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Thema: Die "Nummer Eins Galerie" - die erste Marke aus jedem Gebiet
petzlaff Am: 22.03.2009 15:09:16 Gelesen: 80520# 1 @  
Hallo liebe Sammlerfreunde,

wie wäre es, hier einmal eine "Nummer Eins Galerie", meint die Erstausgaben der Briefmarken begebenden Staaten dieser Welt, zu dokumentieren.

Natürlich zählen auch nicht nur die Katalognummern "1" dazu, sondern alle Marken des ersten Satzes eines jeden Landes (egal, ob es noch existiert oder nicht).

Kein Sammler auf dieser Welt ist in der Lage, eine derartige Sammlung mit Originalen zusammenzutragen. Da bietet sich doch das virtuelle Forum an.

Aus Urheberrechtsgründen halte ich es für angebracht, an dieser Stelle nur Marken oder Ganzsachen aus dem eigenen Bestand zu präsentieren.

Ich fange mal mit einem Exoten (Costa Rica 1862/63) an:


 
Jürgen Witkowski Am: 22.03.2009 21:05:18 Gelesen: 80479# 2 @  
@ petzlaff [#1]

Eine gute Idee!

Die eigentliche "Nummer Eins" aus Frankreich trägt im für dieses Sammelgebiet maßgeblichen Katalog von Yvert und auch im Michel die Nummer 3. Die Freimarken-Ausgabe im Muster "Cérès" wurde im Laufe der Jahre 1849-1850 verausgabt. Die Marke zu 20 Centimes kam bereits am 01.01.1849 in Verkehr, während die als Nr. 1 und 2 in den Katalogen aufgeführten Werte zu 10 und 15 Centimes erst ab dem 23.07.1850 in Umlauf kamen.

Die "Cérès"-Marken wurden entworfen von Jacques-Jean Barre und wurden im Buchdruck von der Pariser Münze hergestellt. Der Wert zu 20 Centimes wurde bereits am 01.07.1850 vom Schalterverkauf zurück gezogen. Die Auflage betrug 41.600.000 Stück. Wie es sich für eine ordentliche Nr. 1 im klassischen Europa gehört, ist sie natürlich schwarz.

Der verwendete Stempel wird als "grille" (Rautengitterstempel) bezeichnet.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
Christian Am: 23.03.2009 00:15:05 Gelesen: 80459# 3 @  
Hier noch eine Nummer eins, die auch eine "1" ist:

Österreich, Freimarke 1 Kreuzer Wappenzeichnung (Michel Nr. 1x), abgestempelt in Trient, dem heutigen Trento.



Das Datum der Erstausgabe war der 1. Juni 1850.

Herzliche Grüße

Christian
 
asmodeus Am: 23.03.2009 09:19:14 Gelesen: 80395# 4 @  
Mi.Nr.: 1 der ersten Marke der Welt: Penny Black aus Großbritannien.


 
ladycroft78 Am: 23.03.2009 09:31:29 Gelesen: 80391# 5 @  
Bundesrepublik Deutschland 7.Sep.1949

Mi.Nr.111 Eröffnung des ersten Deutschen Bundestages in Bonn.


 
petzlaff Am: 23.03.2009 17:25:48 Gelesen: 80359# 6 @  
Die Europäer hatten auch erheblichen Einfluss auf die ersten Markenausgaben der "neuen Welt".

Chile Nr.1, 1853, Druck bei Perkins, Bacon & Co., London auf dem Papier in der Farbe der britischen Nr. 3 ("Red Penny" auf bläulichem Papier, welches auf die chemische Zusammensetzung der verwendeten Druckfarbe zurück zu führen ist).

Wie bei den britischen Victoria-Marken ist auch hier der Anflug eines sogenannten "inversed Ivory Head" zu erkennen - dunkle Silouette über hellerem umgebenden Grund - das kommt bei den "Red Pennies" von GB ebenfalls sehr häufig vor.


 
bayern klassisch Am: 23.03.2009 17:49:57 Gelesen: 80347# 7 @  
Da darf die erste deutsche Marke nicht fehlen:

Voilà, eine Schwarze Eins aus Marktbreit auf einer Drucksache vom 26.1.1851 nach Schwabach.

Liebe Grüsse von bayern klassisch


 
carolinus Am: 23.03.2009 18:17:24 Gelesen: 80336# 8 @  
Zu Altdeutschland kann ich auch ein paar Marken beitragen. Hier eine für mich sehr schöne Marke: Mecklenburg-Strelitz 1.

Die erste Auflage (1b) – Auflage: 10000 - erschien am 1. Oktober 1864, die zweite Auflage (1a) am 26. Oktober.

Diese 2. Auflage, im Michel merkwürdigerweise als 1a bezeichnet, wurde nötig, weil die ursprüngliche Berechnung des für die Herausgabe verantwortlichen Kammer- und Forstkollegiums über den Verbrauch der Marken nicht zutreffend war. Schon 14 Tage nach der ersten Ausgabe waren nur noch 580 Marken im Besitz der Post. Der für den Druck zuständigen preußischen Staatsdruckerei ging deshalb ein vom 15. Oktober 1864 datierter Auftrag auf 500 neue Bogen ein. Die Auflage der 1a betrug damit 50.000.


 
Georgius Am: 23.03.2009 23:38:39 Gelesen: 80292# 9 @  
Norwegen, Mi.-Nr. 1 von 1855, 4 Skilling, blau, mit einem Gitterstempel, der bis Januar 1856 in Gebrauch war.

Leider verdeckt dieser Stempel den Löwen mit der Olavsaxt.
 


Freitaler Am: 24.03.2009 17:07:17 Gelesen: 80262# 10 @  
Belgien, Mich.Nr.: 1 vom 01.Juli 1849, 10 Centimes, braun.

Abbildung: König Leopold I. (regierte von 1831 - 1865)


 
asmodeus Am: 24.03.2009 17:45:19 Gelesen: 80255# 11 @  
Lombardei und Venetien Nr. 1


 
Jürgen Witkowski Am: 24.03.2009 21:17:32 Gelesen: 80233# 12 @  
Schöne, nicht alltäglich Marken bekommen wir hier zu sehen. Es macht richtig Spaß.

Um den Genuss noch zu steigern, wäre es schön, wenn bei der Vorstellung der Marke ein paar erläuternde Worte hinzu gefügt würden, wie Ausgabedaten, Auflagehöhe, was oder wer dargestellt wird. Die Katalogangaben sind bestimmt eine reichhaltige Fundgrube dafür. Über einige Marken sind ganze Bücher geschrieben worden! Auch so manche moderne Nr. 1 hat eine lesenswerte Geschichte.

