Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: DDR: Doppeldrucke der Buchdruck Aufdrucke in Fünfjahrplan unmöglich ?
prefico74 Am: 06.10.2016 21:59:42 Gelesen: 11766# 1 @  
Im Rahmen meiner Sammlung und Forschung im Bereich der Fünfjahrplan Ausgaben I- IV möchte ich hier ein Thema aufgreifen, dass mich nun schon seit langem beschäftigt.

Den Aufdruck- Doppeldruck bei der Ausgabe MiNr. 435- 442!

Neben den wenigen katalogisierten sind die umfangreicheren unbekannten Abarten, Plattenfehler und Druckzufälligkeiten, bis hin zur Kleine- Fälschung und den KgU- Machwerken, ein enormes Sammelgebiet.

Die Altmeister der Sammlerzunft haben in entsprechender Literatur bereits Grundlegendes publiziert und doch gibt es immer wieder Neufunde und Erkenntnisse die es Wert sind erwähnt, diskutiert oder/ und bei entsprechender Bestätigung in die Fachliteratur bzw. den Katalogen aufgenommen zu werden.

Der Grundtenor aller durch mich konsultierten und mit Markenmaterial belieferten Prüfer lautet entweder:

„wird nicht geprüft, es gibt massig Verschmierungen und Quetschungen der Bdr.- Aufdrucke ... das Selbststudium von einschlägiger Literatur (Kleine- Fälschung) wird empfohlen!“

oder:

„Bdr./Odr. Aufdrucke als Doppeldrucke gibt es bei dieser Dauerserie und anderen Ausgaben nicht! Und wenn, dann sind das Farbverschmierungen im Herstellungsprozess oder Fälschungen bzw. Verfälschungen! Ein zweimaliger Durchlauf eines zu bedruckenden Bogens ist bisher nicht bekannt und höchst unwahrscheinlich!“

Nun, begonnen hat das Ganze bereits vor Jahren bei der Suche nach Aufdruck- Abweichungen.

Wiederkehrende Abweichungen, wie der hier gezeigte (siehe Bild 01), sind schlussendlich sogar im Bogenfeld bestimmt und damit mindestens als Feldmerkmal zu klassifizieren.

Doch dann taucht eine Marke auf, die mehr zeigt. (siehe Bild 02). Eine bearbeitete Darstellung für meine Forschungs-Sammlung verdeutlicht noch zusätzlich die Lage des schwachen Unterdruckes. (siehe Bild 03)

Die Prüfung dieser Marke wurde abgelehnt.

Mündlich wurde auf eine „Kleine“- Fälschung verwiesen, nur dann müssten alle Marken mit diesem markanten Aufdruckfehler alles „Kleine“- Fälschungen sein!?

Warum wird ein Doppel- oder Mehrfachdruck, der technisch und materialbedingt in dem damaligen Buchdruck, insbesondere bei den SBZ-Ausgaben „Sowjetische Besatzungs Zone“, bei dieser Ausgabe kategorisch ausgeschlossen?

Ich würde mich sehr über Meinungen hierzu freuen und andere Sammler mit gleicher Thematik erreichen.

MfG


 
Carsten Burkhardt Am: 06.10.2016 22:44:19 Gelesen: 11746# 2 @  
Ich kann den ablehnenden Kommentaren nur zustimmen, ich habe schon viele Verquetschungen gesehen, aber keine Doppeldrucke.
 
prefico74 Am: 08.10.2016 11:39:43 Gelesen: 11638# 3 @  
@ Carsten Burkhardt [#2]

Hallo Carsten,

ich stimme ohne weiteres auch allen Sammlern und Prüfern zu, dass es gerade beim Buchdruck- Aufdruck unendlich viele Verquetschungen und Verschmierungen gibt! Aber es ist ja nicht mein Anliegen derartige produktionsbedingte Druckabweichungen zu zeigen bzw. zu thematisieren.

Frage: Sind die Anfangs gezeigten Aufdruck- Fragmente auf der MiNr. 435 oben Verquetschungen oder Verschmierungen?

Gruß
 
prefico74 Am: 19.11.2016 22:44:44 Gelesen: 11463# 4 @  
Hallo,

nun, da scheint es ja wohl doch keine andere Meinung zu geben.

