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Thema: Belege bestimmen: Deutsches Reich
Das Thema hat 206 Beiträge:
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Lars Boettger Am: 26.11.2020 20:02:48 Gelesen: 12036# 132 @  
@ Pete [#128]

Bei der Zahl "460" handelt es sich um den Stempel des zustellenden Briefträgers in Brüssel?


Ja, das ist ein Briefträgerstempel von Brüssel.

Beste Grüße!

Lars
 
dr31157 Am: 26.11.2020 21:17:57 Gelesen: 12014# 133 @  
@ dr31157 [#131]

Hallo zusammen,

darf ich noch einmal auf meine Einstellung zurückkommen. Scan siehe dort.

Gibt es keinen Spezialisten der mir die Zusammenhänge und den Grund dieser Postkarte erklären kann?

Gruß Detlef
 
rowabo Am: 26.11.2020 23:00:30 Gelesen: 11994# 134 @  
@ Pete [#128]

So ziemlich ins Blaue hinein. Es gab zu der Zeit einen Dampfer namens Hindenburg, der auf der Strecke Koblenz - Düsseldorf unterwegs war.

Haben die Karten mit Absenderstempel und Tagesdatum, aber ohne Eigenwerbung ausgegeben?

Auf stampsx gibt es einen Absenderstempel ohne Datum [1].

Hier ein Link zu den Schiffsdaten [2].

Gruß,
Rolf

[1] https://www.stampsx.com/ratgeber/stempel-datenbank.php?stempel_id=12580858.
[2] https://www.binnenschifferforum.de/showthread.php?56128-Hindenburg-PSRD-Baujahr-1916
 
Pete Am: 30.11.2020 19:00:59 Gelesen: 11602# 135 @  
@ Lars Boettger [#132]
@ rowabo [#134]

Danke für eure Mühen!

Die Überlegung (Theorie) zur Ansichtskarte aus Düsseldorf.

So ziemlich ins Blaue hinein. Es gab zu der Zeit einen Dampfer namens Hindenburg, der auf der Strecke Koblenz - Düsseldorf unterwegs war.

Scheint mir durchaus plausibel - zumindest ein praktikabler Ansatz für einen Erklärungsversuch. :-)

Haben die Karten mit Absenderstempel und Tagesdatum, aber ohne Eigenwerbung ausgegeben?

Ich kann aufgrund deiner Überlegungen lediglich vermuten, dass die Ansichtskarte in Düsseldorf gekauft, an Bord des Dampfers "Hindenburg" geschrieben und auch dort aufgegeben (z.B. in einen privaten Briefkasten eingeworfen) wurde - daher der "Hindenburg"-Stempel vom 13.07.1921. Bei der Ankunft des Schiffes in Koblenz wurden die an Bord eingesammelten Sendungen der Reichspost zur weiteren Verarbeitung übergeben.

Gruß
Pete
 
Morenga Am: 04.12.2020 22:48:05 Gelesen: 11451# 136 @  
Deutsches Reich Brief mit ungarisch deutscher Mischfrankatur

Tut mir leid, dass ich ein neues Thema eröffne, aber ich wusste nicht genau wo ich mein Anliegen zuordnen soll, um entsprechend die Suchfunktion zu nutzen.

In der Briefesammlung die sich meines Erachtens zumeist aus Briefen von ehemaligen Zwangsarbeitern zusammensetzt (Lagerbriefe ?) fand ich u.a. folgenden Beleg mit ungarischer und zugleich deutscher Frankatur. Versendet in Deutschland. Wie auch immer die ungarische Briefmarken da drauf gekommen ist, wurden ausländische Briefmarken als Frankatur anerkannt? Sie wurde sogar gestempelt.

Weitere Info die ich ersehe: Der Brief ging 17.3.1943 von Marienrode bei Hildesheim nach Frankreich Guteaux. Er kommt also nicht aus Ungarn und geht nicht dahin?

Der Absender ist in einem Wohhnlager der ? Werke. Ich kann es nicht lesen, bzw. ich lese Zrillek Werke aber google zeigt nichts.

Was könnte das bedeuten diese Frankatur mit ausländischen Marken? Oder waren ungarische Marken in dieser Zeit auch in Deutschland frankaturgültig? Hat jemand eine Idee?

