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Thema: (?) (549) Zurück und nachgeschickt
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Sachsendreier53 Am: 05.03.2019 11:20:06 Gelesen: 12261# 525 @  
DDR-Retourbelege:

Kleinbrief (12 x 8 cm) aus 2750 SCHWERIN 99 / u / vom 11.11.1988. Laut Dienststelle DSt P II A war die Sendung von der Postbeförderung ausgeschlossen, wegen des Mindestmaßes.



Kleinbrief (7,5 x 5,4 cm) aus 2600 GÜSTROW 1 / m / vom 9.11.1989 nach 2841 HAAR (Schwerin). Der Klebezettel Zurück an den Absender! weist hin: Sendung von der Postbeförderung ausgeschlossen PAO § 8.





mit Sammlergruß,
Claus
 
jmh67 Am: 06.03.2019 07:29:10 Gelesen: 12150# 526 @  
@ Sachsendreier53 [#525]

Recht hatten die Schweriner ja auch - laut Postgebührenheft von 1981 war das Mindestmaß für einen Brief 14 cm x 9 cm. Allerdings wurde das nicht immer und überall so streng befolgt.

Der zweite Kleinbrief mit dem linierten Papier könnte auf einen Mangel an Briefumschlägen zurückzuführen sein - man glaubt es heutzutage kaum noch, aber die waren tatsächlich manchmal rar. Auch der 12 cm x 8 cm "große" Brief sieht selbstgestrickt aus.

-jmh
 
Fips002 Am: 07.03.2019 17:31:22 Gelesen: 11982# 527 @  
Brief aus Wernigerode 13.10.1976 an den Zahlmeister des Kreuzfahrtschiffes "Regina Maris".

Der Brief wurde an den Absender zurückgeschickt, da das Schiff verkauft wurde.



Dieter
 
Sachsendreier53 Am: 22.03.2019 10:40:45 Gelesen: 10728# 528 @  


Karte aus NEREZINE (Kroatien) vom 24.4.1989 nach Magdeburg. Laut Kastenstempel des Hauptpostamt 3010 Magdeburg war die Anschrift des Empfängers unvollständig. Die Karte verblieb im Hauptpostamt (2.5.89).



Brief aus 1140 BERLIN-MARZAHN 1 vom 07.07.1988, adressiert an das Hauptpostscheckamt 1020 Berlin. Die Zustellung verzögerte sich wegen unrichtiger Angabe der Postleitzahl / Anschrift. (08.07.88)



Brief an das Postamt in 7264 Wermsdorf aus 3012 LANGENHAGEN-HAN 1 vom 30.8.1990. Nach erfolgter Brieföffnung vom Postamt (04.09.90) wurde festgestellt, dass es sich um eine Angelegenheit für den Wermsdorfer Philateliebetrieb handelt. Der geöffnete und zugeklebte Brief wurde an die "Philatelie" weitergeleitet.

mit Sammlergruß,
Claus
 
fogerty Am: 27.03.2019 21:38:30 Gelesen: 10254# 529 @  
Ich hoffe, ich bin mit diesem Beitrag nicht fehl am Platz. Aber wäre schön, wenn mich jemand aufklären könnte. Also, dieses Paket wurde am 20.2. ordnungsgemäß mit korrekter Anschrift aufgegeben. Am 14.3. kam die Benachrichtigung, das Paket wäre nicht zustellbar gewesen und könnte gegen den Betrag von 10 Euro wieder abgeholt werden!

Für mich stellt sich die Frage, warum wurde die Postleitzahl 39011 geschwärzt? Zudem kommt doch der Verdacht auf, dass dieses Paket Deutschland überhaupt nicht verlassen hat, das Retorlabel ist eindeutig deutsch und es gibt auch keine Spur von einem italienischen Label!



Grüße
Ivo
 
Christoph 1 Am: 27.03.2019 23:31:18 Gelesen: 10239# 530 @  
@ fogerty [#529]

Hallo Ivo,

ich kann auch nur Vermutungen äußern, aber hier sind gleich mehrere Dinge seltsam:

1. wurde das Paket mit Briefmarken frankiert (8,70 €). Das ist aber bei Paketen gar nicht zulässig.

2. Der korrekte Preis für ein Paket nach Italien bis 5 Kg wären 17,99 € gewesen (bei Abgabe des Pakets in einer DHL-Filiale) bzw. 15,99 € (bei Online-Frankierung, die hier jedoch nicht erfolgte).

