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Thema: Moderne Privatpost in Deutschland
Das Thema hat 1308 Beiträge:
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Pete Am: 15.12.2019 18:04:19 Gelesen: 99460# 1284 @  
"bei der DPAG / eingeliefert am" - so lautet der Inhalt eines Handstempels auf einer Sendung des Jahres 2002. Der Absenderfreistempel zeigt den Werbeeinsatz der Stadtverwaltung Berlin, die Absenderangabe verweist auf ein Landesamt. Der Beleg wirkt mit Ausnahme des Handstempelabschlages eher unscheinbar.



C6-Sendung bis 20g vom 18.04.2002 aus Berlin, Frankiergerät mit der Kennung F737773, Porto zu 0,56 Euro

Im Zusammenhang mit dem zur Freimachung verwendeten Absenderfreistempel sowie dem Absenderort "Berlin" ergibt sich die richtige Spur. Anhand der Frankiergerätenummer F737773 lässt sich das Frankiergerät des Herstellers Francotyp-Postalia dem Absender PIN AG Berlin zuordnen:



Anhand des Auflieferers PIN AG ergibt der eingangs genannte Handstempel durchaus einen Sinn. Vermutlich handelt es sich hier um einen Nebenstempel dieses Briefdienstleisters und wäre damit für eine Privatpostbelegesammlung von Interesse.

Gruß
Pete
 
JohannesM Am: 18.12.2019 16:45:24 Gelesen: 98702# 1285 @  
Weiß jemand, was k-UPOC und l-UPOC bedeutet?

Beste Grüße
Eckhard
 
22028 Am: 14.01.2020 12:13:34 Gelesen: 82993# 1286 @  
Heute kam ein Brief von der MainPost Logistik zugestellt herein, darauf ein Label der MainPost Logistik mit Inschrift "Privates Abendgymnasium Würzburg".

Dazu Kodierung oder was das ist M UOPC ?


 
StefanM Am: 14.01.2020 13:03:56 Gelesen: 82969# 1287 @  
M ist eine Kennung für die Größe der Sendung.

UPOC = Universeller Post Code
 
Michael Mallien Am: 21.01.2020 21:16:53 Gelesen: 78036# 1288 @  
@ Black5 [#879]

Auch 2020 noch aktiv: Die Morgenpost Briefservice GmbH.



Heute erhielt ich eine Büchersendung, allerdings mit Frankit frei gemacht und mit der Deutschen Post zugestellt.



Viele Grüße
Michael
 
filunski Am: 09.02.2020 00:25:45 Gelesen: 69190# 1289 @  
Verehrte Privatpost-Spezialisten,

gestern hatte ich einen Brief im Briefkasten, der mir noch nicht so ganz klar ist.

Hier erst mal der Brief:



Zugestellt von der in meiner Region zuständigen Privatpost, der Regensburger CityMail. Deren "Spray-on" rechts oben, ganz normal, sieht immer so aus.

Jetzt aber zum Absender. Freimachung im Fenster als Strichcode, hier nochmals im Detail:



Rechts von der Codierung ein Logo, Kuvert mit LMF. Das Logo kenne ich auch gut, es gehört dem Augsburger Privatpostanbieter LMF (Logistic Mail Factory GmbH). Soweit, so gut, nicht ungewöhnlich, von der LMF aufgegeben, weitergeleitet an die bei mir zuständige CityMail. Solche Briefe bekomme ich öfter, wenn auch zum ersten Mal so mit der Fensterfreimachung.

Aber, der Absender (so auch durch den Inhalt bestätigt), ist noch nicht mal in der Nähe von Augsburg und dem Einzugsgebiet der LMF. Steht auch über dem Strichcode, es ist eine Behörde des Bundes, das Bundesverwaltungsamt (BVA) in Köln. Köln steht auch im Schreiben als Aufgabeort und in der Nähe von Augsburg hat das BVA auch keine Außenstelle.

Kann mir jemand dazu vielleicht den Hintergrund erklären?

