Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Schweiz: Frankaturen mit postalischen Antiquitäten
Das Thema hat 54 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 2   3  oder alle Beiträge zeigen
 
merkuria Am: 14.02.2023 14:22:38 Gelesen: 14919# 30 @  
Aus der heutigen Tagespost:



Standardbrief Format C5 bis 100 g, B-Post, Aufgabe 13. Februar 2023 von Reinach BL nach Seltisberg BL, entwertet im Briefzentrum 4621 Härkingen.

Portogerechte Frankatur 90 Rappen mit Mi Nr. 381 von 1941.

Dieser Beleg ist mit der Verwendung einer Marke nach 82 Jahren der momentane Rekordhalter dieser Rubrik!

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
Wehinger Am: 02.03.2023 12:24:08 Gelesen: 14815# 31 @  
@ merkuria [#30]

Hallo Jaques,

als eifrige Mitleserin denke ich, dass es sich bei der gezeigten 90 Rappen Marke um die MiNr. 684 (schwarzrosa auf weißorange) vom 22.6.1959 handelt. Trotzdem eine sehr späte Aufbrauchsverwendung, die so als EF in der heutigen Zeit nicht oft anzutreffen ist.

Liebe Grüße Christel
 
Wehinger Am: 02.03.2023 13:59:49 Gelesen: 14807# 32 @  
@ drmoeller_neuss [#29]

Hallo Herr Dr. Moeller,

ob die besagten Evangelisten-Marken heute noch an Schweizer Postschaltern zu bekommen sind, entzieht sich meiner Kenntnis.

Umso mehr freut es mich, hier eine EF der MiNr. 740 auf einem B5-Brief zu zeigen. Die Frankatur entspricht mit einer leichten Überfrankierung einem B5-Auslands-Einschreibebrief in der Gewichtsklasse 51 - 100 g und wurde am 3.06.2019 in 5004 AARAU aufgegeben bzw. mit einem Handstempel entwertet. Das ist jetzt mittlerweile auch schon vier Jahre her, dürfte aber auch damals schon eine gewisse Seltenheit gewesen sein.

Beste Grüße Christel


 
Eric Scherer Am: 02.03.2023 17:47:01 Gelesen: 14791# 33 @  
@ Wehinger [#32]

Die Evangelisten gibt es seit mindestens dreissig Jahren nicht mehr. Heute wird fast ausschliesslich am Schalter mit Labeln frankiert.
 
Wehinger Am: 02.03.2023 18:24:26 Gelesen: 14778# 34 @  
@ Eric Scherer [#33]

Hallo Eric,

ich habe soeben Deinen Beitrag gelesen, verstehe aber nicht so richtig, was Du damit sagen möchtest?

Das Thema lautet doch "Frankaturen mit postalischen Antiquitäten" oder liege ich hier falsch?

Beste Grüße Christel
 
drmoeller_neuss Am: 02.03.2023 19:12:34 Gelesen: 14768# 35 @  
@ Wehinger [#34]

Erics Beitrag ist wegen seiner Kürze vielleicht etwas missverständlich. Aber es gibt eben zwei Sorten von "postalischen Antiquitäten":

1. Das sind Marken mit einer langen Laufzeit am Schalter. Dazu gehören die Schweizer Evangelisten (die 10-Franken-Marke war über 30 Jahre unverändert am Schalter) oder einige andere Dauerwerte. Die 1-Pence-Marke aus Großbritannien brachte es fast auf 50 Jahre, die 25-Kronen-Marke aus Dänemark auf etwa 30 Jahre.

2. Die zweite Kategorie sind alte Marken aus Sammlungen, die noch gültig sind, aber schon lange vom Postschalter verschwunden sind. So habe ich einige Bedarfsbriefe aus den USA mit Marken vor dem zweiten Weltkrieg, die nach fast 100 Jahren als Frankatur aufgebraucht wurden.
 
Wehinger Am: 06.03.2023 12:13:25 Gelesen: 14727# 36 @  
@ Heinz 7 [#6]

Hallo Heinz,

auch von mir heute ein Beitrag zu dem interessanten Thema:

Ein C6-Auslandsbrief des " Philatelistenclub PHOENIX " aus 4102 Binningen an den damaligen Vorsitzenden des Briefmarkensammlerbundes e.V. Grenzach-Wyhlen.

