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Thema: Deutsches Reich Feldpost 1. Weltkrieg
Das Thema hat 339 Beiträge:
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Sachsendreier53 Am: 22.04.2016 11:11:01 Gelesen: 11345# 315 @  
@ dr.vision [#307]

Ich weiß nur, dass es in Döbeln/Sa. ein Infantrie-Regiment gab. Vielleicht heißt es auch Gendarmerie-Kompanie.
 
dr.vision Am: 22.04.2016 15:02:26 Gelesen: 11282# 316 @  
@ Sachsendreier53 [#315]

Auch dir herzlichen Dank für die Info.

@ alle

Ich habe soeben die Antwort eines ausgewiesenen WK I Spezialisten bekommen. Es handelt bei der Anschrift auf der gezeigten Karte [#307] wirklich um die Genesenden Kompanie.

Beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
hajo22 Am: 23.04.2016 11:34:35 Gelesen: 11083# 317 @  
Feldpostkarte aus dem Jahr 1917 mit Cognac-Werbung. Den gab's wohl auch beim Sturmangriff. Nachher sah man "uralt" aus.

Stempel: 12. Kompanie Grenadier Regt. König Friedr.Wilhelm I (2.Ostpr.) Nr.3



VG, hajo22
 
HWS-NRW Am: 23.04.2016 12:59:25 Gelesen: 11061# 318 @  
Hallo, Werbe-Feldpostkarten, angeboten von verschiedenen Unternehmen mit meist "kriegswichtigen Artikeln" gab es in beiden Weltkriegen, sie wurden den Soldaten gerne und natürlich kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Hier zwei Postkarten der Firma "Continental", die speziell für ihre Fahrrad-Reifen Reklame machten.





Abgesandt von einem Angehörigen der Kgl. Preussischen Flieger-Abteilung.

Eine weitere Karte bildet einen Radfahr-Soldaten der Luftlandetruppen (Fallschirmjäger) mit seinem auf dem Rücken verfrachteten Klapprad ab, ein schon sehr seltenes Motiv.



Gruß Werner
 
hajo22 Am: 23.04.2016 15:22:26 Gelesen: 11022# 319 @  
@ HWS-NRW [#318]

Von deutschen Fallschirmjägern im 1. Weltkrieg habe ich noch nichts gehört. Sollte es welche gegeben haben, dann waren das ausgesprochene Exoten, aber bestimmt keine größeren Einheiten. Ich kann es mir aber nicht vorstellen. Wo sollten sie denn eingesetzt worden sein? Der Soldat auf der Karte trägt ein Klapprad auf dem Rücken, aber doch keinen Fallschirm und ich sehe auch keinen rumliegen.

VG, hajo22
 
HWS-NRW Am: 23.04.2016 18:33:49 Gelesen: 10977# 320 @  
@ hajo22 [#319]

Hallo,

hier nur zu "Deiner" Information etwas über die italienischen "Bersaglieri".

Ab 1871 hatte in der Regel jedes Armeekorps ein Bersaglieri-Regiment als Korpsverfügungstruppe. Die operativ selbständigen Bataillone wurden im Einsatz im Regelfall den Divisionen zugeteilt. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg wurden sie mit Fahrrädern ausgestattet, später motorisiert, um im Rahmen motorisierter und gepanzerter Großverbände operieren zu können.



Sie trugen nach ihrer Landung natürlich nicht mehr ihren Fallschirm mit, ist ja logisch.

Gruß
Werner
 
Latzi Am: 23.04.2016 19:54:54 Gelesen: 10961# 321 @  
@ HWS-NRW [#320]

Ich bezweifele angesichts des Stands der Technik, dass es im 1. Weltkrieg Fallschirmspringer gab. Die Flugzeuge hatten gar nicht genug Nutzlast.

