig.

Walter Bernatek

---

Nachträgliche Korrektur des Autors wm = Wolfgang Maassen:

Bei der Erstvorstellung des neu kandidierenden BDPh-Vorstandes ist mir bei der Ressortbeschreibung von Alfred Schmidt ein Fehler unterlaufen: Alfred Schmidt betreut in einem neuen Vorstand die Ressorts Vereine, Jugend und Jurywesen (und nicht, wie von mir angegeben: Forschung und Literatur, Jurywesen). Ich bitte Sie, dies ggf. zu korrigieren.
 
sammler-ralph Am: 17.05.2017 13:48:59 Gelesen: 3009# 33 @  
Schön wäre es, würde der neu zu wählende Vorstand sich wieder seiner wesentlichen Aufgabe, sprich die "Verbraucherschutzorganisation" der Sammler zu sein, zuwenden könnte. Eine Organisation, die aus Sicht der Kunden keinen Vorteil bringt, wird sterben, mag sie auch noch so satzungskonform aufgebaut sein.

Gruß
Ralph
 
Cantus Am: 17.05.2017 15:42:32 Gelesen: 2935# 34 @  
@ sammler-ralph [#33]

Hallo Ralph,

du scheinst nicht zu wissen, welche Aufgaben der Vorstand eines großen Unternehmens hat, und als solchen muss man auch den BDPh betrachten. Es geht mitnichten darum, sich um den einzelnen kleinen Sammler oder auch den einzelnen Ortsverein zu kümmern, denn dafür sind die jeweiligen Vereinsvorsitzenden zuständig, gegebenenfalls noch die Vertreter der Landesverbände. Und es gibt auch nichts, wovor der einzelne Sammler "geschützt" werden müsste. Nein, ein echter Vorstand hat Managementaufgaben zu leisten und sonst nichts. Und da der Bund Deutscher Philatelisten ganz abstrakt die gesamte in Deutschland betriebene und dabei auch entsprechend organisierte Philatelie zusammenzuhalten, zu fördern und nach außen zu vertreten hat, bleibt im Managementbereich keine Luft für Kontaktpflege im unteren Mitarbeiterbereich.

Ich lese aus deinen Worten heraus, dass du dir einen BDPh wünschst, der dich ans Händchen nimmt und beschützend durch dein Sammlerleben begleitet. Ich denke aber, wir Sammler sind alles mündige Menschen, die selber für ihr Tun und Handeln verantwortlich sind. Und du bist als Sammler auch kein "Kunde", sondern ein kleines Mitglied in der weiten Welt der gesamten deutschen Philatelie. Dabei ist es grundsätzlich völlig egal, ob du nun persönliche Vorteile aus dem Handeln des Vorstandsmanagements ziehst oder nicht, wichtig ist nur, dass die Philatelie insgesamt am Leben erhalten wird. Und da du nicht "Kunde" der Organisation bist, sondern tatsächlich ein Teil von ihr, nämlich der Philatelie insgesamt, sollte es auch in deinem Interesse liegen, wenn es Menschen gibt, die sich dazu bereit finden, dein Unternehmen Philatelie verantwortlich zu fördern und nach außen zu vertreten.

Falls dir dabei die Personen, die dazu bereit sind, sich für die Durchführung der Managementaufgaben zur Verfügung zu stellen, und die hier entsprechend vorgestellt werden, nicht gefallen, so steht es dir frei, selber in der Richtung aktiv zu werden, in weiten Teilen dein Privatleben aufzugeben und deine Arbeits- und Leistungskraft vorrangig dem großen Ziel "Philatelie" unterzuordnen.

Viele Grüße
Ingo
 
sammler-ralph Am: 17.05.2017 16:16:35 Gelesen: 2907# 35 @  
@ Cantus [#34]

So naiv, wie Du mich hier darstellst, bin ich dann doch nicht.

Gruß
Ralph
 
Brigitte Am: 18.05.2017 07:08:00 Gelesen: 2725# 36 @  
Die Beisitzer im neuen BDPh-Vorstandskandidatenteam von Alfred Schmidt

(wm) Alfred Schmidt präsentierte während der Internationalen Briefmarken-Messe Essen einen alternativen Vorstand des BDPh, der sich im September 2017 in Wittenberg zur Wahl stellen wird. Mit dabei sind zwei Beisitzer, denen Praxiserfahrung und Basisnähe kaum abzusprechen ist.

