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Thema: Alte Zeitungen aus aller Welt
Das Thema hat 48 Beiträge:
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marc123 Am: 07.04.2019 17:35:02 Gelesen: 8800# 24 @  




Verwendung der 1 Centime und 2 Centimes (Wappenmarken Luxemburg, Michel Nr. 3 und 4)) auf Zeitung "DER AKTIONÄR". Die Zeitung wurde am 1. Februar von Frankfurt a. M. nach Clervaux geschickt. Hier erhielt sie am 2. Februar einen Ankunftstempel. Am 4. Februar wurde sie mit 1 Centime frankiert, nach Wiltz weitergesendet und mit dem französischen Stempeltyp von Clervaux versehen. In Wiltz wurde sie am gleichen Tag, noch mit dem alten Tarif von 2 Centimes nach Diekirch weitergeleitet. Beide Marken erhielten den Dreikreisstempel von Wiltz. Die Zeitung erhielt am gleichen Tag den Ankunftsstempel von Diekirch.

Liebe Grüße
Marc
 
epem7081 Am: 28.09.2019 22:45:18 Gelesen: 7772# 25 @  
Liebe Forums-Zeitungsleser,

nach längerer Funkstille meinerseits in diesem Thread will ich doch mal wieder an mein "Altpapier" gehen und interessante Objekte vorstellen. In meiner Sammlung habe ich das älteste Zeitungsexemplar unserer heimatlichen Region Ostalb. Diese Numero 78 vom Freytag, den 24. September 1773 erschien mit dem Titel: Das Neueste der Welt. ELLWANGISCHE Ordinari-Zeitung und vor allem Mit Hochfürstlich-gnädigstem PRIVILEGIO.



Zur Erscheinungsweise findet sich im Zeitungskopf der Hinweis: Druckts und verlegts wochentlich zweymal, als Montags und Freytags Anton Brunhauer, Hochfürstlicher Hofbuchdrucker, und Händler. Dieses Exemplar hat sich vermutlich wegen der Suche nach erbberechtigten Nachkommen des Joseph Ilg aus Ellwangen auf der letzten Seite erhalten. Interessant sicher auch die Daten bei den Nachrichten aus aller Welt; läßt sich doch daraus in etwa die Laufzeit erahnen, bis solche Botschaften in Ellwangen verarbeitet werden konnten.

Viel Vergnügen bei der Lektüre wünscht
Edwin
 
epem7081 Am: 02.03.2020 12:45:43 Gelesen: 6723# 26 @  
Liebe Forums-Zeitungsleser,

heute wieder einmal ein Griff in meinen historischen Zeitungsbestand. Ein kleines Konvolut, das sich um eine Anzeige herum ergeben hat.

Postalisch zunächst interessant der Briefumschlag, abgestempelt mit dem Einzeiler HANNOVER, mit dem das Belegexemplar der "Hannoversche Anzeigen" No. 66 vom 17. August 1836 "Ans Königl. Amt Ahlden" übermittelt wurde. Mit gleichem Datum ausgestellt und mitgeliefert die Quittung für die entsprechende Anzeige.



Der Stempel HANNOVER enthält keine Datumsangabe, der Beleg dürfte aber kurz nach Erscheinen der Zeitung versandt worden sein - eventuell im Amt Ahlden am 24. August pr(äsentiert). Als Beleg sind übrigens die gefalteten, aber unbeschnittenen 2 1/2 Druckbogen a acht Seiten übermittelt worden. Für das Inserat waren 21 gg (Gutegroschen) wohl von der Post bereits als Vorschuß an den Verleger geleistet worden, die nun mit dem Porto von 1 gg für 2 Lth ((Loth) ca. 32 g Gewicht) beim Auftraggeber eingezogen werden mussten.

Abschließend hier noch die Titelseite und die betreffende Spalte mit der Anzeige.



Viel Vergnügen bei der Lektüre wünscht
Edwin
 
Oliver Estelmann Am: 02.03.2020 20:18:20 Gelesen: 6694# 27 @  
Wie könnte es anders sein?

Es geht um Helgoland:


 
Martin de Matin Am: 02.03.2020 22:03:51 Gelesen: 6680# 28 @  
Eine Zeitung mit zweifachen Briefmarkenhintergrund. Eine Zeitung aus San Francisco; das Weekly Bulletin, das nach Österreich geschickt wurde. Vorderseitig ist ist eine 2-Kreuzer Zeitungsstempelmarke (MiNr.3) mit Stempel von Prag. Die Zeitungsvorderseite habe ich auf Grund der enormen Grösse (47 mal 66 cm) nur fotografiert. Interessant ist es, das die Zeitung, die aus 8 Seiten besteht, nur aus einem Blatt Papier besteht, also ca. 94 mal 132 cm.



