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Thema: Doppelabstempelungen auf Marken und Belegen
Das Thema hat 188 Beiträge:
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Max78 Am: 12.07.2015 10:38:41 Gelesen: 74987# 164 @  
@ Pete [#163]

Hallo Pete,

Deine Aufführung ist sehr interessant und informativ, danke für den Beitrag. Jedoch dürfte es sich bei dem oben gezeigten Beleg um eine Marke handeln, die zweimal benutzt wurde. Wenn Du den unteren Teil der Marke betrachtest, ist eindeutig festzustellen, dass die untere Zacken der Briefmarke ebenfalls mit dem "ersten Stempel" erwischt wurden. Auch sehr leicht zu erkennen ist der Versatz von einzelnen Stempelfragmenten, die im Gegensatz zum "deutlicheren" 2. Stempel etwas nach oben versetzt liegen.

Ich ziehe meine "These" zurück, Pete, Du wirst recht haben. Ich habe jetzt nach dem verwendeten Stempel auf einem anderen Beleg gesucht und gefunden. Die zusätzlichen Striche im Stempelbild zeigen, dass Deine Annahme richtig ist. Ich bin von einem "normalen, sauberen Stempelbild" ausgegangen, was etwas zu vorschnell war, hier der andere Beleg (zwar ungefähr ein Jahr später und ein wenig "schwammig", aber erkennbar).

:

mit Grüßen Max
 
Heinrich3 Am: 13.07.2015 09:03:20 Gelesen: 74923# 165 @  
Hallo,

aus dem Posteingang vom Samstag letzter Woche: Wie zu sehen ist, hat der Sammlerfreund Wert auf Handstempel gelegt. Und dann wanderte der Beleg in die Kiste fürs Briefzentrum. Da beide Stempel schön abgeschlagen sind, stört mich diese Doppelstempelung wenig.

Einen guten Wochenanfang wünscht
Heinrich


 
EdgarR Am: 17.08.2015 19:22:54 Gelesen: 73685# 166 @  
Aber Andere können das auch!

Auch in ihrer britischen Majestät Königreich machen die Markenentwerter - menschliche solche und ihre high-tech Hilfsmittel - bisweilen Überstunden.

Hier habe ich einen Bedarfsbrief nach *** in Germany ;->, der - soweit noch entzifferbar - im "Lancashire and South Lakes" Sortierzentrum in Chorley gleich zweimal durch den Tintenp****r gejagt wurde:



Wenn man gaaanz genau hinschaut, dann sieht man auch, dass die Stückzählnummer (das ist die achtziffrige Zahl ganz li. in der untersten Zeile) von Durchgang 1 zu Durchgang 2 doch um einiges hochgezählt hatte:



Tja, so kann man eben auch die Auslastungskennziffer seines Sortierzentrums schönen.

Phile Grüße
EdgarR
 
Saguarojo Am: 18.08.2015 15:47:59 Gelesen: 73573# 167 @  
Doppelabstempelung auf Postkarte vom Briefzentrum 37, erst mit Postwerbung, dann mit Wellenlinien.



Gruß
Joachim
 
EdgarR Am: 14.06.2016 16:36:58 Gelesen: 60572# 168 @  
... und alles, was die Post AG so schön kann, das können die Privaten genauso schön

Und das ist der Beweis:



Ein Brief, 18. August 2011 von der MZZ-Briefdienst in 06112 Halle (Saale) freigestempelt und an die ehemalige Frankenbrief GmbH weitergeleitet. Am 19. August 2011 von dieser aber so was von **** mit dem eigenen Tintenstrahldrucker zwecks Ankunfts- / Bestellstempelei vollge*** !

Motto: "Alles, was Du kannst - das kann ich viel besser ..."

https://www.youtube.com/watch?v=eD46Ybm2c5Y
 
EdgarR Am: 27.08.2016 11:07:58 Gelesen: 57361# 169 @  
Und am Besten gelingt es in internationaler Zusammenarbeit zwischen staatlicher und privater Post:



Dies ist der wesentliche Teil eines C-5-Umschlags den der Kanton St. Gallen an einen Empfänger in Deutschland schickte. Die Schweizer Post gab ihn an ihren (privatpöstlichen) deutschen Kooperationspartner arriva GmbH, Lörracher Str. 5a in 79115 Freiburg i. Breisgau weiter. Diese reichte ihn an die Privatpost allgäu Mail GmbH weiter, die am Wohnort des Empfängers zustellend tätig ist.

