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Thema: Euro Marken eines Tages in ganz Europa gültig ?
Das Thema hat 36 Beiträge:
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Kalmimaxiss Am: 12.07.2011 15:06:10 Gelesen: 14665# 12 @  
@ AfriKiwi [#7]

Wenn es in ein paar Jahren den Euro überhaupt noch gibt!

Bei den wirtschaftlichen Problemen einiger EU-Länder, jetzt aktuell Italien, kommen mir da meine Zweifel.
 
petzlaff Am: 12.07.2011 16:30:45 Gelesen: 14648# 13 @  
@ Kalmimaxiss [#12]

Vergiss bitte auch nicht die akut vor der Tür stehende Zahlungsunfähigkeit der USA - Staatsbankrott heisst so etwas ein wenig anders ausgedrückt.

Da sollten wir uns mal wieder auf eine Inflation übelsten Ausmasses in unserem Land einstellen - philatelistisch gesehen durchaus interessant - wer zuerst kommt mahlt zuerst. :-)

LG, Stefan
 
nomis Am: 12.07.2011 16:51:19 Gelesen: 14635# 14 @  
Ein Vereinsfreund hat mir immer erzählt:

"Ich habe schon in 2 Weltkriegen mein ganzes Geld verloren. Ich kaufe mir nur mehr Briefmarken."

Ohne Kommentar.

Mfg
nomis
 
T-M 123 Am: 12.07.2011 17:01:28 Gelesen: 14632# 15 @  
Ich glaube weder an eine Inflation noch an ein Ende des Euro (jedenfalls in absehbarer Zeit, was in ein paar Jahrhunderten sein mag, kann natürlich niemand sagen), denn es passt mir nicht in mein Weltbild, und was nicht sein darf, kann auch nicht sein. ;-)

Aber um zum eigentlichen Thema zurückzukommen: Ich kann mir durchaus vorstellen, dass irgendwann Briefmarken in mehreren EU-Ländern gültig sein werden. Nicht obwohl, sondern gerade weil die Post europaweit immer weiter privatisiert wird. Das könnte zur Folge haben, dass einige Postunternehmen (sei es eine neue Privatpost oder eine ehemalige Staatspost)in mehreren Ländern tätig sein werden. Wenn ein solches Postunternehmen Briefmarken heraus gibt, können sie auch überall gültig sein, zumal es innerhalb der "Eurozone" keine Probleme mit unterschiedlichen Währungen gibt.

Wirklich europaweit gültige Marken wären das aber natürlich nicht, solange es mehrere Postunternehmen gibt. Denn ein Postunternehmen wird kaum die Marken eines anderen anerkennen; es wäre ja schön blöd, eine Leitung zu erbringen, für die ein anderer bezahlt worden ist.

Gruß
Tim
 
Postgeschichte Am: 12.07.2011 19:35:06 Gelesen: 14612# 16 @  
@ Richard [#11]

Ich halte Postwertzeichen / Briefmarken / Labels, die in einem europäischen Land gekauft werden können und mit denen die Transportdienstleistung in einem anderen Land bezahlt wird, in den nächsten 5 bis 10 Jahren für sehr unwahrscheinlich.

Ich glaube, daß diese Geschichte im Jahr 2001 schon eingetreten ist, mit der Ausgabe der Gemeinschaftsausgabe Weihnachtsmarken Bund Mi.Nr. 2226-2227 und Spanien MiNr. 3669-3670. Beide Markenausgaben, in einem Block (Bund Block 56, Spanien Block 102) vereint, wurden von den beiden Postverwaltungen verkauft. Es waren im eigenen Land aber nur die mit der Bezeichnung des eigenen Landes gültig. Also die Marken mit der Inschrift Deutschland in Deutschland und die mit der Inschrift Spanien nur in Spanien. Bezahlt wurden aber beide Markenausgaben. Wohl dem, der einen Spanienurlaub verbrachte und diese Marken dort verwenden konnte. Also nix mit in den nächsten 5 bis 10 Jahren. :-)

Gruß
Manfred
 
rostigeschiene Am: 12.07.2011 20:28:26 Gelesen: 14594# 17 @  
Wenn ich mir auf dem Postamt in Bochum-Langendreer die vorhandenen Briefmarken zeigen lasse kann ich nur staunen.

