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Thema: Deutsches Reich Feldpost 1. Weltkrieg
Das Thema hat 171 Beiträge:
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hajo22 Am: 26.01.2014 22:11:33 Gelesen: 11246# 147 @  
In Beitrag [#143] hatte ich einen einfachen Feldpostbeleg aus dem 1. Weltkrieg gezeigt, der nicht zugestellt werden konnte, da der Adressat nicht auffindbar war.

Heute zeige ich eine Ansichtskarte aus Charlesville "Hôtel de Ville" (Rathaus), die mit dem Feldpoststempel "K.D. Feldpostamt des Großen Hauptquartiers" am 1.5.16 gestempelt wurde und nach München lief.

Interessant vor allem auch der beigesetzte Zensurstempel "Geheime Feldpolizei im Großen Hauptquartier", der selten zu sehen ist.

Das "Große Hauptquartier" war die Zentrale der obersten militärischen und (später) auch der politischen Führung im Kaiserreich. Im Mai 1916 befand es sich in Charlesville-Mézières. Es wechselte während des Krieges mehrfach seinen Standort.



Schönen Abend.
Jochen
 
Sachsendreier53 Am: 14.02.2014 13:48:51 Gelesen: 10356# 148 @  
Feldpostkarte aus KÖNIGSBRÜCK (Sachsen) nach Leipzig vom 5.10.1916 mit zweizeiligen Rahmenstempel Soldaten-Brief-Stempel Reservelazarett II Königsbrück



mit Sammlergruß,
Claus
 
Cantus Am: 24.02.2014 23:53:04 Gelesen: 9752# 149 @  
Den Soldaten im Felde wurden Abreißblöcke mit Kartenbriefvordrucken an die Hand gegeben. Mein Exemplar weist innen allerlei Beschädigungen auf, aber es hat sicherlich auch allerlei mitgemacht.



Viele Grüße
Ingo
 
hajo22 Am: 25.02.2014 10:09:18 Gelesen: 9725# 150 @  
Aus dem I. Weltkrieg gibt es zahllose patriotische Karten.

Für meine kleine Feldpostsammlung I. Weltkrieg habe ich die abgebildete, echt gelaufene Karte gewählt, weil sie neben dem vielen Deutschen bekannten Text kaleidoskopartig Szenen aus der Realität dieser Zeit zeigt.



Einen schönen Tag wünscht
Jochen
 
Feldpostmann Am: 26.03.2014 17:14:46 Gelesen: 8446# 151 @  
Ich sammle ja eher die Vorderseiten von WK1-Feldpost, sprich die Fotos. Ab und zu kommt mir aber auch mal ein schöner Stempel unter und da kann ich dann nicht widerstehen.

Gruss,
Feldpostmann


 
hajo22 Am: 19.04.2014 18:58:38 Gelesen: 7437# 152 @  
Heute zeige ich einen ungewöhnlichen Feldpostbrief: Feldpost-Wertbrief über 1.000 Mark (Gewicht 57 gr), Absender der Rittmeister (also Hauptmann) Wilhelm, Antwerpen, Dienstsiegel "Zweigstelle Antwerpen des Admiralstabes der Marine".

Gestempelt 13.5.1918 Antwerpen 2, senkrechter 3er Streifen der Mi.Nr. 9 Belgische Besetzung.



Der Brief war versiegelt wie man auf der Rückseite an den roten Flecken noch erkennen kann. Als Inhalt wurden "Dokumente" deklariert. Ich kann nicht sagen, ob das Porto stimmt. Auch scheint es sich eher um einen philatelistisch inspirierten Brief zu handeln als um Dienstpost, also von Rittmeister zu Rittmeister. Der Brief wurde nicht zensiert. Da schützte wohl der Absenderstempel.

Ich würde mich freuen, wenn jemand zur Klärung beitragen könnte.

Dabei ist es mir "Wurscht" ob portorichtig oder nicht, ob philatelistisch oder nicht, der Brief ist einfach "schön" und so auch ein Dokument seiner Zeit.

Bis demnächst.
Jochen
 
Feldpostmann Am: 22.04.2014 14:00:44 Gelesen: 7320# 153 @  
Hier noch eine ganz nette Karte.

Der Stempel lautet:

Kais. Freiw. Autocorps
Relaisdienst G. HQ. (Grosses Hauptquartier)


 
k.u.k. Feldpost Am: 25.04.2014 10:10:07 Gelesen: 7105# 154 @  
@ alois4070 [#13]

Guten Tag,

bei Ihrer Abbildung handelt es sich um eine österreichische (k.u.k.) Feldpostkarte aus dem Jahr 1916. Die Einheit ist eine Marscheinheit. Das FP-Amt war ab 10/15 in Südtirol ansässig.

Den Wert schätze ich in dieser Erhaltung auf ca. 1 Euro, da es ein sehr häufiger Stempel ist.