Ein anderer Beleg aus der DR Briefe Sammlung (eigentlich aber eine Karte) hat eine "ähnliche Problemstellung" für mich aber mit einer Schweizer Marke. Allerdings von 1938.

Vielen Dank für jede Info im voraus und allen ein gutes Immunsystem.

Mit besten Grüßen

Elisabeth



 
Christoph 1 Am: 04.12.2020 23:14:49 Gelesen: 11445# 137 @  
@ Morenga [#136]

Hallo Elisabeth,

was ich jedenfalls schon mal berichtigen kann: Die braune Briefmarke mit Aufdruck SHS HRVATSKA ist keine ungarische Briefmarke, sondern eine jugoslawische.

Ansonsten: Zeige doch bitte mal die vollständige Vorderseite des Belegs. Es sieht so aus, als sei dieser Brief mehrmals gelaufen (mehrere Stempel aus verschiedenen Orten).

Ich habe Dir jedenfalls schon mal die Arbeit abgenommen, das Bild so zu drehen und zuzuschneiden, dass man die Stempel besser erkennen kann:



Ich erkenne einen Handstempel und einen Maschinenstempel. Beide Hildesheim? Könnte gut sein. Im Original kann man vielleicht die Stempeldaten erkennen? Oder mit einem Scan anstatt Handy-Foto?

Und die Empfänger-Adresse. Dann wäre die Sache einfacher.

Zur Rückseite: Es handelt sich um einen Absender, der im Wohnlager der Trillke-Werke untergebracht war, vermutlich als Zwangsarbeiter. Siehe [1]

Vielleicht war es ja ein Zwangsarbeiter aus dem Balkan, der dort im Lager arbeiten musste und als Zeichen der Heimatverbundenheit zusätzlich zu der AH-Marke noch eine ältere Briefmarke aus seiner Heimat mit verklebt hat, obwohl diese ungültig war. Aber das ist nur eine Vermutung.

Den zweiten Beleg mit der Schweizer Briefmarke zwischen 2x Hindenburg halte ich für eine Spielerei.

Viele Grüße
Christoph

[1] http://vernetztes-erinnern-hildesheim.de/pages/home/hildesheim/themen/ruestungsbetriebe/trillke-werke.php
 
Morenga Am: 05.12.2020 00:13:50 Gelesen: 11431# 138 @  
Vielen Dank erstmal an Christoph1

tut mir leid mit dem verdrehten Bild und Danke für die Richtigstellung. Das passiert mir immer wieder und es lässt sich in der Vorschau nicht richtig drehen. Bin nicht so Internet bzw. Computer erfahren und für jeden Tipp dankbar, aber es gehört nicht hierhin nicht wahr?

Gibt es nicht eine Rubrik für Anfängerfehler?

Danke für den Hinweis mit Jugoslawien. Ich traue mich kaum zu fragen, weil ich woanders abgewatscht worden bin wegen dummer Fragen, aber ist Magyar Posta nicht Ungarn? Bzw. woran ersieht man das es Jugoslawien ist? sorry.

Ein mehrfach gelaufener Brief ? Du meinst ggf. von Jugoslawien nach D und dann von D nach Frankreich? Ging denn so was?

Anbei die ganze Vorderfront.

Die Stempel kann man nicht lesen, sie sind unleserlich. Ein Member hatte mir in einem anderen Thread eine 12 fach Lupe empfohlen und die habe ich mir zugelegt. Aber ich kann es nicht lesen. manchmal denke ich das man besser ohne Lupe sieht. Vielleicht bin ich ein Adlerauge? Spaß bei Seite

Einen Scanner habe ich leider nicht nur ein Handy.

Danke es heisst Trillke Werke. Aber es war wohl eher ein Franzose als ein Balkanese. Sagt man das so? Aber Du meinst ausländische Marken waren ungültig? Logisch irgendwie denn heute ist es ja nicht anders.

Vielleicht hast Du Recht und der Brief wurde zuerst an Ihn aus Jugoslawien gesendet und dann hat er ihn ein 2. mal benutzt um nach Frankreich zu senden. Aber dann müsste doch der Brief an sich auch mehr beschriftet sein? Ich meine mit unterschiedlichen Absendern und Adressen?