Konrad Krämer, geboren am 29. Mai 1954 in Alsdorf, ist bereits seit 2015 Bundesstellenleiter für Sammlerschutz und Fälschungserkennung im BDPh. Der gelernte Verwaltungsbeamte und Kommunalpolitiker gehört dem Verband seit 1982 an. Er leitete von 1987 bis 2010 die Jugendgruppe des Vereins der Briefmarkenfreunde Aachen und war von 1982 bis 1992 Schatzmeister des Vereins. Seine Sammelgebiete sind ebenso „bodenständig“: Bundesrepublik, speziell die Dauerserie „Bedeutende Deutsche“. Er wird sich in einem neuen BDPh-Vorstand speziell um die Ressorts Sammlerschutz und Fälschungsbekämpfung kümmern.

Konrad Krämer

Vergleichbar viel an Erfahrung bringt der zweite Beisitzer, Jürgen Witkowski aus Essen, ein. Der studierte Landschaftspfleger, geboren am 15. April 1955 in Essen, arbeitet freiberuflich als Architekt für Bauvorhaben der öffentlichen Hand. Sammler ist er seit dem zehnten Lebensjahr, seit 2006 Mitglied in einem Ortsverein, aber auch Mitglied zahlreicher Arbeitsgemeinschaften und internationaler Vereine. Er ist Vorsitzender im Ortsverein, im regionalen Dachverband ArGe Ruhr, der ArGe Neues Handbuch der Briefmarkenkunde und stellv. Leiter der Poststempelgilde. Denn den Stempeln gehört seine Vorliebe ebenso wie der Literatur, für die er als Juror bei Ausstellungen tätig ist. Als Ausstellungsleiter der Deutschen und Europäischen Meisterschaften der Thematischen Philatelie konnte er reichliche Erfahrungen sammeln. Er würde in einem neuen BDPh-Vorstand die Ressort Forschung und Literatur sowie die Arbeitsgemeinschaften vertreten, während ein gewählter BDPh-Präsident Alfred Schmidt sich neben dem Jurywesen besonders den Vereinen und der Jugend annehmen wird.

Jürgen Witkowski

Mit diesen fünf Kandidaten – im geschäftsführenden Vorstand sind neben Alfred Schmidt Jan Billion als Vizepräsident sowie Walter Bernatek als Schatzmeister dabei – decken die Kandidaten, die sich im September in Wittenberg den Mitgliedern zur Wahl stellen, alle früheren Ressorts ausgeglichen ab. Auffallend – und auch dies ist vielleicht als Signal zu werten – ist die Basisnähe, die explizit durch neue Ressortzuständigkeiten mit Vereinen und Arbeitsgemeinschaften zum Ausdruck gebracht wird.
 
drmoeller_neuss Am: 18.05.2017 08:25:48 Gelesen: 2680# 37 @  
@ sammler-ralph [#33]
@ Cantus [#34]

Eine Organisation, die aus Sicht der Kunden keinen Vorteil bringt, wird sterben, mag sie auch noch so satzungskonform aufgebaut sein.

Das ist nun einmal wahr. Wie soll ich argumentieren, als Vorsitzender eines kleineren Ortsvereines, dass über die Hälfte des Jahresbeitrages an einen Verband abgeführt wird, der keinerlei Vorteile für den einzelnen Sammler bringt und im wesentlichen aus Grüssaugusten besteht? Der einzelne Ortsverein braucht nicht den BDPh, aber der BDPh braucht die Ortsvereine.

Damit der BDPh überleben kann und nicht noch weitere Ortsvereine aus dem Verband austreten, muss für den einzelnen Verein ein Mehrwert geboten werden. Die Fachzeitschrift "philatelie" ist ein wesentlicher Beitrag, um dem einzelnen Sammler einen Mehrwert zu bieten.

sammler-ralph hat nicht geschrieben, dass der Vorstand den Alleinunterhalter spielen soll. Ich erwarte aber von einem Vorstand, dass er z.B. eine effiziente Fälschungsbekämpfungsstelle organisieren kann. Das können auch grössere Ortsvereine nicht leisten.

Im Übrigen täte der BDPh gut daran, die Verfilzung der vergangenen Tage zu entflechten und etwas mehr auf Distanz zu den "sogenannten Partnerverbänden" APHV, BDB und BPP zu gehen. Dort ist nicht alles Gold, was glänzt. Fälschungen werden eben in Sammellosen versteckt, und unbedarften Philatelisten untergejubelt.

Auch im Prüfwesen sollte sich der BDPh mit der Tatsache abfinden, dass es mehrere Prüferverbände und auch kompetente unabhängige Prüfer gibt. Anstatt willkürlich einem bestimmten Verband nach dem Mund zu reden, wäre eine Auflistung aller Prüfer ein besserer Beitrag zur Fälschungsbekämpfung. Dabei sollte kein Blatt vor den Mund genommen werden, und die insgesamt wenigen Mißstände im Prüfwesen insgesamt angesprochen werden.
 
stampmix Am: 18.05.2017 09:36:17 Gelesen: 2622# 38 @  
@ drmoeller_neuss [#37]

[#33] Eine Organisation, die aus Sicht der Kunden keinen Vorteil bringt, wird sterben, mag sie auch noch so satzungskonform aufgebaut sein.

