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Thema: Zurück und nachgeschickt
Das Thema hat 599 Beiträge:
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volkimal Am: 10.02.2020 19:40:00 Gelesen: 22260# 575 @  
Hallo zusammen,

beim letzten Gildetreffen in Soest erhielt ich diese Postkarte:





Die Karte ist am 16.09.1961 in Nürnberg aufgegeben worden. Beim Bahnpostamt erhielt sie zunächst um 19 Uhr den Maschinenstempel. Bevor die Karte weiterbefördert wurde stelle man fest, dass die linke Marke nicht entwertet war. Dies geschah am nächsten Tag um 1 Uhr Nachts mittels eines Handstempels.



Im Hotel Pitter konnte die Karte nicht zugestellt werden. Im Hotel bekam die Karte die beiden violetten Gummistempel "Nicht abverlangt retour / non Réclame" und "HOTEL PITTER / SALZBURG". Ob der Stempel "Retour:" im Hotel oder bei der Post abgeschlagen wurde ist nicht zu erkennen. Durch den blauen Pfeil wurde als Ziel der Aufgabeort Nürnberg markiert. 2,5 Wochen nach Aufgabe der Karte bekam sie am 5.10.1961 den Salzburger Tagsstempel - vermutlich bevor sie wieder auf die Reise geschickt wurde.

Irgendwer hat die Karte zum Glück umgedreht und entdeckt, dass auf der Rückseite eine Nachsendeadresse in Colmar angegeben war.

Ob diese Adresse in Salzburg oder in Nürnberg entdeckt wurde ist nicht zu erkennen. Ich kann mir aber vorstellen, dass es in Nürnberg war, als man versuchte den Absender ausfindig zu machen. Man hat dem blauen Pfeil also mit Bleistift durchgestrichen und die Karte nach Frankreich weitergeschickt.

Mich wundert, dass auf der Anschriftenseite keinerlei Hinweis zum neuen Ziel aufgebracht wurde - auch kein Hinweis zur Adresse auf der Textseite. Woher wussten die Postler auf dem weiteren Weg wohin die Karte gehen sollte? Wer kann dazu etwas sagen?



Schließlich war die Karte am 09.10.1961 in Mülhausen im Elsass von wo aus sie zum Bestimmungsort Colmar weitergeleitet wurde. Wie man am Text der Karte sieht hat die Empfängerin Briefmarken gesammelt und daher die Karte aufgehoben.

Viele Grüße
Volkmar
 
Wesi Am: 12.02.2020 18:41:15 Gelesen: 21875# 576 @  
Einen guten Abend,

eine meiner Tauschsendungen kam neulich mit einem interessanten Vermerk zurück. Sie war adressiert nach Latakia, Syrien, Pfeifenraucher werden den Namen sicher von dem gleichnamigen Tabak kennen, der sich großer Beliebtheit erfreut.

Sie wurde am 12.10.19 gesendet, als Einschreibe-Brief bis 2kg, und mit einer Vielzahl von Marken frankiert.

Zur Information der Sammler: Seit ca. September/Oktober 2019 gibt es immer wieder Komplikationen, da Jordanien als Transitland für den Service mehr Geld fordert, die genaue Lage ist schwer kurz zusammenzufassen.

Der Brief ging dann ins IPZ Frankfurt und wurde dort mit einem Zurück-Vermerk versehen. Außerdem wurde der Brief vom Zoll oder einer anderen Institution geöffnet (er war nochmal mit neuem Klarsichtband zugeklebt, das die meisten Marken bedeckt). Ca. 1 Woche später kam er wieder zurück und wurde von mir aufgrund des Formates (Schuhkarton) bis auf die Frontseite zerstört.


 
Fips002 Am: 07.03.2020 19:09:43 Gelesen: 19436# 577 @  
Luftpost Brief aus Preetz 08.3.1968 an ein Besatzungsmitglied der "Birte Oldendorff nach Tokio.

Dieser Brief kehrte nach einer Irrfahrt von 2 Jahren, 2 Monate und 20 Tagen an seinen Absender zurück.



