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Thema: (?) (1285) Moderne Privatpost in Deutschland
Das Thema hat 1292 Beiträge:
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wajdz Am: 16.08.2019 23:33:13 Gelesen: 97085# 1268 @  


Im Jahr 1998 wurde der Postmarkt liberalisiert, und bereits ein Jahr darauf gründete sich PostModern - das Unternehmen MEDIA Logistik GmbH durch das Dresdner Druck- und Verlagshaus und der FIEGE Logistik-, das sich nach eigener Aussage inzwischen zu einer echten Alternative zur Deutschen Post AG entwickelt hat.

1999 begann die Zustellung von Geschäftspost, 2003 wurden die ersten PostModern Briefmarken eingeführt, ein bekannter Briefmarkenalbenverlag liefert sogar Vordruckseiten, und der erste rote Briefkasten aufgestellt. Deutschlandweite und weltweite Zustellung seit 2011.

MfG Jürgen -wajdz-
 
Altmerker Am: 17.08.2019 12:23:58 Gelesen: 96889# 1269 @  
@ Altmerker [#1265]

Wie gestern vor Ort in der Sparkasse verlautete, hat die Biberpost unterdessen ihre Zusammenarbeit, zumindest mit der Harzsparkasse im Verkauf beendet.

Postkästen bleiben aber aufgestellt.

Gruß
Uwe
 
mumpipuck Am: 13.09.2019 23:24:26 Gelesen: 80139# 1270 @  
Guten Abend,

jeden Tag sammle ich bei meinem Arbeitgeber die Umschläge ein. Er hat seinen Sitz mit PLZ 20097. Wir erhalten auch viel Post von Privatpostanbietern. Ich habe gehört, dass diese gesammelt von der CITIPOST zugestellt werden.

Nun ist mir aufgefallen, dass fast 100% der Belege - unabhängig vom absendenen Anbieter - unten einen weiteren Spray aufweisen. Das ist exakt seit 27.08.2019 der Fall. Insofern gehe ich davon aus, dass dieser Spray von dem zustellenden Anbieter stammt.

Nur am 27.09.2019 (Beleg 1) wurde einer in schmaler Schrift verwendet, der aber immer teilweise auf dem Adressfenster plaziert war. Am 29.08.2019 taucht dann ein neues Layout auf (Beleg 2). Von diesem Tag habe ich auch einen einzigen Beleg, der "H04" statt "H02" zeigt (Beleg 3). Seitdem sehen alle Belege wie Beleg 2 aus. Vielleicht interessiert es ja jemanden für die Forschung ? Ich habe die Belege aus den Tagen des Übergangs aufgehoben und versende sie gerne gegen Portoersatz.



Beleg 1



Beleg 2



Beleg 3

Burkhard
 
Seku Am: 19.09.2019 17:16:34 Gelesen: 78098# 1271 @  
@ [#1267]

Was versteckt sich eigentlich hinter dem Kürzel DPAGAUX ? Absender war ein AK-Versandhandel aus 79576 Weil a. Rhein
 
EdgarR Am: 19.09.2019 17:34:14 Gelesen: 78094# 1272 @  
@ Seku [#1271]

Nach meinem Bauchgefühl - aber ohne Gewähr! - DPAGAUX = hilfsweise ( aux wie auxiliary...) über die Deutsche Post AG abgeleitet bzw. zugestellt.

Es gibt ja "weiße Flecken" auf der Deutschlandkarte, wo keine Privatpost (mehr) zustellt. Erlangen ist so ein privilegierter Ort, wie auch Nürnberg und Fürth.