Die Kunden des BDPh sind die Landesverbände, nicht die Ortsvereine. Der BDPh ist der Dachverband für seine Landesverbände; und so agiert er auch. In der jetzigen Struktur ist der BDPh eine Mogelpackung, weil er den in Ortsvereinen organisierten Sammlern eine Mitgliedschaft im BDPh suggeriert, die diese überhaupt nicht haben. Es ginge anders.

Wie soll ich argumentieren, als Vorsitzender eines kleineren Ortsvereines, dass über die Hälfte des Jahresbeitrages an einen Verband abgeführt wird, der keinerlei Vorteile für den einzelnen Sammler bringt und im wesentlichen aus Grüssaugusten besteht?

Dein Verband, an den du Beiträge abführst, ist der Landesverband. Was der mit den abgeführten Beiträgen anstellt, ist erst mal ihm überlassen und kann von dir an den LV-Hauptversammlungen mitbestimmt werden. Wenn es dem LV gefällt, Grüßgott-Auguste zu alimentieren, dann ist es halt so.

Im Übrigen täte der BDPh gut daran, die Verfilzung der vergangenen Tage zu entflechten und etwas mehr auf Distanz zu den "sogenannten Partnerverbänden" APHV, BDB und BPP zu gehen.

Wie recht du hast. Aber das geht nur, wenn die Landesverbände in ihrem Dachverband BDPh ein Bewusstsein für die, die ganze Mischpoke finanzierenden, Sammler wecken. Das bleibt abzuwarten.

Auch im Prüfwesen sollte sich der BDPh mit der Tatsache abfinden, dass es mehrere Prüferverbände und auch kompetente unabhängige Prüfer gibt.

Ob der BDPh da über seinen Schatten springen kann? Würde er doch damit seine 1958 erfolgreiche Bündelung der zuvor bestehenden Prüfverbände in den BPP [1] zu Grabe tragen. Das wird ihm wahrscheinlich nicht gelingen und als eine "Altlast" auf den künftigen Vorständen lasten.

besten Gruß
stampmix

[1] https://www.bpp.de/de/die-gruendung.html
 
HWS-NRW Am: 18.05.2017 13:09:02 Gelesen: 2507# 39 @  
@ Brigitte [#36]

Hallo Brigitte, hallo Richard,

herzlichen Dank für Eure kompetente und ausführliche Vorstellung des "Teams Schmidt" - nun wissen wir zumindest etwas mehr, ich denke, in der nächsten "philatelie" wird auch der derzeitige "Restvorstand" seine weiteren Kandidaten vorstellen.

mit Sammlergruß
Werner
 
DL8AAM Am: 18.05.2017 14:17:50 Gelesen: 2449# 40 @  
Der BDPh ist ein Dachverband, d.h. seine Zielrichtung ist eigentlich schon "per Definition" nicht nach Innen, nicht das indirekte Mitglied Ortsverein und schon gar nicht der individuelle Philatelist sind die Zielgruppe. Seine Aufgaben ist die Interessenvertretung nach AUSSEN, die Organisation bzw. Betreuung von nationalen Events und Projekten sowie und ganz besonders die internationale Vertretung innerhalb der "Weltphilatelie". Dafür haben sich die Landesverbände ein gemeinsames Dach geschaffen, da sie diese Aufgaben eben nicht einzeln stemmen können. Nicht zur Mitgliederbetreuung!

Gruß
Thomas

Edit: Ich vergass, neben der internationen Vernetzung, das Wichtigste: Die gute alte Lobbyarbeit!
 
Richard Am: 21.05.2017 09:23:06 Gelesen: 2167# 41 @  
Inzwischen hat das Team Schmidt seine Ziele bekanntgegeben, die es umsetzen möchte, wenn es von den Mitgliedern gewählt wird:

Das 41 Punkte Programm

Ziele

(01) – Aufbau eines zukunftsorientierten Verbandes
(02) – Orientierung an den Bedürfnissen aller Mitglieder
(03) – Erhöhung der digitalen Angebote, Relaunchen der Homepage
(04) – Mehr Transparenz, schnellerer Informationsfluss und bessere Kommunikation
(05) – Aussöhnung innerhalb des Verbandes und stärkere Einbeziehung des Verwaltungsrates und anderer Funktionsträger inner- und außerhalb des BDPh in die laufende Arbeit des BDPh-Vorstandes
(06) – Wiederherstellung der guten Beziehungen zur Stiftung und zur Deutschen Post
(07) – Schaffung einer neuen Vertrauensbasis zu den Partnerverbänden Schwerpunkte der Arbeit

