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Thema: Moderne Postgeschichte: Freimachung (DV) im Fenster
Das Thema hat 31 Beiträge:
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Nachtreter Am: 20.01.2011 12:31:54 Gelesen: 97378# 7 @  
@ Pete

Der Datamatrix-Code dürfte die Infos über Absender, Empfängeradresse und Freimachung beinhalten. Bei einem Fensterumschlag ist es für einen Großversender praktikabler, den Code mit ins Adress-Feld (und somit ins Fenster) zu drucken.
Tatsächlich häufen sich Fensterumschläge ohne "EDV-Freimachungsvermerk", die postalische Beförderung läßt sich nur durch die orangenen Striche in der Codierzone erahnen!

"Entgelt bezahlt"-Belege kommen ohne Datamatrix-Code vor: z.B. Infobriefe mit der Frankierwelle.

Viele Grüße
Nachtreter
 
DL8AAM Am: 20.01.2011 16:29:53 Gelesen: 97363# 8 @  
@ Nachtreter, Pete

wie erkennt die DPAG, dass Sendungen portogerecht freigemacht wurden

Hallo Pete, Nachtreter,

ich "meine gelesen zu haben" (finde es leider auf die Schnelle icht mehr), dass auch bei DV-Freimachungen letztendlich der Zusteller prüft, ob portogerecht freigemacht wurde. Nicht ohne Grund muss ja bei Briefen mit besonders ermäßigten Portosätzen immer noch zusätzlich der Vermerkt "Entgelt bezahlt" angebracht werden. Da der Zusteller bei einem Brief z.B. mit FRANKIT zu 25 Cent frankiert nicht beurteilen kann, ob der Brief bei der Einlieferung die Kriterien für die 25 Cent-Kategorie erfüllt hat, er sieht ja nur den einen Brief, nicht die Chargengröße, nicht die Qualität der Vorsortierung etc.

Tatsächlich häufen sich Fensterumschläge ohne "EDV-Freimachungsvermerk" ... "Entgelt bezahlt"-Belege kommen ohne Datamatrix-Code vor: z.B. Infobriefe

Jou, z.B. die angesprochen Infopostsendungen können in vielfache Weise frankiert werden, siehe Punkt 4 der neusten Ausgabe (Stand 1. Januar 2011) der Produktbroschüre "Adressierte Werbesendungen: Infopost und Infobrief national":

http://www.deutschepost.de//mlm.nf/dpag/images/i/infopost/produktbroschuere_infopost_und_infobrief_national_20110101.pdf

Neben den dort genannten Freimachungsarten tauchen aber aktuell immer noch - eigentlich nicht mehr zulässige - Altformen im Briefkasten auf:



Die linke Form der Freimachung (aus Dezember 2010) ist nach meinem Verständnis eigentlich nicht mehr möglich gewesen. Die Übergangsregel, dass Altformulare und -umschläge aufgebraucht werden dürfen/durften sollte in diesem Fall auch nicht greifen, oder ?? Rechts ein Beispiel eines INFOPOSTBRIEFs ohne 2D-Datamatrixcode, dafür aber mit einer inzwischen irregulären - d.h. nicht mehr möglichen - Vorausverfügung ("Wenn unzustellbar, bitte zurück"). Dieses Merkmal ist seit einiger Zeit u.a. auch bei INFOPOST-Briefen nur noch in der Form der Zusatzleistung PREMIUMADRESS ("P") möglich, für die mit der Post sogar zusätzlich ein spezieller Vertrag abzuschliessen ist. BTW, korrekt ist übrigens das Fehlen einer zusätzlichen kundenindividuellen Darstellung bei der Infopostwelle, da "Die kundenindividuelle Darstellung darf nur ... i. V. mit der DV-Freimachung mit Matrixcode im Anschriftenbereich genutzt werden" (aus dem oben genannten Regelwerk). Keine DV-Freimachung = kein bunter Zudruck. ;-)

Mein eigentliches Problem war, dass es unterschiedliche Briefe mit im Prinzip inhaltsgleichen DV-Freimachungen im Fenster gibt.

A: Mit einem entsprechenden Hinweis darauf in der Frankierzone des Briefes (siehe Standardbrief der BARMER GEK ) und B: ohne Hinweis, ganz ohne Angaben in der Frankierzone (siehe der Standardbrief von Baumarkt Max Bahr ). Zu A gibt es noch die Unterteilung in "mit und ohne Angabe einer Postabrechnungsnummer".

