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Thema: Albenblattgestaltung - die Tipps der Praktiker
Das Thema hat 160 Beiträge:
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22028 Am: 27.03.2016 14:09:52 Gelesen: 58806# 136 @  
@ HWS-NRW [#135]

Absolut. Ich wundere mich auch warum da Gebetsmühlenartig irgendwelche Programme zur Albumblattgestaltung beworben werden wenn man mit jedem x-beliebigen Textverarbeitungsprogramm (oder wie in Deinem fall PowerPoint) das tun kann. Ich verwende MS Word, arbeite sehr gerne mit Tabellen welche ich Millimetergenau als Platzhalter für Belege oder andere Stücke formatieren kann.

Einmal die Kopfzeile / Vordruckblatt erstellt geht das alles recht schnell.

Meine Tibetsammlung so erstellt ist hier: http://fuchs-online.com/tibetsammlung

Und meine Irak Eisenbahnpostmarken Sammlung ist hier: http://www.exponate-online.de/e_exponat.asp?a=1&e=140
 
Hobbyphilatelist Am: 27.03.2016 14:48:17 Gelesen: 58793# 137 @  
@ HWS-NRW [#135]

ich denke, Ihr macht es Euch manchmal recht schwer mit neuen Programmen.

Nö! Meine Antwort bezog sich auf die Frage nach Erfahrungen mit "Philabutler".

Ich selbst arbeite mit Word und Corel Draw.
 
Hobbyphilatelist Am: 01.04.2016 23:59:03 Gelesen: 58282# 138 @  
@ 22028 [#136]

Sucran wollte nicht wissen, wie Sie Ihre Alben gestalten. Er wollte wissen, ob jemand Erfahrungen mit dem “Phila Butler“ gemacht hat. Deshalb ist Ihre Einlassung vollkommen deplatziert.
 
10Parale Am: 13.05.2016 21:37:36 Gelesen: 56142# 139 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#95]

Bist du noch forumsaktiv, habe lange nichts mehr gelesen? Hier sind ja wirklich sehr viel schöne Beispiele für die Albenblattgestaltung gezeigt worden.

Kannst du mir Details deiner Bestellung geben, da ich für die Bestückung eines Rahmens ebenfalls auf die Angebote von philcreativ zurückgreifen möchte (z.B. nimmst du Papier mit 180 gr. oder 240 gr. Stärke? - was ist der Unterschied zwischen normal und Artikelbezeichnung "plus".)

Ich glaube, ich benutze WORD oder POWERPOINT. Beim letzteren komme ich aber nicht auf eine A4-Maserung wie HWS-NRW (in Beitrag [#135]) es uns demonstriert.

Dazu noch 2 Fragen in die Runde:

- nach der Ausstellung wieder ab ins Album?
- oder einfach im Ringbuch belassen, die nächste Ausstellung wartet schon?

Liebe Grüße

10Parale
 
22028 Am: 14.05.2016 09:19:08 Gelesen: 56056# 140 @  
Nachdem der Briefmarkenwirbler schon lange nicht mehr hier war möchte ich mir die Freiheit erlauben zu antworten.

Ob 180 oder 240 Gramm ist, falls Du die Blätter mit dem Drucker beschriften willst abhängig davon, ob der Drucker 240 Gramm verarbeiten kann. 240 Gramm ist schon recht heftig für die meisten Drucker. Mein Papier hat 230 Gramm.

Philcreativ Papiere, der Unterschied zwischen normal und Artikelbezeichnung "plus" ist die Größe des Karton - der Plus Karton hat eine Größe von 24,1 cm Breite und 29,7 cm. Auch da musst Du aufpassen ob Dein Drucker die breiteren Papiere verarbeiten kann.

