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Thema: Motiv Eisenbahnen
Das Thema hat 2910 Beiträge:
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skribent Am: 31.12.2020 14:44:45 Gelesen: 17347# 2886 @  
Guten Tag,

am 31. Dezember 1951, also heute vor 69 Jahren und fast auch zeitgleich um 14:45 Uhr, fuhr in Nicosia der letzte Personenzug ab in Richtung Famagusta.

Da endete auch die 46-jährige Geschichte der Cyprus Government Railway auf der Insel Zypern. Den letzten Zug zog die extra für diesen Anlass wieder hergerichtete Dampflokomotive Nr. 12 der CGR.



Türkisch-Zypern - Mi.-Nr.: 197 vom 31. Dezember 1986

Die Schlepptender-Dampflokomotive mit der Achsformel 2' (4-4-0) wurde von der Fa. Nasmith-Wilson unter der Fabriknummer 707 1904 gebaut und mit einer Schwesterlokomotive im gleichen Jahr nach Zypern geliefert (B.-Nr.: 11 + 12). Auf der Abbildung des Postwertzeichens steht die Maschine vor dem Bahnhofsgebäude in Trakhoni, der ersten Station nach Nikosia.

Mit dem Bau des 1. Teils der Eisenbahnstrecke mit der Spurweite von 762 mm von Famagusta nach Nikosia wurde durch ein englisches Unternehmen 1904 begonnen und am 21. Oktober 1905 konnte die Strecke eingeweiht werden.

Den Eröffnungszug soll die Nr. 1 der CGR gezogen haben, eine C-Tenderlokomotive von der Fa. Hunslet (F.-Nr.846), ebenfalls 1904 gebaut und geliefert.



Türkisch-Zypern - Mi.-Nr. 198 vom 31. Dezember 1986.

Diese Lok stand noch 2004 in Famagusta auf einem Betonsockel als Museumsstück - heute vielleicht auch noch.

Die Maschine hat zwar die Nr. 1, war aber nicht die erste auf der Insel, denn zum Baubeginn der Strecke wurde eine 1887 bei Manning-Wardle gebaute B-Tenderlokomotive eingesetzt.



Zypern - Mi.-Nr. 1186 Block 31

Die Strecke ist bis 1959 komplett abgebaut worden. Lediglich im Hafen von Famaguste findet man noch Gleisteile.

MfG >Franz<
 
Seku Am: 31.12.2020 16:45:27 Gelesen: 17325# 2887 @  
@ skribent [#2886]

Hierzu passend die beiden FDCs: einmal mit dem schon gezeigten Block sowie die Marken Mi.-Nr. 1184 und 1185:



Weiter geht es in die Niederlande. Wir schreiben das Jahr 1940. Eine deutsche Lokomotive wünscht uns von da ein "Glückliches Neujahr".



Die gezeigte Lokomotive wurde 1934 bei Krupp in Essen gebaut und 1970 bei der Deutschen Reichsbahn ausgemustert.

Dem Wunsch schließe ich mich an und wünsche allen allzeit Gute Fahrt im Neuen Jahr 2021 und darüber hinaus.

Günther
 
skribent Am: 02.01.2021 15:26:51 Gelesen: 15866# 2888 @  
Guten Tag,

in Kürze wird der von Donbass Postdirektion verausgabte Block ein Jahr alt, denn er kam am 10.1.20 in Donezk und Lugansk an die Schalter.



Damit wird auf die 150 Jahre Bestand der Donezk-Eisenbahn aufmerksam gemacht. Der Bau dieser Eisenbahnstrecke begann 1869 mit der Strecke Kursk-Charkow-Asow, 1870 kam dann die Donezker Kohlenbahn und 5 weitere private Gesellschaften dazu. Bis zu den kriegerischen Handlungen (2013/2014) wurden diese Streckenteile von der Ukrainischen Eisenbahn bedient, heute bedient sie die Donbass Eisenbahn.