Privatpöstliche Grüße Edgar
 
DL8AAM Am: 22.09.2019 02:10:40 Gelesen: 77885# 1273 @  
Wenn der Absender mal die Briefkästen verwechselt:



Brief eines privaten Absenders aus 31515 Wunstorf, versendet über die CITIPOST Hannover und frankiert mit einer 70 Cent-Briefmarke; mit Tintenstrahlerfassung der CITIPOST Hannover (UPOC-Sendungsnummer mit codX-Mandantennummer 0012 und Mail Alliance-Kennung "MA3011") vom 31.07.2019; Ableitung an die CITIPOST Göttingen; Label der CITIPOST Göttingen (neue UPOC-Sendungsnummer mit codX-Mandantennummer 0046 und Mail Alliance-Kennung "3772") vom 01.08.2019.

Da der Absender den Brief wohl in einen Briefkasten der DPAG eingeworfen hatte, kam es zu einer Laufzeitverzögerung. Um dieses zu erklären wurde von der CITIPOST Hannover ein entsprechender Handstempel aufgebracht.



ACHTUNG! / Laufzeitverlängerung, / da Einwurf nicht in einen / CITIPOST-Briefkasten erfolgte.

D.h. die DPAG sammelt solche Fehleinwürfe und leitet diese an die CITIPOST weiter.

Gruß
Thomas
 
EdgarR Am: 26.09.2019 15:01:58 Gelesen: 76950# 1274 @  
Einer Schichttorte glich der Brief, der mich durch die tätige Hilfe mehrerer Privatposten kürzlich erreichte:



Und weil ich schon als kleiner Junge immer neugierig war da pulte ich mit viel Geduld und Fleiß den Brief auseinander. Ganz zuunterst kam ein mit einer pin MAIL-Marke (man beachte: noch die „alte“ Portostufe von 1,40 € für den Großbrief!) frankierter Umschlag zu Tage, der gleich in zwei Arbeitsgängen mit zwei unterschiedlichen Tintenstrahl-Maschinenstempeln versehen wurde:



Der erste, der den Umschlag mehr links erwischt hat war wohl zur Entwertung der Marke gedacht – was leider daneben ging. Er verkündet der Welt, dass hier die pin MAIL Brandenburg (Kennung MA1531) tätig war und dass der Brief durch die Brieflogistik Oberfranken (Kennung MA9721) zugestellt werden soll). Ein Datum gibt dieser Maschinenstempel leider nicht an. Etwas mehr nach rechts versetzt, aber auch die Marke weit verfehlend hat sich das Berliner Sortier- und Verteilzentrum der pin MAIL-Gruppe (1154 MA1212) verewigt, ebenfalls datumslos. Also, meine Herren, soooo langsam geht die Einsammlung, Sortierung und Weiterleitung bei Ihnen doch auch nicht? Kein Anlass, die Behandlungsdaten jeweils schamhaft zu verschweigen, oder?



Mehr oder weniger komplett über die bisher geschilderte Stempelei wurde dann in eben jenem Sortier- und Verteilzentrum ein Thermodrucklabel (90 mm x 30 mm) gepappt, das nochmal das aufklebende Sortier- und Verteilzentrum der pin MAIL AG in Berlin (1154 MA1212) identifiziert, dazu – ganz links – der Freude Ausdruck verleiht das es eben jene pin MAIL AG nunmehr schon 20 Jahre lang gibt und auch nochmal klarstellt, dass der Brief zwecks Zustellung an die Brieflogistik Oberfranken GmbH (MA 9721) zu expedieren ist. Und diesmal – oh Wunder! – gibt es sogar eine Datumsangabe. Und die belegt, dass es bis dahin noch nicht mal einen Tag gebraucht hatte, vom Postkasten in Zeuthen bis dorthin…



Das alles hätte die Welt jedoch normalerweise gar nicht erfahren, denn obendrauf, fast alles verdeckend, pflatschte am 16.09., also nach dem Wochenende, die Brieflogistik Oberfranken ihr Ankunftslabel, das dem Sortierer angab, welcher Tour er den Brief zuordnen sollte.

Das Porto geht so in Ordnung, der Brief war nicht groß (nur C6 lang), aber schwerer als 50 g.