In einem Vorort von Bochum, mit ca. 33.000 Einwohnern und einem einzigen Postamt, bevorratet man gerade einmal ca. 10-12 verschiedene Briefmarken. Teilweise hat man von einer Wertstufe sagenhafte vier unterschiedliche Marken.

Meine Schlussfolgerung daraus, die Post hat kein Interesse Briefmarken zu verkaufen, der Aufwand ist wohl zu groß, die Abrechnung ihrer Label ist automatisiert, die der Briefmarken muss manuell erfolgen.

Obendrein, mit Einführung der, von jedem in Heimarbeit selbst herzustellenden Computerlabel wird sich die Post von den Briefmarken, über kurz oder lang, ganz verabschieden.

Die Vorstellung, einer einheitlichen Briefmarke für ganz Europa, halte ich persönlich für Utopie.

Gruß Werner
 
AfriKiwi Am: 12.07.2011 23:34:07 Gelesen: 14573# 18 @  
@ rostigeschiene [#17]

Bravo Werner.

Ich sehe einen Selbstbedienungsautomaten. Ein Brief wird halbwegs reingedrückt, gestempelt nachdem das richtige Porto gewählt und bezahlt wurde.

Da kommt die Briefmarke gar nicht im Sinn und alle Euroländer können die gleiche Maschine gebrauchen.

Erich
 
Kalmimaxiss Am: 13.07.2011 07:08:59 Gelesen: 14561# 19 @  
@ Postgeschichte [#16]

Gemeinschaftsausgaben zweier Länder (oder mehrere!) mit gleichen Motiven gibt es seit Jahren weltweit von verschiedenen Postverwaltungen - allerdings sind / waren die Marken nicht in beiden Ausgabeländern frankaturgültig, sondern, wie in Deinem Beispiel aufgeführt, nur jeweils in dem Land mit der Landesbezeichnung auf der Marke.

Die erste Gemeinschaftsausgabe Deutschlands gab es übrigens bereits mit der Ausgabe der motivgleichen Europamarken 1956.

http://philatelie.deutschepost.de/philatelie/informationen/berichte/extra/index.jhtml
 
Postgeschichte Am: 13.07.2011 08:35:00 Gelesen: 14550# 20 @  
@ Kalmimaxiss [#19]

Es ging in meinem Beispiel nicht um die motivgleiche Europamarken (Gemeinschaftsausgaben), die erstmals 1956 verausgabt wurden und in dem jeweiligen Ausgabeland verkauft wurden. Dies ist auch der Unterschied zu dem von mir aufgezeigten Beispiel. Hier wurden Briefmarken einer fremden Postverwaltung u.a. durch die Deutsche Post verkauft, waren aber nur in dem anderen Land gültig.



Ausschnitt aus Block 56 mit den nur in Spanien gültigen Marken. Der Block 56 wurden nur von den Versandstellen und stationären Philatelieschaltern verkauft.

Gruß
Manfred
 
Phila-Fan Am: 15.07.2011 23:17:42 Gelesen: 14473# 21 @  
Ich kann mich nicht vorstellen, dass es irgendwann Briefmarken gibt die in mehreren EU-Ländern gültig sein.

Nach meine Meinung gibt es dafür zwei Gründe:

- Postverwaltungen wollen Ihre eigenen Ennahmen nicht verlieren.
- Die unterschiedliche EU-Länder möchten oder wollen Ihre eigene Identität behalten.

Gemeinsam haben die EU-Länder nur den Euro. Und das wird vorläufig so bleiben. Obwohl Ich nicht sicher bin ob alle Länder die jetzt den Euro haben, in zehn Jahre auch noch den Euro haben. Wie z.B. Griechenland.