Als Scannereinstellung ist 600 - 1200 DPI eine gute Wahl, da man dadurch die oft filigranen Details der alten Markenausgaben besser erkennen kann.

Es soll nur eine Anregung von mir sein! Wer diese Angaben nicht hat oder nicht machen möchte oder mit der Scannertechnik nicht so vertraut ist, macht es halt so gut er oder sie es kann. Es soll sich niemand entmutigt fühlen, seine Nr. 1 zu zeigen.

Ich bleibe zunächst bei den schwarzen Marken. Das Großherzogtum Toskana gehört zum Sammelgebiet Altitalienische Staaten. Die Freimarkenserie "Löwen" wurde zwischen dem 1. April 1851 und 1855 verausgabt. Die gezeigte Marke zu 1 Quattrini kam zwar erst im Jahr 1852 heraus, aber es ist die Katalognummer 1. Sie wurde im Buchdruck hergestellt. Deutlich kann man das Problem der allermeisten schwarzen Marken sehen, der Stempel ist kaum zu erkennen.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
Christian Am: 25.03.2009 23:36:41 Gelesen: 80167# 13 @  
@ Concordia CA [#12]

Na, dann will ich deinem Beispiel mal folgen:

Hier eine weitere Nr.1 aus dem Gebiet der altitalienschen Staaten und zwar aus der Romagna. Freimarke Ziffernzeichnung 1/2 Bajocchi.



100 Bajocchi = 1 Scudo, was ungefähr 5,375 italienschen Lira entsprach.

Hier noch ein kurzer Abriss über die Romagna aus Wikipedia

"Die Romagna ist eine historische Landschaft in Norditalien zwischen den Apenninen und der Adria, der Republik San Marino und Ravenna, die - mit einer kleinen Ausnahme - niemals eine politische Einheit darstellte, bedeutende Städte sind neben Ravenna Imola, Faenza, Cervia, Forli, Cesena und der Badeort Rimini.

Der Name Romagna ist als Romania in langobardischer Zeit entstanden, womit diese das Gebiet bezeichneten, das unter byzantinischer Hoheit verblieben war (Exarchat von Ravenna), im Gegensatz zu den eigenen Besitzungen, der Langobardia oder Lombardei.

Mit der als Pippinische Schenkung bezeichneten Urkunde (754/756) gelangte der Kirchenstaat in den Besitz der Romagna, den er über Jahrhunderte hinweg nur schwer gegen die Ansprüche der Kaiser einerseits und der oberitalienischen Städte andererseits durchsetzen konnte. Erst der Verzicht Rudolf von Habsburgs auf die Romagna im Jahr 1278 schuf Klarheit.

Cesare Borgia, der Sohn der Papstes Alexander VI., versuchte, sich mit der Romagna ein eigenes Herrschaftsgebiet zu schaffen, das Herzogtum Romagna, was ihm im Jahr 1499 auch gelang - und das mit dem Tod seines Vaters 1503 schon wieder zu Ende war.

1509 wurde die Romagna dem Kirchenstaat eingegliedert, bei dem sie bis zum Risorgimento auch blieb. 1860 kam das Gebiet zusammen mit Umbrien und den Marken zu Italien. Einzige Ausnahme in den 350 Jahren war die Zeit Napoleons, der die Romagna der in die Cisalpinischen Republik eingliederte (1797), die 1802 in Italienische Republik umbenannt und 1805 zum Königreich Italien wurde; der Wiener Kongress stellte die alte Ordnung auch hier wieder her.

Die Romagna bildet heute mit der Emilia die Region Emilia-Romagna."

 
Jürgen Witkowski Am: 27.03.2009 23:18:39 Gelesen: 80127# 14 @  
Ich bleibe den schwarzen Erstausgaben noch immer treu und möchte die Nr. 1 von Spanien vorstellen. Der Wert zu 6 Cuartos stellt Königin Isabella II. dar.

Die Ausgabe erfolgte am 1. Januar 1850, die Gültigkeit endete bereits am 31. Dezember 1850.

Die Marke wurde im Steindruck hergestellt. Die Auflage betrug 6.266.727 Stück.

Mein Exemplar ist ein Typ II, daran zu erkennen, dass das TO von Cuartos miteinander verbunden ist.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
petzlaff Am: 28.03.2009 11:44:44 Gelesen: 80099# 15 @  
Es muss nicht immer schwarz sein. :-)

Neufundland, Britisches Dominium

Der 3 Pence Wert der ersten Serie vom 1. Januar 1857 - Druck bei Perkins, Bacon & Co., London.

Leider angeschnitten. :-(


 
doktorstamp Am: 29.03.2009 17:41:44 Gelesen: 80054# 16 @  
Die Rußland Nr 1 mit üblicher Federzugentwertung.



mfG

Nigel
 
doktorstamp Am: 29.03.2009 17:43:43 Gelesen: 80053# 17 @  
Tobago Nr 1. Einzelmarke und die noch größte bekannte Einheit dieser Marke.




In dieser Einheit sind zwei der Marken **

mfG

Nigel
 
doktorstamp Am: 29.03.2009 17:45:54 Gelesen: 80051# 18 @  
Saint Christopher

Die Nr 1, 1c, und 2. wobei die 1c das Wasserzeichen seitlichverkehrt hat.



mfG

Nigel
 
doktorstamp Am: 29.03.2009 17:46:38 Gelesen: 80050# 19 @  
Ampost Nr1



mfG

Nigel
 
doktorstamp Am: 29.03.2009 17:47:28 Gelesen: 80049# 20 @  
Helgoland Nr 1I



mfG

Nigel
 
petzlaff Am: 29.03.2009 18:28:54 Gelesen: 80034# 21 @  
Südafrikanische Union Nr. 1, Sonderausgabe zur Unionsgründung 1910


 
germaniafreund Am: 29.03.2009 18:42:00 Gelesen: 80026# 22 @  
DDR Nr. 1, Michel Nr. 242



liebe Grüße Klaus
 
carolinus Am: 29.03.2009 18:43:36 Gelesen: 80025# 23 @  
bayern_klassisch zeigte sie zwar schon auf Brief - hier die Marke noch einmal als Einzelstück. Der Bayern-Einser gehört schon zu den schönsten Marken, die es gibt!

Hier eine Platte I auf bestimmt ziemlich seltener Entwertung mit dem Mühlrad 148 von Kaiserslautern, das damals zur bayr. Pfalz gehörte.


 
carolinus Am: 29.03.2009 19:32:46 Gelesen: 80011# 24 @  
Baden 1b - Ab 15. September 1851 - Auflage 445.000. Die 1b wird häufig als "Kaffee-Fälschung" aus der 5 fabriziert. Echte 1b kann man nur unter UV-Licht feststellen. Jeder Hinweis auf irgendwelche Unterschiede in der Zeichnung zur 5 sind falsch, denn die 5 wurde von derselben Platte gedruckt.