So weit, so schön. Und nun genießen Sie mal diesen vergrößerten Ausschnitt aus dreifachem Druck- und Stempelsalat:



Phile Grüße
EdgarR
 
Pete Am: 27.08.2016 11:48:16 Gelesen: 57354# 170 @  
@ EdgarR [#169]

Fünf Frankierungen auf einem Beleg sind eher selten. Das Ergebnis sieht man auf deinem Beleg. :-)

1 schweizer "Port Payé"-Vermerk
2 Abschläge von schweizer Absenderfreistempeln
1 Frankierung von Arriva aus Freiburg/Breisgau
1 Frankierung von Allgäu Mail aus Kempten (Allgäu)

Gruß
Pete
 
Christoph 1 Am: 08.10.2016 20:39:32 Gelesen: 55972# 171 @  
Weil in verschiedenen anderen Threads dieses Forums gerade wieder einmal über "scheußliche Stempel" sowie über die "Schludrigkeit" in den Briefzentren diskutiert wird:

Hier ein Beleg aus dem Jahr 1957, der zeigt, dass Doppelabstempelungen kein Phänomen der Briefzentren sind. Der Beleg zeigt außerdem sehr schön, was der geneigte Sammler tun kann, um Unbill vorzubeugen: Man klebe die zu stempelnde Marke einfach nicht oben rechts in die dafür vorgesehene Ecke, sondern woanders hin, lasse sie dann auf der Post von Hand stempeln. Wenn man die Position der Marke vernünftig gewählt hat (der Absender des hier von mir gezeigten Briefs war da leider nicht ganz so treffsicher), dann kann gerne noch ein Maschinenstempel drüberrollen - die Marke bleibt "sauber". Funktioniert auch heute noch meistens ganz gut.


 
EdgarR Am: 13.02.2017 23:07:44 Gelesen: 50224# 172 @  
Und alles, was die Post AG so schön kann, das können die Privaten genauso schön - zum Zweiten



Soweit entzifferbar, haben sich hier zwei Tintenp*** der CITIPOST Nordwest GmbH nacheinander (nämlich am 31.8. 2016 und am 1.9.2106) und übereinander ausgetobt.

Platz genug wäre auch dem C 6 lang gewesen, nebeneinander tintenzustrahlen. Aber nein.
 
Pete Am: 14.02.2017 18:02:19 Gelesen: 50159# 173 @  
@ EdgarR [#172]

Soweit entzifferbar, haben sich hier zwei Tintenp*** der CITIPOST Nordwest GmbH nacheinander (nämlich am 31.8. 2016 und am 1.9.2106) und übereinander ausgetobt.

Platz genug wäre auch dem C 6 lang gewesen, nebeneinander tintenzustrahlen. Aber nein.


Sicherlich ist es ärgerlich, wenn sich zwei Briefdienstleister, welche miteinander kooperieren, durch eigene Frankiermerkmale übereinander auf einer Sendung verewigen. Allerdings sind die Belege nicht für Sammler gedacht sondern eben Bedarfspost. Bei Postmitbewerbern ist es auch nicht unüblich, dass Frankierungen übereinander zum Liegen kommen. Teilweise muss dies auch so gemacht werden, um Irritationen im Betriebsablauf zu vermeiden (Bsp. neuer Strichcode auf einem Aufkleber über den alten Strichcode der Briefsortieranlage). Ich gehe davon aus, dass in dem konkreten Fall die Frankierung einfach mit der Einstellung der Briefsortieranlagen zu tun hat, welche neben der maschinellen Sortierung auch gleichzeitig frankiert. Wenn man sich die maschinellen Frankierungen verschiedener Briefdienstleister ansieht, wird in der oberen Briefhälfte vor allem in zwei Bereichen frankiert: mittig und rechtsbündig. In deinem Fall frankieren die Citipost Hannover (ma3011) und die Citipost Nordwest in Oldenburg (ma2642) rechtsbündig. Man sollte bedenken, dass es bei dem zustellenden Briefdienstleister (hier Citipost aus Oldenburg) keinen Sinn macht, bei kistenweise angelieferten C6-Sendungen diese vorab auch noch nach Format (nach [1] die Formate C5/6 und C6) zu trennen, nur damit dann im Anschluss in zwei verschiedenen Sortierläufen unterschiedliche Frankierformate verwendet werden. Dies "frisst" zusätzliche Arbeitszeit und damit auch Geld. Insbesondere bei den Sendungen im Format C6 kann es dann mit einem zugeschalteten Werbeeinsatz (Beispiel wie bei der Citipost in Oldenburg) links außen knapp werden, wenn dieser noch vollständig auf der Briefumschlagvorderseite "abgeschlagen" werden soll.

