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Thema: Stockflecken auf Marken
Dieter Am: 31.01.2009 16:35:07 Gelesen: 22522# 1 @  
Hallo !

Ich habe wieder ein Problem. Auf älteren Briefmarken habe ich oft "Rostflecken".

Wie kommt das und ist das ein Fehler. Kann man diese Marken normal tauschen oder ist das Wert mindernd ?

Vielen Dank für Eure Antworten im Voraus.

Viele Grüße Dieter
 
Postgeschichte Am: 31.01.2009 20:09:21 Gelesen: 22486# 2 @  
@ Dieter

Die hässliche Vergilbung oder Braunfleckigkeit, die auf den Briefmarken, Büchern, Landkarten aber auch auf Stoffen festgestellt werden, sind als "Stockflecken" bekannt. Wikipedia schreibt u.a. hierzu:

"Ein Stockfleck oder Schimmelfleck (meist im Plural gebraucht) ist eine auf Papier, etwa in Büchern, und Textilien durch Schimmelpilze gebildete, typische Alterungserscheinung. Die Schimmelpilzsporen werden durch die Luft verbreitet und sind über Jahre bis Jahrzehnte lebensfähig."

Es gibt zwar im Handel Mittel zur Entfernung von Stockflecken, jedoch ist hierbei Vorsicht geboten. Die Anwendung kann eventuell die Farbe ausbleichen oder gar die Marke zerstören. Außerdem ist die chemische Behandlung eine Veränderung der Marke (Fälschung) und sollte daher unterbleiben.

In welchem Umfang Preisabschläge hingenommen werden müssen, hängt von der Ausdehnung des Fleckes und der Seltenheit der Marke ab.

Mit freundlichem Gruß
Manfred
 
AfriKiwi Am: 31.01.2009 22:20:18 Gelesen: 22461# 3 @  
@ Dieter [#18]

Hallo Dieter,

Rost- oder Stockflecken ist ein Jammer für alle Briefmarkensammler.

Ich mache auch einen Unterschied zwischen billigen und teueren Marken auch bei ungestempelten und gebrauchten als auch postfrische.

Marke links: Zeigt eine postfrische Marke die einfach naß wurde im Steckalbum und der Gummi hat sich rasch (einige Monaten sonst wäre die Marke festgeklebt) verbräunt. Sie ist unbrauchbar für eine Qualitätsammlung obwohl der Fleck (Schimmel) nicht weiter reagiert mit Wasser und Sauerstoff. In der Art wie Hefe im Apfelwein abstirbt. Die Marke soll man aus Sicherheitsgründen nicht bei gute Marken legen und wenn eine besser Marke gefunden wird wegwerfen.

Marke in der Mitte hat den gleiche Mangel - immer Vorsicht beim Ankauf.

Marken rechts: Hat auch Stockflecken und mit feuchter Lagerung oder langer Lagerung ohne Lüftung werden die Stockflecken wieder aktiviert und werden schlimmer. Wiederum - nicht bei andere saubere Marken legen.

Bei gestempelte Marken braucht man die Erfahrung der Behandlung was ein neues Kapitel sein kann.

Billige Marken mit Stockflecken gehören gleich in den Müll, die kommen schon wieder in besser Erhaltung.

Erich


 
Harald Zierock Am: 21.05.2009 19:55:34 Gelesen: 22296# 4 @  
Hallo,

zu diesem Thema habe ich im Forum Basler Taube folgende Antwort entdeckt, die mir plausibel erscheint:

Manchmal hilft ein etwa 10%iges Natriumbisulfit-Bad (auch Natriumhydrogensulfit genannt), das auch zur Auffrischung der Markenfarben und vergilbten Papiers geeignet ist.