Hier mit Fünfringstempel "159" von Wiesloch.


 
Holger Am: 30.03.2009 16:14:24 Gelesen: 79963# 25 @  
Neusüdwales war britische Kronkolonie bis es 1901 zum Teilstaat des australischen Bundes wurde. Die Hauptstadt war Sydney.

Nr. "1" von 1901:



Von dieser Briefmarke sind Ausgaben von 2 Druckplatten auf einfachem und gestreiftem Papier bekannt, die sich im Motiv jedoch kaum unterscheiden.

Man(n) / Frau beachte den Bienenkorb hinter der sitzenden Dame am linken Rand.

Gruß
Holger
 
Holger Am: 30.03.2009 16:24:40 Gelesen: 79959# 26 @  
Und dann hätte ich da noch ein paar Marken privater Postanstalten:

Aachener Stadtbrief - MERKUR

Eröffnet am 5. Dezember 1894 durch Mathias Degraa. Wegen mangelnder Rentabilität geschlossen am 16. Juli 1897. Die Aachener Stadtpost hat insgesamt 11 Marken herausgegeben, alle haben das Motiv „Bienenkorb im Doppeloval“.


01.11.1894, Bienenkorb im Doppeloval

Privat-Brief-Verkehr Frankfurt-Bockenheim

Bockenheim ist jetzt ein Stadtteil von Frankfurt/Main. Der private Briefverkehr wurde am 01. November 1890 von G. Pranz gegründet. Am 15. März 1891 wurde die Firma von J. H. Platt übernommen, der sie am 31. März 1900 schloss. Das Unternehmen tauschte Post mit der Frankfurter Privatpost.


Nov. 1890, Bienenkorb (= Stadtwappen von Bockenheim)

Privat-Stadt-Post Essen

Eröffnet am 13. Oktober 1887 von Luis Feldhaus, der auf behördliche Anordnung sehr bald das Unternehmen in „Privat- Brief- Verkehr“ umbenennen musste. Geschlossen am 6. Mai 1888. Es wurden 31 verschiedene Marken herausgegeben.


17.10.1887, Bote auf einer Biene reitend

Summende Grüsse
Holger
 
petzlaff Am: 30.03.2009 16:54:21 Gelesen: 79948# 27 @  
@ Holger [#25]

Ein affenstarkes Stück, das uns uns da zeigst - ich denke, es ist eine SG 3 ("reddish rose" auf "soft "yellowish paper" ohne Wolkenschattierung) ---- wowwwwwww :-))
 
Christian Am: 31.03.2009 00:11:51 Gelesen: 79914# 28 @  
Wie wäre zur Abwechslung mit einem "kleinen Exoten"?

Es handelt sich bei der Marke um eine Ausgabe der Revolutionsparetei (Venezuela) von 1903 für den District Maturin.
Im Michel wird sie als Nr. 34 der Ausgaben der Revolutionspartei geführt. Für den District Maturin ist es die Nr. 1



Wer etwas mehr nachlesen möchte:

http://www.sandafayre.com/atlas/venez.htm

Grüße

Christian
 
Briefmarken-Museum Am: 31.03.2009 06:16:24 Gelesen: 79905# 29 @  
Moin

Aus einem beliebten Sammelgebiet Deutsches Reich - Adler kleines Brustschild anno 1872



MfG
Jochen
 
carolinus Am: 31.03.2009 14:31:26 Gelesen: 79863# 30 @  
Mecklenburg-Schwerin Nr. 1 – Die am 1. Juli 1856 erschienene Marke besteht aus 4 gleichen, nur gerade mal 1 cm2 großen Quadraten. Die Abstände zwischen den einzelnen Winzlingen im Bogen ist bei dieser Ausgabe - im Gegensatz zur Nr. 4 und 5 - überall gleich, nämlich 1,5 mm. Ein Bogen der 1 besteht also eigentlich nicht aus 120 Marken zu je 4/4 Schilling, sondern aus 480 ¼-Schilling Marken. Bei den Nrn. 4 und 5 haben die einzelnen „Viererblocks“ dagegen einen größeren Abstand von 2,5 mm.



Gruß carolinus
 
carolinus Am: 01.04.2009 19:47:29 Gelesen: 79801# 31 @  
Hannover 1 - Ausgabe am 30. November 1850



Gruß carolinus
 
Lars Boettger Am: 01.04.2009 21:10:46 Gelesen: 79779# 32 @  
Luxemburg Mi. 1 + 2, die Mi. 2 ist eine der ersten Marken der Welt, die eine Währungsbezeichnung (Silbergroschen) aufweist, die nicht Landeswährung ist (Francs).

Beste Sammlergrüsse!

Lars


 
petzlaff Am: 04.04.2009 13:41:43 Gelesen: 79703# 33 @  
Mexico Nr. 1 von 1856 mit seltenem Bezirksaufdruck Provinz Pachuca.



LG
Stefan
 
Stempelwolf Am: 05.04.2009 19:19:52 Gelesen: 79654# 34 @  
Württemberg Mi 1 + 2I ausgegeben ab Oktober 1851 zusammen auf einem doppelt verwendeten Brief.

Beste Grüße
Wolfgang


 
DMD Am: 06.04.2009 13:44:46 Gelesen: 79618# 35 @  
Niederlande Nr. 1


 
Lothar Schrapp Am: 06.04.2009 18:05:05 Gelesen: 79600# 36 @  
Hier die Nr. 1 von Thurn und Taxis (Altdeutschland) aus dem Jahre 1852 mit Vierringstempel.


 
Lothar Schrapp Am: 06.04.2009 18:31:54 Gelesen: 79595# 37 @  
Die Nr. 1 von Bolivien aus dem Jahre 1867 stelle ich ebenfalls in die Galerie. Sie ist postfrisch mit Falz. Eine Farbbestimmung möchte ich nicht vornehmen; ich neige zu e) - dunkelgrün.


 
Lothar Schrapp Am: 06.04.2009 18:50:53 Gelesen: 79590# 38 @  
Bei den abgebildeten Marken Katalog-Nrn. 1x und 2x von Ecuador handelt es sich um Marken, die nach der ebenfalls abgebildeten Quittung (Kassenzettel) am 04.02.1952 vom Briefmarkenhaus Hans Grobe, Hannover, für 8,-- DM an den Vorbesitzer der Sammlung verkauft worden sind.

Die handschriftlichen Anmerkungen auf dem Kassenzettel stammen von diesem Vorbesitzer.