EdgarR
 
Journalist Am: 11.10.2019 11:50:50 Gelesen: 70772# 1275 @  
Hallo an alle,

ich habe dieser Tage zwei Einschreibebriefe erhalten, die anfangs über die Privatpost eingeliefert wurden, dann aber doch mit der gelben Post zum Ziel befördert wurden.

Zuerst handelt es sich hier beim ersten Brief um eine Sendung, die bei Nordbrief eingeliefert wurde:



Unter dem Einschreibelabel der Deutschen Post sieht man noch das Nordbriefeinschreibelabel durchschimmern. Links oben ist ein Label vermutlich von einer Compadormaschine zu sehen. Da der Brief nach Bad Homburg ging und dort kein Kooperationspartner bzw. privater anderer Zustelldienst tätig ist, wurde die Sendung der deutschen Post AG übergeben und so zugestellt.

Interessant ist auch der zweite Einschreibebrief, der aus dem Bereich der Citypost Weserbergland stammt. Auch er sollte nach Bad Homburg (in der Nähe von Frankfurt) gehen.



Dieser wurde aber nun nicht mittels einer Frankitmaschine vom Privatpostdienstleister frei gemacht, sondern an einem Schalter mit einem Schalterlabel frankiert und abgeschickt. Dies ist aus meiner Sicht eine nicht alltägliche Variante der Freimachung oder was meinen andere Experten dazu ?

Soweit für heute zu diesem Thema,

viele Grüße Jürgen
 
Pete Am: 13.10.2019 16:24:09 Gelesen: 69007# 1276 @  
@ Journalist [#1275]

Dieser wurde aber nun nicht mittels einer Frankitmaschine vom Privatpostdienstleister frei gemacht, sondern an einem Schalter mit einem Schalterlabel frankiert und abgeschickt. Dies ist aus meiner Sicht eine nicht alltägliche Variante der Freimachung oder was meinen andere Experten dazu ?

Richtig. Normalerweise hätte ich einen Freistempelabschlag für das Porto als Einschreiben erwartet. In diesem Fall hat sich der aufliefernde Briefdienstleister scheinbar selbst die Mühe gemacht und ein Mitarbeiter der Citipost Weserbergland in Hameln hat die Sendung in einer Filiale der Deutschen Post AG eingeliefert und dort das Porto bezahlt.

Bei einem Postmitbewerber dürften eigentlich kistenweise Einschreiben außerhalb des Zustellgebietes pro Einlieferungstag auftauchen, welche später (vermutlich meist am darauffolgenden Werktag) vorfrankiert in der DPAG-Filiale eingeliefert werden. Entweder erfolgt die Sendungserfassung als Einschreiben dann direkt und der Einlieferer erhält umgehend die entsprechenden Einlieferungsnachweise oder die postseitige Bearbeitung erfolgt im Laufe des Tages und der Einlieferer erhält bspw. die Einlieferungsnachweise bei einem der nächsten Filialbesuche.

Gruß
Pete
 
mumpipuck Am: 17.11.2019 17:20:33 Gelesen: 51068# 1277 @  
@ mumpipuck [#1270]

Ich habe die Belege von der Umstellung hier noch liegen. Wenn jemand Interesse hat schicke ich sie gerne gegen Portoerstattung zu.

Herzliche Grüße
Burkhard
 
Pete Am: 19.11.2019 20:18:33 Gelesen: 49992# 1278 @  
Ein Sammlerkollege fragt, ob Jemandem das Unternehmen "Mriesh Courier Service" bekannt ist. Wer weiß mehr? :-)



Die auf einem der Label angegebene Internetseite http://www.mcs-wt.de/ existiert nicht mehr. Das Internetarchiv Wayback muss bei dieser Domain leider auch passen. Die Handynummer des Anbieters Vodafone brachte bei Google leider auch keine brauchbaren Treffer. Das Kürzel "WT" in der Internetadresse könnte als Kürzel für das Kfz-Kennzeichen des Landkreises Waldshut im Postleitbereich 79 (Großraum Freiburg im Breisgau) stehen.

Danke.