Bei der Post wird ja inzwischen alles und jedes noch so kleinste Minidetail in ausführlichsten Regeln festgelegt (im Rahmen der maschinellen kosteneinsparenden Massenbearbeitung auch sinnvollerweise), von der Schriftgröße, -dicke und -art des Schriftzuges PREMIUMADRESS im Fenster bis zum kundenindividuellen Zudruck zur Infopostwelle in der Frankierzone. Nur habe ich (...) zu dieser Frage noch nichts finden können, es gab auch keine sinnvollen Treffer über die Suchefunktion auf der Webseite der Post. Ebenso findet sich in der entsprechenden Produktbroschüren und Regelwerken zur DV-Freimachung (s.o.) nirgendwo auch nur ein Verweis auf diese Hinweise ("Freimachung (DV) im Fenster"). Leider ist die Informationspolitik - wenn man als Philatelist bei der Post zu diesen Punkten nachfragt - gleich Null. Für die Post beschränkt sich Philatelie leider nur noch auf den Verkauf spezieller "phil. Produkte", vom Postautomodell bis zum Numisbrief sowie auf die Ausgabe von vielen vielen nassklebenden Briefmarken für den Abovertrieb, für die eigentlich - wenn wir mal ehrlich sind - (leider!) im Postalltag kein Bedarf mehr besteht und ansonsten auch (gewollt) keinen Absatz mehr finden. Vielmehr bekommt man den Hinweis zu hören, dass dieses ja nicht "philatelistisch" sei > Philatelie = Postprodukteverkauf. :-( Gut, stimmt, das ist eigentlich auch sehr verständlich (ehrlich). Der Infopostwellen-, DV-Freimachungsvermerk- und FRANKIT-Sammler bringt ja auch kein Geld ein. Es ist sicherlich auch keine Kernaufgabe eines notwendigerweise auf Gewinn orientierten privaten Wirtschaftsunternehmens, Knalltüten - wie wir es nun mal sind - mit (Kosten behafteten) Informationen für ihr komisches Hobby zu versorgen. ;-)

Beste Grüße
Thomas
 
Postgeschichte Am: 20.01.2011 16:51:19 Gelesen: 97360# 9 @  
@ DL8AAM

ich "meine gelesen zu haben" (finde es leider auf die Schnelle icht mehr), dass auch bei DV-Freimachungen letztendlich der Zusteller prüft, ob portogerecht freigemacht wurde.

Für die Freistempelung von Postsendungen sowie die Abrechnung der Entgelte kommen lt. den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für den Briefdienst zwei Möglichkeiten in Betracht:

1. mit den allgemein genutzten DV-Anlagen des Versenders
2. Verfahren mit nur versandspezifisch genutzten Postentgeltermittlungsanlagen der Hersteller Bizerba und dem Toledo-Werk.

Postsendungen dürfen mit einer DV-anlage freigestempelt werden, wenn die richtige und vollständig Entgeltbe- und -abrechnung gewährleistet ist. Die Anlagen müssen von der Post aber genehmigt bzw. zugelassen sein. Beauftragte der Post können Einblick in den Arbeitsablauf wie Auftragsbearbeitung, Versand, Buchhaltung und Statisik nehmen, soweit dies zur Prüfung der sicheren Vereinnahmung der Entgelte notwendig ist. In erster Linie hat der Absender sicher zu stellen, daß die Postsendungen richtig frankiert sind. Die Post nimmt aber Stichproben der eingelieferten Postsendungen vor.

Gruß
Manfred
 
DL8AAM Am: 20.01.2011 17:24:48 Gelesen: 97358# 10 @  
@ Postgeschichte

versandspezifisch genutzten Postentgeltermittlungsanlagen der Hersteller Bizerba

Nur am Rande, schöne Bespiele von Frankiervermerken von Bizerba-Maschinen zeigt die (sehr schöne) philatelistische Aufarbeitung des Thema "Quelle – ein deutsches Versandhaus 1927 bis 2009" auf http://www.postautomation.de/90.html

Hier werden auch die ansonsten fast nie beachteten Frankiervermerke auf "Quellepaketen" ausführlich beackert:



Bizerba-Maschinennummer "BI/40505" (Abb. als Links aus der o.g. Arbeit)

Diese Dokumentation ist wirklich eine ausgesprochen schön und gut gemachte philatelistische Dokumentation dieses sehr interessanten Themas, macht Lust auf mehr! Quelle als Triebfeder der Postautomatisation seit den 60er Jahren. Man kommt fast ins tiefe tiefe "sich schwarz ärgern", dass man damals einfach diese Pakete nicht beachtet hat. Aber wer hat denn schon Quellepakete gesammelt. ;-)

Man kann es nur mit dem Autor sagen " 1961 ... 15 Millionen Paketsendungen und damit 50 Millionen DM Post- und Bahngebühren! ( Wo sind nur eigentlich die ganzen Belege geblieben?)" Wo?