Mehr Erfolg verspricht eine Doppelbehandlung. Die Marke zunächst einige Minuten in Wasser legen, in dem ein paar Kristalle Kaliumpermanganat gelöst sind. Die Marke kommt völlig unansehnlich braun aus diesem Bad heraus. Diese vielleicht beängstigende Verfärbung verschwindet aber schnell in einem zweiten Bad mit Natriumbisulfit. In leichten Fällen kann auch Essig oder Salmiakgeist zur Auffrischung und Beseitigung der Stockflecke genügen. Nach jeder Behandlung gründlichst, möglichst unter fließendem Wasser, waschen und danach trocknen.


Harald
 
AfriKiwi Am: 22.05.2009 01:36:53 Gelesen: 22260# 5 @  
@ Harald Zierock [#4]

Lieber Harald,

also Du meinst das kann die Antwort sein für gestempelte Marken - und das kann wohl ganz genau stimmen.

Dafür bräuchte ich ein Laboratorium und wenn ich solche interessant Artikel wie Natriumbisulfit oder Natriumhydrogensulfit, Kaliumpermanganat und Salmiakgeist kaufen würde zeigt mich der Apotheker an als Bombenmacher.

Man probiert schon mit was man hat auf billigen Marken, denn wenn es bei teuerem Zeug (Marken auf Belegen und so) ankommt sollte die Experimentzeit vorbei sein sonst versaut man den Beleg noch mehr.

Ich mache es so:

Wenn Stockflecken sichtbar ist auf beiden Seiten (hinten und vorne) auf dem gleichen Platz

- billige marken wegwerfen denn da bleibt nur ein Loch.

- teuere trocken in einer Hülle NICHT bei den Guten lagern (lege ein 'Rostlagerbuch' an) für Ersatz. Der Fungus (Stockflecken) erneuert sich bei Feuchtigkeit und Wärme was wir als Luft kennen.

Die meisten Stockflecken kommen vor bei sicheren Gummiarten deswegen haben Marken auf Belegen erste Stockflecke in der Zähnung. Der gute Hefekuchen wurde längst vergessen als die Marke reichlich gelegt auf dem Brief geklebt wurde.

Es gibt ja auch verschieden Arten Stockflecken. Die Marken in Bild [#3] wurden auf Weise feucht.

Langern ohne regelmässige Belüftung (Die Luft hat halt einen Grad von Feuchtigkeit) ist fatal.

Unten ein De la Rue Einschreibebrief Kap der Guten Hoffnung QV 4d auf der Flappe.

Deutlich zu sehen ist daß der Gummi gebräunt ist.

Und ohne Witz ist er am besten behalten in meinem Lindner Album. Man haust ja keine Kriminellen in Zelten. ;)

Erich


 
Lars Boettger Am: 23.05.2009 11:29:14 Gelesen: 22216# 6 @  
@ Dieter [#18]

Hallo Dieter,

grundsätzlich sind Stockflecken stark wertmindernd. Stockfleckige Marken oder Briefe würde ich nur in meiner Sammlung akzeptieren, wenn sie besonders selten sind. Und versuchen, sie unverzüglich gegen unbeschädigte Marken auszutauschen.

@ alle

Hat jemand von Euch schon Talkumpuder ausprobiert? http://www.praktische-haushaltstipps.de/haushaltstipps-187-Stockflecken-entfernen.html - wenn ja, mit welchem Erfolg bzw. worauf muss man achten?

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
carolinus Am: 23.05.2009 12:04:00 Gelesen: 22210# 7 @  
Hallo Dieter,

zunächst sollten solche Marken und Belege möglichst vermieden und gar nicht erst erworben werden. Aber wenn es nun doch einmal aus diesem oder jenem Grund passiert. Mein Beitrag bezieht sich vor allem auch auf Belege, stockfleckige Marken würde ich keinesfalls kaufen, dann warte ich lieber auf ein anderes Angebot.