Mitglieder

(08) – Bindung erhöhen durch Serviceangebote (z.B. Servicetelefon, Rabatte bei philatelistischen Partnern)
(09) – Schnelle Information über Newsletter (an Direktmitglieder bzw. solche, die sich für einen Newsletter eintragen)
(10) – Sammlerschutz als Kernleistung ausbauen
(11) – Anleitungen für Arbeit am Computer/Digitalisierung der Sammlung

Verbände/Vereine/ArGen

(12) – Checkliste für die tägliche Arbeit und die Durchführung von Ausstellungen (organisatorische Hilfestellung, Beratung, PR-Artikel)
(13) – Zielgerichtete Förderung einzelner Projekte
(14) – Newsletter zur Weitergabe von Informationen
(15) – Vortrags-Pool auf der Website einrichten
(16) – Elektronische Mitgliederverwaltung (DIVA) weiterentwickeln
(17) – Hilfe bei Zusammenschlüssen von Ortsvereinen/ArGen zum Erhalt der Mitglieder im BDPh

Öffentlichkeitsarbeit/Werbung

(18) – Positionierung des BDPh als Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Briefmarke
(19) – Aufbau eines Presseverteilers für gezielte Pressemitteilungen zu aktuellen Themen
(20) – Aktionen mit Partnern zur Mitgliedergewinnung
(21) – Kooperationen mit Partnern außerhalb der Philatelie

Philatelistische Veranstaltungen

(22) – Regelmäßige Zentralveranstaltungen
(23) – Etablierung von Veranstaltungen in unterrepräsentierten Regionen
(24) – Förderung populärer Ausstellungsklassen (Open Philately, Ansichtskarten)
(25) – Strukturanalyse des bestehenden Rangsystems
(26) – Konzept des Team-Challenges weiterentwickeln
(27) – Verstärkte Basisförderung
(28) – Vorbereitung einer NAPOSTA

Jugend

(29) – Übergang vom Jugend- zum Erwachsenenverein verbessern
(30) – Partnerschaftlich mit DPhJ Angebote für Jugendarbeit entwickeln
(31) – Beteiligung an Veranstaltungen mit Kindern/Jugendlichen als Zielgruppe
(32) – Bildungsmaterial auf weitere Landesserver bringen

Strukturreform

(33) – Weiterentwicklung/Anpassung der Satzung und Beitragsordnung
(34) – Entwicklung einer zukunftsorientierten Struktur Finanzen
(35) – Überprüfung der Ausgaben/Einnahmen und entsprechende Anpassung
(36) – Förderung stärker an Breitenwirkung festmachen
(37) – Entwicklung einer neuen Spendenkultur
(38) – Akquirierung von Spenden für einzelne Projekte oder Verbandsarbeit

Zeitschrift „philatelie“

(39) – Mehr praktische Berichte, um Nutzen zu erhöhen
(40) – Handling für elektronische „philatelie“ erleichtern
(41) – Ausbau des Digitalangebotes

---

Meinung der Philaseiten Redaktion:

Das Team Schmidt hat sich sehr viel vorgenommen. Die Umsetzung eines so umfangreichen Programms wird aber nur über zusätzliche ehrenamtliche Kräfte gelingen, da alle Vorstandskandidaten voll berufstätig sind. Zudem werden sich die Kosten erhöhen, so dass sich vermutlich eine Beitragserhöhung nicht umgehen lässt. Wird diese nicht auf der Hauptversammlung 2017 beschlossen, kann sie frühestens in 2019 mit Wirkung ab 2020 wirksam werden, so dass in den kommenden Jahren kräftig gespart werden muss - möglicherweise über Kürzungen der bisher erbrachten Leistungen.

Es wird interessant sein, die Ziele mit dem des "Team Decker" zu vergleichen, sollte es in veränderter Zusammensetzung wieder antreten.

Welche Ziele und Vorstellungen die Kandidaten vor 4 Jahren hatten können Sie hier lesen [1] und vielleicht überlegen, wie erfolgreich sie bei der Umsetzung ihrer Ziele in der Praxis waren.

Die Diskussion ist eröffnet.

Schöne Grüsse, Richard

[1] http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?F=1&CP=0&ST=5790&page=0
 
22028 Am: 21.05.2017 13:01:25 Gelesen: 2035# 42 @  
@ Richard [#41]

Ein ambitioniertes Programm das erst mal gut klingt, aber die Details, wie man es verwirklichen will, vermissen lässt.