3. Das Label unten rechts weist das Paket als nationales Paket (Paket Nat.) aus, also für den Versand innerhalb Deutschlands. Der Preis für ein solches Paket beträgt 7,49 €, also eine Differenz von 10,50 €, die offensichtlich nicht bezahlt wurde.

Aus all diesen Gründen hat das Paket vermutlich tatsächlich Deutschland gar nicht verlassen. Der Fehler liegt hier aber wohl eher bei der DHL-Filiale, die das Paket angenommen hat. Dort hätte man doch merken müssen, dass das ein Paket nach Italien ist.

Vielleicht dachte der Absender, er könne die Differenz durch die verklebten Briefmarken bezahlen? Aber zum einen ist das nicht zulässig und zum anderen: in der Summe (7,49 € Label + 8,70 € Briefmarken = 16,79 €) fehlen dann immer noch 1,20 € zum vollständigen Porto.

Der Absender sollte sich mal bei der Filiale erkundigen, in der er das Paket aufgegeben hat.

Viele Grüße
Christoph
 
fogerty Am: 28.03.2019 18:20:57 Gelesen: 10166# 531 @  
@ Christoph 1 [#530]

Danke, Christoph!

Der Absender hat sich dann nochmals bei der Filiale erkundigt, tja, da legen wir besser den Mantel des Schweigens darüber! Er hat dann das Paket bei einer anderen Postfiliale aufgegeben und es wurde gestern hier in Lana zugestellt.

Grüße
Ivo
 
mumpipuck Am: 30.03.2019 03:29:37 Gelesen: 10099# 532 @  
Für meine Heimatsammlung (Hamburg-)Bergedorf habe ich einen hübschen Beleg bekommen, der hierher passt.

Die Karte eines Absenders aus Börnsen im Kreis Herzogtum Lauenburg (gehörte zum Leitpostamt Hamburg-Bergedorf 1) wurde am 22.03.1948 mit dem bereits sehr stark abgenutzten Hammerstempel "HAMBURG-BERGEDORF 1 m" entwertet, der seit 01.04.1938 im Briefabgang eingesetzt war und noch im selben Jahr ersetzt wurde. Sie ist adressiert nach Oksböl in Dänemark in das dortige Flüchtlingslager. Dort waren von Anfang 1945 bis Februar 1948 bis zu 36.000 deutsche Flüchtlinge aus den polnisch und russisch besetzten deutschen Ostgebieten in einem Barackenlager der Wehrmacht untergebracht, dass die Dänen nach der Kapitulation übernahmen (wikipedia). Als die Karte dort eintraf, waren die Empfänger nicht mehr dort und das Lager gem. obiger Angabe aufgelöst.

Die Karte trägt den dänischen Zweizeiler "Afrejst til Tyskland Adressen unbekendt" (Abgereist nach Deutschland Adresse unbekannt) sowie handschriftliche Vermerke "unbek. 27/3.", "17/4 retour Brit. Zone", "21.4.47 n/. Dtschld." und "zurück am 22/IV. 48". Für die Rücksendung wurde die Adresse mit einem braunen gummierten Zettel mit dem handschriftlichen Vermerk "am 21.4.47 n/. Dtschld. (keine Adresse hinterlassen)" überdeckt.



Burkhard
 
volkimal Am: 01.04.2019 17:41:57 Gelesen: 9991# 533 @  
Hallo zusammen,

eine Postkarte vom Quelle-Versand in Aachen nach Brüssel in Belgien vom 31.05.1988:



In Belgien gibt es drei Amtssprachen. Im größten Teil des Landes werden Niederländisch oder Französisch gesprochen. Dementsprechend sind der Aufkleber und der Zurück-Stempel zweisprachig Französisch/Niederländisch. Die dritte Amtssprache Deutsch wird nur in einem kleinen Gebiet nahe der deutschen Grenze gesprochen.

Vermutlich hat man bei einer Retour-Sendung nach Deutschland den französischen Teil des Aufklebers benutzt (Französisch ist die internationale Postsprache).

Wofür steht das "R R" im Stempel auf der Rückseite? Hat es etwas mit Retour zu tun?

Viele Grüße
Volkmar
 
fogerty Am: 08.04.2019 10:39:43 Gelesen: 9313# 534 @  
@ Christoph 1 [#530]

Möchte jetzt doch noch mal nachfragen bzg. eines Labels auf dem Paket. Eigentlich alles klar, wie du es beschreibst, aber das Label "Rücksendung International" wirft doch noch die Frage auf, warum, wenn das Paket Deutschland ja anscheinend nicht verlassen hat?

