Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Sind die Michel Kataloge zu teuer geworden ? Welche Alternativen gibt es ?
Das Thema hat 91 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 2 3   4  oder alle Beiträge zeigen
 
drmoeller_neuss Am: 11.11.2020 09:22:23 Gelesen: 2380# 67 @  
Ich ärgere mich nicht über die hohen Preise der Kataloge, zumal ich denen als Sammler ausweichen kann (Stichwort: einfach ein Jahr warten, dann gibt es die Kataloge zum halben Preis).

Was mich wurmt, sind die unrealistischen Katalogwerte. Gut, auch hier kann ich sagen, ich bin kein Reichrechner und mir sind die Preise egal. Spätestens bei Prüfsendungen gilt dieser Grundsatz nicht mehr, da der Prüfer seine Gebühren auf Grundlage der Katalogpreise berechnet. In vielen Bereichen betragen dadurch die Prüfkosten die Hälfte des Netto-Verkaufspreises. Prüfungen werden betriebswirtschaftlich "unrentabel".

Bei Infla-Marken steht noch immer im Katalog, dass die Preise nur für geprüftes Material gelten. Inzwischen sind die Prüfkosten höher als der Handelswert der Marken. Wer zahlt mir die Differenz? Der Schwaneberger Verlag?
 
guy69 Am: 11.11.2020 12:43:04 Gelesen: 2298# 68 @  
Hallo zusammen,

mein Modell über einige Jahre:

Es gab für 1 Jahresabo der DBZ oder des Briefmarkenspiegels einen Vorjahresteil des Deutschland Spezial als Werbegeschenk.

Habe beide Abos genommen. Dafür bekam ich 12 Ausgaben Briefmarkenspiegel und 24 Ausgaben DBZ brandaktuell im Briefkasten. Dazu Vorjahresausgabe Deutschland Spezial Teil 1 + 2. Da im Abo billiger hat mit das so um die 100 bis 110 € gekostet.

Da ich nur gelegentlich die Kataloge benötige habe ich sie bei Ebay verkauft.

Ob das heute noch geht weiss ich nicht. Vielleicht sind sie auch dahintergekommen. ;-)
 
TeeKay Am: 11.11.2020 14:51:47 Gelesen: 2225# 69 @  
@ guy69 [#68]

Inzwischen musst du pro Band 40 Euro zuzahlen.
 
StefanM Am: 11.11.2020 15:37:08 Gelesen: 2191# 70 @  
Aktuell bei eBay:



Find ich gut!

Stefan
 
Wolfgang Lang Am: 12.11.2020 12:56:16 Gelesen: 1983# 71 @  
@ StefanM [#70]

Find ich nicht gut; schau Dir mal den Anbieter an. Hier sollen nur Interessenten angelockt werden, die dann anschließend mit Verkaufsangeboten zu zweifelhaftem Material überhäuft werden.

Wolfgang
 
StefanM Am: 12.11.2020 13:28:40 Gelesen: 1956# 72 @  
@ Wolfgang Lang [#71]

Hier sollen nur Interessenten angelockt werden, die dann anschließend mit Verkaufsangeboten zu zweifelhaftem Material überhäuft werden.

Mit diesem "Preis" habe ich kein Problem, wenn ich dafür die Kataloge günstig bekomme. Unliebsame Werbung gibt es überall und in den meisten Fällen bekommt man nichts dafür.

Stefan
 
nagel.d Am: 12.11.2020 14:03:11 Gelesen: 1931# 73 @  
Mit dem Michelkatalog und dessen Preis habe ich keine Probleme und es gibt wirklich eine Alternative zu Michel.

Andererseits ist es so wenn sich ein Sammler intensiv mit seinem Sammelgebiet befaßt und sich darüber aufregt was Fachliteratur - und dazu zählt auch mal der Michelkatalog - kostet und diese zu teuer sei stellt sich mir die Frage ob der Sammlerkollege hier falsch am Platz ist. Dies ist jetzt meine persönliche Meinung dazu. Natürlich kann man diverse Sachen heute im Zeitalters im Internet nachlesen andererseits gehört aber Fachliteratur in Papierform genauso ins Regal wie der Michelkatalog (leider gibt es dazu immer wieder Diskussion, zwischen denen die alles online haben und denen die auch die Papierform nutzen).
 
Frankenjogger Am: 12.11.2020 14:44:58 Gelesen: 1900# 74 @  
@ nagel.d [#73]

Da ich der Initiator dieses Threads bin, möchte ich dir hier doch deutlich widersprechen. Ich bin hier definitiv nicht falsch am Platz.

