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Thema: Deutsche Post - funktioniert die noch ? / Brief nach 10 Tagen zugestellt
Das Thema hat 27 Beiträge:
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bayern klassisch Am: 05.08.2022 11:50:43 Gelesen: 1092# 3 @  
@ Heinz 7 [#1]

Hallo Heinz,

ein Sammlerfreund schickte mir auch mit diesem Postdienst einen Brief zu, den er bei einem Auktionshaus für mich ersteigert hatte.

Dauerte 14 Tage vom Tage der Einlieferung für 350 km. Ein Fußbote im Mittelalter hätte dafür 5 Tage gebraucht - bei schlechter Witterung.

Hier kommt definitiv die Post an 3 Tagen der Woche nicht mehr an, bzw. wird nicht ausgetragen. Das kann ich aus lokaler Post unter Zuhilfenahme der Datumsstempel erkennen (Frankfurt Samstags, Frankfurt Montags = Ankunft hier Dienstags).

Von einer befreundeten Rechtsanwältin: Es gibt Gerichte, die als DE-Mail alles akzpetieren. Eine Mail ist schwerer zu fälschen, als ein Fax, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen.

Hier in dem Land wird alles abgewirtschaftet und gar nicht mal so langsam, dass es einem nicht auffallen könnte.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Nachtreter Am: 05.08.2022 12:06:44 Gelesen: 1070# 4 @  
@ Heinz 7 [#1]

Solange die Vorstandsgehälter pünktlich überwiesen werden funktioniert es doch:

https://www.paketda.de/news-kurznachrichten-20220803.html

Viele Grüße

Nachtreter
 
filunski Am: 05.08.2022 12:26:46 Gelesen: 1051# 5 @  
@ Heinz 7 [#1]

Hallo Heinz,

deine Frage ist mehr als berechtigt und ich könnte sie nicht guten Gewissens mit Ja beantworten!

Dass unsere Justizbehörden noch in der kommunikationstechnischen (von IT möchte ich gar nicht erst sprechen) Steinzeit leben und arbeiten, habe ich selbst schon oft genug erfahren müssen. Wenn du zu irgendeinem Gericht oder einer Staatsanwaltschaft eine wichtige Terminsache einliefern musst, bringst du sie entweder am besten selbst hin oder beauftragst einen bezahlten, teuren Botendienst. Hilft dir jetzt leider auch nicht mehr und/oder ist aus dem Ausland schwer zu bewerkstelligen.

Aus vielerlei Gründen, kein Personal, zu wenig Personal, unwilliges-, schlecht geschultes-, schlecht bezahltes usw. Personal, nimmt in letzter Zeit gerade bei der Briefpost, nachgewiesenermaßen und schon durch Statistiken belegt, die Qualität der Zustellung laufend ab und die Beschwerden darüber zu. Ich nehme selbst an zwei verschiedenen solcher Qualitätsüberprüfungen der Post teil und ebenso am Briefankündigungsservice (DPAG und GMX) und kann für einen Großteil meiner Eingangspost sehr genau die Laufzeiten verfolgen.

Das von der DPAG propagierte Zustellungsziel E+1 ist schlichtweg ein Märchen. Es gibt E+1, die Regel ist aber (zumindest in meiner Zustellregion) E+2. Auch längere Fristen E+X erlebe ich immer wieder, manchmal auch E+NIE. In diesem Jahr habe ich bereits 4 Briefsendungen an mich für die ich noch die Zustellankündigung (E-Mail + scan des Briefes) bekam, d.h. sie wurden entweder im Aufgabe- und/oder im Ankunftsbriefzentrum durch die Sortiermaschine gejagt (ich will noch nicht mal von Bearbeitung sprechen), nicht erhalten. Nachfragen oder Reklamationen sind bei nicht eingeschriebenen Sendungen zwecklos und nur Zeit- und Nervenverschwendung.

Ich drück dir die Daumen, dass deine Sendung noch ankommt.