Aber warum willst Du den teuren Karton von dort kaufen? Erkundige Dich im Fachhandel mal z.B. nach Papyrus Karton, ich nehme z.B. Rainbow hellchamois 6862 230g, den Karton gibt es in allen Farben und kostet nur ein Bruchteil dessen was die Zubehörhändler verlangen. Wenn Du allerdings ein spezielles Blattformat möchtest, dann muss Du evtl. zuschneiden lassen - A3 und A4 gibt es im Hunderterpack fertig. Ich habe z.B. für meine Blätter im Sonderformat 250 Euro für über 2000 Blatt bezahlt!"

Nach der Ausstellung, was meinst Du mit "Zurück ins Album"? Die Stücke sind meist recht gut auf dem Albumblatt befestigt, OK, die Ausstellungsstücke sind nicht direkt auf das Blatt geklebt aber Klemmtaschen evtl. zweiseitig verschlossen, Photoecken auf dem Blatt, ist also recht aufwendig das wieder ins normale Album zu stecken. Bei mir bleibt alles bis zur nächsten Ausstellung bzw. bis die Blätter überarbeitet werden auf denn Ausstellungsblättern.

Nachtrag: Du kannst bei Philcreativ auch Musterblätter anfordern!
 
Sennahoj Am: 14.05.2016 11:44:24 Gelesen: 56019# 141 @  
Guten Morgen zusammen,

nachdem ich diesen Beitrag gelesen habe, möchte ich euch kurz schildern, wie ich die Blätter für meine Ausstellungssammlung zum Thema Weihnachten ,,Advents- und Weihnachtsbräuche im deutschsprachigen Raum" gestalte.

Ich finde, dass sich einige hier etwas schwer tun mit der Auswahl des richtigen Programms. Meiner Meinung nach lassen sich Blätter am besten mit den üblichen Textverarbeitungsprogrammen gestalten. Ich persönlich nutze OpenOffice, weiß aber, dass bekannte Sammlerfreunde auch sehr zufrieden mit Word sind. Am Anfang hat es etwas gedauert sich in das recht umfangreiche Programm einzuarbeiten, wenn man den Dreh aber erstinmal raus hat, geht es mit der Gestaltung sehr flüssig voran.

Als Blätter nutze ich standardmäßigen 160g DIN A4 Blätter von Brunnen [1], wie man sie fast überall im Schreibwarengeschäft kaufen kann. Von den vorgefertigten Blättern in "Albumgröße" wie man sie bei Leuchtturm und ähnlichen Firmen kaufen kann, halte ich recht wenig. Ich finde die Preise sind pure Geldmacherei, ohnehin würden die Blätter nicht in meinen Drucker passen. Weiterhin muss ich regelmäßig Blätter erneuern und alte entsorgen, wobei im Falle der "Albumblätter" mit der Zeit ein größerer Geldbetrag im Müll landen würde. Ich möchte auch nicht auf die Hersteller von Philatelistischen Zubehör angewiesen sein, normale weiße A4 Blätter sind universell einsetzbar, ich finde damit kann man eigentlich nichts falsch machen.

Wie schon erwähnt, führe ich die eigentliche Blattgestaltung mit OpenOffice [2] durch. Der Vorteil ist, dass man ein umfangreiches und qualitativ hochwertiges Programm völlig kostenlos im Internet herunterladen kann. OpenOffice steht dem kostenpflichtigen Word ich keiner Weise nach. In OpenOffice lege ich dann einen Seitenrand fest (0,8cm), der den Text an allen Seiten begrenzt, am Ende aber nicht mitgedruckt wird. Ich habe mich gegen einen festen (gedruckten) Rand auf dem Blatt entschieden, da dieser einfach zu viele Einschränkungen mit sich bringt, beispielsweise bei einem breiten Beleg. Sehr gerne Arbeite ich auch mit Kopfzeile, ich finde das gibt dem Blatt eine gewisse Ordnung und Form.

Als Schrift habe ich hier Times New Roman Schriftgröße 12 gewählt, bei einem meiner neueren Exponate Arial Schriftgröße 12. Für den thematische Text verwende ich normale Schrift, philatelistische Infos sind in Kursivschrift. Wichtig finde ich auch, dass alles im Blocksatz ist, auch die letzte Zeile des Textes.