Gruß
Pete
 
juju Am: 19.11.2019 20:31:19 Gelesen: 49981# 1279 @  
@ Pete [#1278]

Möglicherweise ein sehr regionaler Dienstleister, der ein wenig auf Möchtegern-Privatpostkonzern getrimmt wurde?

Die mit simplen Strichen imitierte Codierung auf beiden Labeln spricht dafür. Dieser Briefdienst war dann möglicherweise nur regional aktiv (bsp. nur Stadt Waldshut) und hatte kein Abkommen mit weiteren Privatpostanstalten oder der DPAG.

Die Handynummer spricht m. E. ebenfalls dafür, und eine Website kann sich heute jeder sehr günstig oder kostenlos erstellen.

Das wäre das m. E. Wahrscheinlichste was mir derzeit in den Sinn kommt.

Gruß
Justus
 
Pete Am: 24.11.2019 10:20:17 Gelesen: 47816# 1280 @  
@ juju [#1279]

Möglicherweise ein sehr regionaler Dienstleister, der ein wenig auf Möchtegern-Privatpostkonzern getrimmt wurde?

Als "Möchtegern" würde ich den Unternehmer jetzt nicht titulieren wollen. Grundsätzlich kann jeder Deutsche eine Lizenz für einen Briefdienst bei der Bundesnetzagentur beantragen (wenn auch sonstige Anforderungen erfüllt werden). Dabei entstehende Unternehmen reichen von einer Ein-Mann-Unternehmung bis hin zu Unternehmen mit mehreren 100 Arbeitsplätzen.

Die mit simplen Strichen imitierte Codierung auf beiden Labeln spricht dafür. Dieser Briefdienst war dann möglicherweise nur regional aktiv (bsp. nur Stadt Waldshut) und hatte kein Abkommen mit weiteren Privatpostanstalten oder der DPAG.

Die Handynummer spricht m. E. ebenfalls dafür, und eine Website kann sich heute jeder sehr günstig oder kostenlos erstellen.

Das wäre das m. E. Wahrscheinlichste was mir derzeit in den Sinn kommt.


Ich halte das gesuchte Unternehmen auf dem ersten Blick auch eher für einen (sehr) kleinen Fisch. Daher nochmals die Frage an alle: Wer kennt diesen Briefdienstleister bzw. weiß mehr? Der Verweis auf Waldshut stellt lediglich eine Vermutung dar.

Grundsätzlich ist auch nicht auszuschließen, dass es sich bei dem Unternehmen "mriesh courier service" um einen Kurierdienst handelt. Kurierdienste benötigen keine Lizenz der Bundesnetzagentur.

Danke.

Gruß
Pete
 
juju Am: 24.11.2019 10:51:19 Gelesen: 47805# 1281 @  
@ Pete [#1280]

Mit Möchtegern meine ich, dass dieses Unternehmen ein wenig auf Privatpost konzern getrimmt wurde. Hierzu habe ich ja bereits die Imitation der Codierung genannt. Für den reibunglosen Betrieb wären diese Striche vermutlich nicht notwendig und dienen nur der optischen Darstellung.

Selbstverständlich möchte ich auch die/den Unternehmer*in(nen) nicht beleidigen.

@ Pete:

Wo liegt denn der Unterschied zwischen Kurierdienst und genehmigungspflichtigem Dienstleister? Wird dann quasi unterteilt zwischen Diensten, die der DPAG Konkurrenz machen und welchen, die dafür zu klein sind?

Gruß
Justus
 
nagel.d Am: 24.11.2019 11:23:00 Gelesen: 47791# 1282 @  
In der Privatpost wird sich auch einiges ändern. Wie ich aus einigen Quellen erfahren konnte, hat - zumindestens im Saarland - die Privatpost einige Probleme, weil ihr die Kunden abspringen und keine neuen hinzukommen. Abzuwarten ist wie hier die Entwicklung aussieht. Und ich denke, das wird in anderen Regionen genauso aussehen.
 