Nur wegen dieser "Besonderheiten" stelle ich alles in die Galerie. Falls sie weniger geeignet sind, möge Richard sie entfernen.


 
carolinus Am: 07.04.2009 08:12:40 Gelesen: 79552# 39 @  
Bergedorf 1a und 1b



Die 1b zeigt als Feldmerkmal einen Druckausfall im rechten Wappenturm. Es ist das markanteste Feldmerkmal im ganzen Bogen.

Zum Vergleich die beiden Neudrucke aus 1872 und 1887.



Wie mickrig diese Marken waren, kann dieser Scan veranschaulichen.



Beide Originale erschienen 1861. Dabei ist die Entstehungsgeschichte der 1b ist bis heute nicht vollständig geklärt. Vielfach ist zu lesen, sie sei erst 1867 erschienen. Die Marken Bergedorfs sind im Steindruckverfahren hergestellt. Dabei wurde zunächst vom Originalstein ein Umdruckstein hergestellt. Von diesem Umdruckstein wurden dann durch nochmaligen Umdruck die eigentlichen Drucksteine erzeugt, von denen die Bogen dann gedruckt wurden. Auf Grund ihrer Merkmale müssen die 1a und 1b vom selben Umdruckstein stammen. Da dieser aber bereits im November 1861 unmittelbar nach dem Druck wieder abgeschliffen wurden, muss die 1b zu diesem Zeitpunkt bereits dagewesen sein. Nur der Originalstein wurde aufbewahrt. Von diesem wurden später auch von privater Seite die Neudrucke gedruckt.

Hier gibt es weitere umfangreiche Infos über Bergedorf und seine Marken.

http://www.stampsx.com/forum/board.php?id=45&s=70416736fc1b30eb97aa4d19b9c7f3ee

Neue Feldmerkmale werden ergänzt. Auch sollen die Beiträge zur Postgeschichte weiter ausgebaut werden.

Viele Grüße,
carolinus
 
Lothar Schrapp Am: 07.04.2009 10:17:55 Gelesen: 79535# 40 @  
Ecuador:

Da die eingestellten Scanns kaum lesbar sind, versuche ich es noch einmal:


 
Lothar Schrapp Am: 07.04.2009 16:17:07 Gelesen: 79501# 41 @  
In die "Nummer Eins Galerie" stelle ich ebenfalls die Marken Argentiniens Michel.-Nrn. 1 a und 2 a (postfrisch mit Falz und Prüferstempel "Pickler") vom 1. Mai 1858 ein.


 
Lothar Schrapp Am: 07.04.2009 16:53:06 Gelesen: 79490# 42 @  
Von der Britischen Kronkolonie "Bermuda-Inseln" stelle ich die Michel-Nr. 1 vom 25.09.1865 in die Galerie. Die Marke hat leider einen Zahnfehler.

Im Übrigen: Nummernstempel, 14-Zähnung, rechte Seite - wie auf dem Scann zu sehen - ungezähnt. Was es mit der geschnittenen Seite auf sich hat, konnte ich bisher leider noch nicht klären. Im Michel-Katalog aus dem Jahr 1991 ist nur eine insgesamt ungezähnte Marke ausgewiesen.


 
Lothar Schrapp Am: 07.04.2009 17:27:43 Gelesen: 79483# 43 @  
Aus Haiti stelle ich Marken des 1. Satzes aus dem Jahre 1881 ein. Es fehlen die Katalog-Nrn. 2 (2 Centimes)und 5 (7 Centimes). Aus meiner Sicht bemerkenswert ist, dass die Nr. 6 (20 Centimes) neben dem Stempel eine Federzug-Entwertung aufweist.


 
Lothar Schrapp Am: 07.04.2009 17:42:39 Gelesen: 79481# 44 @  
Aus Honduras sind die Marken mit den Michel-Katalog-Nrn. 1 und 2 zu sehen:

Die Nr. 2 ist leider angeschnitten. Ich stelle sie dennoch ein, weil sie den 1. Satz von Honduras aus dem Jahre 1866 komplettiert.


 
Lothar Schrapp Am: 07.04.2009 21:40:03 Gelesen: 79459# 45 @  
Tonga, Inselgruppe im Pazifik, einh. Königreich und bis 1970 britischer Schutzstaat mit Marken seit 1886.

Eingestellt in die Galerie werden die Marken des 1. Satzes aus dem Jahr 1886 (Katalog-Nr. 1 - 4 / Zähnung 12 1/2)


 
Lothar Schrapp Am: 07.04.2009 22:04:42 Gelesen: 79451# 46 @  
Die Nr. 1 von Guatemala (Mittelamerika) stammt aus dem Jahr 1871. Es handelt sich um die gezähnte Ausgabe (A).


 
Lothar Schrapp Am: 07.04.2009 22:17:50 Gelesen: 79446# 47 @  
Die Nrn. 1 a und 2 aus dem 1. Satz der britischen Kronkolonie Jamaica:


 
Lothar Schrapp Am: 07.04.2009 22:39:51 Gelesen: 79441# 48 @  
Die Nr. 1 aus Salvador (Mittelamerika) vom Jahr 1867. Jeweils postfrisch mit Falz und gestempelt:


 
petzlaff Am: 08.04.2009 10:59:55 Gelesen: 79401# 49 @  
@ Lothar Schrapp [#48]

Lieber Lothar,

vielen Dank für die schönen Marken aus der "neuen Welt", die du uns hier präsentierst.

Einen kleinen Einwand habe ich allerdings bezüglich Salvador: Die linke Marke stammt aus 1874 und ist mit dem "Contrasello"-Aufdruck Typ II versehen (Michel #5II).

Die #1 rechts daneben ist ein wahres Prachtstück - leider fehlen in meiner Sammlung die unüberdruckten Nummern 1-4. Die wegen eines vorhergegangenen Diebstahls überdruckten Marken Mi 5-7 habe ich Gott sei Dank komplett (z.T. auch postfrisch), aber die kamen erst 7 Jahre nach der Erstausgabe an die Schalter.

LG
Stefan
 
Lothar Schrapp Am: 08.04.2009 18:39:26 Gelesen: 79374# 50 @  
Hallo Stefan,

herzlichen Dank für Deine Aufmerksamkeit. Ich hoffe, dass die anderen Interessenten Deine hilfreichen Hinweise lesen und die von mir leider als Nr. 1 gestempelt präsentierte Marke von Salvador Nr. 5 II nicht mehr als solche ansehen.

Entschuldigung; es steckte keine böse Absicht dahinter.

Beim Durchstöbern von insgesamt 16 alten Schaubek-Schwarten mit eingeklebten Marken ist mir bei der Suche nach Einsern und einem Blick an die Kataloge diese Flüchtigkeit unterlaufen. Den Handstempelaufdruck habe ich leider nicht erkannt. Sorry !