Gruß
Lars
 
HWS-NRW Am: 23.04.2016 20:37:24 Gelesen: 10957# 322 @  
@ Latzi [#321]

Hallo Lars,

anbei die HP, von der ich die Infos habe. Bei weiteren Nachforschung hieß es auf einer anderen HP, daß sie auch aus Flugzeugen abgesprungen sein sollen, was ich "so übernommen" habe. Eventuell liege ich da aber doch falsch, dann bitte ich um Entschuldigung.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bersaglieri

Gruß Werner
 
hajo22 Am: 23.04.2016 23:35:33 Gelesen: 10904# 323 @  
@ Latzi [#321]

Na ja, theoretisch aus Zeppelinen und von Ballons. Die militärischen Ballonfahrer (z.B. Beobachter für die Artillerie) hatten Fallschirme an Bord um sich im Notfall retten zu können. Die deutschen Jagdflieger hatten wohl keine Fallschirme dabei. Der Ausstieg bei einem Abschuss wäre bei den Maschinen auch nicht leicht gewesen.

Ich glaube, wir sollten das Thema nicht weiter vertiefen. Dem "Bersaglieri" auf dem Foto wäre bestimmt der schöne Hut davon geflogen.

BG, hajo22
 
Sachsendreier53 Am: 25.04.2016 10:51:24 Gelesen: 10558# 324 @  
Feldpostkarte aus Königsberg in Preussen, Partie am Schlossteich. Abgestempelt ist die Karte mit Bandststempel am 10.1.1915 und mit Truppenstempel des I.Rekruten-Depot ERSATZ-BATAILLON INFANTERIE-REGT. NR. 43



mit Sammlergruß,
Claus
 
HWS-NRW Am: 25.04.2016 13:07:56 Gelesen: 10526# 325 @  
Von mir heute Belege, geschrieben im Reserve-Lazarett I + III, die im Bootshaus der Villa Hügel und in der Kolonie Altendorf eingerichtet wurden.







Hochinteressant, das in diesem Lazarett sogar vorgedrucktes Briefpapier, eventuell für Offiziere, zur Verfügung gestellt wurde.

Gesucht wird von mir immer noch eine Abbildung aus dem Reservelazarett II !

mit Sammlergruß
Werner
 
hajo22 Am: 25.04.2016 18:32:47 Gelesen: 10469# 326 @  
Feldpost in den Deutschen Kolonien:

Auch in Deutsch-Ost-Afrika wurde im 1. Weltkrieg bis zur Kapitulation im November 1918 gekämpft. Kommandeur der Schutztruppe war Paul von Lettow-Vorbeck. Zu den Ereignissen siehe dazu Wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Weltkrieg_in_Ostafrika

Feldpostkarte aus Daressalam vom 27.10.1914 nach Taveta. Auf der Ansichtsseite ist ein mir unbekannter Dampfer (vermutlich ein Reichspostdampfer) abgebildet der laut Karte (rechts unten Ansichtsseite) "Zur Heimat" unterwegs ist.



Wer kann weitere Feldpostbelege aus den Deutschen Kolonien zeigen?

BG, hajo22
 
olli0816 Am: 25.04.2016 19:47:21 Gelesen: 10432# 327 @  
Wegen den Fallschirmspringern im 1. Weltkrieg steht etwas in Wikipedia:

Die militärische Luftfahrt begann im 18. Jahrhundert mit der Verwendung von Fesselballons, um feindliche Stellungen auszuspähen. Aus diesem führte Charles Leroux am 14. April 1889 einen Fallschirmabsprung aus ca. 1.000 m Höhe durch, der aber als Rettungssprung diente. Die Geschichte des Fallschirmspringens selbst reicht weiter zurück. Mit der ersten größeren Verwendung von Flugzeugen während des Ersten Weltkrieges (1914–1918) sahen die Armeen auch ein größeres Anwendungsfeld für den militärischen Fallschirmabsprung. Den ersten bekannten Luftlandeeinsatz führten am 4. Oktober 1916 Oberleutnant Maximilian von Cossel und Vizefeldwebel Rudolf Windisch nach einer Luftanlandung an der Ostfront durch. Der erste bekannte Sprungeinsatz war im August 1918, als 4 italienische Offiziere hinter den österreichischen Linien absprangen. Im Oktober 1918 sprang eine französische Sabotagetruppe mit Fallschirmen in den Ardennen ab. [1]

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Fallschirmj%C3%A4ger
 
hajo22 Am: 25.04.2016 23:58:33 Gelesen: 10372# 328 @  
@ olli0816 [#327]

Das waren also dann 2-4 Soldaten, die die Luftlandetruppe darstellte. Na toll.