Das Besondere finde ich, ist die Werbeanzeige auf der letzten Seite der Firma Ayer. Dort wird mit einem Präparat aus Stechwinden zur Blutreinigung geworben, sofern ich den Inhalt der Werbung auf die schnelle verstehe.



Für Spezialisten der amerikanischen Marken, ist die Firma Ayer im Bereich "Encased Postage", nicht unbekannt. Encased Postage sind kleine Blechdöschen mit einer Werbeeinprägung auf der einen Seite. In diesen Dosen befindet sich eine gültige Briefmarke, die durch eine tranparente Glimmerschicht auf der anderen Seite sichtbar ist. Sie wurden 1862 erfunden, und wurden während des amerikanischen Bürgerkriegs, aus Mangel an Kleingeld als dieses gebraucht.

Gruss
Martin
 
epem7081 Am: 09.12.2020 13:18:36 Gelesen: 4634# 29 @  
Hallo zusammen,

in Coronazeiten mit angeordnetem Ausgehverbot findet sich vielleicht eher die Mußestunde, in der man in alten Sammlungsstücken blättern und längst Vergessenes wieder aufleben lassen kann.

Unter diesem Aspekt will ich hier einmal eine komplette historische Zeitung einbringen. Es handelt sich um das 19. Stück der Braunschweigischen Anzeigen vom Mittwoch, den 6. März 1754.

Vielfach findet sich in den Zeitungen des 18. Jahrhunderts ein offizielles Previlegio - eine von höchster Landesherrlichkeit ausgesprochene Genehmigung. Hier im Zeitungskopf dokumentiert:

Unter Ihro Durchl. Unsers gnädigsten Herzogs und Herrn, höchsten Approbation, und auf Dero gnädigsten Specialbefehl.

In dieser Ausgabe dann die herausragende Meldung:
Verzeichnis der Vorlesungen und Unterrichtungen, welcher das, von Unsers gnädigsten Herzogs Durchl. Herrn CARL, regierenden Herzogs zu Braunschweig und Lüneburg etc. zur Aufnahme des Studii Chirurgici in Dero Stadt Braunschweig gestiftete, Fürstl. Collegium Anatomico Chirurgicum im 1754. Jahre halten wird.



In diesen Anzeigen- oder Mitteilungsblättern - im 19. Jahrhundert werden sie vielfach als Intelligenzblätter tituliert - werden die Informationen sehr strukturiert präsentiert. Dies kann auch mit dem vorliegenden Exemplar gut nachvollzogen werden.



I. Was zu verkaufen; II. Was zu kaufen (gesucht); III. Was zu verpachten; IV. Was verloren; V. Gelder, so auszuleihen; VI. Protocolla re. resolut. im Kayserl. Hochpreisl. Reichshofrathe ; VII. Gerichtliche Subhastationes; VIII. Licitationes; IX. Edictalcitaciones; X. Auctiones; XI. Avancements, Begnadigungen, Versetzungen, u.d.gl.; XII. Geldsachen; XIII, Fremde; XIV. Personen, so Dienste suchen; XV. Getaufte; XVI. Copulirte; XVII. Begrabene; XVIII. Geldcours, XIX. Wechselcours; XX. Silberpreis; XXI. Getraydepreis; XXII. Vermischte Nachrichten;

Ich wünsche eine gute Unterhaltung mit den Nachrichten aus vergangenen Zeiten.

Mit freundlichen Sammlergrüßen
Edwin
 
HWS-NRW Am: 09.12.2020 15:39:57 Gelesen: 4622# 30 @  
@ zockerpeppi [#21]

Hallo Lulu,

schön, daß Du mal etwas fiskalisches präsentierst. Das ist ein Wertstempel, er in verschiedenen Gebührenstufen auf den Vorderseiten abgeschlagen werden mußte und zwar auf jeder Zeitung innerhalb einer Ausgabe.



Den Wertstempel gibt es normalerweise mehr in schwarz, hier wurde er in einer kurzen Zeit nach den "100 Tagen von Napoléon" zur besseren Kennzeichnung, daß jetzt wieder ein König "aktiv" war, in roter Farbe abgeschlagen.

