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Thema: Moderne Privatpost in Deutschland
Das Thema hat 1239 Beiträge:
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Pete Am: 06.08.2018 21:29:14 Gelesen: 104166# 1215 @  
@ juju [#1213]

Danke für die Informationen! Passiert es öfters, dass auf der falschen Seite codiert wird?

Wenn du die schwarze Konsolidierungsnummer meinst, ist es bei Postcon (Konsolidierer) üblich, vorderiseitig die Konsolidierungsnummer anzugeben. Von den großen Konsolidierern in Deutschland besprüht lediglich Freesort (K2055) briefumschlagrückseitig die eigene Nummer auf.
Die Deutsche Post bringt die orangefarbene Codierung auf der Briefvorderseite auf, Postmitbewerber vielfach auf der Briefrückseite. Dies ist technisch durch Briefsortieranlagen anderer Hersteller bedingt.

Der lange Code des Labels der Rückseite müsste demnach ja dann auch von Postcon sein, oder? In Quelle 1 sind dort die Anfangsziffern 99, hier 33. Der 99er-Code stammt von Postcon. Der Brief dort wurde ja durch die DPAG zugestellt und nicht durch Postcon, hat aber noch ein großes Spray von Postcon auf der Rückseite, da hat Postcon doch auch nur konsolidiert, oder liege ich da falsch?

Wie bereits geschrieben, so ganz ist mir der rückseitige Aufkleber aus Beitrag [#1211] noch nicht klar, außer dass der Strichcode u.a. zur (üblichen, lizenzbedingten) Sendungserfassung dient. Die Form und der inahltliche Aufbau des Aufklebers sind eher ungewöhnlich (sicherlich auch softwareabhängig) und tauchen bereits seit einigen Jahren - teils sehr sehr sporadisch - auf. Der "Versursacher" dieser Aufkleber ist mir nicht zweifelsfrei bekannt. Der Verdacht liegt auf Postcon in Frankfurt/Main (Briefdienstleister mit eigenem Zustellapparat lediglich noch in NRW, ehemals TNT Post). Die Sendung wurde allerdings zweifelsfrei über den Konsolidierer Postcon konsolidiert. Beide Marken gehören mit verschiedenen Tochterunternehmen zur niederländischen Post (PostNL).

Schaue du bitte einmal, ob die Codenummer tatsächlich mit "33" anstelle "99" anfängt oder lediglich der Farbauftrag beim Bedrucken des Aufklebers zu schwach ausgefallen war.

Gruß
Pete
 
juju Am: 07.08.2018 17:26:39 Gelesen: 104072# 1216 @  
@ Pete [#1215]

Codenummer auf dem rückseitigen Label fängt zu 200 Prozent mit 33 an. Sieht man auch an den anderen Dreien hinten im Code.
 
Pete Am: 12.08.2018 19:27:45 Gelesen: 100832# 1217 @  
Im Beitrag [#1117] wurde ein seinerzeit neues Frankiergerät der Kraftverkehr Torgau Citypost GmbH (KVT CP) vorgestellt. Mittlerweile liegt ein weiterer (größerer) Belegeposten innerorts gelaufener Sendungen vor. Die bisherigen Spät- und Frühdaten des alten und neuen Frankiergerätes bleiben anhand vorliegenden Materials derzeit unverändert. Weiterhin wurde ein neuer Werbeeinsatz vorgestellt, welcher spätestens ab dem 21.02.2017 Verwendung fand: "REFORMATION / MADE IN / TORGAU". Ergänzend dazu liegt nun ein Spätverwendungsdatum vor:



mit Briefmarke des KVT frankierte Sendung, Stempeldatum 19.12.2017, Zuschaltung "REFORMATION / MADE IN / TORGAU"

Der Abstand der Zuschaltung "REFORMATION..." zum Frankiergerätekopf variiert. Bisher ist keine Systematik erkennbar.

In der Vorweihnachtszeit wurde (gelegentlich?) ein zur Jahreszeit anlassbezogener Werbeeinsatz verwendet:



Sendung (Infopost) über den KVT, Stempeldatum Dezember 2017 (ohne Tagesangabe), Zuschaltung "Frohe Weihnachten / und ein gutes neues Jahr!"

