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Thema: (?) (110) Feld- und Militärpost aus aller Welt
Das Thema hat 128 Beiträge:
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Heidelberg Collector Am: 08.11.2014 19:42:13 Gelesen: 62671# 104 @  
Spannend, spannend, was Ihr da so zeigt. Ich muss auch mal meine alten Feldpostbriefe durchschauen - aber damit auch mal die modernen Feldpostbriefe zu Wort kommen, erst mal ein Bundeswehr-Feldpost-Beleg.

20 Jahre ist es nun schon her, dass die Bundeswehr in Somalia mit dem "Deutschen Unterstützungsverband Somalia" (DtUstgVbd Somalia) ausgeholfen hat. Das waren damals Blauhelmsoldaten. Und auch von dieser Krisenregion musste ja Post in die Heimat befördert werden:



Feldpost, Feldpostamt 7321 (Somalia), 1.12.1993

Die ganze Aktion lief von März 1993 bis März 1994. In der Zeit konnten die Deutschen auch Aufbauhilfe leisten, für die sich im Dezember 1993 die Bewohnern von Matabaan bei den deutschen Soldaten bedankten.

Beste Grüße,

Yoska

http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Unterst%C3%BCtzungsverband_Somalia
 
Altmerker Am: 28.12.2014 13:58:21 Gelesen: 61686# 105 @  
Finde ich nicht nur philatelistisch interessant: Mitten im I. Weltkrieg verschickte ein Offiziersdiener auf der Etappe per Feldpost diese Zeitungsbestellung. Dazu hatte der sozialdemokratische Verlag vorgedruckte Karten vorbereitet. Die Zeitung „Arbeiterwille“ erschien vom 9. Juli 1890 bis zum 12. Februar 1934 als sozialdemokratische Parteizeitung der Steiermark.

Gruß
Uwe


 
DL8AAM Am: 15.01.2015 19:54:09 Gelesen: 61309# 106 @  
@ DL8AAM [#98]

Erwartet wird ein Zuschlag zwischen nur 5000 und 7000 US Dollar.

Nur zur Info: Der bewusste Feldpostbrief von Robert E. Lee ist dann für 6300 $ weggegangen, siehe

http://linns.com/news/stamp-market-insights/1171/Robert-E-Lee-cover-sold-at-Regency-Superiorand#8217s-Chicagopex-sale

Gruß
Thomas
 
skribent Am: 02.02.2016 09:24:30 Gelesen: 52518# 107 @  
Guten Morgen Zusammen,

den abgebildeten Feldpost-Beleg habe ich mir beschafft, weil anstelle eines Wertzeichens oder Wertstempels die Zeichnung eines "Stromlinienzugs" gestempelt wurde.



Ob das Korea-Post ist, will ich gar nicht erst spekulieren. Es gibt bestimmt genügend Experten, die mir weiterhelfen können.

Vielen Dank für Eure Hilfe und 'nen schönen Tag!
Franz
 
HWS-NRW Am: 13.02.2016 16:16:55 Gelesen: 52093# 108 @  
@ skribent [#107]

Hallo Franz,

zu dem Umschlag soviel, es wird einfach ein Werbeumschlag sein, der sog. Zug ist auf keinen Fall ein Werteindruck, da auch die russischen Truppen kein Porto entrichten mußten und rückseitig ja ein dreieckiger Truppenstempel abgeschlagen wurde.

Den Text des Umschlages müßte ein russisch-sprechender Kollege erklären können.

Aber, ich finde, ein sehr ansprechender Beleg, Gratulation.

Werner
 
filunski Am: 15.04.2016 17:37:48 Gelesen: 50137# 109 @  
Hallo zusammen,

heute kann ich hier mal einen sicher nicht ganz so alltäglichen, ausländischen Feldpostbrief aus der Zeit des zweiten Weltkriegs zeigen.