Viele Grüße,
Peter
 
uli Am: 05.08.2022 12:38:06 Gelesen: 1040# 6 @  
@ Heinz 7 [#1]

Während den Sommerferien sind längere Zustellzeiten schon seit Jahren (leider) üblich. Auch wir tracken in der Firma regelmäßig die Zustellzeiten über Laufzeitmessungen, aktuell ist E+4 nicht ungewöhnlich. Von den zugesagten 80% E+1 ist die DPAG meilenweit entfernt, die Mehrheit ist aber trotzdem auch aktuell E+1.

Ein Tipp: Fahr das nächste Mal über die Grenze und gib die Post in einer Filiale in Deutschland auf, das verringert das Risiko für Verzögerungen ungemein. Auslandspost hat immer einen längeren Weg als Inlandspost.

Gruß
Uli
 
Cantus Am: 05.08.2022 12:54:01 Gelesen: 1027# 7 @  
Auch als Ebay- und Delcampe-Kunde lernt man, gezwungenermaßen, Geduld zu haben. Briefe aus z.B. Singapur dauern immer einige Wochen, weil die Post unterwegs mit mindestens vier verschiedenen indischen Fluglinien befördert wird und anschließend offensichtlich unbeachtet in irgendeinem deutschen Postfrachtzentrum herumliegt. Wenn es dabei die so hoch beschworene "Sendungsverfolgung" gibt, so ist die nicht das Papier wert, auf das sie geschrieben wurde, denn bei jeder Postübergabe, auch von einem Flugunternehmen an das nächste, wird der Brief als "zugestellt" im System markiert; bei Ebay erfolgt der entsprechende Eintrag und Beschwerden dagegen helfen nichts. Gleiches gilt, wenn der Brief der Deutschen Post übergeben wird; leider bedeutet das aber weder die Bearbeitung und Weiterleitung der Poststücke noch die Zustellung beim tatsächlichen Empfänger. Hinzu kommt seit einiger Zeit, coronabedingt, dass nicht immer der Empfänger den Eingang eines Schreibens per Unterschrift zu bestätigen hat, denn oftmals reicht es der Post, wenn der Zusteller das erledigt. Während bei mir in der Region bisher nur ehrliche Zusteller arbeiten, ist das nicht überall so, insbesondere in großen Städten gibt es da immer wieder Ausnahmen.

Ein zweites Beispiel habe ich vor einigen Monaten mit einem Brief aus Südafrika an mich erlebt, darin einzelne gekaufte Belege. Während sich in Südafrika die Aufgabe bei der Post etwas verzögert hatte, da dort bürgerkriegsähnliche Zustände herrschten, war der Brief, der als Einschreiben per Flugpost abgesandt worden war, knapp drei Monate bis zu mir unterwegs und kam schließlich völlig unversehrt mit sauberer Sondermarkenfrankatur bei mir an; ich vermute, dass er mindestens zwei Monate unbeachtet in irgendeinem Postfrachtzentrum herumlag.

Und dann gibt es noch eine dritte Variante, von der mir eine Bekannte erzählt hat, die langjährig in einem Postverteilzentrum arbeitet. Wenn dort ein Brief vom Band fällt oder der Person, die die Post in die einzelnen Zustellfächer einsortieren soll, aus der Hand fällt, dann bückt sich nur im Ausnahmefall die jeweils zuständige Person. Es gibt zwar Aufsichtspersonal, das darauf achten soll, dass ordnungsgemäß gearbeitet wird, aber niemand kann ständig seine Augen überall haben. Wenn man sich dann unbeobachtet fühlt, genügt ein kurzer Kick mit dem Fuß und das Poststück ist unter dem Regal oder dem Band oder in irgendeiner Ecke, wo dann jahrelang niemand mehr hinschaut. Und wie ich gehört habe, werden solche Poststücke erst dann wiedergefunden, wenn z.B. nach dreißig oder mehr Jahren eine Renovierung der Räumlichkeiten ansteht und zu diesem Zweck die Einbauten entfernt werden müssen.