Eine schöne Adventszeit wünscht Dir
der Werner
 
HWS-NRW Am: 09.12.2020 16:03:32 Gelesen: 4614# 31 @  
@ bignell [#22]

Hallo,

die obere Marke scheint eine österr. Zeitungsmarke zu sein, darunter noch ein Gebührenstempel zu 0,06 fr für den Fiskus.

Eine tolle Kombination, eventuell hat der Zeitungskäufer das Teil nach dem Lesen noch an einen Anderen per Post weiter gesandt.



Der Wertstempel wurde zwischen 1851-1862 abgeschlagen.

mit Sammlergruß
Werner
 
bignell Am: 09.12.2020 18:42:02 Gelesen: 4597# 32 @  
@ HWS-NRW [#31]

Hallo Werner,

die grüne ist eine Zeitungsstempelmarke (Ausgabe 1853, 1 Kreuzer), damit wurde sozusagen eine Gebühr für ausländische Zeitungen erhoben, wenn ich das recht verstanden habe. Da gibt es so manch schöne 2-Länder-Kombinationen.

Liebe Grüße, harald
 
epem7081 Am: 12.12.2020 11:06:43 Gelesen: 4559# 33 @  
Hallo Fiskalfreaks,

hier kann ich eine Titelseite der seinerzeit Königreich Württemberg weit verbreiteten Tageszeitung "Schwäbischer Merkur" vom 17. Merz 1813 und hinterlegt zwei weitere Kopfleisten vom 8. April und 24 Julius aus 1812 mit dem markanten Zeitungsstempel



dazu noch ein kleiner Ausschnitt aus "Meyers Großes Konversations-Lexikon 1905 Bd.18 Seite 100



Aktuelleres erfährt man natürlich bei wikipedia [1]

Mit freundlichen Sammlergrüßen
Edwin

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Schwäbischer_Merkur
 
epem7081 Am: 16.12.2020 20:39:59 Gelesen: 4499# 34 @  
Hallo Fiskalfreaks,

hier kann ich eine Titelseite der Zeitung: Gemeinnützliche Blätter für das Großherzogthum Frankfurt vom 17.5.1812 vorstellen, bei der auch eine Gebühr: Zeitungs Stempel Tax mit 30 xr (Kreuzer) dokumentiert wurde. Die Zeitung existierte nur von 1811 bis 1813.



Das Großherzogtum Frankfurt (von Napoleons Gnaden!) existierte von 1810 bis 1813. Mit 302.000 Einwohnern war es ein (bis auf die Exklave Wetzlar) zusammenhängender Modellstaat von 5.160 km² innerhalb des Rheinbundes. Hauptstadt und Regierungssitz war Frankfurt am Main. Der Großherzog residierte zumeist im Schloss Johannisburg in Aschaffenburg. In der Hauptstadt war ihm als offizielle Residenz das Palais Thurn und Taxis überlassen worden. [1]

Mit freundlichen Sammlergrüßen
Edwin

[1]| https://de.wikipedia.org/wiki/Großherzogtum_Frankfurt
 
epem7081 Am: 20.12.2020 09:57:19 Gelesen: 4439# 35 @  
Hallo Fiskalfreaks,

heute kann ich wieder eine Titelseite mit Fiscalstempel zeigen: Zeitung für die Königl. Preuß. Provinzen zwischen der Elbe und Weser aus Halle, Dienstag den 18. October 1814. Die Intelligenz Taxe beträgt hier 15 Centimes.



Mit freundlichen Sammlergrüßen
Edwin
 
H.G.W. Am: 20.12.2020 18:58:56 Gelesen: 4417# 36 @  
Hallo,

ich möchte auch einen kleinen Beitrag leisten und zeige hier die Titelseite der neuen illustrierten Zeitung aus Wien.

Gruß Horst


 
epem7081 Am: 07.02.2021 22:40:25 Gelesen: 3681# 37 @  
@ epem7081 [#29]

Vielfach findet sich in den Zeitungen des 18. Jahrhunderts ein offizielles Previlegio - eine von höchster Landesherrlichkeit ausgesprochene Genehmigung. Hier im Zeitungskopf dokumentiert:

Hallo zusammen,

zu meiner vorstehenden Feststellung kann ich noch ergänzend hinzufügen, dass oftmals ein mehr oder weniger großes Wappen der Privilegien erteilenden Herrschaft den Zeitungstitel "adelt". Als Beleg dazu hier die Nummer 29 vom 20. Juli 1739 der "Wöchentliche Hallische Anzeigen" mit der Maßgabe:
Unter Seiner Königl. Majestät in Preussen &.&. unsers allergnädigsten
Königs und Herrn, allerhöchsten Approbation und auf Dero special Befehl.