Dieter
 
volkimal Am: 12.04.2020 15:34:30 Gelesen: 16500# 578 @  
Hallo zusammen,

ich habe mehrere Ansichtskarten, die ohne Absender waren aber dennoch zurückgeschickt wurden. Hier ein Beispiel:



Der Absender machte gerade Urlaub in Seefeld (Tirol). Die Postkarte ging von dort nach Hannover. Der Empfänger war aber entsprechend des handschriftlichen Vermerkes unbekannt verzogen. Da kein Absender angegeben war, blieb nichts über, als die Karte nach Seefeld zurückzuschicken. Dort muss irgendjemand den Absender gekannt haben, denn die Karte hat ihn ganz sicher erreicht. Ich habe die Karte nämlich von der Tochter des Absenders bekommen.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 13.05.2020 12:01:39 Gelesen: 13178# 579 @  
Hallo zusammen,

ein zweimal nachgeschickter Brief vom Norddeutschen Bund (Norddeutscher Postbezirk) vom 11.11.???? Die Jahreszahl ist für mich nicht eindeutig feststellbar.

Am 1. Januar 1868 erschienen die ersten Briefmarken und Ganzsachen-Umschläge des Norddeutschen Bundes. Es gab aber noch große Bestände an alten Umschlägen aus den vorher selbstständigen Staaten. Diese Umschläge wurden in Form von Aufbrauchsausgaben weiterverwendet. In diesem Fall hat man auf den preußischen Wertstempel „Adler im Hochoval“ eine durchstochene Marke zu 1 Groschen geklebt. Diese wurde dann mit einem an den Ecken abgerundeten Rechteck mit Diamantschrift überdruckt. Als Text steht im Rechteck „NORDDEUTSCHER POSTBEZIRK“ in vielfacher Wiederholung.



Der Brief aus Bork ging am 11.11. an den Fabrik Besitzer Hermann in Forsterhausen bei Hamm (heute mit „V“ geschrieben). Einen Tag später erhielt der Brief den Hammer Stempel Bahnhofs-Ausgabe N 2. Herr Hermann war aber unterwegs und so wurde der Brief am 12.11. nach Berlin zum Hotel Brandenburg nachgesandt. Von dort ist der blaue Ausgabestempel „I“ vom 13.11. Auch in Berlin konnte der Brief nicht zugestellt werden. Er wurde nach Meiningen zum Hotel de Sachs weitergeschickt. Dort erreichte er schließlich am 14.11. seinen Empfänger.

Vorsterhausen war ein ehemaliger Siedlungskern an der Grenze zwischen der Westerheide und der Südenheide im heutigen Hammer Westen. Begründet wurde dieser Siedlungskern durch das Gut Vorsterhausen, dessen Namen sich von seinem Erbauer Johannes Vorster ableitet.

Das Jahr 1858 brachte gleich vier neue Fabriken: in der Nordenfeldmark eine von Gebr. Lindenstruth für "Wagenassen" (vermutlich Wagenachsen) und eiserne Platten; eine "Dampkittelfabrik" (vermutlich Dampfkesselfabrik) auf Vorsterhausen von Gerichtssekretär Hermann;- eine Maschinenfabrik von Keller und Banning und eine Lackfabrik von Rollmann und Garschagen. Die Achsenfabrik und die Dampfkesselfabrik haben es nicht lange getan, sie sind alle nach ein paar Jahren wieder eingegangen, woran die Mobilmachung von 1859 Schuld war. [1]

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://www.hammwiki.info/wiki/Vorsterhausen
 
Altmerker Am: 12.06.2020 16:14:29 Gelesen: 10006# 580 @  
Ich habe da noch einen Brief nach Dänemark, der nicht ankam, aber mit zahlreichen Vermerken verziert ist. Da wurde sich in Charlottenlund echt Mühe gegeben. Vergebens!

Freundliche Grüße
Uwe


 
Altmerker Am: 15.06.2020 08:59:44 Gelesen: 9906# 581 @  
Hier ging es ziemlich routinemäßig zurück. Unbekannt, Stempel drauf.

Gruß
Uwe


 
saeckingen Am: 15.06.2020 11:10:38 Gelesen: 9891# 582 @  
Luftpostbrief von Dar-es-Salaam/ Tansania nach Kigali/ Ruanda.



