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Thema: Rumänien für Sammler
Das Thema hat 640 Beiträge:
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10Parale Am: 20.05.2018 14:43:03 Gelesen: 12968# 616 @  
@ 10Parale [#559]

Der folgende Beleg bestätigt die portogerechte Frankatur der in [#559] gezeigten Drucksache. Nun ist es auch möglich, auf Grund des Stempeldatums die Portoperiode zu bestimmen:

1. Januar 1935 - 1. November 1938

Abgeschlagen wurde die "IMPRIMATE" am 25. August 1935 in SASCUT, eine der vielen Ortschaften, die aus mehreren kleinen Gemeinden bestehen, liegt in der Nähe von BACAU im ehemaligen Fürstentum Moldau.

Freigemacht mit einem waagrechten Paar der Michel Nr. 376 zu 50 Bani und einer dunkelvioletten Michel Nr. 377 aus dem Freimarkensatz König Karl II. aus 1930.

Liebe Grüße

10Parale

Interessante Rumänien Auktionen stehen vor der Tür, so am 30. Mai in Zürich bei Corinphila, da wird der III. Teil der E. Cohen Sammlung verkauft. Nichts für meinen Geldbeutel, aber auf jeden Fall eine Auktion mit großem philatelistischen Hintergrund.


 
Heinz 7 Am: 21.05.2018 18:23:39 Gelesen: 12687# 617 @  
@ Buchfisch [#615]

Danke, Buchfisch!

@ 10Parale [#616]

Lieber 10 Parale,

Du weist zu Recht auf die 3. Auktion "Cohen" von Corinphila hin. Die ersten zwei Teile brachten bereits viele schöne Lose. Teil 3 bringt jetzt - in einem separaten Katalog - nochmals 116 Lose "ex Cohen" sowie 188 weitere Lose von anderen Einlieferern, u.a. einem kürzlich verstorbenen Mitgliedes der ARGE-Rumänien, mit sehr schönen Stücken.

Ich bin nicht Deiner Meinung, dass in dieser Auktion nicht auch Stücke für Deinen Geldbeutel drinliegen, aber ich will Dich da nicht belehren. Natürlich sind im Katalog einige teure Stücke enthalten, aber es gibt auch viel sehr begehrenswertes Material im Preisbereich CHF 100 bis CHF 500.

Dazu noch eine Ergänzung für den Leser:

Buchfisch zitiert den Titel eines Buches, das tatsächlich von Eduardo Cohen geschrieben wurde, vor 73 Jahren. Cohen hatte eine der besten Rumänien-Sammlungen, die je existierten, und holte auch zweimal den Grand-Prix. Das liegt nun aber auch schon über 60 Jahre zurück.

Warum kommt denn seine Sammlung erst jetzt zum Verkauf?

Nun - ein grosser, wichtiger Teil wurde bereits 1967 verkauft, damals vom Auktionshaus Hartmut Schwenn, Frankfurt (12. Auktion, erste und zweite Ausgabe). Auf die dritte bis 8. Ausgabe mussten nun die Sammler rund 50 Jahre lang warten.

Sammler müssen bisweilen sehr geduldig sein.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 24.05.2018 14:23:16 Gelesen: 11644# 618 @  
@ 10Parale [#616]

Als Ergänzung zu meiner Mitteilung:

Nicht weniger als 122 der 306 Lose haben einen Ausruf von CHF 100-CHF 200, und 206 der 306 Lose haben einen Ausruf von weniger als CHF 500! Darunter sind viele sehr begehrenswerte Stücke. Ich möchte Dich also ermuntern, auch Dein Glück zu versuchen.

Ganz klar werden viele der angebotenen Stücke wesentlich höhere Zuschläge erzielen, davon bin ich überzeugt. Einige Lose sind sehr sehr günstig eingestellt



Obiges Los 4071 ist z.B. mit nur CHF 350 Startpreis im Angebot. Es ist allerdings nicht zu erwarten, dass es bei diesem Preis bleibt.

@ Heinz 7 [#617]

Ich muss noch etwas korrigieren:

Bei Schwenn kam Cohens Sammlung der ersten DREI Ausgaben zum Angebot (nicht "zwei", wie geschrieben). Und nun, bei Corinphila, sind es die vierte bis achte Ausgabe (nicht "3.-8.", wie geschrieben). Sorry. Dass aber am 30.5.2018 auch frühere Marken und Belege zur Auktion kommen hat damit zu tun, dass auch andere Einlieferungen mit wichtigem Rumänien-Material vorliegen. Der "Cohen"-Teil macht weniger als 50 % der Auktion aus (umfang- wie auch wertmässig).

Heinz
 
bayern klassisch Am: 24.05.2018 14:53:52 Gelesen: 11632# 619 @  
@ Heinz 7 [#618]

Hallo Heinz,

danke fürs Zeigen dieses Schmuckstücks - ich habe ein Gebot abgegeben und hoffe, dieses dann hier "live" zeigen zu können.