Pete Am: 30.11.2019 19:34:48 Gelesen: 45461# 1283 @  
@ juju [#1281]

Wo liegt denn der Unterschied zwischen Kurierdienst und genehmigungspflichtigem Dienstleister? Wird dann quasi unterteilt zwischen Diensten, die der DPAG Konkurrenz machen und welchen, die dafür zu klein sind?

Ein Kurierdienst weist etwas abweichende Merkmale gegenüber einem Briefdienstleister auf, u.a.:

- Direktfahrt von Absender A zu Kunde B ohne Umweg über das Briefzentrum C, dadurch bedingt
- keine reguläre, vorab planbare (feste) Zustelltour und generell
- Auslieferung einer Sendung binnen kurzer Zeit (oftmals binnen weniger Stunden bzw. taggleich)

Im Gegenzug schaut es bei einem lizensierten Briefdienstleister im Regelfall wie folgt aus:

- Abholung der Sendungen beim Absender (oder Briefkastenleerung nach Auflieferung) mit anschließendem Transport zu einem Briefzentrum,, wo eine Sortierung nach vorgegebenen Kriterien erfolgt, anschließend
- Zustellung aufgelieferter Sendungen im Rahmen feststehender Zustelltouren, dies entweder
- taggleich ("same day") oder am nächsten (Werk-)Tag ("overnight")

Bei einer taggleichen Zustellung erfolgt die Briefabholung bei dem Absender im Regelfall vormittags, tagsüber (mittags) die Sortierung und nachmittags bis in den (frühen) Abend hinein die Zustellung. Bei einer Zustellung am nächsten (Werk-)Tag erfolgt die Sendungsabholung bei dem Absender im Regelfall am Nachmittag bzw. Abend zuvor (je nach terminlicher Vereinbarung mit dem Absender).

Wenn ich mich recht entsinne, war diese Art der Unterscheidung zwischen Kurierdienst und Briefdienst zu Beginn der Liberalisierung in Deutschland (ab 1998) nicht klar bzw. mussten erst konkrete Unterscheidungsmerkmale zwischen nicht lizenzpflichtigem und lizenzpflichtigem Dienstleister gefunden werden. Die erst wenige Jahre zuvor (1995) privatisierte Deutsche Post AG ging seinerzeit teils sehr rigoros gegen neue Mitbewerber mittels Abmahnungen und Anklagen vor Gericht vor. Sinn und Zweck war es seinerzeit, die gerade im Enstehen befindliche Konkurrenz - auch mit fragwürdiger rechtlicher Grundlage auf Seiten der DPAG - aufzuscheuchen und zur Einstellung der Betriebstätigkeit zu "überreden". Die seinerzeit existierende Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (seit 2005: Bundesnetzagentur) war explizit dafür zuständig, der Postkonkurrenz die rechtlich notwendige Lizenz im Briefdienst als Geschäftsgrundlage für ein eigenes Unternehmen zu genehmigen, ergo Wettbewerb im deutschen Briefmarkt ausdrücklich erwünscht.

Gruß
Pete
 
Pete Am: 15.12.2019 18:04:19 Gelesen: 38487# 1284 @  
"bei der DPAG / eingeliefert am" - so lautet der Inhalt eines Handstempels auf einer Sendung des Jahres 2002. Der Absenderfreistempel zeigt den Werbeeinsatz der Stadtverwaltung Berlin, die Absenderangabe verweist auf ein Landesamt. Der Beleg wirkt mit Ausnahme des Handstempelabschlages eher unscheinbar.



C6-Sendung bis 20g vom 18.04.2002 aus Berlin, Frankiergerät mit der Kennung F737773, Porto zu 0,56 Euro

Im Zusammenhang mit dem zur Freimachung verwendeten Absenderfreistempel sowie dem Absenderort "Berlin" ergibt sich die richtige Spur. Anhand der Frankiergerätenummer F737773 lässt sich das Frankiergerät des Herstellers Francotyp-Postalia dem Absender PIN AG Berlin zuordnen:



Anhand des Auflieferers PIN AG ergibt der eingangs genannte Handstempel durchaus einen Sinn. Vermutlich handelt es sich hier um einen Nebenstempel dieses Briefdienstleisters und wäre damit für eine Privatpostbelegesammlung von Interesse.