Seit spätestens April 2018 wird ein neuer - anlassbezogener - Werbeeinsatz verwendet. Dieser liegt mit dem Frühdatum vom 21.04.2018 vor.



mit Briefmarke des KVT frankierte Sendung, Stempeldatum 21.04.2018, Zuschaltung "TORGAU / BÄREN /STARK" und "TAG / DER / SACHSEN / TORGAU '18 / 7.-9. SEPT."

In wenigen Wochen, d.h. vom 07.09.-09.09.2018 findet (nach 1996 erneut) der Tag der Sachsen in 04860 Torgau statt [1], worauf sich die rechte Hälfte des Werbeeinsatzes bezieht. Seit mehr als 500 Jahren werden (mit Unterbrechung) im Schlossgraben des Schlosses Hartenfels als Sitz der früheren sächsischen kurfürstlichen Residenz in Torgau Bären gehalten [2]. Die Kraftverkehr Torgau Citypost GmbH hat zu diesem Anlass in der Vergangenheit eigene Briefmarken herausgegeben (welche m.W. im Grunde nach und nach komplett in den Annahmestellen verkauft wurden) und macht durch den Text im aktuellen Werbeeinsatz erneut auf die Bären aufmerksam.

Zwischen dem 30.12.2017 und 20.04.2018 liegen mir ebenfalls mehrere Sendungen vor, wobei diese allesamt ohne Zuschaltung eines Werbeeinsatzes seitens der KVT CP frankiert wurden.

Gruß
Pete

[1] http://www.tagdersachsen2018.de/
[2] https://www.schloss-hartenfels.de/baeren.html
 
juju Am: 12.08.2018 20:41:15 Gelesen: 100784# 1218 @  
@ Pete [#1212]

Der Code-Würfel hinten auf dem DPAG Label beinhaltet laut meinem Scanner folgende Daten:

ASinteg,1180727105243839

Der Barcode darunter zeigt die 33er Zahlenfolge als Code.
 
Pete Am: 12.08.2018 20:53:48 Gelesen: 100775# 1219 @  
@ juju [#1218]

ASinteg,1180727105243839

Der Barcode darunter zeigt die 33er Zahlenfolge als Code.


Über den Sinn und Zweck dieser Angaben im Aufkleber kann ich derzeit kaum etwas anfangen bzw. kenne das dahintersteckende Verfahren (Software, Prozessablauf innerhalb des klebenden Unternehmens) nicht. Dafür lagen mir bisher zu wenige Belege (Original bzw. digital) vor um ansatzweise irgendwelche Rückschlüsse ziehen zu können.

Fazit: Weiter suchen und sammeln bis mehr aussagekräftige "Masse" vorliegt. :-)

Gruß
Pete
 
EdgarR Am: 12.08.2018 22:05:57 Gelesen: 100749# 1220 @  
@ Pete [#1215]

ist es bei Postcon (Konsolidierer) üblich, vorderiseitig die Konsolidierungsnummer anzugeben. Von den großen Konsolidierern in Deutschland besprüht lediglich Freesort (K2055) briefumschlagrückseitig die eigene Nummer auf

Das, lieber Kollege, ist bestenfalls die halbe Wahrheit. Nämlich die Wahrheit der C6, B6 und C6/5 (DL) Briefe. Bei "Langholz", bleistiftsweise C4, B4 (oft genug auch schon bei B5 und C5) verewigen sich die Mehrzahl der "großen Konsolidierer" (gibt ja nur vier) 'hinne druff'.

Phile Grüße
EdgarR
 
DL8AAM Am: 13.08.2018 17:44:16 Gelesen: 100437# 1221 @  
@ Pete [#1219]

" Über den Sinn und Zweck dieser Angaben im Aufkleber kann ich derzeit kaum etwas anfangen bzw. kenne das dahintersteckende Verfahren (Software, Prozessablauf innerhalb des klebenden Unternehmens) nicht."