Wenn ich in OpenOffice fertig bin, wird das Blatt ausgedruckt und ich beginne mit dem Anbringen der Marken und Belege. Hierbei verwende ich lediglich Lineale und andere Messwerkzeuge, sowie einen Bleistift. Demnächst möchte ich aber auch mal das Arbeiten mit einer Zeichenplatte ausprobieren. Die Belege sind hier noch mit schwarzem Karton unterlegt. Bei einem neueren Exponat habe ich die schwarzen Beleg-Ränder am PC gedruckt. Der Vorteil ist, dass die Klarsichthüllen keine Beulen bekommen und man am Schluss mehr Blätter in den Ordner bekommt. Außerdem kann man sich das aufwendige Unterlegen mit Karton sparen. Für die Marken verwende ich schwarze Hawidtaschen.

Die mit Karton unterlegten Belege und die Hawidtaschen klebe ich dann mit Foto-Klebepunkten auf das Blatt. Ich bin kein Freund davon, die Hawidtaschen hinten zu befeuchten, da man sich hier oft das ganze Blatt kaputtreißt, wenn man mal eine Marke entfernen will.

Und so sieht dann mein Endergebnis aus. Anbei ein Auszug aus meinem Weihnachtsexponat aus dem Kapitel zum Thema Weihnachtspostämter:





Viele Grüße
Johannes

[1] https://www.basteln-selbermachen.de/products/Papiere/Briefpapier-Karten/Briefpapiere/Universalpapier-A4-160g-wei%C3%9F-25-Blatt.html?refID=gbase&gclid=CjwKEAjwmdu5BRCg1O3a-tDY0AQSJACKPgRK3bLRcSDycWPmVAUPP8lScQYle9B--E5NU4jY65kI_BoCEZXw_wcB

[2] https://www.openoffice.org/de/
 
10Parale Am: 16.05.2016 20:56:44 Gelesen: 55798# 142 @  
@ 22028 [#140]

Vielen Dank für die guten Ratschläge, auch an Johannes ([#141]).

Hier ein Albenblatt aus einer Sammlung, die ich aus Rumänien erworben habe.

Was mir absolut in diesem Zusammenhang nicht gefällt, ist zu kleben, d.h. Chemie einzusetzen (wie sonst kann man die Hawidtäschchen kleben?

Liebe Grüße

10Parale


 
Sennahoj Am: 16.05.2016 23:09:12 Gelesen: 55749# 143 @  
@ 10Parale [#142]

Ich würde dir empfehlen, die Hawidtaschen mit Klebepunkten zu befestigen. Man kann die Taschen somit wieder vom Blatt entfernen und ohne Probleme wiederverwenden. Außerdem reißt man sich keine oder kaum Löcher ins Blatt, wie es mir bei rückseitig befeuchteten und festgeklebten Hawidtaschen schon passiert ist.

Diese Klebepunkte verwende ich für meine Exponate:

http://www.amazon.de/dp/B000KVQTDQ/ref=pd_lpo_sbs_dp_ss_2?pf_rd_p=556245207&pf_rd_s=lpo-top-stripe&pf_rd_t=201&pf_rd_i=B000KJPHDG&pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_r=1AZB3WN1Z9QV4RCC7S39

Viele Grüße
Johannes
 
22028 Am: 17.05.2016 10:33:49 Gelesen: 55680# 144 @  
Meine Austellungsstücke hinterlege ich alle noch mit leicht grauem Karton, auf den Karton die Hawaidtasche ganz normal ankleben, den Karton selbst befestige ich mit HERMA 1067 ablösbarem Transferkleber, der kann wieder entfernt werden. OK, manchmal etwas schwierig, aber es geht, kommt auf den Karton an, ob er sehr saugfahig/weich ist (dann ist es schwieriger) oder nicht.

http://www.amazon.de/Herma-1067-Klebespender-Transfer-nachf%C3%BCllbar/dp/B0007OEBL8?ie=UTF8&psc=1&redirect=true&ref_=oh_aui_search_detailpage
 
10Parale Am: 18.05.2016 19:30:08 Gelesen: 55502# 145 @  
@ Sennahoj [#141]

Bei einem neueren Exponat habe ich die schwarzen Beleg-Ränder am PC gedruckt

Vielen Dank für die ausführliche Information. Langsam bekomme ich eine Ahnung wie man beim "Basteln" vorgeht.