Also wundert euch nicht zu sehr über den Service der Post, wir leben schließlich nicht in Japan, wo es unehrenhaft ist, nicht korrekt zu arbeiten.

Viele Grüße
Ingo
 
alemannia Am: 05.08.2022 13:16:55 Gelesen: 1012# 8 @  
Hallo zusammen,

national dauerte bis Mitte des Jahres die private Zustellung über postcon bis zu 14 Tage.

Innerhalb der etwa 2 Wochen erfolgte keinerlei Zustellung, dann wurden mehrere Briefe von unterschiedlichen Versendern mit zeitlich stark abweichenden Aufgabetagen an einem Tag zugestellt.

Da wurden wohl die Briefe hier im örtlichen Büro gehortet.

Seit geraumer Zeit erfolgt die Zustellung über xendis, gefühlt zeitnaher.

Gruß
Guntram
 
limingerald Am: 05.08.2022 13:26:48 Gelesen: 999# 9 @  
Hallo,

das Problem der langen Laufzeiten von Auslandssendungen aus Nicht-EU Staaten liegt nicht in irgendeinem Paketzentrum, sondern am IPZ Frankfurt-Flughafen:

Das IPZ Brief- und Paketzentrum von DHL und Deutsche Post befindet sich am Frankfurter Flughafen und ist für die Abwicklung internationaler Sendungen zuständig. IPZ bedeutet internationales Postzentrum. Der Standortcode des IPZ lautet DEFRAA (Frankfurt am Main). Ungefähr 1.500 Mitarbeiter sind hier in Schichtarbeit rund um die Uhr im Einsatz.

In einem ZDF-Bericht (nicht mehr abrufbar) erklärte der Chef des IPZ, dass pro Tag ca. 400.000 bis 450.000 Sendungen aus dem Nicht-EU-Ausland in Frankfurt ankommen. 80% der Sendungen stammen aus Asien.

Ich habe schon festgestellt, daß Sendungen 8-10 Tagen dort lagern, bevor sie nach Weiterverarbeitung durch den Zoll an die DHL-Verteilzentren weitergeleitet werden.

limingerald
 
Sammler Individuell Am: 05.08.2022 14:21:35 Gelesen: 955# 10 @  
Hallo.

Auch ich stelle fest, dass bei der Deutschen Post leider nicht immer alles klappt.

Aber nun mal ein ganz aktuelles Gegenbeispiel: Päckchen, gestern im Rhein Sieg Kreis bei Bonn gegen 17:15 Uhr abgegeben war nachweislich heute schon um 12:06 Uhr beim Empfänger im Saarland. Als die WhattsApp mit Foto vom Empfänger ankam, habe ich mir erst einmal die Augen gerieben. Gut, dass die Post in das Saarland keine Auslandspost mehr ist. Der Fachmann staunt und der Laie wundert sich

LG
Marc
 
DL8AAM Am: 05.08.2022 14:23:45 Gelesen: 953# 11 @  
Ich habe im Januar eine Warensendung aus China erwartet. Aus China bis Eingang Frankfurt/IPZ dauerte es gemäß den Trackingdaten (Versandart Standard, nicht "Express") keine 3 Tage und da liegt es immer noch.