Hübsch frankiert wurde er am 23.10.1996 mit drei aus unterschiedlichen längst vergangenen Ausgabejahren stammenden Marken, nämlich MiNr. 1100 (Ausgabe 1984), MiNr. 380 (Ausgabejahr 1941) und MiNr. 826 (Ausgabejahr 1965) zu insgesamt portorichtigen 90 Rappen. Verwendet wurde ein schöner Gelegenheits-Kreisstempel der Gemeinde Grossdietwil im Kanton Luzern.

Ich denke, ein durchaus sammelwürdiger Beleg.



Viele Grüße Christel
 
Bendix Gruenlich Am: 23.09.2023 21:33:00 Gelesen: 12704# 37 @  
Heute möchte ich Euer Augenmerk auf folgenden, wie ich finde, besonders gelungenen Brief lenken.



Hier stimmt die Komposition - die interessante quadratische Form, die Schwere des Papiers, dessen auffälliges Relief, Auge und Tastsinn reizend.

Aber damit nicht genug, denn es wurde auch die Frankatur auf das Gesamtbild angepasst, in dem die Marken, die ausgewählt wurden, farblich mit dem Umschlag korrespondieren, in dem die Marken verschiedene Grün- und Blautöne zitieren.

Prachtvoll!

Der Brief ging leider nicht an mich. Aber wäre das der Fall gewesen, ich hätte dem Inhalt größte Aufmerksamkeit zu Teil werden lassen.

Folgende historische Artefakte wurden verwandt

• Freimarke CHF 0,90 Postbeförderung von 1986 - Auflage unbekannt
• Sondermarke Jahresereignisse II CHF 0,20 von 1980 - Auflage 24 Mio.

Also keine Seltenheiten, aber schön anzuschauen, und darum geht’s uns Sammlern ja.
 
Heinz 7 Am: 22.10.2024 16:24:54 Gelesen: 9734# 38 @  
@ merkuria [#1]

Dieses schöne Thema hat seit über einem Jahr keinen neuen Beitrag mehr gesehen, also ist es höchste Zeit.



Anbei zeige ich einen Brief, der heute bei mir eintraf. Seit einiger Zeit kostet bei uns in der Schweiz ein Brief CHF 1.20, wenn er mit A-Post (= eilig) befördert werden soll. Die Briefgebühr ist also korrekt abgedeckt mit den zwei Briefmarken Zumstein Nr. 306+308 (Michel Nr. 538+540).

Soweit, so gut. Bemerkenswert ist aber bestimmt, dass diese zwei Briefmarken ihren Ersttag vor über 75 Jahren hatten, nämlich am 1. August 1949!

Unschön ist, dass der Brief von der Post nicht gestempelt wurde. Er lief zweifellos durch eine Stempelmaschine (davon zeugen die orangen Striche unten auf dem Brief), aber warum eine Abstempelung unterblieb, weiss ich nicht. Vermutlich erkannte die Stempelmaschine diese Marken nicht als frankaturgültig an?

Ich kann mir das höchstens so erklären: die Grundmarken wurden auch für Dienstmarken verwendet, die mit verschiedenen Überdrucken (z.B. "Officiel") versehen wurden. Die Dienstmarken dürfen von Privatpersonen nicht genutzt werden.

Hier liegt aber jeweils die Grundmarke vor (eine Dauermarke der Serie "Technik und Landschaft"), ohne Überdruck, und diese sind bekanntlich unbeschränkt gültig.

Ich vermute nun, dass mein Brief zuerst maschinell aussortiert und danach manuell nachbearbeitet wurde. Der Sachbearbeiter (Postbeamte) hätte dann die Marken manuell nachstempeln sollen; immerhin akzeptierte er sie - korrekt - als frankaturgültig. Vielleicht erklärt dies auch die lange Beförderungszeit? (Aufgabe war am Freitag, der Brief hätte also am Samstag, spätestens Montag bei mir sein sollen).

Ein sammelnswerter Beleg. Danke, Absender!

Heinz
 
drmoeller_neuss Am: 22.10.2024 17:41:59 Gelesen: 9693# 39 @  
@ Heinz 7 [#38]

Ich gehe davon aus, dass die Briefautomation die Marken nicht erkannt hat, da die Marken nicht fluoreszieren.