Viele Grüße,
Peter
 
DL8AAM Am: 09.02.2020 03:58:33 Gelesen: 69141# 1290 @  
@ filunski [#1289]

Hallo Peter,

erst einmal zur Privatpostschiene, der vom "Absender" (bzw. dessen "Ausdruckender und Versandabwickelnder" Dienstleister) eingedruckte Leithinweis (mit "Brevierdaten") erklärt uns die privatpostalische Geschichte:

8611 4 9312 06 06 009 010226.... 59405 Z

Das schlüsselt sich wie folgt:

- 8611 Versendet über die Logistic-Mail-Factory GmbH, Augsburg (Mail Alliance-Kennung "ma-8611"),
- 4 Ableitung über den Mail Alliance-Verteilknoten (Hub) bei der Main-SortierService GmbH, Würzburg
- 9312 an die City Mail Regensburg GmbH (Mail Alliance-Kennung "ma-9312"),
- 06... hier stehen normalerwiese die Zustellangaben bzw. mit der Touren/Routen-Kennung für die Empfängeradresse, d.h. die Brevierdaten
- 01... UPOC-Sendungsnummer, 01 steht für die Art, hier "Mail item"
- 0226 Erstellung des Mailings mit Hilfe des Sendungsmanagers von mailworXs (UPOC-Sendungsnummer mit der codX-Mandantenkennung "0226").
- 59405 Identifikation des Mailings/Versenders
- Z vermutlich ist das eine Kennung für die Art des Mailings
 

Und nun zur Frage. Auch wenn die Sachbearbeiter noch vor Ort, am Dienstort die Briefe "schreiben", werden heutzutage - insbesondere bei großen Unternehmungen und Institutionen - diese Schreiben aber nicht mehr vor Ort ausgedruckt, eingetütet und versendet, sondern die entsprechenden Datensätze mit den Schriftstücken werden an nachgeschaltete (Sub-) Dienstleister abgegeben. Bei Behörden kommen da vermehrt gemeinsame, zentrale "Rechenzentrum" bzw. spezielle "IT-Behörden" zum Zuge.

Das heisst oftmals stimmen der Absenderort (Absender) nicht mehr mit dem Versandort (Einlieferer) überein.

Gruß
Thomas
 

EdgarR Am: 09.02.2020 11:39:04 Gelesen: 68949# 1291 @  
Die Schrumpfform einer Schrumpfform

Fast bin ich versucht, anzuheben mit "in der guten,alten Zeit ..." - also ganz, ganz früher mal: da kam eine Marke auf den Brief, Stempel drauf, fertig. Oder Freistempel drauf (also Frankierung und Stempel in einem Aufwasch). Kennt jeder, verstand jeder.

Dann kamen die Controller. Und fandem raus, dass das auch 1 oder 2 Zehntelpfennige billiger geht: mit einer "DV-Freimachung im Fenster"



So wurde die Schrumpfform der Freimachung geboren...

Die Privatpöstler machten's nach



Na ja, immerhin war noch herauszufinden, woher bzw. von welchem Postdienstleister der Brief/der Werbemüll kam...

Doch dann hat ein anderer Controller herausgetüftelt, wie man pro Brief nochmal ein paar Tausendstel Cent an Druckerfarbe einsparen kann:



Ja, schaut nur genau hin:



Die Schrumpfform der Schrumpfform der Freimachung ist erfunden - nix mehr erkennbar für's unbewaffnerte Auge... (nur noch für Eingeweihte entschlüsselbar, siehe [#1290]...).

Fürwahr, Sammler von Privatpostbelegen haben kein gar leichtes Leben...
 
DL8AAM Am: 09.02.2020 20:03:32 Gelesen: 68772# 1292 @  
@ EdgarR [#1291]

(nur noch für Eingeweihte entschlüsselbar, siehe [#1290]).

Und der Eingeweihte sagt, dass die Sendung von "Der Lünebote GmbH", Lüneburg ("ma-2124") über den Mail Alliance Hub der "CITIPOST GmbH" in Hannover ("1") zur Zustellung an "Main-PostLogistik GmbH" in Würzburg ("ma-9721") geleitet wurde. Die Entschlüsselung ist doch recht einfach, oder ? ;-)

Das ist keine Entscheidung der Controler, sondern eher eine Frage der Logistik, eben damit die Sendungen automatisiert angemeldet, eingeliefert, geleitet und zugestellt - und abgerechnet - werden können. Eigentlich ist das ist "nur" das Privatpostäquivalent der 'organgefarbenen' Kodierzeile der DPAG, nur sehr viel lesbarer als diese. Wobei der Leitcode (inklusive der "Tourendaten" [der Empfängeradresse] des Zustellers) bereits vom Ersteller der Sendung (in aller Regel ein "Lettershop") erstellt und direkt mit eingedruckt wird (u.a. ist das inzwischen auch bei vielen regulären, "hoheitlichen" Posten heute üblich, u.a. der US Post USPS).