Die von mir gezeigten 6 Markenausschnitte der MiNr. 435 gXI mit dem markanten Aufdruckfehler sind also alles Kleine- Fälschungen und das Exemplar mit dem über 3 mm nach rechts oben verschobenen Aufdruck- Fragment ist eine "Verschmierung bzw. Verquetschung"!?

Was ich unter Verquetschung oder Verschmierung verstehe sieht so aus:





Ein Doppeldruck eines Buchdruck- Aufdrucks sieht so aus:

,

Natürlich wird im Zweifel immer wieder die Kleine- Fälschung herhalten müssen, da das entsprechende Vergleichsmaterial fehlt oder, so meine Vermutung, eine Festlegung auf etwas Neues nicht riskiert und somit auch nicht attestiert wird!

Genug Material liegt noch bereit und die Erforschung geht weiter.

MfG
 
Carsten Burkhardt Am: 20.11.2016 07:51:59 Gelesen: 11428# 5 @  
Hallo,

ich habe mir die Bilder in aller Ruhe angesehen und dort, wo die Fragmente eines zweiten Aufdrucks erscheinen, sind sie sehr dünn und schemenhaft. Könnte es sein, dass nach dem Druck zwei Bögen im Staple übereinander zu liegen kamen und auf dem oberen von beiden ein Abklatsch des Aufdruckes auf der Rückseite war und der noch nicht angetrocknet war und sich der schwarze Abdruck dann auf der unteren Bogenlage abgedrückt hat?

Ich habe nach wie vor bisher keinen richtigen Doppeldruck gesehen. Dieser müsste zwei mal in der selben Druckstärke sein. Hast Du weitere Beispiele?

Viele Grüße

Carsten
 
prefico74 Am: 20.11.2016 15:30:14 Gelesen: 11387# 6 @  
@ Carsten Burkhardt [#5]

Hallo,

das hab ich mir au so vorgestellt, aber wenn ein Abdruck des Aufdrucks durch einen rückseitigen Abklatsch passiert wäre, dann müsste dieser Abdruck über den Original- Aufdruck sein.

Das ist aber hier nicht der Fall. Die Aufdruckfragmente liegen im Hintergrund und wurden überdruckt.

Bei der Betrachtung unter einem Mikroskop (50x) ist das klar erkennbar, denn die buchdrucktypischen Ränder sind eindeutig.

Hier ein Beispiel für einen Teildruck des Buchdrucks bei der 439 gXII, wo außer dem X auch nur noch Fragmente der Ziffer 20 zu erkennen sind.

In diesem Fall wurde der Druckausfall eventuell nicht bemerkt. Bei meinen oberen beiden Beispielen jedoch ist der oder die Bögen noch einmal in einen neuen Druckvorgang eingelegt und ein zweites mal mit einem Aufdruck versehen worden. Ob nun zufällig oder nicht ?



Dazu noch ein Doppeldruck des Aufdrucks, wo die Prüfung durch BPP Paul abgelehnt wurde.



MfG
 
Carsten Burkhardt Am: 20.11.2016 16:08:48 Gelesen: 11368# 7 @  
Hallo,

die 6 Pfg überzeugt mich jetzt doch. Habe ich noch nicht gesehen. Auch die Argumentation zur 20 Pfg ist stimmig. Vielleicht sollten wir darüber bei unserem Treffen in Ilsenburg mal reden. Dann ist der Leipziger nicht mehr PP, vielleicht prüft er es dann.

Viele Grüsse
Carsten
 
Ben 11 Am: 20.11.2016 16:41:40 Gelesen: 11363# 8 @  
Hallo Zusammen,

was gibt es denn bislang für Erkenntnisse zu den verwendeten Maschinen? Wenn Aufdrucke im Buchdruckverfahren gemacht wurden, könnten s.g. Tiegelpressen zum Einsatz gekommen sein. In den 1950er Jahren sind diese "einfachen" Maschinen sicherlich nicht ungewöhnlich. Es gäbe da z.B. Heidelberger oder Augsburger Tiegelpressen oder auch "Victoria", was einer Verwendung in der SBZ noch näher kommt. Carsten wird sicher die Maschinentypen aus Leipzig kennen, oder?

Diese Tiegelpressen haben aber einen liegenden unbewegten Bogen und sind zudem als Einfarben-Maschinen konzipiert. Der Doppeldruck in einem Arbeitsgang wäre also nicht möglich. Der Drucker kann aber einen Doppeldruck bewußt ausgeführt haben, wenn der erste Druck vom Farbauftrag zu schwach gewesen ist. Der Doppeldruck sollte sich dann aber auf dem gesamten Bogen zeigen, was wiederum das Argument eines Feldmerkmales ausschließt.