Der link ist ja wohl der absolute Hammer! Vielen Dank für den link, aber insbesondere die freundliche Behandlung eines newbies.

Nochmals vielen Dank und ein gutes Immunsystem,

Elisabeth


 
Christoph 1 Am: 05.12.2020 00:38:39 Gelesen: 11425# 139 @  
@ Morenga [#138]

Hallo Elisabeth,

nun ist es schon spät, aber ich will trotzdem noch schnell antworten.

Die Briefmarke wäre ohne Aufdruck eine ungarische Briefmarke. Aber sie wurde dann mit Gründung des "Königreichs Jugoslawien" im Jahr 1918 durch den Überdruck zu einer jugoslawischen Briefmarke. Siehe dazu [1].

Dein Brief stammt ja aus dem Jahr 1943, da war diese jugoslawische Briefmarke schon über 20 Jahre alt und natürlich auch im Deutschen Reich nicht frankaturgültig. Deshalb bleibe ich bei meiner Vermutung, dass der Absender sie als "Zierde" mit auf den Brief geklebt hat.

Die Stempel sind bei näherer Betrachtung mit Vergrößerung doch beide aus Hildesheim und auch beide vom gleichen Tag, nämlich vom 17.3.1943:



Der Handstempel HILDESHEIM 2 mit UB f ist ein Zweikreisstegstempel, siehe [2].



Der Maschinenstempel von Universal/Standard HILDESHEIM 2 hat einen Stempelkopf mit UB s, siehe [3]. Dieser wurde hier verwendet in Kombination mit einem Entwerter "AUF REISEN UND WANDERUNGEN / Postreisescheck", siehe [4] (im verlinkten Abschlag aus der Datenbank nicht aus Hildesheim, sondern aus Lübeck, aber dient ja auch nur als Beispiel).

Soweit meine Mutmaßungen zu diesem Beleg. Die wichtigste Info ist ja vermutlich: Brief aus einem Zwangsarbeiterlager nach Frankreich aus dem Jahr 1943.

Dass Du in einem anderen Thema von einem Mitglied nicht so nett behandelt wurdest, habe ich gelesen. Es ist eben auch hier im Forum wie überall im Leben: Es gibt solche und solche.

In diesem Sinne eine gute Nacht und ein schönes Wochenende wünscht
Christoph


[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=3801
[2] https://philastempel.de/stempel/zeigen/139102
[3] https://philastempel.de/stempel/zeigen/16089
[4] https://philastempel.de/stempel/zeigen/271098
 
mumpipuck Am: 05.12.2020 00:50:23 Gelesen: 11419# 140 @  
Noch eine Ergänzung zu dem Beleg: In meiner Heimatsammlung habe ich auch diverse Belege aus Lagern ins Ausland. Sie tragen sehr oft zwei Stempelabschläge - oft des selben Tagesstempels. Einen zur Entwertung und einen daneben. Das könnte auch hier den zweiten Stempel von Hildesheim erklären. Es scheint da eine Vorschrift gegeben zu haben. Vielleicht kann die ja jemand erklären ?

Herzliche Adventsgrüße
Burkhard
 
Richard Am: 05.12.2020 12:58:15 Gelesen: 11383# 141 @  
@ Morenga [#138]

Gibt es nicht eine Rubrik für Anfängerfehler?

Es gibt die Forumhilfe, Startseite links oben.

Dort werden 99 % aller Fragen zum Forum beantwortet.

Du hast bei Deiner Anmeldung bestätigt, dass Du diese gelesen hast.

Schöne Grüsse, Richard
 
Lars Boettger Am: 05.12.2020 13:16:25 Gelesen: 11377# 142 @  
@ Morenga [#136]

Hallo Elisabeth,

die Postkarte ist mit 6 Pfennigen korrekt frankiert. Ebenso der Brief nach Frankreich mit 25 Pfennigen (1. Gewichtsstufe). Der Reichspost waren die ausländischen Marken egal, da sie das richtige Porto kassiert hat.

Beste Grüße!

Lars
 
Morenga Am: 06.12.2020 20:21:54 Gelesen: 11343# 143 @  
Vielen Dank an Alle die mitgeholfen haben das Problem bzw. die Frage zu lösen. Besonderen Dank an christoph1.

Vielen Dank natürlich aber auch an Richard.