Freundliche Grüsse

Lothar
 
Lothar Schrapp Am: 08.04.2009 18:58:02 Gelesen: 79364# 51 @  
Nur, weil bereits andere Stadtpostmarken in die Galerie eingestellt wurden, möchte ich die beiden Stadtpostmarken von Bogota (Kolumbien) Nr. 1 und Nr. 2 nicht vorenthalten.

Nach den handschriftlichen Anmerkungen des Vorbesitzers stammen die Marken aus dem Jahr 1889. Sie seien lt. Senf-Katalog des Jahres 1942 nichtamtliche Ortspostmarken mit staatlicher Genehmigung. Da mir der Katalog nicht zur Verfügung steht, muss ich einen Vorbehalt anbringen.


 
Lothar Schrapp Am: 08.04.2009 19:24:23 Gelesen: 79359# 52 @  
In der Nummer-Eins-Galerie darf die Nr. 1 und damit der 1. Satz von Berlin (West) vom 3. Sept./6. Sept. 1948 nicht fehlen. Es handelt sich um die II. Kontrollratsausgabe mit schwarzen Bdr.-Aufdruck Berlin - Katalog-Nrn. 1 - 20. Die abgebildeten Marken sind gestempelt und tiefstgeprüft.


 
petzlaff Am: 08.04.2009 19:41:03 Gelesen: 79353# 53 @  
Thailand

- die Nr.2 der ersten Markenausgabe vom 4.August 1883 mit dem Bildnis des Königs Chulalongkorn in fast tadellosem postfrischen Zustand (auch rückseitig).

Für mich eines der gelungensten Markendesigns des späten 19. Jahrhunderts: europäisch angehaucht mit südostasiatischen Zeichnungskomponenten (da macht sich die schottische Erziehung des Königs bemerkbar - vgl. das literarische, musikalische und cineastische Werk "The King And I"



 
rostigeschiene Am: 08.04.2009 22:51:15 Gelesen: 79328# 54 @  
Und noch eine Nr. 1



Alliierte Besetzung (Zwangszuschlagsmarken) 1948

Dieses Sammelgebiet umfasst nur acht Marken, aber die haben es in sich. Schon bei der Nummer 2 ist es unwahrscheinlich alle Unterarten (Wz., Zähnungen) in einem Album betrachten zu können.

Gruß Werner
 
Lothar Schrapp Am: 08.04.2009 23:04:03 Gelesen: 79326# 55 @  
Siam/Thailand

Der vorstehenden Nr. 2 möchte ich die Nummer 1 a vom 04.08.1883 voranstellen. Die Marke hat einen Erstfalz.

Den tollen Ausführungen von Stefan möchte und kann ich nichts hinzufügen.


 
Jürgen Witkowski Am: 09.04.2009 00:06:28 Gelesen: 79312# 56 @  
Der Block Nr. 1 aus Deutschland ist der IPOSTA-Block. Er wurde am 12. September 1930 aus Anlass der Internationalen Postwertzeichen-Ausstellung in Berlin verausgabt und enthält 4 Marken aus der Serie Deutsche Nothilfe (MiNr. 446 - 449). Das auffällige Bogenwasserzeichen IPOSTA 1930 ist auch von vorne sehr gut zu erkennen.

Die Auflagehöhe betrug geschätzte 85.000 Blocks. Der Verkaufspreis lag bei 2,70 Reichsmark, einschließlich 1,00 Reichsmark Eintrittsgeld für die Ausstellung und 13 Pfennig Papierpreiszuschlag.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
petzlaff Am: 09.04.2009 08:02:37 Gelesen: 79298# 57 @  
Pakistan Nr. 1, Oktober 1947, ausgegeben zwei Monate nach der Teilung Britisch-Indiens in die später unabhängigen Dominions Indien und Pakistan.


 
petzlaff Am: 09.04.2009 19:32:17 Gelesen: 79254# 58 @  
Burma (heute Myanmar) Nr.1, ausgegeben am 1.April 1937 mit der Trennung von Britisch-Indien und Erhebung zum britisch-indischen Vertragsstaat.


 
Stempelwolf Am: 09.04.2009 20:12:48 Gelesen: 79244# 59 @  
Stadtpost Stuttgart

Die Nr. 1 ausgegeben am 11. November 1886: 1 Pfennig Stadtwappen im Kreis (Pferdchenausgabe). Dieser Wert war für Drucksachen gedacht. Sein Gelb auf Weiß machte ihn fast unleserlich und als man später mehr Gelb zugab war das Ergebnis auch nicht besser. Diese Ausgabe war bis zum 31.12.1886 als Einzelfrankatur gültig.



Beste Grüße
Wolfgang
 
Lothar Schrapp Am: 10.04.2009 18:30:42 Gelesen: 79188# 60 @  
Berlin (West)

Nach freundlichen Bedienungshinweisen durch Concordia CA (Jürgen) mache ich jetzt den 2. Versuch, die Marken des 1. Satzes von Berlin (West) in die Galerie einzustellen. Es handelt sich also um die Ergänzung zu meinem Beitrag [#52] vom 08.04.2009.

Hoffentlich klappt es.









 
petzlaff Am: 11.04.2009 09:18:37 Gelesen: 79144# 61 @  
De facto gleich zweimal eine Nummer 1 aus dem gleichen Land:

links: Cuba - Militärverwaltung der USA (1899)
rechts: Cuba - selbständige Republik (1902)

Die Ausgaben beider Serien unterscheiden sich deutlich durch Zeichnungsunterschiede. Im Fall der gezeigten 1 Centavo Marke mit dem Kolumbus-Denkmal in der linken und rechten Ecke des unteren Balkens mit der Wertangabe.



Frohe Ostern
Stefan
 
doktorstamp Am: 16.05.2009 13:20:25 Gelesen: 78925# 62 @  
@ Lothar Schrapp [#42]

Lieber Lothar,

da hat ein Sammler den "Wing-Margin" abgeschnitten. Diese breiten Ränder entstammen der Plattenzusammensetzung / dem Plattenaufbau. Ein Zwischensteg wird durch die Mitte gezähnt.

Schau mal unter GB Viktoria Surface Printed vor allem 4d., 6d. und 1/- Marken kommt aber bei anderen Werten auch vor.

mfG

Nigel
 
AfriKiwi Am: 27.05.2009 10:11:27 Gelesen: 78792# 63 @  
Hier eine Nummer Eins (Swazliand Porto Mark) die sehr interessant vorkommt.

Die 1d wurde wie die Werte erst, oder der Rahmen erst gedruckt. In diesem Fall kam ein Doppeldruck vor von der 1d.

Nicht leicht zu sehen auf der linke Marke und wenig abweichend. Die d aber ist deutlich ganz verkrüppelt bei der Verschiebung. Die Marke rechts als Vergleich.