Ein interessantes Thema, was Du da zeigst, prefico74.

Viele Grüße
Ben.
 
Carsten Burkhardt Am: 20.11.2016 18:57:31 Gelesen: 11336# 9 @  
Nein, ich bin an der Stelle der mit den 3 Sternen (Polizist im Ostfriesenwitz). Ich weiss es selbst nicht, kenne aber jemand, der die Unterlagen hat und sich damit auskennt.

Viele Grüsse
Carsten
 
prefico74 Am: 22.11.2016 03:16:24 Gelesen: 11259# 10 @  
Hallo,

Hier möchte ich einmal eine von BPP Paul geprüfte 436 gXI mit Falsch-Aufdruck zeigen. Einmal unabhängig davon, dass die Aufdruck-Fälschung nicht unbedingt als eine Kleine-Fälschung benannt wurde, hab ich meine Zweifel an der Begutachtung des BPP Paul.

Der Glanz, die Struktur und die tpische Charakteristik der Randquetschungen sind vorhanden. Es ist zu erkennen, dass hier eine durch viele Drucke stark beanspruchtes Klischee benutzt wurde.

,

Also wenn die mittlere Marke mit dem Doppeldruck in seinem Erscheinungsbild tatsächlich eine Aufdruck-Fälschung ist, dann hab ich davon mehrere Alben voll!
Auch wenn ich mich eventuell etwas zu weit aus dem Fenster lehne - ich gehe auf Grund meines Materials und beruflichen Kenntnisse davon aus, dass in den vergangenen 60 Jahren einige Aufdrucke, ganz speziell die DD´s, irrtümlich einfach den Kleine-Fälschungen zugeordnet wurden, was natürlich zu beweisen wäre!

Zum Vergleich habe ich eine 435 mit tatsächlichem gefälschtem Aufdruck abgebildet und bitte darum sich selbst eine Meinung zu bilden.
Glatte flache Kanten, keine Farbquetschungen an den Rändern, ein verhältnismäßig gleichmäßiger Farbauftrag und vor allem ohne den tpischen intensiven Glanz.



MfG
 
Carsten Burkhardt Am: 22.11.2016 19:56:18 Gelesen: 11199# 11 @  
@ prefico74 [#10]

Jetzt habe ich nach einem Hinweis von Richard auch gelernt, auf welchen Knopf man drücken muss, damit die erste Zeile oben erscheint. Thanx.

Also die mittlere Marke in der Reihe ist wirklich sehenswert. Für meinen laienhaften Verstand überzeugt es mich.

Ganze Alben voll?

Habe heute meine Bestände 215 durchgesehen und 2 gestempelte Bestätigungen des schönen neuen Fehlers f06d gefunden.

Gute Jagd!

Carsten
 
prefico74 Am: 23.11.2016 14:37:54 Gelesen: 11146# 12 @  
Hallo Carsten,

mit "ganze Alben voll!" meine ich nicht die DD´s sondern die Marken, die mit ihrem Aufdruck dem Falsch-Aufdruck entsprechen. Der Umstand meines Zweifels an bisherige Prüfungen in diesem Themenbereich soll ja nicht bösartig oder altklug rüber kommen - bei allem Respekt, aber diese Fragen beschäftigen mich!In einem anderen Thread dieses Forums wird aktuell ja schon über die fehlerhafte Prüfung von Sachverständigen berichtet.

Aber auch beim BPP Altmeister Weigelt gab es nach meiner Meinung Ausrutscher auch in einem seiner Spezialthemen - den Kleine-Fälschungen!

Bei folgender MiF wurde als Beispiel die 377 XI und 371 XI rückseitig auf dem Brief mit Aufdruck-Falsch gekennzeichnet! Bezüglich der 377 XI mit entsprechendem matten Aufdruck gibt es keine Zweifel. Die jedoch darunter befindliche Marke ist eine ganz normale 436 bIIXI und die hat ja nun mal einen Bdr.-Aufdruck! Und ein Doppel- Aufdruck liegt auch nicht vor. Wenn es also eine Aufdruck-Fälschung wäre, müsste es eine 371 XI sein, die zu einer 439 aII XI gemacht werden sollte.