Da es sich hierbei um einen Pilz handelt, ist im Prinzip eine antibakterielle Behandlung möglich. Im Handel gibt es von Lindner das Produkt Erni A und B. Dabei handelt es sich um eine Kaliumpermanganat- und eine Natriumbisulfitlösung. Meine ersten Erfahrungen in dieser Hinsicht habe ich hier http://www.stampsx.com/forum/topic.php?id=411&highlight=stockflecken&s=120afcf61a1bfd557cd102670c5eace6 geschildert. Diese Methode von Karl Brutal würde ich mittlerweile nur bei einem besonders schlimmen Befall wählen und die angegebenen Konzentrationen dabei zunächst deutlich unterschreiten.

Eine wesentlich bessere Wahl ist ein antibakterielles Spülmittel, vielleicht kennst du noch das Produkt „Fairy ultra“? Aus welchen Gründen auch immer ist die antibakterielle (blaue) Variante in Deutschland nicht mehr erhältlich. Ähnliche Produkte gibt es aber. Marke oder Beleg erst einmal gründlich wässern. Alte Tinte ist nicht wasserlöslich! Anschließend einige wenige Tropfen dieses Spülmittels hinzugeben und beobachten, wie sich die Sache gestaltet.

Bei hartnäckigeren Fällen hilft auch zusätzlich tropfenweise Chlorwasser. Das kann man sich in einer Apotheke anmischen lassen. Diese Variante aber bitte nur in winzigen Mengen, denn Chlor bleicht immer, deshalb hier besonders vorsichtig in der Dosierung. Bei richtiger Anwendung sind die Stockflecken verschwunden und der Beleg ist fast nicht aufgehellt!

Was auch zu beachten ist: Die Chemikalien wirken noch eine gewisse Zeit nach. Deshalb unbedingt den Vorgang eher beenden, als es den Anschein hat. Rechtzeitig rausnehmen und wässern, anschließend in einem Trockenbuch vernünftig trocknen.

Aber wie gesagt: Am besten kauft man so etwas erst gar nicht!

Viele Grüße,
carolinus
 
AfriKiwi Am: 23.05.2009 12:32:37 Gelesen: 22202# 8 @  
@ Lars Boettger [#6]

Hallo Lars,

Talkumpuder fühlt sich wohl schon schön 'sauber' und trocken.

Es trügt aber und ist nicht zu empfehlen.

Wenn zu lange die gepuderten Marken keine Luft bekommen kann es unter Umständen (Feuchtigkeit und Hitze) noch schneller den Gummi oder Holzspuren im Papier angreifen.

Da das Puder auch winzig klein ist wird Wasserstoff (in der Luft) leichter molekular angesammelt und im geschlossenen Raum mit Hitze erzeugen Stockflecken schneller.

Manche Sammler sagen daß Talkumpuder Ihre Sammlung trocken halten. Im Prinzip stimmt das nicht und sie hatten wohl nur Glück mit der Lagerung.

Keine Stoffe, Materie oder Flüssigkeit sollte an Marken oder Belege kommen.

Reinigung von Stockflecken ist in meisten Fälle nur von kurzer Dauer da der Fungus öfters nicht total getötet wurde.

Die getötete Fungus-Ruine hinterlässt meistens farblose Krater nicht sichtbar wenn man so gerade drüber schaut, wohl mit starker Vergrößerung.

Also saubere alte Marken oder Belege können sich rasch ändern unter schlechten Umständen.

Erich
 
weatherfrog Am: 29.05.2009 11:48:04 Gelesen: 22129# 9 @  
Hallo zusammen,

mit den hier erwähnten Produkten ERNI A und B habe ich schon viel experimentiert. Allerdings nur bei gestempelten Marken aus dem Sammelgebiet Alliierte Besetzung (weil billige Massenware).

Meine Erfahrungen zeigen, dass die beiden Lösungen sehr gut funktionieren und man gute Ergebnisse damit erzielen kann. Alle mit Stockflecken befallenen Marken hatten nach der Behandlung definitiv keine Stockflecken mehr. Die Aufhellung des Papiers ist als Nebeneffekt hier schon beschrieben worden und bei meinen Marken ebenfalls immer aufgetreten. Legt man die so behandelten Marken direkt neben ein unbehandeltes Exemplar, erkennt man sofort und ohne Lupe den Unterschied: Strahlend weiß gegen natürliches gelb-grau. Die behandelten Marken wirken also auf den ersten Blick wie neu, aber beim zweiten Hinsehen irgendwie unnatürlich.