Grüße
Ivo
 
Journalist Am: 08.04.2019 15:44:09 Gelesen: 9265# 535 @  
@ fogerty [#529]
@ fogerty [#531]
@ fogerty [#534]

Hallo Ivo,

bezüglich des Lebenslaufes deines Paketes gibt es folgende Dinge - richtig ist, wie Christoph schon geschrieben hat, das es sich rechts unten um ein Inlandspaketaufkleber handelt. Bei der Annahme hat man die Postleitzahl 39011 gesehen, aber nicht gelesen das es Italien ist.

Die fünfstellige PLZ 39xxx gibt es sowohl im Bereich Magdeburg als auch in Südtirol. Dies wird oft verwechselt und dann geistern die Briefe oder wie in diesem Fall das Paket erst einmal etwas durch die Gegend - ein Blick auf die Sendungsverfolgung der Paketsendung gibt weiteren Aufschluss:



Diesen Lebenslauf muss man nun von unten nach oben lesen:

Am 20.2. erfolgte die Aufgabe, aufgrund des falschen Paketlabels wurde die Sendung auch erst einmal in die Magdeburger Gegend (Paketzentrum Osterweddingen) transportiert - dort kennt man die Probleme mit der Verwechselung der PLZ von Deutschland aus dem Bereich Magdeburg und Südtirol beide 39xxx PLZ-Zahlen schon und hat das Paket über Feucht (Paketzentrum bei Nürnberg) nach Italien transportiert.

Vom 25.2 bis 13.3 war das Paket vermutlich in Italien - hier müsste man mal die italienische Sendungsverfolgung aufrufen - weshalb das Paket allerdings keinen italienischen Retourenaufkleber erhalten hat, ist mir auch nicht klar.

Da Pakete nicht kostenlos zurück geschickt werden (international) entstehen hier Rücksendekosten in unterschiedlicher Höhe - hier in diesem Fall 10 Euro die mit dem gelben Aufkleber im Paketzentrum Feucht vermutlich am 13. März vermerkt wurden. Die Sendung lief dann weiter nach Bochum zurück und wurde am 14.3. um 14 Uhr 34 abgeholt (laut Sendungsprotokoll).

Noch eine weitere Anmerkung zur Frankierung - vermutlich war ein Päckchenversand ins Ausland geplant mit Briefmarken (wären 9 Euro Porto), da die Sendung aber vermutlich mehr als 2 Kilo gewogen hat oder zu groß war, wurde sie zu einem Paket - allerdings wurde dabei der Fehler mit dem Inland gemacht - denn wie Christoph richtig schreibt, wäre ein Auslandspaket nach Italien teurer gewesen.

Soweit noch einige Ergänzungen zu diesem Vorgang - viele Grüße Jürgen
 
Sachsendreier53 Am: 12.04.2019 13:44:36 Gelesen: 8906# 536 @  


Unzustellbare Ansichtskarte aus 9040 KARL-MARX-STADT vom 31.7.1987, adressiert nach 8281 Großenhain. Der Adressat war nicht in Großenhain zu ermitteln (7. Aug. 1987).

Mit zwei Hinweisstempeln:

Empfänger in 828 Großenhain unbekannt. Ausruf erfolglos.
Absender aus Handschrift unv. nicht ermittelt 828 Großenhain



Unzustellbare Ansichtskarte aus 8220 TRAUNSTEIN OBERBAY 1 vom 13.1.1989, adressiert nach Schwerin. Der Empfänger in der Ziolkowskistr. war unbekannt, laut Klebezettel und Dienstempel P II A vom 13.1.89. Die Karte ging " zurück" , verblieb in 2790 SCHWERIN 90 am 23.1.89.

mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 17.04.2019 14:10:53 Gelesen: 8499# 537 @  


Postlagernder Retourbrief (Ersttagsbrief), aufgegeben in 5300 Bonn am 12.2.1981 nach Kolding/Schweden. Laut Aufkleber/grüner Stempel und rückseitigen Kastenstempel aus 6000 Kolding wurde der Brief am 19.3.1981 wegen des unbekannten Adressaten zurückgesandt, nach 5900 Siegen 21. (Bitte zurück an den Absender).