Anhand meines Fotos, wo ich unter Blaulicht eine 439 aIIgXI daneben gelegt habe, ist ersichtlich, dass es sich nicht um eine "überdruckte" 371 handelt. Zudem war die 439 bIIXI zum Zeitpunkt der Verwendung (Stempelabschlag) auch schon verausgabt.

Also ist die Kennzeichnung durch ehemals BPP Weigelt mit Aufdruck FALSCH auf der Brief-Rückseite falsch!

Oder?

Im übrigen bin ich bei Deinen Neuentdeckungen auch dran, aber brauche da noch ein paar Tage!

mfG




 
Carsten Burkhardt Am: 23.11.2016 15:24:29 Gelesen: 11134# 13 @  
Tja, ich habe alle meine Marken durchgesehen und die Tütenware der 10 Pfg. heute in Alben gesteckt. Unter ca. 10.000 Marken Mi.Nr. 215 wurden nur 2 gestempelte Exemplare gefunden. Bei allen gestempelten 330 nicht eine! Und der Fehler ist so groß, dass man ihn wirklich gut sieht.

Viele Grüße
Carsten
 
prefico74 Am: 28.11.2016 14:16:12 Gelesen: 11037# 14 @  
Hallo,

da habe ich doch tatsächlich noch in einer meiner alten Unterlagen ein interessantes Dokument gefunden.

Damals hatte ich begonnen mich neben den Köpfe I/ II Ausgaben intensiver mit den Fünfjahrplan- Ausgaben zu beschäftigen.

Ich stelle dieses Attest mal hier wertfrei und kommentarlos ein.

Jedenfalls sehr interessant, was der Autor der Kleine- Fälschungen damals zu attestieren hatte!



MfG
 
Carsten Burkhardt Am: 28.11.2016 19:49:45 Gelesen: 11003# 15 @  
@ prefico74 [#14]

Die Fragen hierbei wie auch bei anderen ähnlichen Fällen: Warum hat er es attestiert und dann nicht in den Michel gebracht?

Ist die Prüfung nachträglich kassiert und als nicht zutreffend eingeschätzt worden?

Hat sich die BPP-Verbandsprüfstelle dazu positioniert?

Gute Arbeit, Fred!

Viele Grüsse
Carsten
 
Ben 11 Am: 28.11.2016 22:01:02 Gelesen: 10984# 16 @  
@ prefico74 [#12]

Anhand meines Fotos, wo ich unter Blaulicht eine 439 aIIgXI daneben gelegt habe, ist ersichtlich, dass es sich nicht um eine "überdruckte" 371 handelt.

Das ist eine interessante Sache. Wieso fällt Deine Wahl gerade auf blaues Licht? Würde eine andere Beleuchtung, z.B. durch eine Leuchtstofflampe, auch funktionieren?

Viele Grüße
Ben.
 
prefico74 Am: 29.11.2016 16:21:09 Gelesen: 10938# 17 @  
@ Ben 11 [#16]

Hallo,

nun eigentlich ist das zum einen im Michel Deutschland Spezial bei der Beschreibung der MiNr. 439 aII so angegeben.

Unter der Fluoreszenz-Lampe (UV-Lampe) oder umgangssprachlich "Blaulicht" erscheint diese Ausgabe zumeist orange/ zinnober, auf jeden Fall aber heller als die Folgeausgabe der MiNr. 439 bII.

Da ja Jeder seine eigene Farbe erkennt, ist diese UV-Lampe schon ganz hilfreich um erste Zweifel zu beseitigen oder zu bestätigen!

Mit unter sind bei geschultem Auge und ausreichend Vergleichsmaterial Reparaturen an den Marken erkennbar, aber auch unterschiedliche Farbreaktionen der verwendeten Papiere möglich.

Nur da gibt meiner Meinung nach auch keine Standardisierung, denn welcher Sammler begutachtet seine Marken unter Laborbedingungen.

Da lassen wir mal die Prüfer werkeln.

Gruß
 
prefico74 Am: 08.12.2016 14:25:48 Gelesen: 10786# 18 @  
Hallo an alle Interessierten,

nunmehr bin ich dem Ratschlag von Dr. Carsten Burkhardt gefolgt und habe bei der BPP- Verbandsprüfstelle per E-Mail nachgefragt.

