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Thema: Moderne Privatpost in Deutschland
Das Thema hat 1450 Beiträge:
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Stefan Am: 04.03.2025 20:50:01 Gelesen: 248099# 1426 @  
@ Jörg M. [#1425]

Dazu habe ich auch durch Zufall eine weitere Holzbriefmarke der Modernen Privatpost Deutschland gefunden. Die würde ganz hervorragend in meine Motivsammlung Weihnachten passen. Ich kann sie aber in keiner Verkaufsplattform finden ? Vielleicht weiß jemand eine gute Quelle.

Hierbei handelt es sich um PostModern Dresden mit der Briefmarke zu 50 Cent als Ausschnitt aus dem Block Nr. 21 [1], Ausgabe am 25.11.2011. Zu dem Block gehört auch eine Einzelmarke in Dreiecksform (in [1] Katalognr. 224), welche im Bogen zu acht Marken erschien. Die Auflage des Blocks beträgt 2.000 Stück, die der Briefmarke 100.000 Stück. Bei der Portostufe zu 50 Cent handelt es sich um das damalige Entgelt für einen Standardbrief bis 20 g.



PostModern Dresden hatte 2011 noch keine Briefsortieranlagen in Gebrauch und sortierte damals alles per Hand ab. Damit war die beschädigungsarme Verwendung dieser im Vergleich zu Papier relativ dicken Holzbriefmarke in der Praxis durchaus gegeben und keine blanke Spielerei. Jährlich neue Weihnachtsbriefmarken waren bei PostModern jahrelang Usus gewesen.

Wenn ich mich noch recht entsinne, hatte das seit Jahrzehnten auf Briefmarken- und Münzzubehör spezialisierte Unternehmen Schaubek [2] ab 2008 (nach dem Ende der Interphil Ltd. aus Berlin parallel zum Ende der PIN Group) für mehrere Jahre den Vertrieb von Privatpostbriefmarken etlicher deutscher Briefdienstleister übernommen (u.a. für PostModern Dresden). Vielleicht sind dort noch Restbestände vorhanden?

Gruß
Stefan

[1] Thomas Burger: "Katalog der modernen Privatpostmarken Deutschlands / Band II / Dessau bis Griesheim" (Katalog von 2020)
[2] https://www.schaubek.de/
 
Jörg M. Am: 04.03.2025 22:00:08 Gelesen: 248076# 1427 @  
Hallo Stefan !

Herzlichen Danke für deine Info, ich werde die Spur weiterverfolgen und bei Schaubek mal nachfragen.

Den Block mit der 50c Dreieckmarke habe ich auf der Philatelia 2025 in München zufällig beim stöbern erstanden (Stand von Aix-Phila-Shop).

Vielleicht werde ich ja fündig, sobald ich im Besitz der 50c Schwibbogen Marke bin, berichte ich es auf jeden Fall.

Schöne Grüße Jörg
 
Markus_Holzmann Am: 05.03.2025 03:59:15 Gelesen: 248020# 1428 @  
Hallo Jörg,

Briefmarken Haller hat jede Menge Privatpostmarken im Sortiment, auch die hier aus Holz (die hatte ich dort auch für meine Weihnachtssammlung gekauft)

http://privatpost-briefmarken.de/neues/privatpost.html

Grüße

Markus Holzmann
 
Jörg M. Am: 05.03.2025 08:20:51 Gelesen: 247993# 1429 @  
Hallo Markus !

Herzlichen Dank für deine Info.

Den Block mit der 50c Dreieckmarke habe ich auf der Philatelia 2025 in München zufällig beim stöbern erstanden (Stand von Aix-Phila-Shop).

Vielleicht werde ich ja fündig, sobald ich im Besitz der 50c Schwibbogen Marke bin, berichte ich es auf jeden Fall.

Schöne Grüße Jörg
 
DL8AAM Am: 18.03.2025 23:44:28 Gelesen: 237559# 1430 @  
@ DL8AAM [#1421]

DE Versand ... Kann jemand etwas mit diesem Logo anfangen?

Das ist keine Alltagsfliege, scheinbar ist das ein Standardlogo für diesen Anbieter bzw. für dieses Produkt ... aber immer noch ohne jeglichen Hinweis auf die "Herkunft" bzw. den Dienstleister, der für diese 'Privatpostdienstleistung' verantwortlich zeichnet:



Katalog (ohne Umhüllung) von Mey & Edlich aus 04227 Leipzig. Auch in diesem Fall verschickt im Rahmen/im Auftrag einer Brieflaufzeitstudie von "Mailagenten" [1], d.h. Spectos GmbH aus Dresden - zu erkennen an der Sendungsnummer 70xxx39 als Zusatzangabe in der Adresse unterhalb des Namens (die gleichzeitig auch als Kundennummer für den Absender Verwendung findet, sollte man hier den Katalog parallel zur Laufzeitstudie etwa auch für eine Neukundenaquise eingesetzt haben? ...hi), versendet über das deutsche Privatpost-Kooperationsnetzwerk und zugestellt über das Sortierzentrum der CITIPOST Hannover durch die CITIPOST Göttingen; März 2025.