Gruß
Thonas
 
Pete Am: 06.03.2020 16:23:53 Gelesen: 56675# 1293 @  
Nachfolgend eine Sendung, welche gestern (05.03.2020) zugestellt wurde. Der Briefinhalt selbst war eine traurige Angelegenheit (Nachlassregelung).

Die Frankierungen bzw. der Laufweg weisen einige kleinere Besonderheiten auf.



C6-Sendung von Montag, den 02.03.2020 aus 04860 Torgau nach 52134 Herzogenrath, Zustellung am Donnerstag, den 05.03.2020, Laufzeit E+3 (anstelle geplant E+2)

Auf dem ersten Blick scheint die Sendung von der LVZ Post (Leipzig) frankiert und vom Brief- und Paketdienst (Aachen) zugestellt worden zu sein.

Bereits beim absendenden Briefdienst kann man stutzig werden: der Altkreis Torgau gehört nicht zum eigenen Zustellgebiet der LVZ Post aus Leipzig sondern wird von der Kraftverkehr Torgau Citypost GmbH bedient. Hierbei handelt es sich um ein Gemeinschaftsunternehmen, u.a. des örtlichen Zeitungsverlages, welche die "Torgauer Zeitung" herausgibt (diese wiederrum ein Unternehmen der Leipziger Volkszeitung). Der Absender, das Amtsgericht in Torgau, gehört zum Oberlandesgericht Leipzig (OLG). Die LVZ Post ist für verschiedene Gerichte im Großraum Leipzig der zuständige Briefdienstleister, so dass davon auszugehen ist, dass die LVZ Post eine entsprechende Ausschreibung für Briefdienstleistungendes OLG Leipzig gewann.

Die Sendung ging über P2 - die zweite Post von P2-033 (LVZ Post) an P2-027 (BDP Aachen). Im BPD-Briefzentrum Aachen angekommen, durchlief die Sendung die Briefsortieranlage des BPD, seit Januar 2016 ein Tochterunternehmen des örtlichen Zeitungsverlages. Bei dem angegebenen Datum vom 04.03.2020 handelt es sich vermutlich um das Datum der geplanten Zustellung. Allerdings ist der Brief- und Paketdienst Aachen-Düren-Heinsberg nicht selbst in der Nachbarstadt Herzogenrath für die Briefzustellung zuständig, sondern leitete die Sendung an den Zustellpartner Briefix GbR Brief-und Paketdienst (oder Dieter Hennes Brief-und Paketdienst unter der gleichen Adresse) mit Sitz in Herzogenrath-Kohlscheid zur Zustellung weiter, welche am 05.03.2020 erfolgte (Einwurf in einen korrekt beschrifteten Außenbriefkasten). Die Briefsortieranlage kennzeichnete die Sendung mit dem Vermerk "BPD H" ("H" vermutlich für "Herzogenrath").

Auf der Internetseite des BPD Aachen [1] werden einige interessante Informationen aufgeführt, wonach zum 01.08.2017 die Betriebsstätten Würselen und Erkelenz aufgegeben und in Aachen zusammengführt worden sind. Zeitgleich nahm man die neue Briefsortieranlage in Betrieb. Hierbei handelt es sich nach [2] um das Modell Olympus II des Herstellers Pitney Bowes. Dieses Modell ist in der Lage, bis zu 22.000 Sendungen pro Stunde zu sortieren. Insgesamt werden durchschnittlich ca. 80.000 Sendungen pro Nacht in zwei Schichten (Früh- und Spätschicht) bearbeitet. Die Briefsortieranlage ist in der Lage, Sendungen bis zum Format A4 zu sortieren, der Rest wird manuell erfasst (Aufkleber) und per Hand absortiert.

Etwas "Werbung" am Rande, welche sicherlich für viele Leser dieses Themas nicht uninteressant sein dürfte: die Arbeitsgemeinschaft Privatpost-Merkur hat Ende 2019 begonnen, den ersten Band eines mehrere Bände umfassenden Privatpostbriefmarkenkataloges (Deutschland, moderne Privatpost) herauszugeben, welcher im ersten Band die Städe A bis C (Aalen bis Crailsheim) umfasst. Der Katalog ist in Farbe gehalten. Der zweite Band wird voraussichtlich in den nächsten Monaten folgen. Weitere Informationen sowie Beispielabbildungen können auf http://www.philabuch.de (eine Seite der Philaseiten [3]) angesehen werden. Dort kann auch eine Bestellung des Kataloges erfolgen. Mir liegt ein Exemplar dieses Kataloges vor und ich empfinde die Gestaltung als sehr gelungen und das Buch als solches sehr nützlich.