Nun habe ich Briefe, Ganzsachen, Briefmarken, Viererblocks, waagrechte Paare, senkrechte Paare, geschnitten und gezähnt, das ganze philatelistische Sammelsurium. Jedes hat ein anderes Format. Der abgebildete Block aus Rumänien hat folgende Abmessungen:

Breite: 10,5 cm / Höhe: 9,0 cm

Nachdem ich nun den Block in einer extra zugeschnittenen Hawid-Tasche versenkt habe, möchte ich dem ganzen einen schwarzen Rand geben an einer von mir gewünschten Stelle auf dem DIN-A4 Blatt 160 gramm.

Ich wähle Rahmen, aber das Programm bietet keine Option, die Rahmenabmessungen mathematisch zu definieren. Wie ist dies dir gelungen?

Liebe Grüße

10Parale


 
Sennahoj Am: 18.05.2016 21:14:23 Gelesen: 55447# 146 @  
@ 10Parale [#145]

Hallo 10Parale,

für Einzelmarken, Viererblocks, Markenpaare, Blocks etc. verwende ich schwarze Hawidtaschen. Eine weitere Unterlegung ist hier also nicht mehr nötig. Wenn ich das richtig verstehe, hast du den gezeigten Block in eine durchsichtige Hawidtasche eingefügt und möchtest diesen nun unterlegen? Wenn du die Farbe schwarz zum Unterlegen verwendest, halte ich das nicht für sinnvoll, da es ja schon fertige schwarze Hawidtaschen gibt. Du kannst dir also viel Arbeit sparen.

Schwarze Ränder am PC drucke ich nur für Briefe. Hierbei messe ich den Brief auf halbe Millimeter genau aus, addiere dazu 0,3mm für den schwarzen Rand in OpenOffice. Wenn ich also einen Beleg habe, der 15cm breit und 10cm hoch ist, erstelle ich in OpenOffice einen Rahmen, der 15,3cm x 10,3cm groß ist. Nun drucke ich alles auf eine Entwurfseite aus billigem Papier aus und schaue, ob der Beleg auch schön in den gedruckten Rahmen passt. Gegebenenfalls nehme ich nochmal kleine Änderungen an der Breite und der Höhe vor, die sich dann aber im Zehntel Millimeter Bereich bewegen (z.B. 15,28 cm statt 15,3 cm). Wenn alles stimmt, drucke ich den Rahmen auf das Blatt, lege den Beleg darauf und befestige ihn mit Fotoecken.

Leider ist das alles hier etwas schwer zu erklären, ich habe dir deshalb mal ein kleines Desktop-Screening-Video an deine Email-Adresse geschickt, dort kannst du sehen, wie ich die Rahmen in Office erstelle. Falls noch jemand Interesse daran hat, bitte melden.

Hier habe ich dir noch eine Seite aus einem meiner Exponate angehängt, wie sie bei mir aus dem Drucker kommt. Oben auf dem Blatt, wo die freie Fläche ist, kommen dann die mit schwarzen Hawidtaschen unterlegten Marken hin.



Viele Grüße
Johannes
 
22028 Am: 18.05.2016 21:33:52 Gelesen: 55438# 147 @  
@ 10Parale [#145]

Ein Rahmen frei auf dem Blatt zu drucken ist gar nicht soooo enfach.