Dateninhalt des Datenmatrixcodes:

@ juhu [#1218]: "ASinteg,1180727105243839"
@ DL8AAM [#1206] "ASinteg,1171124094158607#"
 

ASinteg könnte hier sehr gut für die Firma "ASinteg" (ASinteg GmbH, 19061 Schwerin) stehen. Und das Lebel könnte aus dem Bereich des Produkts VarioAdress stammen,

Zitat "VarioAddress ist eine speziell für die Lesung von Adressen auf Paketen und Postgütern optimierte Lösung. Sie vereint Bildvorverarbeitung, Adress-/ROI-Findung (Region Of Interest), OCR-Lesung und Adressabgleich." und "Hochautomatisierte Sortierzentren erfordern hohe Lesegenauigkeiten bei gleichzeitig hoher Geschwindigkeit. Eine speziell entwickelte Bildvorverarbeitung und landesspezifische Module für den Adressabgleich sorgen für eine optimale Bildqualität und filtern Hintergründe und Störquellen wie Reflexionen heraus. So werden mögliche Adressbereiche gefunden und zur Lesung an die OCR übergeben. Die OCR ist auf Geschwindigkeit und sehr niedrige Fehlerraten optimiert. Alle Leseergebnisse werden mit einem datenbankgestützten Adressabgleich auf Plausibilität und Fehler geprüft und ggf. korrigert. Erst dann erfolgt die Übergabe an die Sortieranlage. - Sendungen, die aufgrund von Verdeckung / Beschädigung des Adressfeldes nicht lesbar sind, werden der VideoCodierung übergeben. Dieses komfortable Modul zeigt die Fotos der nicht gelesenen Sendungen zur Weiterbearbeitung an. Dank automatischer Vervollständigungen werden die Adressen schnell erfasst und weiterführende Produktinformationen können ergänzt werden."

http://www.asinteg.de/de/produkte/varioaddress/index.html

Und auf dieser Webseite wird u.a. "Postcon National GmbH" als Referenz angegeben. Ich vermute also, dass Postcon so ein VarioAdress-System von ASinteg zur Adresserfassung, Auswertung und anschliessend Sortierung einsetzen könnte?

Gruß
Thomas
 

juju Am: 13.08.2018 18:38:28 Gelesen: 100411# 1222 @  
@ DL8AAM [#1221]

Danke für die Info. Stammt das Label dann von Postcon unter DPAG-Flagge oder wie?
 
DL8AAM Am: 13.08.2018 18:56:41 Gelesen: 100396# 1223 @  
@ juju [#1222]

Nö - glaube ich nicht. Postcon "Privatpost" gibt nur einen Teil seiner Privatpostsendungen (über sich selbst konsolidiert) an die DPAG ab bzw. Postcon "Konsolidierung" gibt ja alles konsolidiert zur Beförderung und Zustallung an die DPAG ab. Das Label sollte aber rein aus der Postcon-internen Bearbeitung der Sendung stammen.

Apropo Postcon, gerade eben meldet das Postmaster Online Portal [1]:

" 13.08.2018 Der PostNL Konzern gibt bekannt, dass er einen Verkaufsprozess für die Auslandsaktivitäten - Nexive in Italien und Postcon in Deutschland - gestartet hat. (...) Hintergrund für diesen Schritt der niederländischen Muttergesellschaft ist die strategische Neuausrichtung, sich auf das Kerngeschäft Brief, Paket und E-Commerce in den Benelux-Staaten zu konzentrieren."

Gruß
Thomas

[1] http://postmaster-magazin.de/index.php/top-news/dienstleister/18565-briefdienstleister-postcon-vor-eigentuemerwechsel.html
 
filunski Am: 18.08.2018 14:41:12 Gelesen: 97693# 1224 @  
Verehrte Privatpost-Fans,

der folgende Beleg landete heute bei mir im Briefkasten, zugestellt durch den örtlichen Zusteller der Regensburger City Mail. Selbst habe ich von der Materie wenig Ahnung, könnte mir aber vorstellen, dass der Beleg für die Fachleute hier im Thema von Interesse sein könnte:



Abgeschickt und frei gemacht über die postcon von einem großen Versicherungsunternehmen (AON), ungewöhnlich und für mich neu dabei der "Zudruck" im Tintenstrahler mit der Angabe des Versicherungsunternehmens (Auftraggeber):



Unten der "Ankunft-/Transitstempel" der Regensburger City Mail die hier örtlich für die Privatpostzustellung zuständig ist:



Viele Grüße,
Peter
 
Pete Am: 18.08.2018 19:21:18 Gelesen: 97589# 1225 @  
@ filunski [#1224]

der folgende Beleg landete heute bei mir im Briefkasten, zugestellt durch den örtlichen Zusteller der Regensburger City Mail. Selbst habe ich von der Materie wenig Ahnung, könnte mir aber vorstellen, dass der Beleg für die Fachleute hier im Thema von Interesse sein könnte:

Abgeschickt und frei gemacht über die postcon von einem großen Versicherungsunternehmen (AON), ungewöhnlich und für mich neu dabei der "Zudruck" im Tintenstrahler mit der Angabe des Versicherungsunternehmens (Auftraggeber):


Entgegennehmender Briefdienstleister: Postcon Regional Rhein-Ruhr GmbH bzw. Postcon Sortier und Logistik GmbH, Berthold-Beitz-Boulevard 463 in 45141 Essen
zustellender Briefdienstleister: City Mail Regensburg GmbH, Rathenaustr. 9 in 93055 Regensburg
Briefsortiermaschinenmodell und -hersteller: Criterion von Böwe, Bell & Howell (BBH)
Werbeeinsatz / Kundenklischee des Absenders*: AON aus Mülheim an der Ruhr

...*: Werbeeinsätze werden meines Wissens als pdf-Datei in der Software der Briefsortieranlage hinterlegt.

Deine Sendung wurde am Donnerstag, den 16.08.2018 maschinell im Briefzentrum Essen von Postcon bearbeitet, vermutlich auch taggleich beim Absender im benachbarten Mülheim/Ruhr abgeholt. Bei der maschinellen Sendungserfassung/-bearbeitung wurde die Postleitzahl des Empfängers ausgelesen. Dabei wurde automatisiert festgestellt, dass sich der Empfänger außerhalb des eigenen Zustellgebietes (von ma4511) befindet und stattdessen im Gebiet der City Mail Regensburg (ma9312) liegt, entsprechend der Leithinweis "ma4511 3_ma9312" oberhalb des Strichcodes auf der Briefvorderseite. Der Brief dürfte im Verlauf des 17.08.2018 von einem (beauftragten) Fahrer der Mail Alliance (ma) zusammen mit weiteren für den Hub mit der Nummer 3 (Standort Nürnberg?) bestimmten Sendungen abgeholt worden sein, u.U. gestapelt in Kisten auf einer oder mehreren Paletten oder in einem Rollwagen befindlich, pro Briefdienstleister minimum eine (beschriftete) Kiste. Im Hub angekommen, wurde der Rollwagen/Palette aus Essen kistenweise zerlegt und auf den jeweiligen Zustellpartner heruntergebrochen, wobei auch andere im Hub eingehende Sendungen anderer Partnerunternehmen entsprechend bearbeitet wurden. Die eingegangenen Kisten werden einzelnen Zustellpartnern zugeordnet (per Rollwagen oder Palette) und für die abgehende Tour Richtung Zustellpartner zusammengestellt, in einen Transporter verladen und zum zustellenden Briefdienst transportiert. Die entsprechenden Tourenpläne vom absendenden Briefdienstleister zum Hub und von dort zum zustellenden Briefdienstleister sollte standardisiert sein, d.h. im Regelfall relativ feste Abfahrts- und Ankunftszeiten umfassen. Die vom Hub zum Briefdienstleister abgehende Tour kann u.U. mehrere Anfahrtsziele (Briefdienstleister) umfassen, sicherlich abhängig von der Tourenplanung und der Lage der Briefdienstleister.

Die gezeigte Sendung kam taggleich, d.h.am 17.08.2018 beim zustellenden Briefdienstleister City Mail an (Luftlinie ca. 570 km entfernt) und wurde dort maschinell bearbeitet. Am darauffolgenden Tag (18.08.2018) erfolgte die Zustellung der Sendung beim Empfänger (Außenbriefkasten oder an dem Tag zugänglicher Innenbriefkasten im Hausflur). Da hinter der City Mail Regensburg ein Zeitungsverlag steht, mag ich (ohne weitere Kenntnis des Empfängerortes bzw. konkreter Zustellstrukturen) nicht ausschließen wollen, dass die Zustellung ggf. auch mit der morgendlichen Tageszeitungszustellung erfolgte. Die geplante Laufzeit von E+2 (Einlieferungstag + zwei Werktage) trifft an diesem Beispiel in vollem Umfang zu.