Erich


 
Lothar Schrapp Am: 27.05.2009 17:54:33 Gelesen: 78773# 64 @  
Bermuda-Inseln

Nachdem ich am 07.04.2009 mit dem Beitrag [#42] als Nr. 1 der Bermuda-Inseln ein Exemplar vorgestellt habe, bei dem ein Zahnfehler vorlag und der Wing-Margin offenbar abgeschnitten war, möchte ich jetzt zwei unbeschädigte Exemplare zeigen, die noch in einem anderen alten Album steckten.



Bei beiden Marken handelt es sich um die Ausgabe A (gez. 14)

Mit Sammlergrüssen

Lothar Schrapp
 
siegfried spiegel Am: 27.05.2009 18:06:50 Gelesen: 78770# 65 @  
Ungarn Nr.1

Erschienen am 1. Mai 1871, König Franz Josef


 
Lothar Schrapp Am: 27.05.2009 18:45:33 Gelesen: 78752# 66 @  
GRENADA

Nachstehend die Nr. eins, und zwar 1 b, von Grenada. Sie hat kein Wasserzeichen, so dass es sich nicht um die Nr. 3 handeln kann. Bei der Farbe gehe ich von grün und nicht von blaugrün aus.

Die in der oberen Zähnung erkennbare Unebenheit zeigt sich unter der UV-Lampe nicht als zur Reparatur angesetzt; es wird ein im Michelkatalag von 1991 aufgeführtes Merkmal unvollkommener Zähnung sein.



Falls eine andere Meinung vertreten wird, lasse ich mich gern belehren.

Mit Sammlergrüssen

Lothar Schrapp
 
Lothar Schrapp Am: 27.05.2009 20:00:14 Gelesen: 78743# 67 @  
Bremen

Jetzt zum Abschluss für heute eine Nr. eins von Altdeutschland:

Als Nr. eins der Freien Hansestadt zeige ich die Freimarke, die das Staatswappen unter Krone abbildet. Mit weiteren allgemeinen Angaben zu Bremen, wie im Michel- bzw. Spezialkatalag im Einzelnen aufgeführt, möchte ich nicht langweilen; das kann jeder Interessierte nachlesen.



Die Marke ist leider links angeschnitten.

Mit Sammlergrüssen

Lothar Schrapp
 
AfriKiwi Am: 28.05.2009 01:53:59 Gelesen: 78721# 68 @  
Nigeria hat ja erst in 1914 mit KGV Ausgaben angefangen aber zuvor gab es NIGERKÜSTE und fing an im Michel mit OIL RIVER PROTECTORATE.

Hier die Erste von Oil Rivers 1892 Mi1, ein sauberer Satz fällt einem nicht gerade oft in den Finger.

Erich


 
Jürgen Witkowski Am: 29.05.2009 00:11:53 Gelesen: 78668# 69 @  
Aus dem Jahr 1900 stammt diese Nr. 1 von Kreta. Dargestellt wird eine alte griechische Münze mit einem Bild von Hermes.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
asmodeus Am: 29.05.2009 13:38:52 Gelesen: 78639# 70 @  
Nr. 1 der Portomarken Großbritannien. Wasserzeichen E VII R- Edward der VII.


 
lutzgrundt Am: 31.05.2009 21:28:00 Gelesen: 78591# 71 @  
Da ich hier den ersten Beitrag in das Forum stelle, möchte ich mich bei allen Sammlern bedanken, die Beiträge zu dem Forum verfasst haben. Ich möchte auch hier ein großes "Danke schön" für die gezeigten Marken der Nummer 1 an bringen.

Ich sammele schon eine ganze Zeit Briefmarken, auf eine so schöne Idee ist bis jetzt noch keiner gekommen.

Danke und schöne Pfingsten

L.Grundt
 
AfriKiwi Am: 07.08.2009 00:23:45 Gelesen: 78245# 72 @  
Von Malaya - Penang

Die erste Marke vom ersten Satz 1948 KGVI Silber Hochzeit

Erich


 
AfriKiwi Am: 15.10.2009 02:38:16 Gelesen: 78033# 73 @  
Nicht eine Marke aber wohl der 'erste' Briefmarkenhändler in London.

Hintergrund:

LINCOLN, William Simpson d.1922 age 78. First stamp dealer in London, about 1856, and claimed he was “The Oldest Established Stamp Dealer in the World”. His shop was for many years in Holborn, and later in Holles Street, near Oxford Circus. Awarded 20 medals and diplomas for his albums/catalogues. Wrote ‘Stamp Collecting Notes’ [1897], and ‘Random Reminiscences of a Philatelic Veteran’ [Stamp Lover Jan1913]. His stock eventually acquired by Stanley Gibbons Ltd in 1931 from his brother, WE Lincoln.

Seine vielen Anzeigen im Briefmarkenalbum das ich zerlegt habe zeugt wohl schon von einem 9. Briefmarkenkatalog.

Meiner Ansicht nach war er schon ein gute Werber für Briefmarken, er hatte ja auch einen Laden, auch wohl die billigen zu dieser Zeit. Natürlich auch Päckchen, und Zubehör.

Der Kolumbus Satz bis 10c nur 2/6, heute über US$ 500 für ungebraucht.

Erich




 
Lars Boettger Am: 15.10.2009 12:50:20 Gelesen: 77995# 74 @  
@ AfriKiwi [#73]

Hallo Erich,

um das Preisverhältnis richtig einschätzen zu können, muss man wissen, dass der Columbus-Satz spekulativ aufgekauft wurde und bis in die 1930er-Jahre in der Beschaffung unproblematisch war. Erst die Spekulationsblase der 70er-Jahre und der "Postfrisch"-Wahn hat ihn teuer gemacht.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
Stone Am: 15.10.2009 14:30:00 Gelesen: 77974# 75 @  
Die erste Marke der "Britischen Präsidentschaft" 1903, von St. Kitts-Nevis

Grüße
Stone


 
AfriKiwi Am: 15.10.2009 22:35:45 Gelesen: 77933# 76 @  
@ Lars Boettger [#74]

Hallo Lars,

da ich nicht US sammle war mir die Emanzipation dessen postfrischen Marken unbekannt. Ich meine allerdings daß der 'Postfrisch'-Wahn schon in den 30ern Jahren anfing aber das ist akademisch.

Nun ist der Satz bis 10c (2006) schon US$ 1132.00 mit original Gummi. Warum soll Gummi weniger heute kosten - das ist ein anderes Kapitel.

Die gezeigt 1d Viktoriamarke ist wohl die erste Ausgabe mit Zähnung 12.5 (1875). Vielleicht erkennt und nennt jemand die Kennzeichen auf der Rückseite.