Bei Microsoft Word ginge gas mit Hilfe einer Tabelle die ich, wenn ich eine Spalte links und rechts des Stückes mit einfüge die mittlere Spalte relativ genau platzieren kann und dann über die Rahmenstärke der Zelle einen schwarzen Rahmen drucken kann. Höhe und Breite der Tabele / Zelle ist zentelmillimeter genau einstellbar, die Rahmenstärke in 1/2 Punktenabstufungen oder so, die dünne Rahmenlinie der Tabelle wird übrigens nicht gedruckt, die wird nur am Monitor angezeigt als Hinweis wo eine Tabelle ist, die Ansicht kann aber eingestellt werden und ist oft ausgeblendet.

Oder, Du kannst eine Text Box einfügen, die ist völlig frei auf dem Blatt verschiebbar, auch da ist die Rahmenbreite und Text Box Größe genau einstellbar.


 
franzi2005 Am: 18.05.2016 23:36:41 Gelesen: 55409# 148 @  
Stimmt nicht - dieser Herma-Kleber ist doppelseitig - permanent, also dauerhaft, beidseitig klebend, und der klebt wirklich permanent. Der Handabroller Herma 1067 ist wieder ablösbar. Hat m. E. den Nachteil, daß er abgepaßte Größe hat.

Ich benutze seit Jahren einen adhäsiven Klebefilm der Firma Letraset. Dieser ist in versch. Ausführungen und Breiten erhältlich. Es gibt ihn in 3 Ausführungen, 1.: beide Seiten FEST klebend (also für unsere Zwecke nicht empfehlenswert), 2.: eine Seite fest, eine Seite wieder ablösbar (adhäsiv) lebend und 3.: beide Seiten wieder ablösbar klebend, diese beiden also für philatelistische Zwecke geeignet. Es gibt ihn in den Breiten: 9mm, 12mm, 19mm und 50 mm, jeweils 66m lang.

Zwei Nachteile sind allerdings: 1. nicht ganz billig und 2. schlecht im Handel zu bekommen (in Künstlerbedarfs-Geschäften). Ich lasse mir von meinem Fachhändler immer mehrere Rollen bestellen. Falls Interesse besteht, kann ich mich evt. um einen Gemeinschaftseinkauf kümmern. Bitte bei Bedarf melden. Ich besorge dann aktuelle Preise und Lieferzeiten.

Gruß
Horst
 
JohannesM Am: 18.05.2016 23:37:28 Gelesen: 55407# 149 @  
@ Sennahoj [#146]

Du addierst natürlich 3 mm dazu und nicht 0,3 mm.

Beste Grüße
Eckhard
 
franzi2005 Am: 18.05.2016 23:38:48 Gelesen: 55407# 150 @  
Entschuldigung, dieses sollte eine Antwort auf Beitrag [#143] sein. Bezug hierzu hat irgendwie nicht geklappt.
 
10Parale Am: 19.05.2016 21:15:25 Gelesen: 55194# 151 @  
@ Sennahoj [#146]
@ 22028 [#147]

Vielen vielen Dank. Ich werde diese Tipps beherzigen und studieren. Wow, sogar ein Filmchen, mich haut´s vom Hocker, super, vielen Dank!

Diesen Versuch an einer recht teuren und seltenen Marke habe ich heute einmal mit "System A4 160 Gramm" Papier (Karstadt) gestartet. Dazu nahm ich eine Hawid-Tasche, verewigte dort die Briefmarke, klebte sie mit "Herma Transparol Fotoecken - 2 Stück" auf das Blatt und fügte via Word und Kopfzeile ein Text dazu.

Ich bin auch kein Anhänger von "viel Text". Wie hier an anderer Stelle schon gesagt wurde, die Marke sollte für sich sprechen. Wenn ich mich recht erinnere, war die blaue Mauritius in Gotha einfach auf einen großen weißen Blatt Papier angebracht. Sie sprach für sich.

Zusatzinformationen bis hin zur Rechnung des Lieferanten kann man ja in einem Zusatz dokumentieren (siehe auch Provenienz, Gesetz zum Schutz von Kulturgütern).