Gruß
Pete

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Briefumschlag
 
jmh67 Am: 07.03.2017 10:43:02 Gelesen: 49457# 174 @  
Noch eine Doppelabstempelung aus den Briefzentrum in schönen Pattensen an der Leine, erstaunlich passgenau, wenn man bedenkt, dass der Brief etwas dicker war, wie aus der Frankatur mit 85 c ersichtlich. Die Maschinen müssen mit Zielwasser geschmiert gewesen sein. ;-)

-jmh


 
EdgarR Am: 05.06.2017 18:08:09 Gelesen: 45638# 175 @  
So eine Kombination hatten wir hier, glaube ich, noch nicht:



Handrollstempel und Großbrief-Tintenstrahlentwerter, selbstverständlich vom selben Briefzentrum.
 
Heinrich3 Am: 05.06.2017 18:41:58 Gelesen: 45627# 176 @  
Hallo,

beim Sortieren gefunden:



Warum die 2 oberen Briefe 2x durch die Maschine mußten?

Unten: Der Vermerk "Sammlermarken bitte sauber stempeln (Danke)" hat den Postler vermutlich dazu veranlaßt, fast zielgerecht nachzubessern? Der Empfänger hat den Umschlag in eine Umzugsschachtel gefeuert, die ich dann erwarb.

Ich sehe mir solche Briefe an, wenn ich zu niedrigen Blutdruck habe.

Gruß
Heinrich
 
jmh67 Am: 05.06.2017 19:27:55 Gelesen: 45612# 177 @  
@ Heinrich3 [#176]

"Warum die 2 oberen Briefe 2x durch die Maschine mußten?" Nun ja, beim zweiten war die Marke beim ersten Mal nicht getroffen worden. Beim ersten vielleicht nicht genug.

Beim dritten Brief könnte der Stempel auch von ungeübter Hand aufgesetzt worden sein und geprellt haben. Immerhin kann man ihn noch lesen.

Jan-Martin
 
wajdz Am: 26.07.2017 16:48:53 Gelesen: 43087# 178 @  
Sammlerfreundlich frankiert, sauber mit dem Tagesstempel entwertet und dann nochmal im Briefzentrum mit dem Tintenstrahler drüber. Für den „Stempelfan“ die reine Freude, weil er nun auf einem Beleg zwei Entwertungsmethoden vorstellen kann. ;-)

MiNr 3124 (62), 3288 (85)



Ist aber inzwischen gängige Praxis. In Zukunft werden wohl Briefe nur mit sauberem Tagesstempel immer rarer und damit werthaltiger werden.

MfG Jürgen -wajdz-
 
EdgarR Am: 26.07.2017 18:55:28 Gelesen: 43063# 179 @  
@ wajdz [#178]

In Zukunft werden wohl Briefe nur mit sauberem Tagesstempel immer rarer und damit werthaltiger werden.

Meine Prognose:

Ein Verkäufer wird einen nach, sagen wir, 2005 in Deutschland sauber rundgestempelten Brief ohne Doppelabstempelungs-"Verzierung" wohl bald als "Rarität" anpreisen und hohe Preise aufrufen.

Ein (potentieller) Käufer wird einen nach, sagen wir, 2005 in Deutschland sauber rundgestempelten Brief ohne Doppelabstempelungs-"Verzierung" wahrscheinlich als "philatelistische Mache" bezeichnen und herunterhandeln.

Beide werden gute Argumente für ihren jeweiligen Standpunkt haben.

Phile Grüße
EdgarR
 
Gerhard Am: 27.07.2017 09:52:00 Gelesen: 42990# 180 @  
@ EdgarR [#179]

Da habe ich ja doch mal wieder herzlich gelacht. :-)

MphG
Gerhard
 
wajdz Am: 30.07.2017 10:30:44 Gelesen: 42814# 181 @  
Jeder verdient eine zweite Chance.

Der Postbeamte hat sie genutzt.

MiNr 454



MfG Jürgen -wajdz-
 
EdgarR Am: 09.03.2018 17:06:33 Gelesen: 26271# 182 @  
Verwunderliches und Lustiges

Verwunderlich ist, bei dem angeblich auf Zehntel und Hundertstel Cent durchrationalisierten Betrieb der Deutschen Post AG, warum ein unbekannter Postler Zeit und Muße fand, einen bereits tintenstrahl-entwerteten Beleg nochmals "nachzuentwerten". Wann und wo das war bleibt rätselhaft, denn weder die "Erstentwertung" in einem unbekannten BZ ist lesbar, noch enthält der "Nachträglich entwertet"-Stempel irgendwelche Information.