Ich (als Empfänger) habe einen online Nachforschungsantrag gestellt, nach ein paar Wochen kam eine Email von der Post (siehe unten), dass die Sendung (im IPZ) verlustig gegangen ist, ich als Empfänger könne aber keine weiteren "Forderungen" stellen, dieses müsse der chinesische Absender machen. Aber vielleicht habe ich ja doch noch Glück und die Sendung wird irgendwann beim nächsten Rück- bzw. Umbau des IPZ in "Jahrzehnten" gefunden - und hoffentlich gibts dann interessante Nebenstempel dazu ;-)

PS: Der chin. Händler hat mir anstandslos meinen Kaufpreis erstattet (da der Dollar gegenüber dem Euro an Wert gewann, habe ich sogar noch "Gewinn" gemacht...hi - zumal ich ein noch günstigeres Angebot für die Nachbestellung [für eine "nicht mehr lieferbare" Ersatzfernbedienung für unseren alten Toshiba-TV, für € 2,77] fand, die dann problemlos [und ohne Zoll] innerhalb von etwa 10 Tagen über eine Niederlassung der Belgischen Post International in China kam [1])

Beste Grüße
Thomas

[1] https://www.philaseiten.de/beitrag/292555

-----

Gesendet: Montag, 21. Februar 2022 um 14:45 Uhr
Von: "Customer Service International, DP CSC, FM" <customerserviceinternational(XX)deutschepost.de>
Betreff: I220901256 - RS757756839DE - c2zota

Guten Tag Thomas xxxx,

unsere Ermittlungen haben ergeben, dass die oben näher bezeichnete Sendung in Verlust geraten ist.

Mögliche Ersatzforderungen zum Sendungsverlust können nur durch den Absender bei seinem Vertragspartner und Einlieferungsunternehmen (DHLeCommerce) gestellt werden. Die Höhe der Entschädigungsleistung richtet sich hierbei jedoch ausschließlich nach dem vertraglich festgelegten Garantiebetrag und wird in der Regel, im Falle eines Sendungsverlustes an den Absender erstattet. Mittelbare Schäden sind hierbei von einer Haftung ausgeschlossen.

Dass wir Ihre Sendung diesmal nicht wie vorgesehen ausliefern konnten, bedauern wir sehr. Wenn Sie künftig wieder mit unserem Service zufrieden sind, freuen wir uns.

Beste Grüße

Kundenservice Post & Paket Deutschland

Deutsche Post AG
Kundenservice
60611 Frankfurt
Deutschland

letter.inquiries(XX)deutschepost.de...

 
saeckingen Am: 05.08.2022 23:10:58 Gelesen: 862# 12 @  
Das Problem bei allen größerformatigen Briefsendungen aus dem Nicht-EU Ausland ist die zolltechnishche Bearbeitung. Seitdem die Freigrenzen für Postsendungen abgeschafft wurden. Dazu gab es wohl auch eine Anweisung, deutlich intensiver bei Briefsendungen auf Waren zu prüfen. Ich bekomme das z.B, dadurch mit, dass der London Philatelist der Royal seit der Änderungen bei mir meistens erst in der zweiten Monatshälfte eintrifft und Auktionskataloge aus Großbritannien immer öfters erst nach dem Auktionsdatum zugetsellt werden.

Dazu hatte ich jetzt schon zweimal, dass Sendungen mit Publikationen zurückgeschickt wurden, mit dem Hinweis, dass keine Waren in der Briefpost zulässig sind. Rundschreiben von Arbeitgemeinschaften, die an Mitglieder verschickt werden sind aber keine Ware.

Ich habe aber den Eindruck, dass diese verschärften Kontrollen vorwiegend Sendungen aus Großbritannien und Asien betrifft, alles z.B. aus den USA und Kanada kommt nach wie vor meistens zeitnah und ohne zollamtliche Behandlung an.

Grüße
Harald
 
Ilves2020 Am: 06.08.2022 07:42:34 Gelesen: 806# 13 @  
Keine Ahnung, was ich da falsch mache.

Meine Posteingänge dieser Woche:

- 3 Inlandspakete (Bauhaus, Amazon, privat) in unterschiedlichen Größen: Laufzeit jeweils 1 Tag
- Postkarten (Postcrossing) aus Österreich, Frankreich, Hong Kong (2x): Laufzeit jeweils 4 Tage

Rechnungen und andere Unterlagen, die ich bei meiner Arbeit per Post erhalte: Laufzeit 1-2 Tage, ganz gleich, ob sie aus der gleichen Stadt, der Nachbarstadt oder vom anderen Ende des Landes kommen. Und das ist die Regel und nicht die Ausnahme.