Über die Gründe meines Gebotes darf gerätselt werden - aber keine Bange, sie gehen auch aus dem Attest natürlich nicht hervor.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
joschka Am: 25.05.2018 00:01:18 Gelesen: 11489# 620 @  
Guten Abend Bayern Klassisch,

vermutlich spielen "die recht ordentlich, lesbaren Stempelabschläge" eine ganz besondere Rolle?

Irgendwann habe ich "Vergleichbares" (aber nicht aus Rumänien - jedoch wohl aus jener Zeit!) vielleicht schon mal gesehen? Ich liege mit der postgeschichtlichen Deutung zumeist komplett daneben, habe hier aber mal eine Vermutung.

Diese Ahnung werde ich gerne abgeben, insofern Ihnen "das Teil" zugeschlagen worden ist. Allein für Ihr unglaubliches Fachwissen und Ihre freundliche Art, Dieses mit Anderen zu teilen, sollte es etwaigen "Interessenten" Anlass genug sein, dieses Los nicht weiter zu bebieten!

Ich wünsche Ihnen viel Glück und hoffe das dieser Beleg zu Ihnen kommt!

Beste Grüße aus Genshagen! H. Klatt
 
bayern klassisch Am: 25.05.2018 08:19:51 Gelesen: 11354# 621 @  
@ joschka [#620]

Hallo joschka,

vielen Dank für die Blumen!

Für mich ist hier sehr interessant der Laufweg, den ich als Bayernsammler zu kennen glaube. Ob meine potentiellen Gegenbieter hier im Forum sitzen, wäre möglich - ich hoffe auf einen gemäßigten Zuschlag, kenne mich aber bei Rumänien nicht aus, auch wenn ich den ein oder anderen Brief von dort und nach dort besitze (natürlich immer mit bayerischer Relevanz versteht sich).

Aber wenn ein echter Sammler ein Stück für seine Sammlung will, wird er es, koste was es wolle, eher zu kaufen versuchen, als dies von Zuneigung oder Forenaktivität abhängig zu machen; von daher glaube ich nicht an noble Zurückhaltung, sondern an das übliche Vorgehen im Saal. Aber wer weiß, vlt. hast du Recht und ich bekomme das gute Stück bei Corinphila zum "Forenpreis". Dagegen hätte ich nichts einzuwenden! :-)

Sollte ich Glück haben, stelle ich es hier umgehend vor - mit meiner Laufwegsexpertise, versprochen!

Liebe Grüsse,
Ralph
 
joschka Am: 30.05.2018 23:23:44 Gelesen: 6469# 622 @  
Guten Abend bayern klassisch,

habe die Auktion mit Spannung verfolgt und hoffe Sie beglückwünschen zu dürfen. Der Zuschlag von €uro 500,-- netto, hätte sogar mein Schotten-Budget nicht allzu schmerzlich belastet.

Egal, nun mal kurz meine "Interpretation" zum feinem Stück, also:
Herr Macron erklärt Frau Dr. Merkel den Krieg. Oh, bitte um Entschuldigung - das wäre übelste völlig, utopische Zukunftsthese. Bitte nochmals meinen Fauxpas zu entschuldigen. Wohl richtig und unstrittig ist, daß der französische Miesepeter, Napoleon III. am 19.07.1870 dem Saupreussen Friedrich offiziell verkündet hat, einen Krieg führen zu wollen.

Euch Bayern konnte das relativ am A. vorbeigehen, aber Württemberg und Baden waren irgendwie mit "Preussen-Fritze" verbunden.

Die olle Post, besonders aus Südosteuropa in Richtung Frankreich wurde durch unsere Kumpels nicht mehr befördert! Die vertraglich vereinbarten Postrouten durch Krisengebiet waren somit ungültig.

Der Brief ging am 13. Juli ab Bukarest, womöglich über Buda(pest) und Wien nach Bayern (München?) und sollte dann durch Bayern, Württemberg und Baden via bspw. Strasbourg freundlichst in Paris zügigst aufschlagen. Demnach hatte Bayern sämtliche Post an der Backe und "verschob" das Problem Richtung Österreich und die stets loyale und neutrale, wie immer billige Schweiz. Demnach wurde durch die Schweiz (Transit, keine Stempel) geleitet, ging das Briefchen nach Frankreich (wohl LYON?) und wurde dann direkt nach Paris befördert. Der Stempel "AUTR. - Strasbourg 3" belegt lediglich den Eingang in Paris, jedoch keine Beförderung über Strasbourg.

So, nun habe fertig und vielleicht blamiert mich doll. Egal.