Zu dem auf der Titelseite gestarteten Thema der "neuen Rechts-Gründe: daß es gerechter sey; seines verstorbenen Bruders Weib zu nehmen, als eine fremde". werden auf den folgenden vier Seiten alle Aspekte vom Gutachten zu Heinrich VIII aus England bis zu den bis zu den Bibelstellen erwogen. Dann kommen doch noch einige übliche Nachrichten wie "Sachen, so innerhalb Halle zu verkauffen", desgleichen außerhalb Halle; ankommende und abreisende Personen werden bekannt gegeben und weitere bemerkenswerte Informationen, die hier auf der letzten Seite wahrgenommen werden können.



Darunter auch diese postalisch interessante Verlautbarung:

Nachdem auf den 1. April des kommenden 1740. Jahres, die Pacht=Zeit der Königl. Berlinischen Post=Kutsche zu Ende gehet, als wird auf eines Hochpreißl. General=Postamts=Verordnung solches hierdurch jedemänniglich bekannt gemacht, und können diejenigen so erwehnte Post=Kutsche, nach verflossenen jetzigen Pacht=Jahren, von neuen zu übernehmen entschlossen, bey hochgedachtem General=Postamte sich in Zeiten melden und Handlung pflegen, auch allenfalls demselben wegen Administrirung der Post=Kutsche annehmliche Vorschläge thun.

Viel Vergnügen bei der Lektüre wünscht
Edwin
 
epem7081 Am: 14.02.2021 23:51:29 Gelesen: 3504# 38 @  
@ epem7081 [#29]

Vielfach findet sich in den Zeitungen des 18. Jahrhunderts ein offizielles Previlegio - eine von höchster Landesherrlichkeit ausgesprochene Genehmigung. Hier im Zeitungskopf dokumentiert:

Hallo zusammen,

heute möchte ich hier aus dem Jahre 1754 das 104. Stück der Braunschweigischen Anzeigen von Sonnabends, den 28. Dezember vorstellen. Die bebilderte Titelseite wird zunächst beherrscht von der Maßgabe: Unter Ihro Durchl. Unsers gnädigsten Herzogs / und Herrn, höchsten Approbation, und auf / Dero gnädigsten Specialbefehl. 1745 gründete Herzog Karl I. die Zeitung Braunschweigische Anzeigen, die 1923 in Braunschweigische Staatszeitung umbenannt wurde.

Seit seinem Anbeginn stand als Motto über dem Blatt in einem Medaillon mit einer sitzendes Frau »utilitas quotidianorum publica« - dem Publikum zum täglichen Nutzen. Der weitere Text im Medaillon wies auf die Gründung hin: ORDINATA. BRVNSV. MDCCXLV. Die Frau mit dem Liktorenbündel könnte die Göttin der Freiheit, Liberta, sein. So wurde sie um 1800 herum zum Beispiel auf Münzen dargestellt.





Einen kleinen postalischen Hinweis findet sich neben unterschiedlichsten Informationen auch hier zur Ausgabe der Zeitungen: Sie werden wöchentlich des Mittwochs und Sonnabends Allhier im Addreßcomtoir, an anderen Orten aber in allen Herzogl. Posthäusern, ausgegeben.

Mit sonntäglichen Grüßen
Edwin
 
epem7081 Am: 21.02.2021 10:17:56 Gelesen: 3368# 39 @  
Hallo zusammen,

in meiner Sammlung von ca. 800 historischen Zeitungsausgaben gehört dieses Exemplar "Hannoverische Anzeigen" zu den bemerkenswertesten - prangt doch hier halbseitig das englische Königswappen von Georg II. auf dem Titelblatt.
Bei überschaubarem Umfang hier alle 4 Seiten vom 93. Stück vom Montag, den 20. November 1758 abgebildet.

Über allem thront wie üblich auch hier das Privilegio:

Unter Sr. Königl. Majestät von Groß-Britan= / niien u. u. Unsers allergnädigsten Königs und Herrn / allerhöchster Genehmigung

Zum allgemeinen Inhalt folgt dem Titel: Hannoverische Anzeigen / von allerhand Sachen, deren Bekanntmachung dem gemeinen Wesen / nötig und nützlich.