Die Fragestellung und die Antwort siehe hier:



Über diese Antwort war ich ziemlich frustriert, denn ich hab doch etwas mehr an Informationen oder Hinweise seitens des BPP erwartet.

Nach nochmaligem Telefonat mit Herr Gruber wies er nochmals darauf hin, dass nach Rücksprache mit BPP Paul keine Aussagen mehr zu diesem Attest gemacht werden könne. Eventuell muss man hier in Betracht ziehen, dass dieses Attest von damals in Frage zu stellen wäre. Herr Weigelt kann ja keine Auskunft mehr geben.

Nun aber der Kracher - denn soeben bin ich vollends vom Glauben abgefallen, denn die von mir hier vorgestellte Attestierung von BPP Weigelt wird als 435 gX DD bei Hettinger auf der 44. Auktion für 200 Euro angeboten! Für meine zukünftige Forschung und die Zusammenarbeit mit den BPP hat diese Feststellung Konsequenzen, denn wem soll ich denn nun noch trauen?

Ich verstehe jetzt immer mehr den Frust und die Skepsis der Sammler in einem gerade hier laufenden Thread zum Thema BPP-Prüfer und deren ausbleibenden Stellungnahmen!



mfG
 
Carsten Burkhardt Am: 08.12.2016 14:35:51 Gelesen: 10781# 19 @  
@ prefico74 [#18]

Hallo,

es ist zum wiederholten Mal eine freche Abfertigung eine Kunden durch die Verbandsprüfstelle.

Der BPP soll sich etwas schämen, so mit Kunden umzugehen!

Wofür halten die sich?

Viele Grüße
Carsten
 
prefico74 Am: 08.12.2016 15:48:16 Gelesen: 10762# 20 @  
Hallo noch einmal,

der Ordnung halber und vor allem, um einer auch hier stattfindenden Beitragswelle von Stellungnahmen gegen die BPP-Verbandprüfstelle vorzubeugen.
Ich muss meinem Beitrag [#18] dahingehend revidieren, als dass Herr Gruber mein Anschreiben nicht als Vertreter der BPP-Verbandsprüfstelle beantwortet hat.

Es handelt sich um die Geschäftsstelle des BPP!

Seine an mich weitergegebenen Informationen haben fachlich und sachlich nichts persönlich mit dem Herrn Gruber zu tun!

MfG
 
Carsten Burkhardt Am: 08.12.2016 17:49:35 Gelesen: 10745# 21 @  
Da es Heiko Königs Prüfgebiet ist, sollte er sie auch mal den Michel melden.

Es wäre natürlich besser, wenn er die Marke zusätzlich aktuell befunden würde. So würde die Sache sauber vonstatten gehen.

Viele Grüsse
Carsten
 
prefico74 Am: 12.12.2016 12:38:57 Gelesen: 10643# 22 @  
Hallo,

tja, was mache ich denn nun?

Mein Interesse an dieser 435 gXI DD ist vorhanden, aber 200 Euro sind nicht ohne!

Einerseits wird mir durch den BPP mitgeteilt, dass es keine weiteren Informationen zu der Rubrik Doppeldruck der Aufdrucke gibt außer, das es bisher keine DD beim Fünfjahrplan gibt und ansonsten alles "Kleine"- Fälschungen sind!

Andererseits liegt genau so ein Stück, mit altgeprüftem Attest (BPP Weigelt 1987), beim Nachverkauf der 44. Hettinger- Auktion n o c h immer vor.

Zu dem konnte ist BPP König noch immer nicht kontaktieren, ob und in wie weit er als BPP Prüfer das Alt-Attest seines Vorgängers in seinem Hause bestätigt oder nicht!

Mitunter laufe ich aber Gefahr, dass mit das Attest später durch eine aktuellen Nachprüfung durch den BPP um die Ohren gehauen und eine Bestätigung abgelehnt wird. Dann sind die 200 Euro fehlinvestiert!

Derweil hab ich meinen Bestand der "verdächtigen" Marken durchforstet. Da ich jetzt eine größere Abbildung habe fand ich unter meiner Rubrik (?) fragwürdig, ebenfalls eine 435 gXI mit den selben Merkmalen! Leider brauche ich aber eben ein Referenz-Exemplar zur technischen Untersuchung.