LG aus Genshagen! Heiko
 
Heinz 7 Am: 31.05.2018 00:43:34 Gelesen: 6399# 623 @  
@ joschka [#622]
@ bayern klassisch [#621]
@ Heinz 7 [#618]

Leider hat nicht Ralph den schönen Brief bekommen, obwohl der Zuschlag mit nur CHF 500 sehr tief war. Aber - ein Trost: selbst wenn Ralph CHF 1'500 geboten hätte, wäre er kaum als Käufer in Frage gekommen.

Vor 36 Jahren habe ich meine erste Auktion besucht, aber einen solchen "Event" wie heute habe ich noch nie erlebt! Für die rund 300 Lose benötigten wir mehr als 5 Stunden! Und - fast alle Lose wurden verkauft. Wenige recht günstig (tiefe Startpreise!, z.B. Los 4071), die meisten aber eher teuer, einige exorbitant hoch. EIN Sammler hat gekauft wie ein Wahnsinniger. Und hatte er einmal "angebissen" (bei einem Los), dann liess er praktisch nie locker, bis er das Stück zugeschlagen erhielt. Viele Stücke wurden weit überzahlt.

Nun ja! Auf meiner Interesse-Liste waren Dutzende von Losen, ich habe fast NICHTS bekommen. Stundenlange Vorbereitung, zweieinhalb Stunden Besichtigung, 5 Stunden im Auktionssaal und dennoch ging ich beinahe leer aus. Das gibt mir schon zu denken.

Jetzt bin ich aber müde und gehe ins Bett.

Gute Nacht!

Heinz
 
bayern klassisch Am: 31.05.2018 12:47:34 Gelesen: 5752# 624 @  
@ joschka [#622]

Egal, nun mal kurz meine "Interpretation" zum feinem Stück, also:
Herr Macron erklärt Frau Dr. Merkel den Krieg. Oh, bitte um Entschuldigung - das wäre übelste völlig, utopische Zukunftsthese. Bitte nochmals meinen Fauxpas zu entschuldigen. Wohl richtig und unstrittig ist, daß der französische Miesepeter, Napoleon III. am 19.07.1870 dem Saupreussen Friedrich offiziell verkündet hat, einen Krieg führen zu wollen.

Euch Bayern konnte das relativ am A. vorbeigehen, aber Württemberg und Baden waren irgendwie mit "Preussen-Fritze" verbunden.

Die olle Post, besonders aus Südosteuropa in Richtung Frankreich wurde durch unsere Kumpels nicht mehr befördert! Die vertraglich vereinbarten Postrouten durch Krisengebiet waren somit ungültig.

Der Brief ging am 13. Juli ab Bukarest, womöglich über Buda(pest) und Wien nach Bayern (München?) und sollte dann durch Bayern, Württemberg und Baden via bspw. Strasbourg freundlichst in Paris zügigst aufschlagen. Demnach hatte Bayern sämtliche Post an der Backe und "verschob" das Problem Richtung Österreich und die stets loyale und neutrale, wie immer billige Schweiz. Demnach wurde durch die Schweiz (Transit, keine Stempel) geleitet, ging das Briefchen nach Frankreich (wohl LYON?) und wurde dann direkt nach Paris befördert. Der Stempel "AUTR. - Strasbourg 3" belegt lediglich den Eingang in Paris, jedoch keine Beförderung über Strasbourg.

So, nun habe fertig und vielleicht blamiert mich doll. Egal.


Hallo Heiko,

Damit hast du dich dem Olymp der internationalen Postgeschichte mit 7-Meilen-Stiefeln genähert, denn es ist alles richtig, was du schreibst. Mit Datum vom 19.7.1870 (bekannt war das schon davor per Dienstdepeschen an jede bayerische Poststelle!) hatte Bayern verfügt, dass alle Post nach Frankreich, also die eigenen Poststücke, wie auch die transitierenden Briefe wie hier, nach München zu kartieren seien, von wo aus es im geschlossenen Paket auf bayer. Kosten via Genf nach Lyon und dann nach Paris ging. So auch hier, so dass wir eine Brief von Rumänien über Ungarn, Österreich, Bayern und der Schweiz nach Frankreich hatten. Wie viele mag es davon wohl gegeben haben? Ich denke, eher wenig, dazu noch schön frankiert - Sammlerherz, was willst du mehr?

Leider nicht der meine - schade, bei mir hätte er es gut gehabt, in jeder Hinsicht und ich hoffe, er wird es bei seinem neuen Herrchen auch gut haben - es wird ja hoffentlich weder Macron, noch Merkel heißen!

@ Heinz 7 [#623]

Hallo Heinz,

eben erst mit Erschrecken gesehen (ich wähnte mich schon als Sieger!), dass ich nicht 550 CHF geboten hatte, sondern nur 450 CHF und daher bei 500 Euro gar nicht vorne sein konnte. Mea culpa, aber wie Heinz schon schrieb, hätten wohl auch die 550 CHF nicht dafür gereicht und so bleibt mir nur eines, nämlich ein guter Verlierer zu sein und den Käufer zu seiner Bombe (die es wirklich ist in Kriegszeiten) herzlichst zu beglückwünschen.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
10Parale Am: 31.05.2018 13:21:47 Gelesen: 5701# 625 @  
@ Heinz 7 [#623]
@ bayern klassisch (#621)

Als Du lieber Heinz gestern bei dieser denkwürdigen Auktion ein Los ersteigert hast, hab ich fast schon unbewusst Datum und Uhrzeit in meinen Auktionskatalog geschrieben.