Gruß
Pete
 
JohannesM Am: 18.12.2019 16:45:24 Gelesen: 37729# 1285 @  
Weiß jemand, was k-UPOC und l-UPOC bedeutet?

Beste Grüße
Eckhard
 
22028 Am: 14.01.2020 12:13:34 Gelesen: 22020# 1286 @  
Heute kam ein Brief von der MainPost Logistik zugestellt herein, darauf ein Label der MainPost Logistik mit Inschrift "Privates Abendgymnasium Würzburg".

Dazu Kodierung oder was das ist M UOPC ?


 
StefanM Am: 14.01.2020 13:03:56 Gelesen: 21996# 1287 @  
M ist eine Kennung für die Größe der Sendung.

UPOC = Universeller Post Code
 
Michael Mallien Am: 21.01.2020 21:16:53 Gelesen: 17063# 1288 @  
@ Black5 [#879]

Auch 2020 noch aktiv: Die Morgenpost Briefservice GmbH.



Heute erhielt ich eine Büchersendung, allerdings mit Frankit frei gemacht und mit der Deutschen Post zugestellt.



Viele Grüße
Michael
 
filunski Am: 09.02.2020 00:25:45 Gelesen: 8217# 1289 @  
Verehrte Privatpost-Spezialisten,

gestern hatte ich einen Brief im Briefkasten, der mir noch nicht so ganz klar ist.

Hier erst mal der Brief:



Zugestellt von der in meiner Region zuständigen Privatpost, der Regensburger CityMail. Deren "Spray-on" rechts oben, ganz normal, sieht immer so aus.

Jetzt aber zum Absender. Freimachung im Fenster als Strichcode, hier nochmals im Detail:



Rechts von der Codierung ein Logo, Kuvert mit LMF. Das Logo kenne ich auch gut, es gehört dem Augsburger Privatpostanbieter LMF (Logistic Mail Factory GmbH). Soweit, so gut, nicht ungewöhnlich, von der LMF aufgegeben, weitergeleitet an die bei mir zuständige CityMail. Solche Briefe bekomme ich öfter, wenn auch zum ersten Mal so mit der Fensterfreimachung.

Aber, der Absender (so auch durch den Inhalt bestätigt), ist noch nicht mal in der Nähe von Augsburg und dem Einzugsgebiet der LMF. Steht auch über dem Strichcode, es ist eine Behörde des Bundes, das Bundesverwaltungsamt (BVA) in Köln. Köln steht auch im Schreiben als Aufgabeort und in der Nähe von Augsburg hat das BVA auch keine Außenstelle.

Kann mir jemand dazu vielleicht den Hintergrund erklären?

Viele Grüße,
Peter
 
DL8AAM Am: 09.02.2020 03:58:33 Gelesen: 8168# 1290 @  
@ filunski [#1289]

Hallo Peter,

erst einmal zur Privatpostschiene, der vom "Absender" (bzw. dessen "Ausdruckender und Versandabwickelnder" Dienstleister) eingedruckte Leithinweis (mit "Brevierdaten") erklärt uns die privatpostalische Geschichte:

8611 4 9312 06 06 009 010226.... 59405 Z

Das schlüsselt sich wie folgt:

- 8611 Versendet über die Logistic-Mail-Factory GmbH, Augsburg (Mail Alliance-Kennung "ma-8611"),
- 4 Ableitung über den Mail Alliance-Verteilknoten (Hub) bei der Main-SortierService GmbH, Würzburg
- 9312 an die City Mail Regensburg GmbH (Mail Alliance-Kennung "ma-9312"),
- 06... hier stehen normalerwiese die Zustellangaben bzw. mit der Touren/Routen-Kennung für die Empfängeradresse, d.h. die Brevierdaten
- 01... UPOC-Sendungsnummer, 01 steht für die Art, hier "Mail item"
- 0226 Erstellung des Mailings mit Hilfe des Sendungsmanagers von mailworXs (UPOC-Sendungsnummer mit der codX-Mandantenkennung "0226").
- 59405 Identifikation des Mailings/Versenders
- Z vermutlich ist das eine Kennung für die Art des Mailings
 