Gruß
Robert
 
AfriKiwi Am: 16.07.2011 01:11:52 Gelesen: 14468# 22 @  
@ Phila-Fan [#21]

Hallo Robert,

Deine Meinungen haben Platz zum nachdenken.

>>Postverwaltungen wollen Ihre eigene einnahmen nicht verlieren.<<

Es schon am raschen abnehmen. Denke nicht in der Richtung Briefmarke aber wohl zur Label und diese.

>>Die unterschiedliche EU-Länder möchte oder wollen Ihre eigene Identität behalten<<

Kann gekennzeichnet werden zu je eigenes Land. Beispiel ein Symbol wie D für Deutschland so auf der Art wie es schon Euroscheine von verschieden Länder gibt.

Zum nachdenken !

Erich
 
T-M 123 Am: 16.07.2011 11:39:14 Gelesen: 14445# 23 @  
Ich denke wirklich, zukünftig wird man bei Briefmarken nicht mehr danach fragen, in welchem Land sie gültig sind, sondern bei welchem Postunternehmen. Zumindest solange es überhaupt noch Briefmarken gibt.

Gruß
Tim
 
AfriKiwi Am: 17.07.2011 01:20:29 Gelesen: 14418# 24 @  
@ T-M 123 [#23]

Hallo Tim,

sondern bei welchem Postunternehmen

Das Wort Post wird zukünftig nur noch gebraucht bei Sammlern der Philatelie.

Eine Versandstelle wird 'Post' in allen Formen befördern mit Label und nochmals Labels, da ist die Briefmarke schon lang vergessen und nur bei Sammler zu finden.

Erich
 
Phila-Fan Am: 17.07.2011 15:46:51 Gelesen: 14396# 25 @  
@ AfriKiwi [#22]

Hallo Erich,

"Es schon am raschen abnehmen. Denke nicht in der Richtung Briefmarke aber wohl zur Label und diese"

Solange Postverwaltungen noch Briefmarken ausgeben wird es ein Teil ihre Einnahmen sein und bleiben. Und das sind Einnahmen die Sie nicht verlieren wollen. Bis zum Zeitpunkt das ein Label die Briefmarken ersetzt.

Aber als Sammler hoffe ich dass das noch ein paar Jahre dauert. Ich glaube nicht das es viel Sammler gibt die diese Label sammeln möchten. Aber Ich kann mich natürlich auch irren.

"kann gekennzeichnet werden zu je eignes Land. Beispiel ein Symbol wie D für Deutschland so auf der Art wie es schon Euroscheine von verschieden Länder gibt."

Ich glaube das hier in den Niederlande vor allem der älterer Generation am liebsten ein holländisches Thema auf Briefmarken oder Label sieht. Wie z.B. Rembrandt oder schönes Holland. Ein Thema womit Sie sich identifizieren können. Und ich glaube dass das in anderen Ländern auch so ist.

Und das habe ich gemeint mit das man die eigene Identität behalten will.

Gruß
Robert
 
rostigeschiene Am: 17.07.2011 19:15:35 Gelesen: 14380# 26 @  
Hallo Erich, Tim, und Robert.

Vielleicht in der Art, so kann jedes Land seine Identität bewahren.



Auf Wertangaben kann verzichtet werden wird eh alles mit Kreditkarte abgerechnet und ob es eine Karte oder ein Brief ist, ist auch egal. Hauptsache es gibt etwas zu befördern. Ansonsten wird doch alles per E-Mail oder Fax versendet.

Ein lächelnder Werner wünscht einen schönen Restsonntag.
 
Briefmarkensammler Am: 17.07.2011 20:29:39 Gelesen: 14370# 27 @  
Der hier von verschiedenen Usern vorgetragene "philatelistische Pessismus" bringt mich immer wieder zur gleichen Frage: Wieso sammeln diese Personen Briefmarken und melden sich in öffentlichen Foren an?

Man könnte fast glauben, dass irgendjemand Geld dafür zahlt, unser liebstes Hobby permanent madig zu machen.
 
rostigeschiene Am: 17.07.2011 21:01:48 Gelesen: 14363# 28 @  
@ Briefmarkensammler [#27]

Hallo Briefmarkensammler

Keinesfalls möchte ich jemandem das Briefmarkesammeln madig machen. Es ist auch meine liebste Freizeitbeschäftigung.

