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Thema: Altdeutschland Thurn und Taxis: Belege
Das Thema hat 217 Beiträge:
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briefmarkenwirbler24 Am: 04.09.2018 14:26:28 Gelesen: 24878# 168 @  
@ bayern klassisch [#167]

Hallo Ralph,

toller Beleg, dem einfachen Sammler von Welt wäre der Brief wahrscheinlich gar nicht wirklich aufgefallen bzw. als "normal" betrachtet worden. Du bist in der Lage hierzu einen halben Roman zu schreiben, klasse :D !

LG

Kevin
 
Bodo A. von Kutzleben Am: 15.09.2018 18:41:14 Gelesen: 24517# 169 @  
Hier der kleinste bekannte Brief von Thurn und Taxis mit komplettem Inhalt:



Der Brief hat eine Größe von 8,35 x 4,20 cm.

Übrigens auch in dem Buch "150 Jahre Franko Marken Thurn und Taxis" auf Seite 16 und 17 zu finden.

Stolzer Besitzer, natürlich ich!

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Kleine Briefe: Wer kann den kleinsten Brief zeigen ?"]
 
bayern klassisch Am: 26.09.2018 11:38:08 Gelesen: 23857# 170 @  
Liebe Freunde,

nach Bodos Granaten nun etwas leichtere Kost von mir:



Weitergeleitete Drucksachen sind nicht häufig, jedenfalls bleiben kaum welche erhalten. Dies gilt schon für den Inlandspostverkehr, umso mehr darf man das für Postvereinssendungen reklamieren, wo es viele Kombinationen gar nicht mehr gibt.

Heute zeige ich eine 1/3 Groschen = einfache Drucksache von Hamburg nach Roth in Bayern, die auf einer von mir aus optischen Gründen ergänzten Zeitung klebt.

Ausweislich des Streifbandes kam die am 18.6.1865 versandte Drucksache am 20.6. in Roth an, war dort jedoch nicht zustellbar. Herr Georg Weber und Frau, geb. Betz, waren nach Leutkirch in Württemberg, zwischen Kempten und Memmingen, abgereist, wohin sie nachgeschickt wurde.

Die Weiterleitung von Drucksachen erfolgte zum Drucksachentarif von nur einem Kreuzer, der in Roth mittig notiert wurde. Noch schöner wäre es gewesen, man hätte diesen Kreuzer in Form einer Bayern Nr. 8 frankiert, aber wir wollen mal die Kirche hier im Dorf lassen.

Am 21.6. kam unsere Drucksache in Leutkirch an und wurde für einen Kreuzer dort zugestellt.

Drucksachen aus Hamburg nach Bayern kenne ich keine Handvoll - auf die Erscheinung einer Weitergeleiteten musste ich bisher verzichten. Eine mit Weiterleitung in den DÖPV von Bayern aus sowieso.

Evtl. war es kein Kreuzer für die Weiterleitung, sondern das Bestellgeld in Württemberg, aber das kläre ich noch.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 26.09.2018 14:38:19 Gelesen: 23838# 171 @  
@ bayern klassisch [#170] Nachtrag

Ab 1.7.1858 sollte es keinen Bestellgeld - Kreuzer in Württemberg mehr geben. Danke an die ARGE Württemberg für den Scan der entsprechenden Verordnung.



Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 30.09.2018 08:30:58 Gelesen: 23767# 172 @  
Liebe Freunde,

heute zeige ich einen Brief aus der umfangreichen Korrespondenz an die Firma Friedrich Mittler in Augsburg. Den eher unattraktiven Brief aus Hamburg, versehen mit einer Taxismarke der Erstausgabe, datiert vom 4.5.1860, der Gebrüder Jaffé in Hamburg, wurde aber in der Großstadt Augsburg trotzdem zugestellt, obwohl sogar der Vorname abgekürzt wurde.



Es ist schon erstaunlich, was die Post alles dort leistete, um den richtigen Empfänger zu eruieren. Immerhin kenne ich Briefe an Franz Middler, Friedrich Müller und viele mehr, die alle, direkt oder indirekt, seiner Firma zugestellt wurden.