Die Marken sind aber ohne Einschränkung gültig, und warten schon sehnsüchtig auf die nächste Runde. Ich habe von der schweizerischen Post eine Broschüre mit den Abbildungen aller gültigen Marken: Die Dauermarken ab 1938 (Ausnahme: Flugpostserie), Sondermarken ab 1961 und Zuschlagsmarken ab 1964 und Ganzsachen ab 1935.

Vielleicht hat es der Briefträger nicht übers Herz gebracht, die Marken mit dem Kugelschreiber zu entwerten. Böser Briefträger.

Hätte er sie vorschriftsmässig durchkreuzt: auch böser Briefträger.

Natürlich würde das ganze keinen Sinn ohne den harten Schweizer Franken machen. In Italien stellt sich nicht die Frage, ob eine 40-Lire-Marke von 1963 noch gültig ist. Der Gegenwert wäre ohnehin nur zwei Eurocent.
 
Heinz 7 Am: 23.10.2024 18:09:55 Gelesen: 9592# 40 @  
@ drmoeller_neuss [#39]

Danke für die Reaktion. Ich denke, im Briefverteil-Zentrum hätten die Marken von Hand gestempelt werden sollen, wenn denn die Maschine den Brief ungestempelt aussortiert.

Jacques hat in seinem Beitrag einleitend gesagt, welche Schweiz Briefmarken unbeschränkt kursgültig sind. Er nannte 1938 als ältesten Termin; nun erwähnst Du Ganzsachen, die sogar seit 1935 unbeschränkt gültig sind? - Kannst Du uns ein so altes Exemplar zeigen (Du, oder ein(e) andere(r) Leser(in)?

Ja, ich habe mir auch überlegt: das sähe interessant aus, ein Rückblick um 75 Jahre, ins Jahr 1949. Was ist seither geschehen? Schweiz: Der oben gezeigte Brief hätte 1949 10 Rappen gekostet, nun CHF 1.20, also nominell "nur" Faktor 12 höher. Noch beeindruckender wird diese Zahl, wenn wir uns vor Augen führen, dass bereits ab 1.1.1918 ein Brief 10 Rappen kostete; also vor 106 Jahren! Ich denke, das gibt es wirklich nur in der Schweiz. Die meisten Länder hatten Währungsreformen, Inflationen undundund...

Noch ein weiteres Beispiel eines alten Wertes.



Dieser Einschreibe-Brief nach Deutschland kostete 2024 CHF 10.00; da konnte ich diesen alten Wert von 1961 (Serie "Evangelisten", Zumstein Nr. 383, Michel Nr. 740) verkleben. Früher durfte man hohe Werte gegen tiefere Nominale austauschen, heute geht das nicht mehr. Die zwei Werte CHF 10 und CHF 20 (Zumstein Nrn. 383+384) können also nur für hochpreisige Sendungen verwendet werden.

Freundliche Grüsse

Heinz
 
angim Am: 23.10.2024 19:40:51 Gelesen: 9572# 41 @  
@ Heinz 7 [#40]

Was mit Briefmarken funktioniert, funktioniert mit Banknoten allerdings nicht:

In der Familie gab es noch eine kleine Urlaubskasse mit einem niedrigen vierstelligen Betrag Schweizer Franken. Die Noten waren aus den späten 1990-ern, wenn ich mich richtig erinnere.

Da das Geld nicht mehr benötigt wurde, wollten wir es in Euro umtauschen.

Dann kam der Schock: Diese Noten sind ungültig, Umtausch nur noch in der Schweiz möglich!

Wir haben dann jemanden gefunden, der auf der Reise nach Süden einen kleinen Abstecher gemacht hat.

Viele Grüße
Thomas
 
Stefan Am: 24.10.2024 09:05:41 Gelesen: 9507# 42 @  
@ Heinz 7 [#40]

Ich denke, das gibt es wirklich nur in der Schweiz. Die meisten Länder hatten Währungsreformen, Inflationen undundund...

Ein weiterer Kandidat zum Thema Land ohne Währungsreform wären die USA, vielleicht noch Kanada. ;-)

Grundsätzlich hast du recht, dass die meisten Staaten der Erde im 20. Jahrhundert im Verlauf der Zeit mindestens ein Mal die eigene Währung wechselten.