Doch leider sehe ich, auch durch Beiträge in diesem Forum, die Gefahr dass die Postverwaltungen sich nach und nach von der Briefmarke verabschieden wollen. Und an Fakten kommt man leider nicht vorbei.

In einem anderen Thread wurde vor kurzem über die sinkenden Auflagen bei Sondermarken berichtet. Diese Zahlen sind nun einmal Fakt.

Die Deutsche Post offeriert in unregelmäßigen Abständen ihren E. Postbrief, Angebote für die Frankit-Maschine, Frankierservice, und, und, und. Schau einfach einmal was bei der Deutschen Post alles angeboten wird.

Es gibt auch noch Briefmarken, aber diese nur als Randerscheinung in dem umfassenden Angebot der Post.

Wie es bei anderen Postunternehmen aussieht kann ich nicht sagen, ich vermute aber das es dort ähnliche Angebote gibt.

Werner
 
T-M 123 Am: 17.07.2011 23:14:07 Gelesen: 14354# 29 @  
@ rostigeschiene [#28]

Ich fürchte, ich muss dir zustimmen.

Ich denke, realistisch betrachtet sind die weitaus meisten Briefmarken bereits heute für den Postalltag überflüssig und werden nur für Sammler produziert. Natürlich, sie werden hin und wieder für Bedarfsbriefe verwendet, weil es sie eben gibt. Aber der Postalltag könnte ohne größere Veränderungen auch mit einer Serie Dauermarken (z. B. Blumen) und ein bis zwei selbstklebenden Sondermarken für die gängigen Wertstufen weiterlaufen. Das ist auch so ziemlich das Angebot, dass wirklich jede kleine Postagentur bietet.

Aber eigentlich wäre es für den Postbetrieb viel praktischer, wenn es gar keine Briefmarken gäbe, sondern Barcode-Label. Die könnten als ATMs am Automaten oder am Schalter gedruckt werden, oder aber z. B. zu Hause via Internet. Die Verarbeitung wäre viel einfacher als bei Briefmarken, und das lästige Stempeln würde entfallen. Wobei am Postschalter oder Automaten gekaufte Barcodelabels, mit denen man Briefe frankieren kann, eigentlich immer noch Briefmarken wären, nur etwas langweilige.

Ich denke, bereits heute braucht die Post keine klassischen Briefmarken mehr, sie sind eher störend. Realistisch betrachtet werden Briefmarken jetzt schon nur noch deshalb produziert, weil es Leute gibt, die sie sammeln. Ansonsten wären sie wohl geworden wie z. B. Gerichtskostenmarken: Relativ langweilig gestaltet und mittlerweile ausgestorben.

Daher denke ich, es werden so lange Briefmarken produziert, wie es Leute gibt, die sie sammeln und deswegen kaufen. Allerdings vermute ich, dass die Post immer mehr versuchen wird, die Leute davon abzuhalten, ihre Briefe damit zu frankieren. Früher oder später werden es wohl nur noch bunte Sammelbildchen ohne sonstigen Nutzen sein.

Nun ja, glücklicherweise interessiere ich mich durchaus auch für Barcode-Label.

Allerdings: Mittelfristig wird wohl das Ende der Briefpost kommen, weil einfach alles elektronisch geht. Und dann braucht man dafür auch keine Barcode-Label mehr.

Ich hoffe aber, das dauert noch etwas.

Gruß
Tim
 
AfriKiwi Am: 18.07.2011 01:24:56 Gelesen: 14344# 30 @  
@ Briefmarkensammler [#27]
@ rostigeschiene [#26] - unten

Hallo Briefmarkensammler,

Man könnte fast glauben, dass irgendjemand Geld dafür zahlt, unser liebstes Hobby permanent madig zu machen.

Das finde etwas ich etwas störend und grundlos.