Andererseits ist mir auch klar, dass es Gebiete gibt, wo Erklärungen und Text notwendig sind. Da muss ich noch drüber nachdenken.

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 20.05.2016 13:21:02 Gelesen: 55105# 152 @  
@ 10Parale [#151]

Lieber Kollege,

Du hast recht - wenn die Marke "für sich" spricht, dann benötigt es keine "Romane" dazu. Ich habe auch schon viele Weltklasse Sammlungen gesehen, die nur sehr spärlich angeschrieben waren.

Das ist natürlich bei "Postal History"-Sammlungen/-Belegen ganz anders! Oft ist auf den ersten Blick nicht erkenntlich, warum ein Beleg besonders interessant ist. Da BRAUCHT es erläuternden Text! Allerdings gibt es auch hier ein "gesundes Mittelmass", mit anderen Worten, es gibt Ausstellungssammlungen die mit zu viel Text erläutert werden.

Man sollte sich zudem überlegen, für WEN man die Ausstellungssammlung aufzieht. Ist es "nur" für Privatgebrauch, so steht es natürlich jedem frei, soviel Text auf dem Blatt anzubringen, wie es beliebt. Geht man jedoch in den Wettbewerb ist es ratsam auf die Empfehlungen von erfahrenen Ausstellern, Experten und Juroren zu hören. Viele sagen; nur so viel Text wie unbedingt nötig!

Auf jeden Fall ist es toll, wenn Du Dich mit dem Aufziehen der Sammlung auseinandersetzest. Dafür lobe ich Dich. Es ist schrecklich aufwändig, aber Übung macht den Meister.

Noch ein Tipp von mir, wenn Du erlaubst: Bei Deinem Musterblatt Rumänien Michel 27* stört mich die viel zu grosse Hawid-Tasche. Die Briefmarke "erhält" somit einen sehr dicken schwarzen Rand ("Trauer-Bogen"); ich finde das unvorteilhaft.

Sieh Dir Ausstellungen von erfolgreichen Ausstellern an! Du wirst bestimmt Beispiele finden, die Dich begeistern. Es gibt grosse Unterschiede.

Herzliche Grüsse
Heinz
 
Sennahoj Am: 20.05.2016 13:43:28 Gelesen: 55093# 153 @  
@ JohannesM [#149]

Natürlich 3 mm, sorry!

@ 10Parale [#151]

Freut mich, wenn ich dir ein paar hilfreiche Tipps geben konnte.

Anmerken würde ich noch gerne, dass es nicht empfehlenswert ist, Briefmarken mit Fotoecken zu befestigen. Fotoecken würde ich ausschließlich für Belege verwenden. Ich würde dir dabei zu den oben genannten Klebepunkte raten, die ich schon jahrelang verwende und mit denen ich immer zufrieden war. Natürlich kannst du auch die Hawidtaschen hinten mit einem Pinsel o.ä. befeuchten, jedem das Seine. Fotoecken wären aber das Letzte was ich bei Marken verwenden würde.

Zum Thema "schwarze Ränder" kann ich mich nur den Aussagen von Heinz anschließen.

Bei der Beschriftung habe ich nur Erfahrungen bei meinen thematischen Exponaten, weiß aber, dass diese vom Umfang her auch bei postgeschichtlichen Exponaten nicht viel anders ist. Ich denke "so wenig wie möglich, so viel wie nötig" würde passen. Weiter oben kannst du einige von meinen Sammlungsblättern sehen und wie ich diese beschriftet habe. Wichtig ist auch eine gewisse Symmetrie einzuhalten. So sollte der Schwerpunkt zum Beispiel unten sein. Wenn du einen Beleg öfters oben und Marken unten zu platzierst, gibt das bei Ausstellungen Punktabzug.