Gruß
Thomas
 
DL8AAM Am: 19.04.2011 17:46:30 Gelesen: 96183# 11 @  
@ DL8AAM [#10]

Frankturen mit diesen dreigeteilten Rechtecken tauchen auch heutzutage immer noch auf, d.h. Frankierhinweise in der Mittelzeile. Leider finde ich bei der Post keinerlei näheren Informationen über die aktuellen Verfahrenweisen für diese Art der DV-Franktur.



Großbrief "PreSort" zu 1,45 € vom April 2011 (04.11) aus Blaufelden (ohne die sonst übliche Nennung einer PLZ, Fehldruck?), Postabrechnungsnummer 07470. Absender ist der Coke-Store von Coca Cola, hinter dem (laut Lieferschein) übrigens die "Swiss Post Solutions GmbH" in 74572 Blaufelden, eine Tochergesellschaft der schweizer Post "Swiss Post" steht.

Hat jemand weitere Informationen zu diesen dreiteiligen Frankturvermerken ? Zu dem Produktzusatz "PreSort" ( presorted, vorsortiert) findet sich auch nichts entsprechendes auf den Webseiten der Deutschen Post AG ?

Gruß
Thomas
 
Nachtreter Am: 19.04.2011 20:05:16 Gelesen: 96163# 12 @  
@ DL8AAM [#11]

Hallo Thomas,

Presort ist ein Konsolidierer:

http://www.neuegenossenschaften.de/aktuelles/news/2010/02/11/1229.html

Es handelt sich also nicht um ein Produkt der DPAG.

Die "fehlende" PLZ im Rechteck findest Du im Abrechnungsteil direkt unter dem Rechteck (letzte fünf Ziffern).

Einen schönen Abend
Nachtreter
 
uli Am: 20.04.2011 10:59:41 Gelesen: 96139# 13 @  
Nur ganz kurz, habe gerade keine Zeit:

Der Aufdruck auf dem Kuvert mit dem Hinweis zur DV-Freimachung war früher mal Pflicht, ist es aber schon einige Zeit nicht mehr. Wie ich aus Gesprächen mit anderen Großversendern weiss, wissen das viele nicht. Es stört aber niemanden, wenn der Hinweis weiterhin da steht.

Das Lesen der DataMatrix im Briefzentrum erfolgt beim Auslesen der Adresse. Die Daten werden auf Plausibilität geprüft und gespeichert. Es erfolgt dann ein Abgleich mit den Einlieferungsdaten des Versenders. Stimmt da was nicht, wird geprüft und in der Abrechnung nachgebessert. Ansonsten stimmt das von @Postgeschichte oben geschriebene, wer DV-Frankierung nutzt, vereinbart mit der DPAG ein umfangreiches Procedere.

Natürlich muss die DataMatrix im Adressfenster stehen, denn sie wird vor dem Drucken "errechnet" (daher der Begriff DV-Frankierung), auf das Anschreiben gedruckt und muss von außen sichtbar sein. In der DataMatrix stehen eine Reihe von Infos, die wichtigste und noch nicht erwähnte ist die Einlieferungsnummer.

Gruß
Uli
 
DL8AAM Am: 20.04.2011 15:45:16 Gelesen: 96124# 14 @  
@ uli [#13]

Uli,

super, besten Dank. Das war genau meine ursprüngliche Frage. Denn gerade von richtig grossen Großversendern, die eigentlich sogar extra Profis für den "optimalen" Versand beschäftigen, bekommt fast täglich immer noch Sendungen mit diesem dreigeteilten Rechteck mit dem Hinweis zur DV-Franktur im Fenster und der Postabrechnungsnummer ins Haus. Nur fanden sich bei der Post absolut keinerlei aktuelle Informationen in den - wie es so schön auf Postdeutsch heisst - "Handlingsbröschüren" und Dokumenten hierzu. Deshalb war ich etwas verwirrt, wird doch von der Post inzwischen alles bis ins kleinste genormt und vorgeschrieben, von der Schriftart, -größe bis zur Strichdicke und Farbe. Gut, dass das früher, in Zeiten vor dem Matrixkode, einmal Pflicht war, ist bekannt. Aber leider finde ich auch aus dieser Zeit keine näheren Handlingsanweisungen. Die Post löscht ja alte Dokumente sofort von ihren Seiten und hält kein Onlinearchiv für philatelistische Recherchen vor.