Bis auf weiteres verbleibe ich mit einem freundlichen Gruß
 
prefico74 Am: 29.12.2016 16:29:02 Gelesen: 10486# 23 @  
Hallo mal wieder,

habe hier mal eine 439 bIIgXI mit einer wunderschönen "Verdopplung" des Aufdrucks. Der normale Aufdruck selbst ist weder gequetscht noch zu fett im Farbauftrag und an seinen Rändern scharfkantig und sauber. Ich behaupte, dass der Farbauftrag im ersten Gang bei diesem Bogen nicht mehr ausreichend war. Deshalb erscheint der erste mangelhafte Aufdruck schmaler und "körniger" als der 2. normale Aufdruck.

Wenn man sich die Doppel- Aufdrucke auf den SBZ (Allgemeine Ausgaben) anschaut. Da werden diese "Erscheinungen" geprüft und bestätigt!

MfG


 
Carsten Burkhardt Am: 14.01.2017 18:46:12 Gelesen: 10329# 24 @  
@ prefico74 [#22]

Zuschlag bei 200 Ausruf 180 Euro.
 
prefico74 Am: 14.01.2017 22:27:35 Gelesen: 10290# 25 @  
@ Carsten Burkhardt [#24]

Hallo Carsten,

ich danke Dir für die Info - aber ich habe diese Auktion selbstverständlich verfolgt. Auch wenn es mir sehr von Nutzen gewesen wäre, dass durch die Attestierung des "Altmeisters" Weigelt zumindest ein Exemplar als Doppeldruck- Aufdruck am Sammlermarkt existent gewesen wäre, aber für mich ist dieser Aufdruck tatsächlich nur verschmiert bzw. gequetscht.

Einige Marken hab ich aus meinem Fundus als Vergleich herangezogen. Eine Darstellung meiner Analyse werde ich in Kürze hier kurz zeigen.

Ein Telefonat mit BPP König hatte im Vorfeld der Auktion nichts ergeben. Er persönlich sieht keine Veranlassung das bestehende Attest in Frage zu stellen und er hat ja das Recht eine Stellungnahme zu diesem Attest abzulehnen.

Nun, was nützt mir ein Kauf dieser Marke mit Attest eines Altprüfers des BPP, wenn die heutigen Prüfer des BPP diese Marke nicht bestätigen. Mein zum Teil hier gezeigtes Material wird ja ebenfalls nicht geprüft bzw. bestätigt und wenn, dann ist es sowieso eine "Kleine- Fälschung".

Deshalb habe ich von einer Beteiligung an diesem Los abgesehen.

Gruß
 
Carsten Burkhardt Am: 14.01.2017 22:53:04 Gelesen: 10286# 26 @  
@ prefico74 [#25]

Wir sollten das zum Thema auf unserem Treffen im Frühjahr machen und ich werde alle Prüfer vorher zu Stellungnahmen auffordern.
 
prefico74 Am: 18.01.2017 20:54:49 Gelesen: 10175# 27 @  
Hallo,

da ja bei den Doppelaufdrucken des Bdr.- Aufdrucks zumeist immer die Kleine-Fälschungen ins Spiel kommen, geht das Zeigen von Beispielen sicherlich nicht am Thema vorbei.

So habe ich hier ein Problem, dass ich in naher Zukunft per Prüfung durch einen Sachverständigen klären lasse will.

Bei der MiNr. 367 XI r SR ** mit Bdr.- Aufdruck (analog III. Fünfjahrplan-Ausgabe) liegt mir erstmals eine postfrische Fälschung vor.

Im Abgleich mit meinem vorhandenen gestempelten Material ist der Aufdruck den Kleine- Fälschungen zuzuordnen…

Mein Zweifel besteht aber in der Annahme, dass es derartiges Material ungebraucht gar geben dürfte.

Gebraucht auf Brief oder bereits gewaschen als gestempeltes loses Material, ja aber postfrisch aus der Fälscher-Werkstatt? Außerdem dürfte doch alles an Material das postfrisch vorhanden war durch entsprechende Stellen vernichtet worden sein oder hab ich hier einen Denkfehler?

MfG


 
prefico74 Am: 01.05.2017 22:54:16 Gelesen: 9138# 28 @  
Hallo,

nach nunmehr ca. 90 Tagen und über 1000 Lesern ist leider noch keine weitere Erkenntnis gewonnen worden! Ist das Thema wohl doch zu speziell?