Hier in Bochum (zumindest in meinem Stadtteil) kommt der Briefträger jeden Tag, montags – samstags. In Ennepetal, wo ich arbeite, übrigens auch (zumindest montags - freitags), denn wir erhalten jeden Tag Post.

Ist das eine Frage der Region? Vielleicht ja auch so ein Mentalitätsding, nur das Negative zu sehen.

Wie sagte doch Uwe Krupp: Du bist nie so gut, wie die Leute sagen und nie so schlecht, wie die Leute sagen. Recht hat er.
 
asmodeus Am: 06.08.2022 08:40:13 Gelesen: 793# 14 @  
Habe bis jetzt auch keine Schwierigkeiten. Meine Magazine aus Großbritannien kommen recht zeitig. Waren aus Grossbritannien, Schweiz, USA etc. brauchen etwas länger.
 
soeste2919 Am: 06.08.2022 09:47:04 Gelesen: 752# 15 @  
Hallo!

Auch die Schweizerische Post übergibt nicht alle Briefsendungen an die Deutsche Post/DHL. Für den Raum 79000 (Freiburg) gehen bzw. gingen die Briefe auch über Arriva und/oder Hermes.

Zu Beginn der Betriebsaufnahme der Briefzentren wurde der Brief Im- und Export ausschließlich über die IPZ 1 und 2 (Frankfurt am Main bzw. Niederaula) abgewickelt. Später wurden einige Destinationen wieder wie früher über in Zielrichtung gelegene BZ erreicht. Z.B.: Skandinavien via Kiel, Luxemburg via Trier, Italien via Frankfurt (mit Sprinter nach Mailand).

Hier wird aber ständig angepasst.

MfG soeste2919
 
rosteins69 Am: 06.08.2022 09:51:24 Gelesen: 749# 16 @  
@ Ilves2020 [#13]

Vielleicht ja auch so ein Mentalitätsding

Ja klar. Dass die Post am Montag nicht mehr zugestellt wird und dass Einschreiben verloren gehen, ist eine Frage der Mentalität des Postkunden. Womöglich hat er auch noch ein schlechtes Karma. Bei solchen schwachbrüstigen Argumenten kann man eine sachliche Diskussion wirklich gleich einstellen.
 
brunoh Am: 06.08.2022 10:03:49 Gelesen: 738# 17 @  
In meinem Nürnberger Stadtteil und nicht nur hier ist die Zustellung in den letzten 4-5 Wochen sehr unterschiedlich. 3 Wochen nur 1-2 Briefzustellungen in der Woche, Pakete wurden immer zugestellt. Auf die Nachfrage wo denn die Briefpost bleibt nur ein Schulterzucken und der Hinweis man möge sich doch beschweren was ich dann auch getan habe.

Oh Wunder, eine Woche wieder Normalzustellung - außer Montag, da kommt nie etwas -, diese Woche wieder nur am Donnerstag (Werbebriefe) und Freitag. Das Problem zieht sich aber schon die letzten 4-5 Jahre immer in der Sommerzeit durch. Jeder Zusteller braucht mal Urlaub wofür ich größtes Verständnis habe, aber dann muss halt auch für ausreichend Aushilfen gesorgt werden. In der heutigen Zeit wohl sehr schwierig, wo z.B. Metzgereien wegen Personalmangels nur noch 3 Tage in der Woche geöffnet haben oder Restaurants sogar am Sonntag schließen müssen, da es an Köchen und Servicepersonal fehlt.

Übt Euch in Geduld, es wird schon werden.

Grüße Bruno
 
Lars Boettger Am: 06.08.2022 10:06:58 Gelesen: 734# 18 @  
@ Heinz 7 [#1]

Es ist ein wichtiges Schreiben, an ein Amtsgericht. Diese akzeptieren keine e-mails, sondern nur Originalpost (oder Fax).