Ansichtskarte aus 2192 HELGOLAND vom 5.5.1989, adressiert nach 3381 Magdeburg. Die Karte war unzustellbar laut Kastenstempel des Hauptpostamtes aus 3010 Magdeburg. (Anschrift unvollständig).



Osterkarte aus 9040 KARL-MARX-STADT vom 24.3.1989. Die Ortskarte war wegen falscher Postleitzahl und Hausnummer unzustellbar. Die Karte verblieb im Postamt in Karl-Marx-Stadt.

mit Sammlergruß,
Claus
 
Magdeburger Am: 20.04.2019 16:47:37 Gelesen: 8248# 538 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute kann dieses nette Teil bei mir an:



Am 21.08.1872 zwischen 17 - 18 Uhr bearbeitet, ging diese portopflichtige Dienstsache "An Fräulein Marie Sophie Wellmann zu Neue Neustadt b/M (bei Magdeburg) Mittelstrasse 1".

Siegelseitig ist vermerkt: Adressatin seit einigen Wochen verstorben Kaufmann Brieftgr., so dass es kurzerhand am Folgetag retour lief.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Wesi Am: 24.04.2019 22:47:22 Gelesen: 7877# 539 @  
Hallo,

im April vergangenen Jahres schickte ich einen Brief an einen Tauschpartner in Riyadh, Saudi Arabien.

Laut Sendungsverfolgung wurde der Brief bis zum Zustellpostamt ausgeliefert, dort jedoch ohne Angabe eines Grunds an mich, den Absender, zurückgeschickt. Mein Tauschpartner schrieb mir darauf hin, dass er 5 weitere Briefe erwartete die auch zurück geschickt wurden. Er meinte, das dies mit dem Ramadan zusammenhängt und die Saudische Post zu dieser Zeit häufiger Probleme macht.


 
Stempelfreund Am: 17.05.2019 15:35:54 Gelesen: 5746# 540 @  
Hübsche Karte aus dem Jahr 1909 von Merseburg nach Meissen. Die genaue Adresse von Herrn Märtz war wohl nicht bekannt, weshalb die Karte am 1.8. per Adressat Oswald Köhler im Meißner Granitwerk versandt wurde. Hier vermerkte der Postbote am 2.8. oben neben und ein bißchen auf der Marke die Abreise nach Chemnitz. Auf der Karte wurde nun Meissen als Empfängerort gestrichen und Chemnitz darunter gesetzt (auch am 2.8.) Am 4.8. kam wohl der Stempel "In Chemnitz unbestellbar" und der Klebezettel hinzu und der Datumsvermerk 4.8.


 
volkimal Am: 26.05.2019 19:52:21 Gelesen: 4889# 541 @  
Hallo zusammen,

Postkarte aus Storehedinge (heute Store Heddinge), einer Stadt im Südosten der Hauptinsel Seeland in Dänemark.



Die Karte wurde am 02.01.1893 aufgegeben. Adressiert ist die sie an den Oberstleutnant von der dänischen Artillerie O.F. v. Hall in Berlin, Unter den Linden 14,3.



Die Karte wurde innerhalb Berlins mehrfach hin- und hergeschickt. Der erste Stempel ist vom 03.01.1893 10-11 V. vom Postamt 64. Diese Nummer entspricht dem Postamt NW 64, es war seit 1873 in der Straße Unter den Linden 12. Dort bekam die Karte den handschriftlichen Vermerk „Adr. Unter den Linden 14 nicht zu ermitteln“. Mit dem violetten Kopierstift wird das neue Ziel „NW 7“ vermerkt.
Um 6 ¼ - 7 Uhr nachmittags desselben Tages war die Karte dann im Postamt 7. Den Vermerk von dort kann ich nicht ganz sicher lesen. Es könnte heißen „Adr. bey Ausruf(?) Postamt 7 nicht bekannt“. Der nächste Vermerk lautet „Polizeilich nicht ermittelt P.A. 7“.

Wie man an der grünen Schrift erkennen kann, bekam einer höher gestellter Postbediensteter die Karte zur Bearbeitung. Er vermerkt als neue Anschrift „Dänische Gesandtschaft Alsenstr. 4“. Oben ergänzt er die Postamtsnummer NW 40. Dort wird die Karte wenn ich es richtig erkenne schließlich am 07.01.1893 um 1 ¼ - 2 ¼ N zugestellt.