Erlaube mich Deinen "philatelistischen Pessimismus" von einer anderen Seite zu schildern.

Es ist ganz einfach gesagt: Fortschritt. Der Bedarf der Menschheit bewegt uns weiter. Um nichts neues zu entdecken wäre für den Menschen unbegreiflich.

Hier im Forum lese ich auf laufende Band neues, neue Plattenfehler, Abarten, Fälschungen, neu gesehene Belege die vielen gar nicht zur Hand kommen werden. Dazu kann man nur Staunen mit der Hoffnung selber so etwas zu finden.

Dazu auch Gedanken und Kommentare, ernst oder witzig kann sich jeder selber ein Bild machen.

Pessimismus auf keinen Fall.

Das 08/15 Material wird immerhin verarbeitet. Der Erfolg ist Ramsch der jeder hat und kein neuer Sammler haben will. Was sonst gefunden wurde kommt in Sammlungen, neue Entdeckungen und besondere Stücke. Der Sammler stirbt nie. Obwohl die Materie bleibt, wirken rasche Veränderungen.

Mit der Zeit wird sicherlich der Wert zur Freude der Erben steigen aber immerhin auch die Frustration bei Ramsch.

Neue Staaten werben mit Briefmarken wovon der Geruch neuer Tapeten in Pläckchen sein darf, Fortschritt oder auch utopisch ?

@ rostigeschiene [#26]

Hallo Werner,

danke für Deine Bildchen. Deine Vorstellungen ist schon mal grob, wenn nicht nur Witzig. William Mulready hatte es auch so angefangen die Penny Black hatte sich aber durchgesetzt.

So werden sich Regierungen schon Gedanken machen wie sie sich am besten sehen auf Briefmarken. Der Weg liegt noch weit aber die Schritte sind schneller.

Erich
 
Briefmarkensammler Am: 18.07.2011 14:37:31 Gelesen: 14315# 31 @  
Hier werden munter Behauptungen aufgestellt und als Fakten verkauft, die so schlichtweg nicht stimmen.

Die zentrale Behauptung der hiesigen "Fraktion der Berufspessimisten und Phila-Nörgler" lautet sinngemäß:

"Briefmarken werden nur noch herausgegegeben, weil Sammler sie kaufen. Briefmarken werden eigentlich nicht mehr benötigt".

Das ist gelinde gesagt kompletter Blödsinn. Bei ca. 300.000 geschätzten BUND-Neuheiten Sammlern in Deutschland (Quelle: BDPH), können wir davon ausgehen, dass gut 600.000 Marken (+/- 100.000) je Ausgabe direkt in Sammlerhand gehen. Alles jenseits davon, wird bedarfsmäßig verklebt.

Ich erspare mir jetzt die Auflagen der derzeitig gültigen Briefmarken wiederzukäuen. Speziell die Dauerserien und Selbstkleber bewegen sich aber nach wie vor im teils dreistelligen Millionenbereich.

Dass die Auflagen der Sondermarken sinken (von früher 30 auf nunmehr 5 bis 8 Mio.), ist gewollt und das Ergebnis der Optimierung der Prozesse der DPAG, die ihre Preise seit vielen Jahren im Briefebereich stabil hält und daher an anderer Stelle sparen muss, um die Forderungen ihrer gierigen Mitarbeiter und Aktionäre bedienen zu können. Zudem verteilt sich die Nachfrage nach Sondermarken auch noch auf die zahlreichen Privatpostunternehmen.

Fakt ist damit: Die weitaus meisten Briefmarken werden produziert, weil ein echter Bedarf besteht.

Wer dabei meint, dass die Post verpflichtet sei, in jedem Kaff BUND ** von 2001 bis 2011 vorrätig zu halten, irrt. Das gab es auch in der von vielen so rosig wahrgenommenen Vergangenheit nicht. "Früher war zwar alles besser", aber auch zu Kaiserszeiten gab es auf dem Postamt pro gängige Portostufe in der Regel nur eine Marke.