Ein Feldpostbrief der Neuseeländischen Streitkräfte aus Ägypten in die neuseeländische Hauptstadt Wellington. Von 1940 bis 1943 befand sich ein neuseeländisches Truppenkontingent in Ägypten. Anders als bei manch anderen Nationen mussten neuseeländische Soldaten ihre Briefe in die Heimat mit Marken frankieren. Dazu dienten zunächst ägyptische Briefmarken, ab 1. Mai 1941 durften auch eigene, neuseeländische Marken verwandt werden.

Der folgende Brief wurde am 13. Juli 1940 abgeschickt und ist noch mit ägyptischen Marken frankiert:



Abgestempelt mit einem Feldpoststempel des "New Zealand Field Post Office 1" (N.Z. F.P.O. 1).

Die rote 10 Mills Marke ist eine spezielle ägyptische Feldpostmarke (Inschrift "Army Post" links). Davon musste mindestens Eine auf Feldpost verklebt werden. Links der violette Stempel ist der Zensurvermerk. Leider sind auch rückseitig keine weiteren Vermerke um den Leitweg des Briefs nachvollziehen zu können.

Beste Grüße,
Peter
 
volkimal Am: 30.04.2016 18:22:34 Gelesen: 49653# 110 @  
Hallo zusammen,

heute ein Umschlag mit dem Text "Türchische Feldpost":



Was ich erkennen kann ist, dass es sich um normale Frei- bzw. Waisenmarken handelt. Aus dem Jahr 1914 die Nummern 229 und 230 (rechts) und aus dem Jahr 1917 die Nummern 625 und 626.



Schön finde ich den arabischen Negativstempel. Er dürfte allerdings auf dem Kopf stehen, denn im unteren Bereich sehe ich die arabischen Zahlen "133". Leider ist die vierte Ziffer nicht zu erkennen. Es passt aber gut, denn das Jahr 1917 (AD) entspricht dem Jahr 1333 nach dem Rumi-Kalender.

Wer kann mir etwas zu diesem Umschlag bzw. zu dem Stempel sagen?

Viele Grüße
Volkmar
 
DirksPhila Am: 29.07.2016 18:58:08 Gelesen: 46387# 111 @  
Hallo, kennt sich jemand mit der beigefügten Feldpostkarte aus? Ist diese von der österreichischen Armee? Neben "Feldpostkarte" steht wohl die slowenische und kroatische Übersetzung. Auf der Rückseite ist ein Ort angegeben, den ich aber nicht entziffern kann. Ich würde mich freuen, einige Details zu erhalten.

Besten Dank im Voraus Dirk

Anhang:


 
klinhopf Am: 29.07.2016 19:31:41 Gelesen: 46377# 112 @  
@ DirksPhila [#111]

Der "ORT" mit Datum heißt "FEINDESLAND" !

Weil ja wohl keine konkreten Angaben zu einem ORT gemacht werden durften!

Meint mit phil. Gruß
Ingo Pfennig
 
DirksPhila Am: 29.07.2016 20:14:19 Gelesen: 46365# 113 @  
Besten Dank für die Rückmeldung. Stimmt, jetzt lese ich es auch. Ja, auf der Vorderseite steht ja auch in blauer Wachsschrift "Zensur".

Gibt es eigentlich einen Plan aus dem zu entnehmen ist, wo die Kompanie wann war? Heute ist das ja kein Geheimnis mehr.
 
klinhopf Am: 29.07.2016 20:25:59 Gelesen: 46361# 114 @  
@ DirksPhila [#113]

Zumindest was die Feldpostnummer anbelangt, gibt es im Internet (gegoogelt) Informationen - evtl. bei Wikipedia die LINKs beachten !
 
HWS-NRW Am: 29.07.2016 22:24:57 Gelesen: 46339# 115 @  
@ klinhopf [#112]

Es ist auch heute noch bei zahlreichen Einheit wahnsinnig schwierig, solche Daten herauszubekommen. Ich habe es versucht, aber bei dieser Einheit (siehe den violetten Briefstempel) habe ich nichts finden können.