Viele Grüße
Johannes
 
Lars Boettger Am: 20.05.2016 14:13:33 Gelesen: 55080# 154 @  
@ 10Parale [#151]

Solltest Du einmal im Wettbewerb ausstellen wollen:

Michel-Nummer - weglassen

"Plattenfehler" - weglassen (entweder konsequent einsprachig oder konsequent zweisprachig)

"Signed Heimbüchler" - es ist viel besser, vorne in der Einleitung Buchstaben zu definieren: S = signiert oder A = Attest / Befund; sollte die Marke aus der Heimbüchler-Sammlung sein, dann kann man "ex Heimbüchler" dazu schreiben.

Hawid-Tasche: Mein Tipp - mit dem Computer den Rand vorzeichnen und dann eine durchsichtige Hawid-Tasche nehmen.

In der Regel sind thematische Aussteller in der Gestaltung sehr viel genauer und anspruchsvoller als Ländersammler oder Postgeschichtler. Momentan liegen die gezeigten Sammlungsblätter höchstens bei drei oder vier Punkten in der Aufmachung.

Beste Grüsse!

Lars
 
10Parale Am: 20.05.2016 17:59:22 Gelesen: 55022# 155 @  
@ Heinz 7 [#152]
@ Sennahoj [#153]
@ Lars Boettger [#154]

Das ist geballtes Wissen und Erfahrungsschatz, vielen Dank. Die Trauerränder werde ich beseitigen, Heinz7, ich habe ein spezielles Schneidegerät.

Am liebsten würde ich zu "privaten Zwecken" die Preziosen in ein Bilderrahmen stecken. Die Ausstellung und der Wettbewerb reizen natürlich sehr und die formalen Hilfestellungen von Lars Boettger werde ich mir beherzigen. Gibt es Literatur dazu?

@ Sennahoj

Die Klebepunkte habe ich soeben bei Amazon bestellt. Habe mich missverständlich ausgedrückt, ich meinte, ich klebe die Hawidtaschen mit Fotoecken an das Papier, nicht die Briefmarken!

Schönes Wochenende

10Parale
 
Lars Boettger Am: 20.05.2016 18:24:40 Gelesen: 55009# 156 @  
@ 10Parale [#155]

Ganz wichtig: Mache Dich mit dem Bewertungsreglement vertraut. Nur wenn Du das verinnerlicht hast, weisst Du, auf was Juroren achten.

Grundregeln:

- Nichts machen, was die Jury irritiert: Keine zu grosse oder zu kleine Schrift, kein buntes Papier, kein marmoriertes Papier, möglichst keine "Trauerränder", keine farbige Beschriftung (Thematik ausgenommen), "Beiwerk" möglichst original (z.B. Verordnungen) und keine Kopien, saubere Marken und Belege (keine schlecht geschnittenen Marken, keine dezentrierten Marken, keine Belege, die so aussehen, als hätte man sie einer Kuh hinten rausgezogen - Ausnahme: Länder wie Tibet oder Nepal oder indische Vertragsstaaten)

- Nur das Beschreiben, was nicht offensichtlich ist (Michelnummer oder ähnliches weglassen, die sind gerade in der Klassik oft mit etwas Willkür gewählt)

- Sich nur auf das Wichtige konzentrieren

- Blätter harmonisch gestalten

- Geprüftes Material angeben / Provenienzen nennen (sofern sie gut sind - "ex Sammlerfreund Müller" wird keinen Juroren beeindrucken)

- Synopsis mit den besten Stücken erstellen (worum geht es in dem Exponat - wird leider viel zu wenig genutzt)

- CD mit dem Exponat an die Ausstellungsleitung mit der Bitte um Weitergabe an die Juroren erstellen

- Mit Ausstellern und Juroren reden!

Beste Grüsse!

Lars
 
10Parale Am: 24.05.2016 22:11:01 Gelesen: 54576# 157 @  
@ Lars Boettger [#156]

Habe mittlerweile 5 Albenblätter gebastelt und einige Tipps beherzigt.