Gruß
Pete
 
Detlef Am: 21.08.2018 09:33:07 Gelesen: 96214# 1226 @  
@ sachsen-teufel [#689]

Hallo,

ich versuche gerade etwas Ordnung in die Tätigkeiten der privaten Postdienstleister in SCHWERIN zu bringen. Dabei sind mir auch zwei Belege mit Stempeln von AiVOS in die Hände gefallen. Beide lassen sich auf Grund der Telefonnummern MÜHLEN EICHSEN (MV) zuordnen. Die Absender sind aus Schwerin, die Empfänger leider unbekannt.



Die gleiche Telefonnummer hat im Jahr 2000 der CITYPOST BRIEF & PAKET SERVIVE verwendet.

Hier ist der Absender und der Empfänger in Schwerin ansässig.



Gruß
Detlef
 
DL8AAM Am: 22.08.2018 18:43:15 Gelesen: 95578# 1227 @  
Und auch das hat unsere Privatpost von der Gelben Post inzwischen gelernt



Werbung des Briefmarkenmagazins DBZ (M. & H. Schaper Philatelie-Verlag GmbH, 37086 Göttingen) aus dem Hause der Madsack Gruppe aus dem Juli 2018. Versendet über die CITIPOST (= Madsack Gruppe). Frankiert per individualisierter Briefmarke zu 65 Cent, "philatelistisch" korrekterweise oben links platziert.

Sendungserfassungsspray der zustellenden CITIPOST Göttingen (Mail Alliance-Kenner "ma-3772") mit UPOC-Sendungsnummer (codX-Mandanten-Kennung "0046") und Zustell- bzw. Routencode der Empfängeradresse ("50-34").

Leider verwendet die CITIPOST Göttingen keine Tages-Handstempel, wie in der Vergangenheit, mehr. Seit einiger Zeit wird auch kein kompletter Sendungserfassungs-Spray mehr oben rechts aufgebracht, der eventuelle Briefmarken entwerten könnte. Deshalb ist die CITIPOST Göttingen seit etlichen Monaten dazu übergegangen ihre kostbar beworbenen "Sammler-Briefmarken" grundsätzlich nur noch per Kugelschreiber zu entwerten. Tolle Werbung!

Da hilft selbst ein freundlicher Hinweis nicht mehr viel.



Innerstädtdischer Brief von Anfang August 2018, frankiert mit einer 65 Cent Briefmarke, Motiv Bundesligamannschaft "BG Göttingen" ("Basketball Göttingen") aka "die Veilchen". Entwertet per Kugelschreiber.

Gruß
Thomas
 
filunski Am: 30.08.2018 23:12:18 Gelesen: 83450# 1228 @  
@ Pete [#1225]

Hallo Pete,

vielen Dank für die detaillierte Aufschlüsselung des Briefweges! ;-)

Hier habe ich noch so ein "schönes Stück" das mir Rätsel aufgibt, eine vorgedruckte Antwortpostkarte:



Ursprünglich frankiert mit einer Briefmarke der allgäu mail GmbH [1]. In Memmingen aufgegeben und sogar schön von Hand gestempelt. Der Empfänger befand sich im Leitbereich (LB) 85 (der DPAG). Von Memmingen ging die Karte anscheinend erst nach Kempten (PLZ links in Blau 87437) und dort wurde die Briefmarke mit einem allgäu mail Label überklebt (meine Annahme). Dies war aber nicht genug. Warum? Die allgäu mail ist Mitglied in der mailalliance, stellt diese nicht im LB 85 per Privatpost zu?

Jedenfalls wurde dann das jetzt zu sehende Frankit-Label noch darüber geklebt und die Karte per DPAG zugestellt!

Viele Grüße,
Peter

[1] https://www.allgaeu-mail.de/privatkunden.html
 
Pete Am: 01.09.2018 11:41:41 Gelesen: 81513# 1229 @  
@ filunski [#1228]

Ursprünglich frankiert mit einer Briefmarke der allgäu mail GmbH [1]. In Memmingen aufgegeben und sogar schön von Hand gestempelt. Der Empfänger befand sich im Leitbereich (LB) 85 (der DPAG). Von Memmingen ging die Karte anscheinend erst nach Kempten (PLZ links in Blau 87437) und dort wurde die Briefmarke mit einem allgäu mail Label überklebt (meine Annahme). Dies war aber nicht genug. Warum? Die allgäu mail ist Mitglied in der mailalliance, stellt diese nicht im LB 85 per Privatpost zu?