Es handelt sich hier ebenfalls um eine vortourisierte Sendung, wobei sich sämtliche privatpostalischen Kennzeichnungen in diesem Fall ausschließlich im Bereich des Adressausdrucks (im "Postfenster") befinden, hier ein linearer Barcode (mit der UPOC-Sendungsnummer) sowie eine Sendungs-Statuszeile u.a. mit den Leitwegangaben bzw. Routinginformationen (aka "Brevierdaten"), siehe unten. Plus erneut das bereits bekannte (unbekannte) Logo für DE VERSAND. Sehr wahrscheinlich handelt es sich hier um das Logo des Versandabwicklers bzw. des Produzenten dieses Katalogmailings und/oder dessen "Produktmarke"? Leider findet Google (bzw. ich über Google) noch immer keine sinnvollen Hinweise.

Die Statuszeile DeV PREMIUM - 3016 4 3011 150-195-0080 0100525482940046 2483315-1 EV im "üblichen Standardformat" schlüsselt sich wie folgt:

DeV PREMIUM (Eigen-) Identifikation des ursprünglich einlieferenden Dienstleisters, womöglich des Produzenten des Mailings
3016 "Von": Mail Alliance-Kennung der erstbearbeitenden Privatpost: CITIPOST Hannover
4 "Über": physisch geleitet über den Mail Alliance-Hub in Würzburg "Main-SortierService GmbH" (ein semi-alias von mailworXs)
3011 "An": zum Sortierzentrum der CITIPOST Hannover
150-195-0080 Brevierdaten bzw. Routinginformationen für die Empfängeradresse zur Zustellung im Bereich der CITIPOST Göttingen
1 : Bereich der CITIPOST Göttingen; 50: in der Kernstadt Göttingen
195 : Touren-Kennung für die Empfängeradresse mit einer
0080: Gangfolgeangabe (innerhalb der Zustellertour)
010052... UPOC Sendungsnummer, mit der
0052: codX-Mandantenkennung für den Sendungsmanager der "mailworXs GmbH (Vortourisierung)"
2483315 Kennzeichnung des Kundenauftrags
EV Vorausverfügung für den Fall der Unzustellbarkeit, EV: Elektronische Rückmeldung & Vernichten
 

Die Mail Alliance-Kennung 3016 der CITIPOST Hannover kennzeichnet dabei nur den "abrechnungstechnisch-datenerfassenden" Herkunftsweg für diese Sendung bzw. für dessen Datensatz.

Kann vielleicht jetzt jemand mit "DE VERSAND" bzw. "DeV PREMIUM" etwas anfangen? Oder hat jemand andere, weitere Beispiele für diesen unbekannten Dienstleister bzw. dessen Produkt? Oft helfen ja Berichte möglichst vieler verschiedenen Beispiele, möglichst aus unterschiedlicher (regionalen) Bereichen. (?).

Beste Grüße
Thomas
 

Stefan Am: 24.03.2025 20:41:14 Gelesen: 232796# 1431 @  
In Beitrag [#671] vom 23.04.2013 wurde nach der B. P. GmbH Premium Briefdienste gefragt:



C6-Sendung vom 22.09.2006

Bei der Recherche nach einem Briefdienst im Unternehmensregister [1] unter dem Stichwort "Briefpost" kam ich bei B.P. - Briefpost GmbH Lünen (bzw. später Dortmund) heraus. B.P. aus dem Ruhrgebiet? Moment mal, da gab es doch ein kleines Rätsel. Handelt es sich hier um die Lösung und um den lang gesuchten Briefdienst?

Seitens der Bundesnetzagentur wurde die Lizenz unter P 05/2833 auf dem Namen Briefpost GmbH registriert, zuerst unter der Adresse:

- Wethmar Markt 15d, 44534 Lünen (März bis Mai 2006)
- Londoner Bogen 6, 44269 Dortmund (Mai 2006 bis Oktober 2007)

Die GmbH "B.P. - Briefpost GmbH" im Unternehmensregister ist heute unter anderem Namen (und anderem Geschäftsfeld) beim Amtsgericht Dortmund unter HRB 19619 registriert. Dort ist auch im Gesellschaftervertrag vom 20.08.2007 hinterlegt, dass sich der Unternehmensgegenstand von Briefdienstleistung auf einen anderen Bereich (u.a. Gebäudedienstleistungen, Kleintransporte, Kurierfahrten usw.) änderte. Soweit ersichtlich, sind keine älteren Unterlagen online einsehbar. Die GmbH wurde im Februar 2025 aufgelöst.

Unter der Maßgabe, dass es sich bei B. P. GmbH Premium Briefdienste aus/um Bochum und der B.P. - Briefpost GmbH aus dem benachbarten Lünen bzw. Dortmund um die gleiche Unternehmung handelt, ließe sich die Briefdiensttätigkeit maximal auf die Jahre 2005 - 2007 eingrenzen. Der zugrunde liegende Gesellschaftervertrag der GmbH datiert auf den 07.02.2006, was die Geschäftstätigkeit formal maximal auf 2006/2007 beschränken würde.

Gruß
Stefan

[1] https://www.unternehmensregister.de/
 
DL8AAM Am: 25.04.2025 22:46:43 Gelesen: 200637# 1432 @  
@ DL8AAM [#1421][#1430]

DE Versand ... Kann jemand etwas mit diesem Logo anfangen?

Weiter gehts mit diesen 'unbekannten' Herkunftslogo, in diesem Fall auf einem normalen Umschlag, d.h. der Dienstleister bietet nicht den Katalogversand, sondern auch ganz reguläre Mailings für seine werbenden Kunden an.