Mein Regal steht voll mit Fachliteratur, und ich gebe dafür auch gern Geld aus, wenn diese das wert ist. Der Michel Briefe-Katalog (und nur um den ging es mir hier) zählt sicher zur Fachliteratur, wenn man sich diesen erstmals kauft. Bei den meisten Neuausgaben dieses Kataloges bleibt dann das "Fachlich Neue" meist sehr begrenzt, bei meinem Sammelgebiet wohl schon über 20 Jahre gegen Null.
Eigentlich brauche ich keinen neuen Katalog, was das Fachwissen betrifft, trotzdem kauft man sich ja gerne mal was Neues.

Bei der Preispolitik von Michel vergeht mir da aber die Lust.

Ich werde mir wohl jetzt ein/zwei andere Bücher kaufen, damit ich was Neues habe, und mein Regal für Fachliteratur weiter gefüllt wird.

Ich hoffe, das war mein letzter Beitrag hier, denn was ich sagen wollte, habe ich gesagt.

Viele Grüße,
Klemens
 
TeeKay Am: 12.11.2020 14:46:24 Gelesen: 1897# 75 @  
@ nagel.d [#73]

Ich glaube, über die Preise von Fachliteratur abseits des Michelkatalogs regt sich kaum jemand auf. In Relation zur Auflage und zum Schreibaufwand sind die Preise aller philatelistischen Publikationen (abseits des Michel) lachhaft und hoch subventioniert (durch den Autor). Da gibt es aber auch selten Zwischenhandel, für den der Autor 50% des Verkaufspreises als Marge einkalkulieren muss.

Und wenn die 1. Auflage nach Jahren ausverkauft ist, gibt es sehr oft leider auch keine 2. mehr. Mir sagte ein Autor für ein beliebtes Sammelgebiet, dass er von einigen seiner Bücher selbst aus den 1980er Jahren noch Restexemplare hat. Bei Michel gibt es hingegen zuverlässig neue Auflagen.

Insofern bin ich gespaltener Meinung. Mir ist einerseits klar, warum Michel die Preise erhöht. Andererseits ist mir die regelmäßige Erhöhung der Preise bei gleichzeitiger Aufsplittung der Katalogausgaben auf immer mehr Bände zu unkreativ.
 
nagel.d Am: 12.11.2020 14:50:34 Gelesen: 1891# 76 @  
@ Frankenjogger [#74]

Meine Erfahrung in Diskussionen mit sammlerkollegen hat im Grunde gezeigt das was ich im Beitrag [#73] gesagt habe, dies schließt allerdings nicht aus, dass es Sammlerkollegen gibt die sich auch neue Fachliteratur kaufen. Natürlich gibt es in gewissen Bereichen nichts neues, und dies möchte ich natürlich nicht grundlegend ausschließen.

Aber gibt es grundlegende Alternativen zu Michel?
 
Frankenjogger Am: 12.11.2020 14:52:22 Gelesen: 1889# 77 @  
@ nagel.d [#76]

Aber gibt es grundlegende Alternativen zu Michel?

Für einen Erstkauf wohl nicht.
 
uli Am: 12.11.2020 14:58:28 Gelesen: 1886# 78 @  
@ Frankenjogger [#74]

Eigentlich brauche ich keinen neuen Katalog, was das Fachwissen betrifft, trotzdem kauft man sich ja gerne mal was Neues. Bei der Preispolitik von Michel vergeht mir da aber die Lust.

Bewusst provokant gefragt: Was ist so schlimm daran, die Lust auf den Kauf eines neuen Katalog zu verlieren, wenn man ihn nicht benötigt?

Gruß
Uli
 
Frankenjogger Am: 12.11.2020 15:33:36 Gelesen: 1853# 79 @  
Hallo Uli,

das ist eine berechtigte Frage und die betrachte ich nicht als provokant. Es ist überhaupt nichts schlimm daran, die Lust an einem Kauf zu verlieren.

Wenn mein jetziger Katalog so aussieht wie der, den ich in [#22] gezeigt habe, dann schau ich mal, wie sich der Lust-Pegel entwickelt. :-)

Gruß, Klemens
 
modirawatleng Am: 12.11.2020 15:49:10 Gelesen: 1834# 80 @  
@ Richard [#25]

Ursprünglich ging es in diesem Thread einmal um das Verhältnis von Preissteigerungen zu den zusätzlichen Leistungen von neuen Katalogen, seien es nun verbesserte Produktqualität oder neue Informationen. Das hätte vielleicht auch für Verlage interessant werden können, um zu sehen, was sich ihre Kunden wünschen. Ist ja nicht so, dass man Produkte nicht verbessern kann.