Diese Auktion wird auch mir noch lange zu denken geben. Selbst die einzige Ganzsache W2 (ungebrauchtes Streifband mit 9 Schleifen am Stück) aus dem Jahr 1871 wurde bei einem Startpreis von 120,-- Euro mit 850,-- Euro ! zugeschlagen:



Selbst das Los, welches ich ersteigerte, lag 380 Prozent über dem Ausruf. Habe einfach mal auf Biegen und Brechen die Kelle hochgehalten und auf ein baldiges Ende gewartet. Allerdings stieg der Blutdruck mit jedem 20-er Schritt! Eigentlich wollte ich mit 3 Losen nach Hause gehen, aber nach 4 Stunden im Auktionssaal überfiel mich eine Mattigkeit, die verhinderte, das ich auf eines der letzten Lose in der Auktion mitbieten konnte. Ein etwas höherer Startpreis hätte die Auktionsdauer sicher verkürzt.

Immerhin war es ein wunderbarer, heißer und sonniger Tag in Zürich und ich genoss einen langen Spaziergang im schönen alten Städti. Auf dem Nachhauseweg zum Bahnhof überraschte mich ein heftiges Gewitter.

Liebe Grüße

10Parale
 
bayern klassisch Am: 31.05.2018 13:24:34 Gelesen: 5697# 626 @  
@ 10Parale [#625]

Glückwunsch, 10Parale, dass du überhaupt etwas bekommen hast. Andere hatten da weniger Glück. :-(

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Michael D Am: 31.05.2018 18:59:50 Gelesen: 5260# 627 @  
@ Heinz 7 [#623]

Hallo zusammen,

als Nicht-Rumänien-Sammler bin ich über die dortigen Ergebnisse nicht nur etwas erstaunt.

Ein Brief hatte mich interessiert (wg. des Leitweges) und da es sich "nur" um Incoming-Mail handelte, hoffte ich zu einem tragbaren Preis zum Zuge zu kommen. Bei einem Startpreis von 250 ChF fiel der Hammer erst bei 1.900 Franken.

Viele Grüße
Michael
 
bayern klassisch Am: 31.05.2018 20:33:03 Gelesen: 5077# 628 @  
@ Michael D [#627]

Lieber Michael,

willkommen im Club.

Scheint so, dass dort alles sehr teuer wurde, zu teuer für uns arme Altdeutsche!

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Michael D Am: 31.05.2018 21:22:29 Gelesen: 4972# 629 @  
@ bayern klassisch [#628]

Lieber Ralph,

ja leider, die Postgeschichte dieser Gebiete ist zwar sehr interessant, aber bei solchen Preisen.

Viele Grüße
Michael
 
joschka Am: 01.06.2018 09:00:06 Gelesen: 4110# 630 @  
Guten Morgen bayern klassisch,

Lieber Ralph,

mit Bedauern nehme ich zur Kenntnis, das die o.a. "Bombe" leider ihren eigentlichen Zielort verfehlt hat. Diese Auktion dürfte wohl in die Geschichte eingehen! Die bewilligten Endpreise und der damit verbundenen Steigerungsraten sind fast unglaublich. Waren die Ausrufpreise derart günstig angesetzt, um die Hütte mit hochkompetenten Spezialisten und Anlegern so vollzubekommen? Nach diesen Bieterschlachten, sollte man meinen, dass große Wolfsrudel sich auf eine Herde von Schafen gestürzt hat. Insofern denke ich, dass auch ein Ferngebot von über 750,-- CHF im Saal überboten worden wäre.

Die anwesenden, potenten Interessenten waren wohl teilweise dem "Blutrausch" verfallen und haben Ihre Nummernlöffel brav weiter gen Himmel gestemmt (trotz Schmerzen).

Nun ja, schade - hat leider nicht geklappt - ist halt so.

Und danke für Deine freundliche, hochlöbliche Annerkennug meiner Interpretation!

Gestatte mir bitte noch ein/zwei Fragen:

Die gesamte Post wurde von München per Paket und wirklich auf Kosten der bayerischen ! Post weitergeleitet? Wenn dem so war, möge sich bitte Niemand mehr über einen Bundesländer-Finanzausgleich beschweren, da BERLIN praktisch weiterhin Anspruch auf Zuwendungen haben muß.

Gemäß GEWOHNHEITSRECHT ist es den Saupreussen weiterhin zu ermöglichen, an bayerischen Verdiensten/Erlösen teilzuhaben und diese hier freihändig und verantwortungsvoll zu verschleudern.