Gruß
Stefan
 
Heinz 7 Am: 12.11.2024 18:36:47 Gelesen: 9042# 43 @  
Stolze 313 Jahre Geschichte begegnen uns bei dem folgenden Brief:



Die CHF 1.20 wurden freigemacht mit folgenden Briefmarken:

Michel Nr. 533 II - Jahrgang 1949 - also 75 Jahre alt (20 Rp.)
Michel Nr. 534 - Jahrgang 1949 - also 75 Jahre alt (25 Rp.)
Michel Nr. 768 - Jahrgang 1963 - also 61 Jahre alt (5 Rp.)
Michel Nr. 771 - Jahrgang 1963 - also 61 Jahre alt (30 Rp.)
Michel Nr. 1257 - Jahrgang 1983 - also 41 Jahre alt (40 Rp.)

Zusammen ergeben die 5 Marken also ein Alter von 313 Jahren.

Die 20-Rappen-Marke ist eine der am häufigsten gedruckten Marken der Schweiz. Sie hatte die fast unvorstellbar grosse Auflage von 1'558'240'000'000 Stück. Und das bei einem so kleinen Land wie der Schweiz. Die Schweiz zählte 1941 erst 4'265'703 Einwohner. Heute sind es mehr als doppelt so viele (über 9 Millionen).

Rein rechnerisch entfielen also auf jeden Kopf der Bevölkerung 1941 365 solche 20 Rappen-Marken! Damals war die Briefmarke ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Schöne Grüsse

Heinz
 
merkuria Am: 15.11.2024 11:48:29 Gelesen: 8876# 44 @  
@ Heinz 7 [#43]

Und so sieht das Prachtstück, dass ich als Empfänger entgegennehmen durfte, nach der Postbeförderung aus!



Um eine solche Belegequalität zu bekommen, bedarf es bei der Aufgabe auch besonderen Vorkehrungen vom Aufgeber als auch bei der Post:

Der Aufgeber muss dieses Poststück am Schalter aufgeben, mit der Bitte um saubere Entwertung durch die Poststelle.

Die entgegennehmende Poststelle gibt diesen entwerteten Brief weiter an das Briefzentrum, welches aber den Hinweis erhalten muss, dass dieser Beleg nicht mehr durch die automatisierte Entwertungsanlage des Briefzentrums laufen soll. So wird vermieden, dass keine weitere autom. Entwertung angebracht wird, welche einen solchen Beleg total verunstalten würde!

Es ist nicht einfach - aber möglich. Vielen Dank an Heinz für die tolle Frankatur!

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
10Parale Am: 18.11.2024 10:55:42 Gelesen: 8732# 45 @  
@ merkuria [#44]
@ Heinz 7

Die Schweiz ist für mich in vielen Bereichen ein Vorbild von Präzision, Ehrlichkeit und Neutralität.

Ehrlichkeit zeigt sich in der Philatelie. Während die deutsche Post die Frankaturgültigkeit mal schnell über Bord kippte wie ein Haufen Schrott, bleibt es in der Schweiz beim einem sehr wichtigen Grundsatz, nämlich, das Eigentum zu schützen und zu wahren.

Hier ein weiterer Beleg mit einer PRO PATRIA Antiquität aus dem Jahr 1964, sie zeigt Johann Georg Bodmer (1786 - 1864), ein begabter Schweizer Mechaniker, der die Wasserkraft im Schwarzwald nutzte, um seine Produkte zu erzeugen - hier Zumstein B118.

Liebe Grüße

10Parale


 
volkimal Am: 26.11.2024 20:50:08 Gelesen: 8506# 46 @  
Hallo zusammen,

ein Brief aus Samnaun Dorf vom 07.06.2021:



Frankiert ist der Brief mit 2,90 Franken. Verwendet wurden die Marken MiNr. 802 (1964), MiNr. 834 (1966), MiNr. 1128 (1978) und MiNr. AT10 (1996). Damit stammen die Marken aus einem Zeitraum von 32 Jahren. Die älteste Marke war zum Zeitpunkt des Briefes 57 Jahre alt.

Viele Grüße
Volkmar
 
Bendix Gruenlich Am: 27.01.2025 22:37:54 Gelesen: 8116# 47 @  
Freunde von mir sind Skifahren. Entgegen meiner Prognose kommt die Karte nicht aus dem Krankenhaus, die Knochen sind noch heil.