Bei Wikipedia steht: "Die Gesandtschaftskanzlei von Dänemark befand sich vor dem Umzug ins Botschaftsviertel in der Alsenstraße 4 (NW 40) in Moabit, einer heute nicht mehr existenten Straße im Alsenviertel nahe dem Reichstagsgebäude." [1]

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%A4nische_Gesandtschaft_in_Berlin
 
Fips002 Am: 19.06.2019 21:40:06 Gelesen: 2397# 542 @  
Brief am 07.5.1900 in Lübeck aufgegeben und an ein Passagier des Dampfers "Prinzregent Luitpold" in Port Said/Ägypten gerichtet. Der Brief kam am 13.5.1900 in Port Said an. Der Brief konnte nicht zugestellt werden, da die Prinzregent Luitpold" Port Said schon am 12.5.1900 verlassen hatte.

Die "Prinzregent Luitpold" der Australischen Hauptlinie befand sich auf der Rückreise von Sydney nach Bremerhaven.

Das nächste Schiff, welches Port Said anlief, war das Dampfschiff "Weimar" der Ost-Asien-Linie am 14.5.1900. Der Brief wurde der "Weimar" übergeben. Das Schiff befand sich auf der Rückreise von Yokohama nach Bremerhaven. Nach Ankunft in Rotterdam am 30.5.1800 wurde der Brief per Bahn nach Bremen befördert und kam dort am 30.5.1900 an.

Das Dampfschiff "Weimar" erreichte Bremerhaven am 01.6.1900. In Lübeck kam der Brief wieder am 03.7.1900 an.



Dieter
 
Baber Am: 22.06.2019 12:36:00 Gelesen: 2312# 543 @  
Von 4310 Rheinfelden/Schweiz über Österreich nachgeschickt nach 7888 Rheinfelden/Baden.



Gruss
Bernd
 
volkimal Am: 05.07.2019 08:53:24 Gelesen: 1465# 544 @  
Hallo zusammen,

beim Thema "Nachportobelege / Nacherhebung von Porto" hat epem7081 (Edwin) einen Nachporto-Brief gezeigt, bei dem der Inhalt von der Landesversicherungsanstalt Württemberg entnommen wurde und die Briefhülle zum Einziehen des Nachportos an den Absender zurückgeschickt wurde [1].

Daher auch etwas aus meiner Sammlung zu diesem Thema. Es war früher durchaus üblich, dass Behörden den Inhalt von Nachgebühr-Briefen entnommen haben und den Umschlag dann an den Absender zurück geschickt haben. Dazu wurde entweder ein Stempel benutzt oder der Vermerk wurde handschriftlich aufgebracht. Hier zu beiden Fällen ein Beispiel aus meiner Sammlung.





Bei beiden Briefen betrug das Porto für einen Standardbrief 20 Pfg. Man muss davon ausgehen, dass beide Briefe schwerer als 20 g waren. Ein Hinweis darauf könnte die handschriftliche "30" oben links auf dem ersten Brief sein. Weshalb der Nachgebühr-Stempel beim zweiten Brief wieder durchgestrichen wurde ist mir nicht klar. Wäre die Nachgebühr falsch gewesen hätte man doch auch die große "30" als Nachgebühr-Betrag durchstreichen müssen.

Ob Privatpersonen diese Möglichkeit auch hatten, den Inhalt zu entnehmen, bezweifel ich. Da kenne ich nur Belege, bei denen wegen der Nachgebühr die Annahme verweigert wurde. Auch das konnte wieder per Stempel oder handschriftlich vermerkt werden.





Viele Grüße
Volkmar

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=206737
 
volkimal Am: 17.07.2019 10:30:15 Gelesen: 415# 545 @  
Hallo zusammen,

Belege, deren Zustellung sich aufgrund fehlender Angaben verzögert haben kann zähle ich auch zu diesem Thema.



Mehr als 5 Jahre nach der Einführung der fünfstelligen PLZ am 01.07.1993 ist hier immer noch die vierstellige PLZ 2000 für Hamburg verwendet worden. Allerdings steht sie zusätzlich an der falschen Stelle, nämlich hinter dem Ort.

Der Brief bekam deshalb den Aufkleber "Die falsche bzw. fehlende Postleitzahl führte zu Laufzeitverzögerungen".