Das Wertzeichen, das nur im Einflussbereich der von den Separatisten besetzten und verwalteten Gebiete und im Verkehr mit Russland Gültigkeit hat,
zeigt mittig ein Diagramm der Donezker Eisenbahn, das Wappen der DVR, den geschichtlichen Zeitraum 1870 - 2020 und den Frankaturwert = 48 Rubel.

Der Block ist eine Collage von Bildern von Gebäuden der Bahnhöfe "Donezk", "Yasinovataya", "Ilovaisk" und "Debaltsevo" aus alten und neuen Postkarten.
Mittig am rechten Rand befindet sich der Barcode Zak M20-01.
 
Seku Am: 03.01.2021 11:40:29 Gelesen: 15218# 2889 @  
Indien 2002 - 150 Jahre indische Eisenbahnen [1]



Mi.-Nr. 1899 Block 12

Die Marke kam 1 Jahr zu früh heraus; denn der erste Zug fuhr 1853

Ich wünsche noch einen schönen Sonntag

Günther

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Indian_Railways#Geschichte
 
wajdz Am: 03.01.2021 19:46:01 Gelesen: 14931# 2890 @  
@ skribent [#2863]

Noch ein Satz dieser „bunten Bildchen“ aus dem (VAE) Emirat Ajman · Lokomotiven · 1972, die es auch noch mal mit einem Silbernen Rand gibt.



North Stafford Steamlocomotive · Ajman MiNr 1850A
Tender locomotive of the Caledonian Railway (GB) · Ajman MiNr 1851A
Steam locomotive BR "K" of the London, Brighton & South Coas · Ajman MiNr 1852A
Steam locomotive BR 3800 County Class of the Great Western R · Ajman MiNr 1853A
Steam locomotive BR 4-MT No. 2300 of the London, Midland & S · Ajman MiNr 1854A
Tender locomotive of the London, Chatham & Dover Railway GB · Ajman MiNr 1855A

MfG Jürgen -wajdz-
 
Seku Am: 03.01.2021 21:31:28 Gelesen: 14877# 2891 @  
@ [#1289]

Hier noch weitere Bahnhöfe in Indien 2009 - Howrah [1] und Chennai [2]



Mi.-Nr. 2398 und 2399

Habt einen schönen Wochenanfang

Günther

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Haora
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Chennai_Central
 
wajdz Am: 03.01.2021 22:46:18 Gelesen: 14844# 2892 @  
Polen MiNr 2995, 18.09.1985



40 Jahre PAFAWAG, Breslau · Offener Güterwagen

Die LHB-Werke -Linke-Hofmann-Busch- in Breslau waren im frühen zwanzigsten Jahrhundert der größte Schienenfahrzeughersteller Europas, 1945 verstaatlicht, wurde daraus PAFAWAG.

Das Werk beschäftigte bis in die 1980er Jahre etwa 6000 Mitarbeiter und lieferte hauptsächlich Wagen und Lokomotiven für die polnische Staatsbahn PKP.

MfG Jürgen -wajdz-
 
Seku Am: 05.01.2021 19:57:20 Gelesen: 13432# 2893 @  
@ wajdz [#2892]

Danke fürs zeigen. Gerne ergänze ich noch folgendes: Das Unternehmen PAFAWAG [1] wurde 1997 von Adtranz (ABB Daimler Benz Transportation) übernommen und gehört heute zu Bombardier Transportation. Gefertigt wurden hier u.a. die Lokomotivkästen für die Deutsche Bahn Baureihe 185.

Aus Österreich erhielt ich folgende Meldung: Zum 11. Februar erscheint eine neue Eisenbahn-Motivmarke. Sie zeigt den WESTbahn-Triebzug 4010. Seit zehn Jahren befördert die WESTbahn ihre Fahrgäste zwischen Wien und Salzburg und bietet damit eine schnelle und bequeme Direktverbindung auf dieser vielbefahrenen Strecke.

Das Privatunternehmen wurde 2008 im Zuge der Bahnliberalisierung als Tochter der Rail Holding AG gegründet. Seit Dezember 2011 ist die WESTbahn im Personenverkehr zwischen Wien Westbahnhof und Salzburg unterwegs und legt die 317 Kilometer lange Strecke ohne Umstieg in rund 2,5 Stunden zurück.