Nein, ich möchte das Team Schmidt hier nicht kritisieren, aber es ist hat ein typisch politisches Programm ohne in die Details zu gehen.

In der vergangen Person wurde vom Team Decker das zum Teil ja auch aus dem Team Schmidt bestand zumindest eine Konsolidierung der Finanzen auf den Weg gebracht, etwas was halt zu diversen Verwerfungen und Meinungsverschiedenheiten führte.

Verbesserung / Ausbau der elektronischen/digitalen Inhalte - wird ein externer Dienstleister hinzugezogen? Auch das kostet Geld.

(37) – Entwicklung einer neuen Spendenkultur
(38) – Akquirierung von Spenden für einzelne Projekte oder Verbandsarbeit

Da hatte ch vor einigen Jahren als Lars Böttger noch Schatzmeister war meine Vorschläge an ihn gesandt, ist schwer umsetzbar, manche Umsetzungen wurden auch kritisiert, sollte aber weiter verfolgt werden.
 
Richard Am: 12.07.2017 09:28:54 Gelesen: 798# 43 @  
BDPh-Hauptversammlung in Wittenberg:

Neues Kandidatenteam will den Verband reformieren!

Deutsche Briefmarken Revue Juli 2017 - Knapp vier Monate vor der Hauptversammlung des Bund Deutscher Philatelisten am 9. September 2017 in Wittenberg, auf der Neuwahlen auf der Tagesordnung stehen, gibt es eine Alternative zum amtierenden BDPh-Vorstand! Auf der 27. Internationalen Briefmarken-Messe in Essen kündigte ein neues Team seine Kandidatur an. Es wird angeführt von Alfred Schmidt, der sich um den Posten des Präsidenten bewirbt. Zu seinem Team gehören außerdem Jan Billion (Vize-Präsident), Walter Bernatek (Schatzmeister), Konrad Krämer (Beisitzer) und Jürgen Witkowski (Beisitzer). Alle Kandidaten verfügen über große Erfahrung innerhalb und außerhalb der organisierten Philatelie und wollen den Verband für die Zukunft fit machen.

Durchdachtes Konzept

Der Bund Deutscher Philatelisten (BDPh), der in seinen besten Zeiten über 60.000 Mitglieder hatte, gibt derzeit ein Bild ab, das niemandem in der Branche gefallen kann. Jährlich verliert der Verband rund 2.000 Mitglieder und das nicht nur wegen des viel zu hohen Altersdurchschnitts jenseits der 60 Jahre. Inzwischen dürfte man die 30.000er Grenze unterschritten haben. Es gibt keine erkennbaren Konzepte, um diesen Abwärtstrend aufzuhalten oder zumindest abzumildern. Durch den Mitgliederschwund und zurückgegangene Zuwendungen durch die Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte ist der finanzielle Spielraum stark eingeschränkt. Der BDPh ist zudem innerlich zerstritten und der Vorstand seit letzten Herbst weitgehend handlungsunfähig, so dass eine über das Tagesgeschäft hinausgehende perspektivische Arbeit nicht stattfinden kann. Dass, was der Spitzenverband der deutschen Briefmar kensammler für seine Mitglieder derzeit leistet, sind eher elitäre als populäre Projekte, die nur einer Minderheit zugute kommen. Auch die angeschlossenen Vereine und die Landesverbände fragen sich zu Recht, worin der Mehrwert einer Mitgliedschaft in dem Dachverband liegt. Eine Öffentlichkeitsarbeit, mit der sich der BDPh profilieren und das Briefmarken sammeln zum Gespräch machen könnte, findet seit vielen Jahren nicht statt. Das Verhältnis zum wichtigsten Partner, der Deutschen Post, ist so gestört, dass auch an der kommenden Hauptversammlung in Wittenberg – wie 2015 in Gotha – kein Vertreter des DAX-Unternehmens teilnehmen wird. Auch andere Partnerverbände wie der Bundesverband des Deutschen Briefmarkenhandels (APHV) und der Bundesverband Deutscher Briefmarkenversteigerer (BDB) sind auf Distanz gegangen.

Das Kandidatenteam um Alfred Schmidt hat mit Blick auf diese Problemfelder in zahlreichen Vorgesprächen und Treffen ein Konzept entwickelt, mit dem innerhalb einer überschaubaren Zeitspanne viele der Probleme gelöst werden könnten. Oberste Priorität hat der Aufbau eines zukunftsorientierten Verbandes, der sich durch spezielle Serviceangebote (z.B. Servicetelefon, Rabatte bei philatelistischen Partnern), eine schnelle Information über Newsletter und dem Sammlerschutz als Kernleistung an den Bedürfnissen der Mitglieder ausrichten soll. Die BDPh-Mitglieder brauchen mehr Orientierung, Anleitung und Informationen für die Ausübung ihres Hobbys. Die Ausrichtung auf den Servicegedanken stärkt die Mitgliederbindung und liefert gleichzeitig gute Argumente für die Mitgliederwerbung.