Werbesendung des Absenders "Walbusch" - Walter Busch GmbH & Co. KG aus 42646 Solingen, nun "freilaufend", d.h. nicht im Rahmen einer Laufzeitstudie (wie in [#1421][#1430]) verschickt. Versendet über das deutsche Privatpost-Kooperationsnetzwerk und zugestellt über das Sortierzentrum der CITIPOST Hannover durch die CITIPOST Göttingen; April 2025.

Auch hier handelt sich um eine vortourisierte Sendung, wobei sich sämtliche privatpostalischen Kennzeichnungen in diesem Fall ausschließlich im Bereich des Adressausdrucks (im "Postfenster") befinden, hier ein linearer Barcode (mit der UPOC-Sendungsnummer) sowie eine Sendungs-Statuszeile u.a. mit den Leitwegangaben bzw. Routinginformationen (aka "Brevierdaten"), siehe unten. Wieder mit dem Zusatz des (unbekannte) Logos DE VERSAND.

Die Statuszeile 3016 4 3011 150-195-0080 0100525652604208 2486648-1 EV schlüsselt sich - wie gehabt - wie folgt in:

3016 "Von": Mail Alliance-Kennung der datentechnisch, erstbearbeitenden Privatpost: CITIPOST Hannover
4 "Über": physisch geleitet über den Mail Alliance-Hub in Würzburg bzw. der "Main-SortierService GmbH"
3011 "An": zum Sortierzentrum der CITIPOST Hannover
150-195-0080 Brevierdaten bzw. Routinginformationen für die Empfängeradresse zur Zustellung im Bereich der CITIPOST Göttingen
1 : Bereich der CITIPOST Göttingen; 50: in der Kernstadt Göttingen
195 : Touren-Kennung für die Empfängeradresse mit einer
0080: Gangfolgeangabe (innerhalb der Zustellertour)
010052... UPOC Sendungsnummer, mit der
0052: codX-Mandantenkennung für den Sendungsmanager der "mailworXs GmbH (Vortourisierung)"
2486648 Kennzeichnung des Kundenauftrags
EV Vorausverfügung für den Fall der Unzustellbarkeit, EV: Elektronische Rückmeldung & Vernichten
 

Zur Herkunfts-"Mail Alliance"-Kennung 3016 (eine Ablage-"Unterkennzeichnung für die CITIPOST Hannover "301") steht mein erster Interpretationsversuch für (etwas wie) "Zulieferung über nationale Kunden aus dem Bereich der Mail Alliance" bzw. erfasst über den 'Sendungsmanager' von MailworXs weiter zur Diskussion.

Und zum Abschluß wieder die alte Frage: Kann vielleicht jetzt jemand mit "DE VERSAND" etwas anfangen? Wer steckt dahinter? Ein neuer Player im Privatpostsektor? Oder ist das nur eine neue Marke eines bekannten Anbieters? Vielleicht sogar der Mail Alliance selbst?

Beste Grüße
Thomas
 

Stefan Am: 01.06.2025 09:49:53 Gelesen: 169556# 1433 @  
In Beitrag [#62] vom 24.03.2008 hatte ich die ersten elf Niederlassungen von TNT Post in Deutschland aufgelistet, in Beitrag [#962] vom 28.06.2015 eine Liste von 17 Standorten von TNT Post bzw. Postcon veröffentlicht. An dem damaligen Wissensstand von 2015 hat sich nichts Grundlegendes mehr geändert: Die Niederlassung Frankfurt/Main wurde 2016 verkauft und firmierte in Main Versand um (geschlossen vermutlich ca. September 2018), die Niederlassung in Neuss wurde aufgelöst und mit Essen zusammengelegt (2016) und die Bochumer Niederlassung zog 2016 nach Essen zurück und wurde Ende Mai 2022 als letzte Postcon-Niederlassung abgegeben mit anschließender Umfirmierung in Xendis). TNT Post bzw. Postcon war insgesamt in den Jahren 2005-2022 unter eigenem Namen in Deutschland als Briefdienstleister aktiv gewesen. Die nachfolgenden Jahreszahlen aus der Liste von 2015 müssten noch detailierter herausgearbeitet werden.

21217 Seevetal (2008)
22769 Hamburg (2006-2011), Nachfolger Elbkurier (Mai bis Dezember 2011)
38350 Helmstedt (2007-2011), ehemals Regionaler Brief Dienst GmbH (RBD), Nachfolger erneut RBD (bis wann?)
40XXX Düsseldorf (2006-2008); der Standort Düsseldorf basiert auf den Angaben in den Frankiergeräten der Eigenzustellung*
41065 Mönchengladbach (2006-2007), ehemals city briefservice GmbH (cbs)
41468 Neuss (2009-2016), vorher in Viersen und Frechen ansässig
41747 Viersen (2006-2009), ehemals Rheinlandbrief GmbH (und vermutlich auch cbs, Niederlassung Viersen)
42275 Wuppertal (2005-2008)
44807 Bochum (2011-2016), vorher und danach in Essen ansässig
45356 Essen (2006-2011 und 2016 - Mai 2022)
46539 Dinslaken bzw. Wesel (2007-2008), ehemals Blitzkurier Bernsen u. Hackert GbR
47221 Moers (2005-2008), ehemals Blitz Logistik GmbH
49076 Osnabrück (2007), ehemals Trias GmbH
50226 Frechen (2006-2009), ehemals Rheinkurier GmbH
60327 Frankfurt am Main (2006-2016), Nachfolger Main Versand (2016-2018)
70372 Stuttgart (2006), ehemals MailXpress GmbH
70736 Fellbach (Ende 2006-2012), vorher in Stuttgart ansässig