Falls jemand diese Dokumente seinerzeit gespeichert hat, wäre ich über eine Kopie per Emai sehr dankbar.

Gruß
Thomas
 
DL8AAM Am: 20.04.2011 16:25:30 Gelesen: 96121# 15 @  
@ Nachtreter [#12]

Hallo und besten Dank für das Feedback. Wirklich interessant, ich habe zwar ein Auge auf das Thema Konsolidierer, aber das ist der erste Beleg den ich zu gesicht bekommen habe, der statt der übrlichen K-Kennung (ggf. mit Sendungs- bzw. Chargen- oder PLZ/BZ-Nummer) den Namen des Konsolidierers in Klartext zegt. Schön, was neues für die Sammlung ;-) Das die PLZ in der Abrechnungszeile unter dem Rechteck auftaucht ist mir zwar aufgefallen, aber trotzdem hatte ich gedacht, dass bei diesen dreigeteilten Frankiervermerken die PLZ auch noch direkt zum Ortsnamen in das obere Segment gehört?

Aber scheinbar sind diese dreigeteilten Rechteckfrankiervermerke eine veraltete Form (?), für eine aktuelle (korrekte?) DV-Franktur hätte ich eine der üblichen Formen, wie "DV 04 1.45" Zeile mit der (in Deutschdeutsch) "Bildmarke Logo Deutsche Post" (d.h. Schriftzug Deutsche Post und dem Posthorn) sowie einem Datenmatrixkode, siehe [1], erwarten müssen, oder? In dem EAN-Barcode steckt ja keine DV-Eigenschaft (mit Versandangaben etc.) drin, dieses sollte hier wohl auch nur eine interne Kennzeichnung des Versenders sein, oder? Für eine aktuelle DV-Franktur "neuer Art" ist dieser Beleg für mich zumindest etwas ungewöhlicher.

Übrigens, Versandlabel mit DV-Frankturangaben für etwas schwerere Sendungen (Frachtpost statt Großbrief) dieses Versenders sehen dann so aus (scheinbar werden einfach nur andere Module in der Software geschaltet):


Frachtpostbelege der DPAG/DHL sind aber ein anderes (aber nicht-desto-weniger) wirklich interessantes, aber leider kaum beachtetes und bearbeitetes Thema. Falls hier jemand nähere Informationen hat, bitte in einem neuen (!) Thema antworten, sonst muß Richard verständlicherweise wieder böse werden. ;-)

Gruß
Thomas

[1] Deutsche Post AG: "Maschinenlesbare Freimachungsvermerke, Teil 2: DV-Freimachung (Gestaltung, Varianten und Inhalte)", Version 1.3.10 vom 01.07.2006 - http://www.deutschepost.de//mlm.nf/dpag/images/download/broschueren/dv_freimachung/dv_freimachung_1_3_10.pdf (Downloadstand 20.04.2011)
 
Pilatus Am: 21.04.2011 00:10:34 Gelesen: 96102# 16 @  


Eine recht schöne und nützliche "Infopost" habe ich auch zu bieten.

Beste Grüße Pilatus
 
Pilatus Am: 25.04.2011 00:42:53 Gelesen: 96038# 17 @  
Noch ein, recht hübsch anzuschauender Beleg dieser Art. Doch, wenn man genauer hinschaut. schauderts einen, denn Werbefachleute können nicht mal richtig deutsch. Echt schade drum. Kann man da Vertauen zum Produkt haben

fragt Pilatus


 
Pete Am: 25.04.2011 15:13:26 Gelesen: 96010# 18 @  
@ Pilatus [#17]

Noch ein, recht hübsch anzuschauender Beleg dieser Art.

Bei dem Beleg fallen 2 Dinge auf, die auf dem ersten Blick nicht so recht zusammenpassen wollen. Hierbei handelt es sich um ein Postwurf Spezial der DPAG, welche über die Briefsortiermaschine sortiert wurde, erkennbar anhand der orangefarbenen Codierung auf der Briefumschlagvorderseite. Normalerweise weisen Postwurfsendungen keine Empfängeranschrift auf und werden vom Postboten der DPAG je nach Wunsch des Auftraggebers z.B. in jeden Briefkasten des Briefzustellbezirks gesteckt; alternativ wäre z.B. die Zustellung in jene Briefkästen möglich, die an dem Zustelltag auch Briefe erhalten (Eindruck auf der Postwurfsendung "mit der Tagespost").