Gruß
Pete

[1] https://euregio-boten.de/
[2] https://euregio-boten.de/wp-content/uploads/2017/11/Euregio_online.pdf
[3] https://www.philaseiten.de/philabuch/show/299
 
DL8AAM Am: 01.04.2020 04:33:24 Gelesen: 47558# 1294 @  
@ EdgarR [#1291]

Zu Deinem Spendensammel-Mailing vom (für den) DLRG, der bei Dir noch über die Mail Alliance-Schiene "abgerechnet" wurde (hier über "ma-2124", d.h. 'Der Lünebote GmbH' aus Lüneburg), kann ich Dir ein aktuelles 2020er Gegenstück zeigen, dass nun aber über die Schiene der P2-Die Zweite Post eingeschleust wurde. In diesem Fall bei NordBrief (P2-Kennung P2-016). Die Sendung lief dann über den Hub "2" (falls P2 die gleichen Hubs nutzt, wie die Mail Alliance, was ich vermute, dann wäre das der Hub bei der PIN MAIL in Berlin) zur CITIPOST Göttingen (P2-Kennung "P2-084").



Der neue P2-Leitcode (Brevierdaten) entspricht in seinem Aufbau inzwischen dem alten der Mail Alliance:

P016 | 2 | P084 | 50-34 | 1601 | V



"50-34" ist die Touren/Routen-Kennung bei der CITIPOST Göttingen für die Empfängeradresse, "1601" dürfte wieder eine Identifikation des Mailings darstellen und "V" wohl für die "Sendungsart" stehen.

Wie es sich darstellt, nutzen die Lettershops, die diese Massen-Mailings (und auch Kataloge) für die jeweiligen Absender erstellen und versenden, für beide Ableitungsschienen (P2-Die Zweite Post und Mail Alliance) inzwischen die gleiche Software, nämlich den Sendungsmanager von mailworXs (das eigentlich aus dem Mail Alliance-"Haus" stammt).

Hier ein aktueller Beleg, dass in seiner Form annähernd dem oben gezeigten Beispiel entspricht und diese enge Kooperation belegt. Nun ist aber wieder die Mail Alliance der federführende Partner. Einschleudung in diesem Fall erneut über 'Der Lünebote' ("ma-2124"). Die Sendung lief dann über den Mail Alliance-Hub "1" bei der CITIPOST Hannover zur CITIPOST Göttingen ("ma-3772"); zusätzlich wurde nun hier noch ein Barcode beigedruckt.



Spendensammel-Mailing für den Absender Handicap International e.V. aus 81241 München, mit dem Leitcode (Brevierdaten)

2124 | 1 | 3772 | 50-34 | 59726 | V



"50-34" ist wieder die Touren/Routen-Kennung bei der CITIPOST Göttingen für die Empfängeradresse, "59726" die Identifikation des Mailings sowie "V" vermutlich die "Sendungsart". Der Wert des Barcodes lautet 0102266937429155, d.h. es handelt sich um eine UPOC-Sendungssummer mit der codX-Mandantenkennung 0226 (=Sendungsmanager von mailworXs).

Beste Grüße
Thomas
 
DL8AAM Am: 15.05.2020 02:20:05 Gelesen: 28251# 1295 @  
@ DL8AAM [#987] und [#876][#843]

Vor ein paar Tagen konnte ich beim Entrümplen einen weiteren Beleg von Regio-Süd aus 37154 Northeim, den kurzeitig aktiven Nachläufer von "RegioSprint" vor der Blauen Tonne retten. Die RegioSprint selbst wurde ja 2014 von der CITIPOST übernommen, erst kurz als CITIPOST Northeim betrieben, dann in die CITIPOST Göttingen eingegliedert. Der alte Geschäftsführer der RegioSprint (Ingolf Lips) selbst, hatte im Nachgang zur RegioSprint 2014 die Regio-Süd GmbH gegründet, die vermutlich aber auch nur so bis 2016 (?) am Markt aktiv war.



Werbesendung des Absenders "Ostbau Wedemeier GbR" aus 37574 Einbeck-Iber aus dem Jahr 2016, versendet über die Regio-Süd; "Frankatur" mit violettem Handstempel (ohne Datum) "Regio - Süd GmbH / 37154 Northeim / Tel: 0 55 51/99 69 225 / Mail: regio-sued(at)web.de".