...*: Der für Düsseldorf gemeldete Standort hat gemäß einer Info eines Sammlerkollegen, welcher damals Einblick in Interna hatte, nie als Briefzentrum exisitiert. Ich nehme an, dass mindestens ein Frankierkopf mit der Inschrift "Düsseldorf" einer Hasler Mailmaster in der Niederlassung Moers in Gebrauch gewesen war. Darüber wurden zweitweise Kunden u.a. aus Duisburg, Essen, Krefeld, Moers, Neukirchen-Vluyn, Oberhausen und Rheinberg frankiert, welche sich sonst auf die Niederlassungen (Briefzentren) Essen und Moers verteilten.

Nachfolgend Belege von TNT Post selbst aus den Niederlassungen Viersen, Essen und Moers mit Adressangaben in den Maschinenstempeln der eigenen Frankierung und auf den Briefumschlägen selbst (als Absenderangabe):



TNT Post Regioservice, Kränkelsweg 34a, 41478 Viersen



TNT Post Regioservice, Ruhrtalstraße 77, 45239 Essen



TNT Post Regioservice, Pferdsweide 29a, 47441 Moers

Gruß
Stefan
 
Stefan Am: 21.06.2025 23:24:05 Gelesen: 152169# 1434 @  
In Beitrag [#1155] vom 10.11.2017 wurde bereits ein mehrfarbiger Freistempel aus der Eigenzustellung eines Postmitbewerbers gezeigt ohne näher auf diese interessante Thematik einzugehen. Dies sei nachfolgend nachgeholt.

Absenderfreistempel von Maschinen, welche bei der Deutsche Post AG zugelassen sind und in der Lage waren/sind, mehrfarbig zu frankieren, ließen sich bisher an einer Hand abzählen. Neben einem Modell des norwegischen Herstellers Krag von Anfang der 1980er Jahre kommen aktuell bisher drei Modelle von Pitney Bowes in Frage. Die Kennungen beginnen mit E50 (aus den 1990er und 2000er Jahren, zweifarbig); 4D11 und 4D13 (ab den 2010er Jahren). Bei letzterem handelt es sich um Freistempel mit Matrixcode, Wertrahmen "Frankit" bzw. für letzteres auch Wertrahmen "FR". Diese beiden Modelle kommen, versehen mit einem neuen Frankierkopf oder umschaltbaren (?) Frankierkopf von DPAG auf Eigenzustellung für die nachfolgenden Maschinenstempelabschläge in Frage. Wer weiß mehr?

Mehrfarbige Stempelabschläge lassen sich in Handstempel und Maschinenstempel unterscheiden. Von Maschinenstempeln sind sowohl mehrfarbige Stempelabschläge bekannt, welche unabsichtlich und welche, die absichtlich produziert worden. Bei den unabsichtlich produzierten Abschlägen handelt es sich um Frankiergeräte oder um die Frankierung von Briefsortieranlagen, welche aus mindestens zwei zeitgleich in Gebrauch befindlichen Farbkartuschen besteht. Dieses Kuriosum sollte einer separaten Veröffentlichung vorbehalten bleiben. Das Prinzip von technisch bedingt zwei Farbkartuschen gleichzeitig ist bei den Absenderfreistempeln (DPAG) mit dem Wertrahmen Frankit und FR bekannt.

Von den bewusst produzierten Abschlägen kenne ich lediglich das Unternehmen [1]

InWiLog Post-Service OHG
Jee Impressum
Angaben gemäß § 5 TMG:


InWiLog Post-Service OHG
Jeersdorfer Weg 22
27356 Rotenburg (Wümme)

Tel.04261-8515762
Fax.04261-9625334


HRA 201541 Amtsgericht Walsrode
USt.-IdNr:. DE277928727
Steuernummer: 40/221/05908

mail. info@inwilog.de

AGB

Geschäftsführer: M.Indorf


... bzw. dem Nachfolger Citipost Rotenburg. In Rotenburg wurden anscheinend auch Sendungen von Mailworxs (Niederlassung Hamburg) frankiert.

Von diesen Unternehmen sind mir jeweils mehrfarbige Abschläge von zwei Kunden (Absendern) bekannt.







Sendungen des Absenders Johannsen Rechtsanwälte aus 20099 Hamburg (in meiner Sammlung belegt von 03.02.2015 - 02.03.2018)







Sendungen des Absenders Oetjen Logistik aus 27356 Rotenburg (Wümme) (in meiner Sammlung belegt von 13.10.2014 - 16.11.2018)

Zur Citipost Rotenburg schrieb die Internetseite http://www.citipost.de [2]:

Unternehmen / Presse / CITIPOST in Rotenburg
CITIPOST in Rotenburg

Hannover, 13.05.2016

Seit dem 01.04.2016 ist die CITIPOST auch in Rotenburg vertreten.