Ungewollt komisch hingegen die gut 30 Jahre ältere Maschinenstempel-Entwertung in "Montabaur - der Einkaufsstadt":



Ob man dem Briefempfänger klar machen wollte, dass das Einkaufen in Montabaur doppelten Spaß macht?
 
jmh67 Am: 09.03.2018 17:19:05 Gelesen: 26262# 183 @  
@ EdgarR [#182]

Vielleicht hat es sich ja bei Postens herumgesprochen, dass die Tintenstrahlentwertungen manchmal abwaschbar sind?

-jmh
 
wajdz Am: 12.08.2018 22:12:45 Gelesen: 16177# 184 @  
@ jmh67 [#183]

Die hier jedenfalls nicht.

Ein Beispiel dafür, wie mit der Tintenstrahltechnik eine Briefmarke in jeder Hinsicht entwertet bzw. wertlos gemacht werden kann.

Briefausschnitt Bund MiNr 3286



Aber immer positiv denken, die Stempeldaten sind einwandfrei zu entziffern.

MfG Jürgen -wajdz-
 
Porsche-Sammler Am: 25.01.2019 14:16:40 Gelesen: 8830# 185 @  
Hallo,

gestempelt in 72622 Nürtingen, dann nochmal im Briefzentrum 72 und dann noch durchnässt.

Was kann noch mehr schiefgehen ?

Beste Grüße
Porsche-Sammler


 
mumpipuck Am: 26.01.2019 00:29:18 Gelesen: 8782# 186 @  
Hallo Porsche-Sammler,

OK, das Nasswerden ist "schiefgegangen"!

Der Rest entspricht nach meiner Erfahrung als Heimatsammler dem Betriebsablauf.

Nach der Postleitzahl ist das Briefzentrum 72 zuständig für die Partnerfiliale in Nürtingen 2.

Deren Unterscheidungsbuchstaben im Stempel "pa" weisen mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine "kleine" Partnerfiliale hin. Die hießen früher mal "Postservice" oder "Postpoint". Das "p" am Anfang erhielten nach meiner Erfahrung meistens die Postpoints.

Diese kleinen Partnerfilialen sind - abweichend zu den großen (früher "Postagenturen") - gehalten keine Sendungen zu stempeln. Deswegen findet man deren Stempel auch nicht auf Bedarfspost. Ich bin schon in welche gekommen, die den Tagesstempel erst nach längerem Suchen fanden, wo das Datum ein Jahr zurück stand und keiner wusste wie man es verstellt oder die gar kein Stempelkissen hatten etc.

Dem Beleg nach handelt sich um Sammlerpost und der Postpartner hat wohl eine Ausnahme auf Wunsch gemacht.

Die gelben Kisten mit den Sendungen aus den Postbankfilialen und den großen Partnerfilialen werden mit einem Zettel "gestempelte Sendungen" oder so ähnlich versehen. Diese Kisten werden im Briefzentrum nur zum Codieren der Adresse in die Maschine eingelegt, aber nicht gestempelt.

Die aus den kleinen Filialen ohne diesen Vermerk werden mit denen aus den Briefkästen im Briefzentrum gestempelt, egal ob ein Tagesstempel darauf ist oder nicht.

Wer also einen sauber gestempelten Beleg haben will, sollte ihn in einer großen Filiale abgeben, die immer selber stempelt.

Wer den Stempel einer kleinen Filiale sammeln möchte, dem rate ich die Marken soweit vom oberen Rand zu platzieren, dass der Stempel des Briefzentrums oben drüber läuft. Dann kommt es nicht zu einer Doppelstempelung und der Stempel der Filiale wird nicht überstempelt.

Herzliche Grüße
Burkhard
 
Porsche-Sammler Am: 26.01.2019 17:16:18 Gelesen: 8730# 187 @  
@ mumpipuck [#186]

Vielen Dank für den Tipp die Marke weiter unten zu platzieren.

Ein schönes Wochenende,
Porsche-Sammler
 
Porsche-Sammler Am: 06.02.2019 14:10:32 Gelesen: 8220# 188 @  
Hallo,

interessant, dass manche Postbeamte immer noch nicht lesen können. Na gut, für die Doppelabstempelung können die ja wenig. Aber der Handstempel könnte, vor allem bei dem Hinweis „Sammler-Briefmarken, Bitte sauber stempeln!“, besser sein.

Beste Grüsse
Porsche-Sammler


 

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