Gestempelt mit Maschinenstempal Dar-es-Salaam 12.11.71, rückseitig Ankunftstempel Kigali 27.11.71 und Abgangstempel Kigali 30.11.71. Mit Hinweistempel INCONNU / ONBEKEND (unbekannt) und RETOUR A L'ENVOYEUR (zurück an Absender). Interessant ist die Zweisprachigkeit Fränzosisch/Flämisch des unbekannt Stempels - ein Erbe aus der belgischen Kolonialzeit.
 
longdoz Am: 15.06.2020 18:32:16 Gelesen: 9861# 583 @  
@ volkimal [#62]

Hallo Volkmar,

ich antworte einmal auf den alten Beitrag von vor acht Jahren, auf die Gefahr hin, dass schon jemand anders das gleiche geantwortet hat.

Also: In der Anschrift des Briefs, den du zeigst, steht "Berlin 45". Das ist Lichterfelde. Dort gibt es keine Albrechtstrasse. Vielleicht hat der Absender "Berlin 41" gemeint. Das ist Steglitz. Die dortige Albrechtstrasse ist knapp 2,5 km lang. Da kann es 103 Hausnummern geben. Auf einer Strasse von 300 Metern ist das, zumal in Berlin, unmöglich. Das wären bei beidseitiger Bebauung gerade einmal 6m pro Haus. Die Albrechtstr. ist mehr oder weniger durchgehend mit 4- oder mehr-stöckigen Mietshäusern bebaut. Und das auf 6 Metern?

Übrigens gibt es in Berlin mehrere Albrechtstrassen. Wer weiss, welche Google dir genannt hat.

Der Rücksendevermerk stammt übrigens vom Postamt 41 (Steglitz). Lichterfelde gehört zum Stadtbezirk Steglitz (jetzt Steglitz-Zehlendorf). Also war der Empfänger vielleicht wirklich unauffindbar und der Zusteller doch gar nicht so nachlässig).

Über den Stempel kann ich im übrigen nichts sagen.

Gruss
Mats
 
longdoz Am: 16.06.2020 10:21:07 Gelesen: 9815# 584 @  
@ volkimal [#359]

Hallo Volkmar,

es gibt ein Vorsterhausen bei Hamm. Könnte es nicht das sein anst. Soester Chaussee?

Verte ist im übrigen lateinisch und steht für "bitte wenden".

Gruss Mats
 
longdoz Am: 16.06.2020 10:24:27 Gelesen: 9813# 585 @  
@ dr.vision [#364]

"Adresse verstorben"

Gruss Mats
 
volkimal Am: 16.06.2020 11:17:38 Gelesen: 9797# 586 @  
@ longdoz [#584]

Hallo Mats,

du hast recht! Es heißt Forsterhausen. Ich hatte es inzwischen auch schon herausbekommen. Allerdings habe ich vergessen es bei diesem Thema mitzuteilen. Hier findest Du noch etwas zu dem Brief [1].

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=233014
 
longdoz Am: 16.06.2020 15:51:54 Gelesen: 9767# 587 @  
@ volkimal [#586]

Danke, Volkmar, für den Link.

Ich habe das ganze Thema von oben an durchgelesen, und als ich unten angekommen war, habe ich es dann auch gesehen. Es war ja erst vor fünf Wochen.

Ist "Dampkittel" westf. Platt für Dampfkessel?

Beste Grüsse
Mats
 
volkimal Am: 16.06.2020 15:57:37 Gelesen: 9760# 588 @  
@ longdoz [#587]

Hallo Mats,

die Frage hatte ich mir bisher nicht gestellt, aber Wikipedia kennt die Lösung [1]

Ein Kittel-Kessel war eine Bauform des Dampfkessels zur Dampferzeugung für den Betrieb von Kittel-Dampftriebwagen und anderer dampfgetriebener Fahrzeuge. Seinen Namen erhielt er von Eugen Kittel, dem obersten Maschinenmeister der Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Dampflokomotivkessel fällt bei ihm die stehende Anordnung im Wagen auf. Er war ein Heizröhrenkessel mit Wellrohrfeuerbüchse.

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Kittel-Kessel
 
longdoz Am: 16.06.2020 22:45:44 Gelesen: 9730# 589 @  
@ volkimal [#588]

Oha, mehr Fragen als Antworten. Aber vielen Dank, dass du mir das rausgesucht hast.

Und Wellrohrfeuerbüchse! Ich habe mal einen englischen Übersetzer getroffen, der war in die deutschen Wortzusammensetzungen verliebt. Das Wort hätte ich ihm geschenkt.