Hallo Heinz,

auf der Arbeit habe ich die folgenden Regeln:

Ist der Brief zeitkritisch? - Privater Kurier (normalerweise innerhalb ein-zwei Tagen beim Empfänger, Du kannst noch während der Laufzeit Adresse o.ä. ändern)

Nicht zeitkritisch aber Inhalt wichtig - Einschreiben

Nicht zeitkritisch und leicht duplizierbar - Normalbrief

Briefe von und nach Luxemburg mit der Deutschen Post AG brauchen zwischen drei und vier Tagen. Sehr selten zwei, fast nie mehr als fünf. Um jetzt Ursachenforschung zu betreiben, müsste man wissen, wie der Brief aussah:

Nun sind fast neun Tage (!) vergangen, 213 Stunden, und der Brief ist offenbar noch immer nicht angekommen?

Oft liegt es an der Adresse. Sie kann:

- Falsch sein oder
- Handschrift unleserlich (kann ich bei mir gut nachvollziehen) oder
- Nicht nach DIN-Norm geschrieben (also D vor PLZ und kein Land angegeben)

Das würde ich abklären. Nach meiner Erfahrung ist die telefonische Hilfe der Deutschen Post AG ganz ok (nicht spitze, sonst hätte ich das geschrieben). Hast Du dort angerufen und Dich erkundigt, was mit dem Brief los ist? Ich habe so ein Einschreiben wieder bekommen.

Beste Grüße!

Lars
 
filunski Am: 06.08.2022 13:24:59 Gelesen: 668# 19 @  
@ Ilves2020 [#13]

Hallo,

dann freue dich doch, dass es bei dir gut klappt mit der Post. Aber bitte versuche nicht dort wo es hapert, dies der Mentalität der Betroffenen und Geschädigten zuzuschieben.

Bis vor ca. zwei Jahren dachte ich auch noch, die Post ist ja gar nicht so schlecht wie ihr Ruf. Damals stimmte das wahrscheinlich auch noch, heute sicher nicht mehr. Das belegen nicht nur zig Beiträge mit diesem Tenor hier im Forum, sondern auch öffentliche Studien dazu.

Nur zwei Beispiele aus den letzten beiden Jahren die auch in diese Richtung weisen. Vor einigen Wochen fand in meiner Nachbarleitregion (93) eine Joggerin im Wald ein großes Behältnis mit Post (mehrere hundert Poststücke). Sie informierte die Polizei und die DPAG und die Nachforschungen ergaben, dass eine örtliche Zustellerin, aus welchen Gründen auch immer, diese Post über mehrere Tage nicht verteilt, sondern im Wald entsorgt hatte. Vielleicht hatte da der betroffene Zustellbezirk ja insgesamt eine negative Mentalität oder um bei rotsteins passendem Beitrag [#16] zu bleiben, ein schlechtes Karma? ;-)

In meinem zuständigen ZSP fand schon vor etwas längerer Zeit eine Spindkontrolle eines bestimmten Zustellers (Postbote) durch die Polizei statt, da es Verdachtsmomente gegen ihn gab. Bei der Kontrolle wurden zig von diesem Zusteller unterschlagene Poststücke sicher gestellt. Auch wieder "schlechtes Karma"? Ja, aber nur bei dem Zusteller.

Nur zwei Beispiele aus meinem näheren Dunstkreis, solche gibt es aber überall und auch das wirkt sich natürlich negativ nicht nur auf die Qualität der DPAG, sondern insbesondere auf ihren Ruf aus. Lange nicht nur bei uns kaum wahrgenommenen Philatelisten.

Beste Grüße,
Peter
 
uli Am: 06.08.2022 13:34:25 Gelesen: 661# 20 @  
@ filunski [#19]

Das Thema interessiert mich beruflich sehr.

sondern auch öffentliche Studien dazu

Kannst du Quellen nennen?