Wo die die Marken herhaben? Nun, ich habe da geholfen und denen für ihre Urlaubsgrüße etwas mit auf den Weg gegeben. Denn ich habe vor deren Reise ordentlich die Backen aufgeblasen (…na klar kann ich Euch da was mitgeben…), gucke in mein Album nach Dubletten und fand das zu meiner eigenen Überraschung fast leer vor. Au weia, was tun? Rasch habe ich über ppa etwas zu ca. 90% ohne Zuschläge nachgeordert. Dabei waren auch ein paar Blöcke Nr. 20 von 1965 bei, die waren fehlgelagert (…nie die Alben übereinander lagern, sondern druckfrei aufrecht stellen…), so waren an den Blockrändern Spuren von Albenpapier. Also wenn das so ist, dann tretet mal Euren Dienst an, ihr guten alten Stücke. Ich hoffe, ihr seid trotz eurer 60 Jahre noch in Form.

Allerdings hatte die Schweizer Post einen schlechten Tag. Gut, Briefzentrumsstempel, damit muss man in der Schweiz halt rechnen (haben meine Freunde also in den Briefkasten geworfen, die Karte). Für Samnaun ging es dazu nach Untervaz (118 km) in das regionale Postzentrum.

Wir sehen einen Maschinenstempel. Na super, der Entwerter ist glasklar, der Stempelkopf ist aber leider nur teilweise abgeschlagen (und dass obwohl es die Marken im Rastertiefdruck einem doch wirklich leicht machen). Nun, da die Frankatur so großflächig war, ist die Karte aussortiert worden und noch bei den nicht getroffenen „pro juventute“-Marken mit einem Handstempel versehen worden. Wann das Ding jetzt gestempelt wurde, ist leider immer noch nicht sicher beurteilbar, da der Tag nicht klar erkennbar ist. Wie schade, gerne hätte ich die Postlaufzeit gemessen (Eingang bei mir am 27.01.25 - selten, dass sich der Postbote mal an einem Montag sehen lässt).

Erwähnen möchte ich noch, dass der Block 20 mit einem Zuschlag von 900% verkauft wurde (Frankaturwert CHF 0,30 / Verkaufspreis CHF 3,00). Gab es da nicht mal ein Reglement, dass solche Ausgaben als philateliefeindlich anzusehen seien, und daher nicht auf Ausstellungen zu zeigen wären?

Ich kann da heute keine Rücksicht drauf nehmen - gelaufen ist schließlich gelaufen.
 
Heinz 7 Am: 22.02.2025 09:30:53 Gelesen: 7863# 48 @  
@ Bendix Gruenlich [#47]

Ich möchte darauf hinweisen, dass diese 4 Marken zwar schon recht alt sind (1965+1998), aber alle noch frankaturgültig sind.

Es gibt hingegen auch ab und zu Briefe, die sind mit wirklich ganz alten Briefmarken freigemacht. Anbei ist so ein Brief



Die Marken darauf sind - nach Michel:

Nr. 731 - 1961
Nr. 722 - 1960
Nr. 161 - 1921 (!)
Nr. 487 - 1947
Nr. 656 - 1958

Alle diese Briefmarken sind nicht mehr frankaturgültig. Trotzdem beförderte die Post den Brief ("portogerecht" - 1 Franken) ohne Erhebung einer Nachporto-Gebühr.

Heinz
 
merkuria Am: 21.03.2025 13:47:08 Gelesen: 7421# 49 @  
Mit der Tagespost erreichte mich heute untenstehender Beleg.



Inlandbrief Economy (B-Post) bis 100 g von Dornach (Kanton Solothurn) nach Seltisberg (Kanton Basel Landschaft), Aufgabe am 18. März 2025.

Frankatur: Mi Nr. 727 (5 Rp von 1961, 64 Jahre alt), 803 (5 Rp von 1964, 61 Jahre alt) und 1250 (80 Rp 1983, 42 Jahre alt) = 90 Rappen.

Der B-Post-Brief kostet seit 1.1.2024 jedoch 1.00 CHF, womit dieser Beleg von der Post unerkannt um 10 Rappen unterfrankiert befördert wurde!

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
Bendix Gruenlich Am: 31.07.2025 21:11:00 Gelesen: 4990# 50 @  
@ Heinz7 + merkuria

Offenbar handelt es sich um den Briefmarkensammlerverein Birseck [#48] und [#49] um eine kriminelle Vereinigung, so oft wie die sich an bei der Frankaturgültigkeit irren (aber klar, mir gefällt es auch - schade, dass es die partielle Außerkursetzung gibt).