Dass sich durch die Mittelchen die Farben verändern habe ich nur bei sehr wenigen roten oder bräunlichen Marken beobachtet. Alle anderen Farben scheinen unkritisch zu sein.

Weiterer Nebeneffekt: Marken ohne Stockflecken, aber mit roten Verfärbungen von z.B. in der Vergangenheit fehlerhaften Trocknungsversuchen mit rotem Löschpapier werden ebenfalls wieder strahlend weiß. Das Zeug ist sogar so aggressiv, dass man sogar Tintenflecke in der Marke (keine Stempeltinte, sondern Schreibtinte) weg bekommt.

Wer sich also nicht sicher ist oder gar teure alte Stücke hat, sollte lieber die Finger von dieser Chemie lassen. Und wer Purist ist sowieso, denn für diese Personengruppe gelten so behandelte Marken danach wahrscheinlich als zerstört.

Leider habe ich noch keine Langzeiterfahrungen und kann nicht genau sagen, ob die Stockflecken irgendwann wieder kommen. Bei dieser Art der chemischen Keule wahrscheinlich aber nicht.
 
carolinus Am: 29.05.2009 14:00:05 Gelesen: 22109# 10 @  
@ weatherfrog [#9]

Genau deshalb habe ich auch die sanftere Methode beschrieben. Marken, die stark mit Erni A und B oder auch mit sonstigen Oxidationsmitteln behandelt werden, werden vom Prüfer als chemisch behandelt gekennzeichnet. Die auf den Fläschchen beschriebene Konzentration ist jedenfalls viel zu hoch.

Aber wie bereits gesagt, am besten lässt man die Finger von befallenen Marken und Belegen.

Gruß carolinus
 
Harald Zierock Am: 02.04.2010 13:13:36 Gelesen: 21509# 11 @  
@ AfriKiwi [#5]

Hallo Erich,

ich habe es wie in Bericht [#4] mit Kaliumpermanganat und Natriumbisulfit, das ich für wenig Geld aus der Apotheke erhielt, probiert und ich muss sagen, es hat super geklappt!

Ich habe es mit einer gestempelten Marke von China, bei der nicht viel zu verlieren war, versucht.

Mit einer postfrischen Marke geht das natürlich nicht.

Ich hätte einen Scann mit "vorher" und "nachher" machen sollen, da man die Marke mit ihrem besonderen Stempel leicht identifizieren konnte, aber das werde ich bei Gelegenheit nachholen.

Frohes Osterfest,

Harald
 
drmoeller_neuss Am: 02.04.2010 13:32:44 Gelesen: 21503# 12 @  
Ich habe ganz gute Erfahrungen mit dem Fleckensalz "OXI-FIX" von ALDI. Das arbeitet auf Percarbonat-Sauerstoff-Basis, man muss nur darauf achten, dass sich alles gelöst hat, bevor man die Marken in die Brühe einwirft.

Eine Dose mit 500 Gramm kostet nur wenige EUR und wird ca. alle 3 Monate bei ALDI in der Aktion angeboten.
 
Harald Zierock Am: 02.04.2010 13:57:34 Gelesen: 21500# 13 @  
@ drmoeller_neuss [#12]

Hallo,

das werde ich ebenfalls ausprobieren, und wenn das klappt, ist es noch preiswert dazu.