VG, hajo22
 
hajo22 Am: 26.04.2016 16:13:22 Gelesen: 10192# 329 @  
Hier mal etwas, was man an der Peripherie der Feldpost im 1. Weltkrieg in die Sammlung aufnehmen kann (oder auch nicht) als Memorabile:

Ein Deutsch-französischer Soldaten-Sprachführer. Ich zeige die Vorderseite und die Rückseite des "Sprachführers".



Das ganze Heftchen besteht aus Redewendungen in Deutsch, dann Lautsprache Französisch und französischer Schreibweise.

Ob der viel geholfen hat, weiß ich nicht. Vielleicht bei Verhören frz. Kriegsgefangener oder z.B. bei der Übersetzung gefundener/beschlagnahmter frz. Dienst- und Feldpost?

VG, hajo22
 
HWS-NRW Am: 26.04.2016 17:00:54 Gelesen: 10173# 330 @  
@ hajo22 [#329]

Hallo,

das ist doch ein tolles Dokument, so etwas darf heute sogar mal im Wettbewerb präsentiert werden, fällt in den Bereich "social philatelie", Gratulation !

mit Sammlergruß
Werner
 
hajo22 Am: 26.04.2016 17:07:52 Gelesen: 10171# 331 @  
@ HWS-NRW [#330]

Danke, sehe ich auch so. Das Heftchen ist komplett und in guter Erhaltung.

---

Feldpostkarte aus Posen vom 26.1.1915 mit Dienststempel der Flieger-Ersatz-Abteilung Nr. 4.

Auf der Ansichtsseite der Karte ist das "Hôtel de Rome" in Posen abgebildet. Ob es das heute noch gibt?

Der Absender, ein "Flieger"(= einfacher Soldat der Luftwaffe), wird dort bestimmt nicht Quartier bezogen haben.



BG, hajo22
 
Manne Am: 27.04.2016 18:41:16 Gelesen: 9991# 332 @  
Hallo zusammen,

hier ein Feldpostbrief aus Namur in Belgien vom 24.8.15.

Der Absender war bei der 1. Batterie vom Landsturm-Fußartillerie Bataillon XIII A.-K. und schrieb an seine Eltern in Schwenningen.

Gruß
Manne


 
westfale1953 Am: 28.04.2016 17:11:59 Gelesen: 9831# 333 @  
Hallo zusammen,

Feldpostkarte von STRASSBURG GRÜNEBERG mit sauberem Truppenstempel



Bernhard
 
HWS-NRW Am: 28.04.2016 18:55:57 Gelesen: 9802# 334 @  
Hallo,

von mir ein aktueller Zugang in meine Radfahrer-Sammlung



Postkarte eines Angehörigen der 1. Radfahrer-Kompanie des Reserve-Jäger-Bataillons Nr. 7

Die Einheit war der 28. Reserve-Infanterie-Brigade unterstellt, zum Zeitpunkt des Versand der Karte war die Einheit bei Stellungskämpfen bei Verdun (21.12.1915 - 9.9.1916) eingesetzt, abgeschlagen sind ein violetter Rahmen-Briefstempel der Einheit und ein Stempel der "Kaiserlichen Feldpost Nr. 97".

mit Sammlergruß
Werner

P.S. Ich suche weiterhin FP-Belege der Radfahrertruppen im I. und II. Weltkrieg
 
10Parale Am: 05.05.2016 21:32:21 Gelesen: 8598# 335 @  
@ Feldpost Sammler

Hier eine Foto Karte von Conflans (Westfront), abgeschlagen mit 2K-Stempel K.D.Feldpoststation am 25.1.1916 nach Strasbourg.