Beste Grüße
Thomas
 
Pete Am: 21.05.2020 14:37:38 Gelesen: 25131# 1296 @  
Sammlerkollege Tuffi sandte mir Kopien von zwei Belegen einer Corona-bedingten Sonderaktion zu, dazu Kopien von zwei begleitenden Zeitungsartikeln, welche auch online einsehbar sind.

Der Postmitbewerber BDK Briefdienst Krebs GmbH aus 48565 Steinfurt im Münsterland [1] hatte die interessante Idee, das Briefeschreiben gerade während des durch den Corona-Virus bedingten Lockdown (und damit verbunden die Kontakteinschränkungen eines jeden Einwohners) wieder in den Vordergrund zu rücken. Sendungen, welche an besonders unter den Einschränkungen leidende Empfänger (i.d.R. Privatpersonen und keine Unternehmen) innerhalb des Postleitgebietes 4XXXX (Großraum Düsseldorf-Neuss-Wuppertal-Bochum-Essen-Oberhausen-Duisburg-Münster-Osnabrück) adressiert wurden, waren kostenlos zu befördern und zuzustellen. Die Zustellung erfolgte über eigenes Personal (im eigenen Zustellgebiet) bzw. beteiligte Zustellpartnerunternehmen. Weder Absender noch Empfänger zahlten das Porto, dieses ging zu Lasten des Briefdienstes BDK.

Um die erwähnte Portofreiheit zu gewährleisten, mussten die Sendungen durch den Absender mit einem lilafarbenen Herz versehen werden. Entsprechend gekennzeichnete Sendungen wurden vom Absender auf den eigenen Briefkasten oder Zeitungsrolle gelegt und vom örtlichen Zusteller des BDK eingesammelt und zum Briefzentrum des BDK transportiert.

Die Aktion lief von (ca.) 25.03.2020 bis einschließlich Freitag, den 24.04.2020.



Sendung aus Steinfurt nach 48161 Münster vom 25.03.2020



Sendung aus Steinfurt nach 48161 Münster vom 24.04.2020

Die örtliche Tageszeitung - Westfälische Nachrichten - berichtete mit zwei Artikeln vom 25.03. und 20.04.2020 in der gedruckten sowie Online-Ausgabe über diese Aktion ([2] und [3]).

Nach [3] wurden bis zum 20.04.2020 insgesamt rund 3.900 Sendungen eingeliefert, welche mit einem lilafarbenen Herzchen versehen waren. Etwa dreiviertel dieser Sendungen waren an Empfänger im Großraum Steinfurt adressiert, der Rest darüber hinaus. Laut dem Eigentümer des BDK ist diese Aktion gut angenommen worden.

Gruß
Pete

[1] https://briefdienst-krebs.de/
[2] https://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Steinfurt/Steinfurt/4175954-Briefdienst-Krebs-startet-kostenlose-Zustell-Aktion-Mit-lila-Herzen-zu-den-Liebsten
[3] https://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Steinfurt/Steinfurt/4189225-Lila-Herzen-Aktion-des-Briefdienstes-Krebs-endet-am-Freitag-Schokolade-fuer-den-Postboten
 
DL8AAM Am: 10.06.2020 18:06:12 Gelesen: 17839# 1297 @  
@ DL8AAM [#1061][#1063]

sMAIL | GEA Post-Service (Reutlingen)

Nur mal zur Dokumentation, in den früheren Sprays wurde noch ein Leithinweis nach dem Mail Alliance-Standard verwendet ([#1061]: "MA-8344_4_3772", d.h. von der sMAIL [=ma-8344] über den den Hub Würzburg [=4] an die CITIPOST Göttingen [=ma-3772], aktuell kommen für eine Ableitung (an die CITIPOST Göttingen) aber Leithinweise aus dem "P2 - Die Zweite Post" System zum Einsatz:



Sendung des Absenders AOK Baden-Württemberg, versendet über sMAIL (Erfassungsspray vom 29.05.2020) und Zustellung über die CITIPOST Göttingen (unten links, kopfstehner Spray vom 02.06.2020). Leitangabe P2-027-P2-084, d.h. von der sMAIL [=P2-027] an die CITIPOST Göttingen [=P2-084]. Hinweis: Die CITIPOST Göttingen nutzt für eigene Vermerke weiterhin nur ihre Mail Alliance-Kennung "ma-3772".