Bei der WESTbahn kommen acht sechsteilige elektrische Niederflur-Triebzuggarnituren der Baureihe 4010 vom Typ KISS 1 und KISS 2 des Schweizer Herstellers Stadler Rail AG [2] zum Einsatz. Sie haben 24 Achsen - acht davon sind angetrieben - und können eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h erreichen. Die doppelstöckigen Garnituren mit 150 Metern Länge bieten jeweils mehr als 500 Sitzplätze. Großer Wert wird auf Komfort und Barrierefreiheit gelegt, für Reisende mit eingeschränkter Mobilität stehen besonders ausgestattete Bereiche zur Verfügung. Alle Zuggarnituren sind im Regelfall tagsüber unterwegs, die Wartungsarbeiten erfolgen während der Nacht. Ab 2019 wurde ein Teil an die Deutsche Bahn AG abgegeben. Es werden weitere folgen. Ab Dezember 2021 wird die WESTbahn mit einer neuen Flotte von 15 sechsteiligen KISS 3 der Reihe 4010 unterwegs sein. Das Motiv der mit Stichdruck veredelten Marke aus der Serie „Eisenbahnen" zeigt einen Triebzug der Reihe 4010 im typischen blau-weiß-gelbgrünen Design der WESTbahn.



Und aus der Schweiz erreicht mich der Hinweis, dass im Mai zum Jubiläum der Rigi-Bahn eine Marke erscheinen wird.

Ich wünsche einen schönen Abend

Günther

[1] Weiterführende Literatur: http://www.werkbahn.de/eisenbahn/lokbau/lhw.htm
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Stadler_KISS#Version_Westbahn/Deutsche_Bahn_(Fernverkehr)
 
wajdz Am: 05.01.2021 22:28:35 Gelesen: 13353# 2894 @  
@ Wim Ehlers [#254]

Hätte auch gut in -Marke auf Marke- gepasst, aber da identifiziert ja niemand die alte Lok

Kongo MiNr 681, 30.06.1979



100. Todestag von Sir Rowland Hill mit Porträt und Zeichnung einer Lokomotive, dazu die französische Marke MiNr B10, (01.08.1917) die als Zuschlagmarke (5 f + 5f) den Kriegswaisen gewidmet war.

MfG Jürgen -wajdz-
 
Seku Am: 05.01.2021 23:27:33 Gelesen: 13326# 2895 @  
Republik Kongo 1979 - 100jähriger Todestag von Sir Rowland Hill mit französischem Hochgeschwindigkeitszug TGV und Briefkasten

Mi.-Nr. 684 Block 19 - Die alte Marke von französisch Kongo konnte ich nicht finden

Sir Rowland Hill gilt als der „Vater der Briefmarke“

Ich wünsche morgen einen schönen Feiertag (nicht für alle)

Günther
 
wajdz Am: 06.01.2021 00:12:10 Gelesen: 13305# 2896 @  
@ wajdz [#1878]

Sonderstempelbeleg zur FERPHILIX ‘76 in Saarbrücken

Berlin 2 x MiNr 495 – Motiv (Nahverkehrstriebzug ET420/421)- diesmal auch mit der richtigen MiNr.



Gelegenheitsstempel zur Veranstaltung 6600 SAARBRÜCKEN 1 · 8.10.1976 · 10. KONGRESS F.I,P.-MG „EISENBAHNWESEN“; ET 420 ab 1971; Strichzeichnung Markenmotiv. Zweifarbiger Zudruck zur Veranstaltung mit lfd. No.

MfG Jürgen -wajdz-
 
skribent Am: 06.01.2021 10:48:00 Gelesen: 13026# 2897 @  
@ wajdz [#2894]

Guten Morgen,

hallo Jürgen!

Die Lokomotive auf dem von Dir eingestellten Postwertzeichen kann ich Dir identifizieren.