Bei deinem gezeigten Beleg war anscheinend ein Teil der Empfängeranschrift angegeben, so dass eine maschinelle Briefesortierung möglich war (Bsp.: "An alle Bewohner des Hauses, XY-Str. Z, 12345 ABC).

Gruß
Pete
 
Pilatus Am: 25.04.2011 18:21:07 Gelesen: 95997# 19 @  
@ Pete [#18]

Ja, Du hast Recht. Sinngemäß: an alle, die viel sparen wollen.

Noch schönen "Osternausklang"

Pilatus
 
Pilatus Am: 26.04.2011 00:28:50 Gelesen: 95981# 20 @  
Ein neuer Beleg dazu, wie er adressiert war, weiß ich aber auch nicht mehr.

Beste Grüße Pilatus


 
Pilatus Am: 27.04.2011 00:34:01 Gelesen: 95943# 21 @  
Mich wundert, warum sich noch niemand zu meinem Beitrag 17 bezüglich der fehlerhaften Anwendung der deutschen Sprache gemeldet hat. Wer den Fehler erkennt bekommt bei mir ein güldenes Sternchen.

Es grüßt Pilatus
 
T-M 123 Am: 27.04.2011 09:02:32 Gelesen: 95934# 22 @  
@ Pilatus [#21]

Ich habe auch darüber nachgegrübelt. Ich schätze, es ist gemeint, dass nicht der Gaspreis zu teuer sein kann; zu teuer kann nur das Gas selbst sein, der Gas preis hingegen ist zu hoch?

Gruß
T-M
 
Pilatus Am: 27.04.2011 13:12:34 Gelesen: 95916# 23 @  
Hallo T-M,

ja Du hast den Vogel abgeschossen und das güldene Sternchen verdient.

Gruß Pilatus
 
DL8AAM Am: 28.04.2011 15:44:59 Gelesen: 95873# 24 @  
@ Pilatus [#21] > Mich wundert, warum sich noch niemand zu meinem Beitrag 17 bezüglich der fehlerhaften Anwendung der deutschen Sprache gemeldet hat.

Vielleicht, meldete sich aber auch keiner gemeldet, weil der gezeigte Beleg nicht in dieses Thema "Freimachung DV" passt. Es gibt sonst verständlicherweise (!) Mecker vom Chef.

Für "Postwurfsendungen" gibt es: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=34933 ;-))

Und bitte möglichst die Belege vollständig und nicht abgeschnitten zeigen.

Ich habe nicht mit den Deutschkenntnissen des Gegenübers angefangen. So etwas hier anzusprechen gehört eigentlich wirklich gut hierher (es finden sich auch viele viele Rechtschreibfehler in meinen Beiträgen), aber wenn Du diesen Punkt schon einmal ansprichst:

@ Pilatus [#21]

>" Noch ein, (sollte ein Kommasetzungsfehler sein, hier kein "um-zu-Komma"?) recht hübsch anzuschauender Beleg dieser Art. Doch, wenn (auch hier wohl kein "wenn-Nebensatzkomma"?) man genauer hinschaut. (Fehler: kein Punkt) schauderts ("schaudert es" oder ggf. auch mit dem unschönen Auslassungszeichen "schaudert's") einen, denn Werbefachleute können nicht mal richtig deutsch (müsste 'deutsch' nicht in diesem Zusammenhang mit großem D geschrieben werden?) ... " oder ging es nur um die Fehler der Gasverkäufer? ;-)

Und um keine erneute Doppelschelte von Richard zu riskieren, hier auch etwas wirklich zum Thema passendes. ;-))


Volkswagen Versicherungsdienst GmbH, Brauschweig (Abrechnungsnummer 20006)

Ein über Williams Lea (K4000) konsolidierter Brief vom April 2011, der in dieser Form eigentlich wohl nicht mehr in die Zeit passt, oder? Neben dem alten (veralteten?) dreigeteilten Dreieck mit dem Hinweis auf eine "Freimachung (DV) im Fenster" in der Frankierzone, findet sich auch ein alter (veralteter?) Frankiervermerk ohne 2D-Matrixkode im Fenster. Nach meinem Verständnis und den mir vorliegenden DPAG Regelwerken ([#3][#13]...) sollte es diesen Beleg eigentlich seit geraumer Zeit so nicht mehr geben dürfen, oder ?