In meinem heutigen beruflichen Umfeld wird generell kein Brief oder wird keine Postzustellurkunde zugestellt, die als Adresse Bahnhofstr. 74a zeigt, der Empfänger aber in der Bahnhofstr. 74b residiert. Auch ein falscher Buchstabe beim Nachnamen sorgt für regelmäßige Retournierung an den Absender (meine Behörde).

Über die Rechtmäßigkeit dieser Aktionen braucht man gar nicht zu diskutieren - aber hätte man damals so verfahren, sähen unsere Albeninhalt anders aus (besser!).

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
hajo22 Am: 30.09.2018 12:07:08 Gelesen: 23744# 173 @  
Ich bin zwar auf die erste Ausgabe von Thurn & Taxis (Nr. 1-12) focussiert, aber habe natürlich auch so manche spätere Ausgabe nebenher gesammelt, hier Nr. 22 und 34.

Einschreibbrief aus Frankfurt a.M. vom 7.5.1862 frankiert mit 15 Kreuzern (9 und 6 Kreuzer) nach Cromford (= vormals Adresse für eine Textilfabrik, heute ein Stadtteil von Ratingen).

Nebengesetzter Poststempel von Ffm-Bahnhof und 2x Einschreiben: Chargé und Recom(m)andirt.



Gut in diese Zeit des 19. Jahrhunderts paßt ein Bild von Carl Spitzweg: Postkarte "Rosenduft Erinnerung" (Ausschnitt) Kunstmuseum Bern.



hajo22
 
becker04 Am: 08.12.2018 11:33:51 Gelesen: 20330# 174 @  
Hallo zusammen,

von mir heute 2 mal der BAHNHOF:COBURG als Durchgangsstempel aus 1862



und 1863



Viele Grüße
Klaus

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Bahnhofstempel"]
 
Stamps99 Am: 22.03.2019 15:58:16 Gelesen: 16629# 175 @  
Hallo,

hier ist schon lange nichts gezeigt worden, daher von mir mal ein ausgefallenes Stück:

Eine Ortsdrucksache aus dem Thaler-Bezirk. Sie durfte sogar verschlossen sein, denn das Bestellgeld für Orts-Brief und Orts-Drucksache war gleich - billiger als 1/4 Gr ging es nicht.

Innen befindet sich eine hektographierte Einladung zum 25-jährigem Jubiläum.

Wer das Buch von Jürgen Naab "Thurn und Taxis Frankaturen 1852-1867" mit all den schönen Abbildungen aller möglichen Frankaturen kennt, kann feststellen, dass die Abbildung einer Ortsdrucksache aus dem Thalerbezirk mangels Vorlage dort fehlt.



Gruß Ralf
 
Magdeburger Am: 30.03.2019 16:32:01 Gelesen: 16444# 176 @  
Liebe Sammelfreunde,

so schöne Belege habe ich nicht, jedoch suche ich nur welche, die nach Magdeburg bzw. Dessau gelaufen sind.

Ein Umschlag aus Arnstadt kann ich hier zeigen:



Leider ist siegelseitig eine Klappe abhanden gekommen, allerdings ist glücklicherweise der Ausgabestempel vom Folgetag vorhanden.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Stamps99 Am: 04.04.2019 01:28:46 Gelesen: 16312# 177 @  
Hallo,

die Nr 1 von Thurn & Taxis ist eigentlich keine - sie wurde erst 1854 verausgabt, 2 Jahre nach den ersten Markenausgaben. Sie diente zur Frankierung des Ortsbestellgeldes, vor ihrer Ausgabe musste bar frankiert werden, in seltenen Fällen wurde auch aufgrundet und überfrankiert.



Brief mit gut geschnittener Marke von Gera nach Heinrichshall. In ausgewählten benachbarten Orten galt ein ermäßigter Tarif von 1/4 Sgr wie bei Ortsbriefen. In der damaligen Zeit der günstigste Tarif, um einen Brief eine Meile weit zu bringen.