Sonderstempel: ETAPPENKOMMANDATUR

Geburtstagsgruß eines Soldaten an eine Dame in Strassburg im Elsass (leider kann ich den kurzen Text nicht ganz entziffern).

Interessant am Ende der Zeilen eine zweizeiliger Stempel "Mobile Etappen-Kdtr. 5/XV, Armee-Abteilung von Strantz"

Hermann von Strantz (1853 - 1936) stammte aus einer preußischen Offiziersfamilie. Er war kommandierender General des V. Armee Korps. Ebenfalls war er Kommandeur der Armeeabteilung "von Strantz", die zwischen "Maas und Mosel" operierte. Das Hauptquartier befand sich im Chateau de Moncel.

Conflans dürfte der alte Name der Gemeinde Pont-Saint-Vincent sein, dass sie ich Umfeld des Hauptquartiers befand. Die Bildkarte bestätigt dies wohlwollend.

Liebe Grüße

10Parale


 
Marcel Am: 06.05.2016 22:21:24 Gelesen: 8405# 336 @  
Habe heute eine Feldpost-Karte eines Landwehrmannes (Lagerwärter) vom 09.06.1915 aus dem Kriegsgefangenenlager Czersk (Westpreußen/Pommern) nach Pößneck (Thüringen). Das Lager, zwischen Czersk und dem Dorf Łukowo gelegen, war der 17. Inspektion (Aufsichtsbehörde) unterstellt. [2]



Hier waren ca. 50,000 Kriegsgefangene verschiedener Nationalitäten (Russen, Ukrainer, Rumänen u.a.) untergebracht, davon sind etwa allein 5.000 Rumänen und 3.000 Russen umgekommen an Erschöpfung und Krankheiten. Von den Bunkern, in denen die Gefangenen lebten, gibt es heute keine Spur mehr. Die einzige traurige Erinnerung an das Lager ist der große Waldfriedhof, wo in Massengräbern etwa 4.500 Gefangene begraben sind. Zu Ehren aller toten Gefangenen des Lagers wurde in der Mitte des Friedhofs eine Steinpyramide mit Inschriften in russischer Sprache aufgestellt. [1]

schöne Grüße
Marcel

[1] http://www.forum.eksploracja.pl/viewtopic.php?f=6&t=25938
[2] http://prussianpoland.com/czersk.html
 
Sachsendreier53 Am: 17.05.2016 14:46:01 Gelesen: 6551# 337 @  
Ungelaufene Ansichtskarte "Zerschossene Lokomotive bei Tapiau", ca.1915, Verlag Kahan & Co.,GmbH.,Königsberg in Preussen, mit blauen Feldpoststempel Lazarett-Zug 10.





Feldpostkarte vom 26.6.1917 mit Ansicht einer Schlachtszene an der Somme, geschrieben von Soldat Gottfried Beurer, Divisions-Bautrupp, Staffel 119, Deutsche Feldpost 156.

Zweizeiliger Truppenstempel: Mun. Kol. n / A. Nr.182 der Staffel 119.

mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 03.06.2016 14:08:45 Gelesen: 3058# 338 @  
Feldpostkarte aus Hammerstein (Gefangenenlager/Westpreußen) nach Leipzig, mit Ansicht einer Gruppe russischer Kriegsgefangener.

Die am 11.6.1915 abgestempelte Karte trägt zwei Stempel des K.S.Landsturm Infanterie-Ersatz-Bataillon Chemnitz.



mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 20.06.2016 13:17:19 Gelesen: 513# 339 @  
Offiziers-Feldpostbrief vom 28.8.1915 des Hauptmann Kirsten, im Grenadier-Reserve-Regiment 100, 1. Bataillon, adressiert nach Ostritz in Sachsen.

Text vorn:
Durchbruchsversuch der Franzosen.
Fürchterliche Artillerie. Schießerei.
Vorläufig wieder Bataillonsführer.
Urlaub nach v.Hartmanns Rückkehr.
Urlaubsmitteilung an Dr.Gö.s betref.
Nünnich. Einschlag in Artillerie-Küchenunterstand: 5 Mann tot.




mit Sammlergruß,
Claus
 

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