Republik Kongo - Mi.-Nr.: 681 B vom 30.6.1979

Im Gegensatz zu Deiner Version "A" gezähnt, hier die Version "B" geschnitten.

Die abgebildete Lokomotive ist eine Schmalspur-Dampflokomotive, die 1879 in den Boston Lodge Works in New Cross, nahe London gebaut wurde. Die Festiniog Railway benötigte für ihre Transporte von Schiefer aus den Brüchen von Blaenau Festiniog zum Hafen Portmadoc starke Lokomotiven.

Errichtet wurde sie vom irischen Ingenieur Robert Fairlie, der sich die Doppelgelenk-Lokomotive patentieren ließ. Die Maschine mit der Achsformel (B'+B')-h4 wurde an die FR geliefert und bekam dort die Nr. 10 und den Namen "Merddin Emrys".

Die Lokomotive arbeitete einwandfrei bis 1921, da musste der Kessel ersetzt werden. Rundum erneut wurde sie dann 1934 bei der Firma Avonside in Bristol und bis zur Schließung der FR 1946 verrichtete sie ihren Dienst.

Die Maschine kam dann wieder in Einsatz nach einer erneuten Generalüberholung 1961/1966 und bis zur Jahrtausendwende ist ihr "Lebenslauf" komplett nachzuvollziehen.

Aber das ist wohl nicht von allgemeinem Interesse.

MfG >Franz<
 
Seku Am: 06.01.2021 13:32:19 Gelesen: 12936# 2898 @  
@ [#2895]

Den "Postmann" Sir Rowland Hill [1] findet man 1979 auf vielen weiteren Marken oder Blocks. Wie hier die Elfenbeinküste - mit Eindruck aus 1940 - Frauen und die Moschee de Bobo-Dioulasso



Mi.-Nr. 114 auf Block 14



Mi.-Nr. 126 auf Mi.-Nr. 607

und Grenada, Grenadinen



Mi.-Nr. 337

Man fragt sich schon, wieso beim "Postmann" Sir Rowland Hill meist Schienenfahrzeuge abgebildet sind. Bei Bahnpostwagen liegt es klar auf der Hand. Aber Lokomotiven ? Die Lösung findet man im englischsprachigen Wikipedia [2]: "Von 1843 bis 1846 ernannte ihn die London and Brighton Railway zum Direktor und Vorstandsvorsitzenden. Er senkte die Fahrpreise von London nach Brighton, erweiterte die Strecken, bot spezielle Ausflugszüge an und führte ein Taktsystem für die Pendler ein."

Ich wünsche noch einen schönen Feiertag

Günther

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Rowland_Hill_(Postmann) - woanders wird er mit Vornamen "Roland" erwähnt
[2] https://en.wikipedia.org/wiki/Rowland_Hill
 
wajdz Am: 07.01.2021 02:03:44 Gelesen: 12643# 2899 @  
@ Wim Ehlers [#283]

Sonderstempelbeleg Bln MiNr 603



Gelegenheitsstempel zur Eroffnung der S-Bahn Hamburg-Harburg [1]
2100 HAMBURG 90 · 23.-9.1983 · S-Bahnfest / HVV Hamburger Verkehrsverbund / bis Harburger Rathaus eröffnet 23.9.'83 ; Strichzeichnung S-Bahnzug

Nach der Eingliederung von Harburg-Wilhelmsburg nach Hamburg 1937 wurde der Streckenabschnitt Harburg–Neugraben in den Tarif der Hamburger S-Bahn einbezogen. Nach Gründung des Hamburger Verkehrsverbundes im Jahr 1967 wurde diese Linie als „S3“ bezeichnet, auf der jedoch auch weiterhin lokbespannte Züge verkehrten.

Am 24. September 1983 eröffnete die gleichstrombetriebene S-Bahn vom Hamburger Hauptbahnhof nach Harburg Rathaus den Betrieb

MfG Jürgen -wajdz-

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Harburger_S-Bahn
 
skribent Am: 07.01.2021 18:27:09 Gelesen: 12176# 2900 @  
@ wajdz [#2896]

Guten Abend, hallo Jürgen,

vielen Dank, dass Du den Umschlag eingestellt hast, an ihm kann ich sehr gut erklären, dass Eisenbahn-Sammler nicht gleich Eisenbahn-Sammler ist.