Nur zwei Beispiele aus meinem näheren Dunstkreis, solche gibt es aber überall

Dito - hast du dazu Quellen?

Gruß
Uli
 
filunski Am: 06.08.2022 13:52:09 Gelesen: 649# 21 @  
@ uli [#20]

"Kannst du Quellen nennen?"

Hallo Uli,

ja, kann ich, die sind z.T. aber vertraulich. Ich schreibe dir eine E-Mail dazu. Der Fall in der Leitregion 93 ereignete sich im Juni und ging auch durch die Presse [1].

Viele Grüße,
Peter

[1] https://www.sueddeutsche.de/bayern/kriminalitaet-wenzenbach-joggerin-findet-ueber-1000-briefe-ermittlung-gegen-postboten-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-220629-99-844473
 
22028 Am: 06.08.2022 13:58:48 Gelesen: 642# 22 @  
@ filunski [#21]

Sowas gibts seit gefühlt 150 Jahren, daraus aber einen "Systemfeher" zu generieren ist schon weit hervorgezogen.
 
filunski Am: 06.08.2022 14:17:34 Gelesen: 634# 23 @  
@ 22028 [#22]

daraus aber einen "Systemfeher" zu generieren ist schon weit hervorgezogen.

Hallo Rainer,

kein Mensch hat hier daraus einen Systemfehler generiert. ;-)

Viele Grüße,
Peter
 
Heinz 7 Am: 07.08.2022 10:51:35 Gelesen: 487# 24 @  
@ Heinz 7 [#1]

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Teilnehmer,

Vielen Dank für die rege Beteiligung zu diesem Thema.

Die Post Sendungsverfolgung meldet die erfolgte Zustellung per 6.8.2022, 9:18 Uhr. Ihr werdet verstehen, dass mein Fazit nicht sein kann "Ende gut, alles gut". Der Brief benötigte sage und schreibe 235 Stunden.

Ich bin nachdenklich und offen gesagt sehr enttäuscht über diese "Leistung" der Post. Ich finde nicht, dass dies ein "Mentalitätsproblem" meinerseits ist, sondern eine Schwäche der einst zuverlässigen Post. Die vielen Reaktionen von Euch zeigen mir, dass ich mit meinen Eindrücken nicht alleine bin.

Natürlich kann einmal ein Fehler passieren, z.B. wenn ein Brief vom Band fällt, siehe Cantus [#7], aber sollte sich meine Erfahrung nicht als "sehr seltene Ausnahme" herausstellen, meine ich, dass dringend Verbesserungen im Geschäftsprozess der Post umgesetzt werden müssten.

Eine funktionierende Post war jahrhundertelang ein Gütesiegel eines Staates; direkter gesagt für einen Staat wie Deutschland schlicht und einfach ein "Muss". Ich finde es falsch, von diesem Anspruch abzurücken.

Heinz
 
ginonadgolm Am: 07.08.2022 13:00:20 Gelesen: 426# 25 @  
@ Heinz 7 [#24]

Eine funktionierende Post war jahrhundertelang ein Gütesiegel eines Staates; direkter gesagt für einen Staat wie Deutschland schlicht und einfach ein "Muss".

Hallo Heinz,

ich vermute, du hast etwas Grundlegendes übersehen:

Die Deutsche Post war jahrhundertelang ein Staatsbetrieb, heute ist sie leider eine normale Privatfirma, die sich nur ihren Aktionären verpflichtet fühlt.

Schönen Sonntag noch wünscht
Ingo aus dem Norden
 
juni-1848 Am: 07.08.2022 15:10:13 Gelesen: 368# 26 @  
@ Heinz 7 [#24] und alle anderen

Hallo zusammen.