Viele Grüße
Volkmar
 
epem7081 Am: 19.07.2019 12:45:47 Gelesen: 85# 546 @  
Ein interessanter Rücken kann auch entzücken:



In einem kürzlich erworbenen Fundus von AFS fand sich dieser mit dem Freistempler der VAW Schwandorf. Am 9.11.1987 als Eilzustellung auf die Reise gebracht, wurde der postalische Empfang am gleichen Tag mit Tagesstempel SCHWANDORF 1 / k um 17 Uhr bestätigt und auf der Rückseite um 19 Uhr die Weitergabe mit Stempel SCHWANDORF 1 / a dokumentiert. Über Nacht von Bayern ins Münsterland gereist, konnte durch Handrollstempel mit Entwerter vom 10.11. beim Postamt Münster 1 um 6 Uhr der Eingang festgestellt werden. Um 7.30 Uhr stellt der Zusteller wohl resigniert handschriftlich vor Ort fest: Name gefragt

Ob bereits zu diesem Zeitpunkt die Hausnummer des Adressaten (der uns durch fehlenden Inhalt nicht bekannt ist) in 37 auf der Vorderseite geändert wurde oder im Zuge der weiteren Recherche kann nicht eindeutig festgestellt werden. Für mich dann überraschend weil erstmals in Erscheinung tretend der rote Stempel: Name steht nicht an der Schelle. / Durch Nachfragen bei den Haus- / bewohnern nicht ermittelt. Tiefergehende Recherche läßt sich wohl aus dem weiteren Stempel herleiten: Empfänger im Adreßbuch / der Stadt Münster nicht / verzeichnet. Welchen Sinn bei dieser Informationslage der einzeilige Stempel: „ Nachsendungsantrag liegt nicht vor“ macht, erschließt sich mir nicht. Die zahlreichen beteiligten Personen lassen sich darüber hinaus in den diversen Nummernstempeln erahnen. Hier fehlt eigentlich nur noch als krönender Abschluß der Stempel. „Zurück“



Ein Geheimnis bewahren wegen schlechten Abschlags einmal der AFS, bei dem vermutlich im Werbeklischee eine Oberzeile erwartet werden kann. Beim Stempel Münster bleibt der Unterscheidungsbuchstabe ungeklärt. Nach der erfolglosen Recherche in der Stempeldatenbank bleibt in beiden Fällen die Hoffnung auf anderweitige hilfreiche Aufklärung.

Es grüßt alle strebsamen Forscher
Edwin
 
London-Dieter Am: 19.07.2019 20:33:06 Gelesen: 32# 547 @  
Postkarte 1920 von Ratibor, Oberschlesien nach Mannheim, hier mit einem zweizeiligen Handstempel "Empfänger in MANNHEIM nicht ermittelt" und kleinem 2-zeiligen Aufkleber "Unbekannt / Inconnu."

Mit Unterschrift des Beamten und Datum.

Diesen Aufkleber habe ich bisher erst einmal gesehen.


 
London-Dieter Am: 19.07.2019 20:46:19 Gelesen: 30# 548 @  
Feldpostbrief vom 16.6.1940 - Mannheim 2 zurück an den Absender.

mit handschriftlichem Vermerk:

"am 22.6.40 den Fliegertod gestorben"

Dieser Feldpostbrief (bisher ungeoeffnet und aus Respekt auch weiterhin geschlossen bleibend) in meiner Mannheim Sammlung berührt mich jedesmal, wenn ich ihn betrachte. Das ist für mich Philatelie hautnah.


 
London-Dieter Am: 19.07.2019 21:08:53 Gelesen: 24# 549 @  
ein etwas ungewöhnlicher Ablauf eines Retour-Briefes:

Von Mannheim (wahrscheinlich) am 23./24.4.1906 nach Baden, Aargau (Schweiz) gesandt.

Ankunftstempel 25.4.1906.

Vom Empfänger wurde dort die Annahme verweigert, Aufkleber "Annahme verweigert. / Refusé", wahrscheinlich wegen des Nachportos.

Der Brief wurde dann in Baden von der schweizerischen Post mit einer 5 Rappen Marke beklebt, diese mit "Ungültig" überstempelt und zurückgesandt nach Mannheim. (Wahrscheinlich wurde auch in Baden der "T"-Stempel angebracht.)
Am 27.4.1906 kam der Brief beim Absender in Mannheim-Käfertal an, siehe rückseitigen Ankunftstempel.

Als letztes erhielt er am 28.4.1906 dann einen roten Nachporto-Stempel, höchstwahrscheinlich um die von der schweizerischen Post geforderte Nachgebühr einzuziehen.

Ist jemand anderer Meinung?


 

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