Erich


 


petzlaff Am: 16.10.2009 08:00:43 Gelesen: 77914# 77 @  
@ AfriKiwi [#76]

Du beziehst dich wahrscheinlich auf den Unterschied zwischen 500 und 1130 Dollar für den Columbus-Teilsatz?

Ganz einfach: Der geringere Preis ist für * (hinged), der höhere für ** (never hinged).

Das Prüfzeichen auf der Gold Coast Marke lese ich als "Peschl", wobei mir dieses ein wenig seltsam vorkommt. Zum einen wurde "Peschl" häufig gefälscht, zum anderen steht es meines Erachtens falsch herum. Ich dachte immer, die gezeigte Stellung von unten nach oben kommt nur auf Marken mit Aufdruck vor (?) Oder hat sich da etwas in der Prüfordnung geändert? Ausßerdem sieht mir die Stempelfarbe ziemlich violett aus - das wäre zumindest ungewöhnlich.

Die rote Signatur ist vermutlich ein Besitzer- und kein Prüfkennzeichen.
 
Jürgen Witkowski Am: 16.10.2009 09:13:12 Gelesen: 77907# 78 @  
@ petzlaff [#77]

Dass das Prüfzeichen von Peschl stammt, halte ich eher für unwahrscheinlich. Ich habe mal zwei seiner bekannten Prüfzeichen mit und ohne BPP-Zusatz dem Zeichen auf der Marke gegenüber gestellt. Das passt nicht ansatzweise.

Vielleicht ist das ebenfalls eines dieser früher üblichen Besitzerzeichen.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
petzlaff Am: 16.10.2009 15:43:08 Gelesen: 77887# 79 @  
@ Concordia CA [#78]

Du wirst Recht haben.

Wäre auch erstaunlich, wieso man diese Marke hätte prüfen lassen sollen. Falschzähnungen (aus einer 14 gez. Marke) nach 12 1/2 sind aufgrund des engen Randes sowieso nicht ohne deutliche Formatverkleinerungen möglich. Das Wasserzeichen, so wie ich es anhand des Scans erahnen kann ist Krone über CC - also eindeutig.

Die Marke (Michel #2A) ist recht hübsch, selten und leidet m.E. auch keinen nennenswerten Schaden aufgrund der rückseitigen "Verschandelung" durch Besitzerstempel.

LG
Stefan
 
carolinus Am: 16.10.2009 16:05:23 Gelesen: 77878# 80 @  
Hallo,

das Prüfzeichen ist von Julius Schlesinger.

http://www.filatelia.fi/experts/namess.html



Gruß carolinus
 
petzlaff Am: 16.10.2009 16:25:55 Gelesen: 77871# 81 @  
Danke Carolinus,

das erhellt die Sache etwas. Interessant ist natürlich der Zusatz "considered not fully reliable" = "wird nicht als nicht unbedingt verlässlich betrachtet" in der von dir zitierten Liste.

LG
Stefan
 
22028 Am: 16.10.2009 19:42:32 Gelesen: 77849# 82 @  
Habe ich vergessen hier was von Tibet zu zeigen?

Hier die Nummer 1 von Tibet, als 12 er Bogen.


 
22028 Am: 16.10.2009 19:44:20 Gelesen: 77848# 83 @  
Und hier ein 6er Block der Nr. 1 von Nepal.


 
22028 Am: 16.10.2009 19:46:59 Gelesen: 77846# 84 @  
Und wenn wir schon dabei sind, hier ein Display aus meiner Sammlung der ersten Ausgabe vom Iran.


 
22028 Am: 16.10.2009 20:23:04 Gelesen: 77840# 85 @  
Marken der Stadtpost Bogota wurden hier ja schon gezeigt, hier ein solcher Brief.


 
AfriKiwi Am: 16.10.2009 21:54:12 Gelesen: 77831# 86 @  
@ carolinus [#80]
@ Concordia CA [#78]
@ petzlaff [#79]

Vielen Dank an allen der Sache [#76]. Die Marke ist wohl auch nicht das schönste Stück, garantiert sehen wir nicht so gut aus nach 134 Jahren - der Vorteil von Papier !

Erich
 
Michael D Am: 18.10.2009 11:50:00 Gelesen: 77787# 87 @  
Hallo,

was mittlerweile häufig aus dem Blick gerät, dass am 6. Mai 1840 nicht nur die erste Briefmarke der Welt erschien, sondern gleichzeitig auch die erste Ganzsache.

Hier ein solches sogenanntes Mulready-Couvert mit einer allegorischen Darstellung der Britannia und Darstellungen aus verschiedenen Kontinenten, d.h. Bereichen des britischen Empire.

Die Entwertung erfolgte wie üblich mit einem schwarzen Malteserkreuzstempel.

Viele Grüße
Michael


 
asmodeus Am: 18.10.2009 12:08:13 Gelesen: 77782# 88 @  
@ Michael D [#87]

Kleine Korrektur: Die erste Farbe der Malteser war rot. Offizielle Einführung der schwarzen Farbe erst ab Februar 1841- davor gab es versuche. Hauptsächlich in London. Andere Orte vor 1841 seltener.

sondern gleichzeitig auch die erste Ganzsache.

Das stimmt leider auch nicht. Streng genommen waren die ersten Ganzsachen sog. Stadtpostbillets. 1809 gab es Fahrpostschein mit eingedruckter 5 Centimes, dann gab es noch das sardinische Pferdchen. 1784 bei der Wiener Klapperpost: Stempelbogen usw.
 
Michael D Am: 18.10.2009 12:24:41 Gelesen: 77775# 89 @  
@ asmodeus

Die Entwertung auf obigem Umschlag erfolgte 1842 mit einem schwarzen Stempel. Diskussionen über die Definition "Ganzsache" vs. Vorläufer gab es vielfältig.

Ansonsten stimmen die Bemerkungen natürlich.
 
profipd Am: 17.08.2011 00:05:16 Gelesen: 70755# 90 @  
Die Nummer 1 der Volksrepublik Cuba vom 01.Januar 1959 gehört sicher auch zu diesem Thema.

Viele Grüße

profipd


 
10Parale Am: 07.04.2021 20:59:51 Gelesen: 11621# 91 @  
@ Lothar Schrapp [#66]

Sehr interessant. Nun sind mir 2 frühe Grenada Marken in die Hände gefallen und dank Wasserzeichensucher konnte ich bei diesen beiden Marken ein Wasserzeichen ausmachen, so dass die Michel Nr. 3 anzusetzen wäre.



Die Unvollkommenheit der Zähnung ist auch hier gut sichtbar, mein Messgerät hat bei der rechten Marke die Zähnung 15 festgestellt, so dass eine Differenzierung der Michel Nr. 3 sehr schwer ist.