Gruß
Thomas
 
Altmerker Am: 17.06.2020 09:21:38 Gelesen: 16494# 1298 @  
@ DL8AAM [#866]

Hallo,

aus meinem Presse-Belegbestand hier ein Beleg der Citipost mit Bild des HAZ-Gebäudes in einer hohen Wertstufe aus dem Jahr 2006.

Gruß
Uwe


 
Pete Am: 24.06.2020 22:21:38 Gelesen: 14345# 1299 @  
Der Konsolidierer freesort als Partner von P2 - die zweite Post

Da in einem Gespräch mit einem Sammlerkollegen die Frage aufkam, ob der Konsolidierer freesort (Kennung K2055) auch Sendungen in das Netzwerk der Postmitbwerber einspeist(e), nachfolgend zwei Belege aus den Jahren 2010 und 2013, welche nachweisen, dass freesort innerhalb des Netzwerkes von P2 - die zweite Post die Kennung P2-040 verwendet(e):



Sendung von P2-040 (freesort) an P2-021 (WAZ Post Service aus Essen) vom 21.05.2010



Sendung von P2-040 (freesort) an P2-042 (TNT Post in Bochum) vom 16.05.2013

Vielfach geben Briefdienstleister Sendungen, welche nicht selbst zugestellt werden können, an Konsolidierer zwecks Konsolidierung und anschließender Einspeisung in das Netz der Deutschen Post AG. Im ersten Beispiel von 2010 weist dieser Beleg die Kuriosität auf, dass die Sendung von freesort (P2-040) über den WAZ Post Service in Essen (P2-021) und anschließend den Konsolidierer Williams Lea am Briefzentrum 45 in Essen (heute Deutsche Post Inhaus Services, K4000) an die Deutsche Post gegeben wurde.

Freesort bietet auch heute noch die Möglichkeit an, dass bei Freesort zur Konsolidierung aufgelieferte Sendungen Sendungen nicht über die Deutsche Post AG sondern über alternative Briefdienstleister zugestellt werden können (siehe Punkt "Zustellung" in [1]).

Ein weiteres Beispiel derartiger Sendungen wird im Thema "Moderne Postgeschichte: Konsolidierer und deren Kodes" [2] gezeigt.

Gruß
Pete

[1] https://www.freesort.de/de/postdienstleistungen/cc1097785570c7b4
[2] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?F=1&CP=0&ST=2696&page=0 (Beitrag 1)
 
Journalist Am: 12.07.2020 09:43:43 Gelesen: 9467# 1300 @  
Hallo an alle,

ich habe den folgenden Scan zwar auch schon mal hier im Forum bei Postzustellungsaufträgen gepostet, aber dies passt ja auch besonders hier zur Privatpost selbst, da es beide Gebiete berührt:



In dem Artikel aus der Wirtschaftswoche Nr. 29 wird in einem Bericht über einen jahrelangen Rechtsstreit des Insolvenzverwalters, der Privatpostfirma "Direktexpress" berichtet, in dem es um die Klärung ging, ob Postzustellungsaufträge mehrwertsteuerpflichtig sind. Das Ergebnis des Europäischen Gerichtshof in Luxemburg Ende 2018 ist eindeutig:

Postzustellungsaufträge sind mehrwertsteuerfrei !

Die gelbe Post wird hier also in naher Zukunft also wieder die MWST abschaffen. Interessant wird es auch werden, wie noch tätige Privatpostunternehmen mit dieser Sachlage umgehen werden. Gibt es hier eventuell demnächst doch wieder einen härteren Wettbewerb um dieses interessante und lohnende Segment des Briefmarktes ?

Daher der Aufruf an alle Privatpostsammler, bitte beobachtet mal diesen Teilbereich bei euren Sammelgebiet genauer und dessen aktuelle Entwicklung und berichtet auch hier darüber - danke.

Viele Grüße Jürgen
 
Pete Am: 13.07.2020 20:14:32 Gelesen: 8313# 1301 @  
@ Journalist [#1300]

ich habe den folgenden Scan zwar auch schon mal hier im Forum bei Postzustellungsaufträgen gepostet, aber dies passt ja auch besonders hier zur Privatpost selbst, da es beide Gebiete berührt:

Nachfolgend dito aus dem gleichen Grund. Damit dein Beitrag nicht so belegenackig bleibt, nachfolgend ein Exemplar, welches bei Direkt Express (aus 89081 Ulm) durchlief. Es handelt sich um den Versandumschlag für einen verschlossenen Postzustellungsauftrag. Der Versandumschlag selbst wurde nicht zugeklebt, d.h. die nassklebende Briefumschlagklappe lässt sich problemlos zur Seite klappen.