Es gab bis vor wenigen Jahren in Deutschland einige Sammlervereine, die sich als BSG im BSW bezeichneten und das stand für Briefmarken-Sammler-Gemeinschaft im Bundesbahn-Sozial-Werk. Als die Bahn AG die DB ablöste, war auch für diese große Zahl Sammler das Ende eingeläutet, denn die Mitglieder einer BSG waren allesamt Mitarbeiter der Deutschen Bahn und profitierten bei Ausrichtungen von Ausstellungen aber auch bei eigenen Beteiligungen von großzügig bemessenen Zuschüssen ihres "Arbeitgebers". Ihre Ausstellungen, an denen nur Bahnmitarbeiter teilnehmen durften, nannten sie BAHNPHILEX. Obwohl alle Eisenbahner waren, befanden sich relativ wenige unter ihnen, die Postwertzeichen mit dem Motiv Eisenbahn sammelten. Nicht-Bahner konnten an diesen Ausstellungen nicht teilnehmen.

Die Mitglieder der Motivgruppe Eisenbahnwesen e.V. hingegen sammelten als Hauptgebiet nur das Motiv "Eisenbahnwesen" und so konnte es schon einmal vorkommen, das bei einer Rang 3- bzw. Rang 2-Ausstellung bis zu 20 Eisenbahn-Exponate die Rahmen füllten. Dass bei der EMS auch Eisenbahner Mitglied waren lag daran, dass sie bei einem entsprechend guten Exponat auch an anderen Ausstellungen teilnehmen konnten, ohne die BSG/BSW-Vorteile aber auch Zwänge.

Die Veranstaltung 1976, die FERPHILEX in Saarbrücken wurde von der FISAIC ausgerichtet für ihre Mitglieder aus 12 verschiedenen europäischen Ländern. Sie hatten nicht nur den unter [#2896] gezeigten Schmuckumschlag aufgelegt, sondern setzten auch einen eigenen Stempel ein.



Dass die MG Eisenbahnwesen auch an der FERPHILEX teilnahm, hatte seinen besonderen Grund, denn wir waren gerngesehene Gäste, kamen wir doch immer zu unseren eigenen Kongressen mit manchmal 100 Personen, die auch das Beiprogramm nutzten. Des 10. Kongresses wegen hatten wir auch einen Sonderstempel beantragt und auch selbst bezahlt.

Die BSG/BSW-Gruppen gibt es schon gar nicht mehr, in Europa sind eigentlich nur noch die Franzosen und die Briten aktiv, die letzte FERPHILEX in Österreich fand auch nur statt, weil die Durchführung in Händen von 2 EMS-Mitgliedern lag.

Hoffentlich reicht die Erklärung aus, warum die Sonderstempel mit Eisenbahn-Abbildungen mal von den BSG/BSW-Philatelisten und mal von den MG "Eisenbahnwesen"-Sammlern stammen.

MfG >Franz<
 
Altmerker Am: 10.01.2021 17:12:47 Gelesen: 10040# 2901 @  
Das Vorarlberger Volksblatt berichtete am 18. Dezember 1905: „Auf der Lokalbahn Bludenz-Schruns (Montafonerbahn) wird der öffentliche Verkehr am 18. Dezember d. Js. mit dem um 3 Uhr 10 Min nachmittags in Schruns abgehenden Zuge 814 aufgenommen.“ Bei der Inbetriebnahme 1905 war die Montafonerbahn die erste elektrisch betriebene normalspurige Eisenbahn der österreichisch-ungarischen Monarchie.