Georg II. König von Großbritannien und Irland (30.10.1683 - 25.10.1760), 11.10.1727 Krönung, regierte 1727-1760, 1727 dritter Kurfürst, vermählt mit Markgräfin Wilhelmine Charlotte Caroline v. Brandenburg-Ansbach (11.3.1683 - 1.12.1737)[1]

Viel Vergnügen bei der sonntäglichen Lektüre wünscht
Edwin

[1] http://www.welt-der-wappen.de/Heraldik/seiten/welfen3.htm
 
epem7081 Am: 28.02.2021 17:04:55 Gelesen: 3242# 40 @  
Hallo zusammen,

heute möchte ich wieder einen prachtprangenden Zeitungstitel vorstellen. Mein Exemplar der " Ordentliche wochentliche Franckfurter Frag- und Anzeigungs-Nachrichten" [1] stammt vom Dienstag, den 28. Oktober 1760.



Der Reichsadler [2] in seiner schwungvollen Kartusche wird quasi von einem Doppel-Privilegio umgeben:
Mit Ihro Römisch = Kayserlichen und Königl. Majestät allergnädigstem PRIVILEGIO.
Wie auch eines Hoch = Edlen und Hochweisen Magistrats Hochgünstigen Bewilligung


Dazu einige aufschlußreiche Hintergrundinformationen:


Seit dem Mittelalter gehört Frankfurt am Main zu den bedeutenden städtischen Zentren Deutschlands. Im Jahr 794 erstmals urkundlich erwähnt, war es seit 1372 Reichsstadt. Bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches 1806 wurden die meisten römisch-deutschen Könige in Frankfurt am Main gewählt und seit 1562 auch zum Kaiser gekrönt. Von 1815 an war die Freie Stadt Frankfurt ein souveräner Mitgliedsstaat des Deutschen Bundes.[1]

Das Heilige Römische Reich verwendete den Doppeladler in Schwarz auf Gold seit der Regierungszeit Kaiser Sigismunds, der genaue Beschluss datiert auf das Jahr 1433. Vorher galt der einköpfige Adler als Zeichen kaiserlicher Gewalt. Nimbiert (mit Heiligenschein versehen) war schon der einköpfige Adler, der Doppelköpfige bleibt es. [2]

Der regierende Kaiser und König war derzeit:

Franz Stephan von Lothringen (* 8. Dezember 1708 in Nancy; † 18. August 1765 in Innsbruck) war von 1729 bis 1736 als Franz III. Herzog von Lothringen und Bar, anschließend ab 1737 als Franz II. Großherzog der Toskana und ab 1745 als Franz I. Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.[3]

Mit sonntäglichen Grüßen
Edwin

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Frankfurt_am_Main
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Doppeladler
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_I._Stephan_(HRR)
 
epem7081 Am: 07.03.2021 17:19:45 Gelesen: 3110# 41 @  
Hallo zusammen,

heute kann ich von der historischen Zeitung Auszug der neuesten Weltgeschichte über wenige Jahre den Wandel der Titelseite zwischen 1750 unf 1754 aufzeigen. Die programmatische Erweiterung der Zeitung auf die schönen Wissenschaften im Jahre 1754 wurde auch in der Titelgestaltung signalisiert.



Herausgeber dieser Publikation war der deutsche Publizist und königliche Beamte Johann Gottfried Groß (1703-1768).

Ein Auszug aus wikipedia vermittelt hier einen ersten Eindruck:

Johann Gottfried Groß (* 8. Oktober 1703 in Uehlfeld bei Neustadt an der Aisch; † 12. Juli 1768 in Erlangen) war ein deutscher Publizist und königlicher Beamter. [1]

1741 begann er, die in Erlangen erscheinende Zeitung Auszug der neuesten Weltgeschichte herauszugeben, für die er auch fast alleine die Artikel schrieb.[1] Der Name der Zeitschrift wurde durch Groß mehrmals leicht abgewandelt; umgangssprachlich wurde sie meist einfach Der Erlanger genannt. Insgesamt gab Johann Gottfried Groß bis zu seinem Tod 28 Jahrgänge heraus.[4] In seiner Zeitung veröffentlichte Groß neben eher unterhaltenden Berichten, Anekdoten und Satiren auch Artikel über lokale, nationale und internationale politische Ereignisse und Staatsmänner, in die er auch sein selbständiges, oft scharf formuliertes kritisches Urteil einfließen ließ.[1]