Gruß Ralf

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Die ersten Briefmarken von 1840 bis 1899"]
 
Magdeburger Am: 05.04.2019 13:10:02 Gelesen: 16161# 178 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute eine Hülle aus Mainz nach Dessau:



Die 9-Kreuzer Franco ist hier korrekt - die Marke ist links recht überrandig - jedoch rechts fehlt ein erheblicher Teil.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bayern klassisch Am: 05.04.2019 15:17:48 Gelesen: 16141# 179 @  
@ Magdeburger [#178]

Lieber Magdeburger,

statistisch gesehen gleicht sich das alles wieder aus.

Vorteil: Man sieht hier sehr genau, wie schmal die Schnittflächen für die Schere waren - so gut kann man das kaum nachvollziehen und allein dafür wäre es schon ein sehr guter Brief.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Stamps99 Am: 05.04.2019 23:15:13 Gelesen: 16109# 180 @  
@ Magdeburger [#178]

Hallo Ulf,

wer nur die Marke belegen möchte, sollte eine vollrandige finden - als Stempel- und Briefsammler wird man bei T&T ohne Kompromisse bei der Schnittqualität nicht auskommen.

Ich habe ein breites Spektrum an Sammelgebieten und mein Taschengeld werde ich schneller los, als mir lieb ist.

Es passiert selten, dass ich ein Stück unbedingt haben möchte und entsprechend hohe Gebote abgebe, meist sorgt das allerdings nur dafür, das jemand anders einen ordentlichen Preis bezahlt.

Hier ein Stück, wo es geklappt hat: Ein Brief aus meinem Heimatort Zierenberg in das benachbarte Wolfhagen vom 20.5.1866, tarifgerecht bis 3 Meilen mit 1/2 Sgr frankiert, kein Bestellgeld, das war zum Jahresanfang abgeschafft worden.

Warum die Marken nicht vorschriftsgemäß mit dem Nummernstempel 81 entwertet wurde, weiß man nicht - ich fand es reizvoll.



Gruß Ralf
 
Magdeburger Am: 06.04.2019 15:23:44 Gelesen: 16058# 181 @  
@ bayern klassisch [#179]

Lieber Bayern Klassisch,

interessant finde ich auch dort die Klischee-Verschiebungen.

@ Stamps99 [#180]

Lieber Ralf,

glücklicherweise sammle ich nur Briefe und ich bin immer so zu Kompromissen bereit oder besser gesagt "gezwungen".

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
lamoral1621 Am: 10.04.2019 18:28:25 Gelesen: 15804# 182 @  
Hallo,

hier mal ein Zierenberg - Brief mit Ringnummernstempel "86" nach Marburg gelaufen, aus meiner Stempelsammlung.

lamoral 1621


 
bayern klassisch Am: 11.04.2019 05:28:40 Gelesen: 15775# 183 @  
@ lamoral1621 [#182]

Lieber Werner,

sehr schön, bitte mehr davon aus deiner phantastischen TT - Sammlung!

Liebe Grüsse,
Ralph
 
lamoral1621 Am: 07.05.2019 16:06:33 Gelesen: 15075# 184 @  
Lieber Ralph,

was möchtest Du sehen?



Habe hier mal einen Zierbrief ins "Bayrische" abgebildet. Solche Belege sind bei Taxis recht selten.

Viele Grüße

Werner
 
bayern klassisch Am: 07.05.2019 17:09:22 Gelesen: 15061# 185 @  
@ lamoral1621 [#184]

Lieber Werner,

von dir alles! :-)

Dein Brief hier hatte noch eine Retour - Recepisse (RR) anhängend, als er aufgegeben wurde. Kostete das bei TT auch 6 Kreuzer für den Absender?

Recobriefe im 2. Gewicht mit RR dürften schon damals nicht häufig gewesen sein - ob nach Bayern, oder sonst wohin. Klasse Stück!

Liebe Grüsse,
Ralph
 
lamoral1621 Am: 07.05.2019 18:16:56 Gelesen: 15048# 186 @  
Hallo Ralph,

Du hast recht, die Retour- Recepisse kostete bei Taxis im Kreuzer- Gebiet 6 Kreuzer, im Sgr.- Gebiet 2 Sgr.