Ich hoffe, mit dieser Auskunft gedient zu haben und verbleibe mit den herzlichsten Grüßen

k.u.k. feldpost
 
volkimal Am: 01.05.2014 19:55:33 Gelesen: 6740# 155 @  
Hallo zusammen,

aus dem Bereich der K.u.K.-Feldpost habe ich zwei Karten, die besonders auffallen. Auf ihnen durfte nichts als das Aufgedruckte mitgeteilt werden. Wer weiß, wer diese Karten verwenden musste und warum nichts anderes mitgeteilt werden durfte?





Auf beiden Karten sind die Vordrucke in den 9 Amtssprachen des Vielvölkerstaats Österreich-Ungarn. Nach Wikipedia sind dies von oben nach unten: Deutsch, Ungarisch, Böhmisch, Polnisch, Ruthenisch, Italienisch, Serbokroatisch bzw. Slowenisch und Rumänisch. Bei Serbokroatisch bzw. Slowenisch ist mir die Reihenfolge nicht klar.

Bei der Karte mit dem Aufdruck „Ich bin gesund und mir geht es gut“ und „Auf dieser Karte darf sonst nichts mitgeteilt werden“ ist beim Absender angegeben: „I. R 121 / T N. U a (???) / I. Batl“ Wenn ich es richtig erkenne also: „Infanterie Regiment 121 / ???? / Erstes Batallion“. Weiß jemand, was die 4 Buchstaben in der Mitte bedeuten?

Die untere Karte aus dem Reservespital in Pilsen geht nach Nimburg, dem heutigen Nymburk in Mittelböhmen (Tschechien). Dementsprechend ist auch das Worte „krank“ in deutsch und böhmisch markiert.

Viele Grüße
Volkmar
 
Taschentuch Am: 01.05.2014 21:16:12 Gelesen: 6716# 156 @  
Hallo Volkmar,

während einer Postsperre wurde die Nutzung vorgedruckter bzw. normierter Feldpostkarten erlaubt. Dadurch war es möglich, ein kleines Lebenszeichen zu senden.

Ich kann folgende Ausarbeitung wärmstens empfehlen (habe ich selbst noch nicht kpl. durchgelesen): http://www.erster-weltkrieg.clio-online.de/_Rainbow/documents/Augenzeugen/ulrich2.pdf

Gruß aus der Lüneburger Heide
Michael
 
Taschentuch Am: 01.05.2014 21:32:54 Gelesen: 6708# 157 @  
Habe es nun auch wieder gefunden, siehe dort Seite 42.
 
Sachsendreier53 Am: 09.05.2014 22:58:40 Gelesen: 6241# 158 @  
Feldpostkarte aus Frankreich, "Die Barbaren geben der armen franz. Bevölkerung Brot"



Mit Doppelkreisstempel des K.D. Feldpostamt des Großen Hauptquartiers, 30.6.1915, und rechteckigen, bestätigten Beförderungsstempel - Zur Beförderung zugelassen --- Bahnhofsvorsteher

mit Sammlergruß,
Claus
 
volkimal Am: 11.05.2014 20:12:32 Gelesen: 6111# 159 @  
@ Taschentuch [#156]

Hallo Michael,

vielen Dank für die Erklärung. Ganz nett finde ich die Karte mit dem deutschen Bahnpoststempel "Namur - Charleville".



Der Stempel stammt aus der deutschen Besetzung Belgiens und Frankreichs im 1. Weltkrieg 1914-1918. Es ist eine deutsche Bahnpost zwischen den besetzten Orten Namur (Belgien) und Charleville (Frankreich).

Viele Grüße
Volkmar
 
Sachsendreier53 Am: 16.05.2014 10:46:37 Gelesen: 5834# 160 @  
Ansichtskarte (Hessische Trachten, Schwälmer Tanz) als Feldpost versandt, durch die K.D. Feldpoststation Nr.80 am 30.12.1916 und mit Briefstempel ETAPPEN-LAZARETT MONTCORNET



mit Sammlergruß,
Claus
 
Manne Am: 16.05.2014 12:16:30 Gelesen: 5817# 161 @  
Hallo,

hier eine Karte aus Schwenningen, gestempelt am 22. August 17, die neu erbaute Gartenschule wurde als Vereinslazarett genutzt.

Gruß
Manne


 
Altmerker Am: 29.05.2014 11:19:13 Gelesen: 5100# 162 @  
Der ostpreußische Grenzort Prostken war schon immer Paß- und Zollstation an der Straße Lyck - Grajewo / Warschau oder Bialystok mit verhältnismäßig regem Grenzverkehr. Im 1. Weltkrieg marschierten russische Truppen 1914 kampflos in Lyck ein, wurde nach der Schlacht bei Tannenberg aber wieder von deutschen Soldaten zurückerobert. Jedoch waren 165 Häuser, die Kirche und das Rathaus zerstört.

Die Karte ist aus einem Familienalbum. Ich kann aber nichts Näheres entziffern. Nur der handschriftliche Feldpost-Vermerk fiel mir auf.