Neben Lesern in Deutschland hatte er bald auch Abonnenten in zahlreichen anderen europäischen Ländern und sogar in Amerika. Vor allen in Kriegszeiten erreichte die Zeitung hohe Auflagen von bis zu 18.000 Stück, was für die Frühzeit der Presse eine sehr beachtliche Zahl war.[4] Immer wieder erschienen aber auch Raubdrucke der Zeitung.[
1]

Mit sonntäglichen Grüßen
Edwin

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Gottfried_Groß
 
epem7081 Am: 09.05.2021 16:29:17 Gelesen: 2090# 42 @  
Hallo zusammen,

heute wieder einmal ein Griff in meine Sammlung historischer Zeitungsexemplare. Dabei kann ich ein „ Helmstädtsches Wochenblatt“ vom 25.10.1812 vorstellen. Von den insgesamt 8 Seiten will ich hier als Platzgründen nur 4 Seiten einbringen. Auf dem Titelblatt prangt ein bemerkenswerter Fiscalstempel: „KOEN:WESTPH. Intelligenz Taxe 15.Centimen“.




Da mag zunächst die französische Währungsangabe irritieren. Doch mit dem Hinweis auf das KOEN[igreich] WESTPH[alen] wird ein besonderer Status deutlich. Napoleon hatte das Königreich Westphalen per Dekret vom 18.August 1807 eingerichtet und seinen Bruder Jerome zum König eingesetzt. Wenige Jahre später endete mit Napoleons Niederlage in der Völkerschlacht bei Leipzig dieses Kapitel westfälischer Geschichte. Auf den letzten Seiten dieser Ausgabe leuchtet schlaglichtartig das Themenspektrum dieser Publikation auf. Interessant auch der Disput um die neue Gewerbefreiheit, denn Zünfte und Gilden hatten 1809 ihren Rechtsstatus verloren.

Mit sonntäglichen Grüßen
Edwin

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Königreich_Westphalen
 
Fips002 Am: 07.06.2021 19:42:30 Gelesen: 1600# 43 @  
Sonderblatt des Wolfenbütteler Kreisblattes vom 11. Februar 1918.



Dieter
 
Manne Am: 16.07.2021 11:35:07 Gelesen: 1020# 44 @  
Hallo,

zeige das Titelblatt vom Oldenburger Residenz-Boten vom 09.12.1916.

Gruß
Manne


 
Manne Am: 01.08.2021 14:39:55 Gelesen: 744# 45 @  
Hallo,

zeige 12 Seiten vom Wochenblatt für das Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen vom 22.03.1829.

Hierin wird beschrieben, dass das Haus Hohenzollern dem Haus von Thurn und Taxis die Landesposten überlässt.

Gruß
Manne












 
bayern klassisch Am: 01.08.2021 15:14:26 Gelesen: 740# 46 @  
@ Manne [#45]

Hallo Manne,

das ist ein Träumchen für jeden TT - Sammler.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Manne Am: 01.08.2021 17:34:57 Gelesen: 732# 47 @  
@ bayern klassisch [#46]

Hallo Ralph, danke für Deine Einschätzung.

Seit über einem Jahr waren wegen Corona keine Flohmärkte oder sonstige Veranstaltungen und auch keine Tauschabende mehr möglich.

Gestern bei uns in Schwenningen auf dem Flohmarkt habe ich diese 12 originalen Seiten gekauft. Hohenzollern ist ja auch eines meiner Sammelgebiete. Erst Zuhause beim Lesen bemerkt, dass es auch postalisch interessant zum Thema Thurn und Taxis passt.

Es war ein Zufallsfund. Es sind acht und vier Seiten am Stück, noch nicht geschnitten, waren zusammengefaltet und nur die erste Seite als Blickfang zu sehen.

Gruß
Manne
 
bayern klassisch Am: 01.08.2021 19:16:31 Gelesen: 725# 48 @  
@ Manne [#47]

Hallo Manne,

ja, keine schönen Zeiten - aber wenn man solch eine Rosine schnappt, relativiert sich doch alles wieder ein bischen. Freue mich für dich und bin froh, dass dieses Stück in den richtigen Hände gekommen ist.

Liebe Grüsse,
Ralph
 

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