Füge mal ein solches Formular aus Coburg für einen Reco- Brief nach Würzburg bei. Ist gerade für Dich als Bayern Spezialist recht interessant.

Viele Grüße
Werner


 
bayern klassisch Am: 07.05.2019 19:02:24 Gelesen: 15037# 187 @  
@ lamoral1621 [#186]

Lieber Werner,

ja, sehr schön (habe auch eine mir "Postproblem" aus TT nach Bayern).

Als ich gelesen haben "nach Würzburg" war mir fast klar, wer der Empfänger sein würde - der größte Streithansel in Würzburg, nämlich der Baron von Würzburg. An ihn kenne ich sicher 50 Retour - Recepissen und jetzt auch eine von TT an ihn.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Stamps99 Am: 07.05.2019 22:11:22 Gelesen: 15010# 188 @  
@ lamoral1621 [#186]

Hallo,

es scheint, als wärst du der richtige Ansprechpartner für eine offene Frage:

Für den nachfolgenden Brief liegen mir die Bekanntmachungen zur Landposteinrichtung in Hohenzollern von 1863 vor.

Unter Gebühren III. sind Tarife für den Verkehr mit Postablagen aufgeführt, allerdings ist der Fall Postablage - Postort - Landort dort nicht aufgeführt - oder so, dass ich ihn nicht verstehe.

Die Frage also: Ist der Brief tarifgerecht frankiert - und wenn ja, nach welchem Tarif?



Gruß Ralf
 
Stamps99 Am: 08.05.2019 11:41:13 Gelesen: 14961# 189 @  
Hallo,

ich hänge die Tarife von 1863 noch an, allerdings weiß ich nicht, ob die sich bis September 1865 geändert haben.

Einen vergleichbaren Brief habe ich bisher leider nicht gefunden.



Gruß Ralf
 
bayern klassisch Am: 06.10.2019 10:33:34 Gelesen: 11051# 190 @  
Ich habe den gesuchten Brief nicht gefunden, aber dafür den hier, der Barfranko in Taxis, dann Markenfranko nach Bayern lief.

Also Marburg franko Hildburghausen und Bestellgeld, dann diese Notationen mit der Marke überklebt und nach Bad Kissingen. Auch nicht schlecht, wie ich finde.



Liebe Grüsse,
Ralph

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Postverhältnisse Bayern - Österreich"]
 
bayern klassisch Am: 06.10.2019 10:45:46 Gelesen: 10517# 191 @  
Liebe Freunde,

ein kleiner (oder großer?) Knobler passend zu einem verregneten Sonntag: Alles, was man wissen muss, ist vorne zu sehen. Wer wagt sich an eine Beschreibung? Nur Mut!



Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 08.10.2019 09:34:52 Gelesen: 10366# 192 @  
@ bayern klassisch [#191]

Liebe Freunde,

dann war der Knobler doch ein bisserl zu schwer zu knacken. Hier die Lösung:

Der Brief war als innertaxischer Brief von Alzey nach Worms mit 2 Kreuzer für das Franko nach der Entfernung und dem Gewicht (beides einfach) und mit 1 Kreuzer Bestellgeld voll frankiert. Bei seiner Ankunft in Worms war der Empfänger aber schon nach Freinsheim in der bayerischen Pfalz abgereist. Die Frankoaufteilung 2 / 1 wie oben beschrieben stimmt also nicht mehr, weil einfache Briefe im 1. Rayon zu Bayern schon 3 Kreuzer kosteten.

Also nahm man den einen Kreuzer für das Bestellgeld gedacht zu den 2 anderen Kreuzern und hatte folglich 3 Kreuzer, das richtige Franko für Briefe in die Pfalz bis 10 Meilen zusammen. Daher notierte man nun die 3 über der 2, die Null - Paraphe wurde gestrichen und alle waren zufrieden.

M. E. ist das der einzig bekannte Brief aus TT nach Bayern, bei dem 1 Bestellgeldkreuzer zu einem Franko umgewandelt wurde.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 

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