Mit speziellen Angeboten sollen auch die Verbände, Vereine und Arbeitsgemeinschaften bei ihrer Arbeit unterstützt werden. Geplant sind Newsletter, Checklisten für die tägliche Arbeit und die Vorbereitung von Ausstellungen oder auch ein Vortrags-Pool, auf den online zurückgegriffen werden kann. Ohnehin gilt ein Hauptaugenmerk der stärkeren Digitalisierung. Die BDPh Homepage ist veraltet und bedarf einer grundlegenden Überarbeitung. Digitale Angebote wie der Download der Verbandszeitschrift „philatelie“ sollen erweitert und vereinfacht werden. Dahinter steht auch der Gedanke, durch ein modernes Erscheinungsbild mehr Interessenten anzusprechen. Erst jüngst hat eine Untersuchung innerhalb der Philatelie bestätigt, dass die Nutzer digitaler Angebote deutlich jünger sind. Dies wäre ein Ansatzpunkt, mittelfristig den Altersdurchschnitt der BDPh-Mitglieder zu senken. Um die verbandsinterne Arbeit zu optimieren, sollte zudem die elektronische Mitgliederverwaltung verbessert werden.

Viel Luft nach oben sieht das Team auch in der Außendarstellung des BDPh. Durch eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit mittels Pressemitteilungen oder Stellungnahmen zu Themen, die die Sammler bewegen, soll der Verband als Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Briefmarke positioniert und die Briefmarke als solche ins Gespräch gebracht werden. Wenn es gelingt, in strittigen Fragen als „Anwalt der Sammler“ wahrgenommen zu werden, könnte dies nebenbei einen weiteren positiven Effekt haben: Dass man einen Grund hat, dem BDPh beizutreten. Ein anderes Erscheinungsbild brauchen auch die Rang-Ausstellungen, die in ihrer jetzigen Form zu häufig am Geschmack der Masse vorbeigehen und so kaum in der Öffentlichkeit Werbung für die Philatelie machen. Populäre Ausstellungsklassen wie die Open Philately oder Ansichtskarten sollen gefördert werden. Einen gewissen Aufmerksamkeitswert verspräche eine NAPOSTA, die zuletzt 2009 durchgeführt wurde. Diese Großveranstaltung, die früher alle vier Jahre ausgerichtet wurde, soll zumindest angeschoben bzw. auf den Weg gebracht werden.

Ein wichtiger Punkt soll außerdem die Jugendarbeit sein, die zukünftig Hand in Hand mit der Deutschen Philatelisten-Jugend laufen soll. Gemeinsame Projekte und die Beteiligung an Veranstaltungen mit Kindern/Jugendlichen als Zielgruppe wären hier Ansatzpunkte. Außerdem braucht der BDPh interne Reformen, etwa in der vielfach kritisierten Beitragsordnung. Eine von außen immer wieder gestellte Forderung, nämlich die Abschaffung der Landesverbände, wird vom Kandidatenteam hingegen skeptisch beurteilt. Der BDPh ist mehr denn je auf einen ehrenamtlichen Unterbau, aber auch auf dessen Kompetenzen angewiesen, um seine Aufgaben zu erfüllen. Im übrigen wäre angesichts der angespannten Finanzlage ein Ersatz durch festangestellte Mitarbeiter überhaupt nicht bezahlbar. Gemeinsam mit dem Verwaltungsrat gilt es, eine zukunftsfähige Struktur zu entwickeln.

Effektive Arbeit angestrebt

Für die Lösung der vielfältigen Aufgaben bringt das Kandidatenteam gute Voraussetzungen mit. Es wird angeführt von Alfred Schmidt (51), der sich um das Amt des Präsidenten bewirbt. Der selbstständige Apotheker aus Haldensleben ist seit frühester Kindheit Briefmarkensammler und hat sich als Aussteller und Juror einen Namen gemacht. In der organisierten Philatelie hat er sowohl im Ortsverein als auch im Vorstand des Landesverbandes Sachsen Anhalt und im Bundesvorstand Erfahrungen gesammelt.

Für Veranstaltungen und Marketing würde bei einer erfolgreichen Wahl Jan Billion (55) als Vize-Präsident zur Verfügung stehen, der nach dem BWL-Studium sein Hobby zum Beruf gemacht hat. Als Chefredakteur der Deutschen Briefmarken-Revue und Veranstalter bzw. Projektleiter der drei großen Briefmarken Messen in Deutschland verfügt er über gute Kontakte zu Sammlern, Händlern, Verbänden und zur Deutschen Post.