Bei dem Absender des eigentlichen Postzustellungsauftrages handelt es sich um eine Behörde aus 56723 Mayen.

Zu Zeiten der PIN-Gruppe lief Direkt Express PIN-intern unter der Kennung DE1399, vor allem bekannt als Konsolidierer mit der Kennung K2049 (2005 - maximal Anfang Januar 2008).

Gruß
Pete
 
Seku Am: 16.07.2020 21:03:42 Gelesen: 6892# 1302 @  
Bekanntlich sind Marken und Stempel von Privatpost oft mit einem Aufkleber der Deutschen Post überklebt. Das liegt meist daran, dass der Empfänger nicht im Zustellgebiet eines Privatpost-Partners wohnt.



versandt aus Oberharz

Wenn das der Absender weiß, so gibt es die einfache Möglichkeit, die Marke links unten auf dem Umschlag zu kleben. Die Deutsche Post klebt mit Sicherheit den Aufkleber rechts oben. Hier zwei Beispiele.



versandt aus Magdeburg



versandt aus Neckarsulm
 
Ichschonwieder Am: 16.07.2020 21:34:43 Gelesen: 6882# 1303 @  
@ Seku [#1302]

Hallo, wobei der Ehrlichkeit halber gesagt werden muss, dass nicht die DP die Marke zugeklebt hat, sondern die biberpost. Die Frakit 3D06000A24 gehört der biberpost.

Aber oben rechts ist der Bereich für die Frankiermaschine, wenn der Brief nicht selbst bzw. über Kooperationspartner zugestellt werden kann, sondern der DP übergeben werden muss.

Die biber post Marke auf dem Beleg aus Magdeburg ist also vollkommen perfekt geklebt. Da die Anschrift maschinenlesbar ist, müßte eigentlich auf der Rückseite ein Vermerk K 2055 stehen,also der Brief wurde einem Konsolidierer übergeben.

VG Klaus Peter
 
Pete Am: 18.07.2020 11:45:28 Gelesen: 6297# 1304 @  
@ Seku [#1302]

Bekanntlich sind Marken und Stempel von Privatpost oft mit einem Aufkleber der Deutschen Post überklebt. Das liegt meist daran, dass der Empfänger nicht im Zustellgebiet eines Privatpost-Partners wohnt.

Das Wort "oft" in deinem ersten Satz würde ich nicht pauschal für alle Briefdienstleister aus dem dem gesamten Bundesgebiet unterschreiben wollen. Der Empfänger der in Beitrag [#13ß2] gezeigten Sendungen wohnt in einem Bereich, wo seit einigen Jahren kein Postmitbewerber mehr exisitert, welcher Teil der Mail Alliance oder P2 - die zweite Post ist. Jahrelang, d.h. bis ca. Ende September 2013 [siehe Beitrag [#751]) war dort die Nordbayernpost tätig, welche zum 01.04.2008 aus den beiden örtlichen Mitbewerbern PZD und Brief24 fusionierte (siehe Beitrag [#70]).

Sammlerkollege Ichschonwieder verweist in seinem Beitrag [#1303] auf den Bereich (Frankierzone), wo keine Informationen (Stempel, Aufkleber, Briefmarken) von Postmitbewerbern vorhanden sein dürfen, wenn die betroffene Sendung für den versand über die DAPG frankiert werden soll. Manche Postmitbewerber überkleben pauschal alle eigenen Frankiermerkmale, manche Briefdienstleister "bereinigen" lediglich die von der DPAG vorgegebene Frankierzone oben rechts auf der Vorderseite der zu frankierenden Sendung (was normalerweise auch ausreicht um den AGB der DPAG zu entsprechen).

Gruß
Pete
 
Seku Am: 18.07.2020 21:30:05 Gelesen: 6117# 1305 @  
@ [#1302]

Ein weiteres Beispiel von Überkleben. Streifbandzeitung von heute - eingerollt versandt. Frankatur von NordBrief überklebt.