Heute aber ein Geständnis, ich habe es selbst auch probiert und bin 2003 aufgeflogen (dürfte hoffentlich mittlerweile verjährt sein):



Hier war ich sorgfältiger:



Und kann ich mich noch erinnern, wo ich das Material herhabe (von wegen Provenienz-Forschung)? Kann ich tatsächlich:

• Die Marken von 1965 habe ich Anfang der 2000er auf einer Briefmarkenmesse in Essen von einem Basler Händler zum Postpreis gekauft, muss veraphil gewesen sein, habe da für einen 20 Frankenschein zugeschlagen

• Die Marken von 1990 waren ein Geschenk eines Kameraden während meiner Wehrdienstzeit in 1990, dessen Eltern Skifahren in der Schweiz waren (Viererblocks, sammle ich nicht, daher waren drei der vier Marken der Blocks vogelfrei, einen Satz habe ich natürlich noch. Nochmals merci vielmals!)

• Die Zuschlagsmarken von 1962 stammen aus einer Tauschrelation aus den frühen 2000er-Jahren

Und die sind dann alle zusammen mit ihrem Besitzer 2003 in Lugano aufgeschlagen, nachdem ich sie 1600 km durch Europa mitgeschleppt habe.

Ich liebe Spätverwendungen!

Bericht zum seinerzeitigen Besuch der Post in Lugano hier:

https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=371601
 
Fredy Am: 13.12.2025 19:16:44 Gelesen: 3084# 51 @  
Hallo zusammen.

Damit das Thema nicht einschläft, hier ein beinahe rekordverdächtiger Brief, der im Jahr 2014 unbeanstandet seinen Weg aus der Heimat von "mercuria" zu uns fand. Selbstverständlich war der Absender jemand anderes.



Der Brief war zum damaligen Zeitpunkt für B-Post korrekt frankiert mit 85 Rappen, nur war die Werbemarken-Serie des Jahres 1958 (Mi.Nrn. 653-656) nicht mehr gültig. Die fünf Marken brachten schon im Verwendungszeitpunkt (2014) stolze 280 Jahre auf die Waage.

Die Poststelle in Seltisberg hat sich bei der Entwertung ganz besondere Mühe gegeben, ohne auf die Gültigkeit der Postwertzeichen zu achten.

Mich hat's jedenfalls gefreut.

Beste Grüsse
Fredy
 
Fredy Am: 13.12.2025 19:52:12 Gelesen: 3078# 52 @  
Und noch ein Müsterchen aus dem Jahr 2025:

Ein Auktionslos wurde mir im Verlaufe dieses Jahres mit einer farbenprächtigen Frankatur zugestellt. 4 der 6 verwendeten Marken waren schon längst ungültig. Immerhin machten die beiden noch gültigen Marken 65 Rappen der Gesamtfrankatur von 110 Rappen aus. Für A-Post wären übrigens 120 Rp. und für B-Post 100 Rp. korrekt gewesen. So sieht der Umschlag aus:



Die insgesamt 399-jährige Frankatur setzt sich zusammen aus:

Mi.Nr. 637 von 1957
Mi.Nr. 638a von 1957
Mi.Nr. 1017 von 1974 (gültig)
Mi.Nr. 750 von 1962 (gültig)
Mi.Nr. 485 von 1947
Mi.Nr. 594 von 1954

Die Wertzeichen wurden nicht entwertet; der Brief enthält aber die charakteristische hellrote Codierungszeile.

Schöne Grüsse
Fredy
 
volkimal Am: 22.02.2026 13:44:10 Gelesen: 1661# 53 @  
Hallo zusammen,

dieser Brief kam vor Ende letzter Woche bei mir an:



Die Marken sind zwar nicht so alt, wie viele der schon gezeigten Briefe, sie bringen es aber auch schon auf 43 Jahre.

Poststempel Eschlikon (TG) vom 17.02.2025.

Viele Grüße
Volkmar
 
22028 Am: 24.03.2026 09:59:13 Gelesen: 769# 54 @  
Am Wochenende kam ein Brief von David Feldman mit u.a. 2 NABA 1971 Blocks frankiert.


 

Das Thema hat 54 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 2   3  oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.