Beste Grüße
Thomas
 
Postgeschichte Am: 28.04.2011 16:34:38 Gelesen: 95859# 25 @  
@ DL8AAM [#24]

Hallo Thomas,

nun sehe es Pilatus einmal nach, daß er einen falschen Beleg gezeigt hat. Ich habe schon einige Beiträge von bekannten Mitgliedern gelesen, die mein Haupt schütteln ließen. Da ist doch so ein kleiner Irrtum ein Klacks. Oder darf man sich nicht mal irren? Die Frage von Pilatus ist übrigens auch schon beantwortet und sollte abgehakt sein.

Nun zum Fachlichen:

Ein über Williams Lea (K4000) konsolidierter Brief vom April 2011, der in dieser Form eigentlich wohl nicht mehr in die Zeit passt, oder? Neben dem alten (veralteten?) dreigeteilten Dreieck mit dem Hinweis auf eine "Freimachung (DV) im Fenster" in der Frankierzone, findet sich auch ein alter (veralteter?) Frankiervermerk ohne 2D-Matrixkode im Fenster. Nach meinem Verständnis und den mir vorliegenden DPAG Regelwerken ([#3][#13]...) sollte es diesen Beleg eigentlich seit geraumer Zeit so nicht mehr geben dürfen, oder ?

Warum sollte es diesen Beleg eigentlich seit geraumer Zeit so nicht mehr geben dürfen? Was spricht dagegen? Die Post hat das Verfahren beim Versender geprüft, für gut befunden und auch genehmigt. Sofern sich an der Zuverlässigkeit der Anlage keine Änderung ergeben hat und der jetzigen Postmodalitäten nicht entgegensteht, spricht m.E. nichts gegen eine Fortführung des bisherigen Verfahrens. Dieses ist in der Postordnung und den späteren Geschäftsbedingungen noch enthalten. Eine förmliche Aufhebung des Verfahrens oder eine mögliche weitere Duldung müsste bei der Post erfragt werden.

Ich finde es übrigens gut, daß Du Dich mit der neuen Postgeschichte zu einer Zeit befaßt, in der möglicherweise die geltenden Vorschriften noch präsent sind.

Gruß
Manfred
 
DL8AAM Am: 28.04.2011 19:09:32 Gelesen: 95837# 26 @  
@ Postgeschichte [#25]

Hallo Manfred,

sehe es Pilatus einmal nach, daß er einen falschen Beleg gezeigt hat.

Deshalb habe ich hinter der Bemerkung auch gleich das entsprechende Smilie gesetzt, gerade um nicht missverstanden zu werden. Diese netten Freunde haben sich ja inzwischen flächendeckend und auch weltweit durchgesetzt, da man ja bei dieser unserer Art der Kommunikation nicht die Mimik seines Gegenübers zu sehen bekommt und so richtig einschätzen kann, wie er es denn gemeint hat. Das ist nichts neues aus der Welt des Internets, unsere altforderen Telegraphiefunker morsten (und morsen noch immer) aus diesem Grund ein ".... .." (=HI) hinter möglicherweise missverständlich zu verstehende Passagen.

Manfred auch Danke für das fachliche Feedback. Gerade diese Frage, wollte ich mit dem Öffnen dieses Themas besprochen und geklärt bekommen. Aus diesem Grund habe ich oben auch immer Fragezeichen eingepflegt. Für die Beurteilung der heutigen DV-Freimachungen beziehe ich mich ausschliesslich auf die aktuellen Dokumente der DPAG. Diese sind die bereits oben erwähnten PDF-Files:

a) " DV-Freimachung: Ihr Vorteil mit System - Informationen und Hinweise zur Anwendung" Stand 01.09.2010 [1] für eher allgemeine Informationen zum Thema DV-Franktur und

b) " Maschinenlesbare Freimachungsvermerke, Teil 2: DV-Freimachung (Gestaltung, Varianten und Inhalte)", Version 1.3.10 vom 01.07.2006 [2] für die näheren Feinheiten aus "Ausführungsbestimmungen". Weiteres konnte ich auf den offiziellen Seiten der Post leider nicht finden.

Im ersten Dokument werden die notwendigen Bestandteile einer heute gültigen DV-Freimachung beschrieben:

"Der DV-Freimachungsvermerk besteht aus der festen Kennung DV, der Monatsangabe [kein Monat.Jahr], dem Sendungsentgelt, der Leistungsmarke Deutsche Post und einem Datamatrixcode.". Ein Muster, wie sowas derzeit auszusehen hat, habe ich in [#3] eingestellt. Nach meinem Verständnis ist eine DV-Franktur ohne den 2D-Matrixkode also heute nicht mehr möglich?