Habt ein schönes Wochenende

Günther
 
Pete Am: 31.07.2020 15:12:36 Gelesen: 1282# 1306 @  
Die Funke Post GmbH [1] (Standort Thüringen mit Sitz in 99090 Erfurt) brachte zu Beginn dieser Woche (?) einen Satz Briefmarken heraus, welcher Karikaturen von fünf in Thüringen tätigen Persönlichkeiten umfasst, gestaltet durch den Karikaturisten Nel:

Johann Wolfgang von Goethe (55 Cent)
Friedrich Schiller (75 Cent)
Johann Sebastian Bach (90 Cent)
Martin Luther (145 Cent)
Anna Amalia (250 Cent)


Dieser Satz Briefmarken wird von einer Werbeaktion der Funke Post begleitet, welche insgesamt sechs Postkarten (aus philatelistischer Sicht handelt es sich um Ganzsachen) umfasst. Diese Ganzsachen werden - solange der Vorrat reicht - gratis an den Servicecentern der Tageszeitungen "Thüringer Allgemeine" (TA), "Ostthüringer Zeitung" (OTZ) und "Thüringische Landeszeitung" (TLZ) abgegeben (gemäß der Zeitungsanzeige an den Standorten in Eisenach, Erfurt, Gotha, Heiligenstadt, Jena, Mühlhausen, Nordhausen und Weimar). Die Ganzsachen weisen als Werteindruck das Bild der Briefmarke zu 55 Cent (Goethe) auf. Wenn diese Karten in den Briefkästen der Funke Post eingeworfen werden, übernimmt die Funke Post das Porto für die Zustellung.

Die Ganzsachenrückseite ist bei allen sechs Karten identisch:



Die jeweilige Vorderseite weist neben dem Logo der Funke Post einen von sechs verschiedenen Sprüchen auf:



Spruch "Nicht von weit weg geschickt - aber mehr als geschickt" sowie "Sonnige Grüsse aus GARTANIEN"



Spruch "Grüsse aus dem fernen BALKONGO" sowie "Liebe Grüsse aus INDOORNESIEN"



Spruch "Herzliche Grüsse aus HAUSTRALIEN" sowie "Urlaubsgrüsse aus TERRASSALONIKI"

Auch wenn es nicht explizit erwähnt wird, kommt dennoch der Eindruck auf, dass sich die Sprüche auf die aktuelle Corona-Pandemie beziehen.

Vor Ort ist zusätzlich auch ein Flyer erhältlich:



Diese Werbemaßnahme wird von gedruckten Anzeigen in der örtlichen Tagespresse in Thüringen begleitet. Soweit aktuell über Google ersichtlich, erschien diese Anzeige in der Tageszeitung "Thüringer Allgemeine" (Ausgabe Eisenach am 28.07.2020 [2] und Ausgabe Gotha am 31.07.2020). Vermutlich erschienen weitere Anzeigen an unterschiedlichen Tagen in den betroffenen Tageszeitungen.

Die Marketingaktion ist meinem Eindruck nach gut gemacht und soll natürlich zum Schreiben (von zuhause aus) animieren. Ein paar Informationen zu dieser Aktion auf der Internetseite der Funke Post wären wünschenswert gewesen (zumindest habe ich heute dort nichts gefunden [1]), so dass für die Gestaltung dieses Beitrages als Informationsgrundlage lediglich die Anzeige selbst blieb.

Gruß
Pete

[1] https://funke-post.de/
[2] https://www.pressreader.com/germany/thuringer-allgemeine-eisenach/20200728/page/18/textview
 
soeste2919 Am: 31.07.2020 15:44:59 Gelesen: 1270# 1307 @  
Hallo Pete !

Vielen Dank für die Meldung. Von einer FUNKE-POST habe ich noch nichts gehört. Ist das der Nachfolger von THPS in Allach ?

Übrigens wird die PIN-Mail in Berlin zum 1. September neue Dauermarken wegen einer Portoerhöhung verausgaben.

Ein schönes sonniges Wochenende wünscht soeste2919
 
Pete Am: 01.08.2020 15:24:23 Gelesen: 810# 1308 @  
@ soeste2919 [#1307]

Von einer FUNKE-POST habe ich noch nichts gehört. Ist das der Nachfolger von THPS in Allach ?

Ja, zumindest anteilig. Soweit mir bekannt, umfasst die Funke Post nicht nur das Briefzentrum des Thüringer Post Service (ThPS) in Erfurt sondern auch einige umliegende Briefdienste, welche zwischenzeitlich (seit 2019) in dem Unternehmen Funke Post GmbH aufgegangen waren.

Gruß
Pete
 

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