Ich lerne auch jeden Tag etwas hinzu. Ich werde es wohl nicht mehr schaffen auf so ein beeindruckendes Level wie christoph 1 zu kommen, aber ich befasse mich gerne mit den Briefen (die meisten Briefmarken sind auf Briefen gesammelt) und vielleicht kann ich bald auch mal jemandem helfen.

Wünsche allen einen schönen Nikolausabend und ein allseits stabiles Immunsystem,

Elisabeth
 
dr31157 Am: 17.01.2021 21:00:55 Gelesen: 10334# 144 @  
Hallo,

ich zeige hier eine Antwortkarte von 1903 aus Wien.



Rückseitig befindet sich ein violetter Absenderstempel "MILITÄR - V. BELGUE". Wohl ein Stempel der belgischen Militärpost. Der Adressat hat an einer Lotterie teilgenommen, wo ihn mit der Antwortkarte mitgeteilt wurde, das sein Los nicht gewonnen hat.

Kann mir bitte jemand erklären, was das für Lotterien waren und was das belgische Militär damit zu tun hatte?

Gruß Detlef
 
Cantus Am: 18.01.2021 04:40:19 Gelesen: 10298# 145 @  
@ dr31157 [#144]

Hallo,

in der Zeit zwischen etwa 1890 und dem Ausbruch des 1.Weltkrieges gab es in Wien diverse Lotterien, zu denen Personen als potentielle Teilnehmer per Ganzsachenpostkarte geworben wurden; entsprechende gedruckte Texte finden sich immer wieder auf den Rückseiten von österreichischen Ganzsachenpostkarten der damaligen Zeit. Da viele Adressaten irgendwie adlig waren gehe ich davon aus, dass der jeweilige Einsatz im Verhältnis zu heute relativ hoch war, der Teilnehmerkreis dagegen recht klein. Die heutige Form einer Lotterie, wo jeder teilnehmen kann, gab es damals noch nicht. Ich sehe das Ganze als einen mühsamen Vorläufer dessen, was man heute unter einer Lotterie versteht.

Der Absender, den du als V.BELGUE gelesen hast, kann so nicht heißen, denn die Buchstaben lassen diese Deutung nicht zu. Ich habe eine Ausschnittsvergrößerung gefertigt und den Schriftzug zur besseren Lesbarkeit vergrößert und farblich bearbeitet, danach ist der 4.Buchstabe auf gar keinen Fall ein G.



Möglicherweise fällt Anderen nun eine passendere Definition dazu ein.

Viele Grüße
Ingo
 
charly999 Am: 18.01.2021 11:47:25 Gelesen: 10183# 146 @  
@ Christoph 1 [#137]

Noch zur Ergänzung: Am 11.3.43 gab es keinen jugoslawischen Staat. Der war zu dieser Zeit aufgeteilt, teils bulgarisch, teils italienisch, teils deutsch, teils ungarisch. Kroatien war ein selbständiger Staat, der Rest unter deutscher Militärverwaltung.

Die jugoslawische Marke stammt vom 11.1918, auf dem Brief ist sie reine Spielerei. Auf den Fotos ist kein Hinweis auf Jugoslawien/Kroatien oder einen Absender vom Balkan zu sehen. Es handelt sich, wie schon korrekt geschrieben, um einen gewöhnlichen Brief eines französischen Zivilarbeiters (ich lese den Namen Bertrand?) in die Heimat, mit Zensurstempel der Auslandsbriefprüfstelle Frankfurt (K1 mit Ae). Auf Delcampe findet man diese Briefe nach Frankreich sehr oft. Leider ist der Zustand des Briefes nicht besonders gut.
 
dr31157 Am: 18.01.2021 12:24:50 Gelesen: 10143# 147 @  
@ Cantus [#145]

Hallo Ingo und alle Anderen.

Vielen Dank Ingo für Deine Antwort. Aus Deiner vergrößerten Modifikation lese ich jetzt: MILITÄR V. BELARUS. Demnach war es scheinbar eine Veranstaltung der russischen Streitkräfte (Belarus war unter russischer Herrschaft ?).

Ich würde gerne wissen, ob es sich bei der Veranstaltung mit Tombola 1903 in Wien um eine revolutionäre Bewegung oder um eine Wohltätigkeitsveranstaltung handelte. Vielleicht auch zur Gründung der 1. weißrussischen Partei?