Wenn ich mir den Postalltag in unserem Unternehmen (Mittelständische Unternehmensberatung/Kanzlei) ansehe, komme ich auf ca. 1000 EUR verklebter Briefmarken pro Woche. Die Flexibilität und vor allem Individualität, die mir Briefmarken beim gewerblichen Frankieren bieten, ist nach wie vor unübertroffen. Viele meiner Unternehmerkollegen sehen das genauso. Viele Unternehmen haben zudem die Briefmarke für sich wiederentdeckt, da sie der Firmenpost beim Empfänger eine höhere Aufmerksamkeit sichert.

Die schleichende Veränderung unseres Kommunikationsverhaltens (durch E-Mail, Internetmedien, Twitter, etc.) sorgt sicherlich nicht für eine tendenzielle Zunahme des zwischen Privatpersonen geführten Briefverkehrs. Im gewerblichen Bereich sehe ich jedoch keine echten Alternativen. Ein Einschreiben mit sensiblem Inhalt (z.B. Vertragsunterlagen), lässt sich so schnell durch eine E-Mail nicht ersetzen. Zudem ist das Medium Post vergleichsweise "krisenresistent" und funktioniert auch noch, wenn in einem Unternehmen gerade mal wieder Strom, Server und Internet ausgefallen sind.
 
AfriKiwi Am: 19.07.2011 01:43:55 Gelesen: 14274# 32 @  
@ Briefmarkensammler [#31]

Viele Unternehmen haben zudem die Briefmarke für sich wiederentdeckt, da sie der Firmenpost beim Empfänger eine höhere Aufmerksamkeit sichert.

Das ist wunderbar und jeder Tauschpartner verklebt auch sicher sein Porto zu diesem Zweck. Das macht doch Sinn - Werben mit Porto. Bei Standard Luftpost kommt bei mir Briefmarken drauf, bei Einschreiben leider nicht in Neuseeland.

Erich
 
Richard Am: 25.07.2011 14:07:20 Gelesen: 14047# 33 @  
@ Briefmarkensammler [#31]

Dass die Auflagen der Sondermarken sinken (von früher 30 auf nunmehr 5 bis 8 Mio.)

Woher hast Du diese Auflagezahlen ?

Schöne Grüsse, Richard
 
Briefmarkensammler Am: 25.07.2011 16:44:13 Gelesen: 14026# 34 @  
DMD Am: 26.07.2011 11:48:02 Gelesen: 13975# 35 @  
Mal näher zurück zum Ausgangsthema.

Ich denke, dass dies erst dann möglich sein wird, wenn eine einzige Gesellschaft übrig geblieben ist, die in ganz Europa aktiv ist.

Man vergleiche mal zum deutschen Lotto:

Die Ziehung ist zwar einheitlich, schon die Scheine sind aber unterschiedlich. Bei einem kleinem Gewinn kann ich diesen auch nur in dem Bereich abholen, in dem ich auch den Schein abgegeben habe.
 
10Parale Am: 18.08.2019 23:00:18 Gelesen: 304# 36 @  
@ DMD [#35]

Ich denke, dass dies erst dann möglich sein wird, wenn eine einzige Gesellschaft übrig geblieben ist, die in ganz Europa aktiv ist.

Sehr interessant, dieses vergessene Thema nach 8 Jahren wieder mal durchzulesen. Bei diesem Brief aus dem Jahr 1973 fiel mir die Karte ins Auge, die die Länder zeigt, die dem europäischen Parlament 1973 angehörten. Großbritannien können wir wohl bald von der Karte radieren. Viele Länder sind hinzugekommen, einige haben noch ihr eigene Währung (Tschechien, Schweden, Rumänien etc.).

Es sieht also noch lange nicht danach aus, dass es Euro Marken geben soll, die eines Tages in ganz Europa gültig sind. Apropo der Vergleich mit Lotto (siehe [#35]): dieses sympathische Spiel zum schnell reich werden kann jeder in Deutschland spielen, er sollte nur im Gewinnfall eine deutsche Bankverbindung besitzen. So einfach ist es.

Liebe Grüße

10Parale


 

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