Der Internetauftritt der CITIPOST Rotenburg befindet sich derzeit im Aufbau. Für Fragen wenden Sie sich bitte an die folgende Adresse:

CITIPOST Rotenburg

Ein Unternehmen der

InWiLog | Post-Service oHG

Jeersdorfer Weg 22

27356 Rotenburg

Tel. 04261-8515762


Wayback war häufiger zu Gast auf der Domain citipost.de und hatte einen Verweis auf deren Unterseite zur Citipost Rotenburg [3] letztmalig am 24.01.2021 archiviert. Am 19.04.2021 wurde Rotenburg in der Grafik der Citipost-Niederlassungen nicht mehr aufgeführt. Dies deutet darauf hin, dass die Citipost Rotenburg eventuell im ersten Quartal 2021 den Geschäftsbetrieb eingestellt hatte. Wer weiß mehr und kann die Verwendungszeit der mehrfarbig gehaltenen Maschinenstempel eingrenzen?

Gruß
Stefan

[1] https://web.archive.org/web/20191111051002/http://inwilog.de/startseite.html
[2] https://web.archive.org/web/20191228040121/http://www.citipost.de/Hannover/Unternehmen/Presse/CITIPOST-in-Rotenburg
[3] https://web.archive.org/web/20210124143405/http://www.citipost.de/
[4] https://web.archive.org/web/20210419174123/http://www.citipost.de/
 
TechnikClan Am: 30.07.2025 17:10:17 Gelesen: 130588# 1435 @  
Moin,

etwas ganz interessantes. Ich selbst bin bei der Citipost Frankierkunde und verschicke selbst Briefe darüber.



Der Brief ging an ein Postfach und wurde direkt von der Postfachanlage zurückgeschickt. Regulärer Weg wäre Citipost Weserbergland -> Pin AG -> Postfachanlage Deutsche Post. Leider wurde er einfach zurückgeschickt ohne wirklich erkennbare Gründe.

Es gab nur das Citipost Label sonst gar nichts, was darauf schließen würde.
 
Stefan Am: 30.08.2025 12:07:16 Gelesen: 119053# 1436 @  
Ein Sammlerkollege hatte mich auf das nachfolgende nichtphilatelistische Thema aufmerksam gemacht, aber auch dies kann bei einem Briefdienstleister auftreten (wie in jedem anderen Gebäude auch): am 15.08.2025 hat es einen Großbrand auf dem Betriebsgelände von Turbopost in 16816 Neuruppin gegeben. Der Notruf ging bei der Feuerwehr um 05:15 Uhr morgens ein. Der Brand in einem Teil der 17.000 m² großen Lagerhalle verursachte einen Schaden von ca. 75.000 Euro. Ich kann lediglich vermuten, dass in dieser Halle die Briefesortierung von Turbopost (und in der darüber befindlichen ersten Etage die Verwaltung von Turbopost) untergebracht ist.

Den Pressemeldungen nach geht die Polizei von einem technischen Defekt als Brandursache aus. Örtlich berichteten mehrere Medien [1][2] und auf Youtube [3] wurde von einem lokalen Sender ein ca. siebenminütiger Film zum Feuerwehreinsatz online gestellt. Das Video zeigt einige Außenaufnahmen des Betriebsgeländes von Turbopost. In einer Szene (0:28 min) zieht die Feuerwehr Rollwagen mit Kartons aus dem Gebäude, welche m.W. als Postkistenersatz für den Transport von bspw. Massensendungen (z.B. Kataloge) verwendet werden können. Auf derartigen Rollwagen lassen sich auch die üblichen Postkisten verschiedener Briefdienstleister stapeln. Vor dem Gebäude sind einige Fahrzeuge von Turbopost zu sehen.

Gruß
Stefan

[1] https://www.maz-online.de/lokales/ostprignitz-ruppin/neuruppin/neuruppin-brand-bei-turbopost-in-der-brenckenhoff-strasse-75-000-euro-schaden-TIN4OXKCU5HCXOHEWG553R7PHE.html
[2] https://www.brandenburg-news24.de/artikel/Grossbrand-in-Neuruppiner-Lagerhalle-75000-Euro-Schaden-nach-technischem-Defekt-
[3] https://www.youtube.com/watch?v=Q4kR9iELjUA
 
DL8AAM Am: 30.10.2025 17:15:23 Gelesen: 98579# 1437 @  
@ Stefan

Bei diesem Brief bin ich irgendwie am Ende mit meinem Latein ...

Wobei mir die Grundkonstellation natürlich klar ist: Vom Absender eingeliefert bei der CITIPOST Bremen, über das Sortierzentrum bei der CITIPOST Hannover, zur Zustellung über die CITIPOST Göttingen. Soweit so gut...



Ich gehe mal der Reihe nach vor:

a) Der Absender, die 'Zentrale Stelle beim Gesundheitsamt Bremen', eine Bremer Behörde, hat die Sendung bei der CITIPOST Bremen eingeliefert. Von hier stammt der erste Tintenstrahler mit Kindenklischee des Kunden "Freie Hansestadt Bremen". UPOC-Sendungsnummer mit codX-Mandantenkenner 0045 der CITIPOST Bremen. Leitwegangabe 2871-1-3011: Von der CITIPOST Bremen (2871) über den Hub bei der CITIPOST Hannover (1) zum Sortierzentrum der CITIPOST Hannover (3011); 18.09.2025.

b) Nun erhielt der Brief am 19.09.2025 einen weiteren Tintenstrahler mit einer neuen UPOC-Sendungsnummer, mit codX-Mandantenkennung 0106. Diese Kennung gehört nach meinen Informationen zur CITIPOST Ostwestfalen-Lippe in Bielefeld. Mit Ableitungshinweis 3011 auf die CITIPOST Hannover. Also wäre das eine zusätzliche "Transitkennzeichnung" (irregulär oder Fehlleitung)? Soweit so gut ...