Gerade bei den k.u.k.Einheiten gibt es kaum Informationen, was mich auch bei meinem Radfahrer-Exponat leicht behindert. Aber da kann man leider nichts machen.



K.u.k. Feldjägerbataillon Nr. 29 - Radfahrer-Kompanie, hier konnte ich im Netz einige Informationen finden.

mit Sammlergruß
Werner
 
Max78 Am: 29.07.2016 23:07:14 Gelesen: 46334# 116 @  
@ DirksPhila [#111]

Hallo Dirk,

eventuell hilft der Inhalt weiter, da kann man am besten nachvollziehen, wo was wer:

No. 19 Feindesland 30.11.1915

Meine liebe Trudl!

Seit Montag, den 22. sind wir von Oazua (eventuell Capua in Italien) ??? weg. Auch schon tüchtig marschiert. Hier geht mirs aber auch so wie ich es Euch schon von Capua (?) geschrieben habe. Wir exerzieren (?) hier, es ist ziemlich kalt, haben aber eine warme Stube. Bin gesund. Wir liegen 20 Mann in dem Raume, leisten uns jetzt nebenbei was zu essen, z. Beispiel gestern Abend 3 Hühner, jedes Huhn 1 Krone. Heute wollen wir ein Schweinchen kaufen für ca 20 Kronen. Solltet Ihr von mir bis Weihnachten keine weitere Post erhalten, was ja möglich wäre, so wünsche ich Dir mein Lieb ein gesundes Weihnachtsfest. Auch Vater, Mutter u. Dorle. Macht’s Euch nicht schwer. Hoffentlich sehen wir uns bald wieder. Unsere Feldpostnummer ist 335. Post von Capua (?) kam gestern nachgesandt, für mich nichts. Sei für heute herzlichst gegrüßt und innig geküßt von Deinem Tonl (Anton)


Ja genau, und dann hakt es ausgerechnet beim Namen des Aufenthaltortes .-). Dreimal geschrieben:



Der erste Großbuchstabe ist fraglich, aber meiner Einschätzung nach am ehesten das Richtige. Eigennamen und Städte hat man oft in einem anderen Schriftstil geschrieben. Gehen wir einmal davon aus, dass Capua das richtige wäre, dann würde es zu folgendem link ganz gut passen. Dort ist erwähnt, dass das Infanterie-Regiment im Jahre 1915 auch in Italien eingesetzt wurde. Zudem spricht die Endung der Stadt/Ort mit "ua" ebenfalls für Italien:

http://www.ir42.wg.am/ir_42_1674_-_1918/

Nun ja, ob das jetzt passt oder nicht ?!

mit Grüßen Max
 
DirksPhila Am: 30.07.2016 00:47:16 Gelesen: 46316# 117 @  
Hallo Werner und Max,

vielen Dank für die super tolle Hilfe.

Werner, ja meine Erfahrung ist auch die, dass ich keine detaillierte Informationen im Internet finde. Ich bin da allerdings auch kein Spezialist. In einem Fall konnte mir ein Genealoge spezifischere Daten mitteilen. Vielleicht gibt es Archive, die nicht online zugänglich sind.

Max, vielen Dank für die Übersetzung. Den Text konnte ich nicht komplett lesen. Sehr interessant, dass sich dort ein Ortshinweis im Text findet. Wenn ich den Ort nach der Suetterlin-Schrift lesen müsste, würde ich eher "Sazua" lesen, was aber als Ort nicht existiert. Falls sich Schreiber und Leser auf eine Verschlüsselung geeinigt haben ist dies wohl schwer herauszufinden. Besten Dank auch für den Link. Eine tolle Recherche.