Ich kann es mir gar nicht oft genug auf der Zunge zergehen lassen.

Jedenfalls vielen Dank und viele Grüsse
Mats
 
Fips002 Am: 29.07.2020 21:04:43 Gelesen: 6170# 590 @  
Luftpost Einschreiben Brief von Zittau 26.9.1983 nach Dar-Es-Salaam/Tansania. Der Brief konnte nicht zugestellt werden und ging von Dar-Es-Salaam am 22.10.83 wieder zurück nach Zittau.



Dieter
 
bedaposablu Am: 21.08.2020 21:09:13 Gelesen: 3804# 591 @  
Hallo,

kann jemand etwas näheres zum Zurück-Stempel aus Hamburg sagen?



Der Brief ging von mir am 28.06.2004 an den NDR, MARKT Altersversorgung, 20653 Hamburg.

Schon jetzt recht vielen Dank und einen schönen Abend!

Klaus-Peter
 
Christoph 1 Am: 21.08.2020 21:20:46 Gelesen: 3801# 592 @  
@ bedaposablu [#591]

Hallo Klaus-Peter,

zu dem Zurück-Stempel gibt es vermutlich nicht viel zu sagen - viele Niederlassungen hatten solche Stempel, die jeweils ein bisschen anders gestaltet sind. Offenbar gab es dafür keine Norm.

Die Frage ist für mich eher: Warum wurde Nachporto erhoben? Vermutlich wegen Großformat des Belegs? Das ist durch den Scan nicht ersichtlich.

Auf jeden Fall gehört der Beleg nicht hier in das Thema, denn er trägt ja keinen ZSP-Stempel. Das richtige Thema wäre "zurück und nachgeschickt" oder "Nachgebühr".

Viele Grüße
Christoph
 
bedaposablu Am: 21.08.2020 21:30:53 Gelesen: 3796# 593 @  
@ Christoph 1 [#592]

Hallo Christoph,

vielen Dank für deine Antwort.

Ich hatte schon gesucht nach einem entsprechendem Thema, aber nichts gefunden, bis ich dann auf #29 was von Niederlassung Brief las.

Der Brief ist im übrigen 17,7 cm x 14,8 cm und fällt damit aus der Größe für einen Standard-Brief bis 20 gr raus.Was ich damals verschickt habe kann ich leider nicht mehr sagen.

Viele Grüß!
Klaus-Peter
 
Christoph 1 Am: 21.08.2020 21:34:36 Gelesen: 3794# 594 @  
@ bedaposablu [#593]

https://www.philaseiten.de/thema/4087
https://www.philaseiten.de/thema/1328

Viele Grüße
Christoph

[Beiträge [#591] bis [#594] in das von Christoph genannte Thema verschoben]
 
Pete Am: 30.08.2020 22:11:18 Gelesen: 2570# 595 @  
Nachfolgend ein Beleg, welcher auf dem ersten Blick eher unscheinbar wird. Die Sendung wurde 1940 in Herzogenrath aufgegeben und war an eine Adresse im benachbarten Heerlen auf der niederländischen Seite der Grenze adressiert:



Sendung vom 09.05.1940 aus Herzogenrath (Kreis Aachen) nach Heerlen (Niederlande), handschriftlich deklariert als "Grenzbereich" und mit "ZURÜCK"-Vermerk versehen

Auf dem ersten Blick ist kein Grund ersichtlich, weshalb die Sendung nach erfolgter Zensur zurückgeschickt wurde. Allerdings lässt das Datum der Sendungsaufgabe den Grund mutmaßen. Der Brief selbst wurde am 09.05.1940 um 17 Uhr im Postamt in Herzogenrath aufgegeben und sollte wenige Kilometer weiter in Heerlen zugestellt werden. Nach [1] begann der Einmarsch der deutschen Wehrmacht in den Niederlanden in den frühen Morgenstunden des 10.05.1940. Zum Zeitpunkt der Sendungsaufgabe befand sich das Deutsche Reich (noch) nicht im Krieg mit den Niederlanden. Der Versand dieser Sendung wurde von der Politik und den daraus resultierenden historischen Ereignissen überrollt.

