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Thema: Moderne Privatpost (Deutschland): Weiterleitungen aus dem Ausland
Das Thema hat 68 Beiträge:
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Stefan Am: 14.07.2016 23:15:50 Gelesen: 53678# 44 @  
Im nachfolgenden Fall hatten sich nicht nur ein oder zwei sondern gleich drei Briefdienstleister auf einer der Balearischen Inseln in Spanien auf der Karte verewigt. :-)



Zur Frankatur wurde jeweils eine Marke der örtlichen Postmitbewerber TNT Post und Swiss Mail verwendet, das Porto ergo doppelt bezahlt. Als Krönung geriet die Sendung in den Kreislauf der spanischen Post und wurde dort am 04.10.2012 maschinell gestempelt.

Die Marke von TNT Post stammt aus der linken oberen Bogenecke und weist (zufällig?) noch den entsprechenden Bogenrand auf.

Gruß
Pete
 
DL8AAM Am: 10.08.2016 21:59:31 Gelesen: 53117# 45 @  
Auch das ist ein netter "Privatpost"-Beleg der schönen neuen, globalisierten, internationalen Postwelt. ;-)

Bekanntlich kauft ja kaum noch jemand (unter 60) Waren lokal vor Ort im Geschäft, sondern online und weltweit. Ein sehr großer Teil kommt auch hier direkt aus China, insbesondere (ich nenne diese mal pauschalisiert einmal alle) der "ebay Direktkauf" (auch wenn es sich hierbei oftmals auch um Amazon, Alibaba oder eine andere Handelsplattform handeln mag). Den alteingesessenen Elektrofachhändler mag das sehr ärgern, den modernen Philatelisten aber nicht! Hier kann man oftmals die interessantesten Konstruktionen beobachten - wie diesen hier:



Ein gepolsteter Großbrief mit einem Gürtelteil zu 73 Gramm aus Suzhou (Provinz Jiangsu, VR China) nach Deutschland. Aufgegeben bei der chinesischen Staatspost "CHINA POST" als ePacket (ein spezielles Produkt für chinesische Internethändler), als eine Prioritaire bzw. Express-Sendung (siehe das bekannte, internationale Logo "POST Exprѐs") mit passender chinesischer Sendungsnummer im ganz regulären UPU-Format ("LM....CN"). Also auf den ersten Blick eine ganz normale Sendung aus China.

Wo bleibt bzw. wo kommt also die Privatpost dazu?

Im Kopf des Labels, gleich rechts neben dem Logo der CHINA POST findet sich das Logo der GeoPost. Das ist die internationale, weltweit aktive Express-Tochter der franzöischen Post "La Poste" ("GeoPost, Express subsidiary of Le Groupe La Poste ..."). Auch wenn auf deren Webseite China noch nicht direkt als Partner genannt ist [1], haben die mit der chinesischen Staatspost scheinbar ebenfalls irgendein "Kooperationsnetzwerk" gebildet und machen hier unserer Deutschen Post DHL in China Konkurrenz.

In Deutschland gehört der private Kurier- und Postdienstleister DPD zu GeoPost und somit zur La Poste-Gruppe bzw. direkt zur französischen Post (so wie 'unser' GLS zur britischen Royal Mail). Deshalb wurde die Sendung auch hierüber in Deutschand zustellt - und nicht über die DPAG, wie sonstige Sendungen der CHINA POST bisher ...



Rückseite mit einer international standardisierten CN22-Zollerklärung (Label) der CHINA POST. Der Wert des Inhalts wird hier übrigens mit satten 1,50 US$ angegeben! Leider hat sich unser deutscher DPD mit seinem Kleberzettel genau darüber gelabelt. Als Sendungsart wird "D-B2C SERVICE" angegeben, das steht für das DPD-Produkt "DPD Classic B2C X" (B2C = Business-to-Consumer, d.h. Gewerbliche Post an [private] Kunden; X: Express).

Zur Abrundung der Belegdokumentation gehören bei dieser Art von Sendungen natürlich auch die Trackingdaten:



Sendungsverfolgung über die Webseite der chinesischen Post. Am 23.07.2016 fand im EMS-Stützpunkt in Suzhou die Ausfuhrzollabfertigung statt. Hier wurde als Bestimmungsland aber noch Frankreich angeführt, obwohl auf dem Label korrekt "37124 德国" (德国 = Deutschland) eingedruckt ist. Vermutlich hat die französische GeoPost die Sendung wohl erst gesammelt nach Frankreich befördern lassen. Leider für das Tracking aber unsichtbar. Die nächsten Spuren des Briefes finden sich erst wieder am 04.08.2016 bei DPD.