Ich habe heute das erste mal eine Frage hier eingestellt. Eine tolle Truppe hier. :-)

Besten Dank noch einmal
dirk
 
Max78 Am: 30.07.2016 01:02:23 Gelesen: 46312# 118 @  
@ DirksPhila [#117]

Hallo Dirk,

nur noch kurz: ein S ist es definitiv nicht, hier der Vergleich (auch bei den anderen Textparts zu erkennen, dass der Schwung nach links oben fehlt. Dass es sich um eine codierte Schreibweise handelt, kann ich mir nicht vorstellen, kenne ich aus anderen Briefen von "Mann an Frau" so gut wie nicht. Schließlich sah man sich teilweise über 1 Jahr lang nicht und wechselte ständig den Ort; und was gab es Schöneres als Nachrichten von zu Hause, da gab man sich Mühe, der Lieben die Lage bestmöglich zu schreiben, damit man auch die ersehnten Nachrichten bekommt. Manchmal hängt es auch einfach an der falschen Schreibweise (oder deutschsprachigen Form) der Ortsnamen):



mit Grüßen und gut' Nacht
 
klinhopf Am: 30.07.2016 10:11:46 Gelesen: 46258# 119 @  
@ DirksPhila [#111]

Dann schließe ich mich mal der Detektiv-Arbeit an mit folgendem Ergebnis:

@ Max78 [#118]

"nur noch kurz: ein S ist es definitiv nicht, hier der Vergleich"

Anton hat das große "S" mehrfach unterschiedlich geschrieben - beim Durchgehen des Alphabetes kommt eigentlich kein anderer Buchstabe als ein "S" infrage.

@ Max78 [#116]

Wo konnte man in Italien Hühner und Schweinchen mit KRONEN erwerben ?

Gegoogelt: "Feldpostamt 335" ergab "http://www.austrianphilately.com/dixnut/dn8c2.htm"; (leider in englisch):

Neben der Feldpostnummer 335 ist in der nächsten Spalte 1-3/16 -> wie im Absender: 3/16 Marschcomp.

Damit ist leider noch nicht der ORT geklärt, hab leider kein Orts-Ergebnis recherchieren können - sorry.

Aber, Detektivarbeit macht Spaß, kostet zwar Zeit, aber Mann gönnt sich ja sonst nichts.

Goethe: Edel sei der Mensch, hilfreich und gut - nun, vielleicht war dies nun nicht ganz edel und gut, aber doch etwas hilfreich meint
mit phil. Gruß
Ingo Pfennig
 
Max78 Am: 30.07.2016 10:35:52 Gelesen: 46248# 120 @  
Hallo Ingo,

schau dir das Wort "Sachsen" auf der Frontseite an, da hast Du die 2. Form des großen S. Wird der Anton wohl drei verschiedene S in seiner Schrift verwendet haben ?

Und hätte er sein Sold in Lira ausgezahlt bekommen, wenn er in Italien gekämpft hätte? Man bezahlte mit dem, was man in der Hand hatte, und das waren die besoldeten Kronen. Aber vielleicht hatte es ja schon früher Wechselstuben an jeder Front ;-). Dem Verkäufer war's wohl wurscht, wenn nicht sogar recht.

Na ja, mehr als diese Einschätzung kann ich nicht abgeben und halte mich auch nicht für fehlerfrei.

MfG Max
 
DirksPhila Am: 30.07.2016 18:48:38 Gelesen: 46199# 121 @  
Hallo Max und Ingo,

Ingo, dein Link hat mich noch auf diesen geführt:

http://www.austrianphilately.com/dixnut/dn1.htm

Dort steht:

1915

10 Nov
4th Battle of Isonzo. Ended 14 Dec.

28 Nov
Serbia conquered. Remnants of Serbian forces evacuated to Corfu by the Allies. Austrians subdued Montenegro and advanced into central Albania.

Die Feldpostkarte war datiert 30.11.1915 also zu einer Zeit als Serbien erobert war und Truppen auch in Montenegro und Albanien waren. Also würde das gesamte Gebiet in Frage kommen. Der Ortsname Capua, Sazua, Sozua …. hat etwas Ähnlichkeit mit dem obigen Isonzo.

Wenn es ein serbischer Ort wäre, dann könnten sich auch Fehler/Abweichungen in der Transkription des kyrillischen Ortsnamens ergeben haben. Aber ich habe mögliche Ortsschreibungen (auf kyrillisch transformiert) auch nicht gefunden.