Verbleibe dankend und mit ergebensten, vorzüglichen Grüßen aus Genshagen
Heiko
 
bayern klassisch Am: 01.06.2018 09:15:27 Gelesen: 4095# 631 @  
@ joschka [#630]

Lieber Heiko,

da auch die bayerische Post davon "profitierte", dass ihre eigenen Korrespondenzen nach und über Frankreich flott über die Schweiz liefen und eh nur wenige Briefe von anderen Ländern als denen der Vertragsstaaten den Weg über München nahmen, dürfte diese Gnade nicht allzu sehr den Etat für die Post und Bahn belastet haben. Umgekehrt gewährte ja auch Österreich kostenlos Transit für Bayern bei anderen Korrespondenzen.

Da mit Paris (Hauptpost dort) bzw. später Lyon niemand sonst in Bayern Kontakt hatte, lief alles über München. Bayernbriefe ab dem 19.7.1870 zeigen daher immer und ohne Ausnahme siegelseitige den Münchner Transitstempel.

Sehr schade mit dieser Auktion, dass fürs Forum hier so gut wie nichts hängen geblieben ist; ich hätte zu gerne da etwas gezeigt.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Heinz 7 Am: 01.06.2018 14:27:55 Gelesen: 3940# 632 @  
@ Heinz 7 [#623]
@ bayern klassisch [#624]
@ 10Parale [#625]
@ Michael D [#627]
@ joschka [#630]

Liebe Alle

Ich bin beeindruckt, dass mein Beitrag, den ich vor rund 36 Stunden eingestellt habe, angeblich schon 2442 x angeklickt wurde! Auch wenn da gedanklich einige "Doppelzählungen" abgezogen werden müssen, scheint es doch so, dass hier eine grössere Leser-Schar Interesse zeigt.

Das motiviert mich, noch eine sorgfältige "Nachbetrachtung" abzugeben.

Vorneweg: Das Angebot war sehr, sehr interessant! Es war Spitzenmaterial vorhanden, das teils sehrsehr günstig angeboten wurde. Das liebt natürlich jeder Auktionator: keine Vorgaben vom Einlieferer (?) (ausser bei ein paar wenigen Losen) und die Gewissheit, dank des guten Materials das Interesse der wichtigen Käufer geweckt zu haben - da kann fast nichts mehr schiefgehen!

Die Auktion zeigte es dann auch: Mehr als 5 Stunden plagten wir uns durch die exakt 307 Lose.

Da GLEICHZEITIG ein sehr potenter Telefonbieter fast alles kaufte, was angeboten wurde, entstand wirklich eine seltene Konstellation. Viele der ernsthaften Interessenten sassen auch nach stundenlangem Mitbieten noch immer ohne einen einzigen Erfolg da. Das ist natürlich frustrierend! Vor allem für einen Käufer, der vielleicht noch von weit her angereist ist. Das führte dann zu manch einem Frust-Gebot, auch über den eigentlichen Wert des Objektes hinaus.

Einschätzung Joschka: "Die anwesenden, potenten Interessenten waren wohl teilweise dem "Blutrausch" verfallen und haben Ihre Nummernlöffel brav weiter gen Himmel gestemmt (trotz Schmerzen)." - So würde ich es nicht beschreiben. Es gab meines Wissens wenig Interessenten, die "Schmerzen" leiden mussten. Viele Interessenten haben einfach brav bis an den "wahren Wert" mitgeboten, und sind dann ausgestiegen. Käufer war dann in der Regel der Telefonbieter mit der ominösen "gleichen Nummer".

Wobei sich der gute Mann zweidrei Fehler erlaubt hat, die eigentlich für mich unverständlich sind. Von den wirklich BESTEN Losen gingen ein paar NICHT an ihn, und - vor allem - EINIGE Lose wurden kräftig zu hoch bezahlt, da waren sich viele der Teilnehmer am Mittwoch einig.

Fazit:

1) "Mister Telefonbieter mit der bestimmten Nummer" hat uns andere alle sehr gestresst und uns meistens "die Butter vom Brot genommen". Er hat unsere Frust-Toleranz echt getestet, und nicht alle haben widerstanden, sondern sich zu Geboten weit über den eigenen Absichten hinreissen lassen.

2) "Mister Telefonbieter mit der bestimmten Nummer" hat sehrsehr viele schöne Lose bekommen. Einige günstig, andere "richtig" und einige sehrsehr teuer.

3) Grosse andere Sammler haben bekommen, was sie wollten. Das Spitzenlos (Los 4104) wurde mit CHF 55'000 günstig zugeschlagen (mein "Schätzpreis" lag am 29.5.2018 bei CHF 80'000). Ich denke, ich kenne den Käufer (ich gratuliere ihm herzlich!). Auch ein anderes Mitglied der ARGE Rumänien hat bekommen, was er wollte, zu einem angemessenen Preis, den er nicht bereuen muss (ich gratuliere herzlich!).