Auf der Marke - mit Vorarlberger Hauptstadt-Stempel - zu sehen ist der Zweisystem-Triebwagen ET 10.103 für 800 V Gleichstrom und 15 kV 16 2/3 Hz.
Die heutigen Elektrotriebwagen ET 10.103 und ET 10.104 stammen aus dem heutigen Sachsen-Anhalt. Sie wurden in der Bahn eigenen Werkstatt der Montafonerbahn von einem Dieseltriebwagen der Deutschen Reichsbahn (VT 63.905 & VT 63.907) in einen Zweisystem-Elektro-Triebwagen umgebaut. Diese Fahrzeuge wurden ursprünglich von der Fa. Gottfried Lindner AG in Halle-Ammendorf an der Saale im Jahre 1935 gebaut.

Gruß
Uwe, der letztens in Ammendorf war


 
skribent Am: 11.01.2021 10:04:11 Gelesen: 9515# 2902 @  
Guten Morgen,

heute ein weiteres Postwertzeichen zum 100. Geburtstag von Rowland Hill.



Elfenbeinküste - Mi.-Nr.: 607 A/B vom 7. Juli 1979

Das Postwertzeichen zeigt u.a. die Abbildung einer Mallet Lokomotive, die 1903 bei der SLM in Winterthur unter der Fabriknummer 1491 entstand, an die Chemin du Fer du Vivrais/Ardeche geliefert wurde und mit der Betriebsnummer 403 auf deren ca. 200 km langen Meterspurnetz zum Einsatz kam.

1968 wurde die Gesellschaft an die CFTM (Chemins de Fer Touristiques et de Montagne) verkauft, das Streckennetz eingekürzt, aber ein 33 km langes Stück zwischen Tournon und Lamastre blieb erhalten. Es wird Museumsbahn genannt und die Lok 403 mit der Achsformel C+C-n4vT kommt heute noch zum Einsatz. Restaurierte Personenwagen aus den 1920er Jahren werden ihr beigehängt und in den Sommermonaten fungiert sie mit möglichen 35 km/h als Touristenzug.

MfG >Franz<
 
skribent Am: 16.01.2021 17:49:33 Gelesen: 6251# 2903 @  
Guten Abend,

1835 wurde in Linden bei Hannover eine Eisengießerei und Maschinenfabrik von Georg Egestorff geründet. 11 Jahre später verließ die 1. Lokomotive mit der Fabrikationsnummer 1 die Werkhalle, bekam den Namen Ernst August und wurde an die Hannoversche Staatsbahn ausgeliefert.



Korea-Nord - Mi.-Nr.: 2374, Block 146 - Abbildung 2. Reihe - rechts

Sie war nach dem Stephensons 1A1-Langrohrtyp (Patentee) gebaut und wurde am 12. Juni 1846 dem Zug vorgespannt, mit dem die neue Strecke Lehrte-Hildesheim eröffnet wurde. Kurz vor Erreichen des Hildesheimer Bahnhofs soll die Maschine tatsächlich die maximale Geschwindigkeit von 50 km/h kurzzeitig erreicht haben.

Von 1846-1848 wurden bei der Egestorff'schen weitere 10 Lokomotiven dieses Typs für die "Hannöversche" gebaut, um danach einen neuen und stärkeren Typ mit der Achsformel 1B zu bauen. Weil die Ernst August auf dem Koreanischen Block sehr klein abgebildet ist, hier eine zeitgenössische Abbildung.



Warum der Stecher die Lokomotive auf dem Block "GLÜCK AUF" benannt hat, bleibt wohl sein Geheimnis.

MfG >Franz<
 
skribent Am: 17.01.2021 19:27:21 Gelesen: 5541# 2904 @  
Guten Abend,

hier ist die echte "GLÜCK AUF"!

Sie stammt aus dem Chemnitzer Unternehmen Hartmann & Tharandt, dessen Werkhalle die "GLÜCKAUF" als Premiere mit der Fabriknummer 1 am 5. Januar 1848 verließ. Auf dem Hof wurde die Maschine mit Sekt getauft und man gab ihr den Namen "GLÜCK AUF".

Verkauft wurde sie für 15262 Taler an die Sächsisch-Bayerische Staatsbahn. Dort bekam sie die Bahnnummer 15 und wurde im Gemischtdienst eingesetzt.