Soweit anhand des Scans ersichtlich, fand im Briefzentrum der Allgäu Mail in 87437 Kempten [1] eine manuelle Bearbeitung der Sendung (Postkarte) statt: zuerst Entwertung der verklebten Briefmarke (Porto) mittels Handstempel, anschließend eine manuelle Erfassung dieser Sendung am Computer (in der Software CodX), wobei der daraufhin erzeugte Aufkleber auf die Briefmarkenfrankatur selbst geklebt wurde. Die Postleitzahl des Empfängers liegt laut eigenen Vorgaben in einem Bereich, welcher über die Deutsche Post AG und nicht über eigenes Personal im eigenen Zustellgebiet bzw. Partnerunternehmen (Bsp. Partner der Mail Alliance) bedient wird, entsprechend erscheint die Angabe "ALM_DP_Gelbe Post Deutschla[nd]". Ich kenne postseitig das Kürzel "ALM" lediglich für "Anschriftenlesemaschine" [2]. Es ließe sich nun spekulieren, ob die Sendung in der weiteren Bearbeitung manuell in die Postkiste absortiert wurde oder dies maschinell geschah (anhand des nun vorhandenen Strichcodes + UPOC auf dem Aufkleber). Vor der Übergabe an die Deutsche Post musste die Frankierzone der Karte gereinigt und fallabschließend DPAG-frankiert werden. Soweit ersichtlich, verwendet Allgäu Mail Standardaufkleber (mit abgerundeten Ecken) zur Unkenntlichmachung bereits vorhandener, eigener Frankiervermerke. Danach erfolgte die DPAG-Frankierung (Frankit 1D1200135B).

Gruß
Pete

[1] https://www.allgaeu-mail.de/start.html
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Zielcode
 
Seku Am: 01.09.2018 17:43:07 Gelesen: 81234# 1230 @  
Das neue Logo des DPD hatte ich hier nicht finden können. Heute aus der Hauspost:


 
juju Am: 04.09.2018 18:17:58 Gelesen: 76929# 1231 @  
Hallo,

ich schon wieder.

Heute ein DIN lang Fensterbriefumschlag, gelaufen von 53171 Bonn nach 54516 Wittlich.



Oben rechts ein Frankit 0,85 EUR (waren mehrere Seiten und daher Kompaktbrief bis 50g) vom 03.09.18, Gerät Pitney Bowes 4D13141312.

Unten stinknormale DPAG Kodierung, darüber jedoch ein schwarzer Tintenstrahl-Spray-On

"028563215013" "M" "P061" (kopfstehend)



Hinten nochmal eine Kodierung, jedoch diesmal mit Pünktchen-Linien (von Postcon nehme ich an)



Postcon ist auch im Adressfenster zu finden:



Kann Pete oder jemand anderes dazu etwas sagen?

Meine Vermutung:

Der Brief sollte über Postcon laufen (daher auch schon ins Fenster gedruckt), bei Postcon codiert und aus irgendwelchen Gründen mit einer postcon-eigenen Frankit-Maschine frankiert und über die Deutsche Post zustellen lassen.

Wie krieg ich die Bilder gedreht? Ich habe sie gedreht auf dem Laptop und auch gedreht hier hochgeladen.
 
Pete Am: 06.09.2018 09:19:49 Gelesen: 75061# 1232 @  
@ lulu [#1231]

Kann Pete oder jemand anderes dazu etwas sagen?

Meine Vermutung:

Der Brief sollte über Postcon laufen (daher auch schon ins Fenster gedruckt), bei Postcon codiert und aus irgendwelchen Gründen mit einer postcon-eigenen Frankit-Maschine frankiert und über die Deutsche Post zustellen lassen.


Der Beleg schaut danach aus, als habe Postcon (Großkundenbetreuung bundesweit, nicht niederlassungsbezogen) den Absender als Kunden akquiriert. Dieser hat daraufhin seine Sendungen (Werbung/Mailing, Rechnungslauf usw.) in einer Druckerei produzieren lassen. Vorab wurde die Empfängeranschrift sowohl textlich als auch als Matrixcode codiert, was oberhalb und rechts neben der Empfängeranschrift gut sichtbar ist. Der Absender muss vorab entsprechende Listen (Zuordnung PLZ des Empfängers zu Zustellpartner vor Ort) von Postcon erhalten haben.