Zustellung dieser Expresssendung nach ca. 2 Wochen am 05.08.2016 in 37124 Rosdorf (bei Göttingen).

Alles in allem ein netter Beleg, der gut in eine Sammlung "Abgabe und Weiterleitung einer - bei einer ausländischen hoheitlichen UPU-Postanstalt eingelieferten - Sendung an einen Privatpostdienstleister zur Zustellung in Deutschland" passt.

Gruß
Thomas

[1]: https://www.geopostgroup.com/en/our-international-network
 
Genosis Am: 16.11.2016 17:49:25 Gelesen: 51207# 46 @  
Hab mal wieder eine Kiste mit Briefen bekommen.

Hier zwei Beispiele für eine Zustellung aus den Niederlanden über Postcon an Brief und Mehr nach Münster.




Gruß
Mike
 
Stefan Am: 21.04.2017 20:09:32 Gelesen: 47679# 47 @  
Im Verlauf der vergangenen vier Monate liefen mir zwei Belege über den Weg, welche aus dem Ausland stammen. Neuerdings (seit wann genau?) werden zumindest einige Sendungen aus Österreich nicht mehr der Deutschen Post AG zur Zustellung in Deutschland übergeben sondern gehen scheinbar über den Briefdienstleister SHP an den jeweils vor Ort des Empfängers tätigen Zustellpartner.



C6-Sendung aus 4600 Wels in Österreich vom 17.11.2016 via SHP - Süd-Hessen-Post GmbH & Co. KG (P2-049, ma6412) aus 64295 Darmstadt am 23.11.2016 an den Zustellpartner P2-032 (Post Service Siegerland aus Siegen), dort Sendungserfassung am 24.11.2016



C6-Sendung aus 4600 Wels in Österreich (ohne Datumsangabe) via SHP - Süd-Hessen-Post GmbH & Co. KG (P2-049, ma6412) aus 64295 Darmstadt am Freitag, den 13.02.2017 an den Zustellpartner ma4511 (Postcon, Briefzentrum Essen), dort Sendungserfassung am Montag, den 16.02.2017

Gruß
Pete
 
Journalist Am: 15.06.2017 17:30:16 Gelesen: 46132# 48 @  
Hallo an alle,

ich möchte heute ein Einschreiben aus der Dominikanischen Republik vorstellen, das nicht über die Deutsche Post selbst zugestellt wurde, sondern über GLS in Deutschland.

Die Einschreibpostsache wurde am 28. April 2017 im dortigen Postamt Roseau abgeschickt, wie der Abgangsstempel auf der Vorderseite links unten zeigt:



Der erste Teil des Weges ist UPU-konform, er geht von dort nach Großbritannien. Die britische Post übergibt aber alle oder fast alle Einschreiben aus England nicht an die Deutsche Post selbst, sondern an ihre eigene Tochter GLS. Diese stellt dann die Einschreibsendungen in Deutschland zu.



Auf dem entsprechenden Label von GLS ist rechts zumindest ein Datum 02062017 erkennbar, davor der Vermerk RTG - was er bedeutet und ob es sich bei diesem Datum um das Eingangsdatum in England handelte, ist mir nicht klar.

Ein weiteres Datum ist zumindest links unten sichtbar 06.06.2017 - dies dürfte eventuell das Datum der Labelerstellung gewesen sein ?

Interessant ist der Beleg insofern auch noch durch das rechts vorne und hinten um die Kante geklebte Nachverpackungsband, das vom Depost DE 600 stammt, vermutlich Frankfurt ?



Falls jemand bezüglich der GLS-Aufklebers für das erste Datum eine mögliche Erklärung hat, ruhig posten - danke.

Der Brief zeigt auch, das durch diese Umleitungen die Laufzeit länger dauern dürfte.

Viele Grüße Jürgen
 
DL8AAM Am: 16.06.2017 01:25:27 Gelesen: 46105# 49 @  
@ Journalist [#48]

Jürgen, sehr schöner Beleg! Nur ganz kurz:

Das "GLS Depot DE 600" ist Mainz-Hechtsheim, siehe http://de.reclabox.com/beschwerde/39535-gls-mainz-keine-paketzustellung-seit-19-tagen , das Kürzel RGT steht für "registered", d.h. für "eingeschrieben".

Das genaue Tracking Deiner Sendung, zumindest für den GLS-Teil der Zustellung, findest Du unter https://gls-group.eu/DE/de/paketverfolgung?match=ZZ7EWBJQ - da wird, nach der Ersterfassung im "Hauptlager" in Neuenstein (Kürzel "NST" auf dem Label), als nächstes Hub eben das bewusste in Mainz-Hechtsheim genannt. Für das Datum 02.06.2017 habe ich erst einmal keine belegbare Erklärung, denn im Tracking steht, dass die Sendung bzw. der Datensatz am 06.06.2017 um 13:01 Uhr (identische Angabe im Label) in London an das GLS-System übergeben wurde. "GBRM.." sollte/könnte für Großbritannien (GB), Royal Mail (RM) [oder für Great Britain (GBR)] stehen.

Die Sendung stammt übrigens nicht aus der Dominikanschen Republik, sondern aus dem Inselstaat Dominica, genauer aus dem Commonwealth of Dominica.

Gruß
Thomas
 
Stefan Am: 16.06.2017 13:17:50 Gelesen: 46076# 50 @  
@ Journalist [#48]

Auf dem entsprechenden Label von GLS ist rechts zumindest ein Datum 02062017 erkennbar, davor der Vermerk RTG - was er bedeutet und ob es sich bei diesem Datum um das Eingangsdatum in England handelte, ist mir nicht klar.

Rein spekulativ - das Kürzel "RTG" steht für "Routing".

Im Forum existieren zwei weitere Themen mit Bezug zu GLS ([1] und [2]), wo GLS-Aufkleber gezeigt werden. Diese weisen an entsprechender Stelle ebenfalls das Kürzel "RTG" sowie ein Datum auf, welches vor der eigentlichen Sendungserfassung datiert (ich nehme an, dass es sich bei dem Datum links außen mit der Uhrzeitangabe um das Sendungserfassungsdatum handelt). In diesem Thema findet sich ein weiterer Aufkleber in Beitrag [#28].

Gruß
Pete

[1] http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=44206#M1 (Beitrag 1 und 5)
[2] http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=62330#M2 (Beitrag 2)
 
DL8AAM Am: 16.06.2017 19:57:47 Gelesen: 46062# 51 @  
@ Pete [#50]

Pete, ich glaube Du hast Recht!

Ich habe mich bei RTG zu sehr vom Einschreibelabel ablenken lassen. Habe mir auch gerade ein paar weitere GS-Labels in meiner Sammlung "Moderne Paketkarten" angeschaut, und auch dort steht generell RTG und (fast) immer ein 1-4 Tage älteres Datum (als das eigentliche Sendungserfassungsdatum). ROUTING sollte also stimmen, möglicherweise handelt es sich dabei um das aktuelle "Update-Datum" für die Routing-"Logistik" (für diese Empfänger-"Richtung"), diese kann ja (denkbar) vollkommen unabhängig von der jeweiligen Sendung 'bestimmt' worden sein. Die Logistik könnte ja im "Vorfeld" (nach Erfahungswerten) bereits erstellt worden sein, wenn dann potentielle Sendungen kommen, werden die dann in die so "bereit gestellen Kapazitäten" geleitet? Ich bin aber kein Logistiker.

Gruß
Thomas
 
Stefan Am: 19.06.2017 18:10:07 Gelesen: 46011# 52 @  
@ DL8AAM [#51]

Zum Thema GLS und Deutung des Kürzels "RTG" - gute Frage, nächste Frage ;-)

In Beitrag [#47] wurden Sendungen aus Österreich gezeigt, welche über den Postmitbewerber Süd-Hessen-Post GmbH & Co. KG (P2-049, ma6412) in das Netz von P2 - die zweite Post eingespeist wurden. Die nachfolgenden Belege vom April 2017 weisen nun aus, dass es sich bei der Süd-Hessen-Post GmbH & Co. KG neben dem Partner P2-049 zusätzlich auch um P2-000 handelt.



C6-Sendung aus 4600 Wels in Österreich vom 12.04.2017 via SHP - Süd-Hessen-Post GmbH & Co. KG aus 64295 Darmstadt am Dienstag, den 18.04.2017 (Tag nach Ostermontag) an den Zustellpartner P2-010 (mpn - Mail Parcel Network mit Sitz in 99087 Erfurt), dort Sendungserfassung am 19.04.2017



C6-Sendung aus 4600 Wels in Österreich vom 24.04.2017 via SHP - Süd-Hessen-Post GmbH & Co. KG aus 64295 Darmstadt am 26.04.2017 an den Zustellpartner P2-010 (mpn - Mail Parcel Network mit Sitz in 99087 Erfurt), dort Sendungserfassung am 27.04.2017

Gruß
Pete
 
DL8AAM Am: 19.06.2017 19:17:02 Gelesen: 46001# 53 @  
@ Pete [#52]

an den Zustellpartner P2-010 (mpn - Mail Parcel Network mit Sitz in 99087 Erfurt)

Nicht ganz. ;-)

MPN ist wohl auch nur ein Netzwerk von verschiedenen, unabhängigen Privatposten (wie das CITIPOST Verbundnetz). Die Sendung wurde von SHP an den Zustellpartner "DAZ Brief- und Kurierdienst GmbH" in 99734 Nordhausen geleitet (codX 0011, Mail Alliance ma-9951 [warum die mit ma-3881 eine weitere Kennung haben, ist mir unbekannt, ggf. haben die mal eine benachbarte PP, nebst Kennung übernommen, oder sie haben/hatten in 38xxx, Bereich Halberstadt/Wernigerode?, eine "Filiale"]; MPN-004).

Gruß
Thomas
 
Altmerker Am: 19.12.2017 17:09:08 Gelesen: 40287# 54 @  
Auch wenn es hier etwas ruhiger geworden ist, möchte ich eine Neuerwerbung vorstellen. Schlecht zu sehen, oben rechts ist die Österreichische Post niederländisch überlabelt worden. Dann kam es zu postcon, um dann bei der Magdeburger Biberpost zu landen. Schöne Reise für mein Belegexemplar im Umschlag.

Gruß
Uwe


 
DL8AAM Am: 15.03.2018 21:24:41 Gelesen: 36582# 55 @  
Zur Reaktivierung dieses interessanten Themas, hier ein aktuelles Beispiel einer Sendung, die in den Niederlanden bei der dortigen hoheitlichen (inzwischen auch privatisierten) Post, der PostNL, eingeliefert wurde - und die statt über die traditionellen UPU-Austauschwege der DPAG angedient wurde, sondern von der PostNL über ihre deutsche Privatposttochter Postcon abgeleitet wurde:



Sendung der Firma MIFA Aluminium BV aus 5902 RC Venlo, frankiert per Absenderfreistempel "NetSet" (das Gegenstück zu unserem FRANKIT; Gerätenummer PB827262, Pitney Bowes) zu €1,29 vom 20.02.2018. Ableitung über Postcon (schwarzer Tintenstrayer mit Leithinweis "049/377-1/050- - 37008" [unter dem Label] auf die CITIPOST Göttingen. Hier fehlt leider, der bei Postcon-Zuleitungen meist übliche, bereits vollständige Zusteller-/Bereich-/Touren-Kode der CITIPOST Göttingen für die Empfängeradresse [nur Teilangabe: "50-"], deshalb hat die CITIPOST ein zusätzlich ein eigenes Label angebracht. Bei der angebeben "37008" handelt es sich um eine Postfach-PLZ der Empfängeradresse). Zustellung über die CITIPOST Göttingen (Label 22.02.2018, mit nun vollständigem Zustellcode "50-01", der Zusatz "PFE-001 Ha ... hof" ist mir unbekannt, ggf. steht das für PostFachEinwurf beim [Postamt am] Ha[upfbahn]hof, wo in Göttingen die Postfächer sind?).

Da das Label der CITIPOST Göttingen in der ausgewiesenen UPOC-Sendungsnummer keine eigene Nummer (d.h. keine mit ihrer codX-Mandantenkennung "0046") zeigt, sondern es wurde eine bereits vergebene von "0050" (von TNT Express GmbH mit Sitz in 53842 Troisdorf) aufgegriffen und weiter verwendet, könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass PostNL/Postcon TNT Express für seine Zwecke einsetzt. TNT war früher bis zur Ausgliederung, ebenso wie Postcon heute noch, eine Tochter von PostNL. Vermutlich arbeiten diese noch immer sehr eng zusammen.

Gruß
Thomas
 
franzi2005 Am: 30.03.2018 22:52:50 Gelesen: 36312# 56 @  
Die Österreicher, staatliche Post oder Dienstleister, können es auch. Wer mit dem "Sch...." angefangen hat, ist leider nicht zu klären. Hier pappen sage und schreibe 4 selbstklebende Etiketten übereinander.

Schöne Ostern wünscht
Horst


 
bignell Am: 30.03.2018 23:44:19 Gelesen: 36296# 57 @  
@ franzi2005 [#56]

Hallo Horst,

ich denke das sind deutsche Etiketten, auf den beiden unteren ist das .de der Internet-Adresse noch zu erkennen.

Lg, harald
 
Stefan Am: 31.03.2018 09:51:55 Gelesen: 36256# 58 @  
@ franzi2005 [#56]

Die Österreicher, staatliche Post oder Dienstleister, können es auch. Wer mit dem "Sch...." angefangen hat, ist leider nicht zu klären. Hier pappen sage und schreibe 4 selbstklebende Etiketten übereinander.

Genau genommen handelt es sich m.W. um Etiketten des Großbriefsortiermaschinenmodells VariSort des Herstellers Pitney Bowes, welche bei einigen deutschen Postmitbewerbern in deren Fuhrpark steht (Sammelgebiet "Moderne Privatpost"). Das Unternehmen Pitney Bowes selbst ist in Deutschland vor allem im Bereich als Frankiergerätehersteller sehr aktiv (Frankit-Kennung beginnend mit 4D).

Die Sendung vom 03.04.2017 wurde von bzw. über die österreichische Post an das in Deutschland tätige Unternehmen Postcon (= Tochterunternehmen der niederländischen Post) übergeben. Im Briefzentrum in Frankfurt/Main erfolgte die erste maschinelle Sortierung. Da die Empfängeranschrift maschinell nicht lesbar war, musste die Sendung erneut den Briefsortierprozess durchlaufen. Dabei wurde festgestellt, dass der Empfänger des Briefes im Zustellgebiet der Citipost Ostwestfalen-Lippe (OWL) wohnt. Also wurde die Sendung über die Mail Alliance dem Zustellpartner Citipost OWL = ma3781-1 in 33689 Bielefeld [1] übergeben. Dort durchlief der Brief am 06. (oder 08., ich kann die Ziffer nicht richtig erkennen) April 2017 ebenfalls die maschinelle Sortierung, zufällig das gleiche Briefsortiermaschinenmodell wie in Frankfurt/Main. In Bielefeld war die Sendung ebenfalls nicht im ersten Lauf maschinell lesbar (Bsp. da Empfänger handschriftlich vermerkt), daher erfolgte auch hier ein zweiter Durchlauf, nachdem ein Mitarbeiter zwischen den beiden Durchläufen fehlende Adressbestandteile manuell am PC nachgetragen und dem individuellen Strichcode (UPOC) auf dem Aufkleber zugewiesen hatte. Dadurch kommen die vier Etiketten zustande.

Die Lage der Etiketten auf dem Briefumschlag ist davon abhängig, wie die Sendung in die Großbriefsortieranlage manuell eingeführt wird. Normalerweise sollten dafür Vorgaben seitens des Herstellers bestehen, um eine möglichst zügige Bearbeitung gewährleisten zu können. Die Aufkleber selbst werden von der Briefsortiermaschine aufgeklebt und nicht per Hand.

Gruß
Pete

[1] http://www.citipost.de/Bielefeld

[Beiträge [#56] bis [#58] redaktionell verschoben aus dem Thema "Marken auf Belegen ohne oder mit schlechten Stempeln"]
 
franzi2005 Am: 10.05.2018 15:50:53 Gelesen: 35124# 59 @  
@ Pete [#58]

Hallo Pete,

spät, aber er kommt - der Dank für diese hervorragende Erklärung. "Danke".

Gruß
Horst
 
Altmerker Am: 05.07.2018 22:02:23 Gelesen: 30571# 60 @  


Ich hoffe, das ist der richtige Ort. Ich habe die Sendung aus China bekommen, befördert hat es bpost aus Belgien.

Gruß
Uwe
 
DL8AAM Am: 07.07.2018 00:00:39 Gelesen: 30501# 61 @  
@ Altmerker [#60]

Nein nicht ganz. ;-) Das hat nichts mit Privatpost zu tun. Würde besser in den Bereich "internationales Remailing" passen.

Dein Beleg ist eine Sendung aus dem Bereich eCommerce. Der Absender hat seine Lieferung über "bpost international" (BPI) bzw. genauer über "bpost China", d.h. die (hoheitliche) Belgische Post ("bpost") in China, im Rahmen dessen "Angebots" Landmark Global [1], verschickt. Vom Grundprinzip her, nichts anderes als eine moderne Art der guten, alten Auslandspostämter!

Die LVS Sendungs- bzw. Trackingnummer (LVS: Low Value Shipments, d.h. Sendungen mit geringem Wert) stammt von der belgischen Post, siehe [2], ich meine der Suffix N1 sagt etwas über die "Prioritenklasse" der Sendung aus (Beförderungs-Zeitfenster).

Einschleusung in den UPU-Lauf über Brüssel, Frankatur per Entgeltbezahlt-Eindruck (PPI) der belgischen Post unter der Lizenznummer ("permit mail") BPI-9333, Rücksendeadresse mit Deck- bzw. Sammelpostfach "P.O.Box 9333" in "1934 EMC Brucargo" (EMC = European Mail Center; Brucargo steht für den Frachtflughafen Brüssel)

Netter Beleg! eCommerce aus China bringt oft sehr interessante Belege hervor.

Eine weitere LVS-Sendung siehe [3].

Beste Grüße
Thomas

[1] https://landmarkglobal.com/de_DE/
[2] https://packageradar.com/courier/bpost-china/tracking/LVS2016933302988872N1
[3] https://www.philaseiten.de/beitrag/118507
 
Altmerker Am: 07.07.2018 11:45:57 Gelesen: 30444# 62 @  
@ DL8AAM [#61]

Ein ganz großes Dankeschön für die Erklärung dieses auf den ersten Blick schlichten Alltagsbelegs! Ich dachte bis dato bpost ist ein privater Konkurrent.

Gruß Uwe
 
DL8AAM Am: 04.08.2018 02:39:28 Gelesen: 28894# 63 @  
OMN - OptiMail Net

Hier eine aktuelle Sendung aus den USA, die von dort über das Netzwerk der "IMN - International Mail Net" (Hamburg) [*] an dessen Privatpost Joint Venture (mit der optiBrief) [**] weitergeleitet und von dieser in das deutsche Privatpostnetwerk eingeschleust. Zustellung über die CITIPOST Göttingen.



Reiseführer "Visit Southeast Monatana" des Absenders "Southeast Montana" (Billings Chamber of Commerce/Convention & Visitors Bureau, Billings, MT 59101) über die Privatpost "OptiMail Net" nach 37085 Göttingen. Zustellung über die CITIPOST Göttingen am 03.08.2018, Label vom 31.07.2018.

Der Namens-Zusatz "or Current Resident" (= oder aktueller Bewohner) ist übrigens bei amerikanischen Adressierungen für Werbemailings nicht unüblich, damit auch ungenau adressierte Sendungen nicht sofort retourniert werden bzw. damit in Fällen von 'unbekannt verzogen' das Mailing trotzdem "ein" echtes Opfer vor Ort findet. Noch üblicher, als bei Strassenadressen, ist diese Form der Adressierung bei Mailings an Postfächer.



Label von OMN - OptiMail Net (optiMail Net GmbH & Co. KG, 74321 Bietigheim-Bissingen) mit Sendungsnummer und Barcode, mit Leitwegangabe 1-2642 1 3772, d.h. die Sendung wurde von OMN über die CITIPOST Nordwest, 26125 Oldenburg (Mail Alliance-Kenner "ma-2642") an die CITIPOST Göttingen (Mail Alliance-Kenner "ma-3772") geleitet. Die obere Kodezeile "G-XPO-LAX20180495" dürfte eine Herkunftsangabe bzw. einen (inneramerikanischen) Leitweg angeben ("LAX" = Kenner für den Flughafen Los Angeles, CA; G könnte ggf. für Germany und XPO könnte für External Post Office, d.h. für das deutsche Privatpostnetz, stehen)

[*] Zitat [1] "Die IMN International Mail Net GmbH bietet Ihren Kunden weltweite Versandlösungen für Kataloge, Presse, Briefe und Pakete und ist über ein dichtes Netz von Agenten in allen wichtigen Handelszentren in den USA, Europa und Asien vertreten."

[**] Zitat [1] "Wir sind ein Joint Venture im privaten Briefmarkt - gegründet von der IMN International Mail Net GmbH und der optiBrief GmbH & Co. KG mit Sitz in Bietigheim-Bissingen - das für die Produktion und Logistik Synergien zusammengelegt hat, um effizientere Strukturen und Auslastungen zu generieren. Wir sind Ansprechpartner für die nationalen und lokalen privaten Briefdienste und halten für diese (Brief-) Mengen Kontingente bereit. In das Gemeinschaftsunternehmen optiMail Net GmbH & Co. KG werden die beiden Gesellschaften Ihre jeweiligen Briefmengen zum Zweck der Produktion, Logistik und der Einspeisung bei Briefdienstunternehmen zusammenführen. Beginn der Geschäftstätigkeit von optiMail Net ist der 01. Mai 2017."

optiBrief wurde bereits im Topic "Moderne Privatpost in Deutschland" [2] u.a. in den Beiträgen [761][775][779][834][954][1005][1149][1159] behandelt, ebenso wie die IMN International Mail in den Beiträgen [857] und [1023] sowie im Thread "Moderne Postgeschichte: Int'l Remailing über Privatpostdienstleister" [3], dort der erste Beitrag.

Gruß
Thomas

[1] http://www.optimailnet.de
[2] https://www.philaseiten.de/thema/344
[3] https://www.philaseiten.de/thema/4250
http://www.intmailnet.de - http://www.optibrief.de
 
Altmerker Am: 16.12.2018 12:10:53 Gelesen: 23248# 64 @  
@ Altmerker [#54]

Ein Jahr später sieht die Sache so aus. Oben rechts sieht aus wie ein Gummi-Stempel.

Gruß
Uwe


 
DL8AAM Am: 27.12.2018 18:22:27 Gelesen: 22844# 65 @  
@ Altmerker [#64]

Hi Uwe,

das ist weniger nur ein Privatpostbrief, sondern eine Art von Hybrid. Das "Basisprodukt" dieses Briefes ist nur ein ganz normales internationes Remailing und hat erst einmal nichts bis weniger mit klassischer Privatpost zu tun.

Der Versender in Österreich hat die Sendung vor Ort bei einer Niederlassung des Remailers Spring bzw. G3 Worldwide Mail aus dem Hause der niederländischen Post "PostNL" eingeliefert. Diese Sendungen werden üblicherweise über die niederländische "G3 Worldwide Mail N.V." der "Mutter" PostNL übergeben, die diese UPU-frankiert und in den UPU-Kreislauf eingeschleust. In diesen Fall hat sich die PostNL aber entschlossen, (was für Sendungen aus NL nach D sehr üblich ist) die Sendung nicht über die DPAG UPU-auszutauschen, sondern hat den Brief an ihre deutsche Privatpost-[Noch?]Tochter Postcon (*) abgeleitet, die die Sendung dann zur Zustellung über das innerdeutsche Privatpostnetzwerk an die Biberpost weitergeleitet hat.

(*) Die PostNL wollte/hat Postcon [inzwischen?] verkaufen/verkauft, was aber sicherlich die Austauschwege und die dann weiterhin wohl sehr partnerschaftlichen Beziehungen mit dem Käufer, negativ tangieren dürfte.

Beste Grüße
Thomas
 
DL8AAM Am: 15.03.2020 18:33:55 Gelesen: 14060# 66 @  
Nachdem 2019 das Werbemagazin des Tourismusministeriums von South Dakota per "UPU-Remailing" über Ungarn versendet und über die DPAG zugestellt wurde [1], kam die 2020er Ausgabe nun über die Konkurrenz der CITIPOST in den Briefkasten:



Die Einspeisung in das deutsche Privatpostnetzwerk erfolgte in diesem Fall über "MD Media" [2] in Hamburg (Sitz: Reichsbahnstraße 96, 22525 Hamburg), ein seit vielen Jahren u.a. (neben Brief- und Paketversand) auch auf internationale Presse- und Katalogdistribution spezialisiertes, weltweit aktives "Privatpost-" Unternehmen, in das Netzwerk der P2-Die Zweite Post. Zustellung über die CITIPOST Göttingen, die über das Mail Alliance-Netzwerk auch an den P2-Verbund angeschlossen ist. CITIPOST-Label vom 13.03.2020.