Auf Übergangsregeln bzw. die Weitergeltung alter Freimachungsvarianten wird in keiner Passage hingewiesen, vielmehr heisst es wörtlich, dass einige ältere Vereinbarungen und Regeln weiter ihre Gültigkeit behalten "soweit diese nicht die Freimachung betreffen"! Daraus leite ich ab, dass ausschliesslich die Bestimmungen aus [1] und [2] hinsichtlich der Freimachungsformen heute gelten und angewendet werden dürfen. Inwieweit es möglicherweise nicht publizierte Ausnahmen hierzu gibt, kann ich nicht sagen und genau das sollte hier ja zum Thema werden. Geantwortet hat zumindest bis auf Uli [#13] noch keiner auf diese Eingangsfragestellung. Falls es sowas doch geben sollte, wird es schon heute in der Jetztzeit äusserst schwierig eine korrekte Verwendung zu beurteilen, wie soll das dann für die philatelistische Forschung in 100 Jahren erst aussehen? Diese Regeln werden heutzutage in immer kürzer werdenden Intervallen geändert, dass man kaum noch hinterherkommt. Weder die (Groß-) Kunden noch die Postler selbst. Auch könnte man fast den Eindruck gewinnen, dass die Post ihre eigenen Regeln selbst kaum noch zeitnah abbilden kann oer will. Ein schönes Beispiel sind die Infopostwellen, was da alles von den Postverantwortlichen vor Ort angenommen wird und durchschlüpft ist schon sehr auffällig. Hauptsache die Einnahmen stimmen, dann werden mal schnell die eigenen Regeln nicht beachtet. Der Harburger Philatelistenklub hat vor einiger Zeit eine nette Katalogisierung mit "hunderten" von falschen Infopostwellenformen zusammengestellt und publiziert. Es scheint, als gäbe es nichts, was nicht schon einmal mit Duldung der Post falsch eingeliefert wurde ;-)) Den Eindruck habe ich bei DV-Freimachungen auch teilweise. Aber vielleicht hat einer unserer Mitglieder nähere Kenntnisse über etwaige Übergangs- und Ausnahmebestimmungen? Oder ich verstehe die offiziellen Postdokumente ja auch nur falsch (gut möglich). Deshalb, bitte ich um Feedback !

Nochmals besten Dank und Gruß
Thomas

[1] http://www.deutschepost.de//mlm.nf/dpag/images/d/dv_freimachung/dv_freimachung_2010.pdf
[2] http://www.deutschepost.de//mlm.nf/dpag/images/download/broschueren/dv_freimachung/dv_freimachung_1_3_10.pdf
 
Postgeschichte Am: 28.04.2011 19:23:10 Gelesen: 95834# 27 @  
@ DL8AAM [#26]

Du fragst immer, ob jemand Informationen hat. Hast Du denn schon mal versucht, eine Stellungnahme der Post einzuholen. :-))

Gruß
Manfred
 
DL8AAM Am: 28.04.2011 19:55:09 Gelesen: 95830# 28 @  
@ Postgeschichte [#27]

Leider, leider ist die Informationspolitik der Post in diesen Bereichen nicht auf unsere Art der Philatelie ausgerichtet. Meine diesbezüglichen Anfragen bei dem unter dem gut klingenden Punkt "Kontakt: Noch Fragen? Wir sind für Sie da!" genannten Team in Darmstadt sind bisher offen, auf den versprochenen Rückruf warte ich noch heute. Vielleicht will sich die Post auch nicht hunderten von Fragen von vielen einzelnen Philatelisten rumärgern. Hatte gehofft, dass es unter uns bereits gut Informierte gibt. Mit sowas beschäftigen sich doch bestimmt "viele viele 1000de" von uns auch? Oder ? ;-))

Gerade vor 5 Minuten (ernsthaft) ist mir ein neuer "abweichender" Beleg mit "komischer" DV-Freimachung auf den Tisch geflattert:


Brief der Deutschen Bank aus 04082 Leipzig, Abrechnungsnummer 14010 (April 2011)

Nun fehlt sogar die geforderte "feste Kennung DV" im DV-Freimachungsvermerk im Fenster, an Frankiervermerken findet sich nur noch "...-04.11/0,55EUR", wieder mit dem früher üblichen Zusatz des Jahres, wieder kein Matrixkode auch fehlt die ebenfalls geforderte "Leistungsmarke Deutsche Post" (im Fenster) ... Bei der Masse von Belegen aus dem Jetzt, die die o.g. Regeln so auffällig nicht erfüllen, müsste es wirklich irgendwo, nicht veröffentlichte unsichtbare Sonder- und Nebenbestimmungen geben, oder? An eine Postanarchie kann icht nicht so recht glauben. ;-))