Korea-Nord - Mi.-Nr.: Block 147 - Maschine steht in der 1. Reihe links



Zur besseren Kenntlichmachung auch hier eine Zeichnung.

Die Maschine versah bis 1855 ihren Dienst als normale Schlepptenderlokomotive und wurde 1858 in eine Tenderlokomotive umgebaut.

Sie wurde dann an die neu gegründete westfälische Staatsbahn verkauft, dort in die Reihe H1 eingeordnet und wechselte 1868 noch einmal den Besitzer und kam zur mecklenburgischen Friedrich-Franz-Bahn und wurde dort als Baulokomotive eingesetzt.

MfG >Franz<
 
Totalo-Flauti Am: 19.01.2021 09:59:43 Gelesen: 4479# 2905 @  
Liebe Sammlerfreunde,

aus Anlass des 175 jährigen Jubiläums des Bayrischen Bahnhofs in Leipzig konnte man von der LVZ-Post folgenden Ersttagsbeleg vom 29.09.2017 erstehen. Auf der Marke und dem Umschlag ist eine Abbildung des Bahnhofs zu sehen. Im Stempel ist eine sächsische Schnellzuglokomotive der Gattung X V [1], [2] ohne Schlepptender abgebildet.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.



[1] gesprochen "Zehn Vau"
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A4chsische_X_V#cite_note-1
 
skribent Am: 21.01.2021 14:31:01 Gelesen: 3081# 2906 @  
Guten Tag,

heute eine Blockausgabe von der Schwabenbergbahn, die Budapest-Besucher bei ihrer Sightseeing-Tour zu sehen bekommen haben.

Der Zahnradbergbahn widmete die ungarische Post zum 100-jährigen Jubiläum eine Blockausgabe mit vier Wertzeichen.



Ungarn - Mi.-Nr.: 2964 A/B - 2967 A/B, Block 107 A/B vom 25. Juni 1974. Entwertet mit dem im Postamt BUDAPEST 4 geführten Sonderstempel ""Geflügeltes Zahnrad" und dem offiziellen Ersttagsstempel.

Der Block 107 A wurde in einer Anzahl von 296974 Stück aufgelegt und der Block 107 B in geringer Stückzahl = 7.000. Obwohl es sich um eine Blockausgabe handelt findet man immer wieder die Ausgaben 2964-2967A als Einzelmarken zum Kauf angeboten.

Die am 24. Juni 1874 eröffnete Zahnradbergbahn wurde nach den Plänen von Franz Sales Cathry gebaut. Die zuerst 3,7 km lange Strecke wurde in Normalspur und mit dem Zahnstangensystem "Riggenbach" errichtet. 1960 wurde das System getauscht gegen das von Abt.

Der Fahrzeugpark bestand bis 1929 aus 5 Dampflokomotiven und 12 offenen Personenwagen von der Wiener Firma Hernals sowie einer unbekannten Anzahl Güterwagen.

Die Loks mit den B-Nr. 1-3 kamen von der SLM, Winterthur, die B-Nr. 4 von einem nicht mehr bekannten Hersteller und die B.-Nr. 5 von der Vitznau-Rigi-Bahn (siehe Wertzeichen obere Reihe).

1929 wurde die Strecke elektrifiziert und die Gesellschaft beschaffte neue Fahrzeuge. Dazu erging der Auftrag an die SLM zum Bau von 8 Fahrzeugen. Diese wurden nach Budapest zur Fa. Ganz geschickt, wo sie mit der elektrischen Ausrüstung ausgestattet wurden.

Diese Fahrzeuge (abgebildet in unterer Reihe links) waren bis zum 15. März 1973 im Einsatz, danach wurde die Strecke stillgelegt und komplett modernisiert und umgebaut.

Nach Fertigstellung kamen dann 7 Einheiten zum Einsatz, die aus einem Trieb- und einem Steuerwagen bestanden. Die Triebwagen kamen von Simmering-Graz-Pauker aus Österreich, wobei die elektrische Ausrüstung von BBC, Schweiz/Österreich geliefert wurde (siehe untere Reihe rechts).