Auch der Gedanke mit der Währung ist gut, der war mir gar nicht gekommen. Es kann aber schon sein, dass - wie Max schreibt - der Solt in österreichischer Währung ausgezahlt wurde und vielleicht sogar im “Feindesland” so bezahlt werden konnte.

Vielen Dank an alle. Ich hätte nicht gedacht, so viele Infos herausfinden zu können. Es ist wirklich eine Detektivarbeit.

Viele Grüsse
dirk
 
zockerpeppi Am: 31.07.2016 13:46:47 Gelesen: 46124# 122 @  
Ein interessanter indischer Feldpostbeleg aus dem 2 WK, der sich sicherlich nicht in meiner Sammlung befände, wäre da nicht eine Bank im Spiel. Um den Beleg aufarbeiten zu können, habe ich mir eigens ein Buch über die Indische Feldpost im 2WK gekauft:

Indian Army Post Offices in the second World War - locations and movements 1939-1947, Brigadier D.S.Virk retired Direktor of the Indian Army Postal Services, New Dehli 1982

Nun komme ich doch nicht so gut klar wie ich mir das erhofft hatte (bin auch noch lange nicht mit dem lesen durch).



Der Umschlag ist an die Banque Ottoman in Bagdad adressiert und wurde mit 2 persischen Marken frankiert. Gelesen habe ich in dem schlauen Buch, dass die FPOs Irakische und Persische Briefmarken vorrätig hatten. Abgestempelt wurden beide Marken am 25 July 43 mit dem Field Post Office Stempel FPO n° 54. Wo nun genau das 54 sich aufhielt, konnte ich nicht klären. Was bedeutet das Freeland oben links?

Nun die diversen Stempel:

- der schwarze Passed by the Censor n° 4888. Auf den ersten Blick sieht es so aus als wäre der Stempel vor dem Freeland auf dem Brief abgeschlagen worden. Wurde dieser Stempel im FPO abgeschlagen?
- der Persiche Zensurstreifen mit roter Schrift
- der große 'zweisprachige' Zweikreiszensurstempel in violett --> auf der Vorderseite auf Russisch, auf der Rückseite auf Englisch Anglo-Soviet-Persian Censorship n° 11.
- der kleine violette Deputy Chief Field Censor – welcher in Ägypten abgeschlagen wurde da das Hauptzensurbüro dort seinen Sitz hatte.
- der kleine Runde mit nr x7
- auf der Rückseite großer Zweikreis Stempel des Indian Section Base Office no 7 Dely (passt wohl zu dem kleinen runden x7 ?) 30 JULY 43.
- Ankunftsstempel von Bagdad am 5 AUG 1943

Das FPO Buch besagt, dass das Chief Field Hauptzensurbüro von 'Ägypten' mächtig unter Druck stand. Die Flut an Briefen muss wohl doch enorm gewesen sein und die durften sich keine zu großen Verzögerungen leisten. 12 Tage war der Beleg unterwegs.

Ich stelle den Beleg zur Diskussion, es stehen noch viele Fragen offen. Sollte ein Philaseiten Nutzer mir da weiterhelfen können, wäre ich sehr dankbar. Ansonsten wäre da noch die Forschungs-Gemeinschaft Indien, wie es ausschaut kann man Fragen auf deren Webseiten stellen oder einreichen.

beste Sammlergrüße
Lulu
 
DERMZ Am: 17.11.2016 11:36:52 Gelesen: 42703# 123 @  
Guten Tag,

bin ich richtig in diesem Thema? Ich bin auf folgende Karte gestossen:



Im Bild der Photographie-Karte eine kleine Gruppe von 11 Mann mit Fahrrädern und Kleiner Tasche. Doch was war die Aufgabe dieser Männer? Auf der Tasche ist folgendes zu lesen: Schreiberchor des 3. Garde Feldartillerie Regiments



Natürlich habe ich auch die Rückseite im Bild, der Text ist aber nicht weiterhelfend, geschickt wurde die Karte aus "Altes Lager, Kreis Jüterbog"



Wenn ich mich recht erinnere, so gabe es Beiträge zu "Altes Lager" unter "Tagesstempel mit Zusätzen" und "Stempel bestimmen Deutsches Reich". Beides hilft mir aber nicht weiter, bei der Frage was die Tätigkeit eines "Schreiberchors" um die Jahrhundertwende war - ich tippe auf Nachrichtendienst, Post oder Zeitungen. Wer kann mir ein wenig helfen?