Thomas
 
Postgeschichte Am: 28.04.2011 20:40:11 Gelesen: 95823# 29 @  
@ DL8AAM [#28]

Hallo Thomas,

ich befürchte, daß Du einem Phantom hinterherläufst. In dem Infoblatt (ist übrigens keine amtliche Verlautbarung) steht doch in den Bedingungen über die Zulassung unter anderem:

1.1 Das sind die grundsätzlichen Voraussetzungen - Zertifizierung des Layouts von Anschrift und Freimachung mit Datamatrixcode

Hierunter kann die Post Verfahren zulassen, die nicht mit denen im Infoblatt übereinstimmen. Eine Vorschrift für dieses Handeln zu erhalten ist nicht möglich, da es Einzelfall bezogen entschieden wird. Es gibt hierfür keine Amtsblattverfügung. Aber Du kannst gerne weiter hoffen. :-))

Gruß
Manfred
 
DL8AAM Am: 21.10.2011 20:38:30 Gelesen: 92704# 30 @  
@ Postgeschichte [#29]

Aber Du kannst gerne weiter hoffen. :-))

Ich hoffe übrigens immer noch Manfred. ;-) Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass gerade im Zeichen der fortschreitenden Automatisierung und Sortierung noch undokumentierte, abweichende Verfahren die Abläufe verlangsamen. Es sollte also etwas geben, dass auch mögliche "Sonderregelungen" hinreichend genau zentral regelt werden. Auch wenn es keine Amtsblätter mehr bei der DPAG für sowas gibt. ;-)

@ Nachtreter [#12]

Die "fehlende" PLZ im Rechteck findest Du im Abrechnungsteil direkt unter dem Rechteck (letzte fünf Ziffern).

@ DL8AAM [#15]

Das die PLZ in der Abrechnungszeile unter dem Rechteck auftaucht ist mir zwar aufgefallen, aber trotzdem hatte ich gedacht, dass bei diesen dreigeteilten Frankiervermerken die PLZ auch noch direkt zum Ortsnamen in das obere Segment gehört?



Ich hatte mir das so vorgestellt. Eine PLZ im dreigeteilten Rechteck ("90939 Nürnberg" für die Großempfänger-PLZ der DATEV) und ggf. eine weitere PLZ an Ende der Postabrechnungs-Zahlenkolonne unter dem Rechteck (hier "90471", das ist die Großempfänger-PLZ der DPAG NL Brief in Nürnberg, d.h. dort "wo abgerechnet" wird) auftaucht, wobei die echte Abrechnungsnummer "14030" senkrecht/links erscheint. Der Beleg passt aber nicht wirklich in das Thema, die DV-Franktur steht ja nicht im Fenster, auch wenn das Rechteck ähnlich erscheint. ;-) Also gleich wieder vergessen.

Gruß
Thomas
 
Araneus Am: 09.09.2019 10:56:33 Gelesen: 739# 31 @  
Der im Folgenden gezeigte Umschlag der Versicherung Deutscher Herold weist im Freimachungs-Rechteck eine falsche Kombination von Aufgabeort und Postleitzahl auf.



Der Briefumschlag liegt leider ohne Inhalt vor, stammt aber wohl aus der Zeit der Jahrtausendwende. Darauf deuten sowohl der Hinweis auf die Olympischen Spiele in Sydney als auch die Tatsache, dass der Deutsche Herold im Jahr 2002 von der Deutschen Bank an die Zurich Gruppe verkauft wurde, hin.

Die Besonderheit ist, dass hier Postleitzahl und Aufgabeort nicht zusammenpassen. 40764 ist keine Postleitzahl in Düsseldorf, sondern gehört zu der Stadt Langenfeld. In Langenfeld befindet sich aber das Briefzentrum, das für Düsseldorf zuständig ist. Vermutlich wurden die Briefe an dem damals noch recht jungen Briefzentrum aufgegeben. Man passte die Postleitzahl daran an, ließ es aber bei der Ortsbezeichnung Düsseldorf.

Bei dem folgenden Brief desselben Versenders ist die Postleitzahl korrekt.



Was die Kürzel "DZ" und "DMZ" neben dem Freimachungsvermerk bedeuten, ist mir unklar (das Kürzel "DZ" findet man auch auf Briefen der Deutschen Bank aus der Zeit). Vielleicht weiß ein Forumsmitglied Näheres dazu.
 

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