Gruß
Uwe


 
Altmerker Am: 29.05.2014 11:43:42 Gelesen: 5087# 163 @  
@ Postgeschichte [#40]
@ sachsen-teufel [#42]
@ volkimal [#41]

Ich habe im Familienalbum einen weiteren Beleg zu dem Ort gefunden. Feldpoststation 45 a, bisher kannte ich nur 45b, Etappenlazarett, nach meinen Forschungen war mein Urgroßvater dort Sanitäter, davon gibt es Fotos, die Karte ging an meinen Großonkel, Bruder meiner Oma, passt eigentlich auch gut ins Familienbelege-Forum.

Das Kartenmotiv passt nicht so recht in die Geografie.

Ich bin überhaupt kein Stempel- und Feldpost-Sammler oder -Spezialist. Sollte es für die Bestimmung der Nutzungsdaten etc. wichtig sein, habe ich weitere Stempel 45a, aber halt mit anderen Daten.

Gruß
Uwe


 
Altmerker Am: 29.05.2014 11:59:32 Gelesen: 5080# 164 @  


Interessant finde ich den Briefstempel. "Freiwillige Krankenpflege", aber dann schwer zu entziffern "xxx Armee".
 
diva Am: 29.05.2014 12:12:32 Gelesen: 5073# 165 @  
Hallo und guten Tag,

habe hier einen Feldpostbrief 1. Weltkrieg gefunden, kann mir jemand bei der Zuordnung helfen?

Danke im voraus, Diva


 
Postgeschichte Am: 30.05.2014 07:54:23 Gelesen: 5009# 166 @  
@ diva [#165]

Hallo Diva,

es handelt sich um ein sogenanntes "Feldpostpäckchen" (Feldpostbriefe mit einem Gewicht von über 250 - 550 g), das per Einschreiben aus dem Generalgouvernement Warschau nach Exin gesandt wurde und portogerecht (Briefgebühr 20 Pf + 20 Pf Einschreibgebühr) frankiert wurde.

Herzlichen Glückwunsch.

Gruß
Manfred
 
diva Am: 30.05.2014 19:23:06 Gelesen: 4939# 167 @  
@ Postgeschichte [#166]

Hallo Manfred,

vielen Dank für die schnelle Antwort und Aufklärung. Dein Glückwunsch ist angekommen, auch dafür vielen Dank.

Gruß Diva
 
vals59 Am: 31.05.2014 10:59:50 Gelesen: 4845# 168 @  
@ Altmerker [#163]

Hallo Uwe,

Deine Karte kommt aus einem in Le Quesnoy gelegten Etappenlazarett her (20 Km im Südlich von Valenciennes). Es gibt eine andere Gemeinde in Department Nord die sich Quesnoy-sur-Deule nahe Lille nennt.

Die Feldpoststation 45 war die Feldpostanstalt der Etappeninspektion der 2. Armee. Bis zu Mitte April fand sich diese Feldpoststation in St Quentin. Sie ist nach Valenciennes mit der Etappeninspektion 2. am 18. April 1917 umgezogen. Hier ein Wertbrief, der in Feldpoststation 45 im Mai 1918 postiert wurde. Die 20 Pf entsprechen dem Porto eines Wertbriefes über 50 g und bis zu 300 M.

Grüsse aus Frankreich.
Emmanuel.


 
Altmerker Am: 31.05.2014 11:30:42 Gelesen: 4841# 169 @  
@ vals59 [#168]

Danke für die kompetente Information!

Gruß
Uwe
 
vals59 Am: 31.05.2014 11:38:57 Gelesen: 4837# 170 @  
@ Postgeschichte [#166]

Hallo Manfred,

dieser Brief scheint klein zu sein, um zwischen 250 und 500 g gelastet zu haben. Andererseits, eingeschriebene Feldpostbriefe waren nicht zugelassen. Jedoch ab 5. Juni 1917, im Generalgouvernement Warschau (laut Handbuch „Die deutsche Feldpost im ersten Weltkrieg“, Seite 114), war es möglich, geschriebene geschlossene private Briefe zu senden. Diese Briefe sollten unbedingt einen Truppenstempel tragen. Diese gingen durch den Postüberwachungsstellen nicht und waren gebührenpflichtig. Hier, 20 Pf für 20 g und 20 Pf für die Einschreibgebühren. Wäre es möglich, daß er einer dieser Briefe ist?

Viele Grüsse.
Emmanuel.
 
Sachsendreier53 Am: 14.06.2014 13:15:44 Gelesen: 3929# 171 @  
Feldpostkarte / Humorkarte, Rheinischer Humor im Westen, "Die Hochzeit im Felde vor Verdun". Die Karte ist am 15.2.1916 von der K.D.Feldpoststation Nr.101 abgestempelt und mit dem Kontrollstempel, Brief-Kontrolle Armierungs-Bataillon 97 10.Komp. versehen, nach Lampersdorf /Sa. gesandt worden.



mit Sammlergruß,
Claus
 

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