Gruß
Pete

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberfall_auf_die_Niederlande,_Belgien_und_Luxemburg
 
dithmarsia43 Am: 31.08.2020 17:58:41 Gelesen: 2445# 596 @  
@ Pete [#595]

Hallo,

von mir ein Brief aus Great-Britain nach Berlin aus dem Jahre 1951. Die Postler haben sich echt bemüht, aber die alle Anstrengungen waren umsonst !

Gruß
Uwe


 
GSFreak Am: 11.09.2020 11:43:18 Gelesen: 1324# 597 @  
Hier ein Brief von Boppard (06.09.1948 oder 1949) nach Bremen. Der konnte nicht zugestellt werden und ging daher zurück, siehe entsprechende Stempel auf der Rückseite und der Vorderseite.



Beste Grüße
Ulrich
 
GSFreak Am: 17.09.2020 11:58:57 Gelesen: 371# 598 @  
@ GSFreak [#597]

Hier ein weiterer Beleg aus Boppard. Diesmal von dem anderen Briefmarkenhändler (Oskar Anhut) seinerzeit in Boppard.

Es ist eine Nachnahme über 170,60 DM per Einschreiben (mit Rückschein). R-Stempel mit Formularstempel "Boppard", 24 mm in Antiqua. Verklebt sind 1,48 DM aus der zweiten Freimarkenserie Rheinland-Pfalz, entwertet mit Ortswerbestempel BOPPARD "Luftkurort am Rhein" vom 03.09.1948 (Freitag). Dieser Ortswerbestempel ist seit Juni 1948 in Verwendung.

Der Brief ist zurückgeschickt worden, da die Annahme verweigert worden ist (siehe Rückseite), der Ankunftstempel von Königswinter ist unvollständig, da ein Teil des Abschlags möglicherweise auf den angehefteten Rückschein überging. Am 05.09.1948 war der Brief jedenfalls wieder zurück in Boppard.

Das Porto setzt sich ab 01.09.1948 zusammen aus 0,40 DM für einen Fernbrief bis 50 g - es waren ja sicherlich Briefmarken enthalten -, 0,80 DM für das Einschreiben mit Rückschein und 0,30 DM für die Nachnahme. Das sind 1,50 DM. Folglich würden 0,02 DM fehlen.

Man kann es aber auch so sehen: Freimachung noch nach den alten Postgebühren bis 31.08.1948: 0,48 DM für einen Fernbrief bis 50 g, 0,60 DM für das Einschreiben und 0,40 DM für die Nachnahme. Das wären genau die verklebten 1,48 DM. Der Aufkleber "Rückschein" müsste dann später "hinzugekommen" sein (über den Abgangsstempel geklebt). Es war hinten kein Rückschein angeheftet. Mit den beiden Bogenrandfragmenten war der Brief in einem Album befestigt und der Ankunftstempel von Königswinter war nur "unsauber" abgeschlagen.

Was meinen die Leser hierzu?



Beste Grüße
Ulrich
 
bayern klassisch Am: 17.09.2020 14:03:50 Gelesen: 349# 599 @  
Liebe Freunde,

der Brief aus Würzburg vom 19.11.1840 gibt (zumindest mir) Rätsel auf, scheint er doch 2 Mal verschickt worden zu sein, wobei die Taxen auch nicht gerade einfach zu interpretieren sind, weil sie teils übermalt wurden.



Er war gerichtet nach Schweigern (bei Boxberg in Baden), allerdings schrieb man bei Heilbronn und das war württembergisch.

Bayern schickte ihn nach Baden und als erste Taxe lese ich 3 / 6, also Porto für Bayern 3 Kreuzer und angenommenes Porto für Baden von 6 Kreuzern.

Richtig war aber Schwaigern bei Heilbronn, so dass er bei seiner Rückkehr in Würzburg (2. Stempelfragment) neu taxiert werden musste. Zu den bereits vorhandenen 9 Kreuzer kamen jetzt 6 weitere für Württemberg hinzu, so dass der Empfänger in Schwaigern bei Heilbronn total 15 Kreuzer zahlen musste.

Unter der Rötel-9 lese ich noch einen Rötel-Krüppel, der eine 7 bedeuten könnte und neben dem Baum 9/6 könnte noch ein Kreuzer Bestellgeld notiert worden sein - evtl. in Württemberg, aber das ist nicht todsicher.

Hinten leider blank - auch lustig, wenn man die Reise bedenkt.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 

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