Harald
 
Schwämmchen² Am: 03.04.2010 01:03:05 Gelesen: 21465# 14 @  
Ich kann nur davor warnen mit Kaliumpermanganat und Natriumbisulfit (bzw. Lindner Erni A+B) zu arbeiten. Bei dieser Brutalst-Methode wird das Papier dauerhaft geschädigt, bspw. sieht nach einer Behandlung eine zuvor glatte (geschlossene) Papieroberfläche porös aus zerfasert aus. Dies kann man schon mit bloßem Auge erkennen. Abgesehen davon, das eine solch künstlich gebleichte Marke verfälscht ist und vom Prüfer als chemisch Behandelt attestiert werden würde.

Antibakterielles Waschen ist da schon ein besserer Ansatz. Ansonsten gibt es ja auch Lichtbleiche, die geht auch mit Postfrischen Marken.
 
AfriKiwi Am: 03.04.2010 03:25:23 Gelesen: 21454# 15 @  
@ Schwämmchen² [#14]

Lichtbleiche auf postfrischen Marken - Mit dem Begriff -Lichtbleiche- ist etwas anders zu verstehen !

XI. IADA Congress Vienna 2007 - Helmgard Holle

Untersuchungen zur Lichtbleiche von Druckgraphiken:

Erfahrungen mit einer selbst gebauten Anlage

Innerhalb der letzten 25 Jahre wurde die „historische Lichtbleiche“ von Restauratoren in den USA wieder entdeckt und in modifizierter Form zu einer ernsthaften Alternative zu den traditionellen Bleichmitteln und -verfahren eingesetzt. An der Akademie der bildenden Künste Wien wurde in einem gemeinsamen Projekt des Instituts für Konservierung-Restaurierung und dem Institut für das künstlerische Lehramt die Lichtbleichanlage „Kristall“ gebaut, wobei sowohl die in der Literatur angegebenen als auch jene bei einem Forschungsaufenthalt an der Folger Shakespeare Library in Washington D.C. gewonnenen Erfahrungen genutzt werden konnten. Die Anlage wurde in Edelstahl ausgeführt und durch den Einbau von stufenlos regelbaren Lichtdimmern und einer
elektronischen Zeitschaltuhr weiterentwickelt.

Anhand von drei ausgesuchten Druckgraphiken mit unterschiedlichem Vergilbungsgrad und Stockfleckenbefall wird diese Methode vorgestellt. Bei den ausgewählten Objekten wurden vor der Behandlung die Faserzusammensetzung, die Art der Leimung und der pH-Wert bestimmt. Eine Farbmessung mit dem Spektralphotometer vor und nach dem Bleichbad rundete das Untersuchungsprogramm
ab. Die Lichtbleiche ist eine wässerige Bleichmethode, die nur bei unempfindlichen Techniken, wie z.B. Druckgraphiken, und bei lignin- und aluminiumsulfatfreien Papierarten, die sich durch Licht- und Wassereinwirkung in ihrer Zusammensetzung und ihren Oberflächeneigenschaften nicht verändern, angewendet werden soll. Mit Hilfe von UV-freien Lichtquellen und basisch eingestelltem Wasserbad können gute Bleichergebnisse erzielt werden.

Auch in gesundheitlicher Hinsicht ist es von Vorteil, wenn der Einsatz von giftigen Bleichreagenzien, wie z.B. Natriumborhydrid, minimiert wird oder ganz entfallen kann. Aufgrund der bisherigen positiven Ergebnisse sind weitere Versuchsreihen geplant.
 
spain01 Am: 03.04.2011 18:45:24 Gelesen: 20130# 16 @  
Bei den ganzen Berichten, Tipps und Gegen-Tipps geht es in erster Linie um gestempelte Marken.

Zu postfrischen Marken habe ich keine realisierbaren Tipps gelesen. Was kann ich/man aber tun bei Stockflecken in Büchern bzw., weil dieses hier nicht ins Forum passt, bei den Jahreszusammenstellungen (Jahrbücher) der Bundespost?

Im konkreten Fall habe ich die 1973er mit Stockflecken. Die Marken sind dabei unerheblich, weil zu geringem Aufwand austauschbar.

Lassen sich diese Flecken ebenfalls sinnvoll entfernen?