Durch die Umbenennung des Titels ab [#25] wurde daraus leider ein sehr unfruchtbarer Austausch von "vertretbarer Preis" gegen "zu teuer". Sehr schade.

modirawatleng
 
nagel.d Am: 12.11.2020 15:55:56 Gelesen: 1829# 81 @  
Alternativ bin ich bei Liechtenstein/Schweiz z.B schon seit Jahren auf den SBK (Alterantiv Zumstein) umgestiegen, bei Aland auf den entsprechenden Katalog der von der ARGE Nordische Staaten ausgegeben wird (wenn ich mich nicht Irre) und für Lundy habe ich den entsprechenden aus Lundy (allerdings in englisch und in britischen Pfund)

@ TeeKay [#75]

Also da habe ich die Erfahrung gemacht über den Preis des Michels hatte sich dann niemand aufgeregt, aber wenn ein Fachbuch zu einem Thema dann 15 Euro gekostet hat kam zur Antwort einiger Sammlerkollegen "Das sei zu teuer, das Buch könne man ja wenn man es braucht in der Fernleihe ausleihen".

Wobei dann wie in einem vorherigen Punkt dann auch gesagt es mag Ausnahmen geben.
 
hesselbach Am: 12.11.2020 16:48:45 Gelesen: 1784# 82 @  
Mal so in den Raum dazu geworfen.

Lagerpost Katalog Displaced Persons (DP), 2 Bände [1], ohne Versand zusammen 143 Euro.

Ähnelt vom Druck her dem Michel-Deutschland-Spezial 2020.

Ist dieser Preis zu hoch?

Deutsche Besetzung Ukraine 1941 - 1944, Band 4 - Nachtrag 2. Das ursprüngliche Werk umfasst zwei Bände, den folgten die beiden Nachträge.

Zu dem Nachtrag 2 vermerk Hr. Dr. Lutz ausdrücklich das keine Neuauflage von ihm gewollt worden ist, da ein preiswerter Nachtrag für 16 Euro auch den Zweck erfüllt.

Durchgängig S/W, ähnlich den alten Michel in S/W,

Beide Werke überschneiden sich bei den ukrainischen DP.

Welche Preisgestaltung ist den richtig?

[1] https://dp-camp.jimdofree.com/
 
guy69 Am: 18.11.2020 04:44:30 Gelesen: 1287# 83 @  
@ StefanM [#70]

Nichts desto Trotz. Habe das Angebot gewählt und von 2012 auf 2019 aufgerüstet. Stehen schon im Regal.
 
Richard Am: 19.11.2020 23:51:45 Gelesen: 732# 84 @  
Die hier "fehlenden" Beiträge finden Sie im neuen Thema "Katalogpreise: Einfluss auf Rechnungen für BPP Atteste und Befunde" [1]

Schöne Grüsse, Richard

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=15016&CP=0&F=1
 
BeNeLuxFux Am: 20.11.2020 06:53:31 Gelesen: 670# 85 @  
Hallo,

ich würde nicht behaupten, dass die Kataloge im Ganzen zu teuer geworden sind, jedoch zumindest im Speziellen. Wirft man ein Blick ins Verlagsprogramm, so finden sich dort Motivkataloge mit 144 Seiten (Zirkus - Ganze Welt), 160 Seiten (Dinosaurier - Ganze Welt) oder 260 Seiten (Comics - Ganze Welt), die allesamt jeweils 69,- € kosten. Damit also preislich über dem Michel Deutschland liegen, der bei 1168 Seiten auf gerademal 59,80 € kommt. Auch liegen die Europa-Kataloge bei je 49,80 € und haben etwa 500 - 850 Seiten. Diese Preisgefälle pro Seite ist für mich schwer verständlich.

Ich habe für mich als Alternative den Weg gefunden, nur reduzierte Kataloge vorangegangener Jahre zu kaufen. Dies auch bei Michel direkt. Scheinbar kalkuliert man dort einen Abstrich vom eigentlichen Preis mit ein. Daneben stehen auch gerade sieben Kataloge aus der Bibliothek bei mir im Regal. Das sind zwar nicht die jeweils aktuellen, die findet man nur vor Ort im Präsenzbestand, aber auch ältere erfüllen für mich den gewünschten Zweck.

Grüße, Stefan
 
drmoeller_neuss Am: 26.11.2020 20:23:43 Gelesen: 432# 86 @  
@ BeNeLuxFux [#85]

Ich habe für mich als Alternative den Weg gefunden, nur reduzierte Kataloge vorangegangener Jahre zu kaufen. Dies auch bei Michel direkt.