In Zeiten knappen Geldes würde der Posten des Schatzmeisters in den Händen eines erfahrenen Bankers liegen: Walter Bernatek (57), ebenfalls Briefmarkensammler seit der Kindheit, hatte diesen Posten bereits 2015/16 inne. Als Vorsitzender der ArGe Brasilien (seit 2004) und als Stellvertretender Vorsitzender im Verein für Briefmarkenkunde 1878 e.V. Frankfurt am Main (seit 2015) engagiert er sich bereits in der organisierten Philatelie.

Als einer der beiden Kandidaten für das Amt des Beisitzers stellt sich Konrad Krämer (63) zur Wahl, der jahrzehntelange Erfahrungen als Verwaltungsbeamter und Kommunalpolitiker besitzt. Auch ihn führte das Briefmarkenhobby ins Vereinswesen zu den Aachener Briefmarkenfreunden, wo er Jugendgruppenleiter und Vorstand war. Seit 2015 betreut er als Leiter die BDPh-Bundesstelle für Sammlerschutz und Fälschungserkennung.

Jürgen Witkowski (62) bewirbt sich als 2. Kandidat um den Posten des Beisitzers. Der freiberufliche Landschaftsarchitekt ist seit dem zehnten Lebensjahr Briefmarkensammler und hat sich Meriten als Ausstellungsleiter der Deutschen und Europäischen Meisterschaften der Thematischen Philatelie verdient. Zudem ist er Vorsitzender im Ortsverein, im regionalen Dachverband ArGe Ruhr sowie der Arbeitsgemeinschaft Neues Handbuch der Briefmarkenkunde.

Als Zeichen eines neuen Stils stellte sich das Kandidatenteam zunächst in einer nicht öffentlichen Veranstaltung den Mitgliedern des BDPh-Verwaltungsrates vor, die ohnehin anlässlich der Essener Briefmarken-Messe am 13. Mai zu einer Sitzung zusammen kamen. Bei dieser Gelegenheit wurden das Programm erläutert, Fragen beantwortet und Anregungen entgegengenommen. Die Umsetzung vieler Programmpunkte soll durch Einbeziehung der Verbandsvorsitzenden und anderer Funktionsträger inner- und außerhalb des BDPh erfolgen. Durch mehr Transparenz, schnelleren Informationsfluss und bessere Kommunikation sollen alle Beteiligten auf dem Laufenden gehalten werden. Ganz bewusst erst am Tag danach wurde die Fachpresse informiert und mit denselben Unterlagen versorgt, die auch der Verwaltungsrat erhalten hatte.

Das Programm, das das Kandidatenteam erstellt hat, ist durchaus anspruchsvoll, aber nicht so umfangreich, dass es sich in einer Amtsperiode nicht umsetzen ließe. Da drei der Kandidaten selbstständig – und davon einer auch noch innerhalb der Branche – und darüber hinaus alle gut vernetzt sind, könnten etliche Probleme schnell angegangen und gelöst werden. Projekte wie das Relaunchen der Homepage werden aber nicht nur zeitliche, sondern auch finanzielle Ressourcen beanspruchen. Das Kandidatenteam ist sich allerdings einig, dass mit dem verhandenen Etat gearbeitet muss und notfalls andere Geldquellen aufzutun sind. Beitragserhöhungen stehen nicht zur Debatte. Im übrigen hat man sich darauf verständigt, im Falle einer Wahl verstärkt moderne Kommunikationsmittel wie EMail und Videokonferenzen zur Abstimmung zu nutzen, um die Anzahl der Vorstandssitzungen und die damit verbundenen Kosten zu reduzieren. Ein Neuanfang träfe auf günstige Rahmenbedingungen innerhalb der Branche. Der Bundesverband des Deutschen Briefmarkenhandels (APHV) hat Mitte Juni einen neuen Vorstand gewählt, der sich u.a. die Werbung für das Briefmarkensammeln auf die Fahne geschrieben hat. Erstmals in der Geschichte könnten die beiden Spitzenverbände BDPh und APHV gemeinsam Dinge bewegen. Als Folge des Wechsels an der Spitze des Postwertzeichenreferates im Bundesministerium der Finanzen hat man dort nun wieder ein offenes Ohr für die Belange der Sammler und Verbände. Darüber hinaus kann jeder Einzelne dazu betragen, dass innerhalb der Familie, im Freundes- und Bekanntenkreis und letztlich in der Öffentlichkeit positiv über das Briefmarkensammeln gesprochen wird. Aber leider ist die fast selbstzerstörerische Lust von Sammlern und Händlern, immer nur das Negative zu sehen, in der Philatelie weit verbreitet. Dabei gibt es genügend positive Beispiele, über die man berichten könnte. Man muss sie nur sehen wollen!
 