Gruss
Michael
 
AfriKiwi Am: 03.04.2011 22:35:18 Gelesen: 20101# 17 @  
@ spain01 [#16]

Hallo Michael,

Zu postfrischen Marken habe ich keine realisierbaren Tipps gelesen.

Der einfache Grund dafür ist wohl daß keine praktische Lösungen bestehen da immer eine Flüssigkeit gebraucht wird und bei postfrischen dann nicht übel ist. Nach Behandlung sind sie nicht mehr postfrich.

Du kannst höchsten die Marken einige Sekunden im Microwellenofen die Fungisporen töten - Flecken bleiben. Weiter hilft nichts, außer Harry Potters Zauberstock.

Man soll wohl die Marken mit Stockflecken ganz entfernen in Sammlungen.

Wenn nicht das Bild der Marken schon befleckt ist sind sie wohl noch zu gebrauchen.

Sie können eine schöne Collage schöpfen.

So habe ich mir einen Stifthalter gemacht für meinen Schreibtisch, es macht auch ein schönes Geschenk für Briefmarkensammler.

Erich
 
Calantha Am: 22.01.2019 19:59:33 Gelesen: 1321# 18 @  
Hilfe - sind das Stockflecken ?

Hallo Briefmarkenfreunde,

ich habe viele Briefmarken und einige alte Zeitschriften geschickt bekommen. Beim Aufmachen des Pakets habe ich sofort mit Schrecken festgestellt, dass die Zeitschriften unter einem riesigen Stockfleckenbefall leiden. Darüber lagen einige Briefumschläge mit Marken und ich hoffe doch inständig, dass das ganze nicht so gelagert wurde, wie es verschickt wurde.

Die Umschläge an sich, sind zwar vergilbt, aber zumindest nicht fleckig. Sind Vergilbungen auch schon Stockflecken? Die Marken sehen sehr unterschiedlich aus. Besonders die Älteren sehen meiner Meinung nach, nicht so gut aus. Ich weiß aber nicht ob das der altersgerechte Zustand ist oder sich da schon Stockflecken breit machen? Viele sehen allerdings auf dem ersten Blick ok aus.

Ich habe einige Fotos gemacht und wäre euch sehr dankbar über eine Einschätzung ob es sich um Stockflecken handelt und wenn ja - ob theoretisch alle Marken befallen sind, auch die die recht gut aussehen?

Ich habe zum Glück keine Erfahrungen mit Stockflecken und habe nun durch den Anblick der Zeitschriften ziemlich Panik, dass die Marken auch betroffen sind. Sind Stockflecken ansteckend für Briefmarken? Ich weiß nur, dass man sie nicht mit guten Marken lagern sollte. Und sind die Marken die sich zusätzlich in Pegamintütchen befinden theoretisch geschützter?









Vielen Dank und viele Grüße.
 
drmoeller_neuss Am: 23.01.2019 07:15:34 Gelesen: 1227# 19 @  
Zeitungspapier ist schlechter als Postwertzeichenpapier und daher anfälliger gegen Stockfleckenbefall.

Die Pilzsporen für Stockflecken befinden sich in der Luft, wenn man nicht gerade in einem Reinstraum lebt. Um Stockflecken zu vermeiden, muss man die Briefmarken entsprechend lagern. Die Luftfeuchtigkeit sollte nicht 60% relative Feuchte übersteigen.

Natürlich macht es Sinn, "befallenes" Material von sauberem zu trennen. Ich weiss nicht, um was für Zeitungen es sich handelt. Wenn es keine historisch wertvollen sind, ist der blaue Container der beste Ort für die Endlagerung. Dorthin sollten auch befallene Alben befördert werden.

Bei den gezeigte Briefmarken kann ich keinen grossflächigen Befall entdecken. Da es sich nach erstem Blick um Massenware handelt, würde ich den Posten sichten und großzügig aussortieren, nicht nur Marken mit Stockflecken, sondern auch beschädigte.
 
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