Liebe Grüße

10Parale
 
Shinokuma Am: 07.04.2021 23:11:16 Gelesen: 11537# 92 @  
Liebe Freunde der klassischen Briefmarken!

Nach 10-jährigem Dornröschenschlaf ist es wirklich an der Zeit, mal wieder eine echte Nr. 1 zu zeigen.

Nachstehend die Mi.Nr. 1 von Sizilien, im Michel unter den Altitalienischen Staaten geführt.



Das dazugehörige Attest:



Die Auflagenhöhe wird im Michel-Katalog leider nicht genannt (vielleicht weil unbekannt).

Im Gebrauch war die Marke nur anderthalb Jahre vom 1.1.1859 bis zum 17.7.1860. Danach war möglicherweise aufgrund des Bürgerkrieges das Postwesen zusammengebrochen oder auf Barfrankaturen umgestellt worden. Denn nach dem Anschluss Siziliens an das neu gegründete Italien wurden gesamtitalienische Briefmarken erst am 14.2.1861 verausgabt.

Mit besten Grüßen

Gunther
 
SH-Sammler Am: 08.04.2021 09:02:30 Gelesen: 11472# 93 @  
Hallo Sammlerfreunde,

kann es sein, dass der Bundesstaat Australien hier noch nicht vertreten ist?

Dem kann man abhelfen. So zeige ich die ersten 3 Marken der Kangaroo-Serie, welche im Januar 1913 an die Postschalter kamen.

, ,

Stanley Gibbons 1 bis 3, mit Stempeln von Boulder (Western Australia) resp. Melbourne (Victoria).

Gruss

SH-Sammler
Hanspeter
 
marc123 Am: 08.04.2021 15:34:16 Gelesen: 11391# 94 @  
Sardinien



Von Altitalien wurden bereits drei Staaten gezeigt. Hier nun Sardinien von 1851, mit dem Bildnis König von Viktor Emanuel II.

5 C. Schwart; 20 C. blau; 40 C. rosa.

Liebe Grüße
Marc
 
Quincy Am: 08.04.2021 18:00:20 Gelesen: 11349# 95 @  
Irland

Nach dem Erlangen der Unabhängigkeit von Großbritannien am 17. Februar 1922 wurde Irland zum Freistaat, hatte aber noch keine eigene Briefmarken. Vielmehr wurden britische Marken mit "Rialtas Sealadaċ na héireann" überdruckt, was soviel heißt wie 'Provisorische Regierung von Irland'. Die Marken mit der Michelnummer 1 bis 8 wurden überdruckt von Dollard Printing House Ltd., Dublin.



Viele Grüße
Hans-Jürgen
 
Quincy Am: 08.04.2021 19:29:53 Gelesen: 11320# 96 @  
Türkisch Zypern

Nach der Okkupation des Nordens der Insel im Jahr 1974 durch die türkischen Streitkräfte wurde die Türkische Republik Nordzypern ausgerufen, die jedoch bis heute von der internationales Staatengemeinschaft mit Ausnahme der Türkei nicht als Staat anerkannt wird.

Am 27. Juli 1974 wurde dann der erste Markensatz, Michelnummer 1-7 herausgegeben.



Voran ging allerdings bereits am 2. April 1970 eine Ausgabe von Sozialhilfemarken, die im Michelkatalog vor der eigentlichen Nummer 1 unter den römischen Nummern I und II notiert sind. Was es mit diesen beiden Marken auf sich hat, beschrieb ich schon einmal im Thema Postkrieg: Schwärzungen und Gegenstempel [1]

Man kann sich jetzt streiten, welche Marken die ersten Marken von Türkisch Zypern waren.

Viele Grüße
Hans-Jürgen

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=198269
 
Quincy Am: 08.04.2021 20:36:23 Gelesen: 11298# 97 @  
Jugoslawien

Am 29. Oktober 1918 sagten sich die in Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Slowenien, Dalmatien, in der Kraina und in den südlichen Teilen der Steiermark und Kärntens lebenden Serben, Kroaten und Slowenen von der österreichisch-ungarischen Donaumonarchie los und proklamierten den unabhängigen Staat der Serben, Kroaten und Slowenen = Država S.H.S. (Srba, Hrvata i Slovenaca).

Ähnlich wie bei Türkisch Zypern ist es auch bei Jugoslawien schwierig festzulegen, was nun die Erstausgaben dieses Landes waren, denn anfangs wurden in den Teilstaaten Bosnien-Herzegowina, Kroatien und Slowenien jeweils eigene Marken herausgegeben. Der Michelkatalog entschied, seine Nummerierung mit den frühesten Ausgaben zu beginnen. Das waren am 11. November 1918 die Marken von Bosnien und Herzegowina. Sie wurden überdruckt mit DRŽAVA S.H.S. 1918 1918 Bosna i Hercegovina, abwechselnd in lateinischen und kyrillischen Lettern. Teilweise wurden auch neue Werte eingedruckt und die alten geschwärzt. Alles in allem ist ein recht umfangreicher Satz auf den relativ großen ursprünglich österreichischen Freimarken von Bosnien und Herzegowina entstanden.



Viele Grüße
Hans-Jürgen
 
Lohengrin Am: 02.04.2022 15:15:27 Gelesen: 3755# 98 @  
Preußen Nr. 1 von 1851, 1/2 Sgr lebhaftorange, Nummernstempel 1427 Preußisch Stargard

Die erste preußische Marke mit dem Bildnis von König Friedrich Wilhelm IV ist nicht besonders attraktiv noch wertvoll, aber trotzdem sehr bekannt: sie gilt als das Standardbeispiel für die Nachdunklung der Farbe zu braun-schwarz durch Bildung von PbS. Bereits 1896 hatte der bekannte Philatelist Paul Ohrt vermutet, dass das Pigmet Bleichromat, PbCrO4, durch chemische Reaktion mit H2S die Farbänderung bewirkt. U. Groß hat 2015 durch Elektonenspektren an der im dunkleren Bild gezeigten Marke bestätigt (FFE journal 18, 2015, 41, dass das verwendete Pigment kein Chromat (Bleigelb) sondern das Bleioxid Pb3O4 (Bleimennige, Red Lead) ist, jedoch mit der gleichen Wirkung: Bildung von schwarzem Bleisulfid.

Preußen scheint mir allgemein nicht sehr beliebt zu sein, aber ohne Preußen würde es auch Deutschland in seiner heutigen Form nicht geben. Dabei fing alles 1157 ganz klein mit dem Askanier Albrecht I, der Bär, und der Mark Brandenburg an. 1166 verfolgte er den Slawenfürsten Jaczo, der am Schildhorn (heute an der Havelchaussee in Berlin-Spandau) der Legende nach durch die Havel floh und Brandenburg sich nach Osten ausdehnte.


 
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