In der neuesten "Philatelie" Heft Dezember 2020 macht der Schwaneberger Verlag ein Angebot für alle BDPh-Mitglieder:

Europa Set 2019/20 7 Bände für 249,-- EUR
Deutschland-Spezial-Set 2019 für 69,--

Bei der Bestellung muss man die BDPh-Mitgliedsnummer angeben. Wie der Verlag das kontrolliert, bzw. mit dem strengen deutschen Datenschutz in Einklang bringt, bleibt offen.

Zusätzlich gibt es noch ein Geschenk dazu, entweder ein Zähnungsschlüssel, oder ein Exemplar von "Das schwarze Kabinett" oder "Briefmarken bestimmen".

Das ist schon länger die Strategie des Verlages, die wir aus der Modebranche schon längst kennen: Überteuerte Ware für Kunden, die es nicht erwarten können, und Sommerschlussverkaufsware für Schnäppchenjäger zum Ende der Saison.
 
WolfgangD Am: 26.11.2020 21:26:31 Gelesen: 395# 87 @  
Hallo zusammen

Für mich stellt sich die Frage; wie oft braucht man eigegtlich einen neuen Katalog ?

Jedes Jahr einen (den neuesten), oder darf der Katalog auch schon 2-3 Jahre alt sein.

Mein neuester und damit letzter ist von 2016.

Reicht mir vollkommen aus.

Gruß Wolfgang
 
uli Am: 26.11.2020 21:45:22 Gelesen: 379# 88 @  
@ WolfgangD [#87]

Das hängt halt davon ab, was man sammelt und wie viele Neuerungen für dieses Sammelgebiet Einzug in die Kataloge finden. In meinem Sammelgebiet ändert sich quasi nix, was mich interessiert, deshalb genügen mir meine 2007(?) gekauften Michels aus 2004.

Gruß
Uli
 
Gerhard Am: 27.11.2020 13:51:00 Gelesen: 260# 89 @  
@ WolfgangD [#87]

Hallo Wolfgang,

das ist natürlich Geschmackssache. Ich halte es mit den Katalogen seit der Euro - Einführung so, dass ich, dem es damals wichtig war weltumfassend* katalogisieren zu können, zwischen den einzelnen Bänden kein zu große zeitliche Distanz liegt. Hierbei muß man allerdings berücksichtigen, dass Überseekataloge nicht im Jahresrhythmus und zudem schon immer versetzt in einem 4/5- Jahreszyklus erschienen. Neuerscheinungen in diesem Umfang* sprengen mein Hobbybudget, also versuche ich alte Kataloge nach und nach (Wichtigkeit und Angebot) zu ergänzen, bzw. auszutauschen, was bei der fortschreitenden Aufsplitterung auch immer schwieriger wird. Natürlich sind meine Sammelproritäten mit dafür ausschlaggebend, was häufiger und was seltener ausgetauscht wird. - Selbst mein Deutschland-Spezial Bd.I ist von 2013 der Band 2 dann von 2015, was mich aber kaum stört.

So ist möglich, dass ich mich für einige Gegenden der Erde noch Katalogen aus 2003/04 bediene, a) weil seither erst 2 (vielleicht mittlerweile 3) Neuveröffentlichungen erschienen sind. Beim Tausch von aller Welt anhand der Michelbewertungen, gibt es da schon einmal Ungleichgewichte. Suche daher immer mal wieder nach einem neueren Michel Südliches Afrika, mit möglichst vielen Ländern. Ist aber gar nicht leicht zu halbwegs günstigem Preis zu finden, vielleicht wenn man den ganzen Tag dazu Zeit hat.

Wie auch immer denke ich, dass ich nicht völlig ohne Michelkataloge auskommen möchte, mich aber auch nicht nötigen lasse, überall auf dem aktuellen Stand zu sein. Brandneue Kataloge habe ich mir seit nunmehr 14 Jahren nicht mehr geleistet.

MphG
Gerhard
 
Luftschiff Am: 27.11.2020 19:48:57 Gelesen: 147# 90 @  
Ich kaufe mir vielleicht alle 10 Jahre Spezialkataloge, und dann gebraucht. Einmal im Jahr den Michel Junior um bei den Briefmarkenpreisen auf dem laufenden zu bleiben.
 
nagel.d Am: 27.11.2020 20:38:08 Gelesen: 114# 91 @  
@ WolfgangD [#87]

Ich kauf mir z.B. meine Kataloge, wenn ich der Meinung bin, daß ich wieder einen neuen benötige und da ist derzeit die Zeit reif D-Michel 2017; Europa 2000/2001/ Rest 1998 also Zeit ist reif und da sollte man nicht über die Kosten nachdenken.
 

Das Thema hat 91 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 2 3   4  oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.