johanneshoffner Am: 12.07.2017 14:31:45 Gelesen: 661# 44 @  
Hoffentlich werden nach Wittenberg die Nabelschau, die öffentlich ausgetragenen Schlammschlachten, verbalen Entgleisungen, das Wettlaufen um die noch unmöglicheren Schlagzeilen und das Drohen mit Anwalt/Gericht/Verfügung endlich aufhören. Es widert mich an.

Die fünf Kandidaten sind versiert und schauen nach vorne, ich sehe einen ersten Silberstreif am Horizont. Um die Vielfalt der organisierte Philatelie besser abzubilden, wäre eine jüngere Person und vor allem noch eine Frau im Team wesentlich.

Gruss,

Johannes
 
DL8AAM Am: 12.07.2017 15:52:25 Gelesen: 608# 45 @  
@ johanneshoffner [#44]

Ja irgendwie sieht das richtig interessant aus, vereinfacht erscheint es dem "außenstehenden Beobachter" also so,

a) Team Schmidt mit Deutsche Briefmarken Revue [#43] mit deren "Chef" Jan Billion, (wm), Stiftungskuratorium

auf der einen Seite und

b) Team Decker mit Briefmarkenspiegel / DBZ

auf der anderen.

Ich habe da irgendwie den Eindruck, dass die Philatelie dabei selbst etwas "zu kurz kommt". Der Eindruck drängte sich mir von "Außen" irgendwie auf, dass "man" beim letzten mal, mal etwas neues, moderneres versuchen wollte und sich dann die "Nomenklatura" degegen dann gewehrt hat.

Auf der einen Seite also eher die Vertreter der eher "alten Kaste" und auf der anderen klingt/klang das immer eher nach "Aufbruch der alten Strukturen". Wobei das Programm der "Traditionalisten" nun eher optisch auch etwas moderner als früher erscheint. Wir dürfen also gespannt sein. Ich sehe nur irgendwie das Risiko, dass durch die Grabenkämpfe auf ganz lange Sicht zwei unversöhnliche Gruppen entstehen (entstanden sind), es eine Spaltung der Philatelie gibt. Die Frage ist in welches der beiden Lager demografisch (?) länger überlebt, nur ob dann noch genug Kraft für ein intaktes Verbandsleben ist ?

Man verzeihe mir den häufigen Gebrauch des Worts "eher".

Gruß
Thomas
 
johanneshoffner Am: 12.07.2017 22:21:14 Gelesen: 469# 46 @  
@ DL8AAM [#45]

Die Gefahr der Spaltung sehe ich auch. Nicht unbedingt, dass es zwei Verbände gibt, sondern dass die Grabenkämpfe den Verband weiter lähmen.

Dann stehen wir irgendwann urplötzlich nicht vor der Entscheidung, ob wir einen Bundesverband, einen Verwaltungsrat, Landesverbände, Vereine, Direktmitgliedschaften und alles andere auch noch brauchen, sondern ob es überhaupt noch eine überregionale organisierte Philatelie braucht bzw. die organisierte Philatelie sang- und klanglos in der Bedeutungslosigkeit verschwindet.

Insofern hoffe ich, dass die Versammlung in Wittenberg nicht nur einen guten neuen Vorstand wählt, sondern ihn dann auch in den nächsten 4 Jahren unterstützt. Vielleicht sollte auch in einigen Landesverbänden neue Gesichter erscheinen und einige alte Gesichter in den wohlverdienten Ruhestand treten. Sie haben es ja verdient.

Dies ist meine Hoffnung.

Gruss,

Johannes
 
22028 Am: 13.07.2017 09:47:54 Gelesen: 356# 47 @  
Eine Spaltung des Verbandes befürchte ich nicht, dazu sind die Sammler doch alle viel zu erwachsen.

Meine Befürchtung ist dass die welche in der Vergangenheit den Vorstand kritisierten auch gegen den neuen Vorstand schießen werden wenn die Kritikpunkte dieser Leute nicht 1:1 zeitnah umgesetzt werden. Ich könnte hier mehrere Beispiele nennen, da man dadurch aber auf die „Urheber“ der Punkte schließen könnte unterlasse ich dies. Auch alte Kritiker sollten irgendwann rationell denken und realisieren dass nicht alles was gemacht werden sollte auch sinnvoll und machbar ist.
 

Das Thema hat 47 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1   2  oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht