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Thema: Briefmarken als Kapitalanlage
Das Thema hat 48 Beiträge:
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LOGO58 Am: 03.11.2011 14:23:43 Gelesen: 23293# 24 @  
Liebe Streitende,

als Nichtmitglied des BDPh und Käufer bei Sieger (ich habe Harry-Potter-FDC gekauft, die ich meiner Tochter geschenkt habe und die noch heute - fein gerahmt - in ihren Arbeitszimmer hängen und sie und mich erfreuen) habe ich zunächst die Thematik und das Für und Wider mit Interesse gelesen. Nur sind wir nicht jetzt an einem Punkt angekommen (das gilt auch für den Thread „Haben wir Briefmarkensammler eine Lobby?“), wo Kritiker und Gescholtene sehr deutlich ihre jeweilige Meinung dargestellt haben und es klar wird, dass durch noch so viele Beiträge voraussichtlich keine Änderung der jeweiligen Meinung eintreten wird?

Auch die Eröffnung eines (verkappten) neuen Threads mit augenscheinlich altem Wein in neuen Schläuchen wird sicher nicht weiterführen.

Es ähnelt ein wenig einem Hamster im Laufrad, der ständig läuft und nicht wirklich weiterkommt. Oder einer Fernsehdiskussion, die allerdings ein zeitliches Ende hat und auch nicht immer jeden ausreden lässt, aber sprachlich - mit Ausnahme der Lautstärke - Anwürfe doch vorsichtiger formuliert.

Fazit: Ich finde es ist alles gesagt und es wurden auch Anregungen für aktives Verhalten gegeben. Doch mich nerven (den Killer kenn ich schon: ich brauche ja nicht mehr den Thread aufzurufen) die ständigen Wiederholungen und Anwürfe, denn wahrscheinlich gilt:

30 % finden das Gesagte gut,
30 % finden das Gesagte schlecht,
30 % ist es egal und
10 % - hä?

Liebe Grüße
Lothar
 
Pommes Am: 03.11.2011 21:49:20 Gelesen: 23175# 25 @  
@ erwin58 [#21]

Ich kann Deine Entrüstung gut nachvollziehen. Dein letzter Beitrag klingt für mich auch schon sachlicher. Kritik - und die ist sicher angebracht -, kann man aber auch weniger emotional äußern als in den früheren Beiträgen.

Nur zur Klarstellung, ich will niemanden beschimpfen und der Idiot war ganz klar auf mich selbst bezogen. Du bist auf dümmliche Versprechungen hereingefallen. Aber wer "philatelistische Produkte" als Investment begreift, kann genau wie bei der Aktienspekulation auf die Nase fallen. Es tut mir leid, dass es gerade Dich erwischt hat. Vielleicht war allerdings auch etwas Naivität Deinerseits dabei? Um das Thema hier aufzugreifen ... ein mehr an "philatelistischer Beeinflussung" als bei den ETB geht kaum noch. Die Frage dabei ist nur, wie man Philatelie hier definieren will.

Ja und das mit dem weg schauen und weg hören meine ich durchaus ernst. Es bringt nichts sich an Dingen zu zerreiben, die man (nicht mehr) ändern kann. Wenn Du daraus Deine Lehren gezogen hast, dann ist es gut. Wenn Du andere warnen willst, dann ist das lobenswert, aber das geht durchaus in sachlichem Ton. (Deinen Beitrag in hätte man durchaus als Satire begreifen können, wenn die ersten drei Absätze nicht gewesen wären und irgendwo ein ;-) aufgetaucht wäre. Ehrlich gesagt, hätte ich über die letzten vier Absätze sogar schmunzeln können. Aber im Kontext ... (z. B. profitsüchtigen Möchtegernsammlern)?)

Ich denke auch, dass die Meinungen hier in der Hauptsache eigentlich nicht so weit auseinander liegen. Lediglich die Rolle des BDPh wird hier gelegentlich gehörig überschätzt und persönliche "Verluste" zu hoch bewertet. Wenn man sich dann noch bei einigen Kraftausdrücken etwas zurück nimmt, glaube ich die Kritik kommt auch an.

Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
 
Lars Boettger Am: 03.11.2011 22:42:31 Gelesen: 23158# 26 @  
@ erwin58 [#21]

Soll ich einfach zur Tagesordnung übergehen, wenn ich feststelle, dass sich mein jahrelanges Investment in angeblich so wertvolle Phila-Produkte als Luftblase entpuppt?

Lieber Erwin,

investieren tut man in Lebensversicherungen, Bausparverträge, Investmentfonds oder Aktien. Nicht in Briefmarken. Wenn Du beim Kauf von Briefmarken von einem "Investment" ausgehst, dann bist Du im falschen Forum. Beim BDPh geht es nicht um Anlagetipps, sondern um ein Hobby. Und Hobby heisst, dass man dafür Geld ausgibt, dass man übrig hat. Eine Diskussion mit Dir und Günther ist daher in meinen Augen sinnlos.

Als jemand, der sich über zwanzig Jahre mit Bilanzen und Geldanlagen auseinander setzt, habe ich immer einen Grundsatz befolgt: Alles sofort verkaufen, wenn sich etwas nicht so entwickelt, wie man gedacht hat. Ein schlechtes "Investment" wird nicht besser, in dem man wartet.

Auf http://www.philaseiten.de und anderen Internetforen findest Du hochkarätige Philatelisten, die international beachtete Sammlungen aufgebaut haben, "Goldene Posthörner" sammeln und bereitwillig ihr wissen teilen. Wenn Du nicht willens bist, bei diesen Sammlern in die Lehre zu gehen, dann kann Dir keiner helfen. Auch der beste Verband nicht. Wenn Du aber unsinnige Attacken reitest, dann wenden sich im besten Fall die anderen mit Kopfschütteln ab.

Persönlich halte ich es für wahnsinnig schwer, einen gemachten Fehler vor sich und anderen einzugestehen. Aber es wird nicht besser, wenn man sich selbst gegenüber nicht ehrlich ist. Wenn ich Geld versenkt habe, dann kann mich das ärgern. Aber ich muss irgendwann das Heulen einstellen und den Fehler suchen und ihn dann nicht noch einmal machen.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
Günther Am: 04.11.2011 14:39:52 Gelesen: 23090# 27 @  
Hallo Lars,

Du treibst es ja immer bunter. Du behauptest, mit den Sammlern zu diskutieren wäre sinnlos. Schon daraus ist die Feststellung zu ziehen, Du diskutierst nicht, sondern wehrst und lenkst ab, beharrst und drohst. Da wird von Rechtsanwälten gesprochen, von Empfehlungen, den Beitrag herauszulöschen, man wird als Störenfried beschimpft und und und. Das ist Dein Umgang mit unbequemen Wahrheiten – ja, Wahrheiten.

Wenn Du Dich 20 Jahre mit Geldanlagen auseinandergesetzt hast, solltest Du es an sich besser wissen. Um mit Investmentfonds Geld verdienen zu wollen (das sind keine Investitionen (man investiert z.B. in ein Haus) das ist Spekulation – siehe auch Risikowandel Immobilienfonds), muß man den Markt kennen und ständig beobachten, reagieren und unter Umständen, (siehe 2000), auch mal was aussitzen. Bei einem „sofortigen“ Verkauf aufgrund nicht erfüllter Erwartungen realisiert man Verluste.

Eine Lebensversicherung und ein Bausparvertrag sind keine Investition, sondern Sparvorgänge mit lediglich unterschiedlichen Zielen.

Ich hoffe also im Interesse eventueller Kunden, daß Du nie im Verkauf tätig warst.

Und was hat Dich geritten zu sagen, daß Briefmarken kein Investment sind?

Wenn ich kleiner unwissender Sammler bei eBay einen Berlin Block 1 mit Plattenfehler I, toll gestempelt und von HG Schlegel bestgeprüft für € 860,-- kaufe, dann ist das wohl ein Investment, von dem ich bei einem Wiederverkauf nicht mal einen Gewinn erwarte, sondern, daß ich annähernd mein eingesetztes Kapital zurück bekomme.

Und dann gibt es Leute, die Deiner Empfehlung gefolgt sind, die sich darüber beschweren, bleiben wir bei Berlin Block 1, daß sie diesen Block im Versandhandel für, ich weiß nicht, sagen wir mal, € 1.720,-- gekauft haben, einen 50%igen Verlust haben (betrifft nicht die, die bewußt, weil sie das einfach so wollten, den höheren Preis gesucht haben). Denen sagst Du, sie hätten ja dort nicht kaufen brauchen, allerdings an anderer Stelle, hätten die, die ohne Verlust eingekauft haben, ja auf die wunderbaren Qualitäten des Herrn Verlierer verzichten müssen.

Du willst den Sammlern einreden, Briefmarkensammeln sei die „Entsorgung“ überflüssigen Geldes. Mal abgesehen davon, daß sich jeder Sammler, der so etwas aus der „Feder“ eines führenden Vertreters seines Interessenverbands hört, sich für blöde gehalten fühlt - wo bleibt da die Moral.

Niemand hat in unseren Diskussionen (wie gesagt, das sind gar keine, das ist eine unsachliche Abwehrschlacht, in der beharrlich darauf verzichtet wird, über einzelne Punkte zu sprechen, „Gaga“ halt) je gesagt, der BDPh sollte Anlageberater sein. Bei dem, was Du schreibst, wäre das Ergebnis wahrscheinlich auch erschreckend.

Nein, wir würden nur gerne erwarten, daß dieser Verband seiner zweifellos bestehenden Fürsorgepflicht seinen Mitgliedern gegenüber gerecht wird. Vielleicht sogar so, daß ich sagen müßte, „diesem Verband mußt Du einfach beitreten“.

Daß eine zweifellos richtige, jedoch wiederum unsinnige „Haircut-Korrektur“ der Katalogpreise nicht, wie von einem (auch) dem Verband dienenden Journalisten getan, zur Verunglimpfung von uninformierten Sammlern genutzt wird.

Man würde erwarten, daß die Besprechung neuer Kataloge nicht ein Abdrucken der Werbetexte der Kataloghersteller ist, sondern ein Aufzählen von die Sammler auf falsche Wege lockenden Mängeln. Wie kann es sein, daß in einem Katalog für den Briefmarkennachwuchs bei der DDR nur massengestempelte Marken erwähnt werden und nicht mal in Andeutung Zusammendrucke, Rollenmarken oder Heftchen?

Wie kann es sein, daß ein neues Produkt, nämlich „echt gelaufene Ersttagsbriefe mit eventueller Auffrankierung mit Automatenmarken“ den Sammlern gegenüber unkommentiert bleibt?

Wie ist es möglich, daß ohnehin völlig sammler- und damit marktfremde Katalogpreise, die, darüber wird dreisterweise sogar öffentlich parliert, so gestaltet werden, daß der Handel keine Verluste erleidet, was zwangsläufig gegen die Sammlerschaft wirkt, ohne jeglichen Widerspruch geduldet wird?

Wie kann es sein, daß Katalogpreise vom Handel, also von denen gestaltet werden, die damit ihr Geld verdienen? Offizielle Formel ist: Durchschnitt der Verkaufspreislisten des Handels (also unter Ausschluß des Internet!) plus 20%!

Wie ist es möglich, daß sich solche Kataloge als „neutral“ bezeichnen?

Wie kann es sein, daß Entwicklungen wie das Internet einfach ignoriert werden, Internetauktionen gar als „Bescheißer“ hingestellt werden?

Ich will jetzt nicht weiter langweilen. Wer mehr wissen will, soll einfach mal über viele Tage meine Internetseiten, vielleicht ausgehend von http://www.Briefmarken-Ratgeber.de besuchen und lesen. Keine Werbung, außer für mein Buch „Briefmarken-Ratgeber ... der Leitfaden“, keine € 30,--, sondern nur € 14,90 und Information pur – aus Sammlerhand für Sammler.

Und was soll weiterhin dieser dauernde Hinweis auf „hochkarätige Philatelisten“, bei denen wir, die „dummen Sammler“ in die Lehre gehen sollten ? Der impliziert einmal, wir alle, nein nur wir Sammler, sind „ein bißchen doof“ und sagt andererseits aus, daß es Leute gibt, die etwas zu sagen hätten. Warum tun die das nicht? und sei es nur als Werbung für einen Verband? Und woher willst Du wissen, daß uns der „beste Verband“ nicht helfen könnte, wenn es den gar nicht gibt?

Und, nicht zuletzt, Deine Bemerkung, es sei sehr schwer, zuzugeben, daß man „Fehler“ gemacht habe, trifft den Nagel auf den Kopf. Stimmt, die meisten beklagen sich nicht, erdulden wortlos, teilweise über Jahrzehnte über den Tisch gezogen worden zu sein, suchen häufig wieder dieser Lobby dienende Auswege - und sind einfach nur unzufrieden. Aber im Vertrauen und dahinter kommt man durch einfaches Nachdenken, die artikulieren sich schon, die stimmen mit dem Kopf ab, z.B. dadurch, daß sie geldvernichtende Abo´s beenden und diesen ganzen künstlichen Schrott und Einheitsbrei produzierende Vordruckalben nicht mehr kaufen. Der für uns alle ungünstigere und doch sicher sehr häufige Fall ist jedoch der, daß sie das Handtuch werfen und dafür sorgen, daß das Briefmarkensammeln den schlechten Ruf hat, den es heute verdient.

So und jetzt bleibt mir nur noch der schweigenden Mehrheit zuzurufen, artikuliert Euch, wehrt Euch, verhelft unserem Hobby zu einer guten Zukunft.

Schönes Wochenende

Günther
 
Sammler Am: 04.11.2011 14:56:58 Gelesen: 23084# 28 @  
Wertvolle Original-Briefmarken, die immer seltener werden gibt's hier und man spart sogar sofort 7 EUR.

http://www.borek.de/shop/action/product/113044/10814/Berlin-1948-1990.html
 
22028 Am: 04.11.2011 15:18:58 Gelesen: 23065# 29 @  
@ Günther [#27]

Ich kann mir den Eindruck nicht erwehren, dass Dein einziges Ziel, das Du mit Deinen Postings hier verfolgst, die Vermarktung Deines Buchs ist.
 
Hausfreund Am: 04.11.2011 16:12:25 Gelesen: 23037# 30 @  
Allmählich langweilt das ewige Wiederholen von Uneinsichtigkeit und mangelnder Fähigkeit zu vernünftiger Sebstkrtik geprägten Aussagen!
 
drmoeller_neuss Am: 04.11.2011 17:02:29 Gelesen: 23014# 31 @  
Lars hat nicht behauptet, mit Sammlern zu diskutieren, wäre sinnlos, sondern schreibt "Eine Diskussion mit Dir und Günther ist daher in meinen Augen sinnlos." Hier kann man Lars nur zustimmen.

Als jemand, der sich über zwanzig Jahre mit Bilanzen und Geldanlagen auseinander setzt, habe ich immer einen Grundsatz befolgt: Alles sofort verkaufen, wenn sich etwas nicht so entwickelt, wie man gedacht hat. Ein schlechtes "Investment" wird nicht besser, in dem man wartet.

Über die richtige Anlagestrategie kann man sich trefflich streiten, Lars fährt hier einen konservativen Kurs und bildet nur den DAX-Verlauf in seinem Depot ab (Stichwort: Schweinezyklus). Ich denke, antizyklisch fährt man besser, allerdings mit höherem Risiko.

Günther schreibt: Du willst den Sammlern einreden, Briefmarkensammeln sei die „Entsorgung“ überflüssigen Geldes. Mal abgesehen davon, daß sich jeder Sammler, der so etwas aus der „Feder“ eines führenden Vertreters seines Interessenverbands hört, sich für blöde gehalten fühlt - wo bleibt da die Moral.

Ja, alles was über die Erfüllung der physischen Grundbedürfnisse (Ernährung und einfache, wärmende Kleidung) hinausgeht, ist "Entsorgung überflüssigen Geldes". Warum habe ich eine Tageszeitung abonniert? In der Stadtbibliothek könnte ich sie umsonst lesen. Warum gehe ich in die Kneipe, meine physischen Grundbedürfnisse kann ich doch auch mit Wasser und Brot erfüllen?

Mir fällt da nur PolPot ein, der Despot aus Khmer, der diese Moral des "Steinzeitkommunismus" seinen Volk aufgedrückt hat, bis das Land von Vietnam befreit wurde. Selbst Nord-Korea steht seinem Volk hin und wieder etwas Vergnügen zu, zumindest dürfen Briefmarken gesammelt werden. Das war unter PolPot auch verboten.

Übrigens gab es auch immer wieder erfolglose Ansätze, Briefmarken als Investment zu sehen. In den 60er Jahren wurde das von einigen Banken propagiert, und zuletzt hat eine spanische Investmentgesellschaft die Preise für Europa-CEPT-Marken in schwindelerregende Höhen getrieben, bis das ganze Modell wie ein Kartenhaus zusammengebrochen ist. Mir ist zur Zeit kein institutionelles Produkt bekannt, dass auf Briefmarken als Anlageobjekt setzt.

Als gebildeter Sammler - damit komme ich auf Lars Argument zurück, bei "hochkarätigen Philatelisten in die Lehre zu gehen" - kannst Du natürlich günstig einkaufen. Damit nutzt Du aber nur Assymetrien in einem nicht vollkommenen Markt aus, wenn Du mehr als der Verkäufer weisst. Der Anbieter hat zum Beispiel im Gegensatz zu Dir als Käufer nicht den Plattenfehler oder den besonderen Stempel erkannt. Ich kenne einige Kollegen, die Stücke für wenige cent eingekauft und damit später auf Realauktionen einen guten Reibach gemacht haben.

Als Investment leiden Briefmarken unter den hohen Transaktionskosten. Wie andere Sachwerte (Teppiche, Kunstwerke) haben sie aber den Vorteil, "unauffällig" verschoben werden zu können. Dann kommt so mancher Mitbürger auf die Idee und rechnet: "Mein Enkel muss für zwar später beim Auktionator 20% verkaufsprovision abdrücken, um an sein Geld zu kommen, aber die spart er jetzt bei der Schenkungssteuer. Wenn ich mein Aktiendepot übertragen würde, kommt er zwar später leichter an sein Geld, aber verliert jetzt schon 20% an das Finanzamt, weil die Bank beim Fiskus petzen muss. Oder mein Nachbar St. Einreich, der sein Vermögen aus der Schweiz in Form von kleinen Briefmarken zurückgeholt hat, die er mit Hilfe von Kommissionären diskret bei verschiedenen Auktionshäusern eingekauft hatte. Natürlich hat der Zoll ihn an der deutschen Grenze gefilzt. Aber er hat nichts falsch gemacht, die Zöllner hatten ja nur nach Bargeld gefragt und gesucht, und St. Einreich hatte wirklich nur noch die paar Euros in seinem Portemonnaie."

Wir wollen aber ehrlich bleiben, und sammeln auch klassische Briefmarken nur unter dem Gesichtspunkt des Spassfaktors.

Und zum Thema Kataloge: die Preise sind nur ein kleiner unwichtiger Teil eines Kataloges. Der Rest ist Information über die Marken eines Sammelgebietes. Wer ausser dem Michel erzählt Dir denn, wieviel verschiedene Wasserzeichen und Zähnungen es von einer Ausgabe gibt?

Um die tatsächlichen Marktpreise zu ermitteln, braucht man keinen Katalog, sondern ein paar Suchbegriffe bei eBay. Über den Michel habe ich auch Kritik geübt, und ich habe mir jetzt den Scott zugelegt. Die Preisansätze sind dort tatsächlich realistischer. Ansonsten ist der Scott recht spartanisch, weswegen ich den Michel nach wie vor favorisiere. Man braucht nicht jedes Jahr einen neuen Katalog, wenn die Michel-Redaktion auch anderer Meinung ist, ganz einfach, weil sie davon leben muss. Die "Philatelie" hat sich übrigens auch schon über das Reichrechnen ausgelassen. Sammler wie Du müssten eigentlich vor den hohen Katalogpreisen gewarnt sein, wenn sie denn Mitglied im BDPh wären und die "Philatelie" lesen würden.
 
Pommes Am: 04.11.2011 17:20:01 Gelesen: 23008# 32 @  
@ Günther [#27]

Ich hoffe, bei Deiner überragenden Sachkenntnis in Sachen Briefmarken sammeln, bist Du Dir dessen bewusst, dass Du Dich hier in einem philatelistischen Forum befindest, das auch gewisse Regeln hat (und nebenbei bemerkt gebühren- und werbefrei ist). Den Link auf die Forumregeln findest Du im Menü links.

Für Dich hier mal ein Auszug:

"Werbung

Wir tolerieren ein gewisses Maß an kommerzieller Information, sofern Sie im direkten Zusammenhang mit der jeweiligen Diskussion von Interesse und nützlich ist. Die Verbreitung von Werbung in allen Formen (Bekanntmachungen, Anzeigen, Verkaufsinformationen, Grafiken, Links etc.) ist ohne vorherige ausdrückliche Genehmigung durch die Richard Ebert AG nicht gestattet und wird sofort entfernt. Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie diesbezüglich Fragen haben (Tel. 07561-915 1490, Richard@PhilaSeiten.de)."


Ich hoffe, Du hast die erforderliche Zustimmung. Anderenfalls sei mir der Hinweis erlaubt, dass Du Dich dann auch nicht beklagen kannst, wenn Teile Deiner Beiträge oder ganze Beiträge gelöscht werden. Ich sage Dir das nur, um nicht dann wieder den Vorwurf von Zensur und der Entfernung "unbequemer Meinungen" lesen zu müssen.

Insgesamt spare ich mir im Wesentlichen eine Reaktion auf Deine übrigen Äußerungen. Nur so viel: In denen geht es nicht um Philatelie, sondern nur um Geld. In meinen Augen bist Du ein Anleger, aber kein Sammler (wenn ich nur diese Beiträge zugrunde lege, was Du sonst in Sachen Philatelie tust weiß ich ja nicht). Höre also auf von "uns Sammlern" zu sprechen. Meine Philosophie des Sammelns unterscheidet sich grundlegend von der Deinen. Bei allen Schwächen des BDPh sehe ich meine Interessen dort erheblich besser vertreten als bei einem anzunehmenden Verband mit Deiner Auffassung zu "unserem Hobby".

Gruß
Thomas
 
filunski Am: 04.11.2011 18:11:19 Gelesen: 22980# 33 @  
@ Günther (alle Deine Beiträge),

Bisher dachte ich ja, man könnte Dich und Deine endlosen Nörgeleien aussitzen, aber Deine Penetranz kennt anscheinend keine Grenzen, deswegen will ich jetzt mit Dir mal genauso verfahren, wie Du es bislang mit hier renommierten und mehr als geduldigen Forenschreibern tust.

Zitat G. "Ich will jetzt nicht weiter langweilen."

Deine Beiträge langweilen nicht nur, sie machen auch agressiv, und zwar Dir gegenüber.

Zitat G. "Wer mehr wissen will, soll einfach mal über viele Tage meine Internetseiten..."

Du hast nun oft genug auf "deine" Internetseiten (Viagra und anderes inbegriffen!) und "deine" Bücher hingewiesen. Bleib' dann auch dabei deine Pseudoweisheiten und Weltverbesserungstheorien dort anzupreisen und verschone dieses Forum damit. Auf deine andauernde Schleichwerbung hat dich Thomas (pommes) schon deutlich hingewiesen. Vielleicht kapierst auch Du das.

Zitat G. "Ich sehe eine Reihe Verbands- bzw. Lobbyvertreter, die, sich strampelnd wehrend, absolut keine Kritik akzeptieren, so etwas, obwohl wir doch unter uns sind."

Von einer Reihe sog. Verbandsvertreter kann sicher nicht die Rede sein, nur Lars spricht für den BDPh und hält sich Dir gegenüber mehr zurück als Du es verdienst. Wenn Du von "unter uns" sprichst, dann lass Dich dabei raus, Du gehörst sicher nicht zu "uns"!

Ich könnte so jetzt noch eine ganze Weile weiter machen, spare es mir aber, da ich wohl befürchten muss gegen deine anscheinend schon einsetzende Altersstarrsinnigkeit wie Don Quichote gegen die Windmühlenflügel zu kämpfen.

In diesem Sinne,
Peter (filunski)
 
erwin58 Am: 04.11.2011 19:14:33 Gelesen: 22956# 34 @  
@ Sammler [#28]

Danke für deinen Link zu Borek. Borek ist ein führendes Versandhaus für philatelitische Produkte, für das auch der BDPH-Präsident gerne Werbung macht.

Wenn man auf die Webseite von Borek sieht, fallen einen viele "interessante Sparangebote" auf.

http://www.borek.de/shop/action/product/14308/10958/Bund-Mi-Nr-111-112--im-Gedenkfold.html

Statt für Michel 100,- EUR, für nur 98,- EUR. Sie sparen 2,- EUR.

http://www.borek.de/shop/action/product/14637/10958/Bund-Mi-Nr-143-146-.html

Statt für Michel 140,- bei Borek nur 149,- EUR. Sie sparen minus 9,- EUR.

http://www.borek.de/shop/action/product/96936/10958/Bund-Mi-Nr-123-138--mit-FA-Faksim.html

Statt für Michel 2200,- für nur 1951,- EUR.

http://www.borek.de/shop/action/product/14904/10958/Bund-Mi-Nr-139-140-.html

Statt für Michel 200,- bei Borek für nur 198,- EUR. Sie sparen 2,- EUR zum Katalogpreis.

http://www.borek.de/shop/action/product/14190/10962/Bund-Mi-Nr-177-196-x-.html

Statt für Michel 280,- bei Borek für 279,- EUR. Sie sparen 1,- EUR ;-)

Bei so vielen "Sparmöglichkeiten" ist es natürlich nachvollziehbar, dass der BDPH als Vertreter der deutschen Sammlerschaft Borek seinen Mitgliedern besonders ans Herz legt.
 
Lars Boettger Am: 04.11.2011 21:10:10 Gelesen: 22923# 35 @  
@ erwin58 [#34]

Lieber Erwin,

Du verwechselst den BDPh als Verband, der bestimmt niemanden empfiehlt (aber auch nicht unter Strafandrohung verbietet bei Borek zu kaufen) und den BDPh-Präsidenten, der vor ein paar Jahren mal in einer Borek-Broschüre erschien. Jaja, ist Haarspalterei, kann man Amt vom Verband trennen, aber man sollte das tun bzw. als erwachsener Mensch dazu in der Lage sein.

Noch einmal Briefmarken sind keine Geldanlage. Nur wenn man sich wie Günther standhaft weigert, von Experten etwas zu lernen, dann zahlt man halt viel Lehrgeld. Dann glaubt man auch, dass ein Berlin Block Nr. 1 mit Plattenfehler für 800 Euro ein günstiger Kauf war.

@ drmoeller_neuss [#31]

Wenn Du in den Dax mit Zertifikaten investierst, dann schlägst Du locker 80% aller Investmentfondsmanager. Langweilig, aber langfristig erfolgversprechend. Mein Favorit war die Top-Ten/Low-Five/Drop First/Double-Second-Dividendenstrategie -> hoher Hebel, hoher laufender Ertrag.

@ Günther [#27]

Ich habe mal sehr intensiv Transatlantikpost gesammelt. Als ich merkte, dass ich für die fehlenden Belege zuviel Geld ausgeben muss bzw. die Preise für das Material davon zogen, habe ich verkauft. Trotz eines wirklich guten Marktes habe ich etwa die Hälfte meines Einsatzes verloren.

Mittlerweile haben die Sammler, die vor drei-vier Jahren das Material weggesogen haben, ihre Sammlungen aufgelöst. Material, das ich verkauft hatte, wandert wieder in den Markt zurück. Ich bin wieder als Käufer dabei. Allerdings werde ich viel "Beifang", den ich irgendwann mal gekauft hatte, nicht mehr in die Sammlung aufnehmen und spare mir das Geld für die wirklich wichtigen Belege. Und wir reden hier nicht über Massenware wie den Berlin Block Nr. 1, sondern über Briefe, von denen es für bestimmte Überfahrten nur eine handvoll Stücke gibt. Die für viele Sammler in den USA und England auch einen hohen emotionalen Wert haben, weil sie (post-)historisch interessant sind.

Erwarte ich, dass ich für dieses Altpapier jemals wieder Geld sehe? Nein. Aber es macht Spass, sich mit einer alten Liebe zu befassen. Es macht Spass, alte Kontakte wieder aufleben zu lassen. Das macht Philatelie für mich aus.

Einen Briefmarkenkatalog habe ich trotzdem jeden Tag in der Hand. Als Nachschlagewerk für Zähnung, Ausgabedaten, Stempel usw. Aber aus eigener Erfahrung weiss ich, dass ein Katalog nur einen Bruchteil dessen darstellt, was man eigentlich wissen muss und kann. Wenn ich den Katalogpfad entlang trotten will - dann kann ich das machen. Aber wenn ich mich davon entferne, dann wird es spannend. Aber dann löst sich auch die heimelige Ordnung auf und Du stehst in der Wildnis. In Nachbarsgarten findest Du kein Gold, Du musst schon aus der Vorstadt raus. =D

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
Sammler Am: 05.11.2011 01:07:39 Gelesen: 22886# 36 @  
@ erwin58

Borek ist doch günstig: ebay 260878221883
 
Sammler Am: 05.11.2011 01:11:45 Gelesen: 22885# 37 @  
@ erwin58

Mir gefällt dieser Beitrag. Evtl. etwas überspitzt aber immerhin noch sehr kreativ. Eben etwas für Leute mit Humor – und trotzdem ist ein Funken Wahrheit dabei.
 
erwin58 Am: 05.11.2011 10:33:02 Gelesen: 22831# 38 @  
@ Sammler [#37]

Ich freue mich, wenn ich dich zum Schmunzeln gebracht habe. Schwarzer Humor ist eben nicht jedermanns Sache, wie man in diesem Thread gut erkennen kann. ;-)
 
Cantus Am: 05.11.2011 12:33:02 Gelesen: 22756# 39 @  
Ich schlage vor, einen derartigen Wortwechsel mit einer Unter-Überschrift zu versehen, etwa so "Diskussionsforum für Philatelisten / Investoren unerwünscht".

Ich habe den Eindruck gewonnen, dass hier einige mitschreiben, die zwar Briefmarken oder anderes philatelistisches Material besitzen, die aber tatsächlich keine Philatelisten sind, sondern nur ständig auf die Vermehrung ihres investierten Geldes starren. Eines ist doch klar: Das Sammeln irgendwelcher Gegenstände bleibt so lange ein Hobby, als man es für das eigene Vergnügen tut. Bei der Philatelie gehört dazu das Suchen, die Freude beim Finden, die Diskussion mit anderen über das Gefundene, gelegentlich auch das Zeigen des ersehnten Gegenstandes, die Beschäftigung mit dem Gegenstand und viel Literaturstudium.

Wem das zur eigenen Befriedigung nicht genügt, der kann sich ja gerne dazu irgendwelche fiktiven Werte notieren, wobei es völlig egal ist, auf welcher Grundlage diese Werte angesetzt werden. Auf gar keinen Fall hat so ein "Wert" etwas mit dem eingesetzten Kapital zu tun, sondern kann lediglich eine Relation zu anderem Sammelgut darstellen. Genau diesem Zweck sollen ja auch Wertangaben in Katalogen dienen, nämlich dass man sich beim Kauf oder Tausch auf einen vereinbarten Prozentsatz eines Katalog"wertes" einigt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Jeder Sammler, der viel mehr Geld hat, als er zum Leben braucht, und der nicht so recht weiß, was er damit machen soll, aber auch jeder Sammler, der zu faul ist, sich an vielen Orten zu informieren und regelmäßig in unterschiedlichsten Druckwerken nachzulesen, wird sicherlich einen erheblich höheren Geldbetrag für von ihm gesuchtes Sammelmaterial aufwenden als der, der zwar intensiver Sammler ist, dieses aber mit kleinem Geldbeutel realisieren muss. Durch den höheren Geldeinsatz entsteht aber kein höherer Wert, sondern man hat nur dafür gesorgt, dass sich ein anderer am eigenen Geldsegen bereichern konnte. Ein Wert existiert immer erst dann, wenn ich jemanden finde, der bereit ist, eigene Finanzmittel in Höhe des angeblichen Wertes zum Erwerb einzusetzen.

Solange ich niemanden finde, der mein Sammelgut zu einem bestimmten Betrag erwerben will, ist es - finanziell gesehen - wertlos. Ich empfinde unser Hobby jedoch als kulturell wertvoll, vermittelt es bei intensiver Beschäftigung mit der Materie teils tiefe Einblicke in die Art der Herstellung, in den Grund der Herausgabe der jeweiligen Marken, Ganzsachen oder auch des Stempels, in Posttarife und Postwege, einst und jetzt, in der Heimat und weltweit. Und schließlich sollte es einfach eine Freude sein, sich schönes philatelistisches Material anzuschauen, auch wenn man es nicht selber besitzt oder besitzen kann.

Bleibt also bitte Sammler und lasst den ganzen finanziellen Quatsch außen vor, das hat mit der Philatelie als solcher überhaupt nichts zu tun.

In diesem Sinne
Ingo
 
filunski Am: 05.11.2011 13:31:03 Gelesen: 22734# 40 @  
@ Cantus [#39]

Hallo Ingo,

herzlichen Dank für diesen Artikel, meiner Meinung nach einer der Besten hier!

Du drückst damit genau das aus, was wohl die meisten die dieses Forum, sei es aktiv mit eigenen Beiträgen oder nur passiv zur Information und Wissensbereicherung nutzen. Es ist dies ja ein philatelistisches Forum und kein Investment-, Gewerkschafts- oder "Sonstwas"-Forum und gerade daran erinnerst Du zu Recht mit Deinen Worten.

Bleibt nur zu hoffen, dass auch "Andere" darüber mal nachdenken und dann dieses unselige Thema vielleicht mal zum Abschluss kommt und auch nicht wieder in neuer Verpackung oder wie Lothar schon mal anmerkte "alter Wein in neuen Schläuchen" nochmals auftaucht.

Gruß,
Peter
 
Günther Am: 07.11.2011 11:59:01 Gelesen: 22629# 41 @  
Hallo Lars,

an sich war das Thema für mich erledigt, wollte das alles Stück für Stück nun auf meinen Seiten verarbeiten, jetzt bringst Du mich allerdings doch ein wenig durcheinander.

Du schreibst:

„Und wir(?) reden hier nicht über Massenware wie den Berlin Block Nr. 1, sondern über Briefe, von denen es für bestimmte Überfahrten nur eine handvoll Stücke gibt.

Dann glaubt man auch, dass ein Berlin Block Nr. 1 mit Plattenfehler für 800 Euro ein günstiger Kauf war.“


Hilf mir bitte, ist das nun einer der Expertentipps, von denen Du behauptest, ich würde sie nicht beachten, nicht lernen wollen?

Zur Erinnerung: der postfrische Block 1 von Berlin wird bei einem Katalogpreis von € 850,-- bei Borek für € 898,-- angeboten.

http://www.borek.de/shop/action/product/98164/16835/Berlin-Mi-Nr-Block-1--mit-FA.html

Bei eBay kann man den (bestgeprüft) im Moment für € 349,-- kaufen, also um € 545,-- billiger!

Das ist ein besonderer und kostenloser Tipp für den Sammler, der bei Borek ganz bewußt „zu solchen Preisen einkaufte, weil er dieses Ding halt einfach haben will“. Da kann man sinnlosen Geldausgabe doch so richtig fröhnen.

Bestgeprüfte gestempelte Block 1 (Katalogpreis € 2.300,--) werden bei eBay im „sofort-kaufen-Modus“ für etwa € 1.200,-- angeboten. Ganz normal ersteigert, kann man sie für € 600,-- bis € 750,-- bekommen, derzeit, vielleicht einfach weil „Massenware?“ aber weder bei Borek noch bei Sieger.

Der als Beispiel angeführte Block 1 (Katalog über € 3.000,--), wunderbar gestempelt, mit Plattenfehler I, bestgeprüft, für € 860,-- ist Deiner Meinung nach Massenware und zu teuer eingekauft?

Einmal bitte ich Dich, besonders für die Forumteilnehmer, die Quelle für diesen noch besseren Preis zu nennen, zum anderen mir zu sagen, wo da nun der Experten-Tipp versteckt ist.

Weiterhin verstehe ich als Briefmarkensammler nicht, wie Du Objekte, die es gerade maximal 5 mal gibt, mit 50 % Verlust verkaufen mußt – und das bei einem für solche Objekte boomenden Markt? Wo muß man eingekauft haben, wenn man solche Verluste realisieren muß? Konntest Du Dir da nicht irgendwelche Experten-Tipps einholen?

Ich habe seit mehr als 20 Jahren mit Verlusten überhaupt keine Probleme mehr – vielleicht einfach, weil ich nicht denken lassen, sondern selbst denke.

Und mein Tipp, der sicher kein Experten-Tipp ist: Wenn ich zu teuer einkaufe, werde ich immer Verluste haben, zahle ich nur den Wert einer Sache (den hast Du gut beschrieben, nämlich, wenn eine Nachfrage besteht), kann ich Verluste weitestgehend vermeiden. Und Gewinne planen zu wollen ist unsinnig, etwas für Träumer, nein, ich sammle rein aus Spaß an diesem wunderbaren Hobby.

Ja, und dann möchte ich noch kurz auf den Thread # 38 des Sprechers dieses Forums eingehen, der, der beurteilt, beendet, Redeverbot erteilt, beschimpft und beleidigt. Bezüglich der Gesamtreaktion wäre auf jeden Fall mal ein Fortbildungskurs, z.B. bei der VHS, zum Thema „Diskussionsführung“ zu empfehlen.

Was die angedeutete, sicher bedenkliche Aggression (drmoeller_neuss würde sicher schreiben, daß er „agressiv“ mit zwei „gg“ schreiben würde) und beleidigende Äußerung anbetrifft, wird es schon schwieriger. Eine Therapie zu empfehlen steht mir nur bedingt zu, sie kam mir aber spontan in den Sinn. Man sollte so was nicht schleifen lassen.

Wenn es nicht noch dicker kommt, gebe ich zu diesem Thema damit Ruhe, lasse mir allerdings den Mund mit Sicherheit nicht verbieten. Bis bald.

Günther
 
PeterPan100 Am: 08.11.2011 17:32:11 Gelesen: 22550# 42 @  
@ Günther [#41]

Na endlich.

PeterPan86
 
Richard Am: 06.05.2012 08:54:05 Gelesen: 20793# 43 @  
Einige Anmerkungen zum Thema:

(1) Ich habe die Überschrift geändert. Die Original Überschrift ist im ersten Beitrag enthalten und wird auch in der Forumsuche gefunden.

(2) Das Buch von Günther habe ich gelesen. Es enthält interessante Themen und Thesen. Was mich stört, ist die Hetze gegen den BDPh. Günther sollte dann doch einen Sammlerverband gründen, der die angeblichen Fehler des BDPh nicht macht.

In einem Bericht zur Autobriefmarkenschau in Bad Cannstadt lese ich einen Beitrag von Siegfrid Mistele:

Höhepunkt [...] war ein Vortrag des Sammlers und Fachbuchautors Günther Köpfer, der den Philatelisten riet, endlich selbst zu denken und nicht mehr der sammlerschädigenden Lobby Glauben zu schenken, die einen nur über den Tisch ziehen will.

(Quelle: Südwest Aktuell, Landesverband Südwestdeutscher Briefmarkensammler Vereine e.V., Ausgabe 245, März 2012, Seite 50 - Auflage geschätzt rund 10.000 Exemplare)

Zu dieser sammlerschädigenden Lobby zählt er den BDPh.

(3) Der hier im Thema schreibende erwin58, angemeldet am 24.10.11., wurde am 29.11.11. gesperrt, da er sich unter Falschnamen mit nicht existierender Adresse angemeldet hatte. Mir ist bekannt wer hinter diesem Namen steckt.

Normalerweise würden dessen Beiträge unabhängig vom Inhalt sofort gelöscht. Dies geht nur nicht mehr wegen des Gesamtzusammenhangs der Diskussion.

Schöne Grüsse, Richard
 
22028 Am: 06.05.2012 09:29:13 Gelesen: 20774# 44 @  
Selbstverständlich eignen sich Briefmarken als Kapitalanlage. Hättet Ihr vor 15-20 Jahren VR-China gekauft, dann hätte ihr Euer Geld binnen weniger Jahren vervielfacht.

Fakt ist, man muss nur wissen, wann man was kauft bzw. verkauft und da sind Briefmarken nicht anders als alle anderen Produkte, die im Investmenthandel gehandelt werden.
 
Tabaluga Am: 06.05.2012 09:46:19 Gelesen: 20760# 45 @  
@ 22028 [#44]

Fakt ist, man muss nur wissen wann man was kauft bzw. verkauft und da sind Briefmarken nicht anders als alle anderen Produkte die im Investmenthandel gehandelt werden.

Fakt ist auch: Man muss das Geld haben, um kaufen zu können und dann die Zeit, um warten zu können, bis der Wert der Ware einen stolzen Gewinn verspricht !

Gutes Beispiel: Das Gemälde der Schrei !

Das Bild gehörte seit 70 Jahren dem norwegischen Industriellen Petter Olsen. Olsen erklärte, er habe sich zum Verkauf entschlossen, da der Moment gekommen sei, „dem Rest der Welt die Chance zu bieten, dieses bemerkenswerte Werk zu besitzen und zu würdigen”.

mfg
Jens
 
22028 Am: 06.05.2012 10:58:02 Gelesen: 20736# 46 @  
@ Tabaluga [#45]

Na ja, man muss ja nicht gleich in 9-stelligen Dimensionen denken.

Wer in den späten 70er/frühen 80er Jahren hätte gedacht dass z.B. VR-China Blocks dermaßen durch die Decke gehen, damals wurde das Gebiet angeboten wie warme Brötchen, ergo, asymmetrisch sammeln.

Ich warte ja nur darauf, dass die Chinesen Tibet als Sammelgebiet entdecken.
 
drmoeller_neuss Am: 06.05.2012 20:00:19 Gelesen: 20654# 47 @  
Viel naheliegender als Tibet ist doch Taiwan, die abtrünnige Insel Formosa, die sich "Republic of China" nennt. Momentan sind aus verständlichen Gründen die Marken in der Volksrepublik China noch verpönt, aber früher oder später werden wir die Wiedervereinigung von China noch erleben. Dann dürften die Preise anziehen.

Taiwanesische Marken sind noch recht preiswert zu haben. Generell sind die meisten asiatischen Länder zu empfehlen. Ich denke da nur an die Philippinen, die sehr niedrige Auflagen und ansprechende Motive verausgaben (leider wie in den meisten Ländern zu viel). Die für uns niedrigen Nennwerte machen trotzdem das Sammeln erschwinglich. Leider kann man philippinische Marken nicht im Abo beziehen, man muss also Sammler im Land kennen.
 
Lars Boettger Am: 06.05.2012 20:28:38 Gelesen: 20644# 48 @  
@ 22028 [#46] und @ drmoeller_neuss [#47]:

Herr Walter Haveman hat in der akutellen "philatelie" Nr. 419 darüber ausführlich geschrieben. Taiwan bricht wohl so langsam auf, Tibet ist immer noch ein "no go".

Wer wissen möchte, wie man Briefmarken als "Investitionsobjekte" mal vermarktet hat, der soll "Schwenn" und "Briefmarkenpaket" in Google eingeben.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 

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