... aber dieser Tintenstahler trägt oben als Eigenidentifikation (?) die Angabe MA 5041-1 / P2-5041 und das stände dann aber für die CITIPOST Osnabrück ... und nicht Bielefeld !?!?

c1) Abschließender (üblicher) Tintenstrahler des zentralen Sortierzentrums der CITIPOST in Hannover, mit Eigenidentifikation MA3011 - ebenfalls vom 19.09.2025. Übernahme der UPOC-Sendungsnummer mit der codX-Kennung 0106 (CITIPOST Ostwestfalen-Lippe?) und Angabe der vollständigen 'Routenkennung' auf eine Empfängeradresse im Bereich der CITIPOST Göttingen 150-195-0080 (1: CITIPOST Göttingen/50: Bezirk "Göttingen [Kern-] Stadt", 195: Touren-/Routenkode der Empfängeradresse, 0080: Gangfolgeangabe).

c2) Zustellung durch die CITIPOST Göttingen am 26.09.2025.

Zu guter Letzt, rückseitig befinden sich ('unten links') zwei Leitkodierungen (orange). Die äußere stammt vermutlich von der CITIPOST Hannover. Der (untere) etwas schwächerere mit den leicht längeren Strichen (6 mm - versus - 5 mm) von der Sortierung in Bremen oder im unbekannten "Transsit"zentrum" ...



Was ist also mit der Sendung zwischen Bremen und Hannover passiert? Wer ist für den 'mittleren' (Durchgangs-) Tintenstrahler verantwortlich? Bielefeld oder Osnabrück? Teilen sich inzwischen diese beiden etwa ein gemeinsames Sortierzentrum (in Osnabrück?)? Osnabrück läge ja auf dem Weg von Bremen nach Hannover. Nur vergeben die Osnabrücker nun Bielefelder Sendungsnummern? Oder lief die Sendung (irrtümlich?) erst nach Bielefeld, die verknüpften die Bremer Sendungsnummer (unsichtbar) mit einer eigenen neuen Sendungsnummer und leiteten den Brief dann nach Osnabrück weiter, die dann einen 'neuen' Transit-Tintenstrahler - mit der neueren Bielefelder Nummer aus der Sendungsdatenbank - aufbrachten?

Wer hat eine sinnvolle Erklärung bzw. die Lösung?

Beste Grüße
Thomas
 
Stefan Am: 30.10.2025 19:00:07 Gelesen: 98559# 1438 @  
@ DL8AAM [#1437]

aber dieser Tintenstahler trägt oben als Eigenidentifikation (?) die Angabe MA 5041-1 / P2-5041 und das stände dann aber für die CITIPOST Osnabrück ... und nicht Bielefeld !?!?

Was ist also mit der Sendung zwischen Bremen und Hannover passiert? Wer ist für den 'mittleren' (Durchgangs-) Tintenstrahler verantwortlich? Bielefeld oder Osnabrück? Teilen sich inzwischen diese beiden etwa ein gemeinsames Sortierzentrum (in Osnabrück?)?

Ja, nennt sich Lohnsortierung. Irgendwann in der zweiten Aprilhälfte 2025 ging es los und seither lässt die Citipost Osnabrück die eigenen Sendungen im über die A33 ca. 58 km entfernten Briefzentrum von Bielefeld sortieren.

Mein aktuelles Spätdatum von der Citipost Osnabrück selbst (CodX-Mandant 42) datiert derzeit auf den 15.04.2025.

Gruß
Stefan
 
Stefan Am: 31.10.2025 21:29:55 Gelesen: 98297# 1439 @  
Ergänzend zu Beitrag [#1438] die erwähnte Sendung der Citipost Osnabrück vom 15.04.2025 als aktuelles Spätdatum, welche noch in Osnabrück maschinell erfasst und absortiert wurde:



Gruß
Stefan
 
Stefan Am: 08.11.2025 12:48:31 Gelesen: 96231# 1440 @  
Wer mag, kann sich aktuell eine gebrauchte C6-Briefsortieranlage zulegen. Derzeit ist eine Criterion des Herstellers Böwe, Bell & Howell im Angebot [1]. Den blauen Postkisten auf den Fotos nach stand das gute Stück bei der Biberpost in Magdeburg.

Böwe Bell+Howell Criterion
Sortiersystem C6 bis C5
Technische Daten:

Sortierfächer: 128 auf 2 Ebenen
Geschwindigkeit: bis zu 36.000 Takte/h
Umschlagformate bis C5
- 128 Fächer
- Basismodul inkl. OCR; Sabre Kamera
- Wiegeeinrichtung
- Ebenensortierer
- Doppeldetector
- Barcode Verifier
- Grafikdrucker
Hersteller: Böwe Bell+Howell
Referenznummer: SR029
Produktname: Criterion
Angebotstyp: Gebraucht
Zustand: Sehr gut
 





Gruß
Stefan

[1] https://www.rs-raso.de/de/maschine/boewe-bell-howell-criterion-413/
 

Privatpost Merkur Am: 08.11.2025 14:49:03 Gelesen: 96211# 1441 @  
Hallo Stefan,

nach Zusammenschluss der Privatpostunternehmen biber post aus Magdeburg und MZZ aus Halle ist die Sortierung in Halle konzentriert und die Altanlagen aus Braunschweig und Barleben stehen zum Verkauf.