Und nun zur Frage. Auch wenn die Sachbearbeiter noch vor Ort, am Dienstort die Briefe "schreiben", werden heutzutage - insbesondere bei großen Unternehmungen und Institutionen - diese Schreiben aber nicht mehr vor Ort ausgedruckt, eingetütet und versendet, sondern die entsprechenden Datensätze mit den Schriftstücken werden an nachgeschaltete (Sub-) Dienstleister abgegeben. Bei Behörden kommen da vermehrt gemeinsame, zentrale "Rechenzentrum" bzw. spezielle "IT-Behörden" zum Zuge.

Das heisst oftmals stimmen der Absenderort (Absender) nicht mehr mit dem Versandort (Einlieferer) überein.

Gruß
Thomas
 

EdgarR Am: 09.02.2020 11:39:04 Gelesen: 7976# 1291 @  
Die Schrumpfform einer Schrumpfform

Fast bin ich versucht, anzuheben mit "in der guten,alten Zeit ..." - also ganz, ganz früher mal: da kam eine Marke auf den Brief, Stempel drauf, fertig. Oder Freistempel drauf (also Frankierung und Stempel in einem Aufwasch). Kennt jeder, verstand jeder.

Dann kamen die Controller. Und fandem raus, dass das auch 1 oder 2 Zehntelpfennige billiger geht: mit einer "DV-Freimachung im Fenster"



So wurde die Schrumpfform der Freimachung geboren...

Die Privatpöstler machten's nach



Na ja, immerhin war noch herauszufinden, woher bzw. von welchem Postdienstleister der Brief/der Werbemüll kam...

Doch dann hat ein anderer Controller herausgetüftelt, wie man pro Brief nochmal ein paar Tausendstel Cent an Druckerfarbe einsparen kann:



Ja, schaut nur genau hin:



Die Schrumpfform der Schrumpfform der Freimachung ist erfunden - nix mehr erkennbar für's unbewaffnerte Auge... (nur noch für Eingeweihte entschlüsselbar, siehe [#1290]...).

Fürwahr, Sammler von Privatpostbelegen haben kein gar leichtes Leben...
 
DL8AAM Am: 09.02.2020 20:03:32 Gelesen: 7799# 1292 @  
@ EdgarR [#1291]

(nur noch für Eingeweihte entschlüsselbar, siehe [#1290]).

Und der Eingeweihte sagt, dass die Sendung von "Der Lünebote GmbH", Lüneburg ("ma-2124") über den Mail Alliance Hub der "CITIPOST GmbH" in Hannover ("1") zur Zustellung an "Main-PostLogistik GmbH" in Würzburg ("ma-9721") geleitet wurde. Die Entschlüsselung ist doch recht einfach, oder ? ;-)

Das ist keine Entscheidung der Controler, sondern eher eine Frage der Logistik, eben damit die Sendungen automatisiert angemeldet, eingeliefert, geleitet und zugestellt - und abgerechnet - werden können. Eigentlich ist das ist "nur" das Privatpostäquivalent der 'organgefarbenen' Kodierzeile der DPAG, nur sehr viel lesbarer als diese. Wobei der Leitcode (inklusive der "Tourendaten" [der Empfängeradresse] des Zustellers) bereits vom Ersteller der Sendung (in aller Regel ein "Lettershop") erstellt und direkt mit eingedruckt wird (u.a. ist das inzwischen auch bei vielen regulären, "hoheitlichen" Posten heute üblich, u.a. der US Post USPS).

Gruß
Thonas
 

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