Egal, ich bleibe der Hoffnung verfallen, dass die Fünfjahrplaner wieder erwachen und sich zu erkennen geben. So hatte ich jedenfalls nach 9 Tagen Hochspannung auf das Ende einer Auktion auf Ebay gewartet und habe erfolgreich "zugeschlagen"!

Da ich bereits ein Exemplar eines durch den BPP nicht prüfbaren Aufdruck- Doppeldrucks [#4] gezeigt hatte, liegt mir nun ein waagerechtes Paar des selben Wertes mit all den gleichen Merkmalen vor.

Hoch interessant ist nun, dass die Verwendung dieses Paares (am 13.9.55-18) und meiner hier bereits gezeigten (am 14.9.55-18) mit dem Tagesstempel aus OLBERNHAU den gleichen Verwendungsort- und Zeitraum hatte - Zufall kann das nicht sein!
Rückseitig sind keine Propaganda-Aufdrucke vorhanden, was bei den "Kleine- Fälschungen" ein zusätzliches Merkmal wäre.

Der Fakt, dass andere "Kleine- Fälschungen" in unmittelbarer Nähe von OLBERNAU im Zeitraum 1955-1956 postalischen Gebrauch fanden (z. B. MARIENBERG; THARANDT und KIRCHBERG) bestätigt die Vermutung dass es sich doch nicht um ein erwarteten Aufdruck- Doppeldruck handelt!

Es würde mich und allen anderen Sammler mit diesem Themenbereich sehr freuen, wenn hier eine "Kleine- Fälschung" mit einem Stempelabschlag aus der Region OLBERNHAU bestätigt werden kann.

MfG


 
prefico74 Am: 05.05.2017 11:34:09 Gelesen: 9031# 29 @  
Hallo,

auf Grund neuer Funde und daraus resultierenden neuen Erkenntnissen sind meine hier gestellten Fragen weitestgehend beantwortet. Ich bedanke mich für die hier bekommenen Ratschläge und Hinweise.

Mit freundlichem Sammlergruß
 
prefico74 Am: 24.02.2018 14:53:16 Gelesen: 5544# 30 @  
Hallo,

hier möchte ich wieder ein schönes Exemplar für alle Freunde von Buchdruck- Aufdruck Verschmierungen zeigen.

Eine sauber gestempelte 439 aIgXI als MiF (8.12.54- 18) LEIPZIG C11 a ! Ein ähnliches Exemplar (DELITZSCH...) hatte ich bereits im Artikel [#4] vorgestellt.

Eventuell könnte man diese Marke aber auch wieder den "Kleine"-Fälschungen zuordnen, da der ja für alles verantwortlich zu sein scheint. Ein Doppeldruck des Buchdruck-Aufdruckes kommt jedenfalls überhaupt nicht in Frage, weil es so etwas in der VEB-Wertpapier-Druckerei Leipzig nicht gegeben hat und von den derzeit aktiven BPP-Prüfern nicht geprüft bzw. bestätigt wird.

MfG


 
prefico74 Am: 15.04.2019 23:40:09 Gelesen: 1353# 31 @  
Hallo und guten Tag,

für alle Neugierigen der Fünfjahrplan Thematik hier mein aktuellster Fund auf Ebay!

Nun gut, für diese dekorative Drucksache als Segelflug- Luftpost mit portogerechter Frankatur (MiNr. 435 gXII (R); MiNr. 437 mXI (N) jeweils mit linken SR!) und natürlich den Umschlag mit privat veranlasstem Sonderdruck anlässlich der III. Südthüringer Briefmarkenausstellung in Hildburghausen und den entsprechenden dazugehörigen Stempeln musste ich zwar 4,50 Euro berappen!

Man könnte erst einmal meinen, was hat dieser Brief mit den nicht vorkommenden Aufdruck- Doppeldrucken zu tun, denn die Marken sehen doch völlig normal aus.

Aber schaut Euch mal den Empfänger dieses Briefes an!

Da die Aufdruck-Doppeldrucke auf den Fünfjahrplan-Marken bisher allesamt ausschließlich immer nur als Fälschungen eines Grafikers mit dem Namen Willi Kleine aus Berlin-Steglitz deklariert wurden, bekommt dieser Brief mit dieser Empfängerangabe schon mal eine ganz andere Bedeutung.

mfG



Redaktioneller Hinweis: Siehe auch im gesonderten Thema "DDR: Willi Kleine Fälschungen" - https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=12758&CP=0&F=1
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.