Der Brief war an einen Empfänger im Zustellbereich des Partners ma664-1 adressiert. Hierbei handelt es sich um die BS Saar-Mosel GmbH (Niederlassung Trier), womit der Trierer Briefservice (TBS) mit Sitz in der Niederkircher Str. 18, 54294 Trier gemeint sein dürfte. Dieser lässt (den Angaben auf der eigenen Internetseite nach) seine Briefsortierung über Saariva (= BS Saar-Mosel GmbH) in Saarbrücken erfolgen. Trier ist selbst nicht allzu weit von Wittlich (Empfängerort der Sendung) entfernt.

Unten stinknormale DPAG Kodierung, darüber jedoch ein schwarzer Tintenstrahl-Spray-On

"028563215013" "M" "P061" (kopfstehend)


Zur schwarzen Codierung: wie wäre es mit einem Briefzentrum von Postcon in Frankfurt? :-) Dort wird - vorliegenden Informationen nach - von den zwei Postcon-Töchtern Postcon Konsolidierung GmbH und Postcon Sortier und Logistik GmbH ein Briefzentrum betrieben, welches konsolidiert (K4031) und zeitgleich für den Sendungsaustauch innerhalb des Verbundes der Mail Alliance frankiert. Der Standort befindet/befand sich in der Fritz-Klatte-Str. 6-8 in 65933 Frankfurt/Main.

Die Angabe "P061" scheint interessant. Diese könnte suggerieren, dass der ursprünglich für die Zustellung vorgesehene Partner ma6641 auch Mitglied im Verbund von P2 - die zweite Post [2] wäre und dort intern die Partnernummer P2-061 trägt. Leider liegen mir keine Zustellpartnerlisten von P2 aus jüngerer Zeit vor um dies nachzuprüfen.

Gruß
Pete

[1] https://tbs-trier.de/page/2/home
[2] https://www.die-zweite-post.de/
 
Genosis Am: 11.10.2018 13:04:16 Gelesen: 29758# 1233 @  
@ juju [#1231]

Nur als Info: Ich bekomme hier öfters Briefe/Werbung von Postcon über die DPAG zugestellt. Es gibt hier offensichtlich einen Zustellvertrag.

Ist aber ein schöner Beleg, den du da hast. :-)

Guß
Michael
 
Pete Am: 12.10.2018 17:56:02 Gelesen: 29366# 1234 @  
@ Genosis [#1233]

Nur als Info: Ich bekomme hier öfters Briefe/Werbung von Postcon über die DPAG zugestellt. Es gibt hier offensichtlich einen Zustellvertrag.

Sind derartige Sendungen für den Versand über die Deutsche Post AG entsprechend frankiert? Wenn nicht, dürfte es unter normalen Umständen keine Zusammenarbeit geben. Zeige bitte ein paar Beispiele.

Es kam in der Vergangenheit allerdings im Einzelfall vor, dass nicht-DPAG-frankierte Sendungen von Postmitbewerbern dennoch bei der DPAG aufgeliefert und von der DPAG zugestellt werden. Manchmal rutscht halt einfach etwas durch. ;-)

Gruß
Pete
 
Pete Am: 14.10.2018 13:54:16 Gelesen: 28347# 1235 @  
Heute einmal ein Sonntagsrätsel aus dem Bereich der modernen Privatpost, welches mir ein Sammlerkollege leihweise für das Forum überließ.

Vorab: Es existiert ein Erklärungsversuch zum nachfolgenden Beleg, welcher die erkennbaren Angaben auf dem Briefumschlag durchaus schlüssig miteinander kombiniert. Allerdings sind u.U. andere Erklärungswege denkbar.

Zum Beleg selbst: Es handelt sich um eine nassklebende C5-Sendung, welche verschlossen in Bottrop (Ruhrgebiet) zugestellt wurde, vermutlich in den vergangenen Wochen oder Monaten. Der Sammlerkollege erhielt die Sendung vergangenes Wochenende von einem anderen Sammler überreicht. Es wurden Angaben des Empfängers (Firmierung, Teil der fünfstelligen Postfachpostleitzahl) auf dem Scan entfernt. Für den gesuchten Laufweg sind diese Angaben auch nicht weiter relevant.