Grüße Chris Rappaport
Arbeitsgemeinschaft Privatpost Merkur
 
Stefan Am: 08.11.2025 20:41:37 Gelesen: 96128# 1442 @  
@ Privatpost Merkur [#1441]

Danke für die ergänzenden Angaben. Das erklärt das Angebot der Sortieranlage in Beitrag [#1440].

Wer mal sehen mag, wie eine Criterion in natura arbeitet bzw. auch mal die daraus resultierende Lautstärke (Lärm) in einem Sortierzentrum wahrnehmen möchte, dem seien die Filmchen auf Youtube empfohlen [1][2][3].

Gruß
Stefan

[1] https://www.youtube.com/watch?v=YYob6MbWK88
[2] https://www.youtube.com/watch?v=kvAgOm9Akfc
[3] https://www.youtube.com/watch?v=LmGt2VPnu00 (Werbevideo)
 
bedaposablu Am: 18.12.2025 19:01:49 Gelesen: 81084# 1443 @  
Hallo miteinander!

Hier ein Ausschnitt aus einem Katalog der Firma STRAUSS mit AZD-Logo:



Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
 
DL8AAM Am: 18.12.2025 19:41:20 Gelesen: 81070# 1444 @  
@ bedaposablu [#1443]

Nur kurz zur Ergänzung, bei AZD handelt es sich um die AZD Alternative Zustelldienste GmbH (Friedrichstraße 60, 10117 Berlin).

Laut deren Webseite [1]

Die AZD Alternative Zustelldienste GmbH ist ein privater postunabhängiger Dienstleister im Markt der Infopost (adressierte Massensendungen) und eine 100%-ige Beteiligung des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh). Zugestellt werden adressierte Werbesendungen führender Versandhandelsunternehmen. Die AZD Alternative Zustelldienste GmbH bildet keine neuen Verteilstrukturen, sondern bedient sich bereits im Markt vorhandener Organisationen.

Dem regionalen Dienstleistungspartner obliegt die Organisation der Distribution vor Ort.


Das bedeutet sie wickeln für 'Versandhandelsunternehmen' deren Werbeaktionen ab und geben diese Mailings dann direkt in das deutsche Privatpostnetz ab, die dann über ihre Kanäle die Sendungen zustellen (lassen).

In diesem Fall geht die Sendung von AZD (was bedeutet in diesem Zusammenhang "AZD1"?) direkt ins Sortierzentrum der MZZ, zur MZZ/Biberpost (Mail Alliance-Partnerkennung "0611" bzw. UPOC-Sendungsnummer mit der codX-Mandantenkennung "0026") zur Zustellung.

Interessant wären mal vergleichbare Sendungen zu sehen, die über andere Privatpostunternehmen zugestellt wurden, ob hier dann vielleicht z.B. AZD1 MZZ 3011 o.ä. als Leitweg steht. Womöglich wurde das gesamte bundesweite Mailing zentral bei der/über die MZZ eingeliefert oder man bedient dezentral bzw. regional verschiedene Sortierzentren?

Beste Grüße
Thomas

[1] https://www.azd.de
 
phornung Am: 06.01.2026 05:54:55 Gelesen: 75280# 1445 @  
Und zum Jahresbeginn ein Umschlag, der von Hamburg über den Dienstleister Austrian Post International nach Indien befördert wurde und dort Anfang Januar (Tag nicht erkennbar) einen Ankunftsstempel (Andrews Ganj P.O., New Delhi 110049) erhielt.

Die Tochterfirma der Österreichischen Post bietet bei der Dienstleistung "Business Mail" auch die Beförderung personalisierter Briefe an (https://www.austrianpost.de/businessmail.html ) - und um so einen handelte es sich hier. Der Absender schickte eine handschriftlich mit einem Gruß versehene Weihnachtskarte.



Da in der Auflistung der Austria Post auch Einschreibesendungen erwähnt werden: Hat wer ein Beispiel dafür? Welche Art von Labeln werden dafür verwendet?
 
DL8AAM Am: 16.01.2026 14:46:15 Gelesen: 71078# 1446 @  
@ phornung [#1445]

Ein wirklich interessantes Stück, Danke für das Zeigen... aber

... aber, eigentlich ist das weniger ein Privatpostbeleg (im engeren Sinne), als ein Beleg aus dem Bereich des 'internationalen Remailings' [1].

Die Sendung wurde vielleicht zwar einem privaten Postdienstleister 'zur Zustellung im Ausland' übergeben, ja möglich. Aber hier lief die Sendung dann unmittelbar ... ins Ausland.

"Übliche" Privatpostsendungen ins Ausland durchlaufen normalerweise erst die annehmende deutsche Privatpost, erhalten dort in aller Regel eine deutsche Privatpostkennzeichnung aus der Erfassung bzw. der Bearbeitung/Weiterleitung, um dann irgendwo "zentral" gesammelt von einen sekundären Dienstleister für die Auslandsableitung behandelt zu werden [erst ab hier laufen diese dann im Rahmen des 'internationalen Remailings' weiter].