Die Schwabenbergbahn ist heute noch im Einsatz, wird sie wohl auch bleiben, denn in 3 Jahren kann sie ihr 150. feiern.

MfG >Franz<
 
Michael Mallien Am: 22.01.2021 10:05:01 Gelesen: 2395# 2907 @  
In Äthiopien erschien am 7.6.1967 die Ausgabe 50 Jahre Eisenbahnstrecke Dschibuti-Addis Abeba (MiNrn. 552-554).

Hier sind die Werte zu 15 Cent und 50 Cent.



Die Bestimmung der abgebildeten Bahn überlasse ich den Experten.

Viele Grüße
Michael
 
Seku Am: 22.01.2021 13:03:43 Gelesen: 2295# 2908 @  
@ Michael Mallien [#2907]

Hallo Michael,

eine derartige Lokomotive hast Du schon mal hier [#1447] gezeigt. Mehr dazu hier [1].

Hab noch einen schönen Tag

Günther

[1] http://www.train-franco-ethiopien.com/photos_cde/bb_alsthom_cde/index.html
 
skribent Am: 22.01.2021 14:32:43 Gelesen: 2240# 2909 @  
@ Michael Mallien [#2907]

Guten Tag Michael,

die Abbildung auf den vor Dir gezeigten Wertzeichen zeigt eine Co'Co'-Maschine der Baureihe 2000 mit diesel-elektrischer Kraftübertragung. Die Fa. Alsthom aus Belfort lieferte der Äthiopischen Staatsbahn (CFE) 1965 zwei dieser Maschinen für den schweren Güterzugdienst und sie bekamen die B-Nummern 2001 und 2002. Und eine dieser beiden Maschinen stand auch Pate für die Abbildung auf den Wertzeichen.

Denn die nächsten zwei von der CFE bestellten Maschinen lieferte Alsthom erst 1968, die die B.-Nr. 2003 und 2004 erhielten. Alle vier Loks waren mit 2 Dieselmotoren der Bauart Pielstick 16 Pa4 (16 Zylinder) ausgerüstet. Baugleiche Maschinen, allerdings teilweise etwas länger oder schwerer und mit anderen Getriebeübersetzungen, lieferte Alsthom auch an die Eisenbahngesellschaften von Zaire, Senegal, Kongo und Elfenbeinküste.

MfG >Franz<
 
skribent Am: 23.01.2021 19:34:16 Gelesen: 1425# 2910 @  
Guten Abend,

die Württembergische Staatsbahn benötigte Mitte des 19. Jahrhunderts eine Lokomotive, die in der Lage war, die Beschwerlichkeiten der Geislingersteige zu meistern.

Die Maschinenfabrik Esslingen konstruierte zu dem Zweck eine dreifach gekuppelt Maschine unter der Fabriknummer 190, die als die erste Gebirgslokomotive Deutschlands bezeichnet werden kann. Sie bekam den Namen Alb und die Bahnnummer 30.



Republik Kongo - Mi.-Nr.: 856.

Und weil die "Japanerin" das Bild dominiert, hier eine Zeichnung der Alb.



Mit der Alb (Nr. 30) wurden 1849 bis 1851 noch 4 Maschinen gebaut, die die Namen und Nummern 32 Ulm, 35 Geislingen, 36 Blau und 37 Helfenstein bekamen.

1856 wurde die Alb erstmals umgebaut und die vordere Achse wurde entkuppelt. 1959 wurde sie dann komplett umgebaut auf die Achsformel 2'B-n2, in dem die vordere Treibachse aus- und stattdessen ein zweiachsiges Drehgestell eingebaut wurde. Es folgte der Umbau der 4 weiteren Loks. Durch den Umbau wurden sie in der Gattungsreihe IV gestrichen und der Gattungsreihe E zugeordnet. 1880 wurden alle Maschinen verschrottet.

MfG >Franz<
 

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