Auf der Briefumschlagrückseite befindet sich eine waagerecht verlaufende fluoreszierende Codierung, welche auf dem Scan aufgrund der Farbgebung nicht immer auf Anhieb zu erkennen ist:



Wer hat eine Idee, wie die Sendung gelaufen sein könnte? :-)

Gruß
Pete
 
DL8AAM Am: 15.10.2018 18:27:09 Gelesen: 27200# 1236 @  
@ Pete [#1235]

Pete, meine erste Idee ist, dass die Sendung "irgendwie" in den Kreis der Bottroper Postcon-Niederlassung (Postcon/ex TNT) "geraten" ist. Der genannte rückseitige Barcode würde zu Postcon/TNT passen, ebenfalls der (für DPAG-Ableitungen übliche) verkürzte schwarze Tintenstrahler auf der Vorderseite.

Hier ein Beispiel für die Langfassung:



DPAG-Ableitung würde ja auch passen, da die Sendung an ein Postfach gerichtet ist, d.h. Postcon (ex TNT?) hat diese Postfachsendungen vor Ort der DPAG (sicherlich natürlich gegen eine entsprechende Gebühr, oder?) überstellt. Nun hatte die DPAG den Brief in den Fingern und denen fiel erst einmal nicht besseres ein, als die nicht entwertete Briefmarke mit einem ihrer eigenen üblichen Nachträglich-Entwertet-Handstempel zu versehen, bevor sie vor Ort die Sendung in das passende Postfach wegsortiert hat.

Nur eine Idee, da ich die Privatpostsituation "dort unten" nicht kenne bzw. wie entsprechende Sendungen dort gekennzeichnet werden. Auch kenne ich die Briefmarke nicht, auch keine mit alleiniger Angabe "BusinessPost" bzw. dessen Logo. Wobei ich von der Farbgebung fast auf die alte "TNT" tippen würde. 55 Cent sieht mir auch nach relativ "alt" aus?

Gruß
Thomas
 
Pete Am: 15.10.2018 20:30:12 Gelesen: 27130# 1237 @  
@ DL8AAM [#1236]

Kein schlechter Versuch. :-)

Die Erklärung entspricht weitgehend der zweiten Hälfte des gemutmaßten Laufweges mit einer Abweichung: Postcon stellt m.W. nicht selbst in Bottrop zu. Dies erfolgt über den Zustellpartner Porto-Letter-Service GmbH (PLS) [1] aus dem benachbarten Gladbeck, vorher jahrelang in Bottrop selbst ansässig. Es ist daher davon auszugehen, dass Postcon (Frankfurt/Main) die Sendung maschinell oder manuell dem "Mail Alliance"-Zustellpartner ma4701 zugewiesen hat. Doch wie gelangte die Sendung in den Kreislauf von Postcon? Die verklebte Briefmarke mag das entscheidende Indiz sein.

Gruß
Pete

[1] https://www.portoletterservice.de/
 
Journalist Am: 20.10.2018 16:31:47 Gelesen: 23053# 1238 @  
Hallo an alle,

vorige Woche habe ich den folgenden Musterbrief von der Postexpo mitgebracht, allerdings hatte ich mir nicht genau notiert, von welchen Messestand - ich möchte den hier aber trotzdem mal zeigen:



Viele Grüße Jürgen
 
EdgarR Am: 20.10.2018 17:38:53 Gelesen: 23019# 1239 @  
@ Journalist [#1238]

Hallo Jürgen!

Streng genommen unter dieser Überschrift falsch, denn:

ACS - Air Courier Services <https://www.acscourier.net/en/home>;, eine Firma in Griechenland, und zwar seit 1981 als Courier Service. Lt. englischer Version der hp seit 2013 (auch) im Brief- bzw. Postgeschäft.

Da ausländische Firmen nicht so an die Anforderungen für ein kpl. Impressum gebunden sind ist mir die Adresse auf die schnelle nicht zugänglich.
Lt. <https://www.acscourier.net/en/services-and-pricelists-2>; machen sie
- Simple mail service for group shipments of homogeneous non-personalised contents und
- Simple mail service for group shipments of personalised and non-personalised contents jedoch
Einzugs- wie auch Zustellgebiet(e) offensichtlich Griechenland, Bulgarien, Zypern und Albanien

Phile Grüße und ein schönes Wo.-Ende!
EdgarR
 

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