4) Für die Einlieferer und den Auktionator war die Auktion am Mittwoch auch ein Erfolg, weil kaum ein Los verschenkt wurde und fast alles gut verkauft wurde.

5) Wirklich grob überbezahlt wurden nun auch nicht Dutzende von Losen. Die "Zuviel bezahlten" Beträge gehen nun nicht in die Hunderttausenden (wie dies an ANDEREN Auktionen - mit superteurem Material - schon oft vorkam)…

6) Corinphila dürfte froh sein, dass sie eine treue Kundschaft hat, die dafür sorgt, dass ein SOLCH PHILATELISTISCH WICHTIGES Angebot ein gutes Ergebnis erzielt. Der Markt hat einmal mehr zu VIELEN Losen gut und "korrekt" gespielt. Dies klappt natürlich nicht für ALLE Gebiete, sondern nur für Gebiete mit genügend breiter Nachfrage.

Soweit meine Einschätzung

Unser Thema heisst: "Rumänien für Sammler". Zweifellos ist die jetzige Situation für neue Interessenten schwierig. Ich hoffe, sie lassen sich durch solche Anlässe wie am Mittwoch nicht zu sehr frustrieren. Jeder "Jäger" hat am Abend gerne eine (wenn auch nur kleine) Beute in seiner Tasche. Konsequent "NEIN-passt nicht!" zu sagen, fällt schwer. Sehr oft kommen aber Gelegenheiten wieder. Und die Erkenntnisse vom 30.5.2018 sind lehrreich.

Freundliche Grüsse
Heinz
 
10Parale Am: 01.06.2018 21:33:55 Gelesen: 3848# 633 @  
Nach dieser hervorragenden Einschätzung und Markt-Analyse von Heinz7 über die Auktion bei Corinphila im vorangegangenen Beitrag überleitend von der Theorie in die Praxis:

Ich zeige im Folgenden 3 Lose, die alle aus Auktionen stammen und zwei Dinge gemeinsam haben:

1) eine 30 Parale Michel Nr. 10Ix Handeinzeldruck weisses Papier
2) den roten Agraffenstempel von BUCURESCI A62 (Kiriac Dragomir fig. 366/367)

Um diese Stücke erwerben zu können muss ich mich als Sammler, dessen ganzer Eifer es ist, alles zusammenzutragen, was diverse Märkte über diese Marke hergeben, dem Marktspiel unterwerfen. Mir persönlich gefällt der Brief nach Braila aus der Minovici-Korrespondenz am besten. Natürlich ist auch das Briefstück ganz oben mit einer sehr breitrandigen Marke ausgestattet, deren Schnitt nichts zu wünschen übrig lässt.

Das Briefstück ganz unten trägt einen der ersten Zierstempel aus Jassy (M3) und einen blaugrünen RECEPISSE Stempel. Als einziges der drei Stücke verfügt es über ein Befund von Dr. Gertlieb Gmach. Oben ist die Marke angeschnitten.

Ohne Aufpreis (!!!) habe ich die 3 Stücke zusammen für etwa 660 Euro gekauft. Ich überlasse es den Lesern, diesen Betrag auf die Marken zu verteilen. Das wäre vielleicht auch mal ein Sonntagsrätsel wert. Es gibt wohl nichts Schwierigeres als das Ergebnis des Marktspiels vorauszusagen.

Wenn ich aber die Entwicklung der letzten Jahre beobachte, bin ich im Nachhinein froh, den Brief von Bukarest nach Braila bei einem deutschen Auktionshaus recht günstig erstanden zu haben. Eine gezielte Rumänien Auktion wird immer höhere Preise erzielen wie einzelne Rumänien-Lose in einem Europa-Lot.

Liebe Grüße

10Parale


 
joschka Am: 02.06.2018 00:59:09 Gelesen: 3796# 634 @  
Guten Abend 10Parale,

besten Dank für Ihren Bericht zur Auktion.

Die von Ihnen gestellte Aufgabe ist hochinteressant. Ich denke, dass der schöne Brief gegenüber obigen Briefstück schon etwas günstiger zugeschlagen wurde,da derart breit-/überrandige Exemplare wohl seltenst zu finden sind. Das untere Briefstück scheint jedoch eine Fehl-und/oder Weiterleitung (Italien?)zu dokumentieren. Sollte ich, wie üblich falsch liegen? Egal.

Meine Einschätzung zum bewilligten und (von Ihnen) realisierten Gesamteinkaufspreis (€ 660) :

Briefstück oben: €uro: 370.--
Brief mittig: 80,--
Briefstück unten: 210,--

Einfach mal so geraten - Gute Nacht! LG
 
bayern klassisch Am: 02.06.2018 07:48:37 Gelesen: 3739# 635 @  
@ joschka [#634]

Dann rate ich auch mal:

BS oben 350 €
Brief mittig 130 €
BS unten 180 € (mit Italien hatte das aber nichts zu tun).