Durch die ständige Beschäftigung stelle ich fest:

- der Wettbewerb ist auf Grund der zahlreichen Anforderungen ein Ziel in weiter Ferne
- ich erkenne selbst Fehler und Mängel und gewinne an Erfahrung
- die sammelwerten Marken/Belege etc. haben das Recht auf einen Platz, den sie eigentlich nie mehr verlassen sollten

Sich nur auf das Wichtige konzentrieren - was bedeutet dies?

Von der oben gezeigten Marke habe ich ein paar gestempelte Stücke. Eine Nr. 27 mit dem Stempel von BRAILA ist etwas völlig anderes als eine Nr. 27 mit einem Stempel von ROMAN. Welche ist die Wichtige? Die eine ist von Hr. Heimbüchler signiert, die andere von Pfenniger? Ach ja, den Falz nicht übersehen, obwohl, das sieht ja keiner, die Marke wird ja nur von vorne abgebildet - plötzlich stellen sich Fragen.

Synopsis mit den besten Stücken erstellen

Das scheint mir der Schlüssel zu sein.

Im übrigen habe ich heute zum ersten Mal mit durchsichtigen Hawid-Taschen von Leuchtturm gearbeitet. Es ist zwar richtig, dass diese Taschen
die Gefahr eines Trauerrandes mindern, ich finde sie jedoch schwieriger zu handhaben, zudem sieht man an den Rändern Rückstände des Klebers.

Schön wäre es, wenn es blaue Hawid-Taschen gäbe, rote oder grüne, um einen Kontrast herzustellen.

Liebe Grüße

10Parale
 
10Parale Am: 07.06.2016 22:02:11 Gelesen: 53673# 158 @  
Mittlerweile habe ich anlässlich eines Großtauschtages am vergangenen Wochenende meine ersten Blätter zur Ausstellung gebracht.

Das 160 gramm Papier musste ich auf 200 gramm ändern, weil die dünneren Blätter im Rahmen nicht stabil waren.

Anbei ein weiteres Blatt mit einem Vergleichssammlungsaufbau der 30 Parale aus den Vereinigten Fürstentümern, ff. Rumänien. Die linke obere Marke ist schwer zu bestimmen, mittlerweile halte ich sie gar (sie ist zu schön) für einen Neudruck, Nachdruck oder sogar Fälschung.

In einem anderen Thread hier im Forum ist gerade eine Thread zum Thema "Fälschungsflut" von Richard lanciert worden. Ich freue mich über jede Fälschung, die ich erkenne, es fällt mir aber sehr schwer, dies einer Marke auch zu attestieren.

Bei diesem Blatt geht es mir nicht um die Ästhetik, sondern um den Zweck.

Liebe Grüße

10Parale


 
bovi11 Am: 22.04.2017 21:57:37 Gelesen: 38511# 159 @  
Ich verwende Leuchtturm Blankoblätter (wichtig: auch ohne Rahmen).

Gestaltung ganz einfach mit Word - da läßt sich auch ein Rahmen ohne Probleme erstellen.

Als A3 - Drucker verwende ich für die Albumblätter einen EPSON WorkForce WF 7610, der die Blätter problemlos einzieht.
 
gabriele Am: 26.11.2018 22:21:32 Gelesen: 2835# 160 @  
@ Hobbyphilatelist [#133]

Guten Abend,

das Phila-Butler Programm ist ja cool, das habe ich mir heute runtergeladen. Natürlich habe ich bisher nur grob getestet, aber die Möglichkeit, Bilder mit drag&drop einzubauen ist toll. Es ist auch einfach, sich ein eigenes Seitenlayout zu erstellen und das für eine gesamte "Sammlungspräsentation" zu verwenden. Meinen ersten Versuch in SW schicke ich als Ausschnitt mal mit. Das Programm werde ich sicher noch genauer ausprobieren.



Irgendwie und irgendwo habe ich nichts darüber entdeckt, dass es sich um eine 30-Tage-Testversion handelt.

Für welchen Betrag müßte eventuell eine unbegrenzte Version erworben werden? Falls es Hinweise darauf gibt, beim download waren die nicht sichtbar ?

Schönen Feierabend, Gabi
 

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