Würde mich über eine Richtigstellung freuen, bzw. darüber genaueres erfahren. Ich bitte um Hilfestellung.

Gruß Detlef
 
charly999 Am: 18.01.2021 17:14:01 Gelesen: 10054# 148 @  
@ dr31157 [#147]

Hallo Detlef,

sei mir nicht böse, aber ich habe mich schlapp gelacht:

Der Lotterieteilnehmer Oscar Köhler aus Zittau (steinreicher sächsischer Kohleadel!) fragt 1903 bei der Lotterie in Wien an, was aus seinem Los geworden ist. Er erhält die Antwort, es sei nicht gezogen worden. Wer die Antwort geschrieben hat, bleibt unklar, der Absenderstempel gibt zu wenig her.

Das kann nur eine streng geheime, revolutionäre Tombola der russischen Streitkräfte sein, die bekanntlich die Revolution durch Lotterien in europäischen Städten finanzierten. Diese Revolution richtete sich, da es den Staat Belarus 1903 nicht gab, gegen, ja, gegen wen eigentlich? Wollten die russischen Streitkräfte eine Revolution in Rußland finanzieren (also quasi gegen sich selbst)? Oder ein unabhängiges Belarus ausrufen? Oder sollte die Revolution in Wien kommen? Fragen über Fragen!!!

Im Ernst: Du hast eine Antwortkarte mit 2 schönen Stempeln, die jede Sammlung ziert. Keine Rarität, aber mit 2 derart sauberen Stempeln auch nicht einfach zu finden. Freue Dich daran, aber die völlig abstrusen Spekulationen über belarussische Geheim-Wohltätigkeitveranstaltungen entbehren jeder Grundlage.
 
dr31157 Am: 18.01.2021 17:46:28 Gelesen: 10031# 149 @  
@ charly999 [#148]

Hallo Charly999,

ich bat um Hilfe und wollte nicht zur Allgemeinen Belustigung beitragen.

In meinem Beitrag habe ich nur einige Informationen des Internets zu erwähnen wollen. Ich habe auch die Möglichkeit einer Wohltätigkeitsveranstaltung oder die Gründung der 1. Weißrussischen Parteigründung erwähnt.

Ich bediene ein sehr breit gestreutes Sammelgebiet. Trotzdem liegt mir nicht nur oberflächlich zu sammlen. So macht es mir halt Spaß. Mir ist bewußt, dass ich niemals Alles in Erfahrung bringen werde, ich versuche es aber so weit wie möglich.

Ich habe hier im Forum um Hilfe gebeten und nicht um Trost gebettelt. Schon gar nicht Spott ernten wollen. Eine solche Reaktion habe ich nicht erwartet. Sorry für den Beitrag!

Gruß Detlef
 
charly999 Am: 18.01.2021 18:58:23 Gelesen: 9982# 150 @  
@ dr31157 [#149]

Hallo Detlef,

Deine Art zu sammeln ist völlig in Ordnung, ich mache es selbst auch nicht anders. Man kann nicht alles wissen und ist auf Recherche angewiesen. Aber die sollte eine reale Grundlage im entsprechenden Beleg haben und nicht auf freier schöpferischer Phantasie beruhen.

Du liest in den fragmentarischen Absenderstempel etwas hinein, was er nicht hergibt. Darauf baust Du auf, hebst dann ganz ab und verwandelst eine qualitativ hervorragende, aber doch gewöhnliche Antwortkarte von Wien nach Zittau in eine revolutionäre Geheimveranstaltung des russischen Militärs in Wien.

Genauso in Deinem Beitrag [#144]. Belgische Militärpost 1903 in Wien? Wer hat je davon gehört? Auf der Basis ist auch ein Deckname für einen klingonischen Geheimagenten plausibel, der in Wien mit Wohltätigkeitsveranstaltungen Geld für eine Invasion der Klingonen sammelt.