Liebe Grüsse,
Ralph
 
10Parale Am: 02.06.2018 15:46:13 Gelesen: 3640# 636 @  
@ bayern klassisch und @ joschka,

leider ist mir ein Fehler unterlaufen, habe die Auktionsrechnung für das BS unten leider verwechselt und lasse die korrigierte Katze aus dem Sack:

BS oben: 330 €
BS mittig: 160 €
BS unten 90 €
 

So kommen wir summa summarum auf 580 Euro. Sorry für diesen faux pas. Aber vielen Dank fürs Mitmachen.

Zum unteren Stück hier aus dem BEFUND Dr. Gmach:

30Parale auf einfachem Papier auf Briefstück (Papier links ergänzt), gestempelt mit dem ersten Zierstempel von Jassy in blaugrün, darüber der Stempel
RECEPISSE kursiv in gleicher Farbe, sowie als Ankunftsstempel ein Abschlag des Stempels mit einfacher Agraffe BUCURESCII 6.9. Da Prüfstück ist in allen Teilen echt, die Marke haftet ursprünglich auf der Unterlage, die Stempel sind echt und zeitgerecht. Die Marke ist oben angeschnitten. Zusammen mit dem roten Stempel ein attraktives Stück.


Dass der mittige Brief in der Einschätzung der beiden Juroren am schwächsten abschneidet, überrascht mich. Bei der Auktion in Zürich hätte er sicher auch die 160 Euro Marke geknackt.

Nun, eines haben alle 3 gemeinsam, die Deutschsprachigen nennen es "ein attraktives Stück", die Anglisten "a charming piece". Ich denke dabei wohl eher an eine hübsche Frau.

Liebe Grüße

10Parale
 

Heinz 7 Am: 02.06.2018 17:05:51 Gelesen: 3617# 637 @  
@ 10Parale [#633]

Hallo lieber Freund,

vielleicht darf ich mich auch noch in die Meinungsäusserung einschalten?

Grundsätzlich ist zu sagen, dass diese Kombination (hellblaue Marke mit hellrotem Stempel) äusserst attraktiv wirkt und ich Dir für die drei Stücke gratulieren möchte. Zu den Wertansätzen möchte ich Folgendes sagen:

Nummer 2 und 3 waren verhältnismässig günstig, aber mit Stück eins hast Du Dir den "günstigen Durchschnitt" aufgehoben. Das ist aber oft so, beim Sammeln: einige Stücke bezahlt man zu teuer, bei anderen kann man von einer günstigen Gelegenheit profitieren.

Ich persönlich schätze Stück 2 am höchsten ein. Grund: Es ist ein ganzer Brief, pittorek, mit schöner Schrift. Wären da nicht die minimen Altersspuren, dürfte man von einem Luxusbrief sprechen. Das ist seltener als nur ein Briefstück, und darum m. E. höher zu bewerten. Joschka weiss vielleicht nicht, dass es von dieser Marke einige sehr breitrandige Exemplare gibt, man dies also nicht allzu hoch bewerten muss. Es wirkt aber IMMER gut, solche Stücke zu haben.

Briefstück drei ist interessant; schade, dass dies kein ganzer Brief ist! Der FRANCO JASSY-Stempel ist auch gut und wirkt neben den zwei anderen Stempeln gut. Dass die Marke etwas angeschnitten ist, hat Dir beim Ankauf geholfen (tiefer effektiv bezahlter Preis).

Die ca. Euro 600 würde ich wie folgt aufteilen.

Briefstück 1, breitrandig: Euro 200
Brief nach Braila: Euro 250
Briefstück mit drei Stempeln: Euro 150

Liebe Grüsse
Heinz
 
joschka Am: 02.06.2018 22:39:33 Gelesen: 3533# 638 @  
Besten Dank Heinz7

für Ihre Analyse. Gerne lernt man dazu! Danke.

LG aus Genshagen

Heiko
 
Heinz 7 Am: 10.06.2018 10:17:26 Gelesen: 1500# 639 @  
Philaseiten Brief Juni 2018

@ 10Parale [#616]
@ Heinz 7 [#618]

Wenn Richard in seinem "Philaseiten Brief Juni 2018" auf unser schönes Thema hinweist, wollen wir uns für das gezeigte Interesse bedanken und noch ein paar Ergänzungen zu dieser denkwürdigen Auktion anbringen. 10 Parale hat am 20.5.2018 auf die Auktion aufmerksam gemacht und ich habe die Leser dazu ermuntert, ihr Glück bei der Auktion zu versuchen. Ich schrieb:

Nicht weniger als 122 der 306 Lose haben einen Ausruf von CHF 100-CHF 200, und 206 der 306 Lose haben einen Ausruf von weniger als CHF 500! Darunter sind viele sehr begehrenswerte Stücke. Ich möchte Dich also ermuntern, auch Dein Glück zu versuchen. Ganz klar werden viele der angebotenen Stücke wesentlich höhere Zuschläge erzielen, davon bin ich überzeugt. Einige Lose sind sehr sehr günstig eingestellt. -

Es war eine seltene Kombination von günstigen Umständen:

a) ganz hochwertiges Material/z.T. sehr seltene Stücke
b) mindestens bei allen "Cohen"-Losen "Lockvogel"-Ausrufpreise (oft klar unter dem wahren Wert der Lose)
c) eine gut dotierte Kundendatei, und die Kunden waren gut informiert (vorgängige Werbung)

Dies führte zu dem oben beschriebenen Auktionsverlauf: Mehr als 5 Stunden dauerte die Verauktionierung der 307 Lose Rumänien, und manch ein Preis stieg und stieg - es wollte gar kein Ende nehmen! - siehe:

@ Heinz 7 [#632]

Nur WENIGE Lose wurden günstig zugeschlagen! Dazu gehört durchaus Los 4071, auf welches ich in Beitrag 618 aufmerksam machte. Leider hat Ralph zu wenig darauf geboten. Auf meiner Wunschliste stand dieser Brief nicht, sonst hätte ich mitgeboten.

Etwas Statistik: Die 307 Lose hatten einen Startpreis von nur CHF 424'790. Das ist für die Klasse des angebotenen Materials nicht besonders viel.

5 Lose blieben unverkauft, die jedoch immerhin CHF 56'000 Ausruf auf sich vereinigten. Die verkauften Lose (302) erreichten dann aber einen Zuschlag von CHF 739'650, das ist etwas mehr als das Doppelte des Startpreises der übrigen 302 Lose.

(Alle Zahlen "ohne Gewähr")

Nur 55 Lose lagen im Bereich von 100-120 % des Schätzpreises; 162 der 302 Lose hatten einen Zuschlag von 200 % oder mehr des Schätzpreises! Darum dauerte die Auktion so lange.

Die höchste Steigerung erreichte Los 4160, ein kleines Lot der 80-Parale-Marke (Michel Nr. 7). Es stieg von Ausruf CHF 300 auf Zuschlag CHF 6000, was nun tatsächlich erstaunlich ist



Natürlich sind Dreierstreifen der 80-Parale-Marke selten, aber CHF 6000 Zuschlag ist immerhin viel Geld (Faktor 20 für Ausruf -> Zuschlag).

Den 16-fachen Ausruf erreichte Los 4082, eine Einzelfrankatur der Michel Nr. 27: Start CHF 200, Zuschlag CHF 3200.



Dieser Brief wurde mit Schiffpost befördert, worauf der handschriftliche Vermerk "cu vaporu poste" hinweist. Sicher ein schöner, rarer Brief, aber mit CHF 3200+21 % auch teuer bezahlt.

Auch Los 4142 wurde zu tief ausgerufen: Nur CHF 250!



Dass der Viererblock der Nummer 6 (sehr schön!) dann aber gleich CHF 3000(+ 21%) erreichte, hat wohl kaum jemand erwartet: (Faktor 12 für Ausruf -> Zuschlag).

Und so weiter ... Es gab an der Auktion aber nicht nur teure Preise, wie ich schon sagte.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 14.06.2018 23:19:46 Gelesen: 533# 640 @  
@ Heinz 7 [#639]

Nach der überragenden Auktion vom 30.5.2018 in Zürich war ich natürlich gespannt, was die nächste Auktion bringen wird. Bei Gärtner waren nur wenig Rumänien - Einzellose angeboten; ein Vergleich ist also nur bedingt aussagefähig. Dennoch interessieren uns vielleicht einige Erkenntnisse.

Von den 29 Einzellosen (aus Los 15624 - 18878) wurde mehr als die Hälfte verkauft. Das ist für dieses Auktionshaus keine Selbstverständlichkeit, da die Ausrufpreise gelegentlich recht anspruchsvoll sind.

Mehrere Lose brachten wirklich hohe Resultate, klar über dem Ausrufpreis.

Bei nachfolgendem Los (15902) habe ich z.B. nicht erwartet, dass es verkauft wird (Startpreis Euro 250; Ähnliches hat man in den letzten Jahren oft zu tieferen Preisen kaufen können):



1855, INCOMING MAIL: Great Britain, stampless folded letter cover from MANCHESTER, NO.23 1855, along with red cds PAID, NO.24.1855 together with red oval handstamp "P." and via german transit AUS ENGLAND PER AACHEN / FRANCO, 25.11, to Galatz in Romania, arrival mark on reverse. Fine condition.

Der Zuschlag erfolgte aber erst bei Euro 320.

Und so gab es weitere Beispiele.

Das Sammelgebiet "Rumänien" macht also den Auktionatoren weiterhin überdurchschnittlich viel Freude.

Grüsse
Heinz
 

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