Herzlichen Dank und viele Grüsse

Olaf
 
filunski Am: 17.11.2016 12:49:48 Gelesen: 42686# 124 @  
@ DERMZ [#123]

Hallo Olaf,

toll, was du da wieder mal "ausgegraben" hast! :-)

Also die Suche nach einem "Schreiberchor" als militärische (Spezial-) Einheit/Einrichtung führte zumindest auch bei meinen doch recht guten Quellen zu keinem Ergebnis. Meiner Meinung nach handelt es sich auch nicht um ein militärisches "Korps" (wäre ja auch bedeutend größer als die paar munteren Herren) sondern tatsächlich um einen musikalischen Chor.

Ich nehme an, diese Herren hatten ein gewisses musikalisches Talent und bildeten tatsächlich einen Gesangschor. Die "Schreiber"-Tätigkeit (also Dienst in der Schreibstube, heute Geschäftszimmer) war wohl auch damals schon nicht ganz sooo anstrengend, so dass daneben noch Zeit für z.B. musikalische Beschäftigung blieb. ;-)

Ist aber, wie geschrieben, nur meine Vermutung.

Viele Grüße,
Peter
 
Fips002 Am: 02.08.2017 20:46:12 Gelesen: 33901# 125 @  
Karte geschrieben von einem deutschen Fremdenlegionär aus BOU Denib/Marokko, 23.3.1923 an einen deutschen Fremdenlegionär in Sebdrun/Algerien.

Stempel auf der Karte: Feldpoststempel TRESOR ET POSTES, 23.3.23, Nr.13. und Stempel REGIMENT ETRANGER, 1. COMPAGNIE MONTEE/ CAPITAINE/COMMANDANT.

Inhalt: .Denib 19.III. 23
Lieber ...
Bin in die C. Montee nach Bou Denib gekommen. Bin gerade im...wo sehr...
Ich amüsiere mich gut. Ludwig ist im 2.Regiment Montee. Schreibe mir seine Adresse. In Marokko ist es sehr schön. Brief folgt
Gruß sendet Hans...

Ab 1920 wurde eine neue Periode der Fremdenlegion eingeleitet. Zu dieser Zeit waren die Legionäre Soldaten und Bauarbeiter zugleich. Sie waren am Aufbau einer funktionierenden Infrastruktur beteiligt.

Von 1918 bis Anfang der 1930er Jahre aber auch intensiv mit der Bekämpfung aufständiger Stämme in Marokko beschäftigt.





Gruß Dieter
 
wajdz Am: 21.08.2017 17:16:46 Gelesen: 32421# 126 @  
Im Gegensatz zu den meisten Verfassern der hier gezeigten Feldpostbelege dürfte der Schreiber dieser Karte, datiert vom 21.Sept.1987, sicher wohlbehalten nach Hause zurückgekommen sein.



MfG Jürgen -wajdz-
 
Seku Am: 07.06.2018 17:14:58 Gelesen: 17467# 127 @  
Post aus einem Internierungslager in Interlaken (CH) im Jahr 1916



Näheres zu Internierungen in der Schweiz:

http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D8704.php
 
Manne Am: 06.10.2019 12:11:06 Gelesen: 906# 128 @  
Hallo,

ein eingeschriebener Brief aus Italien vom 04.08.1922 nach Trossingen, Eingangsstempel vom 12.08.1922. Der Brief wurde geöffnet von der Postüberwachungsstelle in Stuttgart.

Gruß
Manne




 

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