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Das einfache Leitlabel (ohne Barcode) von MD Media überklebt den eingedruckten Entgeltbezahlt-Vermerk der amerikanischen Post USPS (Postamt Rapid City, SD mit der Genehmigungsnummer #406). P2-000 steht hier "allgemein" für P2-Die Zweite Post (d.h. für die "Zentrale", nicht für eines ihrer Mitgliedsposten) und P2-084 ist die neue Kennung für CITIPOST Göttingen. MD Media dürfte deshalb die Charge direkt bei einem deutschen Privatpost-Hub eingeliefert haben, wobei die Abrechnung dann über ein zentrales System der P2 erfolgte. Bei "(1881-1627668)" dürfte es sich um eine Sendungsnummer bzw. um eine Identifikation des Mailings handeln.



Beste Grüße
Thomas

[1] https://www.philaseiten.de/beitrag/216238
[2] https://www.media-germany.de/distribution
 
DL8AAM Am: 28.10.2020 15:54:12 Gelesen: 10308# 67 @  
@ DL8AAM [#63]

Hier ein weiteres Label aus dem Bereich der IMN - International Mail Net aus dem Jahr 2016



Label von einer Sendung des Absenders "Euromoney Returns" (PO Box 252, Haslingden, Rossendale BB4 0BN, England) nach Deutschland; mit einer für dieses Netzwerk typischen 13-stelligen Sendungungsnummer ("16xxxx") und einen ebenfalls hier üblichen R-Zusatz ("RV"), siehe im Thema "Moderne Privatpost in Deutschland" [1] u.a. hier die Beiträge [857][1023].

Leitwegangabe MA 3781 1-2793, d.h.
- über die CITIPOST OWL [Ostwestfalen-Lippe], Bielefeld ("MA 3781") in das deutsche Privatpostnetzwerk eingeschleust,
- über den Mail Alliance-Hub bei der CITIPOST Hannover ("1")
- zur Zustellung weitergeleitet an die "InWiLog Post-Service OHG, Rotenburg" ("279x"), Standort Hamburg ("2793")

Der Kode über dem Barcode erinnert an die bisher aus der IMN-Ecke gesehenen Formaten, wobei die dort enthaltenen Angaben bisher nicht korrekt angesprochen werden können. "G" sollte/könnte dabei für Germany stehen; "MHI" ist nicht ganz klar (steht aber vielleicht - analog zu [#63] - für Manchester, der Sitz des Absenders ist ja nur wenige Kilometer von Manchester entfernt); "Eco" identifiziert sicherlich die Sendungsart Economy.

Beste Grüße
Thomas

[1] https://www.philaseiten.de/thema/344
 
DL8AAM Am: 06.08.2021 20:54:12 Gelesen: 2598# 68 @  
Remailing aus Österreich über das deutsche Privatpostnetzwerk



Massen-Werbesendung des Absenders Tourismusverband Altenmarkt-Zauchensee (Österreich), versendet nach Deutschland - über die deutsche Privatpost "Bayernpost" aus Burghausen; April 2018.

Leithinweis, direkt vom Produzenten der Werbesendung in das Anschreiben, in das Fensterfeld eingedruckt: MA-8342 - MA-3772, d.h. von der Bayernpost ("ma-8342") zur Zustellung an die CITIPOST Göttingen ("ma-3772"). Ob der Barcode bzw. die weiteren Kennungen im Fenster Teil der Privatpostbehandlung kann ich nicht sicher sagen, vermute ich aber. Bei der Bayernpost handelte es sich um den im September 2017 neu eingeführten Markennamen der 2006 gegründeten HB-REGIOPOST GmbH (Mozartstr. 10, 84508 Burgkirchen), die bereits seit dem 11.10.2019 in Liquidation ist [1].

Label der zustellenden CITIPOST Göttingen mit UPOC-Sendungsnummer (codX-Mandantenkennung 0046) und den entsprechenden Routen-/Touren- bzw. Zustelldaten der Empfängeradresse "50-34"; 26.04.2018.

Beste Grüße
Thomas

[1] https://www.northdata.de/HB-Regiopost+GmbH,+Sindelfingen/Amtsgericht+Traunstein+HRB+17153
 

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