[Redaktionelle Kurergänzung: Die Klingonen sind eine fiktive Spezies im Science-Fiction-Franchise Star Trek. Klingonen wurden 1967 vom Drehbuchautor Gene L. Coon für die ursprüngliche Star Trek-Serie entwickelt und waren dunkle Humanoiden, die sich durch stolze Rücksichtslosigkeit und Brutalität auszeichneten.]
 
dr31157 Am: 18.01.2021 19:46:30 Gelesen: 9973# 151 @  
@ charly999 [#150]

Hallo,

ich habe mal hier im Forum gelesen, das es keine dummen Fragen gibt und sachlich miteinander umgegangen werden soll.

Mittlerweile habe ich verstanden, das es nichts mit Belgien zu tun hat. Nerv mich bitte auch nicht weiter mit dem unsachlichern Quatsch wie Geheimveranstaltungen, Geheimagenten, Klingonen u.ä. Diese Diskussion ist jetzt für mich beendet.

Alle anderen im Forum bitte ich weiterhin um Hilfe:

Der letzte Stand meiner Recherchen ist:

1. Der Stempel lautet wohl "MILITÄR - V. BELARUS".
2. Das deutet auf Belarus - Weißrussland hin.
3. 1903 wurde die 1. weißrussische Partei gegründet, hierzu könnte es eine Veranstaltung mit Tombola in Wien stattgefunden haben.

Viele Grüße
Detlef
 
charly999 Am: 18.01.2021 20:28:26 Gelesen: 9927# 152 @  
@ dr31157 [#151]

Dumme Fragen wohl nicht, aber absurde Schlussfolgerungen aus den Fakten.

1. Im Stempelfragment ist kein 'A', also auch kein Belarus. In Ingos Vergrösserung ist auch kein 'A' zu sehen. Das Fragment gibt nicht genug her.

2. Freie, durch nichts belegte Spekulation.

3. dito, freie Spekulation durch Assoziation. Es gibt keinen Hinweis auf frühe Aktivitäten der Belarussischen Sozialistischen Hramada in Wien. Nur weil diese Partei 1903 gegründet wurde, muss sie 1903 keine Tombola in Wien durchgeführt haben.

Mit Deiner Logik könnte 1903 auch das XIV. DEUTSCHE BUNDESSCHIESSEN in Hannover eine getarnte Wehrübung der belorussischen Armee sein.

Bei Pkt 1 beschäftigst Du Dich wenigstens noch mit dem tatsächlichen Beleg, bei Pkt 2 und 3 irrlichterst Du frei in der Geschichte umher.
 
dr31157 Am: 20.01.2021 17:22:35 Gelesen: 9621# 153 @  
Hallo zusammen,

ich zeige hier eine Postkarte aus Bünde vom 27.06.1901.



Leider kann ich den Absender aus Bünde nicht wirklich lesen. Es geht wohl um einen Carton-Handel. Ich konnte im Internet leider nichts über diese Firma finden.

Kann mir bitte jemand weiterhelfen?

Gruß Detlef
 
iholymoses Am: 20.01.2021 18:07:15 Gelesen: 9609# 154 @  
@ dr31157 [#153]

Ich kann es auch nicht richtig lesen, aber ich habe etwas über eine alte Kartonagenfabrik in Bünde/Westfalen gefunden [1].

Vielleicht hat der Kartenschreiber da gearbeitet?

Gruß,
Reinhard

[1] https://m.westfalen-blatt.de/OWL/Kreis-Herford/Buende/2675429-Denkmalgeschuetztes-Cordes-Gebaeude-Stadt-will-trotzdem-abreissen-Abrissgenehmigung-nicht-erteilt
 
dr31157 Am: 20.01.2021 18:41:12 Gelesen: 9600# 155 @  
@ iholymoses [#154]

Hallo Reinhard,

vielen Dank für die Info. Die Webseite hatte ich auch schon gefunden, aber wieder verworfen.

Die Karte datiert von 1901 und das Gebäude wurde erst in den 1920er Jahren errichtet. Auch der Name Cordes paast nicht so recht. Ich weiss nicht.

Gruß Detlef
 
volkimal Am: 20.01.2021 19:49:16 Gelesen: 9582# 156 @  
@ dr31157 [#155]

Hallo Detlef,

ich lese als Unterschrift "Althagen Herbrechtsmeyer Kühne".

Den Namen Herbrechtsmeier (mit "i" statt "y") gibt es auch heute noch mehrfach in Bünde.

Auf die Schnelle habe ich aber dazu nichts im Internet gefunden.

Viele Grüße
Volkmar
 

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