Ein leidiges Thema, das mich seit Ende 2008 bewegt, als in kurzer Zeit von 3 versicherten Sendungen (2x Dt Post, davon eine mit Abholmitteilung im Hausbriefkasten; 1x Hermes-Paket im Großbrief-Format) deren 2 "etwas" Geduld erforderten:

1. Das Inlands-Einschreiben lag 38 Tage später samt Rückschein in meinem Hausbriefkasten - zugestellt von einer Aushilfe. Die Schadenersatzabwicklung bis dahin, eine einzige Katastrophe!

2. Der Wertbrief aus Übersee ging 149 Tage nach Übergabe an die Dt. Post bei mir ein - mit Zollaufkleber und zahlreichen datierten Privatpost-Aufklebern, dazwischen zwei Datumstempel der Dt. Post, um zuletzt mit einem zweiten Zollaufkleber und einem Zweizeiler "Entlastet \ ...., den... {mit Posthorn}" als normale Sendung in meinem Hausbriefkasten zu landen... 155 Tage nach postal. Einlieferung.

Folge:

Seit 2009 führe ich eine Verlust- und eine Laufzeit-Statistik über eingehende Sendungen. Die Laufzeit-Statistik muss ich gelegentlich mal wieder aktualisieren. Hier ein Blick auf die Zusammenfassung der Verlust-Statistik, die auch Laufzeiten enthält:



Auffällig ist die seit 2019 ungewöhnlich hohe Zahl an Irrläufern und Rückläufern (trotz korrekter Empfängeranschrift). Aus den zehn Jahren vorher konnte ich ganze zwei postamtlich wiederverschlossene Irrläufer meiner Kuriositätensammlung einverleiben.

In 2019 wechselte unser langjähriger (Vollzeit- und Vollblut-)Zusteller der Dt. Post (Marathonläufer, superfreundlicher EU-Afrikaner und in seiner Zustelltätigkeit mehr als gründlich, um dennoch jederzeit Empfänger orientiert zu bleiben) in einen anderen Zustellbezirk, mal wieder irgendeine "Umstrukturierung". Leider, denn mit ihm wechselte auch die tägliche Zustellung (nur noch DI und FR). Seitdem erfolgt in meinem Wohnbezirk (in Münster/Westf.) keine Zustellung mehr am Montag sowie an zwei weiteren Tagen (MI oder DO oder SA). Gelegentlich quillt der Briefkasten am Donnerstag oder Freitag über. Dafür gab es dann 1 bis 2 Tage vorher keine Zustellung. Und die Dt Post wechselt(e) die Zusteller schneller als ich meine Socken.

Was uns bleibt? Geduld, die Hoffnung auf noch mehr Dividende aus unseren Dt. Post-Aktien, um eben diese bei eigenen Sendungen mit Frist zu investieren in die Zweigleisigkeit. Den Einlieferbeleg plus Foto des Einschreibens hernach per E-Mail den Mail-Anhängen beifügen mit Hinweis auf die zeitige fristgerechte Absendung per Post.

Rein mathematisch: Je mehr Postverkehr, desto mehr "Fehler" bei der Zustellung.

In diesem Sinne Euch allen weiterhin fröhlich-geduldiges Warten auf die postalisch umher irrenden Phila-Schätzchen.

Sammlergruß, Werner
 
uli Am: 07.08.2022 18:07:39 Gelesen: 274# 27 @  
Ich haue hier einfach mal zwei Links raus:

https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/Post/Qualitaetsmonitoring/start.html
https://www.postmaster-magazin.de/index.php/top-news/sendung/19797-dvpt-stellt-ergebnisse-seiner-einjaehrigen-laufzeitmessung-fuer-geschaeftspost-vor.html

Ich schaue aus dem Homeoffice in einem 7.000-Einwohner-Ort auf die Straße und sehe täglich ein gelbes Postfahrrad.

Großer Fan der DPAG bin ich nicht, da könnte wirklich einiges besser laufen - das verbreitete Post-Bashing finde ich trotzdem ungerechtfertigt.

Gruß
Uli
 

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