In Deinem Fall wurde die eigentliche deutsche Privatpostbehandlung übersprungen. Womöglich war hier sogar überhaupt keine deutsche Privatpost (direkt) beteiligt, sondern die Einlieferung erfolgte möglicherweise direkt in die "Remailingschiene" (unter Umgehung der "Privatpostschiene") des Dienstleisters. Gerade weil sich eben keinerlei deutsche Privatpostkennzeichen auf der Sendung befinden, ordne ich den Beleg komplett (nur) dem Bereich des internationalen Remails zu und nicht der deutschen Privatpost.

Hier übernahm die "AUSTRIAN POST International Deutschland GmbH" in Bonn die Sendung (direkt vom Absender oder eventuell über einen 'Makler') und diese leitete die Sendung anschließend über ihre "Mutter", die hoheitliche Österreichische Post AG, UPU-technisch nach Indien ab. Das erfolgte entweder bereits direkt über ein UPU-registriertes, österreichisches ETOE (Extraterritorial Exchange Office) in Deutschland - oder (eher unwahrscheinlicher?) erst nach einen Umweg über Österreich.

Ganz, ganz vereinfacht gesagt, dieses ETOE ist eine Art von postalischem Konsulat der hoheitlichen österreichischen UPU-Post in Deutschland, um sich für den internationalen Postaustausch den Transport nach Österreich bzw. um sich den 'sinnlosen' (...) Umweg über Österreich sparen zu können. Diese ETOE müssen bei der UPU entsprechend registiert werden, damit darüber der reguläre UPU-Postaustausch abgewickelt werden darf.

In jedem Fall, ein klassisches Remailing und zwar ein sogenanntes "ABC-Remailing", d.h. aus "Land A" (Deutschland), über "Land B" (Österreich), ins "Land C" (Indien).

Wie gesagt, schöner Beleg. Wie bereits in einem anderen Thema angesprochen, "bitte, bitte mehr davon" ;-) Remailings nach Deutschland sieht man hier ja relativ häufig, Remailings aus Deutschland aber eher weniger.

Beste Grüße
Thomas

[1] https://www.philaseiten.de/thema/1334
 
bedaposablu Am: 22.04.2026 18:27:37 Gelesen: 13577# 1447 @  
Hallo miteinander!



Brief, frisch aus der Papiertonne, von München nach Magdeburg Premiumadress und Konsolidierer "K7197"!

Wer steckt hinter K7197?

Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
 
Araneus Am: 22.04.2026 19:55:08 Gelesen: 13542# 1448 @  
@ bedaposablu [#1447]

„K7197“ ist hier wie die Ziffernfolge links davon in der Schriftart „Delivery“ gedruckt. Das deutet darauf hin, dass dahinter eine DHL-Tochter steckt, vermutlich ein Lettershop der E-POST Solutions. Auch die Kundennummer 7000431515 (in der Frankier-ID die hexadezimale Schreibweise: 42C2 E5B) deutet darauf hin. Dieselbe Kundennummer findet man bei DV-freigemachten Briefen, Dialogpost- und Postwurfspezial-Sendungen verschiedene Absender aus verschiedenen Städten.

Dass hier ein Privatpost-Beleg vorliegt, erscheint mir sehr unwahrscheinlich.

Schöne Grüße
Franz-Josef
 
Journalist Am: 05.05.2026 20:30:50 Gelesen: 5739# 1449 @  
Hallo an alle,

wer kann hier weiterhelfen, was das für ein Formular war:



Es wurde vom Fuhseboten 2007 nach Berlin über Pin zugestellt, der Empfänger musste unterschreiben und dann ging scheinbar alles zurück an den Absender - war dies eventuell eine Art Rückschein oder ?

Schon jetzt danke für entsprechende Teilantworten - viele Grüße Jürgen
 
Stefan Am: 06.05.2026 18:50:46 Gelesen: 5222# 1450 @  
@ Journalist [#1449]

Es wurde vom Fuhseboten 2007 nach Berlin über Pin zugestellt, der Empfänger musste unterschreiben und dann ging scheinbar alles zurück an den Absender - war dies eventuell eine Art Rückschein oder ?

Nein, kein Rückschein. Absender und Empfänger sind mir nicht unbekannt, speziell der Absender Peter Hansen aus Triangel war ein begeisterter Sammler der modernen Privatpost gewesen. Ich nehme an, dass dieses Blatt Papier (ursprünglich) aus seinem Fundus stammt.

Meinem Verständnis nach handelt es sich hier um einen internen Zustellnachweis des Fuhseboten für die Zustellung eines Einwurfeinschreibens, hier zugestellt am 24.03.2007 über die PIN AG in Berlin. Aus diesem Grund wurde der Stempel des Fuhseboten durchgestrichen und der Stempel von PIN Berlin danebengesetzt.

Ein interner Zustellnachweis ist für den Briefdienstleister recht praktisch, um intern die Zustellung einer Sendung zu dokumentieren und notfalls auch gegenüber dem Absender im Fall einer Reklamation bzw. Regressforderung auskunftsfähig zu sein. Es wirkt kurios, dass bei der Zustellung eines Einwurfeinschreibens des Fuhseboten auf dem Begleitzettel dennoch die Möglichkeit besteht, dass der Empfänger den Erhalt der Sendung quittieren (unterschreiben) konnte. Im Fall einer Reklamation wäre eine derartige Dokumentation in jedem Fall besser belastbar. ;-)

Gruß
Stefan
 

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